Meine große(n) Liebe(n) - Teil 4
Meine große(n) Liebe(n) - Teil 4
Es kam nie ein Brief zurück!
Das konnte doch nicht sein?
Aha.. meine Mutter sie würde die Briefe verschwinden lassen! Konnte eigentlich ja gar nicht anders sein.
Ich begann sie heimlich zu überwachen. Kein Ergebnis. Dann konfrontierte ich sie ganz offen und fragte sie, warum sie Doris Briefe verschwinden lasse.
Sie tat unschuldig!
Und meinte dann gehässig:
"Du bist weg und sie weiß nicht, wann und ob du überhaupt jemals wiederkommst! Warum also sollte sie dir schreiben? Ich nehme mal an, daß das kleine Nuttchen längst ´nen anderen hat.
"Nuttchen. Ich hätte meine Mutter erwürgen können!
Und doch schien meine Mutter Recht zu haben, denn nach ungefähr einem Jahr kamen meine Brief als unzustellbar zurück.
Trotzdem Ich schrieb meiner Doris weiterhin unverdrossen Briefe. Nach ungefähr eineinhalb Jahren gab ich dann allerdings auf, weil alle Briefe zurückkamen. Gleichwohl bewahrte ich -wohl aus sentimentalen Gründen- alle Briefe auf.
Als ich 21 geworden war (keine "Feier, keine Glückwünsche nichts nichts gar nichts) schnappte ich mir, als Bill und Mutter arbeiten waren, meinen Seesack in den ich meine Sachen wahllos hineingestopf hatte, meine Papiere, mein Geld und verschwand sang- und klanglos aus dem Leben Bills und vor allem dem meiner Mutter. Ich wußte, daß sie wußten, daß ich mich bei erster Gelegenheit "aus dem Staub machen würde und ich vermutete, daß ihnen das ganz recht war.
Nein, so ganz sang- und klanglos ging ich nicht in mein neues Leben. Ich ließ meiner Mutter ein paar handgeschriebene Zeilen zurück:
"Wie Du Dir sicher schon gedacht hast. ich bin weg!
Danke dafür, daß Du mein Leben zerstört hast!
Du wirst jedoch Deine Quittung bekommen!
Karmische Schuld muß abgebüßt werden!
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Zurück in Deutschland führte mich mein erster Weg in "meine Stadt zum Haus der Barkers.
Sie wohnten nicht mehr dort. Eine Nachbarin erinnerte sich, daß vor gut zweieinhalb Jahren ein großer Möbelwagen vor dem Haus gestanden hatte und daß "der Arzt offensichtlich weggezogen sei. Nein, wohin, das wisse sie nicht.
Eine Nachfrage bei der Post (von wegen Nachsendeauftrag) ergab auch nichts. Nachsendeaufträge würden maximal ein halbes Jahr durchgeführt. Dann sei genug Gelegenheit gewesen allen, die es beträfe, die Änderung der Anschrift mitzuteilen.
Vor zweieinhalb Jahren Wegzug plus ein halbes Jahr Nachsendezeit. Das machte zusammen ein Jahr und das war der Zeitpunkt ab dem meine Briefe als unzustellbar zurückkamen.
Wie und wo sollte ich Doris finden?
Aha. Das Einwohnermeldeamt!
Dort: Keine Auskunft! Könnte ja jeder kommen!
Weitere Möglichkeiten fielen mir nicht ein. Ja, wenn ich den Namen der Spedition gewußt hätte, die den Umzug gemacht hatte, dann hätte es vielleicht noch eine Chance gegeben. Aber die Dame von gegenüber konnte sich an den Namen der Firma nicht erinnern.
Da stand ich nun! Und was tun?
Kein Abi in der Tasche (das hatte meine Mutter ja verhindert), deswegen kein Studium begonnen, und außer exzellent Burger zu braten nichts gelernt. Eine Ausbildung machen? Aber zu was oder als was? Und da ich wußte, daß ich von einem Lehrlingsgehalt -wenn überhaupt- gerade meinen Verpflegung, keinesfalls aber die Miete für ein möbliertes Zimmer würde bestreiten können, fiel auch diese Option aus.
Was also tun?
Die rettende Idee wurde mir geradezu serviert, als ich in der Hotelbar des billigen Hotels, in dem ich Quartier bezogen hatte, einen Mann in Uniform traf. Der Mann war Soldat. Bei einigen Bieren, die wir uns genehmigten, kamen wir auf die Bundeswehr zu sprechen und als ich mein Zimmer aufsuchte, stand für mich fest, daß ich Soldat werden würde.
Gleich am nächsten Tag suchte ich das zuständige Kreiswehrersatzamt auf und zum 01.06.des Jahres 1979 zog ich als einfacher Soldat in die Kaserne ein. Ich hatte mich auf zwölf Jahre zur Marine verpflichtet. Testweise war festgestellt worden, daß ich über ein gutes Tastgefühl und eine gute Rhythmik verfügte und so wurde ich nach der Grundausbildung und einem Fachlehrgang als Funker an Bord eines Schiffes versetzt.
Zwar hatte man mir angeboten, die Offizierslaufbahn einzuschlagen, schließlich hätte ich das Abitur und könnte sogar studieren, doch nach der Devise:
"Lieber König der Ärsche, als Arsch der Könige", blieb ich bei meiner Entscheidung "ganz unten" anzufangen.
Zehneinhalb Jahre nach meinem Einrücken in die Kaserne -ich war mittlerweile Hauptbootsmann und gut 31 Jahre alt geworden- begann ich im Rahmen der mir für eineinhalb Jahren zustehenden Berufsausbildung eine Ausbildung im Versicherungs-gewerbe.
"Schuld daran war Sonjas Vater.
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Obwohl ich Doris nicht vergessen konnte und immer voller Wehmut an sie dachte, lebte ich doch nicht als Mönch.
Selbstverständlich gab es Frauen für mich. Frauen eben nichts von langer Dauer.
Kurz vor dem Ende meiner aktiven Dienstzeit lernte ich Sonja kennen.
Ihr Vater war Versicherungsmakler mit eigener Agentur und verdiente klotzig. und hatte mir geraten auch in diesem Gewerbe tätig zu werden. Wenn ich es richtig anstelle, könnte ich ´nen Batzen Geld verdienen.
Ich folgte seinem Rat.
Sonjas Vater stellte mich nach erfolgreicher Prüfung sogar in seiner Agentur ein. Zuerst "tröpfelte das Geld nur. Als ich aber den "Dreh ´raushatte, konnte ich mich über meinen Verdienst nun wirklich nicht beklagen.
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Sonja:
Als unsere gemeinsame Zeit begann, war ich dreiunddreißig und Sonja siebenundzwanzig. Zuerst und vorweg: Sie war, ich sagte es eben, die bereitwilligste aller anderen Frauen, die ich nach Doris hatte. Sonja war die einzige Frau nach Doris, bei der ich schon bald ansatzweise über eine dauerhafte Verbindung nachgedacht hatte.
In einem Anfall von Torschlußpanik heiratete ich sie im Alter von 34 Jahren.
Es ging nicht lange gut zwischen uns.Schon nach 2 Jahren Ehe trennte Sonja sich von mir.
Ihre Begründung? Meine angebliche -und wohl tatsächliche- sexuelle Unersättlichkeit. Nicht in dem Sinne, daß sie mich körperlich nicht total geschafft hätte. Sie hatte jedoch irgendwann ganz richtig erkannt, daß sie mir in letzter Konsequenz nie genügen würde, obwohl sie aus ihrer Liebe heraus Dinge mit sich tun ließ, zu denen sie unter sogenannten normalen Verhältnissen wohl nie bereit gewesen wäre.
Sonjas "Fehler" war, daß sie sich in letzter Konsequenz nie ganz in sich selbst fallen lassen und aus eigenem Antrieb und weil sie es selbst so wollte, die Dinge tun konnte, die ihr selbst -und damit auch mir- gefielen. Sie kam immer "nur" den von mir mehr oder minder deutlich ausgesprochenen oder vorgebrachten Wünschen nach. Und dahinter stand immer die von ihr sorgsam unterdrückte, gleichwohl aber immer deutlich spürbare "Forderung", die dahin ging, daß ich ihr zuliebe letztlich doch auf die Erfüllung meiner Extra-Wünsche verzichtete. So gesehen "taugte" Sonja eigentlich nur für den ganz normalen, alltäglich-banalen Geschlechtsverkehr.
Bei Sonja gab es nicht die bedingungslose, sondern nur die zweckgerichtete Hingabe.
In dieser Hinsicht jedoch von Doris und von ihrer Mutter Marlene in meinem damaligen Leben geradezu "vergiftet", konnte ich mich aber nicht dazu verstehen, auf eben diese "Erfüllung" zu verzichten.
Um es beispielhaft zu verdeutlichen:
Sonja hatte -zumindest vordergründig- nichts dagegen, mich mit dem Mund zu befriedigen oder sich von mir zu einem fulminanten Orgasmus lecken zu lassen. Sie hielt nicht nur still, wenn ich mich ihrer Analregion widmete, sondern machte tatsächlich und augenscheinlich begeistert mit, um mich oral oder anal zum Höhepunkt gelangen zu lassen.
Ja, so oft ich ihr meinen Samen in den Mund schoß oder in ihren heißen, dabei sogar lustvoll kreisenden After, so oft kam auch sie zum Höhepunkt. Nein, zu keinem gespielten, sondern zu einem echten, lustvoll erlebten. Aber immer war ich es, der zuerst diesen Weg gehen mußte. Und sooft ich diesen Weg ging, so oft spürte ich, daß Sonja ihn eigentlich gar nicht gehen wollte, daß sie mich vielmehr "nur" begleitete. Nie, nie war sie es, die die entsprechende Initiative ergriff und mich zu einem besonderen Spiel "aufforderte"
Ich sagte es: Sie ließ sich von mir lecken. Ja, ich leckte sie oft und oft zu einem schreienden, keuchenden Orgasmus. Doch später, wenn ich sie mit Lippen, denen doch nur ihr eigener Lustsaft anhaftete, küssen wollte, dann drehte sie den Kopf weg.
Und das war symptomatisch: Sie mochte sich selbst nicht. Sie mochte nicht, wenn meine Lippen, meine Zunge oder mein Mund nach ihrem Liebessekret schmeckten. Und genauso wenig mochte sie ihre eigene Geilheit. Sie hat nie darüber gesprochen, ich hatte aber immer das eigenartige Gefühl, daß sie sich ihrer eigenen Erregungsfähigkeit schämte.
Ja, Sonja hat sich vor meinen Augen selbst befriedigt. Seit Doris stehe ich darauf, es zu sehen. Sonja hat aber nie von sich aus "Hand an sich gelegt". Ich habe ihr nicht verschwiegen, wie sehr es mich erregen würde, wenn sie mich beim Betreten ihrer Wohnung einmal mit wichsender Hand zwischen den Beinen empfinge. Sie hat mir diesen Wunsch von daher betrachtet nie erfüllt. Sie tat es, sie befriedigte sich bis zu einem echten und tief empfundenen Orgasmus vor meinen Augen selbst. Aber nur, wenn ich sie zuvor darum gebeten hatte.
War es diese Unentschiedenheit, dieser Widerspruch in sich, der mich froh sein ließ, als Sonja sich von mir abwandte? Ich habe sie nie ganz verstehen können. Wie war es möglich, daß eine bestimmte Sex-Variante sie bis zu einem Orgasmus erregte, während sie auf der anderen Seite genau diese Spielart innerlich ablehnte?
Letzter Tropfen, der das berühmte Faß zum Überlaufen brachte, war die von mir eigentlich nur in einem Nebensatz geäußerte Anmerkung, daß ich es mir sehr gut und als sehr erregend vorstellen könne, mit zwei Frauen im Bett zu liegen.
Mit den Details über unsere Trennung will ich niemanden langweilen.
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Allerdings trennte sich nach meiner Scheidung von Sonja auch ihr Vater von mir. Das müsse ich verstehen.
Ich verstand es.
Beruflich war ich mittlerweile allerdings "dick im Geschäft, denn ich wußte ja zwischenzeitlich, wie der Hase lief und konnte dann schon bald die Agentur eines Kollegen, der seinen "Laden mit 70 Jahren nicht mehr fortführen konnte und wollte, übernehmen. Kostete mich zwar eine Stange Geld, hat sich aber gelohnt.
Wieder allein und wieder hier und da mal eine Frau. Eine Frau eben. Nichts von Dauer.
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Susan
Fast siebenunddreißig Jahre war ich alt, als Sonja es bei mir -verständlicherweise- nicht mehr aushielt..
Aus der Scheidung kam ich einigermaßen unbeschadet hervor.
Da Sonja mich verlassen hatte, behielt ich unsere Wohnung, die ich mir nach und nach in meinem Sinne einrichtete. Auch mein kleines Büro, das ich angemietet hatte, konnte ich nun aufgeben und in meine Wohnung verlegen.
Wegen mir hätte es so, wie mein Leben nun aussah, auch weitergehen können, wenn nicht, ja, wenn nicht die lästigen Pflichten des Alltags, wie Essenkochen, Wohnung putzen, Wäsche waschen und und und gewesen wären. Lag es daran, daß ich zu dumm war, oder hatte ich einfach keine Lust zu diesen ja doch so notwendigen Arbeiten?
Wie auch immer. Nach einem Jahren war es mir immer noch nicht gelungen, ein Hemd anständig zu bügeln und, egal, was ich mir kochte, es schmeckte alles gleich. So reifte denn nicht zuletzt wegen dieses Problems nach und nach der Entschluß in mir, mir wieder eine Partnerin zu suchen. Nein, nicht nur für die Hausarbeiten, Gott bewahre, da wollte ich, wenn ich dazu angeleitet wurde, gern meinen Part erbringen. Mehr noch sehnte ich mich nach einer festen, von Vertrauen und Hingabe getragenen Verbindung.
Ein weiterer, ganz wichtiger Grund war das immer mehr um sich greifende Aids-Problem. Zwar ist Safer-Sex besser, als gar keiner, letzten Endes aber doch nichts anderes, als Wichsen mit einem Fausthandschuh!
Woher aber eine Frau nehmen, die beide Tugenden, die einer guten Hausfrau und die einer sinnlichen, geilen Geliebten in sich vereinigte?
Ich gab einige Annoncen in verschiedenen Zeitungen, sowohl in der örtlichen und überörtlichen Tagespresse, als auch in "einschlägigen" Publikationen auf. Das Ergebnis war insgesamt niederschmetternd und fast schon hatte ich mich damit abgefunden, den Rest meines Lebens in zerknitterten Hemden und in ungebügelten Hosen herumzulaufen und jeden Tag ein zwar jeweils anderes, aber immer gleich schmeckendes Essen zu mir zu nehmen, das ich mir in der Mikro-Welle erwärmt hatte.
Per Zufall las ich dann in einer schon mehrere Tage alten Zeitung unter der Rubrik Bekanntschaften:
"Auf mich, 36, gesch., treffen alle anzeigeüblichen Attribute nicht zu. Bin strohdumm, häßlich, launisch und faul. Suche den Deppen, der sehenden Auges in sein Unglück rennt und es mit mir und meiner mißratenen Tochter, 16, aufnimmt. Wenn Du Mut hast, schreib' mir. Ob ich antworte, weiß ich noch nicht."
Das war mal 'ne originelle Anzeige, die in ihrer Aussage stimmen konnte oder auch nicht. Da ich aber davon ausging, daß es häßliche Frauen im eigentlichen Sinne nicht gibt und darüber hinaus diese Selbstdarstellung eher von Humor zeugte, setzte ich mich hin und schrieb der "Verehrten Unbekannten", daß ich möglicherweise der Depp sei, den sie suche. Ich fügte dem kurzen Schreiben ein Bild jüngeren Datums bei und schlug einen Treffpunkt vor, an dem ich am Freitag der folgenden Woche um 16.00 mit meinem Wagen (es folgten dann Typ, Farbe und Zulassungsnummer) warten wollte.
Mit einem bunten Strauß herrlicher Sommerblumen "bewaffnet" fand ich mich eine halbe Stunde vor der Zeit ein. Die Unbekannte hatte mir nicht ablehnend geschrieben, so daß ich davon ausging, sie werde sich einfinden.
Trotz der sommerlichen Hitze korrekt gekleidet, ging ich immer einige Schritte in der Nähe meines Wagens hin und her. Zugegebenermaßen nervös wie ein Pennäler.
Während ich, meinen Gedanken nachhängend, wartete, fiel mir mehr am Rande meines Blickfeldes eine Frau auf. Eine Frau, für die ich -außer Doris- alle bekannten und noch kennenzulernenden hätte stehenlassen. Sie kam aus einer Boutique, hatte eine Einkaufstüte in der Hand und überquerte wenige Schritte vor mir die Straße.
Ich schätzte sie so auf die dreißig. Mit einer Figur, die jeder 20-jährigen zur Ehre gereicht hätte, hüpfte sie auf schlanken Beinen mit schwingendem, verboten kurzem Rock über die Fahrbahn. Seidenmatt glänzendes, minipli-gelocktes, kurzgeschnittenes Haar von der Farbe reifer Kastanien und darunter das Gesicht einer Madonna. Sanft gebogte Linien verliehen dem Körper eine gewisse Jugendlichkeit. Dazu eine gerade, feine Nase und hoch angesetzte Wangenknochen, die dem Gesicht eine herbe Strenge verliehen, die aber durch die sinnlich geschwungenen Linien eines nur wenig geschminkten Lippenpaares aufgelockert wurde.
Kaum, daß ich dieses beschwingte Wesen ausreichend von vorn hatte sehen können, war es an mir vorbei, hatte die Straße überquert und war auch schon in einer Nebenstraße verschwunden. Der Schwung der Hüften und der Anblick der geraden, festen und wunderbar schlanken Beine in den hochhackigen Pumps sprach meine Sinne unmittelbar an.
Voller Neugier nun wartete ich auf die Frau, mit der ich mich verabredet hatte, gespannt, wie sie sich im Vergleich zu diesem sinnlichen Geschöpf, das gerade meinen Weg gekreuzt hatte, ausnehmen würde.
Fünf vor vier war es gerade geworden, wie mich ein Blick auf die Normaluhr belehrte, die etwa fünfzig Meter entfernt stand. Ich nahm deshalb an, daß die Unbekannte bald auf mich zukommen würde.
Ich musterte die Frauen, die an mir vorbei- und auf mich zukamen. Könnte es diese sein, oder jene? Mein Gott, bloß die nicht. Die, ja, die wäre mir schon recht. So, oder so ähnlich meine stummen Kommentare.
Doch keine der Frauen machte Anstalten näher auf mich zuzugehen, obwohl ich jetzt in unmittelbarer Nähe meines Autos wartete. Schlag vier Uhr hielt ein Taxi hinter meinem Wagen. Mein Blick glitt darüber hinweg, fiel dann in den Fond, sah eine zarte, feingliedrige Hand Wechselgeld entgegennehmen. Die Bluse, die kannte ich doch? Tatsächlich! Mir widerfuhr das Glück die fremde Schönheit von vorhin wiederzusehen.
"Hat wohl was vergessen," fuhr es durch mein Hirn, als ich die Elfe auf den Bürgersteig treten und in Richtung der Boutique blicken sah. Gleichzeitig wurde ich aber abgelenkt durch eine Frau, die nun unmittelbar auf mich zukam.
Ich sah schwarzes, fließendes Haar, das ein reifes, frauliches Gesicht mit einer ganz reizenden Stupsnase umrahmte. Ich schätzte die Frau auf Mitte bis Ende dreißig. Sie war etwa ein Meter siebzig groß und hatte eine vollschlanke Figur. In seltsamem Widerspruch zu ihrem feinen Gesicht standen allerdings die harten Linien des Mundes und das fast kantig zu nennende Kinn, das davon zeugte, daß sie schon einiges erlebt haben mußte.
"Das ist sie," dachte ich, "hhhmmm..... nicht unübel."
Doch anstatt mich zu fragen, ob ich der Besitzer jenes Autos sei, fragte sie mich nach dem Weg in die Schumannstraße, den ich ihr erklären konnte. Mit den Händen gestikulierend und den Weg weisend, achtete ich auf nichts anderes.
Die Schwarzhaarige bedankte und entfernte sich festen Schrittes. Das also war meine Verabredung nicht gewesen. Mußte ich halt noch warten. Während ich mich, auf meine Armbanduhr sehend -fünf nach vier schon- umdrehte, nagelte mich eine wahnsinnig aufregende Stimme auf der Stelle fest.
"Wenn Ihnen das komische Auto da gehört, dann haben wir beide eine Verabredung," sagte diese dunkle, etwas rauchige, vibrierende Stimme.
Ruckartig mich umdrehend fielen mir fast die Augen aus dem Kopf.
"Sie?" entfuhr es mir, "aber.... ich meine.... ich dachte..."
"Test Nummer zwei bestanden," lachte die "Traumfrau", in die ich mich schon vom bloßen Ansehen her fast verliebt hatte.
"Sie wirken zumindest im Augenblick nicht sehr intelligent."
"Na, wie schön für Sie," fand ich allmählich meine Fassung wieder, "und worin bestand der erste Test?"
"Das war die persönliche Inaugenscheinnahme," lächelte die Unbekannte, "Ich ahnte, daß Sie weit vor der Zeit kommen würden und so habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, bin in den Laden da gegangen, habe eine Kleinigkeit gekauft und konnte Sie mir dabei in aller Ruhe ansehen."
"Immerhin muß Ihnen dann aber zugesagt haben, was Sie sahen, denn sonst wären Sie sang- und klanglos verschwunden und wenn ich je wieder von Ihnen gehört hätte, dann wäre es ein höflicher, aber eindeutiger Brief gewesen, nicht wahr?"
"Ganz schön clever," funkelten mich die blau-grünen Augen meiner Verabredung an.
"Ach übrigens," fuhr sie fort, "wenn die Blumen da für mich sind, dann dürfen Sie sie mir jetzt überreichen."
"Zwei zu Null für Sie," meinte ich, wickelte die Blumen aus dem Papier, hielt sie hoch, verbeugte mich kurz und stellte mich vor:
"Christopher Beckmann, wenn Sie erlauben."
"Freut mich, Sie kennenzulernen. Susan Morgan."
"Oh, Engländerin? Amerikanerin?"
"Weder noch und doch beides," antwortete Susan. "Ich bin die Tochter eines Engländers und einer Deutschen und die geschiedene Frau eines Amerikaners. Genügt das fürs Erste?"
"Nur, wenn Sie mir jetzt verraten, was ich mit dem häßlichsten aller Weiber, das da vor mir steht, anfangen soll."
"Sie haben da keine Idee?" kam es postwendend und gar nicht böse zurück.
"Ach, wenn's nur das wäre.... Ideen hätte ich genug. Nur, sie in die Tat umzusetzen, also....."
".... dazu mangelt es Ihnen an Mut," wurde ich mit einem maliziösen Lächeln unterbrochen, "aber weshalb sprechen Sie von Ideen. Eigentlich ist es doch nur eine, oder?" gab Susan mir zu verstehen, daß sie meine Gedanken durchaus richtig erkannt hatte.
Trotzdem widersprach ich:
"Nein.... nein... ich meinte durchaus die Mehrzahl."
"Na gut und welches wäre die erste?"
"Mögen Sie einen Kaffee oder einen Tee mit mir nehmen?"
"Das ist doch mal was richtig Originelles," hieb der kleine Satan wieder in die Kerbe, "aber sei's drum, ich komme mit."
Noch im Umdrehen nahm ich ihr geradezu lausbubenhaftes Lächeln wahr. Die Frau gefiel mir. Ich wußte schon jetzt, daß es mich alle Kraft kosten würde, mich für den Fall, daß diese Frau nicht meinen "Ansprüchen" genügte, loszureißen, oder -auch das war schließlich möglich- eine entsprechende Entscheidung von ihr hinzunehmen. Aber nur wegen der schönen "Larve" noch einmal so etwas wie mit Sonja? Nein danke!
Ich öffnete die Tür meines "528 i" und bot ihr den Arm. Ohne jedoch darauf zu achten, schlüpfte sie an mir vorbei und ließ sich auf dem Beifahrersitz nieder. Für einen kurzen, beglückenden Moment rutschte ihr Rock ein ganzes Stück hoch, was mir Gelegenheit gab, den Übergang von den wohlgerundeten Knien in die herrlich geschwungenen Oberschenkel zu bewundern.
Wenig später saßen wir in einem netten Cafè am Stadtrand und schon bald unterhielten wir uns angeregt. Ich erzählte von mir und meinen persönlichen Verhältnissen und auch von meiner gescheiterten Ehe, wobei ich die Gründe, die zu meiner Scheidung geführt hatten, zunächst einmal ausließ.
Susan berichtete in der gleichen Art von sich, wobei mir auffiel, daß sie eigentlich mehr im Ungewissen ließ und zum Beispiel auf ihre sechzehnjährige, "mißratene" Tochter überhaupt nicht einging.
Nach gut zwei Stunden verabschiedeten wir uns wieder voneinander, hatten allerdings für den Mittwoch der kommenden Woche, gleiche Uhrzeit, gleicher Ort, ein weiteres Treffen vereinbart. Susan erlaubte mir allerdings nicht, sie nach Hause zu fahren. Statt dessen sollte ich sie mitten in der Stadt absetzen. So geschah es auch.
Ich freute mich sehr auf das Wiedersehen mit ihr und konnte kaum die Zeit abwarten.
Endlich war der Mittwoch gekommen, der uns wieder das Café aufsuchen und Kaffee trinken sah. Dieses Treffen aber wurde verlängert um die Zeit, die der kleine Spaziergang im angrenzenden Stadtwald dauerte.
Susan trug eng und straff sitzende Bermudas und dazu eine leichte ärmellose Bluse. Durch die weit offenen Armlöcher der Bluse gelang mir von seitwärts hinten mancher Blick auf den Ansatz einer festen, hoch angesetzten Brust, die durch einen mintfarbenen BH gehalten und bedeckt wurde. Dies und der Blick auf ihr Beinkleid, unter dem sich einerseits ein überaus niedlicher, strammer Po und andererseits ein ausgeprägter Schamhügel deutlich sichtbar abzeichnete, machten mich ganz schön nervös.
Ganz ohne Zweifel: Susan hatte etwas zu "bieten". Ob sie es aber auch in meinem Sinne "herzugeben", zu "verschenken" bereit war? Nun, es würde, es müßte sich bald zeigen.
Dadurch, daß ich diesen Gedanken nachhing, achtete ich nicht so sehr auf den Weg. Am frühen Morgen hatte es ordentlich geregnet. Doch obwohl das Wasser schon lange in den Boden eingezogen war, war er doch hier und da noch etwas rutschig. Auf einer solchen Stelle glitt ich aus, ruderte, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, mit den Armen und klammerte mich instinktiv am nächsten festen Halt an. Das war nun mal Susan. Und so kam es, daß ich den ersten, wenn auch noch ungewollten körperlichen Kontakt mit ihr hatte. Susan hielt meinem Ansturm stand. Nicht auszudenken, wenn auch sie das Gleichgewicht verloren hätte.....
Aber: Ich hatte ihre Brust berührt und das Gefühl des festen Fleisches brannte noch Stunden später in meiner Hand.
Wenige hundert Meter danach hatte das Wasser den Waldboden in einen Morast verwandelt. Da Susan aber noch etwas von der frischen Waldluft genießen und noch nicht umkehren wollte, umgingen wir den Morast, indem wir ein Stück zurückgingen und in den Weg einbogen, der vom Hauptweg rechts abzweigte.
Auf diesem Weg kamen wir, da er in höher gelegenes Gelände führte, besser voran. Einige Male rechts und links abbiegend erreichten wir einen Teil des Waldes, den ich noch nicht kannte. Still war es hier, still und ruhig. Außer Susan und mir weit und breit kein Mensch zu sehen oder zu hören. Friedvolle Stille, Vogelgezwitscher und ab und an das Poltern von flüchtigem Wild, das wir aufgestört hatten.
In einem Bogen an unseren Ausgangspunkt zurückkehrend hatten wir wohl schon gut eine Stunde an der frischen Luft verbracht, als Susan plötzlich die Notwendigkeit äußerte, sich in die Büsche schlagen zu müssen. Ja, ja, der Kaffee!
"Gut, ich warte hier auf dem Weg. Aber laufen Sie nicht so weit in den Wald, ich fürchte, es gibt hier Wildschweine."
Ich sah Susan im Storchenschritt durch das hohe Gras gehen, hinter einem Gebüsch verschwinden und wartete. Wartete geduldig zwei Minuten, drei, vier.
Warum dauerte denn das so lange? War ihr etwas passiert? War sie umgeknickt und hatte sich das Bein verletzt? Aber warum machte sie sich dann nicht bemerkbar? Das alles kam mir sehr seltsam vor und ich beschloß, sie zu suchen.
Ich folgte Susans Spur und hatte gleich darauf das Unterholz erreicht, hinter dem sie verschwunden war. Es umgehend lugte ich vorsichtig um die Ecke. Schließlich wollte ich mich nicht dem Vorwurf aussetzen, sie bei ihrem intimen Geschäft heimlich beobachten zu wollen. Doch Susan war nicht zu sehen. Mich suchend umsehend wollte ich gerade ihren Namen rufen, als ich sie erblickte.
Halb in einem anderen, ungefähr fünfzig Meter entfernten Gebüsch stehend, hielt sie ihren Kopf nach vorn. So angespannt sah ein Mensch nur aus, wenn er etwas beobachtete. Was mochte das wohl sein? Ein Tier? Ein Reh vielleicht, oder ein Vogel?
Noch während ich rätselte, hörte ich Geräusche, die nicht in einen Wald hineingehören. Andererseits sind diese Geräusche in Wäldern nun aber auch nicht so ungewöhnlich; die Geräusche lustvollen Stöhnens nämlich, die ein angelegentlich miteinander beschäftigtes sich unbeobachtet wähnendes Liebespaar von sich gibt. Und daß es genau das war, was ich hörte, daran gab es keinen Zweifel; wehten doch sogar Wortfetzen bis zu mir, die sich nach "Fick' mich", " Jaaa.... mach's mir...." und Ähnlichem anhörten.
Aber Susan, was machte sie da? Spannte sie etwa? Eine Frau, die spannt? Gibt es sowas?
Doch, es mußte genau das sein, was Susan tat; denn bei scharfem Hinsehen fiel mir auf, was ich vorher nicht gesehen hatte.
Susan's Bermudas nämlich hingen irgendwo zwischen ihren Schenkeln und Füßen, von den gespreizten Beinen aufgespannt und als sie sich just in diesem Moment noch weiter nach vorn beugte, konnte ich ihre Hand sehen, mit der sie sich zwischen ihren Beinen beschäftigte. Dabei wackelte sie so mit ihrem Hintern, daß mich große Lust überkam, mich von hinten an sie heranzumachen, um sie von der Mühsal der Handarbeit zu befreien.
Schon wollte ich meinem Drang nachgeben, als ich es mir doch noch anders überlegte. Ich wußte nun, was ich wissen wollte. Susan schien für sexuelle Reize nicht unempfindlich zu sein. Und warum sollte ich mir heute im Überraschungseffekt zu nehmen versuchen, was mir, wenn ich es geschickt anfing, von allein in den Schoß fallen würde? Es war ja außerdem überhaupt noch nicht sicher, daß Susan Gefallen an einer solchen "Überraschung" fand.
So zog ich mich also leise zurück und rief, als mich das erste Gebüsch vor ihren Blicken verbarg, halblaut ihren Namen.
"Susan... Susan.... wo sind Sie? So melden Sie sich doch."
Wie von ungefähr kam ich nun hinter dem Gesträuch hervor. Wie suchend mich umblickend, sah ich zunächst nicht in die Richtung, in der Susan sich aufhielt. Auf diese Weise wollte ich ihr Gelegenheit geben, ihre Kleidung -ungestört von meinen neugierigen Blicken- wieder herzurichten. Doch Susan nahm diese Chance nicht wahr. Sie meldete sich sogleich mit einem deutlichen "Hier", sodaß ich gar nicht anders konnte, als in ihre Richtung zu sehen. Sie hatte sich schon aufgerichtet und mir zugewandt. Obwohl sie sah, daß ich sie bemerkt hatte, ließ sie sich nicht stören und so kam ich in den Genuß zu sehen, wie sie ihre Kleidung richtete. Daß ich dabei einen Blick auf ihr knappes, ebenfalls mintfarbenes, spitzenverziertes Höschen erhaschte, nahm ich als kleine Entschädigung für mein Warten.
Um die Form zu wahren, drehte ich mich im selben Augenblick rasch herum und kehrte mich erst wieder zu ihr hin, als sie mich dazu aufforderte.
"Sie können sich jetzt wieder umdrehen," sagte sie und als ich es tat, sah ich in ein leicht gerötetes Gesicht und in glänzende, noch von Lust verschleierte Augen. Ob Susan sich einen Orgasmus herbeigefingert hatte?
"Entschuldigen Sie Susan, aber ich habe mir Sorgen um Sie gemacht."
"Hat es denn so lange gedauert?"
"Lange ist ja relativ und ich habe auch nicht auf die Uhr gesehen, wenn Sie das glauben, aber es kam mir schon lange vor."
"Ach wissen Sie, hier vorn war es mir zu nah am Weg. Darum bin ich etwas weiter nach hinten gegangen. Und dort hinten waren zwei, die... also die Vögel würden sagen...."
".... daß sie menschelten? Tatsächlich.... mitten im Wald? Wie romantisch!" lachte ich und konnte nicht verhindern, daß mir ein: "Olala, da hätte ich auch nicht weggesehen," entfuhr.
"Ja," gab Susan ohne Umschweife zu, "es war ein netter Anblick. Aber... aber gespannt habe ich nicht, wenn Sie das meinen sollten."
"Aber wo werd' ich denn.... und selbst wenn... es geht mich ja nichts an und... und außerdem dürfte ich sowieso nicht den Moralapostel spielen. Ich hätte mir das wahrscheinlich auch nicht entgehen lassen."
"Sie sind empfänglich dafür?" stellte Susan mit leiser Stimme mehr fest, als daß sie fragte.
"Wenn wir schon mal dabei sind.... nein.... ich kann's nicht leugnen... ich bin ein sehr sinnlicher Mensch... aber nun... lassen wir's doch genug davon sein... ich....."
"Mögen Sie nicht darüber sprechen?" hakte Susan trotzdem nach und ich glaubte ein gewisses Lauern in ihrem Blick zu entdecken.
"Also, wenn Sie's so genau wissen wollen.... ich mag eigentlich gern darüber sprechen.... es gehört für meinen Geschmack zum Sex absolut dazu.... aber.... schließlich.... Sie sollen mich nicht für einen Wüstling halten und.... und ich weiß ja auch nicht..."
"... wie ich darauf reagiere? Ist es das, was Sie sagen wollen?"
"War nicht schwer zu erraten, nicht? Genau das ist es."
"Ich sagte doch, daß es ein netter Anblick war, oder?"
"Schon.... aber von einem netten Anblick ist es noch weit bis..."
"Wir sollten jetzt vielleicht wirklich damit aufhören," gab Susan mir mit belegter Stimme recht. Ich sah, daß die hektische Röte in ihrem Gesicht sich noch verstärkt hatte, was ich als gutes, als in meinem Sinne gutes Zeichen nahm.
Schweigend, jeder seinen Gedanken nachhängend, machten wir uns auf den Rückweg.
Unterwegs dann begann Susan von ihrer Tochter, Sylvia, zu erzählen. Sie habe ihr von mir erzählt und nun sei das Mädchen wahnsinnig neugierig auf mich. Sie, Susan, müsse die Entscheidung, ob sie die Bekanntschaft mit mir fortsetze, auch von Sylvias Urteil abhängig machen. Ich erwiderte, daß ich das verstünde, ja, es eigentlich als ganz selbstverständlich ansähe.
Schon am darauffolgenden Samstag trafen Susan und ich uns wieder. Diesmal aber lud sie mich zum Kaffee zu sich nach Hause ein. Schon zehn Minuten später betrat ich hinter ihr den Flur ihrer Wohnung, in dem es köstlich nach frisch gebrühtem Kaffee duftete.
Noch im Flur stehend und mich umsehend sah ich eine Tür sich öffnen und dann flog wie ein Schemen ein nur mit BH und sehr knappem, weißen Höschen bekleidetes weibliches Wesen an mir vorbei in ein anderes Zimmer.
"Himmel.... Ihr seid schon da? Mit Euch hatte ich noch gar nicht gerechnet," hörte ich, bevor die Tür ins Schloß fiel.
Susan führte mich in ihr geschmackvoll und mit viel weiblichem Charme eingerichtetes Wohnzimmer, lotste mich an den bereits gedeckten Kaffeetisch und bat mich, Platz zu nehmen.
Kaum saß ich, als die Tür abermals aufging und eine junge Dame, die nicht verleugnen konnte, daß sie Susans Tochter war, kam zu uns herein. Sylvia, ich kannte ihren Namen ja schon, war die jüngere Ausgabe ihrer Mutter.
Völlig unerfahren im Umgang mit *******, jungen Damen zumal, machte sich bei mir eine gewisse Verlegenheit breit. Der Sorge, was ich mit diesem frischen Wesen reden sollte, wurde ich aber dadurch enthoben, daß es munter drauflosplapperte und ich bis auf ein paar "Ja's" und "Nein's" überhaupt nicht dazu kam, etwas zu sagen.
Sylvia ließ sich trotz einiger ermahnender Worte ihrer Mutter nicht davon abhalten mich ein ums andere Mal in Nöte zu bringen. Ganz schlimm wurde es, als sie mich fragte, ob ich ihre Mutter gern hätte. Das war eine Gewissensfrage, die ich aber ganz klar beantworten konnte.
"Ja, ich mag Ihre Mutter sehr," entgegnete ich wahrheitsgetreu.
"Sagen Sie doch Sylvia zu mir. Es hört sich für mich so komisch an, wenn ich gesiezt werde," bat das "Kind", mich mit strahlenden Augen ansehend.
"Also gut, Sylvia, ich mag Deine Mutter sehr gern."
"Und.... und liebst Du sie?" nahm sie das Recht für sich in Anspruch auch mich zu duzen.
"Sylvia, jetzt reicht's aber," schaltete Susan sich energisch ein.
"Warum? Lassen Sie sie nur," wehrte ich ab und fuhr, zu Sylvia mich wendend fort:
"Ob ich Deine Mutte liebe... also.... das kann ich noch nicht sagen. Wenn Du gefragt hättest, ob.... ob ich mich in sie verliebt habe.... dann würde meine Antwort "ja" gelautet haben."
"Gott," mischte sich Susan nun wieder ein, "umständlicher konntest Du das wohl nicht sagen, was?"
"Du?" stutzte ich, "Haben Sie Du zu mir gesagt? Heißt das...?"
"Ja.... Du lieber.... dummer Kerl... das heißt es... ich hab' mich auch in Dich verliebt...."
"Au fein," freute Sylvia sich, "ihr duzt Euch.... nun müßt Ihr auch Brüderschaft trinken und Euch küssen. Ich bin Zeuge."
Nun doch etwas verlegen, wußte ich nicht so recht, was ich tun sollte. Aufstehen, zu Susan gehen, sie in die Arme schließen und küssen? Einfach so, nur, weil die Tochter es so wollte und noch dazu in ihrem Beisein? Auf der anderen Seite reizte mich gerade der Gedanke, daß Sylvia zusehen würde, wenn ich ihre Mutter küßte.
Susan war es, die das Heft ergriff.
Mit einem sphinxhaften, unergründlichen Lächeln auf den Lippen ging sie zum Schrank, öffnete das Barfach, stellte drei Likörgläser bereit, in die sie einen italienischen Mandellikör einschenkte. Eines der gefüllten Gläser ihrer Tochter reichend, das zweite mir kredenzend nahm sie das dritte. Es anhebend und mit mir und Sylvia anstoßend sagte sie:
"Auf uns drei und darauf, daß wir uns noch besser verstehen und vielleicht lieben lernen."
"Es hat selten etwas in meinem Leben gegeben, auf das ich lieber ge******n hätte," tat ich Bescheid und ließ dann das aromatische Getränk über meine Zunge laufen.
Mich nun in der Absicht den Bruderschaftskuß zu tauschen mich Susan zuwendend, wehrte diese ab, deutete auf Sylvia und meinte:
"Ihr habt damit angefangen, also müßt Ihr Euch auch zuerst küssen."
Völlig perplex stand ich da, nicht ganz begreifend. Eine Mutter, die den Mann, den sie selbst gerade mal höchstens sieben Stunden kannte, aufforderte, die Tochter zu küssen?
Doch ich kam nicht dazu, mir weitere Gedanken zu machen. Denn kaum hatte Susan ihre Worte gesprochen, als Sylvia auch schon heran war, ohne großes Getue ihre Arme und mich legte und mir ihren Mund, nicht etwa die Wange, zum Kuß bot.
Wo hatte das Mädchen nur so küssen gelernt? Kaum berührten sich nämlich unsere Lippen, als seine Zunge sich auch schon zwischen die meinen drängte, in meinen sich wie automatisch öffnenden Mund glitt und meine Mundhöhle kitzelnd und mit unerwarteter Könnerschaft erforschte. Heißer Atem traf die Haut meiner Wangen und die Art, in der die "Kleine" sich an mich drängte war absolut nicht dazu angetan, meine Sinne etwa zu beruhigen.
Schon fühlte ich es in meiner Hose unruhig werden. Ich versteifte meinen Körper merklich, wollte damit zu verstehen geben, daß es genug sei. Doch Sylvia kannte diese Art der Körpersprache entweder noch nicht, oder sie ignorierte sie bewußt. Sie dachte jedenfalls nicht daran, von mir zu lassen. Deutlich spürte ich nun ihre harten, knackigen Brüste in meiner Magengrube und ihren Unterleib, der sich mit überraschender Kraft an mich drängte und sich an mir rieb. Wenn auch die Intensität des Kusses, den ich mit der "Kleinen" tauschte, Susan verborgen bleiben mochte, die Bewegungen, die das Becken ihrer Tochter an meinem Unterleib vollführte, konnten ihr aber keinesfalls entgehen.
In einer Art komischer Verzweiflung hob ich die Augen und sah an die Zimmerdecke, bevor ich zu Susan hinüberblickte.
Ich erschrak; erschrak zutiefst vor dem lüsternen, ja fast verworfenen Lächeln, das in Susans Gesicht stand.
Mit geradezu gierig-glitzernden Augen und lustverzerrtem Mund sah Susan mir und ihrer Tochter zu. Nein, ich täuschte mich nicht; die versteiften Warzen ihrer Brüste, bei den Frauen nun mal sicheres Anzeichen sinnlicher Erregung, drohten durch den dünnen Stoff ihrer Bluse zu stechen.
Gab's denn das? Konnte es denn sein, daß sich eine Mutter am Anblick ihrer Tochter begeilte, die den Mann küßte, in den sie sich, eigenem Bekunden zufolge, selbst verliebt hatte? Denn daß Geilheit war, was Susan empfand, wurde mir spätestens in dem Augenblick klar, als sie eine Hand auf ihre rechte Brust legte, die sie mit dieser krampfig umschloß.
"Eine Voyeurin," schoß es mir, auch eingedenk des Erlebnisses im Wald, durch den Kopf, "Susan mag gern zusehen!"
An die möglichen Konsequenzen nicht zu denken wagend, machte ich mich behutsam von Sylvia frei, mich nun ihrer Mutter zuwendend.
"Puhhhh," sagte ich leichthin, "wie küßt Du erst, wenn Deine Tochter es schon so kann.?
"Wart's ab," lächelte Susan, trat näher an mich heran und ergriff dann Besitz von mir; im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich war, obwohl auch dieser Vergleich -wie alle- stark hinkt, vom Regen in die Traufe geraten. Alles, was Sylvia getan hatte, tat auch Susan. Der Unterschied bestand lediglich darin, daß es noch viel perfekter war.
Ich hatte keine Chance. Innerhalb von Zehntelsekunden konnte ich meinen Zustand nicht mehr verbergen. Mir platzte fast die Hose. Und Susan bewegte ihren Unterleib so an meinem, als ob sie es darauf anlegte, mich zum Spritzen zu bringen. Ihre Brüste, nicht weniger knackig, als die ihrer Tochter, bohrten sich in meinen Brustkorb. Und während ihre Zähne hungrig an meiner Unterlippe nagten, stieß sie mir zwischendurch ihre versteifte Zunge stoßend, ja, wie fickend in den Mund. Und wie hektisch Susan atmete, ja, und stöhnte!
Ich nahm das alles ungläubig wahr, vermeinte, zu träumen.
Den letzten Rest aber gab es mir fast, als ich über Susans Schulter hinweg in den Spiegel des offenstehenden Barfachs schaute. Seitlich hinter mir stand Sylvia, auch jetzt Tochter ihrer Mutter, jedenfalls soweit es die Reaktionen betraf, die sich auf ihrem Gesicht zeigten. Darüber hinaus aber sah ich, daß Sylvia mit einer Hand ihren Rock angelüftet hatte, mit der anderen durch den Beinausschnitt ihres Höschens hindurch in ihren Schoß geglitten war, wo sie hemmungslos und gepreßt stöhnend herumwühlte.
Und noch etwas sah ich in einem dem Barfach genau gegenüberliegenden anderen Spiegel: Die Augen ihrer Mutter nämlich, die von diesem Spiegel reflektiert wurden und die mit glühendem, geradezu flammenden Blick das Tun ihrer Tochter beobachtete. Für einen kurzen Moment nur trafen sich Susans und meine Blicke auf diesem Umweg und ich hatte das Gefühl in der Tiefe dieser Augen, die sich in Lust verdunkelt hatten, zu ertrinken.
So überfallartig, wie Susan mich auf "hunderatchtzig" gebracht hatte, so abrupt trat sie, sich von mir lösend, plötzlich einen Schritt zurück.
So, als sei nichts gewesen, schloß sie das Barfach und als ich mich umdrehte, stand auch Sylvia wieder da, als könne sie kein Wässerchen trüben. Nur der hektische Glanz in den Augen von Mutter und Tochter verrieten, in welchem Aufruhr sie sich befanden.
Wie sollte ich nun reagieren? Sollte ich die Initiative ergreifen und wenn ja, was wurde von mir erwartet? Was sollte ich tun, wie beginnen? Mich Sylvia zuwenden oder ihrer Mutter? Sollte ich eine von beiden zu mir ziehen, ihr unter den Rock fassen, zugreifend nehmen, was mir geboten worden war? Oder sollte ich mich besser zurückhalten, die Entwicklung abwarten und auch so tun, als sei nichts Besonderes geschehen?
Ich entschied mich für's Abwarten und es war offensichtlich richtig, was ich tat. So glaubte ich jedenfalls Susans angespannte Miene zu verstehen, deren Züge sich ob meiner Reaktion alsbald entspannten.
Es wurde noch ein schöner Nachmittag, der allerdings nicht ohne neuerlichen Angriff auf meine "Ehrenhaftigkeit" abging. Zunächst aber sonnte ich mich in der Aufmerksamkeit der beiden Frauen, die mich nach allen Regeln der Gastgeberkunst verwöhnten.
Nach einer weiteren Tasse Kaffee und einem weiteren Stück Kuchen, zündete Susan zwei Zigaretten an, wovon sie mir eine gab. Ich nahm sie und bevor ich sie mir zwischen die Lippen schob, berührte ich den Filter, der in Susans Mund gewesen war, ganz zart mit gespitztem Mund, so andeutend, daß mir der Bedeutung von Susans Geste durchaus bewußt war.
Während Sylvia dann den Kaffeetisch abräumte, bat Susan mich zur Sitzgruppe mit dem niedrigen Glastisch. Jeweils einen Schluck Portwein in die bereitgestellten Gläser einschenkend, sah sie mich zwischendurch stumm an.
Nur eine Minuten später kam Sylia wieder zu uns und setzte sich zu ihrer Mutter auf die Couch, während ich mich in einem gegenüberliegenden Sessel breitmachte.
Wir unterhielten uns über alle möglichen und unmöglichen Dinge; über Susans Beruf und über meinen, über Sylvias Schule, ihr Fortkommen dort und über ihren Berufswunsch und je später der Nachmittag wurde, umso freizügiger wurden Susan und ihre Tochter.
Sylvia war es, die irgendwann ganz ungeniert ihre Füße am Rand des Couchtisches abstützte und auch nicht zurückzuckte, als ich ihr ganz unverfroren unter den hochgerutschten Rock sah, unter dem ihr weißes Höschen leuchtete.
Ich sah hinüber zu Susan und erkannte in ihrem Blick, daß sie genau wußte, wohin meine Augen immer wieder abirrten. Ihr ruhiges, stilles Lächeln brachte mich dabei schier um den Verstand.
Was sollte das alles bedeuten? Bot sie sich mir an und zugleich ihre Tochter? War es das, was sie wollte? Oder wollte sie mich prüfen? Wollte sie wissen, ob ich, wenn sie sich mit mir zusammentat, ihrer ausnehmend schönen Tochter gegenüber würde standhaft bleiben können?
Noch während ich diese Überlegungen anstellte, sah ich, daß sich auch Susans Schenkel Stück für Stück und immer weiter öffneten.
Nun wußte ich überhaupt nicht mehr, wohin ich sehen sollte. Zwischen Susans Beine, in deren Tiefe es rötlich leuchtete oder in das große V, das Sylvias Schenkel bildete und in dessen Spitze ich den sich vorwölbenden Schamhügel nun beim besten Willen nicht mehr übersehen konnte.
Mehr?
Es kam nie ein Brief zurück!
Das konnte doch nicht sein?
Aha.. meine Mutter sie würde die Briefe verschwinden lassen! Konnte eigentlich ja gar nicht anders sein.
Ich begann sie heimlich zu überwachen. Kein Ergebnis. Dann konfrontierte ich sie ganz offen und fragte sie, warum sie Doris Briefe verschwinden lasse.
Sie tat unschuldig!
Und meinte dann gehässig:
"Du bist weg und sie weiß nicht, wann und ob du überhaupt jemals wiederkommst! Warum also sollte sie dir schreiben? Ich nehme mal an, daß das kleine Nuttchen längst ´nen anderen hat.
"Nuttchen. Ich hätte meine Mutter erwürgen können!
Und doch schien meine Mutter Recht zu haben, denn nach ungefähr einem Jahr kamen meine Brief als unzustellbar zurück.
Trotzdem Ich schrieb meiner Doris weiterhin unverdrossen Briefe. Nach ungefähr eineinhalb Jahren gab ich dann allerdings auf, weil alle Briefe zurückkamen. Gleichwohl bewahrte ich -wohl aus sentimentalen Gründen- alle Briefe auf.
Als ich 21 geworden war (keine "Feier, keine Glückwünsche nichts nichts gar nichts) schnappte ich mir, als Bill und Mutter arbeiten waren, meinen Seesack in den ich meine Sachen wahllos hineingestopf hatte, meine Papiere, mein Geld und verschwand sang- und klanglos aus dem Leben Bills und vor allem dem meiner Mutter. Ich wußte, daß sie wußten, daß ich mich bei erster Gelegenheit "aus dem Staub machen würde und ich vermutete, daß ihnen das ganz recht war.
Nein, so ganz sang- und klanglos ging ich nicht in mein neues Leben. Ich ließ meiner Mutter ein paar handgeschriebene Zeilen zurück:
"Wie Du Dir sicher schon gedacht hast. ich bin weg!
Danke dafür, daß Du mein Leben zerstört hast!
Du wirst jedoch Deine Quittung bekommen!
Karmische Schuld muß abgebüßt werden!
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Zurück in Deutschland führte mich mein erster Weg in "meine Stadt zum Haus der Barkers.
Sie wohnten nicht mehr dort. Eine Nachbarin erinnerte sich, daß vor gut zweieinhalb Jahren ein großer Möbelwagen vor dem Haus gestanden hatte und daß "der Arzt offensichtlich weggezogen sei. Nein, wohin, das wisse sie nicht.
Eine Nachfrage bei der Post (von wegen Nachsendeauftrag) ergab auch nichts. Nachsendeaufträge würden maximal ein halbes Jahr durchgeführt. Dann sei genug Gelegenheit gewesen allen, die es beträfe, die Änderung der Anschrift mitzuteilen.
Vor zweieinhalb Jahren Wegzug plus ein halbes Jahr Nachsendezeit. Das machte zusammen ein Jahr und das war der Zeitpunkt ab dem meine Briefe als unzustellbar zurückkamen.
Wie und wo sollte ich Doris finden?
Aha. Das Einwohnermeldeamt!
Dort: Keine Auskunft! Könnte ja jeder kommen!
Weitere Möglichkeiten fielen mir nicht ein. Ja, wenn ich den Namen der Spedition gewußt hätte, die den Umzug gemacht hatte, dann hätte es vielleicht noch eine Chance gegeben. Aber die Dame von gegenüber konnte sich an den Namen der Firma nicht erinnern.
Da stand ich nun! Und was tun?
Kein Abi in der Tasche (das hatte meine Mutter ja verhindert), deswegen kein Studium begonnen, und außer exzellent Burger zu braten nichts gelernt. Eine Ausbildung machen? Aber zu was oder als was? Und da ich wußte, daß ich von einem Lehrlingsgehalt -wenn überhaupt- gerade meinen Verpflegung, keinesfalls aber die Miete für ein möbliertes Zimmer würde bestreiten können, fiel auch diese Option aus.
Was also tun?
Die rettende Idee wurde mir geradezu serviert, als ich in der Hotelbar des billigen Hotels, in dem ich Quartier bezogen hatte, einen Mann in Uniform traf. Der Mann war Soldat. Bei einigen Bieren, die wir uns genehmigten, kamen wir auf die Bundeswehr zu sprechen und als ich mein Zimmer aufsuchte, stand für mich fest, daß ich Soldat werden würde.
Gleich am nächsten Tag suchte ich das zuständige Kreiswehrersatzamt auf und zum 01.06.des Jahres 1979 zog ich als einfacher Soldat in die Kaserne ein. Ich hatte mich auf zwölf Jahre zur Marine verpflichtet. Testweise war festgestellt worden, daß ich über ein gutes Tastgefühl und eine gute Rhythmik verfügte und so wurde ich nach der Grundausbildung und einem Fachlehrgang als Funker an Bord eines Schiffes versetzt.
Zwar hatte man mir angeboten, die Offizierslaufbahn einzuschlagen, schließlich hätte ich das Abitur und könnte sogar studieren, doch nach der Devise:
"Lieber König der Ärsche, als Arsch der Könige", blieb ich bei meiner Entscheidung "ganz unten" anzufangen.
Zehneinhalb Jahre nach meinem Einrücken in die Kaserne -ich war mittlerweile Hauptbootsmann und gut 31 Jahre alt geworden- begann ich im Rahmen der mir für eineinhalb Jahren zustehenden Berufsausbildung eine Ausbildung im Versicherungs-gewerbe.
"Schuld daran war Sonjas Vater.
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Obwohl ich Doris nicht vergessen konnte und immer voller Wehmut an sie dachte, lebte ich doch nicht als Mönch.
Selbstverständlich gab es Frauen für mich. Frauen eben nichts von langer Dauer.
Kurz vor dem Ende meiner aktiven Dienstzeit lernte ich Sonja kennen.
Ihr Vater war Versicherungsmakler mit eigener Agentur und verdiente klotzig. und hatte mir geraten auch in diesem Gewerbe tätig zu werden. Wenn ich es richtig anstelle, könnte ich ´nen Batzen Geld verdienen.
Ich folgte seinem Rat.
Sonjas Vater stellte mich nach erfolgreicher Prüfung sogar in seiner Agentur ein. Zuerst "tröpfelte das Geld nur. Als ich aber den "Dreh ´raushatte, konnte ich mich über meinen Verdienst nun wirklich nicht beklagen.
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Sonja:
Als unsere gemeinsame Zeit begann, war ich dreiunddreißig und Sonja siebenundzwanzig. Zuerst und vorweg: Sie war, ich sagte es eben, die bereitwilligste aller anderen Frauen, die ich nach Doris hatte. Sonja war die einzige Frau nach Doris, bei der ich schon bald ansatzweise über eine dauerhafte Verbindung nachgedacht hatte.
In einem Anfall von Torschlußpanik heiratete ich sie im Alter von 34 Jahren.
Es ging nicht lange gut zwischen uns.Schon nach 2 Jahren Ehe trennte Sonja sich von mir.
Ihre Begründung? Meine angebliche -und wohl tatsächliche- sexuelle Unersättlichkeit. Nicht in dem Sinne, daß sie mich körperlich nicht total geschafft hätte. Sie hatte jedoch irgendwann ganz richtig erkannt, daß sie mir in letzter Konsequenz nie genügen würde, obwohl sie aus ihrer Liebe heraus Dinge mit sich tun ließ, zu denen sie unter sogenannten normalen Verhältnissen wohl nie bereit gewesen wäre.
Sonjas "Fehler" war, daß sie sich in letzter Konsequenz nie ganz in sich selbst fallen lassen und aus eigenem Antrieb und weil sie es selbst so wollte, die Dinge tun konnte, die ihr selbst -und damit auch mir- gefielen. Sie kam immer "nur" den von mir mehr oder minder deutlich ausgesprochenen oder vorgebrachten Wünschen nach. Und dahinter stand immer die von ihr sorgsam unterdrückte, gleichwohl aber immer deutlich spürbare "Forderung", die dahin ging, daß ich ihr zuliebe letztlich doch auf die Erfüllung meiner Extra-Wünsche verzichtete. So gesehen "taugte" Sonja eigentlich nur für den ganz normalen, alltäglich-banalen Geschlechtsverkehr.
Bei Sonja gab es nicht die bedingungslose, sondern nur die zweckgerichtete Hingabe.
In dieser Hinsicht jedoch von Doris und von ihrer Mutter Marlene in meinem damaligen Leben geradezu "vergiftet", konnte ich mich aber nicht dazu verstehen, auf eben diese "Erfüllung" zu verzichten.
Um es beispielhaft zu verdeutlichen:
Sonja hatte -zumindest vordergründig- nichts dagegen, mich mit dem Mund zu befriedigen oder sich von mir zu einem fulminanten Orgasmus lecken zu lassen. Sie hielt nicht nur still, wenn ich mich ihrer Analregion widmete, sondern machte tatsächlich und augenscheinlich begeistert mit, um mich oral oder anal zum Höhepunkt gelangen zu lassen.
Ja, so oft ich ihr meinen Samen in den Mund schoß oder in ihren heißen, dabei sogar lustvoll kreisenden After, so oft kam auch sie zum Höhepunkt. Nein, zu keinem gespielten, sondern zu einem echten, lustvoll erlebten. Aber immer war ich es, der zuerst diesen Weg gehen mußte. Und sooft ich diesen Weg ging, so oft spürte ich, daß Sonja ihn eigentlich gar nicht gehen wollte, daß sie mich vielmehr "nur" begleitete. Nie, nie war sie es, die die entsprechende Initiative ergriff und mich zu einem besonderen Spiel "aufforderte"
Ich sagte es: Sie ließ sich von mir lecken. Ja, ich leckte sie oft und oft zu einem schreienden, keuchenden Orgasmus. Doch später, wenn ich sie mit Lippen, denen doch nur ihr eigener Lustsaft anhaftete, küssen wollte, dann drehte sie den Kopf weg.
Und das war symptomatisch: Sie mochte sich selbst nicht. Sie mochte nicht, wenn meine Lippen, meine Zunge oder mein Mund nach ihrem Liebessekret schmeckten. Und genauso wenig mochte sie ihre eigene Geilheit. Sie hat nie darüber gesprochen, ich hatte aber immer das eigenartige Gefühl, daß sie sich ihrer eigenen Erregungsfähigkeit schämte.
Ja, Sonja hat sich vor meinen Augen selbst befriedigt. Seit Doris stehe ich darauf, es zu sehen. Sonja hat aber nie von sich aus "Hand an sich gelegt". Ich habe ihr nicht verschwiegen, wie sehr es mich erregen würde, wenn sie mich beim Betreten ihrer Wohnung einmal mit wichsender Hand zwischen den Beinen empfinge. Sie hat mir diesen Wunsch von daher betrachtet nie erfüllt. Sie tat es, sie befriedigte sich bis zu einem echten und tief empfundenen Orgasmus vor meinen Augen selbst. Aber nur, wenn ich sie zuvor darum gebeten hatte.
War es diese Unentschiedenheit, dieser Widerspruch in sich, der mich froh sein ließ, als Sonja sich von mir abwandte? Ich habe sie nie ganz verstehen können. Wie war es möglich, daß eine bestimmte Sex-Variante sie bis zu einem Orgasmus erregte, während sie auf der anderen Seite genau diese Spielart innerlich ablehnte?
Letzter Tropfen, der das berühmte Faß zum Überlaufen brachte, war die von mir eigentlich nur in einem Nebensatz geäußerte Anmerkung, daß ich es mir sehr gut und als sehr erregend vorstellen könne, mit zwei Frauen im Bett zu liegen.
Mit den Details über unsere Trennung will ich niemanden langweilen.
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Allerdings trennte sich nach meiner Scheidung von Sonja auch ihr Vater von mir. Das müsse ich verstehen.
Ich verstand es.
Beruflich war ich mittlerweile allerdings "dick im Geschäft, denn ich wußte ja zwischenzeitlich, wie der Hase lief und konnte dann schon bald die Agentur eines Kollegen, der seinen "Laden mit 70 Jahren nicht mehr fortführen konnte und wollte, übernehmen. Kostete mich zwar eine Stange Geld, hat sich aber gelohnt.
Wieder allein und wieder hier und da mal eine Frau. Eine Frau eben. Nichts von Dauer.
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Susan
Fast siebenunddreißig Jahre war ich alt, als Sonja es bei mir -verständlicherweise- nicht mehr aushielt..
Aus der Scheidung kam ich einigermaßen unbeschadet hervor.
Da Sonja mich verlassen hatte, behielt ich unsere Wohnung, die ich mir nach und nach in meinem Sinne einrichtete. Auch mein kleines Büro, das ich angemietet hatte, konnte ich nun aufgeben und in meine Wohnung verlegen.
Wegen mir hätte es so, wie mein Leben nun aussah, auch weitergehen können, wenn nicht, ja, wenn nicht die lästigen Pflichten des Alltags, wie Essenkochen, Wohnung putzen, Wäsche waschen und und und gewesen wären. Lag es daran, daß ich zu dumm war, oder hatte ich einfach keine Lust zu diesen ja doch so notwendigen Arbeiten?
Wie auch immer. Nach einem Jahren war es mir immer noch nicht gelungen, ein Hemd anständig zu bügeln und, egal, was ich mir kochte, es schmeckte alles gleich. So reifte denn nicht zuletzt wegen dieses Problems nach und nach der Entschluß in mir, mir wieder eine Partnerin zu suchen. Nein, nicht nur für die Hausarbeiten, Gott bewahre, da wollte ich, wenn ich dazu angeleitet wurde, gern meinen Part erbringen. Mehr noch sehnte ich mich nach einer festen, von Vertrauen und Hingabe getragenen Verbindung.
Ein weiterer, ganz wichtiger Grund war das immer mehr um sich greifende Aids-Problem. Zwar ist Safer-Sex besser, als gar keiner, letzten Endes aber doch nichts anderes, als Wichsen mit einem Fausthandschuh!
Woher aber eine Frau nehmen, die beide Tugenden, die einer guten Hausfrau und die einer sinnlichen, geilen Geliebten in sich vereinigte?
Ich gab einige Annoncen in verschiedenen Zeitungen, sowohl in der örtlichen und überörtlichen Tagespresse, als auch in "einschlägigen" Publikationen auf. Das Ergebnis war insgesamt niederschmetternd und fast schon hatte ich mich damit abgefunden, den Rest meines Lebens in zerknitterten Hemden und in ungebügelten Hosen herumzulaufen und jeden Tag ein zwar jeweils anderes, aber immer gleich schmeckendes Essen zu mir zu nehmen, das ich mir in der Mikro-Welle erwärmt hatte.
Per Zufall las ich dann in einer schon mehrere Tage alten Zeitung unter der Rubrik Bekanntschaften:
"Auf mich, 36, gesch., treffen alle anzeigeüblichen Attribute nicht zu. Bin strohdumm, häßlich, launisch und faul. Suche den Deppen, der sehenden Auges in sein Unglück rennt und es mit mir und meiner mißratenen Tochter, 16, aufnimmt. Wenn Du Mut hast, schreib' mir. Ob ich antworte, weiß ich noch nicht."
Das war mal 'ne originelle Anzeige, die in ihrer Aussage stimmen konnte oder auch nicht. Da ich aber davon ausging, daß es häßliche Frauen im eigentlichen Sinne nicht gibt und darüber hinaus diese Selbstdarstellung eher von Humor zeugte, setzte ich mich hin und schrieb der "Verehrten Unbekannten", daß ich möglicherweise der Depp sei, den sie suche. Ich fügte dem kurzen Schreiben ein Bild jüngeren Datums bei und schlug einen Treffpunkt vor, an dem ich am Freitag der folgenden Woche um 16.00 mit meinem Wagen (es folgten dann Typ, Farbe und Zulassungsnummer) warten wollte.
Mit einem bunten Strauß herrlicher Sommerblumen "bewaffnet" fand ich mich eine halbe Stunde vor der Zeit ein. Die Unbekannte hatte mir nicht ablehnend geschrieben, so daß ich davon ausging, sie werde sich einfinden.
Trotz der sommerlichen Hitze korrekt gekleidet, ging ich immer einige Schritte in der Nähe meines Wagens hin und her. Zugegebenermaßen nervös wie ein Pennäler.
Während ich, meinen Gedanken nachhängend, wartete, fiel mir mehr am Rande meines Blickfeldes eine Frau auf. Eine Frau, für die ich -außer Doris- alle bekannten und noch kennenzulernenden hätte stehenlassen. Sie kam aus einer Boutique, hatte eine Einkaufstüte in der Hand und überquerte wenige Schritte vor mir die Straße.
Ich schätzte sie so auf die dreißig. Mit einer Figur, die jeder 20-jährigen zur Ehre gereicht hätte, hüpfte sie auf schlanken Beinen mit schwingendem, verboten kurzem Rock über die Fahrbahn. Seidenmatt glänzendes, minipli-gelocktes, kurzgeschnittenes Haar von der Farbe reifer Kastanien und darunter das Gesicht einer Madonna. Sanft gebogte Linien verliehen dem Körper eine gewisse Jugendlichkeit. Dazu eine gerade, feine Nase und hoch angesetzte Wangenknochen, die dem Gesicht eine herbe Strenge verliehen, die aber durch die sinnlich geschwungenen Linien eines nur wenig geschminkten Lippenpaares aufgelockert wurde.
Kaum, daß ich dieses beschwingte Wesen ausreichend von vorn hatte sehen können, war es an mir vorbei, hatte die Straße überquert und war auch schon in einer Nebenstraße verschwunden. Der Schwung der Hüften und der Anblick der geraden, festen und wunderbar schlanken Beine in den hochhackigen Pumps sprach meine Sinne unmittelbar an.
Voller Neugier nun wartete ich auf die Frau, mit der ich mich verabredet hatte, gespannt, wie sie sich im Vergleich zu diesem sinnlichen Geschöpf, das gerade meinen Weg gekreuzt hatte, ausnehmen würde.
Fünf vor vier war es gerade geworden, wie mich ein Blick auf die Normaluhr belehrte, die etwa fünfzig Meter entfernt stand. Ich nahm deshalb an, daß die Unbekannte bald auf mich zukommen würde.
Ich musterte die Frauen, die an mir vorbei- und auf mich zukamen. Könnte es diese sein, oder jene? Mein Gott, bloß die nicht. Die, ja, die wäre mir schon recht. So, oder so ähnlich meine stummen Kommentare.
Doch keine der Frauen machte Anstalten näher auf mich zuzugehen, obwohl ich jetzt in unmittelbarer Nähe meines Autos wartete. Schlag vier Uhr hielt ein Taxi hinter meinem Wagen. Mein Blick glitt darüber hinweg, fiel dann in den Fond, sah eine zarte, feingliedrige Hand Wechselgeld entgegennehmen. Die Bluse, die kannte ich doch? Tatsächlich! Mir widerfuhr das Glück die fremde Schönheit von vorhin wiederzusehen.
"Hat wohl was vergessen," fuhr es durch mein Hirn, als ich die Elfe auf den Bürgersteig treten und in Richtung der Boutique blicken sah. Gleichzeitig wurde ich aber abgelenkt durch eine Frau, die nun unmittelbar auf mich zukam.
Ich sah schwarzes, fließendes Haar, das ein reifes, frauliches Gesicht mit einer ganz reizenden Stupsnase umrahmte. Ich schätzte die Frau auf Mitte bis Ende dreißig. Sie war etwa ein Meter siebzig groß und hatte eine vollschlanke Figur. In seltsamem Widerspruch zu ihrem feinen Gesicht standen allerdings die harten Linien des Mundes und das fast kantig zu nennende Kinn, das davon zeugte, daß sie schon einiges erlebt haben mußte.
"Das ist sie," dachte ich, "hhhmmm..... nicht unübel."
Doch anstatt mich zu fragen, ob ich der Besitzer jenes Autos sei, fragte sie mich nach dem Weg in die Schumannstraße, den ich ihr erklären konnte. Mit den Händen gestikulierend und den Weg weisend, achtete ich auf nichts anderes.
Die Schwarzhaarige bedankte und entfernte sich festen Schrittes. Das also war meine Verabredung nicht gewesen. Mußte ich halt noch warten. Während ich mich, auf meine Armbanduhr sehend -fünf nach vier schon- umdrehte, nagelte mich eine wahnsinnig aufregende Stimme auf der Stelle fest.
"Wenn Ihnen das komische Auto da gehört, dann haben wir beide eine Verabredung," sagte diese dunkle, etwas rauchige, vibrierende Stimme.
Ruckartig mich umdrehend fielen mir fast die Augen aus dem Kopf.
"Sie?" entfuhr es mir, "aber.... ich meine.... ich dachte..."
"Test Nummer zwei bestanden," lachte die "Traumfrau", in die ich mich schon vom bloßen Ansehen her fast verliebt hatte.
"Sie wirken zumindest im Augenblick nicht sehr intelligent."
"Na, wie schön für Sie," fand ich allmählich meine Fassung wieder, "und worin bestand der erste Test?"
"Das war die persönliche Inaugenscheinnahme," lächelte die Unbekannte, "Ich ahnte, daß Sie weit vor der Zeit kommen würden und so habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, bin in den Laden da gegangen, habe eine Kleinigkeit gekauft und konnte Sie mir dabei in aller Ruhe ansehen."
"Immerhin muß Ihnen dann aber zugesagt haben, was Sie sahen, denn sonst wären Sie sang- und klanglos verschwunden und wenn ich je wieder von Ihnen gehört hätte, dann wäre es ein höflicher, aber eindeutiger Brief gewesen, nicht wahr?"
"Ganz schön clever," funkelten mich die blau-grünen Augen meiner Verabredung an.
"Ach übrigens," fuhr sie fort, "wenn die Blumen da für mich sind, dann dürfen Sie sie mir jetzt überreichen."
"Zwei zu Null für Sie," meinte ich, wickelte die Blumen aus dem Papier, hielt sie hoch, verbeugte mich kurz und stellte mich vor:
"Christopher Beckmann, wenn Sie erlauben."
"Freut mich, Sie kennenzulernen. Susan Morgan."
"Oh, Engländerin? Amerikanerin?"
"Weder noch und doch beides," antwortete Susan. "Ich bin die Tochter eines Engländers und einer Deutschen und die geschiedene Frau eines Amerikaners. Genügt das fürs Erste?"
"Nur, wenn Sie mir jetzt verraten, was ich mit dem häßlichsten aller Weiber, das da vor mir steht, anfangen soll."
"Sie haben da keine Idee?" kam es postwendend und gar nicht böse zurück.
"Ach, wenn's nur das wäre.... Ideen hätte ich genug. Nur, sie in die Tat umzusetzen, also....."
".... dazu mangelt es Ihnen an Mut," wurde ich mit einem maliziösen Lächeln unterbrochen, "aber weshalb sprechen Sie von Ideen. Eigentlich ist es doch nur eine, oder?" gab Susan mir zu verstehen, daß sie meine Gedanken durchaus richtig erkannt hatte.
Trotzdem widersprach ich:
"Nein.... nein... ich meinte durchaus die Mehrzahl."
"Na gut und welches wäre die erste?"
"Mögen Sie einen Kaffee oder einen Tee mit mir nehmen?"
"Das ist doch mal was richtig Originelles," hieb der kleine Satan wieder in die Kerbe, "aber sei's drum, ich komme mit."
Noch im Umdrehen nahm ich ihr geradezu lausbubenhaftes Lächeln wahr. Die Frau gefiel mir. Ich wußte schon jetzt, daß es mich alle Kraft kosten würde, mich für den Fall, daß diese Frau nicht meinen "Ansprüchen" genügte, loszureißen, oder -auch das war schließlich möglich- eine entsprechende Entscheidung von ihr hinzunehmen. Aber nur wegen der schönen "Larve" noch einmal so etwas wie mit Sonja? Nein danke!
Ich öffnete die Tür meines "528 i" und bot ihr den Arm. Ohne jedoch darauf zu achten, schlüpfte sie an mir vorbei und ließ sich auf dem Beifahrersitz nieder. Für einen kurzen, beglückenden Moment rutschte ihr Rock ein ganzes Stück hoch, was mir Gelegenheit gab, den Übergang von den wohlgerundeten Knien in die herrlich geschwungenen Oberschenkel zu bewundern.
Wenig später saßen wir in einem netten Cafè am Stadtrand und schon bald unterhielten wir uns angeregt. Ich erzählte von mir und meinen persönlichen Verhältnissen und auch von meiner gescheiterten Ehe, wobei ich die Gründe, die zu meiner Scheidung geführt hatten, zunächst einmal ausließ.
Susan berichtete in der gleichen Art von sich, wobei mir auffiel, daß sie eigentlich mehr im Ungewissen ließ und zum Beispiel auf ihre sechzehnjährige, "mißratene" Tochter überhaupt nicht einging.
Nach gut zwei Stunden verabschiedeten wir uns wieder voneinander, hatten allerdings für den Mittwoch der kommenden Woche, gleiche Uhrzeit, gleicher Ort, ein weiteres Treffen vereinbart. Susan erlaubte mir allerdings nicht, sie nach Hause zu fahren. Statt dessen sollte ich sie mitten in der Stadt absetzen. So geschah es auch.
Ich freute mich sehr auf das Wiedersehen mit ihr und konnte kaum die Zeit abwarten.
Endlich war der Mittwoch gekommen, der uns wieder das Café aufsuchen und Kaffee trinken sah. Dieses Treffen aber wurde verlängert um die Zeit, die der kleine Spaziergang im angrenzenden Stadtwald dauerte.
Susan trug eng und straff sitzende Bermudas und dazu eine leichte ärmellose Bluse. Durch die weit offenen Armlöcher der Bluse gelang mir von seitwärts hinten mancher Blick auf den Ansatz einer festen, hoch angesetzten Brust, die durch einen mintfarbenen BH gehalten und bedeckt wurde. Dies und der Blick auf ihr Beinkleid, unter dem sich einerseits ein überaus niedlicher, strammer Po und andererseits ein ausgeprägter Schamhügel deutlich sichtbar abzeichnete, machten mich ganz schön nervös.
Ganz ohne Zweifel: Susan hatte etwas zu "bieten". Ob sie es aber auch in meinem Sinne "herzugeben", zu "verschenken" bereit war? Nun, es würde, es müßte sich bald zeigen.
Dadurch, daß ich diesen Gedanken nachhing, achtete ich nicht so sehr auf den Weg. Am frühen Morgen hatte es ordentlich geregnet. Doch obwohl das Wasser schon lange in den Boden eingezogen war, war er doch hier und da noch etwas rutschig. Auf einer solchen Stelle glitt ich aus, ruderte, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, mit den Armen und klammerte mich instinktiv am nächsten festen Halt an. Das war nun mal Susan. Und so kam es, daß ich den ersten, wenn auch noch ungewollten körperlichen Kontakt mit ihr hatte. Susan hielt meinem Ansturm stand. Nicht auszudenken, wenn auch sie das Gleichgewicht verloren hätte.....
Aber: Ich hatte ihre Brust berührt und das Gefühl des festen Fleisches brannte noch Stunden später in meiner Hand.
Wenige hundert Meter danach hatte das Wasser den Waldboden in einen Morast verwandelt. Da Susan aber noch etwas von der frischen Waldluft genießen und noch nicht umkehren wollte, umgingen wir den Morast, indem wir ein Stück zurückgingen und in den Weg einbogen, der vom Hauptweg rechts abzweigte.
Auf diesem Weg kamen wir, da er in höher gelegenes Gelände führte, besser voran. Einige Male rechts und links abbiegend erreichten wir einen Teil des Waldes, den ich noch nicht kannte. Still war es hier, still und ruhig. Außer Susan und mir weit und breit kein Mensch zu sehen oder zu hören. Friedvolle Stille, Vogelgezwitscher und ab und an das Poltern von flüchtigem Wild, das wir aufgestört hatten.
In einem Bogen an unseren Ausgangspunkt zurückkehrend hatten wir wohl schon gut eine Stunde an der frischen Luft verbracht, als Susan plötzlich die Notwendigkeit äußerte, sich in die Büsche schlagen zu müssen. Ja, ja, der Kaffee!
"Gut, ich warte hier auf dem Weg. Aber laufen Sie nicht so weit in den Wald, ich fürchte, es gibt hier Wildschweine."
Ich sah Susan im Storchenschritt durch das hohe Gras gehen, hinter einem Gebüsch verschwinden und wartete. Wartete geduldig zwei Minuten, drei, vier.
Warum dauerte denn das so lange? War ihr etwas passiert? War sie umgeknickt und hatte sich das Bein verletzt? Aber warum machte sie sich dann nicht bemerkbar? Das alles kam mir sehr seltsam vor und ich beschloß, sie zu suchen.
Ich folgte Susans Spur und hatte gleich darauf das Unterholz erreicht, hinter dem sie verschwunden war. Es umgehend lugte ich vorsichtig um die Ecke. Schließlich wollte ich mich nicht dem Vorwurf aussetzen, sie bei ihrem intimen Geschäft heimlich beobachten zu wollen. Doch Susan war nicht zu sehen. Mich suchend umsehend wollte ich gerade ihren Namen rufen, als ich sie erblickte.
Halb in einem anderen, ungefähr fünfzig Meter entfernten Gebüsch stehend, hielt sie ihren Kopf nach vorn. So angespannt sah ein Mensch nur aus, wenn er etwas beobachtete. Was mochte das wohl sein? Ein Tier? Ein Reh vielleicht, oder ein Vogel?
Noch während ich rätselte, hörte ich Geräusche, die nicht in einen Wald hineingehören. Andererseits sind diese Geräusche in Wäldern nun aber auch nicht so ungewöhnlich; die Geräusche lustvollen Stöhnens nämlich, die ein angelegentlich miteinander beschäftigtes sich unbeobachtet wähnendes Liebespaar von sich gibt. Und daß es genau das war, was ich hörte, daran gab es keinen Zweifel; wehten doch sogar Wortfetzen bis zu mir, die sich nach "Fick' mich", " Jaaa.... mach's mir...." und Ähnlichem anhörten.
Aber Susan, was machte sie da? Spannte sie etwa? Eine Frau, die spannt? Gibt es sowas?
Doch, es mußte genau das sein, was Susan tat; denn bei scharfem Hinsehen fiel mir auf, was ich vorher nicht gesehen hatte.
Susan's Bermudas nämlich hingen irgendwo zwischen ihren Schenkeln und Füßen, von den gespreizten Beinen aufgespannt und als sie sich just in diesem Moment noch weiter nach vorn beugte, konnte ich ihre Hand sehen, mit der sie sich zwischen ihren Beinen beschäftigte. Dabei wackelte sie so mit ihrem Hintern, daß mich große Lust überkam, mich von hinten an sie heranzumachen, um sie von der Mühsal der Handarbeit zu befreien.
Schon wollte ich meinem Drang nachgeben, als ich es mir doch noch anders überlegte. Ich wußte nun, was ich wissen wollte. Susan schien für sexuelle Reize nicht unempfindlich zu sein. Und warum sollte ich mir heute im Überraschungseffekt zu nehmen versuchen, was mir, wenn ich es geschickt anfing, von allein in den Schoß fallen würde? Es war ja außerdem überhaupt noch nicht sicher, daß Susan Gefallen an einer solchen "Überraschung" fand.
So zog ich mich also leise zurück und rief, als mich das erste Gebüsch vor ihren Blicken verbarg, halblaut ihren Namen.
"Susan... Susan.... wo sind Sie? So melden Sie sich doch."
Wie von ungefähr kam ich nun hinter dem Gesträuch hervor. Wie suchend mich umblickend, sah ich zunächst nicht in die Richtung, in der Susan sich aufhielt. Auf diese Weise wollte ich ihr Gelegenheit geben, ihre Kleidung -ungestört von meinen neugierigen Blicken- wieder herzurichten. Doch Susan nahm diese Chance nicht wahr. Sie meldete sich sogleich mit einem deutlichen "Hier", sodaß ich gar nicht anders konnte, als in ihre Richtung zu sehen. Sie hatte sich schon aufgerichtet und mir zugewandt. Obwohl sie sah, daß ich sie bemerkt hatte, ließ sie sich nicht stören und so kam ich in den Genuß zu sehen, wie sie ihre Kleidung richtete. Daß ich dabei einen Blick auf ihr knappes, ebenfalls mintfarbenes, spitzenverziertes Höschen erhaschte, nahm ich als kleine Entschädigung für mein Warten.
Um die Form zu wahren, drehte ich mich im selben Augenblick rasch herum und kehrte mich erst wieder zu ihr hin, als sie mich dazu aufforderte.
"Sie können sich jetzt wieder umdrehen," sagte sie und als ich es tat, sah ich in ein leicht gerötetes Gesicht und in glänzende, noch von Lust verschleierte Augen. Ob Susan sich einen Orgasmus herbeigefingert hatte?
"Entschuldigen Sie Susan, aber ich habe mir Sorgen um Sie gemacht."
"Hat es denn so lange gedauert?"
"Lange ist ja relativ und ich habe auch nicht auf die Uhr gesehen, wenn Sie das glauben, aber es kam mir schon lange vor."
"Ach wissen Sie, hier vorn war es mir zu nah am Weg. Darum bin ich etwas weiter nach hinten gegangen. Und dort hinten waren zwei, die... also die Vögel würden sagen...."
".... daß sie menschelten? Tatsächlich.... mitten im Wald? Wie romantisch!" lachte ich und konnte nicht verhindern, daß mir ein: "Olala, da hätte ich auch nicht weggesehen," entfuhr.
"Ja," gab Susan ohne Umschweife zu, "es war ein netter Anblick. Aber... aber gespannt habe ich nicht, wenn Sie das meinen sollten."
"Aber wo werd' ich denn.... und selbst wenn... es geht mich ja nichts an und... und außerdem dürfte ich sowieso nicht den Moralapostel spielen. Ich hätte mir das wahrscheinlich auch nicht entgehen lassen."
"Sie sind empfänglich dafür?" stellte Susan mit leiser Stimme mehr fest, als daß sie fragte.
"Wenn wir schon mal dabei sind.... nein.... ich kann's nicht leugnen... ich bin ein sehr sinnlicher Mensch... aber nun... lassen wir's doch genug davon sein... ich....."
"Mögen Sie nicht darüber sprechen?" hakte Susan trotzdem nach und ich glaubte ein gewisses Lauern in ihrem Blick zu entdecken.
"Also, wenn Sie's so genau wissen wollen.... ich mag eigentlich gern darüber sprechen.... es gehört für meinen Geschmack zum Sex absolut dazu.... aber.... schließlich.... Sie sollen mich nicht für einen Wüstling halten und.... und ich weiß ja auch nicht..."
"... wie ich darauf reagiere? Ist es das, was Sie sagen wollen?"
"War nicht schwer zu erraten, nicht? Genau das ist es."
"Ich sagte doch, daß es ein netter Anblick war, oder?"
"Schon.... aber von einem netten Anblick ist es noch weit bis..."
"Wir sollten jetzt vielleicht wirklich damit aufhören," gab Susan mir mit belegter Stimme recht. Ich sah, daß die hektische Röte in ihrem Gesicht sich noch verstärkt hatte, was ich als gutes, als in meinem Sinne gutes Zeichen nahm.
Schweigend, jeder seinen Gedanken nachhängend, machten wir uns auf den Rückweg.
Unterwegs dann begann Susan von ihrer Tochter, Sylvia, zu erzählen. Sie habe ihr von mir erzählt und nun sei das Mädchen wahnsinnig neugierig auf mich. Sie, Susan, müsse die Entscheidung, ob sie die Bekanntschaft mit mir fortsetze, auch von Sylvias Urteil abhängig machen. Ich erwiderte, daß ich das verstünde, ja, es eigentlich als ganz selbstverständlich ansähe.
Schon am darauffolgenden Samstag trafen Susan und ich uns wieder. Diesmal aber lud sie mich zum Kaffee zu sich nach Hause ein. Schon zehn Minuten später betrat ich hinter ihr den Flur ihrer Wohnung, in dem es köstlich nach frisch gebrühtem Kaffee duftete.
Noch im Flur stehend und mich umsehend sah ich eine Tür sich öffnen und dann flog wie ein Schemen ein nur mit BH und sehr knappem, weißen Höschen bekleidetes weibliches Wesen an mir vorbei in ein anderes Zimmer.
"Himmel.... Ihr seid schon da? Mit Euch hatte ich noch gar nicht gerechnet," hörte ich, bevor die Tür ins Schloß fiel.
Susan führte mich in ihr geschmackvoll und mit viel weiblichem Charme eingerichtetes Wohnzimmer, lotste mich an den bereits gedeckten Kaffeetisch und bat mich, Platz zu nehmen.
Kaum saß ich, als die Tür abermals aufging und eine junge Dame, die nicht verleugnen konnte, daß sie Susans Tochter war, kam zu uns herein. Sylvia, ich kannte ihren Namen ja schon, war die jüngere Ausgabe ihrer Mutter.
Völlig unerfahren im Umgang mit *******, jungen Damen zumal, machte sich bei mir eine gewisse Verlegenheit breit. Der Sorge, was ich mit diesem frischen Wesen reden sollte, wurde ich aber dadurch enthoben, daß es munter drauflosplapperte und ich bis auf ein paar "Ja's" und "Nein's" überhaupt nicht dazu kam, etwas zu sagen.
Sylvia ließ sich trotz einiger ermahnender Worte ihrer Mutter nicht davon abhalten mich ein ums andere Mal in Nöte zu bringen. Ganz schlimm wurde es, als sie mich fragte, ob ich ihre Mutter gern hätte. Das war eine Gewissensfrage, die ich aber ganz klar beantworten konnte.
"Ja, ich mag Ihre Mutter sehr," entgegnete ich wahrheitsgetreu.
"Sagen Sie doch Sylvia zu mir. Es hört sich für mich so komisch an, wenn ich gesiezt werde," bat das "Kind", mich mit strahlenden Augen ansehend.
"Also gut, Sylvia, ich mag Deine Mutter sehr gern."
"Und.... und liebst Du sie?" nahm sie das Recht für sich in Anspruch auch mich zu duzen.
"Sylvia, jetzt reicht's aber," schaltete Susan sich energisch ein.
"Warum? Lassen Sie sie nur," wehrte ich ab und fuhr, zu Sylvia mich wendend fort:
"Ob ich Deine Mutte liebe... also.... das kann ich noch nicht sagen. Wenn Du gefragt hättest, ob.... ob ich mich in sie verliebt habe.... dann würde meine Antwort "ja" gelautet haben."
"Gott," mischte sich Susan nun wieder ein, "umständlicher konntest Du das wohl nicht sagen, was?"
"Du?" stutzte ich, "Haben Sie Du zu mir gesagt? Heißt das...?"
"Ja.... Du lieber.... dummer Kerl... das heißt es... ich hab' mich auch in Dich verliebt...."
"Au fein," freute Sylvia sich, "ihr duzt Euch.... nun müßt Ihr auch Brüderschaft trinken und Euch küssen. Ich bin Zeuge."
Nun doch etwas verlegen, wußte ich nicht so recht, was ich tun sollte. Aufstehen, zu Susan gehen, sie in die Arme schließen und küssen? Einfach so, nur, weil die Tochter es so wollte und noch dazu in ihrem Beisein? Auf der anderen Seite reizte mich gerade der Gedanke, daß Sylvia zusehen würde, wenn ich ihre Mutter küßte.
Susan war es, die das Heft ergriff.
Mit einem sphinxhaften, unergründlichen Lächeln auf den Lippen ging sie zum Schrank, öffnete das Barfach, stellte drei Likörgläser bereit, in die sie einen italienischen Mandellikör einschenkte. Eines der gefüllten Gläser ihrer Tochter reichend, das zweite mir kredenzend nahm sie das dritte. Es anhebend und mit mir und Sylvia anstoßend sagte sie:
"Auf uns drei und darauf, daß wir uns noch besser verstehen und vielleicht lieben lernen."
"Es hat selten etwas in meinem Leben gegeben, auf das ich lieber ge******n hätte," tat ich Bescheid und ließ dann das aromatische Getränk über meine Zunge laufen.
Mich nun in der Absicht den Bruderschaftskuß zu tauschen mich Susan zuwendend, wehrte diese ab, deutete auf Sylvia und meinte:
"Ihr habt damit angefangen, also müßt Ihr Euch auch zuerst küssen."
Völlig perplex stand ich da, nicht ganz begreifend. Eine Mutter, die den Mann, den sie selbst gerade mal höchstens sieben Stunden kannte, aufforderte, die Tochter zu küssen?
Doch ich kam nicht dazu, mir weitere Gedanken zu machen. Denn kaum hatte Susan ihre Worte gesprochen, als Sylvia auch schon heran war, ohne großes Getue ihre Arme und mich legte und mir ihren Mund, nicht etwa die Wange, zum Kuß bot.
Wo hatte das Mädchen nur so küssen gelernt? Kaum berührten sich nämlich unsere Lippen, als seine Zunge sich auch schon zwischen die meinen drängte, in meinen sich wie automatisch öffnenden Mund glitt und meine Mundhöhle kitzelnd und mit unerwarteter Könnerschaft erforschte. Heißer Atem traf die Haut meiner Wangen und die Art, in der die "Kleine" sich an mich drängte war absolut nicht dazu angetan, meine Sinne etwa zu beruhigen.
Schon fühlte ich es in meiner Hose unruhig werden. Ich versteifte meinen Körper merklich, wollte damit zu verstehen geben, daß es genug sei. Doch Sylvia kannte diese Art der Körpersprache entweder noch nicht, oder sie ignorierte sie bewußt. Sie dachte jedenfalls nicht daran, von mir zu lassen. Deutlich spürte ich nun ihre harten, knackigen Brüste in meiner Magengrube und ihren Unterleib, der sich mit überraschender Kraft an mich drängte und sich an mir rieb. Wenn auch die Intensität des Kusses, den ich mit der "Kleinen" tauschte, Susan verborgen bleiben mochte, die Bewegungen, die das Becken ihrer Tochter an meinem Unterleib vollführte, konnten ihr aber keinesfalls entgehen.
In einer Art komischer Verzweiflung hob ich die Augen und sah an die Zimmerdecke, bevor ich zu Susan hinüberblickte.
Ich erschrak; erschrak zutiefst vor dem lüsternen, ja fast verworfenen Lächeln, das in Susans Gesicht stand.
Mit geradezu gierig-glitzernden Augen und lustverzerrtem Mund sah Susan mir und ihrer Tochter zu. Nein, ich täuschte mich nicht; die versteiften Warzen ihrer Brüste, bei den Frauen nun mal sicheres Anzeichen sinnlicher Erregung, drohten durch den dünnen Stoff ihrer Bluse zu stechen.
Gab's denn das? Konnte es denn sein, daß sich eine Mutter am Anblick ihrer Tochter begeilte, die den Mann küßte, in den sie sich, eigenem Bekunden zufolge, selbst verliebt hatte? Denn daß Geilheit war, was Susan empfand, wurde mir spätestens in dem Augenblick klar, als sie eine Hand auf ihre rechte Brust legte, die sie mit dieser krampfig umschloß.
"Eine Voyeurin," schoß es mir, auch eingedenk des Erlebnisses im Wald, durch den Kopf, "Susan mag gern zusehen!"
An die möglichen Konsequenzen nicht zu denken wagend, machte ich mich behutsam von Sylvia frei, mich nun ihrer Mutter zuwendend.
"Puhhhh," sagte ich leichthin, "wie küßt Du erst, wenn Deine Tochter es schon so kann.?
"Wart's ab," lächelte Susan, trat näher an mich heran und ergriff dann Besitz von mir; im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich war, obwohl auch dieser Vergleich -wie alle- stark hinkt, vom Regen in die Traufe geraten. Alles, was Sylvia getan hatte, tat auch Susan. Der Unterschied bestand lediglich darin, daß es noch viel perfekter war.
Ich hatte keine Chance. Innerhalb von Zehntelsekunden konnte ich meinen Zustand nicht mehr verbergen. Mir platzte fast die Hose. Und Susan bewegte ihren Unterleib so an meinem, als ob sie es darauf anlegte, mich zum Spritzen zu bringen. Ihre Brüste, nicht weniger knackig, als die ihrer Tochter, bohrten sich in meinen Brustkorb. Und während ihre Zähne hungrig an meiner Unterlippe nagten, stieß sie mir zwischendurch ihre versteifte Zunge stoßend, ja, wie fickend in den Mund. Und wie hektisch Susan atmete, ja, und stöhnte!
Ich nahm das alles ungläubig wahr, vermeinte, zu träumen.
Den letzten Rest aber gab es mir fast, als ich über Susans Schulter hinweg in den Spiegel des offenstehenden Barfachs schaute. Seitlich hinter mir stand Sylvia, auch jetzt Tochter ihrer Mutter, jedenfalls soweit es die Reaktionen betraf, die sich auf ihrem Gesicht zeigten. Darüber hinaus aber sah ich, daß Sylvia mit einer Hand ihren Rock angelüftet hatte, mit der anderen durch den Beinausschnitt ihres Höschens hindurch in ihren Schoß geglitten war, wo sie hemmungslos und gepreßt stöhnend herumwühlte.
Und noch etwas sah ich in einem dem Barfach genau gegenüberliegenden anderen Spiegel: Die Augen ihrer Mutter nämlich, die von diesem Spiegel reflektiert wurden und die mit glühendem, geradezu flammenden Blick das Tun ihrer Tochter beobachtete. Für einen kurzen Moment nur trafen sich Susans und meine Blicke auf diesem Umweg und ich hatte das Gefühl in der Tiefe dieser Augen, die sich in Lust verdunkelt hatten, zu ertrinken.
So überfallartig, wie Susan mich auf "hunderatchtzig" gebracht hatte, so abrupt trat sie, sich von mir lösend, plötzlich einen Schritt zurück.
So, als sei nichts gewesen, schloß sie das Barfach und als ich mich umdrehte, stand auch Sylvia wieder da, als könne sie kein Wässerchen trüben. Nur der hektische Glanz in den Augen von Mutter und Tochter verrieten, in welchem Aufruhr sie sich befanden.
Wie sollte ich nun reagieren? Sollte ich die Initiative ergreifen und wenn ja, was wurde von mir erwartet? Was sollte ich tun, wie beginnen? Mich Sylvia zuwenden oder ihrer Mutter? Sollte ich eine von beiden zu mir ziehen, ihr unter den Rock fassen, zugreifend nehmen, was mir geboten worden war? Oder sollte ich mich besser zurückhalten, die Entwicklung abwarten und auch so tun, als sei nichts Besonderes geschehen?
Ich entschied mich für's Abwarten und es war offensichtlich richtig, was ich tat. So glaubte ich jedenfalls Susans angespannte Miene zu verstehen, deren Züge sich ob meiner Reaktion alsbald entspannten.
Es wurde noch ein schöner Nachmittag, der allerdings nicht ohne neuerlichen Angriff auf meine "Ehrenhaftigkeit" abging. Zunächst aber sonnte ich mich in der Aufmerksamkeit der beiden Frauen, die mich nach allen Regeln der Gastgeberkunst verwöhnten.
Nach einer weiteren Tasse Kaffee und einem weiteren Stück Kuchen, zündete Susan zwei Zigaretten an, wovon sie mir eine gab. Ich nahm sie und bevor ich sie mir zwischen die Lippen schob, berührte ich den Filter, der in Susans Mund gewesen war, ganz zart mit gespitztem Mund, so andeutend, daß mir der Bedeutung von Susans Geste durchaus bewußt war.
Während Sylvia dann den Kaffeetisch abräumte, bat Susan mich zur Sitzgruppe mit dem niedrigen Glastisch. Jeweils einen Schluck Portwein in die bereitgestellten Gläser einschenkend, sah sie mich zwischendurch stumm an.
Nur eine Minuten später kam Sylia wieder zu uns und setzte sich zu ihrer Mutter auf die Couch, während ich mich in einem gegenüberliegenden Sessel breitmachte.
Wir unterhielten uns über alle möglichen und unmöglichen Dinge; über Susans Beruf und über meinen, über Sylvias Schule, ihr Fortkommen dort und über ihren Berufswunsch und je später der Nachmittag wurde, umso freizügiger wurden Susan und ihre Tochter.
Sylvia war es, die irgendwann ganz ungeniert ihre Füße am Rand des Couchtisches abstützte und auch nicht zurückzuckte, als ich ihr ganz unverfroren unter den hochgerutschten Rock sah, unter dem ihr weißes Höschen leuchtete.
Ich sah hinüber zu Susan und erkannte in ihrem Blick, daß sie genau wußte, wohin meine Augen immer wieder abirrten. Ihr ruhiges, stilles Lächeln brachte mich dabei schier um den Verstand.
Was sollte das alles bedeuten? Bot sie sich mir an und zugleich ihre Tochter? War es das, was sie wollte? Oder wollte sie mich prüfen? Wollte sie wissen, ob ich, wenn sie sich mit mir zusammentat, ihrer ausnehmend schönen Tochter gegenüber würde standhaft bleiben können?
Noch während ich diese Überlegungen anstellte, sah ich, daß sich auch Susans Schenkel Stück für Stück und immer weiter öffneten.
Nun wußte ich überhaupt nicht mehr, wohin ich sehen sollte. Zwischen Susans Beine, in deren Tiefe es rötlich leuchtete oder in das große V, das Sylvias Schenkel bildete und in dessen Spitze ich den sich vorwölbenden Schamhügel nun beim besten Willen nicht mehr übersehen konnte.
Mehr?
5年前