Die Unnahbare Sandra
Eine neue Geschichte von mir. Ich bewege mich auf ungewohntem Terrain.
Bitte schreibt Kritik und Kommentare und bewertet die Geschichte.
Danke dafür.
Im ersten Teil gehts um die Vorstellung.
!! Sex wird definitiv nicht vorkommen !! Es geht zuerst um das ‚drumherum‘.
Ich hoffe, einige von euch werden den Anfang trotzdem lesen.
Wenn die Geschichte euch trotzdem anspricht, werden mehr Teile folgen.
Sandra ist nicht beliebt! Ihre arrogante Art kommt nicht an. Logischerweise!
Natürlich ist sie hübsch. Das weiss sie genau. Meinen die Leute zu wissen. Natürlich kann sie auch was. Das weiss sie ebenfalls. Meinen die Leute.
Und dass sie nicht abgeneigt ist, für ihre berufliche Karriere mal mit einem Vorgesetzten, natürlich nur die von ganz weit oben, in die Kiste zu steigen, vermuten zwar einige, aber wissen tut es keiner. Meinen die Leute.
Alle Annäherungs- oder Flirtversuche von männlichen Mitarbeiterkollegen werden von ihr geblockt und Sandra lässt jeden abblitzen. Das ist Tatsache! Die jüngeren Draufgänger im Betrieb können davon ein Lied singen.
Sie war auch nicht bei der Betriebsfeier im Sommer. Da hatte sie Ferien.
Beim Weihnachtsessen war sie ebenfalls abwesend. Grippe, wie denjeigen gesagt wurde, welche den Chef nach ihrem Verblieb gefragt hatten.
Nur einer macht ihr ‚Sorgen‘, nämlich Peter.
Gegenüber ihr hat er sich in den vergangenen 15 Monaten, solange arbeitet Sandra bereits im Betrieb, immer freundlich verhalten. Nichts aufdringliches war dabei. Keine Machosprüche. Keine Anmache. Einfach nur freundlich und immer aufgestellt.
Und genau davor hat sie Angst.
Peter ist mit 55 Jahren einer der ältesten Mitarbeiter im Betrieb. Überall beliebt und man schätzt seine Meinung. Er muss auch nie alleine in der Kantine essen. An seinem Tisch hat es immer Leute. Oftmals die gleichen Kollegen, aber immer wieder auch neue Gesichter. Man redet, isst und lacht auch schon mal. Nur eines ist bei Peter tabu; nämlich das Tratschen und Lästern. Peter ist gern offen und direkt. Er kann jemandem sagen dass dieser eine Pfeife ist und derjenige bedankt sich am Schluss auch noch dafür! Konstruktive Kritik nennt man das. Sagt er.
Sandra ist wirklich ausgesprochen hübsch!
Sie ist das, was Männer als „Traumfrau“ bezeichnen.
Ihre Kurven sind am richtigen Ort. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.
Diese zu beschreiben, ist beinahe nicht möglich. Sandra trägt ausschliesslich Röcke bei der Arbeit.
Ja, da kann man(n) zwar die hübschen Beine betrachten, immer in Nylons, aber alle tun dies so heimlich wie möglich. Die Schuhe passen immer dazu. Immer!
Sandra trägt oben immer, oder meistens, Blusen. In sehr vielen Variationen. Mal mit Kragen, mal mit Schleife, mal mit Rüschen, mal neutral. Aber niemals zu eng! Man(n) kann zwar deutlich ihre beiden hübschen Halbkugeln ‚bewundern‘, aber wirklich genaues kann niemand sehen. Nur erahnen.
Ihr hübsches, makelloses Gesicht ist immer geschminkt. Dezent, aber dennoch erkennbar. Die Augen kann man eigentlich gar nicht so recht beschreiben! Schön! Umwerfend! Leuchtend! Strahlend! Manchmal auch kalt! Von weitem sind sie dunkel. Aus der Nähe eher grünlich. Vielleicht auch etwas braun? Auch hier kann man(n) das nicht wirklich sagen, da beinahe niemand ihr zu nahe kommen möchte.
Lippenstift trägt sie ebenfalls auf, aber nie zu auffällig. Immer genau richtig!
Die braunen Haare reichen ihr bis in die Mitte ihres Rückens. Wenn sie jeweils die Haare ‚nur‘ zusammengebunden hat, kann man diese so bewundern. Ansonstent hat sie ihre Haare immer wieder kunstvoll gereht, gebunden, hochgesteckt, oder sie macht einen ihrer Dut‘s.
Peter hat öfter mit Sandra zu tun als andere im Betrieb. Als Chef in der Logistik bekommt er die meisten Aufträge zwar online, aber dennocht kommt es häufig vor, dass Sandra ihn anruft oder anschreibt, wenn Kunden ihre Wünsche ändern wollen oder nocht etwas spezielles zu ihrer Bestellung dazu haben möchten.
Selbstredend ist auch Peter von der 28 jährigen Sandra begeistert. Dies von ihrem Aussehen her, aber ebenso sehr gefällt ihm ihre fachliche Kompetenz. Sie macht beinahe keine Fehler. Und wenn doch mal was nicht in Ordnung war bis jetzt, war es nie ihre Schuld! Ihre Kommunikation ist immer klar, deutlich und auf den Punkt gebracht.
„Diing“ tönt es von Peters Handy. Eine Mail.
Wie üblich öffnet Peter diese. Was er jedoch liest, hat absolut nichts mit ihm, seiner Arbeit oder dem Betrieb zu tun.
„Nochmal lesen“! sagt er sich kopfschüttelnd.
Sein Kollege Franz neben ihm meint „Na? Noch ein Extrawunsch von der Unnahbaren“? Ja, einige nannten sie so wenn niemand in der Nähe war.
„Nein, alles gut! Und nenn sie nicht immer so“! Peter bekommt dafür ein Kopfschütteln und einen gemurmelten Kommentar von seinem Kollegen.
Peter geht in sein Büro und schliesst die Türe. Als er sich auf seinen Stuhl gesetzt hat, liest er nochmal die Mail.
—-
Na Du Schlampe?
Wie ich sehe, treibst Du Dein Unwesen immer noch in der gleichen Firma! Wissen die Leute dort eigentlich, dass Du ein verkommenes Stück Dreck bist? Soll ich mal einige Briefe an die Betriebsleitung schreiben und denen sagen wie Du wirklich bist?
Nein?
Dann ruf mich gefälligst endlich zurück! Ich will es Dir wieder mal besorgen und Dir zeigen, dass Du einfach nur ein nichts bist. Eine kleine Schlampe die nur knapp fürs Bett zu gebrauchen ist! Oder kannst Du inzwischen mehr? Hast Du was dazu gelernt?
——-
In dieser Art geht es noch ein paar Sätze weiter. Peter steigt die Wut in den Kopf und er hat das Gefühl, dass dieser gleich explodiert!
Wie ist es nur möglich, dass es solche Leute gibt?
Wer ist das überhaupt, der Sandra solche Sachen schreibt?
Ihr Freund? Ihr Mann? Ein Ex?
Noch während Peter den Kopf schüttelt, geht seine Bürotüre heftig auf und knallt noch heftiger an die Wand!
Erschrocken schaut er hoch und blickt geradewegs in ein Panikgesicht!
Sandra rennt mit hochrotem Kopf zu ihm und will ihm das Handy aus der Hand nehmen. Nein herausreissen trifft es wohl besser! Aus der Nähe kann er erkennen dass sie Tränen hat.
Völlig hektisch und panisch kreischt sie „gib her! Das geht Dich nichts an! Lösch es“!
Dann ****** beinahe augenblicklich zusammen! Flach am Boden liegt sie!
Blitzschnell reagiert Peter.
Das ganze ist natürlich nicht geräuschlos gewesen und so haben einige seiner Mitarbeiter die in der Nähe standen, wohl etwas mitbekommen. Vermutlich nicht all zu viel. Hofft Peter.
Franz rennt als erster hinein.
„Was ist passiert Peter“?
Verständnislos schaut er auf Sandra, die sich immer noch nicht rührt.
„Sie ist ausgerutscht und hingefallen“ sagt Peter. „Dabei hat sie den Kopf angeschlagen und ist ********** geworden“.
Etwas besseres fällt ihm im Moment einfach nicht ein.
Franz gibt sich damit zufrieden und stürzt zu Telefon. Betriebssanität. Geübt wurden solche Sachen öfter. Aber bisher nur ‚im trockenen‘ und nie real. Jetzt war ein Ernstfall eingetreten und Franz reagiert wie gelernt!
Kurzum; Sandra wurde ins Krankenhaus gebracht. Peter blieb bei ihr. Gegenüber dem Chef hat er darauf bestanden, weil es ja in seinem Büro passiert ist. Das ok vom Chef hat Peter erleichtert.
Worüber Peter nicht erleichtert sein konnte, war Sandra. Als sie die Augen aufgemacht hatte, war Peters Gesicht das erste was sie sah. Und gleich darauf war sie wieder voller Panik.
Peter hat versucht sie zu beruhigen.
„Psssst! ...... Alles gut Sandra! ........ Entspann Dich! ...... Niemand weiss etwas! ....... Bleib ruhig.....“!
Die Tränen liefen fast Bachweise über Sandras Gesicht. Peter hielt sie fest in seinen Armen und versuchte sie zu beruhigen.
„Aber..... was ...... die Mail ...... Nicht für Dich ...... versehen..... löschen ......“ Wirr kamen diese Worte aus Sandras Mund.
Zum Glück hhat sie niemand gehört! Ihre Tränen konnte Peter den Leuten mit ‚sie hat Schmerzen‘ erklären.
Soweit so gut.
Natürlich wurde im Spital nichts ernstes diagnostiziert. Was denn auch?
Peter sass in der Kantine bei einer Tasse Kaffe, als eine Schwester hinein kam und sich suchen umblickte.
Als sie Peter sah, steuerte sie sofort auf ihn zu.
„Sind Sie Peter“
„Ja, der bin ich. Wie gehts Sandra“?
Mit einem Lächeln antortet die Schwester „Sie fragt dauernd nach Ihnen und möchte Sie gern sehen. Können Sie sie ein bisschen trösten? Mir scheint, sie ist völlig durcheinander! Vermutlich war der Schlag auf den Kopf doch etwas heftiger. Aber kommen Sie bitte mit“!
Peter hing seinen Gedanken nach unt trottete brav hinter der Schwester her. Vor Sandras Zimmertüre blieb die Schwester unvermittelt stehen und Peter prallte beinahe in sie hinein. Sie merkt das natürlich, dreht sich um und mit einem Lächeln im Gesicht sagt sie „Na na na! Nicht so eilig! Alles kommt gut! Machen Sie sich keine Gedanken“ und öffnet ihm die Zimmertüre.
Ohne auch hineizukommen, schliesst sie dir Türe wieder und Peter ist alleine im Zimmer von Sandra.
Wie ein häufchen Elend liegt sie da. Die Decke bis unter die Nase hochgezogen und das Gesicht völlig verheult.
„Hallo Sandra“ sagt Peter etwas schüchtern. „Wie gehts Dir“?
Es wird ihm bewusst, dass er Sandra die ganze Zeit mit dem Vornamen angesprochen hat. „Darf ich überhaupt Du sagen“?
In Sandras rotgeweinten Augen rührt sich nichts. Peter meint, er sehe nur leere darin.
Stille.
Nur langsam kommt Bewegung in Sandra. Unendlich langsam zieht sie die Decke vom Gesicht. Voller Angst kommen die ersten Worte über ihre Lippen. „Wer weiss davon? Was hast Du den Leuten gesagt“?
Peter schaut Sandra an und nähert sich langsam dem Bett. Davor steht ein Stuhl, auf den er sich setzt. Er nimmt Sandras Hand. Sie wehrt sich nicht. Es scheint aber, dass sie ob dieser Geste verkrampft. Sofort lässt er sie wieder los und steht wieder auf.
Er macht einen Schritt zurück und schaut Sandra immer noch an.
„Alles gut Sandra. Niemand weiss etwas und das bleibt auch so! Das verspreche ich Dir! Ich habe gesagt, Du seist auf dem Boden ausgerutscht und auf den Kopf gefallen“.
Peter macht ein kleine Pause und lässt seine Worte wirken.
„Lass mich jetzt bitte ausreden Sandra. Erzähl mir bitte, was Dir da passiert und wer so mit Dir umgeht. Ich werde alles dafür tun, um Dir zu helfen und versuchen, das Problem zu lösen. Aber dazu musst Du mir ein bisschen vertrauen und mich an Dich ran lassen“.
Sandras Augen weiten sich und es kommt tatsächlich ein Lachen aus ihrem Mund. Na ja, lachen kann man das nicht nennen! Eher so etwas wie ein hysterischer Lachversuch. „Dich an mich ran lassen“? wederholt sie meine Worte.
Jetzt schnalle ich es auch und will eine Erklärung starten, aber Sandra winkt ab: „Ich habs kapiert“!
Ihr Gesicht formt sich tatsächlich zu einem Lächeln. „Danke Peter“!
Und mit diesen Worten schläft sie ein. Von einem Moment auf den andern! Es scheint so, als wenn ihr ein Gebirge vom Herzen gefallen wäre.
Das nächste was Peter spürt, ist sein Nacken der schmerzt und eine Stimme die seinen Namen flüstert. Er sitzt auf dem Stuhl und sein Kopf liegt auf Sandras Bett.
„Peter“ Wieder leise und wie von weit her. „Peter“.......
Eine Hand streichelt über seinen Kopf. „Peter“ .....
Er versucht langsam sich aufzurichten, was jedoch angesichts seiner verkrampften Position gar nicht so einfach ist.
„Na“? Er schaut in Sandras Gesicht. Ihre Augen sind nicht mehr so leer wie vorher. Die Tränen sind weg und die Spuren davon sieht man nicht mehr. „Schlafmütze“! Kommt aus Sandras Mund. Viel lockerer! Sie tönt wieder angenehmer. Ein Blick aus dem Fenster sagt Peter dass er lange geschlafen hat. Draussen ist es dunkel!
„Uuuhhhhhh.....“ Ächzend richtet er sich auf und hört dazu einen Spruch der sich so anhört wie „in diesem Alter sollte man sich anständig ins Bett legen“ ..... und erneut ein Lächeln.....
Er kann es sich nicht verkneifen und erwiedert „Da kümmert man sich um diese Schachtel und als Dank bekommt man Spott und Hohn“!
„Ich geb Dir gleich Schachtel“! Er sieht wie Sandra ihre Hand zur Faust ballt und versucht ihr auszuweichen. Mit mässigem Erfolg. Aber beide müssen lachen! ‚Fühlt sich gut an‘, denkt sich Peter.
Irgendwie ist das Eis zwischen ihnen beiden geschmolzen!
Peter merkt, wie Sandra etwas lockerer wird und ihre Laune sich hebt.
„Währen Du geschlafen hast, konnte ich mich mit Hilfe der Schwester ein wenig zurecht machen. Nun fühle ich mich ein bisschen besser. Danke dass Du hier bist Peter“!
Die Schmerzen im Nacken sind wie weggefegt! Ihre Stimme ist warm und angenehm. Peter glaubt, dass Sandra es ernst meint damit.
„Du siehst auch wieder besser aus als am Nachmittag! Und; Bitte gern geschehen! Es war für mich klar dass ich hier bei Dir bleibe und auf Dich acht gebe“!
Nun kommen sie langsam ins Gespräch. Es scheint so, dass Sandra ein wenig Vertrauen zu Peter aufgebaut hat. Obwohl es ihn brennend interessiert, was da mit Sandra läuft und was geschehen ist, hält er sich zurück und lässt sie einfach reden.
So erfährt er einiges von ihr. Aber vorerst mehr aus der beruflichen Perspektive. Über ihre Ausbildung hin, bis zu ihrem jetzigen Job. Das Private lässt sie dabei geschickt aus.
Auch Peter erzählt ihr von sich. Er spricht jedoch auch über sein Privatleben. Nicht viel, aber sie kann sie einen guten Eindruck davon machen.
Als sie ihn nach einer Frau oder Freundin fragt, weiss er, dass er auf gutem Weg ist. Einfach so hat sie nicht speziell dieses Thema angeschnitten.
Also erzählt er ihr von seiner extrem eifersüchtigen Frau, die ihn wegen nichts verlassen hat und sich in die Arme eines jüngeren geschmissen hat. Und von seiner Tochter Claudia, die nur 4 Jahre jünger ist als sie. Claudia hat immer zu ihm gehalten, ist bei ihm geblieben, hat eine gute Ausbildung bei der Bank gemacht und hat seit einigen Monaten eine eigene kleine Wohnung, die nur zwei Steinwürfe weit von seiner Wohnung ist.
Als Peter wieder zu Sandra schaut, ist diese eingeschlafen. Er kann jedoch ein feines Lächeln auf ihren Lippen erkennen.
Er beschliesst, nach Hause zu gehen.
Als er vorsichtig die Türe schliesst und sich umdreht, kommt die Schwester aus ihrem Stationszimmer.
„Wo wollen Sie denn hin Peter? ...... Oh entschuldigung, ich bin Beate....“.
„Freut mich, Beate. Danke für Ihre Hilfe bei Sandra. Eigentlich möchte ich nach Hause und ins Bett. Es ist spät und ich bin müde. Das Nickerchen vorhin hat mir nicht sonderlich gut getan und ich sehne mich nach meinem Bett“.
„Nein Peter, das müssen Sie nicht! Sie können das Bett nebenan nehmen“!
Peter schaut sie überrascht an.
Bevor er jedoch etwas sagen kann, kommt ihm Beate zuvor. „Ich habe das mit der Chefärztin abgesprochen. Ich habe ich gesagt, dass Sie unheimlich beruhigend auf Sandra wirken und ihr gut tun. Da hat sie bewilligt, dass Sie eine Nacht hier bei Sandra bleiben können“.
Sie schaut mich irgendwie hoffnungsvoll an und wird dabei leicht rot im Gesicht.
Nur kurz muss ich überlegen und stimme dann dem Vorschlag zu.
Wenn gewünscht, gibt es die Fortsetzung...........
Bitte schreibt Kritik und Kommentare und bewertet die Geschichte.
Danke dafür.
Im ersten Teil gehts um die Vorstellung.
!! Sex wird definitiv nicht vorkommen !! Es geht zuerst um das ‚drumherum‘.
Ich hoffe, einige von euch werden den Anfang trotzdem lesen.
Wenn die Geschichte euch trotzdem anspricht, werden mehr Teile folgen.
Sandra ist nicht beliebt! Ihre arrogante Art kommt nicht an. Logischerweise!
Natürlich ist sie hübsch. Das weiss sie genau. Meinen die Leute zu wissen. Natürlich kann sie auch was. Das weiss sie ebenfalls. Meinen die Leute.
Und dass sie nicht abgeneigt ist, für ihre berufliche Karriere mal mit einem Vorgesetzten, natürlich nur die von ganz weit oben, in die Kiste zu steigen, vermuten zwar einige, aber wissen tut es keiner. Meinen die Leute.
Alle Annäherungs- oder Flirtversuche von männlichen Mitarbeiterkollegen werden von ihr geblockt und Sandra lässt jeden abblitzen. Das ist Tatsache! Die jüngeren Draufgänger im Betrieb können davon ein Lied singen.
Sie war auch nicht bei der Betriebsfeier im Sommer. Da hatte sie Ferien.
Beim Weihnachtsessen war sie ebenfalls abwesend. Grippe, wie denjeigen gesagt wurde, welche den Chef nach ihrem Verblieb gefragt hatten.
Nur einer macht ihr ‚Sorgen‘, nämlich Peter.
Gegenüber ihr hat er sich in den vergangenen 15 Monaten, solange arbeitet Sandra bereits im Betrieb, immer freundlich verhalten. Nichts aufdringliches war dabei. Keine Machosprüche. Keine Anmache. Einfach nur freundlich und immer aufgestellt.
Und genau davor hat sie Angst.
Peter ist mit 55 Jahren einer der ältesten Mitarbeiter im Betrieb. Überall beliebt und man schätzt seine Meinung. Er muss auch nie alleine in der Kantine essen. An seinem Tisch hat es immer Leute. Oftmals die gleichen Kollegen, aber immer wieder auch neue Gesichter. Man redet, isst und lacht auch schon mal. Nur eines ist bei Peter tabu; nämlich das Tratschen und Lästern. Peter ist gern offen und direkt. Er kann jemandem sagen dass dieser eine Pfeife ist und derjenige bedankt sich am Schluss auch noch dafür! Konstruktive Kritik nennt man das. Sagt er.
Sandra ist wirklich ausgesprochen hübsch!
Sie ist das, was Männer als „Traumfrau“ bezeichnen.
Ihre Kurven sind am richtigen Ort. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.
Diese zu beschreiben, ist beinahe nicht möglich. Sandra trägt ausschliesslich Röcke bei der Arbeit.
Ja, da kann man(n) zwar die hübschen Beine betrachten, immer in Nylons, aber alle tun dies so heimlich wie möglich. Die Schuhe passen immer dazu. Immer!
Sandra trägt oben immer, oder meistens, Blusen. In sehr vielen Variationen. Mal mit Kragen, mal mit Schleife, mal mit Rüschen, mal neutral. Aber niemals zu eng! Man(n) kann zwar deutlich ihre beiden hübschen Halbkugeln ‚bewundern‘, aber wirklich genaues kann niemand sehen. Nur erahnen.
Ihr hübsches, makelloses Gesicht ist immer geschminkt. Dezent, aber dennoch erkennbar. Die Augen kann man eigentlich gar nicht so recht beschreiben! Schön! Umwerfend! Leuchtend! Strahlend! Manchmal auch kalt! Von weitem sind sie dunkel. Aus der Nähe eher grünlich. Vielleicht auch etwas braun? Auch hier kann man(n) das nicht wirklich sagen, da beinahe niemand ihr zu nahe kommen möchte.
Lippenstift trägt sie ebenfalls auf, aber nie zu auffällig. Immer genau richtig!
Die braunen Haare reichen ihr bis in die Mitte ihres Rückens. Wenn sie jeweils die Haare ‚nur‘ zusammengebunden hat, kann man diese so bewundern. Ansonstent hat sie ihre Haare immer wieder kunstvoll gereht, gebunden, hochgesteckt, oder sie macht einen ihrer Dut‘s.
Peter hat öfter mit Sandra zu tun als andere im Betrieb. Als Chef in der Logistik bekommt er die meisten Aufträge zwar online, aber dennocht kommt es häufig vor, dass Sandra ihn anruft oder anschreibt, wenn Kunden ihre Wünsche ändern wollen oder nocht etwas spezielles zu ihrer Bestellung dazu haben möchten.
Selbstredend ist auch Peter von der 28 jährigen Sandra begeistert. Dies von ihrem Aussehen her, aber ebenso sehr gefällt ihm ihre fachliche Kompetenz. Sie macht beinahe keine Fehler. Und wenn doch mal was nicht in Ordnung war bis jetzt, war es nie ihre Schuld! Ihre Kommunikation ist immer klar, deutlich und auf den Punkt gebracht.
„Diing“ tönt es von Peters Handy. Eine Mail.
Wie üblich öffnet Peter diese. Was er jedoch liest, hat absolut nichts mit ihm, seiner Arbeit oder dem Betrieb zu tun.
„Nochmal lesen“! sagt er sich kopfschüttelnd.
Sein Kollege Franz neben ihm meint „Na? Noch ein Extrawunsch von der Unnahbaren“? Ja, einige nannten sie so wenn niemand in der Nähe war.
„Nein, alles gut! Und nenn sie nicht immer so“! Peter bekommt dafür ein Kopfschütteln und einen gemurmelten Kommentar von seinem Kollegen.
Peter geht in sein Büro und schliesst die Türe. Als er sich auf seinen Stuhl gesetzt hat, liest er nochmal die Mail.
—-
Na Du Schlampe?
Wie ich sehe, treibst Du Dein Unwesen immer noch in der gleichen Firma! Wissen die Leute dort eigentlich, dass Du ein verkommenes Stück Dreck bist? Soll ich mal einige Briefe an die Betriebsleitung schreiben und denen sagen wie Du wirklich bist?
Nein?
Dann ruf mich gefälligst endlich zurück! Ich will es Dir wieder mal besorgen und Dir zeigen, dass Du einfach nur ein nichts bist. Eine kleine Schlampe die nur knapp fürs Bett zu gebrauchen ist! Oder kannst Du inzwischen mehr? Hast Du was dazu gelernt?
——-
In dieser Art geht es noch ein paar Sätze weiter. Peter steigt die Wut in den Kopf und er hat das Gefühl, dass dieser gleich explodiert!
Wie ist es nur möglich, dass es solche Leute gibt?
Wer ist das überhaupt, der Sandra solche Sachen schreibt?
Ihr Freund? Ihr Mann? Ein Ex?
Noch während Peter den Kopf schüttelt, geht seine Bürotüre heftig auf und knallt noch heftiger an die Wand!
Erschrocken schaut er hoch und blickt geradewegs in ein Panikgesicht!
Sandra rennt mit hochrotem Kopf zu ihm und will ihm das Handy aus der Hand nehmen. Nein herausreissen trifft es wohl besser! Aus der Nähe kann er erkennen dass sie Tränen hat.
Völlig hektisch und panisch kreischt sie „gib her! Das geht Dich nichts an! Lösch es“!
Dann ****** beinahe augenblicklich zusammen! Flach am Boden liegt sie!
Blitzschnell reagiert Peter.
Das ganze ist natürlich nicht geräuschlos gewesen und so haben einige seiner Mitarbeiter die in der Nähe standen, wohl etwas mitbekommen. Vermutlich nicht all zu viel. Hofft Peter.
Franz rennt als erster hinein.
„Was ist passiert Peter“?
Verständnislos schaut er auf Sandra, die sich immer noch nicht rührt.
„Sie ist ausgerutscht und hingefallen“ sagt Peter. „Dabei hat sie den Kopf angeschlagen und ist ********** geworden“.
Etwas besseres fällt ihm im Moment einfach nicht ein.
Franz gibt sich damit zufrieden und stürzt zu Telefon. Betriebssanität. Geübt wurden solche Sachen öfter. Aber bisher nur ‚im trockenen‘ und nie real. Jetzt war ein Ernstfall eingetreten und Franz reagiert wie gelernt!
Kurzum; Sandra wurde ins Krankenhaus gebracht. Peter blieb bei ihr. Gegenüber dem Chef hat er darauf bestanden, weil es ja in seinem Büro passiert ist. Das ok vom Chef hat Peter erleichtert.
Worüber Peter nicht erleichtert sein konnte, war Sandra. Als sie die Augen aufgemacht hatte, war Peters Gesicht das erste was sie sah. Und gleich darauf war sie wieder voller Panik.
Peter hat versucht sie zu beruhigen.
„Psssst! ...... Alles gut Sandra! ........ Entspann Dich! ...... Niemand weiss etwas! ....... Bleib ruhig.....“!
Die Tränen liefen fast Bachweise über Sandras Gesicht. Peter hielt sie fest in seinen Armen und versuchte sie zu beruhigen.
„Aber..... was ...... die Mail ...... Nicht für Dich ...... versehen..... löschen ......“ Wirr kamen diese Worte aus Sandras Mund.
Zum Glück hhat sie niemand gehört! Ihre Tränen konnte Peter den Leuten mit ‚sie hat Schmerzen‘ erklären.
Soweit so gut.
Natürlich wurde im Spital nichts ernstes diagnostiziert. Was denn auch?
Peter sass in der Kantine bei einer Tasse Kaffe, als eine Schwester hinein kam und sich suchen umblickte.
Als sie Peter sah, steuerte sie sofort auf ihn zu.
„Sind Sie Peter“
„Ja, der bin ich. Wie gehts Sandra“?
Mit einem Lächeln antortet die Schwester „Sie fragt dauernd nach Ihnen und möchte Sie gern sehen. Können Sie sie ein bisschen trösten? Mir scheint, sie ist völlig durcheinander! Vermutlich war der Schlag auf den Kopf doch etwas heftiger. Aber kommen Sie bitte mit“!
Peter hing seinen Gedanken nach unt trottete brav hinter der Schwester her. Vor Sandras Zimmertüre blieb die Schwester unvermittelt stehen und Peter prallte beinahe in sie hinein. Sie merkt das natürlich, dreht sich um und mit einem Lächeln im Gesicht sagt sie „Na na na! Nicht so eilig! Alles kommt gut! Machen Sie sich keine Gedanken“ und öffnet ihm die Zimmertüre.
Ohne auch hineizukommen, schliesst sie dir Türe wieder und Peter ist alleine im Zimmer von Sandra.
Wie ein häufchen Elend liegt sie da. Die Decke bis unter die Nase hochgezogen und das Gesicht völlig verheult.
„Hallo Sandra“ sagt Peter etwas schüchtern. „Wie gehts Dir“?
Es wird ihm bewusst, dass er Sandra die ganze Zeit mit dem Vornamen angesprochen hat. „Darf ich überhaupt Du sagen“?
In Sandras rotgeweinten Augen rührt sich nichts. Peter meint, er sehe nur leere darin.
Stille.
Nur langsam kommt Bewegung in Sandra. Unendlich langsam zieht sie die Decke vom Gesicht. Voller Angst kommen die ersten Worte über ihre Lippen. „Wer weiss davon? Was hast Du den Leuten gesagt“?
Peter schaut Sandra an und nähert sich langsam dem Bett. Davor steht ein Stuhl, auf den er sich setzt. Er nimmt Sandras Hand. Sie wehrt sich nicht. Es scheint aber, dass sie ob dieser Geste verkrampft. Sofort lässt er sie wieder los und steht wieder auf.
Er macht einen Schritt zurück und schaut Sandra immer noch an.
„Alles gut Sandra. Niemand weiss etwas und das bleibt auch so! Das verspreche ich Dir! Ich habe gesagt, Du seist auf dem Boden ausgerutscht und auf den Kopf gefallen“.
Peter macht ein kleine Pause und lässt seine Worte wirken.
„Lass mich jetzt bitte ausreden Sandra. Erzähl mir bitte, was Dir da passiert und wer so mit Dir umgeht. Ich werde alles dafür tun, um Dir zu helfen und versuchen, das Problem zu lösen. Aber dazu musst Du mir ein bisschen vertrauen und mich an Dich ran lassen“.
Sandras Augen weiten sich und es kommt tatsächlich ein Lachen aus ihrem Mund. Na ja, lachen kann man das nicht nennen! Eher so etwas wie ein hysterischer Lachversuch. „Dich an mich ran lassen“? wederholt sie meine Worte.
Jetzt schnalle ich es auch und will eine Erklärung starten, aber Sandra winkt ab: „Ich habs kapiert“!
Ihr Gesicht formt sich tatsächlich zu einem Lächeln. „Danke Peter“!
Und mit diesen Worten schläft sie ein. Von einem Moment auf den andern! Es scheint so, als wenn ihr ein Gebirge vom Herzen gefallen wäre.
Das nächste was Peter spürt, ist sein Nacken der schmerzt und eine Stimme die seinen Namen flüstert. Er sitzt auf dem Stuhl und sein Kopf liegt auf Sandras Bett.
„Peter“ Wieder leise und wie von weit her. „Peter“.......
Eine Hand streichelt über seinen Kopf. „Peter“ .....
Er versucht langsam sich aufzurichten, was jedoch angesichts seiner verkrampften Position gar nicht so einfach ist.
„Na“? Er schaut in Sandras Gesicht. Ihre Augen sind nicht mehr so leer wie vorher. Die Tränen sind weg und die Spuren davon sieht man nicht mehr. „Schlafmütze“! Kommt aus Sandras Mund. Viel lockerer! Sie tönt wieder angenehmer. Ein Blick aus dem Fenster sagt Peter dass er lange geschlafen hat. Draussen ist es dunkel!
„Uuuhhhhhh.....“ Ächzend richtet er sich auf und hört dazu einen Spruch der sich so anhört wie „in diesem Alter sollte man sich anständig ins Bett legen“ ..... und erneut ein Lächeln.....
Er kann es sich nicht verkneifen und erwiedert „Da kümmert man sich um diese Schachtel und als Dank bekommt man Spott und Hohn“!
„Ich geb Dir gleich Schachtel“! Er sieht wie Sandra ihre Hand zur Faust ballt und versucht ihr auszuweichen. Mit mässigem Erfolg. Aber beide müssen lachen! ‚Fühlt sich gut an‘, denkt sich Peter.
Irgendwie ist das Eis zwischen ihnen beiden geschmolzen!
Peter merkt, wie Sandra etwas lockerer wird und ihre Laune sich hebt.
„Währen Du geschlafen hast, konnte ich mich mit Hilfe der Schwester ein wenig zurecht machen. Nun fühle ich mich ein bisschen besser. Danke dass Du hier bist Peter“!
Die Schmerzen im Nacken sind wie weggefegt! Ihre Stimme ist warm und angenehm. Peter glaubt, dass Sandra es ernst meint damit.
„Du siehst auch wieder besser aus als am Nachmittag! Und; Bitte gern geschehen! Es war für mich klar dass ich hier bei Dir bleibe und auf Dich acht gebe“!
Nun kommen sie langsam ins Gespräch. Es scheint so, dass Sandra ein wenig Vertrauen zu Peter aufgebaut hat. Obwohl es ihn brennend interessiert, was da mit Sandra läuft und was geschehen ist, hält er sich zurück und lässt sie einfach reden.
So erfährt er einiges von ihr. Aber vorerst mehr aus der beruflichen Perspektive. Über ihre Ausbildung hin, bis zu ihrem jetzigen Job. Das Private lässt sie dabei geschickt aus.
Auch Peter erzählt ihr von sich. Er spricht jedoch auch über sein Privatleben. Nicht viel, aber sie kann sie einen guten Eindruck davon machen.
Als sie ihn nach einer Frau oder Freundin fragt, weiss er, dass er auf gutem Weg ist. Einfach so hat sie nicht speziell dieses Thema angeschnitten.
Also erzählt er ihr von seiner extrem eifersüchtigen Frau, die ihn wegen nichts verlassen hat und sich in die Arme eines jüngeren geschmissen hat. Und von seiner Tochter Claudia, die nur 4 Jahre jünger ist als sie. Claudia hat immer zu ihm gehalten, ist bei ihm geblieben, hat eine gute Ausbildung bei der Bank gemacht und hat seit einigen Monaten eine eigene kleine Wohnung, die nur zwei Steinwürfe weit von seiner Wohnung ist.
Als Peter wieder zu Sandra schaut, ist diese eingeschlafen. Er kann jedoch ein feines Lächeln auf ihren Lippen erkennen.
Er beschliesst, nach Hause zu gehen.
Als er vorsichtig die Türe schliesst und sich umdreht, kommt die Schwester aus ihrem Stationszimmer.
„Wo wollen Sie denn hin Peter? ...... Oh entschuldigung, ich bin Beate....“.
„Freut mich, Beate. Danke für Ihre Hilfe bei Sandra. Eigentlich möchte ich nach Hause und ins Bett. Es ist spät und ich bin müde. Das Nickerchen vorhin hat mir nicht sonderlich gut getan und ich sehne mich nach meinem Bett“.
„Nein Peter, das müssen Sie nicht! Sie können das Bett nebenan nehmen“!
Peter schaut sie überrascht an.
Bevor er jedoch etwas sagen kann, kommt ihm Beate zuvor. „Ich habe das mit der Chefärztin abgesprochen. Ich habe ich gesagt, dass Sie unheimlich beruhigend auf Sandra wirken und ihr gut tun. Da hat sie bewilligt, dass Sie eine Nacht hier bei Sandra bleiben können“.
Sie schaut mich irgendwie hoffnungsvoll an und wird dabei leicht rot im Gesicht.
Nur kurz muss ich überlegen und stimme dann dem Vorschlag zu.
Wenn gewünscht, gibt es die Fortsetzung...........
5年前