Sonntagsspaziergang (2) - ein netter Setter

Ein netter Setter …
​ "Dem Hunde, wenn er gut gezogen,
Wird selbst ein weiser Mann gewogen." -
Faust I, Vers 1174 f. / Wagner


Ich sah ihr feines Lächeln schon aus einigen Meter Entfernung, wie sie zuerst auf mich hinblickte und dann ein wenig verträumt und nachdenklich Dante anstarrte, den ich an der Leine führte. Der Hund meiner Eltern, den ich an diesem Wochenende zur Betreuung bei mir hatte. Ein Hund, so wie immer alle Hunde bei uns gewesen waren, als wären sie immer noch ein und derselbe, so wie wir uns an all die anderen dabei sehr gerne zurück erinnerten, selbst wenn diese schon in den ewigen Jagd- und Bellgründen wandelten. Ein Setter, genau ge­nom­men ein Red Irish Setter mit diesem wun­der­bar rotbraun glän­zenden Fell, ordentlich gebürstet und sich offenbar seiner Ästhetik, seiner Schönheit und vor allem der form­vollendeten Bewe­gung bei jedem Schritt und Tritt bewusst. Und dann dieser Blick, die dunklen Augen und die sofortige brave Sitzhaltung, die er einnahm und sie brav und zurückhaltend betrachtete – da mussten ja wahrlich die Herzen schmelzen, wenn man eine Hundeliebhaberin war.
Offenbar kamen Erinnerungen in ihr auf, die sie aber noch nicht bereit war, mit mir zu teilen, dann aber schien sie sich ein Herz zu fassen und blickte ganz normal und ein wenig verträumt wirkend auf den folgsamen jungen Hund hin, ehe sie kurzen Augenkontakt mit mir aufnahm.
»Für mich sind diese Hunde die schönsten der Welt!«
Ich nickte ihr letztendlich, wenn auch nicht direkter Besitzer des Hundes, ein wenig geschmeichelt zu und konnte ihr nur recht geben.
»Oh ja, das stimmt. Auch wir lieben Setter über alles!«
Zu diesem Zeitpunkt hätte ich vielleicht schon ein wenig präzi­sie­ren müssen, was denn unter »wir« gemeint war, aber das schien sie gar nicht so sehr zu interessieren. Denn sie stimmte meiner Antwort mit einem weiteren Nicken und einem breiten Lächeln ganz eindeutig zu, sofortige Sympathie damit ausstrahlend.
Ich konnte sie somit ein wenig mehr mustern. Da stand eine ältere reife Frau vor mir, die sich recht gut gehalten hatte, um es so zu nen­nen. Sie schien vielleicht sogar an die 60 Jahre zu sein, durchaus schlank, aber nicht dürr und eher sogar hochgewachsen. Denn wenn ich meine fast zwei Meter bedachte, da musste sie nicht ihren Kopf extrem in den Nacken werfen, um zu mir hinauf zu blicken. Also tipp­te ich bei ihr auf fast 180, was als durchaus respektabel zu be­zeich­nen war.
Und eines fiel mir vor allem auf an ihr, nein es waren sogar zwei Dinge: Das waren ihre roten Lippen, dich mich sofort auf gewisse Ideen zu denken verleiteten. Und dann waren es diese zwei wun­der­baren Brüste die sich sehr und einer Einladung gleich kommend in ihren Pullover hinein drückten. Aber ob diese echt oder aber die Wirkungen eines BHs ergaben, war ich mir im ersten Moment nicht so sicher . Dann aber fand ich ein wenig später diese feinen und doch deutlichen Andeutungen von zwei kleinen Spitzen auf dem Rund ihrer vollen Hügel, sodass ich mit gewisser Zufriedenheit in mich hinein schmunzeln musste. Hübsche volle und geile Brüste, konnte ich nur denken, noch sehr darauf bedacht, dass sie solch einen Ge­dan­ken­gang in mir nicht nachvollziehen konnte. Denn schon in den ersten Minuten bei einem harmlosen Spaziergang an so etwas zu denken, das schien ihr gegenüber einfach nicht fair und angebracht zu sein. Bei ihr galt ganz sicherlich nicht die Devise von wegen all­seits bereit, außerdem trug sie offenbar einen Ehering und hatte sich keinesfalls die Mühe gemacht, diesen zu verbergen. Also war sie eben, aus welchem Grund auch immer, alleine unterwegs.
Ich konnte keinen recht triftigen Grund anführen, aber die rüstige Frau gefiel mir von Anfang an. Was auch immer das bedeuten moch­te, denn es war ein absolut harmloses Gespräch, das wir beide führ­ten. Und primär drehte es sich dabei ja um unseren Familien­hund einem jungen Setter, den ich gerne eine Woche lang zur Betreu­ung übernommen hatte, so wie ich ja auch auf das Anwesen meiner Eltern aufpasste. Ein wunderbar gelegenes Haus im Wienerwald, knapp außerhalb der Großstadt, sodass es für mich wie ein kleiner Herbst­urlaub war, in dem ich Homeoffice betreiben konnte. Und meine Eltern, die waren, Corona hin und her – oder erst recht des­we­gen vielleicht sogar – nach Kreta geflogen. Einsame Strände und noch sehr warme Sonne, ebensolches Meer, das zum Baden einlud. Aber recht anders war es ja hier bei uns an diesem Sonntag auch nicht. Zwar nicht Strand, aber verlockend wärmende Sonne, sodass jegliche Lang­armkleidung zum Schwitzen anregte. Und was die Einsamkeit betraf, so hatte ich im wahrsten Sinn des Wortes eines sturmfreie Bude, ohne diese Situation aber bislang ausgenutzt zu haben. Und diesbezügliche Pläne hatte ich auch nicht unbedingt, selbst wenn mir genau jener Zustand in eben jenem Moment einfiel – ganz so als wäre es schon eine Vorahnung von Möglichkeiten, an die meine Begleitung ganz sicher nicht dachte. Aber dass sie in diesen Überlegungen eine Hauptrolle zu spielen begann, verstand sich von selbst.
Ich nannte sie deswegen einfach Begleitung, weil es sich offenbar ergab, dass wir das gleiche Ziel der Wanderung hatten. Und was sprach denn da­ge­gen, dann auch den gleichen Weg eben gemeinsam zu beschreiten.
»Also – wir beide, Dante und ich, haben vor, in die Waldschenke zu spazieren und dort dann eine kleine Pause einzulegen und uns wohl auch ein wenig laben!«, kündigte ich unseren Plan an.
»Gute Idee – das passt ja genau mit meinen Plänen überein … also wenn ich denn nicht störe, dann … gehen wir doch gemeinsam!«
»Aber gerne!«, stimmte ich ihr zu, denn was sprach denn wirklich dagegen. Sie wirkte erfreut und den bisherigen Wege waren Dante und ich fast die ganze Strecke gelaufen, sodass ich kein Problem da­mit hatte, nun einen Gang zurückzuschalten.
»Tante? Also ein Weibchen?«
»Tante? Oh nein, Dante, also Dante Alighieri zu Ehren, selbst wenn das potentiell als zweifelhaftes Lob und Gedächtnis angesehen wer­den mag. Also ein Er, ein Rüde, noch keine zwei Jahre alt!«
»Na da gibt es ja im nächsten Jahr dann einen sehr runden Ehren­tag zu feiern!«, zeigte sie erfreuliches literarisches Wissen, was den To­destag des großen Dichters in Ravenna vor dann genau 700 Jahren betraf.
»Auf dass er Ihnen eben mehr Komödie bringen möge, göttliche obendrein noch, als eher höllische Abenteuer«, spielte sie auf Alighieris be­rühmtestes Hauptwerk, die göttliche Komödie, la divina commedia, an. Alleine deswegen, weil es ja viele Szenen mit Vergil und seiner Aeneis beinhaltete, hatte ich das Werk vor einiger Zeit im Rahmen des Literaturstudiums sogar im Original zu lesen begonnen. Ein wahres Meister­werk, musste ich neidlos anerkennen, das viele künstlerische Bereiche über Jahrhunderte hinweg beeinflusst hatte.
»Ja, absolut – und dass uns die Reise nur nicht ins Inferno, sondern am Purgatorium vorbei, hin zum Paradiso führen möge!«, erwiderte ich, ohne zu dem Zeitpunkt noch jene Bilder in mir zu haben, die gute zwei Stunden später sicherlich dazu angebracht waren. Dass wir uns eher sündiger denn heiliger sodann bewegen und vor allem inein­ander verschmelzen würden, das stand hier noch keinesfalls zur Diskussion. Vielleicht aber schwebten solche Szenen schon ein klein wenig wie unser vor­bestimmtes Geschick über uns. Der Schatten einer Vorahnung, sozusagen, den ich innerlich zu verspüren ge­dachte, auch wenn ich all das als reinen Firlefanz abtat. Ich dachte nicht sonderlich darüber nach, aber gewiss war ich ihr auch sym­pathisch, nicht nur des Setters wegen. Denn sonst hätte sie ja gar nicht danach getrachtet, dass wir bereits unser Spa­zierwege vereinten – und das eben zu einem Zeitpunkt wo von einer anderen weit innige­ren Vereinigung wohl gar nicht die Rede sein konnte. Oder dachte sie auch an solche Vorstufen der Möglichkeit?
Ganz sicher sah ich nicht darin so etwas wie einen Freibrief, dass sie deswegen mit mir ging und damit die generelle Erlaubnis für spätere gar so geile Aktivitäten ausgestellt erhalten hatte. Es war ein­fach noch keine Thematik, die angesprochen werden konnte zu die­sem Zeitpunkt. Und selbst eine Andeutung in jene Richtung hin wäre schon zu viel und vor allem unbegründet gewesen.
Obwohl … und das musste ich mir mittlerweile schon das eine oder andere Mal denken, selbst wenn es keinen Anlass dafür gab, solche verkappt erotischen Gedanken zu hegen: Schöne Brüste!
Oh ja, besser gesagt sogar: Geile Titten hatte sie allemal – und die würde ich einfach schon gerne berühren und massieren und kneten und liebkosen. Und wenn sich die Gelegenheit gäbe, dann würde ich sie schon gerne schaukeln und pendeln sehen in eben jenen gemein­samen Aktionen, an die kei­nesfalls zu diesem Zeitpunkt zu denken war.

Und wenn dem so war, dann müssten wir ja im Purgatorium vor allem auf der siebente Terrasse wandeln: Dort, wo die Wollüstigen gereinigt werden, indem sie in einer riesigen Flammenwand brennen. Hier sollten ja die sexuellen Ausschweifungen, welche die Liebe der Sünder von Gott ablenkt, überwunden werden, fiel mir das Gleichnis wohl aus gutem Grunde ein. Zumindest meine Gedanken hätten dort wie Zunder zu ganz besonderen Feuersbrunsten beigetragen, war ich mir sicher. Aber ich behielt den Vergleich und die Anspielung für mich und auch meine zu dem Zeitpunkt noch unbegründete Schluss­folgerung, dass sie so ein kleines Fegefeuer auf jeden Fall aber schon wert wäre.
Und ich freute mich bereits jetzt auf den ersten Schluck Sturm, um sie auch damit noch mehr innerlich lockern werden zu lassen. Und dann mal sehen, ob sie sich mir gegenüber wie eine engelhafte Beatrice verhalten würde, hin am Weg zum Höhepunkt, ins Paradies hin wandelnd.

* * * * * * * * * *
Dante schien sehr wohl zu fühlen, dass hier etwas in der Luft lag, was ihm offenbar durchaus gefiel. Sicherlich war es das Herz der Frau, das ihm ganz eindeutig zuflog, sodass er sich von seiner besten Seite zeigen wollte. Prinzipiell war er auch so ein recht gut erzogener Hund, der am liebsten lange Strecken Gassi ging und noch lieber dabei lief – immerhin hatte er ja doppelt so viel Beine wie ich und beste Ausdauer und Sprintfähigkeit ohnedies. Und mir schadete es keinesfalls, mich fit zu halten, sodass wir durchaus zwei oder drei Stunden unterwegs war, über Stock und Stein auf den vielfältigen Wanderwegen im Wienerwald uns herum treibend.
Mein Setter setzte sich brav hin und sah zu ihr hoch, das Maul leicht geöffnet und die Zunge ein wenig heraus hechelnd, weil ihm von unserem Lauf über quer durch Wiesen und Wälder auch durchaus heiß geworden war. Dass er zusätzlich den gar so typischen Setterblick dabei aufsetzte, verstand sich von selbst. Das tat er wohl automatisch und ohne Berechnung, dass er mir dabei helfen würde, jemanden um den Finger zu wickeln.
»Bei dem Blick … da muss man ja … schwach werden!«, stellte sie prompt fest und ihre Augen glänzten dabei, weil wohl ganz besondere Erinnerungen in ihr wach wurden.
»Naja – Dante weiß schon, was er bei schönen Damen erreichen kann und will!«
»So so … so einer also ...«, hob sie im Spaß mahnend den Zeige­finger und näherte dann ihre Hand dem Kopf des Hundes, der ihre Bewegung sehr genau beobachtete. Vielleicht war ihr ja gar nicht aufgefallen, dass ich Dante am und hinterm Ohr kraulte, was ihm immer ganz besonders zusagte.
Ganz sanft, ganz vorsichtig und beinahe wie unabsichtlich, so geschah es, dass ihr Finger sich mit meinem am Kopf des braven Setters traf. Vielleicht ging es ihr in eben jenem Moment ganz ähnlich wie mir, dass sie fühlte, wie diese Wärme und wohl auch dieses Verlangen und zugleich diese Leichtigkeit des Seins sich in mir breit machte und in sie überfloss. Ganz so, wie ich den Eindruck hatte, als würde sie mir ein gar nicht stark verschlüsseltes Signal senden, das von Sehnsucht sprach, von Begehren und der Lust nach Lusterfül­lung. Mag sein, dass ich genau das in diese erste Berührung hatte hinein denken und interpretieren wollen, aber ihr Finger schien sich ganz vorsichtig und gefühlvoll an meinen anzupassen, den sogar unmerklich zu streicheln. Und so wie sie vorgab, den braven Setter zu streicheln und ein wenig auf der Kopfhaut zu kraulen, so band sie meinen Finger in diese Bewegung und Liebkosung mit ein. Ich atmete tief ein, tat dabei so als wäre das alles noch der scharfen Gangart von vorhin geschul­det und sah aus den Augenwinkeln auf die dun­kel­blonde Frau herab. Wenn das nicht Signale waren, die ich als eine Art von erotischen Hilferuf oder aber wenigstens starke Andeutung zu ver­stehen begann, was dann, tobte es in mir. Und zugleich schwirrte diese Groteske in meinen Gedanken, dass ich wohl meine eigene Lust und Begehren in sie hinein interpretieren wollte und genau deswegen mich zurück halten sollte mit meinen Avancen.
Mehr noch schien Dante Eindruck schinden zu wollen, indem er nun eine Pfote leicht anhob.
»Ah – sehr gut erzogen, er weiß also, was sich gehört!«, blickte sie mir das erste Mal nun seit der Berührung unserer Finger direkt in die Augen. Ich hielt ihrem Blick stand und lächelte zurück, ein klein wenig peinlich nur deswegen berührt, weil es einen sehr typischen Grund für einen Rüden gab, wenn dieser die Pfote nur ein wenig anhob. Vielleicht hatte meine Begleiterin es nicht gesehen oder sie hatte bis jetzt nur weibliche Hunde besessen. Aber das, was Dante hier in aller Freude und Begeisterung machte, war wahrlich nicht, daran zu denken, ihr seine Pfote zu reichen, sondern vorher sich zu­mindest zu kratzen, um die höflichere Ausdrucksform für seine Befriedigung zu formulieren.
Defacto musste man es sehr drastischer beschreiben – er holte sich mit dem besten und größten Vergnügen einen herunter, während er sie treuherzig und voller Begeisterung betrachtete. Ihre sportlichen Schuhe, dann eine Art von Strumpf, vielleicht sogar zu warm für den sonnigen Tag. Ihren sportlichen Rock, der sehr genau mit dem Knie abschloss und dann einen Pullover, der wohl auch bald zu warm werden würde, wenn wir auch nur annähernd in jenem Tempo gin­gen, wie es der Hund von mir gewohnt war. Stramme Beine, schlanke Schenkel, einen runden Po, von dem ich schon ahnte, wie sie ihn titulieren würde – als zu groß und rund. Aber genau das waren meine Präferenzen, die sie mir schon aus den Augen hätte ablesen können, wenn sie mich durchschauen wollte.
»Na – er reicht mir ja doch die Hand!«, lachte sie mich an und ergriff nun seine Pfote, die er ihr mit noch weiter geöffnetem Maul anbot.
»Ein echter Gentleman, dieser Dante!«, ergänzte sie, ergriff ihn und tätschelte sein Fell, sodass er freudig aufsprang und sich sodann an sie anschmiegte, den kleinen Raum zwischen uns beiden einneh­mend.
Ein echter Gentleman – nun ja, konnte ich ein Grinsen kaum ver­meiden, ohne aber den direkten Grund ihr zu verraten. Da holt er sich vorher einen runter, sieht dir dabei in die Augen und denkt sich vielleicht sogar das gleiche wie ich … und dann gibt er dir genau jene Hand, mit der er Hand angelegt hat … nun denn, fürwahr ein netter Setter. Und wie der Herr, so‘s G‘scherr, hieß es doch.
Mag sein, dass sie es wirklich nicht gesehen hatte, aber darauf konnte ich keine Anspielung machen, ohne mit Anlauf in ein Fett­näpf­chen zu treten.
»Offenbar mag er Sie, ganz unbestritten«, brachte ich eine weitaus neutralere Formulierung an.
Sie nickte und sah ihn nachdenklich an, dann auch mich, ohne aber eine Frage oder potentielle Bitte zu formulieren. Wiederum wirkte dieser verträumte Blick auf mich wie sanfter Rückenwind und ganz so als würde gerade Dante mir den Schlüssel für ihr Herz bringen. Sie wirkte ein wenig traurig und vor allem nachdenklich, melancholisch besser gesagt. Nach außen hin strahlend und glücklich, aber dann, diese wenigen Sekunden immer wieder, da konnte ich schon erahnen, dass etwas nicht so lief, wie sie es erhoffte.
»Wollen Sie ihn … halten, an der Leine führen?«
Beinahe zuckte die blonde Frau zusammen, keinesfalls aber weil sie überrascht oder aber mit einer falschen Frage konfrontiert worden war. Und mit »ihn« hatte ich doch natürlich Dante gemeint...
»Ja … schon eine Zeitlang her … aber … wenn er zieht und ich die Leine … fallen lasse?«
»Ah – klar, kein Problem!«, hatte ich auch schon eine Lösung parat und schlüpfte rasch aus meinem Rucksack, dessen Reißverschluss ich sodann zielgerichtet aufzurrte und eine spezielle Leine herauszog.
»Ich habe auch einen – Bauchgurt … den verwende ich mit ihm beim Laufen. Dann habe ich auch die Hände frei.«
»Ah – ja … ich sehe, gute Idee ...«, meinte sie, während ich den Gurt zu öffnen begann, der ja auf meine Größe eingestellt war, vor allem eben den Bauumfang betreffend. Und da war sie, für eine Frau absolut normal, um vieles schlanker als ich, selbst wenn kaum Fett an meinen Hüften zu messen gewesen wäre. Zwar war ich nicht stolzer Be­sitzer eines Sixpacks, aber regelmäßiges Lauf- und Mountainbike­training, die dienten schon dazu, mein ganz eigenes »mens sana in corpore« zu erhal­ten.
»Aber den müssen wir um Ihre Wespentaille noch anpassen!«
Sie lachte hell auf. »Wie bitte … Wespentaille, dass ich nicht lache! Ich bin ja nicht die Sissi mit ihren angeblich 49!« Vom speziellen Hungerwahn der früheren Kaiserin hatte ich schon so manches ge­hört, wie auch ihre Haarpflege fast einen ganz Tag lang dauerte, da war es wohl nicht sehr verwunderlich, wenn einem als Kaiser dann vor lauter Magersucht der Appetit auf so manches oder gar alles ver­ging.
»Na ja – wir können ja nachmessen!«, deute ich an und murmelte ein »90-60-90« vor mich hin, sie dabei keinesfalls wirklich berührend, sehr wohl aber mit den Augen so ausmessend, dass sie den Druck der optischen Berührung bei­nahe wohl fühlen musste.
»Sie … also … junger Mann, Sie sind mir aber einer!«, ermahnte sie mich wieder im Scherz mit dem Zeigefinger, nur um damit eine wei­tere Reaktion von Dante zu erreichen. Ein dumpfes Grollen, keines­falls aber ein bedrohliches und auch kein Bellen, sondern das waren immer seine Geräusche, die er von sich gab, wenn er über etwas ganz besonders erfreut war.
»Also Dante stimmt mir zu, ganz offensichtlich, oder?«
Erneut grollte Dante auf freundliche Art und Weise und legte sich in Erwartungshaltung vor sie hin.
»Also darf ich – Moment bitte, dann eben den Gurt befestigen«, näherte ich mir nun ihrer Hüfte und war knapp davor, sie dadurch in gewisser Hinsicht zu umarmen, ohne sie dabei aber natürlich an mich heran zu drücken oder an meinen Körper pressen.
»Ja, aber … einen Moment doch noch!«, warf sie ein und ich er­war­tete mir schon einen Rückzug, war dann aber umso über­raschter, als ich zu erkennen begann, was sie denn meinte und vorhatte.
»Darf ich denn meinen Pullover in ihrem Rucksack verstauen?«
Ich konnte kaum noch ein Wort über meine Lippen bringen, derart trieb es mir meinen Mund vor Staunen auf. Auch wenn es wohl das einfachste und natürlichste auf der Welt war, einen Pullover auszu­ziehen, so war dennoch hinter dieser Bewegung eine Aktion ver­bor­gen, als wäre diese schon längst die Vorstufe zu einem Strip, den sie vor mir hinlegen wollte. Natürlich war es harmlos, was ich zu Gesicht bekam, auch wenn sie für die eine Sekunde gar nicht sehen konnte, wie sehr sich meine Augen auf ihrem T-Shirt und vor allem den Kon­turen darunter verzehrten.
Mit diesem für Frauen so typischen Kreuzgriff, wie sie ihren Pullover am unteren Saum an­fass­te und so­dann über ihre Brüste hin­weg hob, gewährte sie mir den Ein­blick auf ihre weiße Haut, ihren Nabel, wie sich der Saum des Shirt anhob. Und dann ihre wunderbar fest erscheinenden Brüste, mit Sicherheit von einem Sport-BH ge­halten, wie ich mit kennerhaftem Blick sehr schnell erfasste. Keines­falls war ihr Leibchen dünn oder gar durchsichtig, aber die Konturen drückten sich als zwei wohlgeformte Halbkugeln in den Stoff. Und auf diese feinen kleinen Hügelchen schienen sanfte Spitzen darauf­ge­setzt zu sein, ein breites und zustimmendes Lächeln auf meine Lip­pen zaubernd. Wie gut konnte ich mir doch vorstellen, wie diese dick und starr danach lechzten, von meinen Lippen, den Zähnen und der Zunge verwöhnt zu werden. Verrückt, an so etwas zu denken, musste ich mich inner­lich ermahnen, aber die Bilder drängen sich wie na­tür­lich und selbst­ver­ständlich in meine Gedanken auf.
Sodann erfolgte ein Strecken ihrer Hände, wobei auch ihre Brüste weiter hinaus gedrückt wurden, sich mir in dieser natürlichen Bewe­gung beinahe anboten. Ich musste mich schon ziemlich beherr­schen, nicht dem natürlichen Drang zu fol­gen, und meine Hände darüber zu legen, so wie sie sich mir durch diese Bewegung offerierte. Oder so wie ich ihre Ent­kleidungsszene inter­pretieren wollte, dass da auch dieses Locken und beginnende Ver­führung dahinter steckte und von ihr durchaus mit Absicht in jene Richtung hin ausgelöst wurde, wie ich diese harmlose Szene wohl aufzufassen gedachte. Sie hätte sich ja umdrehen und mir den Rücken zuwenden können, rechtfertigte ich all meine Mutmaßungen. Dann aber hätte ich wohl vor allem die Rundungen ihres Hinterns sehr intensiv mit meinen Augen vermes­sen und ebenfalls für sehr begehrenswert erachtet.
»Aber klar, gern, Platz haben wir genug da drinnen!«, nahm ich ihren Pullover entgegen, faltete diesen ordentlich, wohl um zusätzlich positiven Eindruck bei ihr zu schinden und verstaute ihn in meinen Rucksack.
»Dann legen wir also den Gurt an!«, schlug ich vor und sie positionierte sich vor mir entsprechend hin, die Beine ein wenig breit stellend und die Arme hochhebend.
Dass der Gurt, weil auf meine Größe eingestellt, viel zu weit war, verstand sich von selbst, also musste er angepasst werden. Natürlich hätte ich dies auch so machen können, ohne den Umfang direkt an ihrem Körper anzumessen. Ich hätte ja auch schätzen können, aber weder sie noch ich schienen einen Einwand finden zu wollen, dass dies erneut einen Grund darstellte, sie zu berühren. Und sei es um ihren Bauch herum, ihre Hüfte gerade mal, wie ich den Karabiner­ver­schluss öffnete und das breite Gummiband um sie herum legte und damit Maß nahm.
Mindestens 20cm mehr betrug mein Umfang, ohne den aber je aus­gemessen zu haben, was angesichts von Größe und Muskelmasse aber nicht sehr verwunderlich war. Also musste ich den Gummizug entsprechend und viel enger zusammenziehen, all das aber, während das breite Band über ihrem T-Shirt auf ihrem straffen Bauch anlag. Es fiel schwer, nicht wenigstens mit einem Finger sie ganz vorsichtig und wie nebenbei zu streicheln und eben aus anderen Gründen be­rüh­ren, als die Befestigung des Gurts. Und ich fühlte ihr Beben, wie sie angespannt war und vielleicht sogar aufgeschrien hätte, wenn sie meine Finger auf ihrer Haut am Bauch oder am verlängerten Rücken fühlte. Dann erst zupfte sie das T-Shirt zurecht, sodass der Gurt nicht auf der Haut aufliegen sollte und auch ihren reizvollen Nabel wiederum zudeckte.
»Na, ich hatte recht – Wespentaille … da muss ich schon fast bis zum letzten Loch runterschieben ...«, sprach ich vor mich hin, wäh­rend ich an der Schnalle des Gürtels und der Öse hantierte, ohne der Aussage eine besondere oder aber vor allem zweideutige Bedeu­tung zuzu­messen. Die entsprechende Anspielung wurde mir mit beinahe hochrotem Kopf erst in dem Moment bewusst, wo die Worte schon längst meine Lippen ver­las­sen hatten. Von wegen letztes Loch – keine Frage, ich musste den Gür­tel wirklich auf den engst möglichen, kleinst möglichen Umfang stellen und an eine andere freche Andeu­tung hatte ich wirklich nicht gedacht.
»Wespentaille – tzz tzzz! Nochmals, Sie … Schmeichler. Oder wollen Sie eine alte Dame denn gar verspotten?«
»Aber, aber gnädige Frau, das wissen Sie doch ganz genau. Also meine Mutter hat immer gesagt, dass man nicht schwindeln soll. Und drum kann ich es ja ganz einfach sagen: Das mit der Taille stimmt und Ihre ganze Figur ist sehr … beeindruckend und attraktiv! Und alte Dame – das … das hab ich jetzt einfach überhört!«
»Junger Mann … Sie .. flirten leicht gar mit mir?« - offenbar brachte sie die Aussage als Scherz angedacht, sie lief aber dabei selbst dunkelrot an, weil ihr wohl in eben jenem Moment auch bewusst wur­de, dass sie doch genau dasselbe mit mir die ganze Zeit längst zu tun begonnen hatte. Ein Scherzen und zumindest die Vorstufe eines Flirts – wohl einfach deswegen, weil wir einander vom ersten Blick an gut leiden konnten. Das mochte jetzt durch die Gemeinsamkeit der Tierliebe und vor allem der gleichen Rasse gefördert sein, aber es war offenkundig, dass wir auf einer sehr gleichen Wellenlänge unsere harmonischen Schwingungen aussendeten und auch empfanden. Und meine Anten­nen waren längst ausgefahren, und die eine wohl auch ein klein wenig, selbst wenn das knapp an der Grenze der Pein­lichkeit war, so sie diese etwas intensivere Beule in meiner Hose ge­merkt hätte.
Wir sahen einander kurz und verhalten in die Augen, brachen dann in ein Lachen aus. Und als ob Dante zu erahnen schien, um was es denn gehen könnte, so tat er das seine dazu und lief hocherfreut zwei Mal um uns herum, die Leine damit um unsere Körper wickelnd und uns aneinander fesselnd.
Wir beide taumelten und es ging gar nicht anders, als sich gegen-seitig anzupressen, abzustützen und intensiv aneinander drücken, die Beine so weit zu grätschen, auf dass wir nicht auf der Stelle von dem stürmischen Hund umgeworfen wurden.
»Dante … du Teufel … was machst du denn da!«, mahnte ich den begeistert neben uns wiederum Platz nehmenden Hund, der so treu und mit hängender Zunge hechelnd zu uns herauf sah, dass man ihm ohnedies unter keinen Umständen hätte böse sein können. Wir beide atmeten tief und konnte ein lautes Losprusten gerade noch vermei­den, so grotesk aneinander gefesselt, wie wir in dem Moment waren. Und wenn wir uns nicht gegenseitig intensiv gehalten und gestützt hätten, so wären wir auch umgefallen.
»Wie … Susi und Strolchi ...«, meinte sie und ihr Gesicht tauchte so nahe bei meinem auf, dass ich mir in dem Moment nicht sicher war, ob sie einen Kuss erwartete. Meinte sie deswegen Susi und Strolchi, weil das Saugen am gemeinsamen Spaghetti in der gar so bekannten Szene letztlich zu einem Kuss führte.
Oder aber verwechselte sie das mit meiner Vermutung eines anderen Zeichentrickfilms, an den ich angesichts der Szene mit der Hundeleine erinnert wurde.
»101 Dalmatiner ...«, stammelte ich und fühlte ihre Nähe, wie sie sich jetzt noch enger an mich heran presste, mich umarmte, ja sogar ihren Kopf hob und ihre Lippen schürzte.
»Ja … und beide Szenen … führen … zu einem Kuss!«
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