[Story] Unterschiede ziehen sich an.
Wir lernen in unserem Leben hunderte, wenn nicht sogar tausende Menschen kennen. Die meisten davon vergessen wir relativ schnell wieder, zu anderen bauen wir nur eine rudimentäre platonische Beziehung auf. Nur die wenigsten Personen schaffen es wirklich in den Kreis der Bekanntschaften, noch weniger in den der Freundschaften. Die Menschen, die wir lieben, können die meisten wohl an ihren Händen abzählen.
Und dann gibt es die, die man nie so wirklich einzuordnen weiß.
Mercedes war für mich eine dieser Kontakte.
Ich hatte sie vor einigen Jahren über Social Media kennengelernt. Nichts außergewöhnliches, man hatte mal ‘nen Beitrag gelesen, fand den gut, hatte kommentiert, sich etwas mit dem Profil auseinandergesetzt.
Lange Zeit blieb auch nur dieser lose Kontakt zwischen uns, bis sie irgendwann einen wirklich ernsten Beitrag schrieb. Offenbar war sie kurz davor, aus ihrer Wohnung zu fliegen und suchte um Rat.
Seit ich mich entsinnen kann, habe ich immer versucht, anderen irgendwie zu helfen, also begab ich mich in die Spur, suchte einige Foren auf, die sich mit dem Thema befassten und fand schließlich auch eine zufriedenstellende Antwort für Mercedes.
Sie bedankte sich, danach hörte ich einige Tage nichts von ihr.
Eines morgens dann hatte ich eine Privatnachricht von ihr im Postfach. Sie bat mich erneut um Hilfe, diesmal bei der Formulierung eines Schreibens. Und, hell yeah, wenn ich eine Sache konnte, dann war es schreiben!
"Du rettest mir echt den Arsch", bedankte sie sich und schloss den Satz mit einem Kuss-Emoji ab.
Dies war der Tag, an dem Mercedes - Mercy, wie ich sie nun nennen durfte - und ich anfingen, häufiger miteinander zu agieren.
Wir schrieben in den DMs weiter, nicht täglich aber ab und an, und kommentierten einander häufiger unsere Beiträge.
Wir bauten so etwas wie eine Freundschaft zueinander auf.
Bis zu jenem Tag, an dem Mercys Profil plötzlich gelöscht war. Von heute auf morgen, ohne auch nur einen einzigen Kommentar dazu.
Ich war verwirrt, enttäuscht, ja regelrecht verletzt. Klar, es war ihr gutes Recht sich jederzeit aus Social Media zurückzuziehen, ich hätte es ja sogar verstanden, wenn sie mir gesagt hätte, dass das mit unserer Freundschaft nicht klappt - aber, scheiße noch eins, so komplett ohne Kommentar zu verschwinden, das tat weh.
Ein halbes Jahr strich ins Land, da kam mir plötzlich ein Profil unter die Augen, welches meine Aufmerksamkeit erregte.
Schmucklos, kaum Beiträge, außer ein paar Verlinkungen zu einer Soundcloud, deren Namen ich wiedererkannte: Es war Mercys Benutzername!
Ich klickte auf die Links und landete auf einer Seite, auf der Menschen ihre selbstproduzierte Musik hochladen können. Und tatsächlich hatte Mercy hier ein Profil und der letzte Upload erfolgte erst vor drei Tagen.
Gut, sagte ich mir, anscheinend lebte sie zumindest noch.
Dann schloss ich die Seite wieder. Sie hatte wohl ihre Gründe zu gehen, redete ich mir ein. Sei nicht der Creep, der ihre Profile stalkt, um den Kontakt wieder aufzunehmen, sagte ich mir.
Und natürlich war ich am Tag darauf genau der Creep.
"Hey Mercy", fing ich den Kommentar unter ihrem neusten Track an, "erinnerst du dich an mich? Du warst plötzlich weg, ich hab mir Sorgen gemacht. Freut mich zu sehen, dass es dir anscheinend gut geht. Wenn du noch Lust auf Kontakt hast, meld dich einfach. Ansonsten viel Spaß hier."
In dem Moment, in dem ich auf Absenden drückte, bereute ich es auch schon wieder, aber Kommentare, die unangemeldete Gäste geschrieben hatten, konnte man natürlich auch nicht mehr löschen - hätte ich auch selbst draufkommen können.
Eine Woche verging, bis ich unerwarteterweise eine Email von Mercy erhielt.
"OMfG! Es tut mir soooo leid, dass ich einfach so verschwunden bin. Ist so viel scheiße auf der Seite passiert, ich konnte das keine Minute länger dort aushalten. Sorry, dass ich nichts gesagt habe, das Löschen war ne Schutzreaktion, da hab ich an niemand anderen mehr gedacht. Tut mir echt echt leid!
Kannst du mir verzeihen? Hier hast du meine Handynummer. Können gerne per Whats App schreiben. Dann kann ich dir auch erklären, was da abging."
Ich speicherte mir Mercys Nummer und schrieb sie direkt an. "Hey. Danke für deine Nummer."
Ihre Antwort kam nur wenige Sekunden danach in Form eines Lach-Emoji.
"Also, ich bin ganz Ohr. Wer hat dir das Leben zur Hölle gemacht?", fragte ich direkt.
"Das ist ne lange Story. Darf ich dir ne Sprachnachricht schicken?"
"Klar, kein Thema."
Kurz herrschte Pause, dann stand wieder, dass sie schrieb. "Aber bitte sei nicht verwundert, ja?"
Ich antwortete mit einem Schulterzuck-Emoji und einem "passt schon".
Über vier Minuten war die Nachricht lang, die Mercy mir schickte.
Die ersten Worte waren sehr ruhig, vorsichtig und wirkten irgendwie unecht, als würde sie die Stimme merkwürdig verstellen.
Nach zwei Sätzen ertönte ein tiefes Seufzen. "Ach, das bringt doch so nichts", erklang sie nun deutlich lauter - und um einiges tiefer als erwartet. "Ja gut, vielleicht merkst du schon, warum ich etwas unsicher bin. Meine Stimme passt bestimmt nicht zu dem Bild, dass du von mir im Kopf hast."
Hatte sie nicht unrecht, musste ich zugeben. Alles was ich von ihr wusste, war, dass sie sehr dünn war und lange, rot gelockte Haare hatte, denn das einzige Foto, dass sie je von sich hochgeladen hatte, war eines ihres frisch frisierten Hinterkopfs.
Mercy entschuldigte sich in ihrer Nachricht ein paar Mal für die Unannehmlichkeiten, die sie mir angeblich bereitet hatte, wichtig empfand ich jedoch einen der späteren Sätze:
"Für meine Familie und mein Umfeld hier bin ich eben noch nicht Mercedes und das ist mir damals zum Verhängnis geworden. Ein paar Wichser aus meiner alten Schule haben mein Profil gefunden und fingen daraufhin an, mich zu bedrohen. Dann musste ich einfach weg."
"Verstehe", schrieb ich ihr zurück, dann entschied ich mich, ebenfalls eine Sprachnachricht zu schicken: "Also zuallererst, du meintest, ich soll dich Mercy nennen, also bist du für mich Mercy. Punkt aus. Und was deine Familie und Bekannten angeht … joa, kann mir irgendwie vorstellen, dass das Scheiße ist. Also nee, eigentlich kann ich's mir nicht vorstellen, hab ähnliches noch nie erlebt und werd's vermutlich auch nie. Aber zumindest erahnen kann ich es. Als ich mich vor meiner Familie geoutet hab, war das auch schon mega stressig."
"Oh du bist schwul? Wusste ich gar nicht", schrieb Mercy zurück.
"Nee, bi, pan. Whatever. Ich mach mir halt nicht viel aus Geschlechtervorstellungen, solang ich ne Person hübsch finde."
Mercy antwortete mit einem Smiley. "Das ist ne schöne Einstellung."
Ab diesem Tag schrieben wir zwei regelmäßiger, häufiger und auch intimer. Wir gingen nicht zu sehr in Details, irgendwie sprang dieser Funke nie so wirklich über, dennoch war es jedes Mal ein kleines Abenteuer, wenn Mercy ein wenig flirty unterwegs war.
Und dann war sie wieder verschwunden.
Ebenso wie beim letzten Mal von heute auf morgen war Whats App gelöscht. SMS und Anrufe gingen durch, ich bekam jedoch nie eine Reaktion.
Und ich ärgerte mich richtig. Wieso ließ ich mich emotional auch jedes Mal wieder auf sowas ein? Ich mochte Mercy, mochte sie wirklich. Aber so langsam kamen die Zweifel in mir auf, dass sie wirklich die war, die sie vorgab zu sein.
Es wäre nicht das erste Mal, dass man mich auf diese Weise verarschte - und ich hatte nicht vor, mich zu sehr in diese Sache hineinzusteigern.
Eine Woche nach ihrem Verschwinden löschte ich ihre Nummer und versuchte sie zu vergessen.
Es vergingen wieder einige Wochen, da schrieb sie mich unter einer neuen Nummer an.
"Hey sorry, einer dieser Wichser hat mein Handy geschrottet … es tut mir echt leid. Ich hoffe, du bist mir nicht böse."
Was sollte ich sagen? Ich war wütend, ich war sehr oft sehr wütend. Aber eigentlich war meine Wut nur viel Rauch um nichts. Und so schmolz ich direkt mit der ersten Nachricht dahin.
"Alles cool. Hoffe, dir geht's gut?"
"Hmm na ja", kam zurück. "Viel Scheiße passiert. Können wir telefonieren?"
Ich rief sie an. Ihre Stimme klang mittlerweile etwas heller. Anscheinend hatte sie ein wenig geübt. "Schön, dich zu hören. Dachte nicht, dass du mir noch ne Chance gibst."
Ich seufzte. "Ich auch nicht. Aber ich hab dich gerne. Scheinbar reicht das, um mich rumzukriegen."
Mercy lachte leise. Es wurde aber durch eine unüberhörbare Anspannung übertönt. "Ey der Wichser, ne? Der hat in meinen Schuppen eingebrochen und meinen Roller geklaut, als ich ihn zur Rede stellen wollte und er ihn mir wiedergeben wollte, haben er und seine Kumpels mich zusammengedroschen und …"
Sie hörte auf zu reden.
"Ach du scheiße…", schluckte ich. "Geht's dir gut? Hast du die Polizei eingeschaltet?"
"Ja, na ja ich hab überlebt, ne?", lachte sie trocken und überging die zweite Frage. "Bin jetzt zu meiner Tante gezogen. Weit weg von den Wichsern. Von allem, was mich da angekotzt hat."
"Das ist gut. Ein Neuanfang ist nie verkehrt. Und deine Tante …"
"Nennt mich Mercedes."
Ich lächelte. "Das ist gut."
"Ja, muss zugeben da hat meine Cousine ihr ordentlich den Kopf gewaschen. Sie war die einzige in meiner Familie, die das mit mir wusste."
"Gut, dass du da wenigstens etwas Rückhalt hast."
"Vor allem hab ich jetzt Köln und Bonn direkt vor der Nase. Endlich mal große Städte, in denen man nicht alleine ist."
Ich horchte auf. "Oh hey, in Köln war ich letzte Woche erst für die Arbeit."
"Wow, ehrlich? Wie weit ist das denn weg?"
"Na ja so etwas über ne Stunde. Wenn ich schnell bin. Sonst so anderthalb."
"Das ist ja echt nicht die Welt." Ich konnte eine gewisse Neugier in ihrer Stimme vernehmen - und musste zugeben, dass auch mir die Info gut gefiel. Ich wusste, dass sie zuvor in irgendeinem kleinen Kaff in Mecklenburg-Vorpommern wohnte, zu weit weg, um sich einfach mal so zu besuchen. Jetzt schien das alles aber weitaus weniger kompliziert.
"Wenn ich das nächste Mal da unten bin, sag ich dir einfach mal bescheid. Vielleicht können wir ja mal nen Kaffee zusammen trinken gehen."
"Fragst du mich gerade nach 'nem Date?" Eine schelmische Freude war in ihrer Stimme zu hören.
"Wenn du so fragst, wieso denn nicht?", antwortete ich.
"Na dann hoffe ich, dass du bald mal wieder in meiner Gegend bist."
Ich grinste und nickte, wohl wissend, dass sie es nicht sehen konnte. "Ich sag dir bescheid."
Es sollte noch fast ein Jahr dauern.
Ich muss dazu sagen, ich hatte kein Auto. Also, schon, jedoch keinen Privatwagen. Ich brauchte in der Großstadt einfach kein eigenes Fahrzeug und gegen kleine Erledigungen wie einkaufen oder Arztbesuche sagte mein Arbeitgeber auch nichts, wenn ich den Firmenwagen nutzte.
Aber eben mal 150 Kilometer zu nem Date fahren fände er sicher nicht ganz so lustig.
Und ja, ich hätte natürlich den Zug nehmen oder mir ein Auto mieten können, aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir immer wieder gesagt, es müsste doch bald mal wieder soweit sein. Die Monate davor war ich mindestens alle drei bis vier Wochen in Düsseldorf, Köln oder Bonn. Und nun? Plötzlich schienen sämtliche unserer Kunden in den Norden zu expandieren.
Ich muss dazu aber auch erwähnen, dass das Verhältnis zu Mercy im Anschluss an unser Telefonat auch immer wieder zu wanken begann.
Je mehr ich sie kennenlernte, umso mehr merkte ich, dass wir auf einer bestimmten zwischenmenschlichen Ebene einfach nicht gut harmonierten.
Unsere Hobbys hätten nicht unterschiedlicher sein können. Sie interessierte sich für Autos und Motorräder, ich absolut gar nicht, ich stand total auf Filme und Comics, sie hatte damit überhaupt keine Berührungspunkte. Auch musikalisch konnten wir verschiedener nicht sein. Ich hörte leidenschaftlich gerne Metal, sie hörte und produzierte Techno und House - unsere jeweils geliebte Musik klang in den Ohren der jeweils anderen Person einfach nur nach Krach.
Dazu kam, dass wir die meisten Tage über nur ein bis zwei Nachrichten austauschen konnten, da unsere Tagesrhythmen komplett gegensätzlich waren. Ich stand für gewöhnlich auf, wenn sie sich gerade zur Ruhe gelegt hatte. Das lag unter anderem daran, dass sie arbeitslos war und durch ihre Musik sehr viele Kontakte zu anderen Musizierenden in den USA geknüpft hatte.
Dazu kam, dass sie kiffte und auch der ein oder anderen Partydroge nicht abgeneigt war - ich hingegen konnte damit absolut gar nichts anfangen.
So sank auf Dauer die Motivation, meinen Vorschlag in die Tat umzusetzen - bis ich eines Tages beruflich doch wieder in der Ecke unterwegs war.
Es war früher Herbst und noch relativ warm. Ich hatte in Köln einen Kundentermin um 8 Uhr morgens und musste entsprechend kurz nach 6 außer Haus.
"Guten Morgen, wäre ungefähr gegen 12 in Köln mit meinem Termin durch. Wollen wir gemeinsam Mittagessen?", schrieb ich ihr in den Chat.
6 Uhr war immer eine der Uhrzeiten, wo man Mercy mit etwas Glück noch erreichen konnte. Auch dieses Mal antwortete sie schnell. "Oh das klingt toll! Aber ich hab keine Kohle mehr. Geht das auch bei mir im Ort?"
"Klar, wenn du mir deine Adresse oder nen Treffpunkt gibst."
Sie schrieb mir eine Adresse, ich checkte schnell wie lang ich von meinem Termin zu ihr bräuchte. Trotzdem nochmal ungefähr 40 Minuten. Na gut, dachte ich mir. Muss ich eben kreativ sein, was das Fahrtenbuch angeht.
"Ich melde mich, wenn mein Termin durch ist", schrieb ich mir und wünschte ihr einen angenehmen Schlaf.
Aus dem Mittagessen musste, wie sich schnell zeigte wohl ein Abendessen werden. Der Kunde hatte ganz spezielle Vorstellungen, die extra besprochen und durchgeführt werden mussten, wodurch der eigentlich für zwei, maximal drei Stunden ausgelegte Termin bis 16 Uhr dauerte und immer noch nicht alles geklärt wurde. Ich telefonierte mit meinem Chef, der mir sagte, ich solle mit in Köln ein Hotel oder ähnliches suchen und morgen den Kunden weiter betreuen. Das Geld dafür bekäme ich direkt überwiesen, sobald ich die Rechnung einreichte.
Das klang grandios. Ich könnte etliche Kilometer für das Fahrtenbuch sparen und hätte eine Erklärung, warum ich aus Köln raus musste.
Manchmal musste man einfach Glück haben.
Auch wenn ich Mercy ein wenig versetzen musste.
Kurz vor 18 Uhr stand ich an der Kreuzung, deren Adresse sie mir geschickt hatte. Es handelte sich um eine gemütliche Wohnsiedlung in einem Talkessel. Die vielen bunten Bäume erzeugten ein malerisches Bild.
Lediglich das knattern eines alten Motors störte die Harmonie.
Ich drehte mich um und sah eine schmale Gestalt auf einem klapprigen Moped den Berg hinauffahren. Das Gefährt ächzte aus jeder Schraube, aber es fuhr.
Mercedes stieg von ihrem Roller und nahm ihren Schutzhelm ab. Ein Lächeln huschte mir über die Lippen.
Sie war hübsch. Sehr weiche Gesichtszüge, freundliche grüne Augen, die rote, wallende Lockenmähne kannte ich ja bereits. Ihre Haut war von Sonnensprossen und ein paar Pickeln gesprenkelt, auf ihrem breiten Mund formte sich ein ebenso breites Lächeln.
"Mercy!", sagte ich fröhlich und öffnete die Arme zu einer Umarmung.
Sie zögerte kurz, erwiderte sie dann jedoch. "Schön, dass es doch noch geklappt hat."
"Ja, tut mir leid, dass du so lange warten musstest", entschuldigte ich mich, "Der Kunde war anstrengend. Ständig Sonderwünsche."
Sie winkte ab und lachte leicht. "Alles gut, konnt’ ich wenigstens ausschlafen."
"Also, was wollen wir essen?", fragte ich.
Zwangig Minuten später waren wir in die Innenstadt des Örtchens gelaufen und hatten uns in ein Burgerrestaurant gesetzt. Keine der großen Ketten, schon ein bisschen schnuckeliger.
"Ich hab schon ewig keinen Burger mehr gegessen!", jubelte Mercy, als das Essen kam.
Ich lachte. "Ich bin so viel im Auto unterwegs, ich ernähre mich viel zu oft von sowas. Hab sieben Kilo im letzten Jahr zugenommen deswegen." Ich griff an meinen Bauch und schüttelte ihn auf und ab. Ich würde mich persönlich nicht als dick bezeichnen, aber vom idealisierten Schauspielerstandard bin ich auch weit entfernt - auch wenn mir meine Exfreundin damals ständig sagte, ich sähe aus wie ein junger Viggo Mortensen. Konnte ich so zwar nie wirklich erkennen, aber vermutlich lag es an dem kräftigen Kinn, dass ich mittlerweile allerdings unter einem Musketierbart versteckte.
Mercy biss von ihrem Burger ab, kaute hinter und schüttelte dann den Kopf. "Siehst doch trotzdem chic aus. Weiß nicht, was du hast. Ich würde mich freuen, mal das ein oder andere Kilo draufzukriegen."
Ganz unrecht hatte sie nicht. Mercy war sehr dünn, das hatte ich schon gespürt, als ich sie umarmte. Ohne Jacke, nur in ihrem Shirt bekleidet, erkannte man es noch deutlicher.
Wieder biss sie in den Burger rein, man sah ihr deutlich an, dass sie es genoss. "Meine Tante ist Veganerin und ich hab kaum Budget um mir Nudeln mit Tomatensoße zu kochen. Also kein Wunder, dass ich 'n Strich in der Landschaft bin."
Wieder musste ich lachen. "Ich hab mal ‘n Jahr vegan gelebt. Tolle Erfahrung. Fühlte mich fit wie nie, hab aber trotzdem zugelegt ohne Ende."
"Du hast dich aber nicht nur ein Jahr von Pommes und Ketchup ernährt, oder?", scherzte sie.
Ich musste grinsen. "Nein, ab und gab’s auch vegane Mayonnaise."
Mercy verschluckte sich vor Lachen und spuckte etwas von ihrem Essen wieder hoch. "Sorry, sorry, sorry, sorry!"
"Alles gut", versicherte ich beruhigend. "Anscheinend findest du mich witzig, von daher kann ich dir das nicht krumm nehmen."
Nachdem sich Mercy wieder beruhigt hatte, aßen wir weiter. Ich bezahlte schließlich und wir standen auf.
"Und du musst dann wieder zwei Stunden zurückfahren?", fragte sie vorsichtig.
"Ach", fiel mir ein, "das hatte ich gar nicht erwähnt, oder? Ich muss morgen nochmal zu demselben Kunden. Soll mir ne Unterkunft suchen, Chef bezahlt."
Mercy legte den Kopf leicht schief. "Hast du schon was gebucht?"
Ich verneinte.
Sie lächelte. "Magst du bei uns schlafen?"
Erstaunt sah ich sie an. "Du meinst bei deiner Tante und dir?"
Mercy nickte. "Meine Tante ist bei ihrem Macker. Die wird heute nicht mehr nach Hause kommen, also ist mehr als genug Platz."
"Klingt fabelhaft", gab ich zu und musste ebenfalls lächeln. "Vor allem klingt es nach besserer Gesellschaft als Kabelfernsehen."
Wir gingen zurück in das Viertel, in dem wir uns vorhin trafen. Nur eine Straße weiter stand das Haus von Mercys Tante.
Haus war hier jedoch untertrieben. Es glich einer Villa. Zwei Stockwerke, sicherlich 200 Quadratmeter reine Wohnfläche. Pro Etage. "Hart, das kommt jetzt überraschend."
Mercy nickte. "Mein Onkel war Kunsthändler. Hat 'n ordentliches Vermögen springen lassen, als er hopps gegangen ist."
Ich sah Mercy mit einem fragenden Gesichtsausdruck an. Sie schüttelte den Kopf. "Nah, er war n Arschloch. Darum ist meine Cousine auch ausgezogen, als sie 16 war."
"Gut, aber wenn ich das so sehe, weiß ich auf jeden Fall, warum du vom Amt nichts bekommst."
Mercy lachte trocken. "Ja und bis auf das schmale Taschengeld von meiner Tante und die paar Euro, die ich durch die Verkäufe meiner Tracks bekomme, sieht es für mich auch düster aus."
"Kein Glück mit Arbeit?", fragte ich vorsichtig.
Mercy zuckte mit den Schultern. "Hab mir die Finger wund geschrieben an Bewerbungen. Aber niemand will jemanden wie mich. Viel zu viel Umstellung, heißt es immer wieder." Sie seufzte. "Wie auch immer, wollen wir weiter draußen rumstehen, oder soll ich dir das Haus zeigen?"
Das Haus von Mercys Tante war in einem merkwürdigen und dennoch irgendwie passenden Stilmix aus Antiquariat und Moderne eingerichtet. Vermutlich trafen hier die Geschmäcker ihres Onkels und seiner Tante aufeinander.
Nach den ersten eher fragwürdigen Eindrücken begann ich aber bald ein gewisses System in der Einrichtung zu erkennen und je länger ich die Möbel betrachtete, umso stimmiger fand ich das Zusammenspiel.
Mercy zog mich mit ins Obergeschoss in einen Raum am Ende des Ganges. Bevor sie die Tür öffnete, deutete sie mit dem Finger auf verschiedene Türen. "Das da ist das Badezimmer, daneben die Toilette. Ja getrennte Räume. So machen das Bonzen anscheinend. Da hinten ist das alte Atelier meines Onkels, betreten verboten, die Tür ist das Schlafzimmer meiner Tante, auch besser vermeiden reinzugehen, und das hier ist mein Zimmer, beziehunsgseise das alte Zimmer meiner Cousine. Aber jetzt halt meins."
Sie redete schnell und wirkte ein nervös. Ich ging nicht direkt darauf ein, wartete, dass sie die Tür öffnete.
Mercys Zimmer erinnerte ein wenig an mein Jugendzimmer bei meinen Eltern. Möbel, die vor zehn Jahren modern waren und nun ein wenig aus der Zeit gefallen schienen, ein großer Schreibtisch mit noch größerem Computerbildschirm, Poster an der Wand. Allerdings keine Filmplakate wie bei mir, sondern Pin Ups.
Mein Auge fiel auf eine schwarze Frau mit unfassbar ausladendem Hintern.
Mercy sah meinen Blick. "Toll, nicht?" Ich nickte. "Eines meiner großen Vorbilder."
Ich sah sie an. "Sie ist trans?"
Mercy bestätigte mit einem Grinsen. "Merkt man gar nicht, oder?"
"Nicht mal in tausend Jahren."
Auf einmal wandelte sich ihr Gesichtsausdruck. "Aber das wird unerreichbar für mich bleiben. Sie hat bereits in der Kindheit ihre Hormonbehandlung angefangen. Ich bin 24 und hab noch nicht mal The****uten gefunden."
Ich legte eine Hand auf Mercys Schulter und sah sie mit einem zuversichtlichen Blick an. "Das wird schon noch. Komm’ hier erstmal richtig zur Ruhe, dann kannst du auch nach sowas schauen. Davon abgesehen bist du doch auch so schon super hübsch, selbst ohne Hormone."
Mercy errötete und legte ihren Kopf an meine Schulter. "Dankeschön. Das hat schon lange niemand mehr gesagt."
Nach dieser Unterhaltung war Mercy wieder deutlich fröhlicher unterwegs. Sie zeigte mir, wie sie Musik an ihrem PC mit Mischpult bearbeitete, wie daraus ein Song entstand (den ich zugegeben immer noch fürchterlich fand, aber das Handwerk selbst war faszinierend), zeigte mir dann Fotos von ihrem Motorroller bevor und nachdem sie ihn repariert hatte (jeder Schrottplatz hätte das Ding abgelehnt, so kaputt war der) und schließlich entschieden wir uns den Abend mit einem Film ausklingen zu lassen.
Da Mercys Zimmer bis auf ihr Bett und ihren Schreibtischstuhl keine Sitzmöglichkeiten bot, setzten wir uns beide aufs Bett, sie ans Kopf, ich ans Fußende.
"Habt ihr hier eigentlich sowas wie n Gästezimmer?", fragte ich schließlich, als der Film schon ein paar Minuten lief.
"Im Lesezimmer unten ist ein ausklappbares Sofa, wieso?"
Ich lachte kurz humorlos auf. "Na ja, ich muss ja irgendwo schlafen."
"Oh." Mercy seufzte auf, es klang irgendwie nach Enttäuschung. "Natürlich."
Ich lächelte sie an, rückte ein kleines Stück näher. "Außer du magst das Bett mit mir teilen", lächelte ich.
Wieder färbte sich Mercys Gesicht wie eine Tomate. "Na ja, umso weniger muss ich morgen Spuren beseitigen und …"
Ich unterbrach sie durch mein Lachen. Nun verlor ich die letzten Hemmungen, griff ihre Schultern und zog sie an mich. Zusammen mit ihr ließ ich mich nach hinten in die Laken fallen.
Mercy quiekte kurz auf, fing dann aber zu kichern an. Sie legte ihre Arme um mich und atmete tief ein und aus. Ich streichelte ihr durch die rote Mähne, ihren gesamten Rücken hinab und schließlich wieder hinauf. Ihre letzte Anspannung löste sich durch meine Berührungen. Ich konnte fühlen, wie sie sich entspannte - und auch, wie ihr Blut in Wallungen geriet.
Ihr Schritt lag auf meinem rechten Oberschenkel, nur durch den dünnen Stoff ihrer Hose geschützt, darum konnte ich genau spüren, dass Mercy erregt war. Ich lachte kurz auf. "Ich find es übrigens auch schön."
Mercy zuckte auf und stieß sich in die Höhe. Ihr Kopf und ihr Haar hatten nun dieselbe Farbe.
"Sorry, tut mir leid. Das ist echt peinlich!" Mit einem Satz sprang sie auf und eilte zur Tür. "Ich muss eben aufs Klo, bin gleich wieder da!"
Ich wartete einige Augenblicke, dann stand auch ich auf und folgte Mercy in den Flur. Die Tür zur Toilette stand einen Spalt offen. Mercy stand mit dem Rücken zu mir an der Schüssel und versuchte offenbar zu pinkeln, dabei führte sie jedoch rege Selbstgespräche darüber, wie peinlich das alles sei.
Eine meiner besonderen Fähigkeiten - neben dem Schreiben - war es, mich trotz meiner Körpergröße erstaunlich leise zu bewegen. So schlich ich mich an Mercy heran, legte einen Arm um ihre Schultern und eine Hand an ihren Penis.
Mercy schrie auf, als ich sie berührte, war jedoch zu geschockt, um wirklich zu reagieren.
"Alles gut, ganz ruhig", sagte ich und küsste ihren Hinterkopf. Dabei fing meine Hand langsam ihren Schwanz an zu wichsen.
Mercy stöhnte und entspannte sich ein wenig.
"Ich wollte nicht …", fing sie an, atmete dann jedoch tief durch. Ich spürte ihren Schwanz in meiner Hand allmählich wachsen. "Ich will nicht, dass du mich für so ein Mädchen hältst. Wirklich nicht. Ich bin so eigentlich nicht."
Immer noch wuchs ihr Penis in meinen Händen. Ich schaute über ihre Schulter herunter und erstaunte, wie groß er war. Länger als meiner! Okay, nicht so dick, aber gute Güte - was für ein Gerät für eine so zierliche Person!
"Ich weiß, dass du nicht so bist", sagte ich beruhigend, hörte aber nicht auf, sie mit der Hand zu befriedigen, "aber dass du auf diese Art auf mich reagierst, finde ich unglaublich charmant. Und sexy."
Mercy lachte kurz auf. Langsam löste sie sich aus ihrer Starre, ihr linker Arm hob sich und griff mir durch die brünetten Haare. "Wollen wir lieber wieder rüber gehen?"
Ich nickte und folgte ihr. Mercy pausierte den Film und legte sich aufs Bett. Sie wirkte steif - also ihre Körpersprache, ihr Penis ja sowieso -, nervös. Ich legte mich neben sie, ließ meine Finger über ihren Körper steifen. Die wenigen Stellen ihrer Haut, die nicht von Kleidung bedeckt waren, zeigten eine Gänsehaut.
"Darf ich dich was fragen?"
Mercy sah mich an, nickte.
"Bin ich dein erster?"
Sie zögerte mit der Antwort, schüttelte den Kopf, nickte, schüttelte wieder den Kopf. “Nein, ja. Also als Mercedes, ja. Damals …”, sie hielt kurz inne, ihre Augen trauten sich nicht, mich anzuschauen. “Ich war fünfzehn und nannte mich selbst noch nicht Mercedes. Da war in der Parallelklasse ein Mitschüler, von dem alle wussten, dass er schwul ist. Er hatte dieselbe einsame Ausstrahlung wie ich, darum dachte ich, wir gehörten irgendwie zusammen.”
“Ich höre da ein großes Aber?”
Mercy nickte seufzend. “Wir waren beide unerfahren und sexuelle Aufklärung abseits vom Babys machen war in unserer Schule auch nie wirklich Thema. Darum war mein erstes Mal …”
“Ein Desaster”, vollendete ich ihren Satz. Mercy bestätigte stumm. Ich nutzte diese Gelegenheit, um sie zu küssen. Sie erstarrte zuerst kurz, ging dann aber auf meine Berührungen ein. Ihre Lippen waren weich und warm, sie fühlten sich gut an. Meine Hand wanderte hinab zu ihrem Gemächt und fing wieder an, es zu streicheln. Als ich ihren Schwanz berührte, legte Mercy ihre Arme um mich und presste ihre Zunge gegen meine Lippen. Ich öffnete meinen Mund und begann, ihre Zunge mit meiner zu streicheln.
Ich konnte nach einiger Zeit etwas feuchtes an meiner Hand spüren. Mercys Schwanz hatte einen Lusttropfen abgesondert, welchen ich sogleich mit meiner Hand an ihrem Schaft verteilte. Auch ich konnte so langsam spüren, dass ich in Schwung kam.
Ich richtete mich ein wenig auf, zog Mercys Hose samt Slip komplett aus und begann dann, ihre Beine hinauf mit Küssen zu übersäen. Mercy drückte ihre Hände auf ihren Mund, als sie merkte, wohin mein Kopf nach und nach wanderte. Bald schon hatten meine Lippen ihren Intimbereich erreicht. Vorsichtig küsste ich ihren Schwanz, schielte sie dabei an und lächelte ihr zu. Sie schaute mich nervös, aber auch erregt an.
“Beschwer dich am Ende aber nicht”, lachte ich leise, “ich hab null Erfahrung damit, wie man ‘nen Blowjob gibt.”
Meine Zunge fing damit an, ihre Eichel zu umkreisen. Ihr Schwanz schmeckte nicht groß anders, als der Rest ihrer Haut. Durch den Lusttropfen war er ein wenig salziger, aber nicht unangenehm. Bisher hatte ich schon ein, zwei Mal mein eigenes Sperma probiert und fand das vom Aroma sogar etwas strenger. Anscheinend hatte eine fleischarme Ernährung doch positive Auswirkungen auf den Geschmack von Körpersäften.
Vorsichtig nahm ich ihre Eichel zwischen meine Lippen, baute ein wenig Unterdruck auf und glitt dann mit meinem Kopf nach und nach immer tiefer. Ich kam ungefähr bis zur Hälfte ihres Schwanzes, als es sich unangenehm in meiner Kehle anfühlte. Mercy hatte ihren Kopf in den Nacken gelegt. Ich wusste nicht, ob ich meine Sache richtig machte, aber sie schien es zu genießen, also war es wohl nicht allzu verkehrt.
Bald schon hatte ich den richtigen Punkt gefunden, bis zu dem ich ihren Schwanz in meinen Mund gleiten lassen konnte, ohne dass ich Würgen musste und legte Daumen und Zeigefinger darunter und wichste ihren Schaft zusätzlich zu meinen Kopfbewegungen.
Es dauerte nicht lange, bis es Mercy kam. Es gab lediglich ein kurzes “Oh Gott!”-Stöhnen als Vorwarnung, dann spürte ich ihr salziges Sperma im Mund. Es überraschte mich und so riss ich meinen Kopf nach oben und spuckte einen Großteil ihrer Ladung aus, dass diese über ihren Schritt verteilt wurde. Ich hustete, musste aber kurz darauf lachen.
“Tut mir Leid!” Mercy hatte ihre Hände auf ihre Augen gedrückt. Ihr schien die ganze Sache noch viel peinlicher zu sein als mir.
“Das nächste Mal, gib mir einfach ‘ne Sekunde eher bescheid!”, lachte ich, legte mich wieder neben sie und streichelte sie wieder.
Allmählich löste sich ihre Anspannung wieder. Sie sah mich an und lächelte schüchtern. “Das war schön.”
“Freut mich, dass es dir gefallen hat. War mir unsicher, ob ich das drauf hab. Hab sonst noch nie ‘nen anderen Penis außer meinen in der Nähe gehabt.”
“War auch für mich das erste Mal. Mein Ex hatte null Interesse an meinem Höhepunkt.”
“Hört man leider häufiger”, sagte ich. “Haben sich auch einige meiner Partnerinnen darüber beschwert, dass ihre Expartner nur an sich gedacht hatten. Ich bin der Meinung, wenn man schon Sex hat, sollten alle Beteiligten auf ihre Kosten kommen.”
“Hört hört, da spricht der Casanova”, scherzte Mercy.
Ich musste kichern. “Glaub mir, ich bin glaube gar nicht mal so erfolgreich, wie du vielleicht meinst. Das letzte Mal ist bei mir auch schon wieder über ein Jahr her.”
Nun grinste Mercy. “Dann wird es an der Zeit, dass wir das ändern, oder?”
“Wenn du es auch willst, nur zu gerne.”
Mercy stand auf und ging zur Tür. Ich sah ihr verwundert hinterher. Sie drehte sich zu mir um und lächelte. “Na ja, ich hole nur eben schnell etwas.”
Ich nickte, als sie den Raum verließ und nutzte die Zeit, mir meine Klamotten auszuziehen. Mein Schwanz zuckte bereits. Ich streichelte ihn ein wenig, um ihn wachsen zu lassen und platzierte mich dann in einer - meiner Meinung nach - erwartungsvollen sexy Pose auf dem Bett: ich saß, das eine Bein gestreckt, das andere angewinkelt, meinen Arm auf meinem Knie abgelegt. Mein Penis ragte steif in Richtung Decke.
Mercy kam etwa zwei Minuten später wieder ins Zimmer herein, eine Flasche in der einen und Kondome in der anderen Hand. Beim näheren Hinsehen erkannte ich, dass es sich bei der Flasche um Gleitmittel handelte. Definitiv nicht die verkehrteste Idee.
“Oh, da hat sich aber jemand vorbereitet”, lachte Mercy, als sie mich auf dem Bett sah.
Ich grinste zurück. “Ich dachte mir, ich versuch einfach Mal den Nackten Mann bei dir.”
Mercy schüttelte den Kopf, lachte aber. “Oh Gott nein, nicht dieser abgedroschene Witz.” Dann setzte sie sich zu mir aufs Bett und warf mir die Kondome zu. Ich riss eines auf und stülpte es mir über den Penis. In der Zwischenzeit hatte Mercy das Gleitmittel geöffnet und damit begonnen, ihr Loch damit einzureiben. Ich sah lustvoll zu, wie sie ihren Po fingerte und biss mir dabei auf der Unterlippe herum.
“Machst du dein Kondom auch noch etwas feucht? Sicher ist sicher.”
Ich nahm mir die Flasche, quetschte etwas Gel auf meine Hand und rieb damit meinen Schwanz ein. Mercy hatte sich mittlerweile auf alle Vier begeben und streckte mir ihren Hintern entgegen. Ihr Schwanz und ihr Hoden baumelte nach unten. Ich legte meine feuchte Hand an ihre Pobacken und massierte sie damit, bis ihre nackte, glatte Haut glänzte.
“Vorsichtig, ja?”
“Selbstverständlich”, versicherte ich ihr, als ich meinen Schwanz zwischen ihren Pobacken platzierte und ihn an ihrer Haut rieb. Nach einigen Augenblicken setzte ich dann meine Eichel an ihrem Schließmuskel an und bewegte meine Hüften langsam nach vorne. Mercy zischte, als ihr Anus meinem Druck nachgab und sich mein Penis langsam in ihr Loch schob.
“Alles in Ordnung?”, fragte ich sie.
Sie nickte. “Ja, geht schon. Ist ungewohnt, aber geht.”
Vorsichtig arbeitete ich mich nach vorne. Ihr Hintern fühlte sich gut an. Sehr eng, sehr warm. Genau so, wie ich es liebte, auch wenn das Kondom das Gefühl minimal verfälschte. Das Gleitmittel half hervorragend, den Widerstand zu reduzieren. Als ich bis zur Hälfte in ihr war, kamen wir noch einmal an eine besonders herausfordernde Stelle. Mein Penis war in der Mitte ein wenig breiter als an der Eichel und der Wurzel. Da ich ohnehin mit einem recht umfangreichen Schwanz gesegnet wurde, war dies auch bei ehemaligen Partnerinnen immer der Punkt, an denen das Eindringen komplizierter wurde.
So auch dieses Mal. Kurz vor dem Zenit meines Umfangs, stieß Mercy sich ein wenig von mir weg. “Uh, das war fies”, sagte sie verbissen.
“Sorry, ich war zu schnell”, gab ich zu.
“Gel bitte nochmal nach. Und vorsichtig bitte.”
Ich nickte und tat wie mir geheißen. Ich quetschte Gel aus der Flasche und rieb damit meinen Schwanz großzügig ein. Eine dünne Schicht Flüssigkeit glänzte auf dem Kondom.
“Bereit?”, fragte ich.
Mercy bestätigte, was ich zum Anlass nahm, mich langsam wieder nach vorn zu bewegen. Die ersten Zentimeter funktionierten problemlos, ich brauchte deutlich weniger Zeit und Kraft, um mich zu der Stelle vorzuarbeiten, an der wir soeben waren. Dann reduzierte ich mein Tempo sofort wieder und wurde wieder vorsichtiger. Die zusätzliche Portion Gleitmittel half aber gut, den Widerstand zu brechen. Zwar gab Mercy immer noch etwas angestrengte Geräusche von sich, doch sie schien zumindest keine großen Schmerzen mehr zu haben.
Wenige Augenblicke später hatte ich den Punkt überschritten, an dem mein Schwanz dicker wurde und der restliche Weg bis zur Wurzel war ein ******spiel. Meine Eier schlugen gegen die von Mercy und wir beide stöhnten erregt auf.
“Du bist drin?”, fragte sie erstaunt und lachte verwundert. “Was ist da passiert?”
“Kennst du das, wenn du am Tag zuvor besonders Ballaststoffreich gegessen hast und dann am Abend zu viel trinkst? Der nächste Morgen dann …”
“Alter!” Mercy drehte ihren Kopf zu mir und sah mich mit einem echauffierten Blick an. “Wie kannst du in so ‘nem Moment so ‘nen Vergleich bringen?!”
“Sorry, dachte Humor lockert dich ein wenig auf”, schmunzelte ich.
Mercy schnaubte missgünstig. “Nicht, wenn du gerade in die andere Richtung unterwegs bist!”
“Entschuldige, manchmal haben meine Witze ein echt schlechtes Timing.” Ich streichelte ihren Po und fing dann wieder an, mich zu bewegen.
Mercy stöhnte auf, dieses Mal jedoch ohne Schmerzen. “Ja, merk ich wohl. Halt einfach die Klappe und fick mich.”
Ich musste grinsen, als Mercy das sagte. Bis vorhin wirkte sie so schüchtern. Jetzt plötzlich hatte ich wohl ihre versaute Seite befreit. Das gefiel mir. Ich mochte es, wenn man die eigenen Verlangen direkt kommunizierte - vermutlich, weil ich immer dazu neigte, alles blumig zu umschreiben. Manchmal zogen sich Gegensätze also doch an.
Ihr Anus hatte sich mittlerweile an meinen Schwanz gewöhnt, meine Stöße konnte ich in immer rhythmischeren Frequenzen durchführen. Ich war in meinen Bewegungen immer noch vorsichtig, vor allem weil unsere Hoden immer wieder aneinander schlugen - und die sind nun mal bekannterweise empfindlicher, als man vermuten möchte - aber auch, um sie nicht direkt zu überfordern oder gar zu verletzen.
Mercy entspannte sich zunehmend und konnte sich mehr und mehr auf das Gefühl einlassen, von mir ausgefüllt zu sein. Während sie eine Hand noch nutzte, um sich abzustützen, griff sie mit der anderen zwischen ihre Beine und begann ihren Schwanz zu wichsen. Ihr lustvolles Stöhnen drang an meine Ohren und ermutigte mich, noch ein bisschen kräftiger zu stoßen.
Bald schon drückte sie sich jedoch nach vorn und sorgte dafür, dass ich aus ihr heraus rutschte. Sie drehte sich auf den Rücken und lächelte mich an, hob dann ihre Beine in die Luft und zog mit ihren beiden Händen ihre Pobacken auseinander.
Ich grinste und platzierte mich zwischen ihren Beinen und führte meinen Schwanz wieder in sie ein. Mercy schrie vor Lust. Ihre Beine legte ich auf meine Schultern, hielt mich an ihren Schienbeinen fest und stieß sie weiter. Ihr steifer Schwanz schwang mit jedem meiner Stöße vor und zurück und zog seine Aufmerksamkeit wie ein Hypnosependel auf mich.
Nach einigen Stößen ließ ich meine rechte Hand von ihrem Bein ab und griff nach ihrem Penis, begann ihn im selben Intervall zu wichsen, wie ich meine Hüften nach vorne schnellen ließ.
Mercy legte den Kopf in den Nacken, ihre Hände krallten sich ins Bettlaken. “Oh ja, das ist toll. Bitte mach weiter”, stöhnte sie.
Ich hatte auch nicht vor aufzuhören, sagte ich mir selbst, sprach es aber nicht aus. Stattdessen konzentrierte ich mich darauf, ihr und mir eine schöne Zeit zu bereiten.
Ihr Stöhnen war Musik in meinen Ohren. Es wurde mit jedem Stoß gefühlt fordernder, wilder, heißer. Aber nicht nur ihre Laute zeigten mir, dass sie es wirklich genoss. Ihr Schwanz war noch härter als vorhin, als ich ihn bließ. Ihr Schwanz glänzte vor Feuchtigkeit, teilweise durch das Gleitmittel, das ich noch an den Händen hatte, teils durch ihre Lusttropfen. Ich konnte das Pulsieren ihres Blutes in ihrem Schaft spüren.
“Oh fuck, ich komme gleich”, stöhnte sie laut auf.
Mein Griff um ihren Schwanz wurde härter. Da mir masturbieren nicht fremd war, wusste ich, wie viel Druck man aufbauen konnte, um einen Höhepunkt noch intensiver zu machen - zumindest ging ich davon aus, dass sie es ähnlich empfinden würde, wie ich.
Kurz bäumte Mercy sich auf, dann verkrampfte sich ihr Körper und mit einem lauten Stöhnen kam es ihr. Ihr Spedma flog im hohen Bogen und verteilte sich über Mercys Unterleib und ihrem Shirt. Ich ließ nicht von ihrem Schwanz ab, wichste ihn weiter und stieß nun selbst ohne weitere Vorsicht zu. Ihr Hintern nahm meine Stöße ohne Probleme auf. Immer und immer mehr kleine Tropfen traten aus ihrer Eichel hervor und verschmierten meine Hand.
Nur wenig später spürte auch ich, dass ich es nicht mehr lange halten konnte. Meine Stöße wurden langsamer, dafür umso kräftiger. Nur ein paar Augenblicke später schoss ein Gefühl von Erleichterung durch mich und ich entlud mich in ihr.
Als meine Bewegungen aufhörten, stöhnten Mercy und ich beide erregt, erleichtert und erschöpft. Ich grinste sie an, sie lächelte zurück. Ich zog meinen Schwanz aus ihr heraus und streifte das Kondom ab. In der Spitze hatte sich eine große Menge Sperma gesammelt. Sie kicherte, als sie es sah. “Wie lange hast du nicht abgespritzt?”
Ich überlegte kurz. “Donnerstag? Ja, ich glaube Donnerstag.”
Mercy sah mich an, den Kopf leicht schräg gelegt. “Und wann wusstest du, dass du heute hier her kommst?”
Ein Lächeln umspielte meine Lippen. “Donnerstag? Ja, ich glaube Donnerstag.”
Erst schüttelte Mercy den Kopf, dann fing sie an zu lachen. “Natürlich alles ganz zufällig, was?”
Ich zuckte mit den Schultern. “Ich dachte mir, es kann nicht schaden.”
Mercy richtete sich auf und stieg vom Bett. Das Kondom wickelte sie in Taschentücher und warf sie in den Mülleimer unter ihrem Schreibtisch. Dann ging sie zur Zimmertür und schaute mich an. “Kommst du mit duschen?”
Ich grinste und stand auf. Das Angebot nahm ich mit Freuden an.
Am nächsten morgen klingelte kurz vor fünf mein Wecker. Ich hatte vergessen ihn umzustellen.
“Musst du schon los?”, fragte Mercy, die neben mir lag.
Ich schüttelte den Kopf. “Eine Stunde habe ich noch.”
“Gut.” Eine Hand wanderte an meinen Schritt und streichelte meine Morgenlatte. “Ich denke nämlich, dass du mich noch ein bisschen müde machen müsstest.”
Ich kam übrigens zu spät zu meinem Kunden.
Aber das war es wert.
Und dann gibt es die, die man nie so wirklich einzuordnen weiß.
Mercedes war für mich eine dieser Kontakte.
Ich hatte sie vor einigen Jahren über Social Media kennengelernt. Nichts außergewöhnliches, man hatte mal ‘nen Beitrag gelesen, fand den gut, hatte kommentiert, sich etwas mit dem Profil auseinandergesetzt.
Lange Zeit blieb auch nur dieser lose Kontakt zwischen uns, bis sie irgendwann einen wirklich ernsten Beitrag schrieb. Offenbar war sie kurz davor, aus ihrer Wohnung zu fliegen und suchte um Rat.
Seit ich mich entsinnen kann, habe ich immer versucht, anderen irgendwie zu helfen, also begab ich mich in die Spur, suchte einige Foren auf, die sich mit dem Thema befassten und fand schließlich auch eine zufriedenstellende Antwort für Mercedes.
Sie bedankte sich, danach hörte ich einige Tage nichts von ihr.
Eines morgens dann hatte ich eine Privatnachricht von ihr im Postfach. Sie bat mich erneut um Hilfe, diesmal bei der Formulierung eines Schreibens. Und, hell yeah, wenn ich eine Sache konnte, dann war es schreiben!
"Du rettest mir echt den Arsch", bedankte sie sich und schloss den Satz mit einem Kuss-Emoji ab.
Dies war der Tag, an dem Mercedes - Mercy, wie ich sie nun nennen durfte - und ich anfingen, häufiger miteinander zu agieren.
Wir schrieben in den DMs weiter, nicht täglich aber ab und an, und kommentierten einander häufiger unsere Beiträge.
Wir bauten so etwas wie eine Freundschaft zueinander auf.
Bis zu jenem Tag, an dem Mercys Profil plötzlich gelöscht war. Von heute auf morgen, ohne auch nur einen einzigen Kommentar dazu.
Ich war verwirrt, enttäuscht, ja regelrecht verletzt. Klar, es war ihr gutes Recht sich jederzeit aus Social Media zurückzuziehen, ich hätte es ja sogar verstanden, wenn sie mir gesagt hätte, dass das mit unserer Freundschaft nicht klappt - aber, scheiße noch eins, so komplett ohne Kommentar zu verschwinden, das tat weh.
Ein halbes Jahr strich ins Land, da kam mir plötzlich ein Profil unter die Augen, welches meine Aufmerksamkeit erregte.
Schmucklos, kaum Beiträge, außer ein paar Verlinkungen zu einer Soundcloud, deren Namen ich wiedererkannte: Es war Mercys Benutzername!
Ich klickte auf die Links und landete auf einer Seite, auf der Menschen ihre selbstproduzierte Musik hochladen können. Und tatsächlich hatte Mercy hier ein Profil und der letzte Upload erfolgte erst vor drei Tagen.
Gut, sagte ich mir, anscheinend lebte sie zumindest noch.
Dann schloss ich die Seite wieder. Sie hatte wohl ihre Gründe zu gehen, redete ich mir ein. Sei nicht der Creep, der ihre Profile stalkt, um den Kontakt wieder aufzunehmen, sagte ich mir.
Und natürlich war ich am Tag darauf genau der Creep.
"Hey Mercy", fing ich den Kommentar unter ihrem neusten Track an, "erinnerst du dich an mich? Du warst plötzlich weg, ich hab mir Sorgen gemacht. Freut mich zu sehen, dass es dir anscheinend gut geht. Wenn du noch Lust auf Kontakt hast, meld dich einfach. Ansonsten viel Spaß hier."
In dem Moment, in dem ich auf Absenden drückte, bereute ich es auch schon wieder, aber Kommentare, die unangemeldete Gäste geschrieben hatten, konnte man natürlich auch nicht mehr löschen - hätte ich auch selbst draufkommen können.
Eine Woche verging, bis ich unerwarteterweise eine Email von Mercy erhielt.
"OMfG! Es tut mir soooo leid, dass ich einfach so verschwunden bin. Ist so viel scheiße auf der Seite passiert, ich konnte das keine Minute länger dort aushalten. Sorry, dass ich nichts gesagt habe, das Löschen war ne Schutzreaktion, da hab ich an niemand anderen mehr gedacht. Tut mir echt echt leid!
Kannst du mir verzeihen? Hier hast du meine Handynummer. Können gerne per Whats App schreiben. Dann kann ich dir auch erklären, was da abging."
Ich speicherte mir Mercys Nummer und schrieb sie direkt an. "Hey. Danke für deine Nummer."
Ihre Antwort kam nur wenige Sekunden danach in Form eines Lach-Emoji.
"Also, ich bin ganz Ohr. Wer hat dir das Leben zur Hölle gemacht?", fragte ich direkt.
"Das ist ne lange Story. Darf ich dir ne Sprachnachricht schicken?"
"Klar, kein Thema."
Kurz herrschte Pause, dann stand wieder, dass sie schrieb. "Aber bitte sei nicht verwundert, ja?"
Ich antwortete mit einem Schulterzuck-Emoji und einem "passt schon".
Über vier Minuten war die Nachricht lang, die Mercy mir schickte.
Die ersten Worte waren sehr ruhig, vorsichtig und wirkten irgendwie unecht, als würde sie die Stimme merkwürdig verstellen.
Nach zwei Sätzen ertönte ein tiefes Seufzen. "Ach, das bringt doch so nichts", erklang sie nun deutlich lauter - und um einiges tiefer als erwartet. "Ja gut, vielleicht merkst du schon, warum ich etwas unsicher bin. Meine Stimme passt bestimmt nicht zu dem Bild, dass du von mir im Kopf hast."
Hatte sie nicht unrecht, musste ich zugeben. Alles was ich von ihr wusste, war, dass sie sehr dünn war und lange, rot gelockte Haare hatte, denn das einzige Foto, dass sie je von sich hochgeladen hatte, war eines ihres frisch frisierten Hinterkopfs.
Mercy entschuldigte sich in ihrer Nachricht ein paar Mal für die Unannehmlichkeiten, die sie mir angeblich bereitet hatte, wichtig empfand ich jedoch einen der späteren Sätze:
"Für meine Familie und mein Umfeld hier bin ich eben noch nicht Mercedes und das ist mir damals zum Verhängnis geworden. Ein paar Wichser aus meiner alten Schule haben mein Profil gefunden und fingen daraufhin an, mich zu bedrohen. Dann musste ich einfach weg."
"Verstehe", schrieb ich ihr zurück, dann entschied ich mich, ebenfalls eine Sprachnachricht zu schicken: "Also zuallererst, du meintest, ich soll dich Mercy nennen, also bist du für mich Mercy. Punkt aus. Und was deine Familie und Bekannten angeht … joa, kann mir irgendwie vorstellen, dass das Scheiße ist. Also nee, eigentlich kann ich's mir nicht vorstellen, hab ähnliches noch nie erlebt und werd's vermutlich auch nie. Aber zumindest erahnen kann ich es. Als ich mich vor meiner Familie geoutet hab, war das auch schon mega stressig."
"Oh du bist schwul? Wusste ich gar nicht", schrieb Mercy zurück.
"Nee, bi, pan. Whatever. Ich mach mir halt nicht viel aus Geschlechtervorstellungen, solang ich ne Person hübsch finde."
Mercy antwortete mit einem Smiley. "Das ist ne schöne Einstellung."
Ab diesem Tag schrieben wir zwei regelmäßiger, häufiger und auch intimer. Wir gingen nicht zu sehr in Details, irgendwie sprang dieser Funke nie so wirklich über, dennoch war es jedes Mal ein kleines Abenteuer, wenn Mercy ein wenig flirty unterwegs war.
Und dann war sie wieder verschwunden.
Ebenso wie beim letzten Mal von heute auf morgen war Whats App gelöscht. SMS und Anrufe gingen durch, ich bekam jedoch nie eine Reaktion.
Und ich ärgerte mich richtig. Wieso ließ ich mich emotional auch jedes Mal wieder auf sowas ein? Ich mochte Mercy, mochte sie wirklich. Aber so langsam kamen die Zweifel in mir auf, dass sie wirklich die war, die sie vorgab zu sein.
Es wäre nicht das erste Mal, dass man mich auf diese Weise verarschte - und ich hatte nicht vor, mich zu sehr in diese Sache hineinzusteigern.
Eine Woche nach ihrem Verschwinden löschte ich ihre Nummer und versuchte sie zu vergessen.
Es vergingen wieder einige Wochen, da schrieb sie mich unter einer neuen Nummer an.
"Hey sorry, einer dieser Wichser hat mein Handy geschrottet … es tut mir echt leid. Ich hoffe, du bist mir nicht böse."
Was sollte ich sagen? Ich war wütend, ich war sehr oft sehr wütend. Aber eigentlich war meine Wut nur viel Rauch um nichts. Und so schmolz ich direkt mit der ersten Nachricht dahin.
"Alles cool. Hoffe, dir geht's gut?"
"Hmm na ja", kam zurück. "Viel Scheiße passiert. Können wir telefonieren?"
Ich rief sie an. Ihre Stimme klang mittlerweile etwas heller. Anscheinend hatte sie ein wenig geübt. "Schön, dich zu hören. Dachte nicht, dass du mir noch ne Chance gibst."
Ich seufzte. "Ich auch nicht. Aber ich hab dich gerne. Scheinbar reicht das, um mich rumzukriegen."
Mercy lachte leise. Es wurde aber durch eine unüberhörbare Anspannung übertönt. "Ey der Wichser, ne? Der hat in meinen Schuppen eingebrochen und meinen Roller geklaut, als ich ihn zur Rede stellen wollte und er ihn mir wiedergeben wollte, haben er und seine Kumpels mich zusammengedroschen und …"
Sie hörte auf zu reden.
"Ach du scheiße…", schluckte ich. "Geht's dir gut? Hast du die Polizei eingeschaltet?"
"Ja, na ja ich hab überlebt, ne?", lachte sie trocken und überging die zweite Frage. "Bin jetzt zu meiner Tante gezogen. Weit weg von den Wichsern. Von allem, was mich da angekotzt hat."
"Das ist gut. Ein Neuanfang ist nie verkehrt. Und deine Tante …"
"Nennt mich Mercedes."
Ich lächelte. "Das ist gut."
"Ja, muss zugeben da hat meine Cousine ihr ordentlich den Kopf gewaschen. Sie war die einzige in meiner Familie, die das mit mir wusste."
"Gut, dass du da wenigstens etwas Rückhalt hast."
"Vor allem hab ich jetzt Köln und Bonn direkt vor der Nase. Endlich mal große Städte, in denen man nicht alleine ist."
Ich horchte auf. "Oh hey, in Köln war ich letzte Woche erst für die Arbeit."
"Wow, ehrlich? Wie weit ist das denn weg?"
"Na ja so etwas über ne Stunde. Wenn ich schnell bin. Sonst so anderthalb."
"Das ist ja echt nicht die Welt." Ich konnte eine gewisse Neugier in ihrer Stimme vernehmen - und musste zugeben, dass auch mir die Info gut gefiel. Ich wusste, dass sie zuvor in irgendeinem kleinen Kaff in Mecklenburg-Vorpommern wohnte, zu weit weg, um sich einfach mal so zu besuchen. Jetzt schien das alles aber weitaus weniger kompliziert.
"Wenn ich das nächste Mal da unten bin, sag ich dir einfach mal bescheid. Vielleicht können wir ja mal nen Kaffee zusammen trinken gehen."
"Fragst du mich gerade nach 'nem Date?" Eine schelmische Freude war in ihrer Stimme zu hören.
"Wenn du so fragst, wieso denn nicht?", antwortete ich.
"Na dann hoffe ich, dass du bald mal wieder in meiner Gegend bist."
Ich grinste und nickte, wohl wissend, dass sie es nicht sehen konnte. "Ich sag dir bescheid."
Es sollte noch fast ein Jahr dauern.
Ich muss dazu sagen, ich hatte kein Auto. Also, schon, jedoch keinen Privatwagen. Ich brauchte in der Großstadt einfach kein eigenes Fahrzeug und gegen kleine Erledigungen wie einkaufen oder Arztbesuche sagte mein Arbeitgeber auch nichts, wenn ich den Firmenwagen nutzte.
Aber eben mal 150 Kilometer zu nem Date fahren fände er sicher nicht ganz so lustig.
Und ja, ich hätte natürlich den Zug nehmen oder mir ein Auto mieten können, aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir immer wieder gesagt, es müsste doch bald mal wieder soweit sein. Die Monate davor war ich mindestens alle drei bis vier Wochen in Düsseldorf, Köln oder Bonn. Und nun? Plötzlich schienen sämtliche unserer Kunden in den Norden zu expandieren.
Ich muss dazu aber auch erwähnen, dass das Verhältnis zu Mercy im Anschluss an unser Telefonat auch immer wieder zu wanken begann.
Je mehr ich sie kennenlernte, umso mehr merkte ich, dass wir auf einer bestimmten zwischenmenschlichen Ebene einfach nicht gut harmonierten.
Unsere Hobbys hätten nicht unterschiedlicher sein können. Sie interessierte sich für Autos und Motorräder, ich absolut gar nicht, ich stand total auf Filme und Comics, sie hatte damit überhaupt keine Berührungspunkte. Auch musikalisch konnten wir verschiedener nicht sein. Ich hörte leidenschaftlich gerne Metal, sie hörte und produzierte Techno und House - unsere jeweils geliebte Musik klang in den Ohren der jeweils anderen Person einfach nur nach Krach.
Dazu kam, dass wir die meisten Tage über nur ein bis zwei Nachrichten austauschen konnten, da unsere Tagesrhythmen komplett gegensätzlich waren. Ich stand für gewöhnlich auf, wenn sie sich gerade zur Ruhe gelegt hatte. Das lag unter anderem daran, dass sie arbeitslos war und durch ihre Musik sehr viele Kontakte zu anderen Musizierenden in den USA geknüpft hatte.
Dazu kam, dass sie kiffte und auch der ein oder anderen Partydroge nicht abgeneigt war - ich hingegen konnte damit absolut gar nichts anfangen.
So sank auf Dauer die Motivation, meinen Vorschlag in die Tat umzusetzen - bis ich eines Tages beruflich doch wieder in der Ecke unterwegs war.
Es war früher Herbst und noch relativ warm. Ich hatte in Köln einen Kundentermin um 8 Uhr morgens und musste entsprechend kurz nach 6 außer Haus.
"Guten Morgen, wäre ungefähr gegen 12 in Köln mit meinem Termin durch. Wollen wir gemeinsam Mittagessen?", schrieb ich ihr in den Chat.
6 Uhr war immer eine der Uhrzeiten, wo man Mercy mit etwas Glück noch erreichen konnte. Auch dieses Mal antwortete sie schnell. "Oh das klingt toll! Aber ich hab keine Kohle mehr. Geht das auch bei mir im Ort?"
"Klar, wenn du mir deine Adresse oder nen Treffpunkt gibst."
Sie schrieb mir eine Adresse, ich checkte schnell wie lang ich von meinem Termin zu ihr bräuchte. Trotzdem nochmal ungefähr 40 Minuten. Na gut, dachte ich mir. Muss ich eben kreativ sein, was das Fahrtenbuch angeht.
"Ich melde mich, wenn mein Termin durch ist", schrieb ich mir und wünschte ihr einen angenehmen Schlaf.
Aus dem Mittagessen musste, wie sich schnell zeigte wohl ein Abendessen werden. Der Kunde hatte ganz spezielle Vorstellungen, die extra besprochen und durchgeführt werden mussten, wodurch der eigentlich für zwei, maximal drei Stunden ausgelegte Termin bis 16 Uhr dauerte und immer noch nicht alles geklärt wurde. Ich telefonierte mit meinem Chef, der mir sagte, ich solle mit in Köln ein Hotel oder ähnliches suchen und morgen den Kunden weiter betreuen. Das Geld dafür bekäme ich direkt überwiesen, sobald ich die Rechnung einreichte.
Das klang grandios. Ich könnte etliche Kilometer für das Fahrtenbuch sparen und hätte eine Erklärung, warum ich aus Köln raus musste.
Manchmal musste man einfach Glück haben.
Auch wenn ich Mercy ein wenig versetzen musste.
Kurz vor 18 Uhr stand ich an der Kreuzung, deren Adresse sie mir geschickt hatte. Es handelte sich um eine gemütliche Wohnsiedlung in einem Talkessel. Die vielen bunten Bäume erzeugten ein malerisches Bild.
Lediglich das knattern eines alten Motors störte die Harmonie.
Ich drehte mich um und sah eine schmale Gestalt auf einem klapprigen Moped den Berg hinauffahren. Das Gefährt ächzte aus jeder Schraube, aber es fuhr.
Mercedes stieg von ihrem Roller und nahm ihren Schutzhelm ab. Ein Lächeln huschte mir über die Lippen.
Sie war hübsch. Sehr weiche Gesichtszüge, freundliche grüne Augen, die rote, wallende Lockenmähne kannte ich ja bereits. Ihre Haut war von Sonnensprossen und ein paar Pickeln gesprenkelt, auf ihrem breiten Mund formte sich ein ebenso breites Lächeln.
"Mercy!", sagte ich fröhlich und öffnete die Arme zu einer Umarmung.
Sie zögerte kurz, erwiderte sie dann jedoch. "Schön, dass es doch noch geklappt hat."
"Ja, tut mir leid, dass du so lange warten musstest", entschuldigte ich mich, "Der Kunde war anstrengend. Ständig Sonderwünsche."
Sie winkte ab und lachte leicht. "Alles gut, konnt’ ich wenigstens ausschlafen."
"Also, was wollen wir essen?", fragte ich.
Zwangig Minuten später waren wir in die Innenstadt des Örtchens gelaufen und hatten uns in ein Burgerrestaurant gesetzt. Keine der großen Ketten, schon ein bisschen schnuckeliger.
"Ich hab schon ewig keinen Burger mehr gegessen!", jubelte Mercy, als das Essen kam.
Ich lachte. "Ich bin so viel im Auto unterwegs, ich ernähre mich viel zu oft von sowas. Hab sieben Kilo im letzten Jahr zugenommen deswegen." Ich griff an meinen Bauch und schüttelte ihn auf und ab. Ich würde mich persönlich nicht als dick bezeichnen, aber vom idealisierten Schauspielerstandard bin ich auch weit entfernt - auch wenn mir meine Exfreundin damals ständig sagte, ich sähe aus wie ein junger Viggo Mortensen. Konnte ich so zwar nie wirklich erkennen, aber vermutlich lag es an dem kräftigen Kinn, dass ich mittlerweile allerdings unter einem Musketierbart versteckte.
Mercy biss von ihrem Burger ab, kaute hinter und schüttelte dann den Kopf. "Siehst doch trotzdem chic aus. Weiß nicht, was du hast. Ich würde mich freuen, mal das ein oder andere Kilo draufzukriegen."
Ganz unrecht hatte sie nicht. Mercy war sehr dünn, das hatte ich schon gespürt, als ich sie umarmte. Ohne Jacke, nur in ihrem Shirt bekleidet, erkannte man es noch deutlicher.
Wieder biss sie in den Burger rein, man sah ihr deutlich an, dass sie es genoss. "Meine Tante ist Veganerin und ich hab kaum Budget um mir Nudeln mit Tomatensoße zu kochen. Also kein Wunder, dass ich 'n Strich in der Landschaft bin."
Wieder musste ich lachen. "Ich hab mal ‘n Jahr vegan gelebt. Tolle Erfahrung. Fühlte mich fit wie nie, hab aber trotzdem zugelegt ohne Ende."
"Du hast dich aber nicht nur ein Jahr von Pommes und Ketchup ernährt, oder?", scherzte sie.
Ich musste grinsen. "Nein, ab und gab’s auch vegane Mayonnaise."
Mercy verschluckte sich vor Lachen und spuckte etwas von ihrem Essen wieder hoch. "Sorry, sorry, sorry, sorry!"
"Alles gut", versicherte ich beruhigend. "Anscheinend findest du mich witzig, von daher kann ich dir das nicht krumm nehmen."
Nachdem sich Mercy wieder beruhigt hatte, aßen wir weiter. Ich bezahlte schließlich und wir standen auf.
"Und du musst dann wieder zwei Stunden zurückfahren?", fragte sie vorsichtig.
"Ach", fiel mir ein, "das hatte ich gar nicht erwähnt, oder? Ich muss morgen nochmal zu demselben Kunden. Soll mir ne Unterkunft suchen, Chef bezahlt."
Mercy legte den Kopf leicht schief. "Hast du schon was gebucht?"
Ich verneinte.
Sie lächelte. "Magst du bei uns schlafen?"
Erstaunt sah ich sie an. "Du meinst bei deiner Tante und dir?"
Mercy nickte. "Meine Tante ist bei ihrem Macker. Die wird heute nicht mehr nach Hause kommen, also ist mehr als genug Platz."
"Klingt fabelhaft", gab ich zu und musste ebenfalls lächeln. "Vor allem klingt es nach besserer Gesellschaft als Kabelfernsehen."
Wir gingen zurück in das Viertel, in dem wir uns vorhin trafen. Nur eine Straße weiter stand das Haus von Mercys Tante.
Haus war hier jedoch untertrieben. Es glich einer Villa. Zwei Stockwerke, sicherlich 200 Quadratmeter reine Wohnfläche. Pro Etage. "Hart, das kommt jetzt überraschend."
Mercy nickte. "Mein Onkel war Kunsthändler. Hat 'n ordentliches Vermögen springen lassen, als er hopps gegangen ist."
Ich sah Mercy mit einem fragenden Gesichtsausdruck an. Sie schüttelte den Kopf. "Nah, er war n Arschloch. Darum ist meine Cousine auch ausgezogen, als sie 16 war."
"Gut, aber wenn ich das so sehe, weiß ich auf jeden Fall, warum du vom Amt nichts bekommst."
Mercy lachte trocken. "Ja und bis auf das schmale Taschengeld von meiner Tante und die paar Euro, die ich durch die Verkäufe meiner Tracks bekomme, sieht es für mich auch düster aus."
"Kein Glück mit Arbeit?", fragte ich vorsichtig.
Mercy zuckte mit den Schultern. "Hab mir die Finger wund geschrieben an Bewerbungen. Aber niemand will jemanden wie mich. Viel zu viel Umstellung, heißt es immer wieder." Sie seufzte. "Wie auch immer, wollen wir weiter draußen rumstehen, oder soll ich dir das Haus zeigen?"
Das Haus von Mercys Tante war in einem merkwürdigen und dennoch irgendwie passenden Stilmix aus Antiquariat und Moderne eingerichtet. Vermutlich trafen hier die Geschmäcker ihres Onkels und seiner Tante aufeinander.
Nach den ersten eher fragwürdigen Eindrücken begann ich aber bald ein gewisses System in der Einrichtung zu erkennen und je länger ich die Möbel betrachtete, umso stimmiger fand ich das Zusammenspiel.
Mercy zog mich mit ins Obergeschoss in einen Raum am Ende des Ganges. Bevor sie die Tür öffnete, deutete sie mit dem Finger auf verschiedene Türen. "Das da ist das Badezimmer, daneben die Toilette. Ja getrennte Räume. So machen das Bonzen anscheinend. Da hinten ist das alte Atelier meines Onkels, betreten verboten, die Tür ist das Schlafzimmer meiner Tante, auch besser vermeiden reinzugehen, und das hier ist mein Zimmer, beziehunsgseise das alte Zimmer meiner Cousine. Aber jetzt halt meins."
Sie redete schnell und wirkte ein nervös. Ich ging nicht direkt darauf ein, wartete, dass sie die Tür öffnete.
Mercys Zimmer erinnerte ein wenig an mein Jugendzimmer bei meinen Eltern. Möbel, die vor zehn Jahren modern waren und nun ein wenig aus der Zeit gefallen schienen, ein großer Schreibtisch mit noch größerem Computerbildschirm, Poster an der Wand. Allerdings keine Filmplakate wie bei mir, sondern Pin Ups.
Mein Auge fiel auf eine schwarze Frau mit unfassbar ausladendem Hintern.
Mercy sah meinen Blick. "Toll, nicht?" Ich nickte. "Eines meiner großen Vorbilder."
Ich sah sie an. "Sie ist trans?"
Mercy bestätigte mit einem Grinsen. "Merkt man gar nicht, oder?"
"Nicht mal in tausend Jahren."
Auf einmal wandelte sich ihr Gesichtsausdruck. "Aber das wird unerreichbar für mich bleiben. Sie hat bereits in der Kindheit ihre Hormonbehandlung angefangen. Ich bin 24 und hab noch nicht mal The****uten gefunden."
Ich legte eine Hand auf Mercys Schulter und sah sie mit einem zuversichtlichen Blick an. "Das wird schon noch. Komm’ hier erstmal richtig zur Ruhe, dann kannst du auch nach sowas schauen. Davon abgesehen bist du doch auch so schon super hübsch, selbst ohne Hormone."
Mercy errötete und legte ihren Kopf an meine Schulter. "Dankeschön. Das hat schon lange niemand mehr gesagt."
Nach dieser Unterhaltung war Mercy wieder deutlich fröhlicher unterwegs. Sie zeigte mir, wie sie Musik an ihrem PC mit Mischpult bearbeitete, wie daraus ein Song entstand (den ich zugegeben immer noch fürchterlich fand, aber das Handwerk selbst war faszinierend), zeigte mir dann Fotos von ihrem Motorroller bevor und nachdem sie ihn repariert hatte (jeder Schrottplatz hätte das Ding abgelehnt, so kaputt war der) und schließlich entschieden wir uns den Abend mit einem Film ausklingen zu lassen.
Da Mercys Zimmer bis auf ihr Bett und ihren Schreibtischstuhl keine Sitzmöglichkeiten bot, setzten wir uns beide aufs Bett, sie ans Kopf, ich ans Fußende.
"Habt ihr hier eigentlich sowas wie n Gästezimmer?", fragte ich schließlich, als der Film schon ein paar Minuten lief.
"Im Lesezimmer unten ist ein ausklappbares Sofa, wieso?"
Ich lachte kurz humorlos auf. "Na ja, ich muss ja irgendwo schlafen."
"Oh." Mercy seufzte auf, es klang irgendwie nach Enttäuschung. "Natürlich."
Ich lächelte sie an, rückte ein kleines Stück näher. "Außer du magst das Bett mit mir teilen", lächelte ich.
Wieder färbte sich Mercys Gesicht wie eine Tomate. "Na ja, umso weniger muss ich morgen Spuren beseitigen und …"
Ich unterbrach sie durch mein Lachen. Nun verlor ich die letzten Hemmungen, griff ihre Schultern und zog sie an mich. Zusammen mit ihr ließ ich mich nach hinten in die Laken fallen.
Mercy quiekte kurz auf, fing dann aber zu kichern an. Sie legte ihre Arme um mich und atmete tief ein und aus. Ich streichelte ihr durch die rote Mähne, ihren gesamten Rücken hinab und schließlich wieder hinauf. Ihre letzte Anspannung löste sich durch meine Berührungen. Ich konnte fühlen, wie sie sich entspannte - und auch, wie ihr Blut in Wallungen geriet.
Ihr Schritt lag auf meinem rechten Oberschenkel, nur durch den dünnen Stoff ihrer Hose geschützt, darum konnte ich genau spüren, dass Mercy erregt war. Ich lachte kurz auf. "Ich find es übrigens auch schön."
Mercy zuckte auf und stieß sich in die Höhe. Ihr Kopf und ihr Haar hatten nun dieselbe Farbe.
"Sorry, tut mir leid. Das ist echt peinlich!" Mit einem Satz sprang sie auf und eilte zur Tür. "Ich muss eben aufs Klo, bin gleich wieder da!"
Ich wartete einige Augenblicke, dann stand auch ich auf und folgte Mercy in den Flur. Die Tür zur Toilette stand einen Spalt offen. Mercy stand mit dem Rücken zu mir an der Schüssel und versuchte offenbar zu pinkeln, dabei führte sie jedoch rege Selbstgespräche darüber, wie peinlich das alles sei.
Eine meiner besonderen Fähigkeiten - neben dem Schreiben - war es, mich trotz meiner Körpergröße erstaunlich leise zu bewegen. So schlich ich mich an Mercy heran, legte einen Arm um ihre Schultern und eine Hand an ihren Penis.
Mercy schrie auf, als ich sie berührte, war jedoch zu geschockt, um wirklich zu reagieren.
"Alles gut, ganz ruhig", sagte ich und küsste ihren Hinterkopf. Dabei fing meine Hand langsam ihren Schwanz an zu wichsen.
Mercy stöhnte und entspannte sich ein wenig.
"Ich wollte nicht …", fing sie an, atmete dann jedoch tief durch. Ich spürte ihren Schwanz in meiner Hand allmählich wachsen. "Ich will nicht, dass du mich für so ein Mädchen hältst. Wirklich nicht. Ich bin so eigentlich nicht."
Immer noch wuchs ihr Penis in meinen Händen. Ich schaute über ihre Schulter herunter und erstaunte, wie groß er war. Länger als meiner! Okay, nicht so dick, aber gute Güte - was für ein Gerät für eine so zierliche Person!
"Ich weiß, dass du nicht so bist", sagte ich beruhigend, hörte aber nicht auf, sie mit der Hand zu befriedigen, "aber dass du auf diese Art auf mich reagierst, finde ich unglaublich charmant. Und sexy."
Mercy lachte kurz auf. Langsam löste sie sich aus ihrer Starre, ihr linker Arm hob sich und griff mir durch die brünetten Haare. "Wollen wir lieber wieder rüber gehen?"
Ich nickte und folgte ihr. Mercy pausierte den Film und legte sich aufs Bett. Sie wirkte steif - also ihre Körpersprache, ihr Penis ja sowieso -, nervös. Ich legte mich neben sie, ließ meine Finger über ihren Körper steifen. Die wenigen Stellen ihrer Haut, die nicht von Kleidung bedeckt waren, zeigten eine Gänsehaut.
"Darf ich dich was fragen?"
Mercy sah mich an, nickte.
"Bin ich dein erster?"
Sie zögerte mit der Antwort, schüttelte den Kopf, nickte, schüttelte wieder den Kopf. “Nein, ja. Also als Mercedes, ja. Damals …”, sie hielt kurz inne, ihre Augen trauten sich nicht, mich anzuschauen. “Ich war fünfzehn und nannte mich selbst noch nicht Mercedes. Da war in der Parallelklasse ein Mitschüler, von dem alle wussten, dass er schwul ist. Er hatte dieselbe einsame Ausstrahlung wie ich, darum dachte ich, wir gehörten irgendwie zusammen.”
“Ich höre da ein großes Aber?”
Mercy nickte seufzend. “Wir waren beide unerfahren und sexuelle Aufklärung abseits vom Babys machen war in unserer Schule auch nie wirklich Thema. Darum war mein erstes Mal …”
“Ein Desaster”, vollendete ich ihren Satz. Mercy bestätigte stumm. Ich nutzte diese Gelegenheit, um sie zu küssen. Sie erstarrte zuerst kurz, ging dann aber auf meine Berührungen ein. Ihre Lippen waren weich und warm, sie fühlten sich gut an. Meine Hand wanderte hinab zu ihrem Gemächt und fing wieder an, es zu streicheln. Als ich ihren Schwanz berührte, legte Mercy ihre Arme um mich und presste ihre Zunge gegen meine Lippen. Ich öffnete meinen Mund und begann, ihre Zunge mit meiner zu streicheln.
Ich konnte nach einiger Zeit etwas feuchtes an meiner Hand spüren. Mercys Schwanz hatte einen Lusttropfen abgesondert, welchen ich sogleich mit meiner Hand an ihrem Schaft verteilte. Auch ich konnte so langsam spüren, dass ich in Schwung kam.
Ich richtete mich ein wenig auf, zog Mercys Hose samt Slip komplett aus und begann dann, ihre Beine hinauf mit Küssen zu übersäen. Mercy drückte ihre Hände auf ihren Mund, als sie merkte, wohin mein Kopf nach und nach wanderte. Bald schon hatten meine Lippen ihren Intimbereich erreicht. Vorsichtig küsste ich ihren Schwanz, schielte sie dabei an und lächelte ihr zu. Sie schaute mich nervös, aber auch erregt an.
“Beschwer dich am Ende aber nicht”, lachte ich leise, “ich hab null Erfahrung damit, wie man ‘nen Blowjob gibt.”
Meine Zunge fing damit an, ihre Eichel zu umkreisen. Ihr Schwanz schmeckte nicht groß anders, als der Rest ihrer Haut. Durch den Lusttropfen war er ein wenig salziger, aber nicht unangenehm. Bisher hatte ich schon ein, zwei Mal mein eigenes Sperma probiert und fand das vom Aroma sogar etwas strenger. Anscheinend hatte eine fleischarme Ernährung doch positive Auswirkungen auf den Geschmack von Körpersäften.
Vorsichtig nahm ich ihre Eichel zwischen meine Lippen, baute ein wenig Unterdruck auf und glitt dann mit meinem Kopf nach und nach immer tiefer. Ich kam ungefähr bis zur Hälfte ihres Schwanzes, als es sich unangenehm in meiner Kehle anfühlte. Mercy hatte ihren Kopf in den Nacken gelegt. Ich wusste nicht, ob ich meine Sache richtig machte, aber sie schien es zu genießen, also war es wohl nicht allzu verkehrt.
Bald schon hatte ich den richtigen Punkt gefunden, bis zu dem ich ihren Schwanz in meinen Mund gleiten lassen konnte, ohne dass ich Würgen musste und legte Daumen und Zeigefinger darunter und wichste ihren Schaft zusätzlich zu meinen Kopfbewegungen.
Es dauerte nicht lange, bis es Mercy kam. Es gab lediglich ein kurzes “Oh Gott!”-Stöhnen als Vorwarnung, dann spürte ich ihr salziges Sperma im Mund. Es überraschte mich und so riss ich meinen Kopf nach oben und spuckte einen Großteil ihrer Ladung aus, dass diese über ihren Schritt verteilt wurde. Ich hustete, musste aber kurz darauf lachen.
“Tut mir Leid!” Mercy hatte ihre Hände auf ihre Augen gedrückt. Ihr schien die ganze Sache noch viel peinlicher zu sein als mir.
“Das nächste Mal, gib mir einfach ‘ne Sekunde eher bescheid!”, lachte ich, legte mich wieder neben sie und streichelte sie wieder.
Allmählich löste sich ihre Anspannung wieder. Sie sah mich an und lächelte schüchtern. “Das war schön.”
“Freut mich, dass es dir gefallen hat. War mir unsicher, ob ich das drauf hab. Hab sonst noch nie ‘nen anderen Penis außer meinen in der Nähe gehabt.”
“War auch für mich das erste Mal. Mein Ex hatte null Interesse an meinem Höhepunkt.”
“Hört man leider häufiger”, sagte ich. “Haben sich auch einige meiner Partnerinnen darüber beschwert, dass ihre Expartner nur an sich gedacht hatten. Ich bin der Meinung, wenn man schon Sex hat, sollten alle Beteiligten auf ihre Kosten kommen.”
“Hört hört, da spricht der Casanova”, scherzte Mercy.
Ich musste kichern. “Glaub mir, ich bin glaube gar nicht mal so erfolgreich, wie du vielleicht meinst. Das letzte Mal ist bei mir auch schon wieder über ein Jahr her.”
Nun grinste Mercy. “Dann wird es an der Zeit, dass wir das ändern, oder?”
“Wenn du es auch willst, nur zu gerne.”
Mercy stand auf und ging zur Tür. Ich sah ihr verwundert hinterher. Sie drehte sich zu mir um und lächelte. “Na ja, ich hole nur eben schnell etwas.”
Ich nickte, als sie den Raum verließ und nutzte die Zeit, mir meine Klamotten auszuziehen. Mein Schwanz zuckte bereits. Ich streichelte ihn ein wenig, um ihn wachsen zu lassen und platzierte mich dann in einer - meiner Meinung nach - erwartungsvollen sexy Pose auf dem Bett: ich saß, das eine Bein gestreckt, das andere angewinkelt, meinen Arm auf meinem Knie abgelegt. Mein Penis ragte steif in Richtung Decke.
Mercy kam etwa zwei Minuten später wieder ins Zimmer herein, eine Flasche in der einen und Kondome in der anderen Hand. Beim näheren Hinsehen erkannte ich, dass es sich bei der Flasche um Gleitmittel handelte. Definitiv nicht die verkehrteste Idee.
“Oh, da hat sich aber jemand vorbereitet”, lachte Mercy, als sie mich auf dem Bett sah.
Ich grinste zurück. “Ich dachte mir, ich versuch einfach Mal den Nackten Mann bei dir.”
Mercy schüttelte den Kopf, lachte aber. “Oh Gott nein, nicht dieser abgedroschene Witz.” Dann setzte sie sich zu mir aufs Bett und warf mir die Kondome zu. Ich riss eines auf und stülpte es mir über den Penis. In der Zwischenzeit hatte Mercy das Gleitmittel geöffnet und damit begonnen, ihr Loch damit einzureiben. Ich sah lustvoll zu, wie sie ihren Po fingerte und biss mir dabei auf der Unterlippe herum.
“Machst du dein Kondom auch noch etwas feucht? Sicher ist sicher.”
Ich nahm mir die Flasche, quetschte etwas Gel auf meine Hand und rieb damit meinen Schwanz ein. Mercy hatte sich mittlerweile auf alle Vier begeben und streckte mir ihren Hintern entgegen. Ihr Schwanz und ihr Hoden baumelte nach unten. Ich legte meine feuchte Hand an ihre Pobacken und massierte sie damit, bis ihre nackte, glatte Haut glänzte.
“Vorsichtig, ja?”
“Selbstverständlich”, versicherte ich ihr, als ich meinen Schwanz zwischen ihren Pobacken platzierte und ihn an ihrer Haut rieb. Nach einigen Augenblicken setzte ich dann meine Eichel an ihrem Schließmuskel an und bewegte meine Hüften langsam nach vorne. Mercy zischte, als ihr Anus meinem Druck nachgab und sich mein Penis langsam in ihr Loch schob.
“Alles in Ordnung?”, fragte ich sie.
Sie nickte. “Ja, geht schon. Ist ungewohnt, aber geht.”
Vorsichtig arbeitete ich mich nach vorne. Ihr Hintern fühlte sich gut an. Sehr eng, sehr warm. Genau so, wie ich es liebte, auch wenn das Kondom das Gefühl minimal verfälschte. Das Gleitmittel half hervorragend, den Widerstand zu reduzieren. Als ich bis zur Hälfte in ihr war, kamen wir noch einmal an eine besonders herausfordernde Stelle. Mein Penis war in der Mitte ein wenig breiter als an der Eichel und der Wurzel. Da ich ohnehin mit einem recht umfangreichen Schwanz gesegnet wurde, war dies auch bei ehemaligen Partnerinnen immer der Punkt, an denen das Eindringen komplizierter wurde.
So auch dieses Mal. Kurz vor dem Zenit meines Umfangs, stieß Mercy sich ein wenig von mir weg. “Uh, das war fies”, sagte sie verbissen.
“Sorry, ich war zu schnell”, gab ich zu.
“Gel bitte nochmal nach. Und vorsichtig bitte.”
Ich nickte und tat wie mir geheißen. Ich quetschte Gel aus der Flasche und rieb damit meinen Schwanz großzügig ein. Eine dünne Schicht Flüssigkeit glänzte auf dem Kondom.
“Bereit?”, fragte ich.
Mercy bestätigte, was ich zum Anlass nahm, mich langsam wieder nach vorn zu bewegen. Die ersten Zentimeter funktionierten problemlos, ich brauchte deutlich weniger Zeit und Kraft, um mich zu der Stelle vorzuarbeiten, an der wir soeben waren. Dann reduzierte ich mein Tempo sofort wieder und wurde wieder vorsichtiger. Die zusätzliche Portion Gleitmittel half aber gut, den Widerstand zu brechen. Zwar gab Mercy immer noch etwas angestrengte Geräusche von sich, doch sie schien zumindest keine großen Schmerzen mehr zu haben.
Wenige Augenblicke später hatte ich den Punkt überschritten, an dem mein Schwanz dicker wurde und der restliche Weg bis zur Wurzel war ein ******spiel. Meine Eier schlugen gegen die von Mercy und wir beide stöhnten erregt auf.
“Du bist drin?”, fragte sie erstaunt und lachte verwundert. “Was ist da passiert?”
“Kennst du das, wenn du am Tag zuvor besonders Ballaststoffreich gegessen hast und dann am Abend zu viel trinkst? Der nächste Morgen dann …”
“Alter!” Mercy drehte ihren Kopf zu mir und sah mich mit einem echauffierten Blick an. “Wie kannst du in so ‘nem Moment so ‘nen Vergleich bringen?!”
“Sorry, dachte Humor lockert dich ein wenig auf”, schmunzelte ich.
Mercy schnaubte missgünstig. “Nicht, wenn du gerade in die andere Richtung unterwegs bist!”
“Entschuldige, manchmal haben meine Witze ein echt schlechtes Timing.” Ich streichelte ihren Po und fing dann wieder an, mich zu bewegen.
Mercy stöhnte auf, dieses Mal jedoch ohne Schmerzen. “Ja, merk ich wohl. Halt einfach die Klappe und fick mich.”
Ich musste grinsen, als Mercy das sagte. Bis vorhin wirkte sie so schüchtern. Jetzt plötzlich hatte ich wohl ihre versaute Seite befreit. Das gefiel mir. Ich mochte es, wenn man die eigenen Verlangen direkt kommunizierte - vermutlich, weil ich immer dazu neigte, alles blumig zu umschreiben. Manchmal zogen sich Gegensätze also doch an.
Ihr Anus hatte sich mittlerweile an meinen Schwanz gewöhnt, meine Stöße konnte ich in immer rhythmischeren Frequenzen durchführen. Ich war in meinen Bewegungen immer noch vorsichtig, vor allem weil unsere Hoden immer wieder aneinander schlugen - und die sind nun mal bekannterweise empfindlicher, als man vermuten möchte - aber auch, um sie nicht direkt zu überfordern oder gar zu verletzen.
Mercy entspannte sich zunehmend und konnte sich mehr und mehr auf das Gefühl einlassen, von mir ausgefüllt zu sein. Während sie eine Hand noch nutzte, um sich abzustützen, griff sie mit der anderen zwischen ihre Beine und begann ihren Schwanz zu wichsen. Ihr lustvolles Stöhnen drang an meine Ohren und ermutigte mich, noch ein bisschen kräftiger zu stoßen.
Bald schon drückte sie sich jedoch nach vorn und sorgte dafür, dass ich aus ihr heraus rutschte. Sie drehte sich auf den Rücken und lächelte mich an, hob dann ihre Beine in die Luft und zog mit ihren beiden Händen ihre Pobacken auseinander.
Ich grinste und platzierte mich zwischen ihren Beinen und führte meinen Schwanz wieder in sie ein. Mercy schrie vor Lust. Ihre Beine legte ich auf meine Schultern, hielt mich an ihren Schienbeinen fest und stieß sie weiter. Ihr steifer Schwanz schwang mit jedem meiner Stöße vor und zurück und zog seine Aufmerksamkeit wie ein Hypnosependel auf mich.
Nach einigen Stößen ließ ich meine rechte Hand von ihrem Bein ab und griff nach ihrem Penis, begann ihn im selben Intervall zu wichsen, wie ich meine Hüften nach vorne schnellen ließ.
Mercy legte den Kopf in den Nacken, ihre Hände krallten sich ins Bettlaken. “Oh ja, das ist toll. Bitte mach weiter”, stöhnte sie.
Ich hatte auch nicht vor aufzuhören, sagte ich mir selbst, sprach es aber nicht aus. Stattdessen konzentrierte ich mich darauf, ihr und mir eine schöne Zeit zu bereiten.
Ihr Stöhnen war Musik in meinen Ohren. Es wurde mit jedem Stoß gefühlt fordernder, wilder, heißer. Aber nicht nur ihre Laute zeigten mir, dass sie es wirklich genoss. Ihr Schwanz war noch härter als vorhin, als ich ihn bließ. Ihr Schwanz glänzte vor Feuchtigkeit, teilweise durch das Gleitmittel, das ich noch an den Händen hatte, teils durch ihre Lusttropfen. Ich konnte das Pulsieren ihres Blutes in ihrem Schaft spüren.
“Oh fuck, ich komme gleich”, stöhnte sie laut auf.
Mein Griff um ihren Schwanz wurde härter. Da mir masturbieren nicht fremd war, wusste ich, wie viel Druck man aufbauen konnte, um einen Höhepunkt noch intensiver zu machen - zumindest ging ich davon aus, dass sie es ähnlich empfinden würde, wie ich.
Kurz bäumte Mercy sich auf, dann verkrampfte sich ihr Körper und mit einem lauten Stöhnen kam es ihr. Ihr Spedma flog im hohen Bogen und verteilte sich über Mercys Unterleib und ihrem Shirt. Ich ließ nicht von ihrem Schwanz ab, wichste ihn weiter und stieß nun selbst ohne weitere Vorsicht zu. Ihr Hintern nahm meine Stöße ohne Probleme auf. Immer und immer mehr kleine Tropfen traten aus ihrer Eichel hervor und verschmierten meine Hand.
Nur wenig später spürte auch ich, dass ich es nicht mehr lange halten konnte. Meine Stöße wurden langsamer, dafür umso kräftiger. Nur ein paar Augenblicke später schoss ein Gefühl von Erleichterung durch mich und ich entlud mich in ihr.
Als meine Bewegungen aufhörten, stöhnten Mercy und ich beide erregt, erleichtert und erschöpft. Ich grinste sie an, sie lächelte zurück. Ich zog meinen Schwanz aus ihr heraus und streifte das Kondom ab. In der Spitze hatte sich eine große Menge Sperma gesammelt. Sie kicherte, als sie es sah. “Wie lange hast du nicht abgespritzt?”
Ich überlegte kurz. “Donnerstag? Ja, ich glaube Donnerstag.”
Mercy sah mich an, den Kopf leicht schräg gelegt. “Und wann wusstest du, dass du heute hier her kommst?”
Ein Lächeln umspielte meine Lippen. “Donnerstag? Ja, ich glaube Donnerstag.”
Erst schüttelte Mercy den Kopf, dann fing sie an zu lachen. “Natürlich alles ganz zufällig, was?”
Ich zuckte mit den Schultern. “Ich dachte mir, es kann nicht schaden.”
Mercy richtete sich auf und stieg vom Bett. Das Kondom wickelte sie in Taschentücher und warf sie in den Mülleimer unter ihrem Schreibtisch. Dann ging sie zur Zimmertür und schaute mich an. “Kommst du mit duschen?”
Ich grinste und stand auf. Das Angebot nahm ich mit Freuden an.
Am nächsten morgen klingelte kurz vor fünf mein Wecker. Ich hatte vergessen ihn umzustellen.
“Musst du schon los?”, fragte Mercy, die neben mir lag.
Ich schüttelte den Kopf. “Eine Stunde habe ich noch.”
“Gut.” Eine Hand wanderte an meinen Schritt und streichelte meine Morgenlatte. “Ich denke nämlich, dass du mich noch ein bisschen müde machen müsstest.”
Ich kam übrigens zu spät zu meinem Kunden.
Aber das war es wert.
2年前