Eva, Teil 1
I. Quelle der Lust
Sommer. Studienzeit. Ich sitze im Hörsaal der Universität. Die Vorlesung ist gleich zu Ende, und ich beobachte heimlich die Menschen um mich herum. Nur noch wenige scheinen aufmerksam zu sein, alle sehnen die letzte Minute herbei, und da bilde ich keine Ausnahme. Jemand gähnt und steckt mich damit an. Ich versuche es zu unterdrücken und muss schmunzeln. In der Menge der Studierenden der freien Kunst erspähe ich natürlich auch Eva, leicht zu erkennen am dicken, geflochtenen Zopf. Sie sitzt ein wenig weiter vorne. Heute haben wir es irgendwie nicht zeitgleich in die Uni geschafft. Obwohl wir zusammen wohnen, in einer kleinen, aber feinen WG. Nun, fein ist relativ. Seit einigen Monaten bewohnen wir gemeinsam die kleine Wohnung unter dem Dach, sind uns aber immer noch fremd. Besonders viel geredet haben wir auch noch nicht. Es scheint, als würde die Chemie zwischen uns einfach nicht stimmen. An das Leben in einer WG muss ich mich auch erst noch gewöhnen, und Eva wahrscheinlich auch. Oder vielleicht findet sie mich auch einfach nur doof? Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich sie besonders gern habe. Mit ihrer biederen, ausweichenden Art und ihren albernen, ja langweiligen Klamotten. Nun gut, dafür lässt sie mir meinen Freiraum, und ich lasse ihr den ihren.
Meine Gedanken schweifen unwillkürlich ab. Der Nachmittag ist noch jung, und ich werde heute Zeit finden, in der Stadt ein wenig zu shoppen, und mich umzusehen. Ich möchte endlich mal die Altstadt erkunden, durch die schmalen Gassen spazieren und mir die Läden anschauen. Morgen ist ausschlafen angesagt, das Wochenende steht vor der Tür.
Wie schick!
Mit dem Ende der Vorlesung steigt meine Stimmung spürbar. Nichts wie raus hier! Auf dem Hof der Uni fasse ich mir ein Herz und gehe nochmal auf Eva zu.
„Kommst du mit in die Stadt?“, frage ich sie und beobachte ihre scheuen Augen.
„Nein, bin schon verabredet“, ist die kurze, leicht emotionslose Antwort.
Ich nicke nur. C'est la vie... Ich schließe mein Fahrrad auf und schiebe es zur Straße. Auf in die Altstadt!
Ich hätte schon viel früher herkommen sollen. Es ist wirklich schön hier! Und bei dem herrlichen Wetter sowieso. Die alten Häuser, ja geradezu Häuschen. Das schiefe Fachwerk, die bunten Mauern, verwitterte Dächer. Enge, verwinkelte Gassen in denen man kaum aneinander vorbei gehen kann. Mit dem verträumten Blick einer Französin, die von derartigen Details fasziniert ist, sauge ich alle Eindrücke in mich auf. Die vielen, kleinen Läden wecken mein Interesse, ich gehe in fast jeden hinein und schaue mir das Angebot an. Sei es Schmuck, Kunst, Souvenirs, altes Spielzeug oder Mode. Ich will alles sehen. Alles! Gekauft habe ich bisher nichts. Das möchte ich aber noch.
Aber erst ein Eis!
Freudig schlendere ich zum Marktplatz und lasse mich beim Eiscafé nieder. Ein großer Eisbecher mit Früchten. Was gibt es jetzt Schöneres? Wieder erwische ich mich dabei, wie ich die Menschen um mich herum beobachte. Den Mann, am Tisch nebenan, der immer wieder zu mir herüber schaut. Das frisch verliebte Paar dort drüben, das viel zu laut tuschelt. Die alten Damen, die über alles und jeden ihre Meinung kund tun, das Baby im Buggy, das so friedlich schläft. Ich lächle in mich hinein und seufze zufrieden. So ein schöner Nachmittag! Gleich möchte ich noch Unterwäsche kaufen. Aber erst das Eis!
„Bitte nur drei Teile mit in die Umkleide nehmen!“ Wer denkt sich so etwas aus? Soll ich dann zehnmal hin- und herlaufen? Es waren bestimmt Männer, die so etwas ausgeheckt haben. Um uns Mädels immer wieder quer durch den Laden zu scheuchen. Gut, ich kenne langsam meine Größen. Triumph, Passionata... Ich suche einige Slips und BHs aus, und reihe mich vor den Umkleiden in die Warteschlange ein. Alles voll? C'est la vie...
Endlich wird eine Kabine frei! Meine! Zack, Vorhang zu. Ich lege den Rucksack ab und ziehe mich aus. Nur das Höschen bleibt an. Ist mir lieber. Die Slips passen alle, wie zu erwarten war. Der rote BH als nächstes. Das Spiegelbild verrät: Alles okay, den kannst du kaufen! Ich grinse. Sehr schön! Jetzt den weißen. Wieder der Blick in den Spiegel. Kurz mit den Händen nachgeholfen, damit alles da sitzt, wo es sein soll. Passt auch. Wunderbar! Ich lege den weißen BH wieder ab, möchte nach dem blauen greifen. Der Vorhang meiner Umkleide bewegt sich plötzlich, und ich erschrecke fürchterlich.
„Mama?“ Ein kleines Kind schaut fragend herein.
„Ich bin hier, Schatz!“, höre ich aus der Kabine nebenan.
Ein kleiner Spalt ist offen, schnell ziehe ich den Vorhang wieder zu. Hat jemand was gesehen? Naja, nix zu machen. Ich lächle breit. Da kann man nicht böse sein. Also dann, ich ziehe den blauen BH an. Vor dem Spiegel wiege ich den Kopf von links nach rechts. Hm... der passt irgendwie nicht so recht. Ich richte meine Brüste kurz mit den Händen. Hilft auch nicht, aber es fühlt sich gut an! Der Stoff ist wirklich weich. Geschmeidig. Anschmiegsam. Ich streichele über ihn. Die Augen des Spiegelbilds haben meine gefangen genommen. Ich spüre wie meine Knospen erblühen und möchte am liebsten ewig so weitermachen. Okay, ein wenig noch...
Mit schicker neuer Unterwäsche im Gepäck, und einem Lächeln auf den Lippen, verlasse ich den Laden. Ein Blick auf die Uhr: schon fast sechs Uhr abends. Es wird Zeit, nach Hause zu fahren. Ich stehe in der schmalen Gasse und bin unentschlossen. Es ist so schön hier, aber irgendwie möchte ich zurück. Mich endlich duschen. Umziehen. Ich grinse in mich hinein. Sagen wir lieber: ausziehen. Die neuen Sachen anprobieren. Und... vielleicht noch mehr.
Also dann, auf zum Fahrrad! Während ich gehe, denke ich wieder an Eva. Was sie wohl gerade macht? Und mit wem? Und vor allem, wo? Bin ich etwa fehl am Platz, wenn ich zurück in die WG komme? Das wäre jetzt aber gar nicht in meinem Sinne.
Mit dem Rad kämpfe ich mich durch den Verkehr und bin froh, als ich endlich das Treppenhaus betreten kann. Oben, vor unserer Tür, bleibe ich kurz stehen. Lausche. Evas Rad war noch nicht da, aber man weiß ja nie... Ich höre nichts. Gar nichts. Schließe die Tür auf... Immer noch nichts. Glück gehabt, ich bin alleine.
Ich lege den Rucksack in meinem Zimmer ab und öffne das einzige Dachfenster, um ein wenig Luft herein zu lassen. Strecke meinen Kopf kurz heraus und atme tief die frische Luft ein. Dann forme ich einen Plan für den Abend, was schnell erledigt ist. Das Wichtigste zuerst: duschen!
Mit einem entspannten Seufzer lasse ich das Wasser über mein Gesicht laufen. So herrlich! Der Tag war sehr angenehm, aber doch lang. Diese Erfrischung brauche ich jetzt! Ich stelle mir vor, wie aller Stress abgewaschen wird. Zusammen mit dem Shampoo spüle ich ihn einfach fort. Der Duft meines Duschgels regt zum Träumen an. Lavendel... Südfrankreich. Ein Stück Heimatland! Mit einem Schwamm verteile ich das Gel auf mir, verreibe es zu Schaum. Hals, Brüste, Bauch. Ich liebe diesen Duft! Der Schaum läuft langsam herab, ich verfolge das Schauspiel. Er läuft über den Bauch. Knapp unter dem Bauchnabel fange ich ihn wieder auf, und lasse ihn von oben wieder los. Meine Brustwarzen teilen den weichen Schaum. Der Schwamm wandert in die Ablage, und die Hände übernehmen. Erneut fangen sie den Schaum auf, direkt unter den Brüsten. Und befördern ihn so oft wieder nach oben, bis fast nichts mehr da ist. Es fühlt sich wundervoll an! Ich brauche mehr! Mehr Wasser, mehr Gel, mehr Schaum. Mehr Duft und mehr von diesem wunderbaren Gefühl.
Es erregt mich, dieses Gefühl.
Diese Mischung aus der erfrischenden Dusche, meinen Gedanken zuvor in der Umkleide, und meiner Vorfreude auf den Abend. Am liebsten würde ich sofort loslegen... Aber ich spare es mir noch auf. Möchte die Erregung „mitnehmen“ in den Abend, um es später umso mehr zu genießen. Ich atme tief durch. Der neue Schaum benetzt bisher vernachlässigte Bereiche:
Po. Mit beiden Händen verteile ich den Lavendelschaum und folge dabei meinen Rundungen. Beine. Eines nach dem anderen wird gründlich gewaschen. Es gleicht schon fast einer Zeremonie. Aber warum auch nicht? Ich lächle. Dieser wunderbare Duft!
Keine Sorge, meine Süße, ich habe dich nicht vergessen. Du bist als Letzte dran. Zärtlich verteile ich den Schaum auf meiner Vagina, teile die Schamlippen, wasche jede Stelle mit Hingabe. So intensiv, dieses Gefühl. Der Schaum teilt sich an meiner Perle und läuft in zwei dünnen Bahnen über meine Scham. Mit den Fingern helfe ich ein wenig nach.
Es erregt mich noch mehr.
Ich wasche mich ein zweites Mal. Stöhne leise in den Strahl der Dusche hinein. Aber ich reiße mich zusammen. Der Plan, erst später alles in Ruhe auszukosten, bleibt bestehen.
Bequeme Jeans, lockeres T-Shirt. Angekommen in der Küche mache ich mich daran, etwas Leckeres für den Abend zuzubereiten. Salat mit Thunfisch, dazu Rotwein. Darauf habe ich jetzt richtig Lust! Unter anderem. Also erst mal die Flasche Wein geöffnet und ein Glas eingeschenkt. Immer noch keine Spur von Eva. Ich nehme einen ordentlichen Schluck Wein und fange an den Salat zu schneiden. Zwei Portionen. Eine für mich, eine für Eva. Als Zeichen guten Willens. Zum Schluss den Thunfisch oben drüber, fertig!
Nach dem Essen wasche ich mein Geschirr ab, räume ein wenig in unserer kleinen Küche auf. Dann setze ich mich zurück an den Tisch mit den beiden alten Stühlen und lese ein wenig. Gieße mir Wein nach, da höre ich Schritte. Eva kommt nach Hause. Ich höre sie im Flur. Schnell klappe ich mein Buch zu, lehne mich zurück. Nippe am Wein, streiche mir durch die Haare und blicke auf die offene Küchentür. Ich bin schon gespannt auf das Schauspiel. In Gedanken zähle ich langsam runter: drei, zwei, eins... Eva betritt die Bühne! Wie immer mit einem gleichgültigen „Hallo!“ erscheint sie in der Küche. Und weil sie nun mal der einzige Mensch hier ist, außer mir natürlich, beobachte ich sie.
Dieser knöchellange Faltenrock! Jemand muss ihr endlich sagen, dass die Dinger seit Jahren aus der Mode sind. Aber halt, was ist das? Ihre dunkelblonden Haare sind nun hochgesteckt! Hoppla, die junge Dame zeigt ungewohnt viel Haut! Und mein Blick wandert über jeden Quadratzentimeter davon. Dieser Hals! Zwei kleine, braune Punkte an der linken Seite faszinieren mich. Genau wie ihr kleiner, goldener Ohrschmuck, der so verspielt hin und her schaukelt. An der feinen, goldenen Kette um ihren Hals hängt ein kleines Kreuz. In Gedanken rolle ich mit den Augen. Ein Kreuz, war ja klar. Aber ihre Haut wirkt beinahe makellos, das muss man zugeben! Fast vergesse ich dabei den Salat.
„Ich habe Salat gemacht, im Kühlschrank!“, unterbreche ich die beinahe schon peinliche Stille und schenke ihr ein Lächeln. Stets wandert ihr Blick umher, trifft bei diesen Worten aber kurz auf meinen.
„Oh, danke schön!“ Dann wendet sie ihn schnell wieder ab. Ich frage mich, ob sie mich wirklich nicht leiden kann, oder ob sie einfach nur schüchtern ist. Ihre Mundwinkel und Lippen bilden eine waagerechte Linie. Die schmalen Augenbrauen, zumeist regungslos, liegen leicht geneigt wie ein ganz flaches V, und die zierlichen Wimpern darunter umrahmen ihre scheuen Augen. Ich beobachte sie weiter: Ihre Lippen schürzen sich, wenn sie konzentriert ist. So wie jetzt, beim Brot schneiden. Und hin und wieder, kaum wahrzunehmen, bewegt sich ihre Nasenspitze. Komm Eva, jetzt lächle doch mal! Für mich. Oder lache! Wenn Eva lacht, dann geht hier in der Wohnung die Sonne auf. Und das ist keine Übertreibung. Dann strahlen ihre Augen, ja leuchten geradezu vor Glück und Lebensfreude. Na los Eva, lach! Lass die Sonne aufgehen!
Ich kann ihren Blick nicht fangen.
Ihre Hände sind zart, die Finger fein und die Nägel sauber gepflegt. Aber dieser Rock! Meine Augen ruhen auf diesem individuellen Ausdruck ihres Geschmacks. Bis sie in die Hocke geht und den Honig aus der Schublade holt. Schau an, ein String zeichnet sich schwach darunter ab! An dieser Frau steckt mehr, als der erste Eindruck vermuten lässt.
Ich ziehe meine Augenbraue wieder runter. Gut, ich habe es versucht. Dann eben nicht. Es wird Zeit, meinen abendlichen Plan anzugehen.
Rotwein, Kerze. Ich spüre, dass Eva mir fragend nachschaut mit diesen Dingen in meinen Händen. Umständlich öffne ich die Tür zu meinem Zimmer, da beide Hände belegt sind. Ich winde mich hindurch und gebe der Tür mit dem Po einen leichten Schwung, um sie zu schließen. Ich bin in Gedanken versunken. Geradezu aufgeregt bei dem, was ich vorhabe zu tun. Die Betten in dieser Wohnung sind nahezu ebenerdig. Nur ein schmaler Holzrahmen erhebt die Schlafstelle über den Boden. Aber daran habe ich mich schnell gewöhnt. Ich gehe davor in die Hocke und stelle meinen Wein auf dem Boden ab, zünde die Kerze an und stelle sie daneben.
Das Dachfenster wird bis auf einen kleinen Spalt geschlossen. Die Temperatur ist angenehm. Ich bin zufrieden. Klatsche in Gedanken förmlich in die Hände. Jetzt spricht nichts mehr dagegen.
Sich auszuziehen. Endlich!
Meine Klamotten werfe ich auf das Sofa. Alles weg! Ich lächle und freue mich. Ich bin jung, ich bin frei! Die Beute des heutigen Einkaufs wird aus dem Rucksack geholt und vor dem Kleiderschrank ausgebreitet. Auf Knien, vor dem bodentiefen Spiegel an der Schranktür, sortiere ich die Wäsche und betrachte sie. Zuerst der rote BH! Wundervoll, wie er mir passt. Ich betrachte mich damit im Spiegel. Schön, dass ich ihn gefunden habe. Dann der weiße. Beim roten hat es mir eher die Farbe angetan, aber bei diesem gefällt mir die Spitze richtig gut. Und zwar so gut, dass ich mit den Fingern über den Stoff fühlen muss. Ich schaue mir dabei im Spiegel selbst in die Augen, stelle mich aufrecht hin. Wiege leicht den Kopf hin und her. Es ist aufregend. Ich wollte schon immer wissen, wie ich „dabei“ aussehe. Aber halt, da fehlt ja noch was! Ein kleines Handtuch wird aus dem Schrank gefischt. Man weiß ja nie. Und Musik fehlt auch noch. Leise Entspannungsmusik erfüllt mein Zimmer. Ob ich wirklich so leise sein kann, dass Eva nichts davon mitbekommt? Bisher war das ja offenbar auch der Fall.
Und auch diesmal. So denke ich zumindest. Der Orgasmus kündigt sich schon lange vorher an, ich versuche aber, ihn so lange es geht hinaus zu zögern. Ich möchte ihn voll und ganz auskosten. Auch wenn es mich einige Überwindung kostet. Aber es lohnt sich. Still zu schreien scheint mein Mund, und das lustvolle Spiel meiner Finger muss kurz innehalten. Es wird sonst zu viel. Zu viel Erregung. Ich zucke, spanne meinen ganzen Körper an. Verkrampfe mich fast dabei. Aber ich versuche mir in die Augen zu schauen. Beinahe lautlos keuche ich meine Erleichterung in Richtung des Spiegels. Mir ist warm geworden, ich schlucke und brauche etwas Wein. Ich nehme einen großen Schluck und behalte das Glas in den Händen. Lächle mich zufrieden an, zwinkere sogar dem Spiegelbild zu. Das war gut, nicht? Klitoral stimulieren funktioniert doch immer. Ich atme tief durch, stelle das Glas wieder beiseite und streiche meine Haare zurück. Jetzt möchte ich es anders.
Vaginal.
Ich knie mich wieder vor den Spiegel und beginne, meine Brüste zu streicheln. Na, seid ihr noch bei Laune? Ich auch, und wie! Beiße mir lasziv auf die Unterlippe und befeuchte zwei Finger mit dem Mund. Möchte ein wenig experimentieren. Zuerst Zeige- und Mittelfinger. Es fühlt sich gut an, wie sie sich gemeinsam auf eine Expedition machen, die Quelle meiner Lust zu erkunden. Hinab über den Bauch gleitet die Hand, über den Venushügel auf meine Schamlippen. Vorbei an der noch heißen Clitoris. Du heißer Vulkan explosiver Freuden, du kannst dich jetzt ein wenig abkühlen. Mein Ziel liegt noch weiter. Die beiden Finger gleiten Seite an Seite in das Tal der Erregung ein. Sie streifen die inneren Lippen, und das ist gut so. Nur weiter, seid nicht so schüchtern. Ihr wollt noch ein wenig hierbleiben? Einverstanden. Meine Augen sehen anders aus. Die Wangen gerötet. Mein Mund ist wieder einen kleinen Spalt geöffnet. Meine Lippen auch. Alle. Weiter geht die Expedition. Zur Höhle der immerwährenden Begierde. Der Mittelfinger traut sich zuerst hinein und trifft auf eine warme, feuchte Umgebung, die ihn sofort zum längeren Verweilen einlädt. Die andere Hand kümmert sich derweil um meine Brüste. Liebevoll. Auch eine Form der Erkundung, mit den Fingern auf die beiden Hügel zu klettern und meine Knospen zu necken, bis diese stramm ihre Überzeugung kundtun.
Der Mittelfinger macht ein wenig Platz für seinen Partner, und gemeinsam erkunden die zwei nun meinen feuchten Liebestunnel. Der sich so fest um die beiden legt, ja sich wie fordernd an sie schmiegt und um Liebkosungen bettelt. Ich möchte diesem Wunsch nur zu gerne nachkommen und lasse die Finger langsam, aber stetig ein und aus gleiten. Die rein vaginale Stimulation braucht Zeit, Geduld, Hingabe. Ich habe alles davon. Und zum Glück mehr als genug. Es ist die reinste Freude, ich genieße es so sehr, möchte am liebsten nie mehr aufhören. Wozu auch? Ich unterdrücke mein Stöhnen, aber ich atme lauter, es lässt sich nun mal nicht vermeiden. Lange beobachte ich mich selbst im Spiegel, und es macht mich an! Das Feuer in meinen Augen wird heller.
Ich werfe den Kopf zurück und schüttele ihn, damit die langen Haare ein wenig in Schwung kommen. Und nicht nur die. In dieser Haltung kommen meine Brüste weiter heraus und werden sogleich mit intensiverem Kontakt bedacht. Meine Augen starren an die Decke, ich wedele sanft die Haare über meinen Rücken, und die beiden Hände machen einfach weiter. Merveilleux!
Es wird wärmer. Überall. Ein neues Verlangen kommt auf, und ich kann nicht widerstehen. Gönne meinen Brüsten ein wenig Erholung und lege die Hand nun auf den Po, greife sogleich fest zu und knete ihn ordentlich durch. Es fühlt sich toll an, aber ich will noch mehr. Die beiden Finger gleiten aus der feuchten Höhle und ich lecke sie ab, grinse dabei unwillkürlich mein Spiegelbild an. Lutsche meinen Nektar von der warmen Haut und befeuchte sie für eine neue Expedition. Diesmal werden Mittel- und Ringfinger auf die Reise gehen. Wieder passieren sie den immer noch heißen Vulkan, der dicht unterhalb meines Venushügels vor sich hin brodelt. Ich atme zitternd und leidenschaftlich aus, als sie endlich durch den Liebestunnel ihren Weg und ihr Ziel finden. Der Puls hat sich deutlich erhöht, ich beiße mir immer wieder auf die Unterlippe. Beinahe automatisch steigere ich das Tempo, und ich spüre wie der warme Nektar über meine Finger rinnt.
Zurück zu den Brüsten, Finger der linken Hand! Ihr wisst, was zu tun ist! Die Gipfel der beiden Hügel stehen selbstbewusst hervor, ich zupfe und drehe sie vorsichtig.
Ich schlucke schwer und möchte am liebsten laut meine Lust heraus stöhnen. Aber ich muss an Eva denken. Sie ist hier, ich muss leise sein. Sie soll es nicht hören. Wie ich jetzt immer schneller meine Finger in mich presse, meine Erregung mich fast wahnsinnig macht. Begleitet von diesen Geräuschen, die man nicht verhindern kann, wenn man dieses verdorbene, geile Spiel treibt.
Meine Geduld ist am Ende.
Es ist an der Zeit, den Plan zu ändern. Die Brüste werden verlassen und zwei Finger schieben sich an die Flanken des vor Lust fast überkochenden Vulkans. Seine Hitze hat sich auf meinen ganzen Körper ausgebreitet. Ich beginne zu schwitzen, atme flach und schnell.
Ich will es, jetzt! Und ich brauche mehr Halt. Immer noch auf Knien richte ich mich ein wenig auf, beuge mich nach vorn zum Spiegel, und stütze mich mit dem linken Unterarm darauf ab. Ich schließe meine Augen und konzentriere mich voll und ganz darauf geil zu kommen. Küsse meinen Arm, lecke mit der Zunge zärtlich über die warme Haut. Schmecke mich.
Wild und ungehemmt besorgen es mir jetzt die Finger, sie flutschen immer wieder aus meiner Süßen und kreisen auf meiner Perle. Ich höre es schmatzen, und es macht mich nur noch geiler. Der Nektar tropft langsam aus mir und befleckt was immer da unten ist, Handtuch oder Teppich, mir egal. Meine Hüften kreisen, ich keuche meinen Atem auf den Spiegel, meine Stirn auf dem Arm angelehnt.
Mehr, Bea, komm! In Gedanken feure ich mich nochmal an. Die Schenkel zittern bereits, das Herz pocht so stark, dass es in meinem Kopf zu spüren ist.
Bald!
Die Finger stoßen immer stärker in meine Vagina. Und schließlich ist die Verlockung einfach zu groß, sie auf meine Clit wandern zu lassen. Fordernd reiben sie auf ihr hin und her. Ich möchte es jetzt! Ich will jetzt geil kommen. Jetzt! Sanft beiße ich mir in den Arm, meine Perle steht hart, sie brennt förmlich vom Feuer des Vulkans und bettelt darum, endlich ausbrechen zu dürfen. Das darfst du auch, meine Kleine! Explodier' einfach vor Lust, ich helfe dir dabei! Alle Finger reiben und kreisen über meine Clitoris, es beginnt langsam weh zu tun... Nur noch ein bisschen mehr.
Ein wenig mehr von diesem geilen Spiel, und ich werde kommen! Wieder zittern die Schenkel, bald darauf der ganze Körper. Alles scheint sich zu drehen, ich beiße wieder in meinen Arm. Ein Zucken, erst in meiner feuchten Höhle, dann durchfährt meinen Körper ein Schauer, ein heftiger, wilder Schauer der Lust, der so stark ist, dass ich die Töne der Befriedigung nicht zurückhalten kann. Ich stöhne sie gedämpft in meine Armbeuge.
„Oh Gott, ja! Ja!!!“
Mehrmals spüre ich die Schübe der Erlösung meinen ganzen Körper durchfahren. Wie Wellen in einer Brandung, jede einzelne davon wäre schon die Mühe wert, die eigentlich mehr Vergnügen als Mühe ist. Aber alle zusammen überwältigen mich.
„Aah...oui...“, entfahren mir die letzten, leisen Töne.
Als die letzte Welle abgeklungen ist, verharre ich kurz vor dem Spiegel und schaue mich ein letztes Mal an. Mein Kopf ist gerötet, die Wangen glühen.
Ich setze mich bequem hin, greife nach dem Glas Wein und nehme einen großen, wohlverdienten Schluck. Das kleine Handtuch unter mir hatte den besten Platz, denke ich mir und schmunzele...
Tief atme ich ein und aus, streiche mir einige freche Haare aus dem Gesicht. Dann stehe ich auf, stelle die Musik ab und trockne meine heißen, noch geschwollenen Schamlippen ab. Das Handtuch wandert in den Wäschekorb, ich ziehe einen Slip an und setze mich auf das Bett.
Das war was! Eine Expedition zur Quelle der Lust. Ich grinse in mich hinein. Bergsteigen und Höhlenforschung zugleich. Es war doch keine schlechte Idee, die ich heute Morgen im Hörsaal hatte.
Ich lecke meine Finger ab, trinke den Wein aus. Erschöpft sinke ich in das weiche, kuschelige Bett.
Sommer. Studienzeit. Ich sitze im Hörsaal der Universität. Die Vorlesung ist gleich zu Ende, und ich beobachte heimlich die Menschen um mich herum. Nur noch wenige scheinen aufmerksam zu sein, alle sehnen die letzte Minute herbei, und da bilde ich keine Ausnahme. Jemand gähnt und steckt mich damit an. Ich versuche es zu unterdrücken und muss schmunzeln. In der Menge der Studierenden der freien Kunst erspähe ich natürlich auch Eva, leicht zu erkennen am dicken, geflochtenen Zopf. Sie sitzt ein wenig weiter vorne. Heute haben wir es irgendwie nicht zeitgleich in die Uni geschafft. Obwohl wir zusammen wohnen, in einer kleinen, aber feinen WG. Nun, fein ist relativ. Seit einigen Monaten bewohnen wir gemeinsam die kleine Wohnung unter dem Dach, sind uns aber immer noch fremd. Besonders viel geredet haben wir auch noch nicht. Es scheint, als würde die Chemie zwischen uns einfach nicht stimmen. An das Leben in einer WG muss ich mich auch erst noch gewöhnen, und Eva wahrscheinlich auch. Oder vielleicht findet sie mich auch einfach nur doof? Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich sie besonders gern habe. Mit ihrer biederen, ausweichenden Art und ihren albernen, ja langweiligen Klamotten. Nun gut, dafür lässt sie mir meinen Freiraum, und ich lasse ihr den ihren.
Meine Gedanken schweifen unwillkürlich ab. Der Nachmittag ist noch jung, und ich werde heute Zeit finden, in der Stadt ein wenig zu shoppen, und mich umzusehen. Ich möchte endlich mal die Altstadt erkunden, durch die schmalen Gassen spazieren und mir die Läden anschauen. Morgen ist ausschlafen angesagt, das Wochenende steht vor der Tür.
Wie schick!
Mit dem Ende der Vorlesung steigt meine Stimmung spürbar. Nichts wie raus hier! Auf dem Hof der Uni fasse ich mir ein Herz und gehe nochmal auf Eva zu.
„Kommst du mit in die Stadt?“, frage ich sie und beobachte ihre scheuen Augen.
„Nein, bin schon verabredet“, ist die kurze, leicht emotionslose Antwort.
Ich nicke nur. C'est la vie... Ich schließe mein Fahrrad auf und schiebe es zur Straße. Auf in die Altstadt!
Ich hätte schon viel früher herkommen sollen. Es ist wirklich schön hier! Und bei dem herrlichen Wetter sowieso. Die alten Häuser, ja geradezu Häuschen. Das schiefe Fachwerk, die bunten Mauern, verwitterte Dächer. Enge, verwinkelte Gassen in denen man kaum aneinander vorbei gehen kann. Mit dem verträumten Blick einer Französin, die von derartigen Details fasziniert ist, sauge ich alle Eindrücke in mich auf. Die vielen, kleinen Läden wecken mein Interesse, ich gehe in fast jeden hinein und schaue mir das Angebot an. Sei es Schmuck, Kunst, Souvenirs, altes Spielzeug oder Mode. Ich will alles sehen. Alles! Gekauft habe ich bisher nichts. Das möchte ich aber noch.
Aber erst ein Eis!
Freudig schlendere ich zum Marktplatz und lasse mich beim Eiscafé nieder. Ein großer Eisbecher mit Früchten. Was gibt es jetzt Schöneres? Wieder erwische ich mich dabei, wie ich die Menschen um mich herum beobachte. Den Mann, am Tisch nebenan, der immer wieder zu mir herüber schaut. Das frisch verliebte Paar dort drüben, das viel zu laut tuschelt. Die alten Damen, die über alles und jeden ihre Meinung kund tun, das Baby im Buggy, das so friedlich schläft. Ich lächle in mich hinein und seufze zufrieden. So ein schöner Nachmittag! Gleich möchte ich noch Unterwäsche kaufen. Aber erst das Eis!
„Bitte nur drei Teile mit in die Umkleide nehmen!“ Wer denkt sich so etwas aus? Soll ich dann zehnmal hin- und herlaufen? Es waren bestimmt Männer, die so etwas ausgeheckt haben. Um uns Mädels immer wieder quer durch den Laden zu scheuchen. Gut, ich kenne langsam meine Größen. Triumph, Passionata... Ich suche einige Slips und BHs aus, und reihe mich vor den Umkleiden in die Warteschlange ein. Alles voll? C'est la vie...
Endlich wird eine Kabine frei! Meine! Zack, Vorhang zu. Ich lege den Rucksack ab und ziehe mich aus. Nur das Höschen bleibt an. Ist mir lieber. Die Slips passen alle, wie zu erwarten war. Der rote BH als nächstes. Das Spiegelbild verrät: Alles okay, den kannst du kaufen! Ich grinse. Sehr schön! Jetzt den weißen. Wieder der Blick in den Spiegel. Kurz mit den Händen nachgeholfen, damit alles da sitzt, wo es sein soll. Passt auch. Wunderbar! Ich lege den weißen BH wieder ab, möchte nach dem blauen greifen. Der Vorhang meiner Umkleide bewegt sich plötzlich, und ich erschrecke fürchterlich.
„Mama?“ Ein kleines Kind schaut fragend herein.
„Ich bin hier, Schatz!“, höre ich aus der Kabine nebenan.
Ein kleiner Spalt ist offen, schnell ziehe ich den Vorhang wieder zu. Hat jemand was gesehen? Naja, nix zu machen. Ich lächle breit. Da kann man nicht böse sein. Also dann, ich ziehe den blauen BH an. Vor dem Spiegel wiege ich den Kopf von links nach rechts. Hm... der passt irgendwie nicht so recht. Ich richte meine Brüste kurz mit den Händen. Hilft auch nicht, aber es fühlt sich gut an! Der Stoff ist wirklich weich. Geschmeidig. Anschmiegsam. Ich streichele über ihn. Die Augen des Spiegelbilds haben meine gefangen genommen. Ich spüre wie meine Knospen erblühen und möchte am liebsten ewig so weitermachen. Okay, ein wenig noch...
Mit schicker neuer Unterwäsche im Gepäck, und einem Lächeln auf den Lippen, verlasse ich den Laden. Ein Blick auf die Uhr: schon fast sechs Uhr abends. Es wird Zeit, nach Hause zu fahren. Ich stehe in der schmalen Gasse und bin unentschlossen. Es ist so schön hier, aber irgendwie möchte ich zurück. Mich endlich duschen. Umziehen. Ich grinse in mich hinein. Sagen wir lieber: ausziehen. Die neuen Sachen anprobieren. Und... vielleicht noch mehr.
Also dann, auf zum Fahrrad! Während ich gehe, denke ich wieder an Eva. Was sie wohl gerade macht? Und mit wem? Und vor allem, wo? Bin ich etwa fehl am Platz, wenn ich zurück in die WG komme? Das wäre jetzt aber gar nicht in meinem Sinne.
Mit dem Rad kämpfe ich mich durch den Verkehr und bin froh, als ich endlich das Treppenhaus betreten kann. Oben, vor unserer Tür, bleibe ich kurz stehen. Lausche. Evas Rad war noch nicht da, aber man weiß ja nie... Ich höre nichts. Gar nichts. Schließe die Tür auf... Immer noch nichts. Glück gehabt, ich bin alleine.
Ich lege den Rucksack in meinem Zimmer ab und öffne das einzige Dachfenster, um ein wenig Luft herein zu lassen. Strecke meinen Kopf kurz heraus und atme tief die frische Luft ein. Dann forme ich einen Plan für den Abend, was schnell erledigt ist. Das Wichtigste zuerst: duschen!
Mit einem entspannten Seufzer lasse ich das Wasser über mein Gesicht laufen. So herrlich! Der Tag war sehr angenehm, aber doch lang. Diese Erfrischung brauche ich jetzt! Ich stelle mir vor, wie aller Stress abgewaschen wird. Zusammen mit dem Shampoo spüle ich ihn einfach fort. Der Duft meines Duschgels regt zum Träumen an. Lavendel... Südfrankreich. Ein Stück Heimatland! Mit einem Schwamm verteile ich das Gel auf mir, verreibe es zu Schaum. Hals, Brüste, Bauch. Ich liebe diesen Duft! Der Schaum läuft langsam herab, ich verfolge das Schauspiel. Er läuft über den Bauch. Knapp unter dem Bauchnabel fange ich ihn wieder auf, und lasse ihn von oben wieder los. Meine Brustwarzen teilen den weichen Schaum. Der Schwamm wandert in die Ablage, und die Hände übernehmen. Erneut fangen sie den Schaum auf, direkt unter den Brüsten. Und befördern ihn so oft wieder nach oben, bis fast nichts mehr da ist. Es fühlt sich wundervoll an! Ich brauche mehr! Mehr Wasser, mehr Gel, mehr Schaum. Mehr Duft und mehr von diesem wunderbaren Gefühl.
Es erregt mich, dieses Gefühl.
Diese Mischung aus der erfrischenden Dusche, meinen Gedanken zuvor in der Umkleide, und meiner Vorfreude auf den Abend. Am liebsten würde ich sofort loslegen... Aber ich spare es mir noch auf. Möchte die Erregung „mitnehmen“ in den Abend, um es später umso mehr zu genießen. Ich atme tief durch. Der neue Schaum benetzt bisher vernachlässigte Bereiche:
Po. Mit beiden Händen verteile ich den Lavendelschaum und folge dabei meinen Rundungen. Beine. Eines nach dem anderen wird gründlich gewaschen. Es gleicht schon fast einer Zeremonie. Aber warum auch nicht? Ich lächle. Dieser wunderbare Duft!
Keine Sorge, meine Süße, ich habe dich nicht vergessen. Du bist als Letzte dran. Zärtlich verteile ich den Schaum auf meiner Vagina, teile die Schamlippen, wasche jede Stelle mit Hingabe. So intensiv, dieses Gefühl. Der Schaum teilt sich an meiner Perle und läuft in zwei dünnen Bahnen über meine Scham. Mit den Fingern helfe ich ein wenig nach.
Es erregt mich noch mehr.
Ich wasche mich ein zweites Mal. Stöhne leise in den Strahl der Dusche hinein. Aber ich reiße mich zusammen. Der Plan, erst später alles in Ruhe auszukosten, bleibt bestehen.
Bequeme Jeans, lockeres T-Shirt. Angekommen in der Küche mache ich mich daran, etwas Leckeres für den Abend zuzubereiten. Salat mit Thunfisch, dazu Rotwein. Darauf habe ich jetzt richtig Lust! Unter anderem. Also erst mal die Flasche Wein geöffnet und ein Glas eingeschenkt. Immer noch keine Spur von Eva. Ich nehme einen ordentlichen Schluck Wein und fange an den Salat zu schneiden. Zwei Portionen. Eine für mich, eine für Eva. Als Zeichen guten Willens. Zum Schluss den Thunfisch oben drüber, fertig!
Nach dem Essen wasche ich mein Geschirr ab, räume ein wenig in unserer kleinen Küche auf. Dann setze ich mich zurück an den Tisch mit den beiden alten Stühlen und lese ein wenig. Gieße mir Wein nach, da höre ich Schritte. Eva kommt nach Hause. Ich höre sie im Flur. Schnell klappe ich mein Buch zu, lehne mich zurück. Nippe am Wein, streiche mir durch die Haare und blicke auf die offene Küchentür. Ich bin schon gespannt auf das Schauspiel. In Gedanken zähle ich langsam runter: drei, zwei, eins... Eva betritt die Bühne! Wie immer mit einem gleichgültigen „Hallo!“ erscheint sie in der Küche. Und weil sie nun mal der einzige Mensch hier ist, außer mir natürlich, beobachte ich sie.
Dieser knöchellange Faltenrock! Jemand muss ihr endlich sagen, dass die Dinger seit Jahren aus der Mode sind. Aber halt, was ist das? Ihre dunkelblonden Haare sind nun hochgesteckt! Hoppla, die junge Dame zeigt ungewohnt viel Haut! Und mein Blick wandert über jeden Quadratzentimeter davon. Dieser Hals! Zwei kleine, braune Punkte an der linken Seite faszinieren mich. Genau wie ihr kleiner, goldener Ohrschmuck, der so verspielt hin und her schaukelt. An der feinen, goldenen Kette um ihren Hals hängt ein kleines Kreuz. In Gedanken rolle ich mit den Augen. Ein Kreuz, war ja klar. Aber ihre Haut wirkt beinahe makellos, das muss man zugeben! Fast vergesse ich dabei den Salat.
„Ich habe Salat gemacht, im Kühlschrank!“, unterbreche ich die beinahe schon peinliche Stille und schenke ihr ein Lächeln. Stets wandert ihr Blick umher, trifft bei diesen Worten aber kurz auf meinen.
„Oh, danke schön!“ Dann wendet sie ihn schnell wieder ab. Ich frage mich, ob sie mich wirklich nicht leiden kann, oder ob sie einfach nur schüchtern ist. Ihre Mundwinkel und Lippen bilden eine waagerechte Linie. Die schmalen Augenbrauen, zumeist regungslos, liegen leicht geneigt wie ein ganz flaches V, und die zierlichen Wimpern darunter umrahmen ihre scheuen Augen. Ich beobachte sie weiter: Ihre Lippen schürzen sich, wenn sie konzentriert ist. So wie jetzt, beim Brot schneiden. Und hin und wieder, kaum wahrzunehmen, bewegt sich ihre Nasenspitze. Komm Eva, jetzt lächle doch mal! Für mich. Oder lache! Wenn Eva lacht, dann geht hier in der Wohnung die Sonne auf. Und das ist keine Übertreibung. Dann strahlen ihre Augen, ja leuchten geradezu vor Glück und Lebensfreude. Na los Eva, lach! Lass die Sonne aufgehen!
Ich kann ihren Blick nicht fangen.
Ihre Hände sind zart, die Finger fein und die Nägel sauber gepflegt. Aber dieser Rock! Meine Augen ruhen auf diesem individuellen Ausdruck ihres Geschmacks. Bis sie in die Hocke geht und den Honig aus der Schublade holt. Schau an, ein String zeichnet sich schwach darunter ab! An dieser Frau steckt mehr, als der erste Eindruck vermuten lässt.
Ich ziehe meine Augenbraue wieder runter. Gut, ich habe es versucht. Dann eben nicht. Es wird Zeit, meinen abendlichen Plan anzugehen.
Rotwein, Kerze. Ich spüre, dass Eva mir fragend nachschaut mit diesen Dingen in meinen Händen. Umständlich öffne ich die Tür zu meinem Zimmer, da beide Hände belegt sind. Ich winde mich hindurch und gebe der Tür mit dem Po einen leichten Schwung, um sie zu schließen. Ich bin in Gedanken versunken. Geradezu aufgeregt bei dem, was ich vorhabe zu tun. Die Betten in dieser Wohnung sind nahezu ebenerdig. Nur ein schmaler Holzrahmen erhebt die Schlafstelle über den Boden. Aber daran habe ich mich schnell gewöhnt. Ich gehe davor in die Hocke und stelle meinen Wein auf dem Boden ab, zünde die Kerze an und stelle sie daneben.
Das Dachfenster wird bis auf einen kleinen Spalt geschlossen. Die Temperatur ist angenehm. Ich bin zufrieden. Klatsche in Gedanken förmlich in die Hände. Jetzt spricht nichts mehr dagegen.
Sich auszuziehen. Endlich!
Meine Klamotten werfe ich auf das Sofa. Alles weg! Ich lächle und freue mich. Ich bin jung, ich bin frei! Die Beute des heutigen Einkaufs wird aus dem Rucksack geholt und vor dem Kleiderschrank ausgebreitet. Auf Knien, vor dem bodentiefen Spiegel an der Schranktür, sortiere ich die Wäsche und betrachte sie. Zuerst der rote BH! Wundervoll, wie er mir passt. Ich betrachte mich damit im Spiegel. Schön, dass ich ihn gefunden habe. Dann der weiße. Beim roten hat es mir eher die Farbe angetan, aber bei diesem gefällt mir die Spitze richtig gut. Und zwar so gut, dass ich mit den Fingern über den Stoff fühlen muss. Ich schaue mir dabei im Spiegel selbst in die Augen, stelle mich aufrecht hin. Wiege leicht den Kopf hin und her. Es ist aufregend. Ich wollte schon immer wissen, wie ich „dabei“ aussehe. Aber halt, da fehlt ja noch was! Ein kleines Handtuch wird aus dem Schrank gefischt. Man weiß ja nie. Und Musik fehlt auch noch. Leise Entspannungsmusik erfüllt mein Zimmer. Ob ich wirklich so leise sein kann, dass Eva nichts davon mitbekommt? Bisher war das ja offenbar auch der Fall.
Und auch diesmal. So denke ich zumindest. Der Orgasmus kündigt sich schon lange vorher an, ich versuche aber, ihn so lange es geht hinaus zu zögern. Ich möchte ihn voll und ganz auskosten. Auch wenn es mich einige Überwindung kostet. Aber es lohnt sich. Still zu schreien scheint mein Mund, und das lustvolle Spiel meiner Finger muss kurz innehalten. Es wird sonst zu viel. Zu viel Erregung. Ich zucke, spanne meinen ganzen Körper an. Verkrampfe mich fast dabei. Aber ich versuche mir in die Augen zu schauen. Beinahe lautlos keuche ich meine Erleichterung in Richtung des Spiegels. Mir ist warm geworden, ich schlucke und brauche etwas Wein. Ich nehme einen großen Schluck und behalte das Glas in den Händen. Lächle mich zufrieden an, zwinkere sogar dem Spiegelbild zu. Das war gut, nicht? Klitoral stimulieren funktioniert doch immer. Ich atme tief durch, stelle das Glas wieder beiseite und streiche meine Haare zurück. Jetzt möchte ich es anders.
Vaginal.
Ich knie mich wieder vor den Spiegel und beginne, meine Brüste zu streicheln. Na, seid ihr noch bei Laune? Ich auch, und wie! Beiße mir lasziv auf die Unterlippe und befeuchte zwei Finger mit dem Mund. Möchte ein wenig experimentieren. Zuerst Zeige- und Mittelfinger. Es fühlt sich gut an, wie sie sich gemeinsam auf eine Expedition machen, die Quelle meiner Lust zu erkunden. Hinab über den Bauch gleitet die Hand, über den Venushügel auf meine Schamlippen. Vorbei an der noch heißen Clitoris. Du heißer Vulkan explosiver Freuden, du kannst dich jetzt ein wenig abkühlen. Mein Ziel liegt noch weiter. Die beiden Finger gleiten Seite an Seite in das Tal der Erregung ein. Sie streifen die inneren Lippen, und das ist gut so. Nur weiter, seid nicht so schüchtern. Ihr wollt noch ein wenig hierbleiben? Einverstanden. Meine Augen sehen anders aus. Die Wangen gerötet. Mein Mund ist wieder einen kleinen Spalt geöffnet. Meine Lippen auch. Alle. Weiter geht die Expedition. Zur Höhle der immerwährenden Begierde. Der Mittelfinger traut sich zuerst hinein und trifft auf eine warme, feuchte Umgebung, die ihn sofort zum längeren Verweilen einlädt. Die andere Hand kümmert sich derweil um meine Brüste. Liebevoll. Auch eine Form der Erkundung, mit den Fingern auf die beiden Hügel zu klettern und meine Knospen zu necken, bis diese stramm ihre Überzeugung kundtun.
Der Mittelfinger macht ein wenig Platz für seinen Partner, und gemeinsam erkunden die zwei nun meinen feuchten Liebestunnel. Der sich so fest um die beiden legt, ja sich wie fordernd an sie schmiegt und um Liebkosungen bettelt. Ich möchte diesem Wunsch nur zu gerne nachkommen und lasse die Finger langsam, aber stetig ein und aus gleiten. Die rein vaginale Stimulation braucht Zeit, Geduld, Hingabe. Ich habe alles davon. Und zum Glück mehr als genug. Es ist die reinste Freude, ich genieße es so sehr, möchte am liebsten nie mehr aufhören. Wozu auch? Ich unterdrücke mein Stöhnen, aber ich atme lauter, es lässt sich nun mal nicht vermeiden. Lange beobachte ich mich selbst im Spiegel, und es macht mich an! Das Feuer in meinen Augen wird heller.
Ich werfe den Kopf zurück und schüttele ihn, damit die langen Haare ein wenig in Schwung kommen. Und nicht nur die. In dieser Haltung kommen meine Brüste weiter heraus und werden sogleich mit intensiverem Kontakt bedacht. Meine Augen starren an die Decke, ich wedele sanft die Haare über meinen Rücken, und die beiden Hände machen einfach weiter. Merveilleux!
Es wird wärmer. Überall. Ein neues Verlangen kommt auf, und ich kann nicht widerstehen. Gönne meinen Brüsten ein wenig Erholung und lege die Hand nun auf den Po, greife sogleich fest zu und knete ihn ordentlich durch. Es fühlt sich toll an, aber ich will noch mehr. Die beiden Finger gleiten aus der feuchten Höhle und ich lecke sie ab, grinse dabei unwillkürlich mein Spiegelbild an. Lutsche meinen Nektar von der warmen Haut und befeuchte sie für eine neue Expedition. Diesmal werden Mittel- und Ringfinger auf die Reise gehen. Wieder passieren sie den immer noch heißen Vulkan, der dicht unterhalb meines Venushügels vor sich hin brodelt. Ich atme zitternd und leidenschaftlich aus, als sie endlich durch den Liebestunnel ihren Weg und ihr Ziel finden. Der Puls hat sich deutlich erhöht, ich beiße mir immer wieder auf die Unterlippe. Beinahe automatisch steigere ich das Tempo, und ich spüre wie der warme Nektar über meine Finger rinnt.
Zurück zu den Brüsten, Finger der linken Hand! Ihr wisst, was zu tun ist! Die Gipfel der beiden Hügel stehen selbstbewusst hervor, ich zupfe und drehe sie vorsichtig.
Ich schlucke schwer und möchte am liebsten laut meine Lust heraus stöhnen. Aber ich muss an Eva denken. Sie ist hier, ich muss leise sein. Sie soll es nicht hören. Wie ich jetzt immer schneller meine Finger in mich presse, meine Erregung mich fast wahnsinnig macht. Begleitet von diesen Geräuschen, die man nicht verhindern kann, wenn man dieses verdorbene, geile Spiel treibt.
Meine Geduld ist am Ende.
Es ist an der Zeit, den Plan zu ändern. Die Brüste werden verlassen und zwei Finger schieben sich an die Flanken des vor Lust fast überkochenden Vulkans. Seine Hitze hat sich auf meinen ganzen Körper ausgebreitet. Ich beginne zu schwitzen, atme flach und schnell.
Ich will es, jetzt! Und ich brauche mehr Halt. Immer noch auf Knien richte ich mich ein wenig auf, beuge mich nach vorn zum Spiegel, und stütze mich mit dem linken Unterarm darauf ab. Ich schließe meine Augen und konzentriere mich voll und ganz darauf geil zu kommen. Küsse meinen Arm, lecke mit der Zunge zärtlich über die warme Haut. Schmecke mich.
Wild und ungehemmt besorgen es mir jetzt die Finger, sie flutschen immer wieder aus meiner Süßen und kreisen auf meiner Perle. Ich höre es schmatzen, und es macht mich nur noch geiler. Der Nektar tropft langsam aus mir und befleckt was immer da unten ist, Handtuch oder Teppich, mir egal. Meine Hüften kreisen, ich keuche meinen Atem auf den Spiegel, meine Stirn auf dem Arm angelehnt.
Mehr, Bea, komm! In Gedanken feure ich mich nochmal an. Die Schenkel zittern bereits, das Herz pocht so stark, dass es in meinem Kopf zu spüren ist.
Bald!
Die Finger stoßen immer stärker in meine Vagina. Und schließlich ist die Verlockung einfach zu groß, sie auf meine Clit wandern zu lassen. Fordernd reiben sie auf ihr hin und her. Ich möchte es jetzt! Ich will jetzt geil kommen. Jetzt! Sanft beiße ich mir in den Arm, meine Perle steht hart, sie brennt förmlich vom Feuer des Vulkans und bettelt darum, endlich ausbrechen zu dürfen. Das darfst du auch, meine Kleine! Explodier' einfach vor Lust, ich helfe dir dabei! Alle Finger reiben und kreisen über meine Clitoris, es beginnt langsam weh zu tun... Nur noch ein bisschen mehr.
Ein wenig mehr von diesem geilen Spiel, und ich werde kommen! Wieder zittern die Schenkel, bald darauf der ganze Körper. Alles scheint sich zu drehen, ich beiße wieder in meinen Arm. Ein Zucken, erst in meiner feuchten Höhle, dann durchfährt meinen Körper ein Schauer, ein heftiger, wilder Schauer der Lust, der so stark ist, dass ich die Töne der Befriedigung nicht zurückhalten kann. Ich stöhne sie gedämpft in meine Armbeuge.
„Oh Gott, ja! Ja!!!“
Mehrmals spüre ich die Schübe der Erlösung meinen ganzen Körper durchfahren. Wie Wellen in einer Brandung, jede einzelne davon wäre schon die Mühe wert, die eigentlich mehr Vergnügen als Mühe ist. Aber alle zusammen überwältigen mich.
„Aah...oui...“, entfahren mir die letzten, leisen Töne.
Als die letzte Welle abgeklungen ist, verharre ich kurz vor dem Spiegel und schaue mich ein letztes Mal an. Mein Kopf ist gerötet, die Wangen glühen.
Ich setze mich bequem hin, greife nach dem Glas Wein und nehme einen großen, wohlverdienten Schluck. Das kleine Handtuch unter mir hatte den besten Platz, denke ich mir und schmunzele...
Tief atme ich ein und aus, streiche mir einige freche Haare aus dem Gesicht. Dann stehe ich auf, stelle die Musik ab und trockne meine heißen, noch geschwollenen Schamlippen ab. Das Handtuch wandert in den Wäschekorb, ich ziehe einen Slip an und setze mich auf das Bett.
Das war was! Eine Expedition zur Quelle der Lust. Ich grinse in mich hinein. Bergsteigen und Höhlenforschung zugleich. Es war doch keine schlechte Idee, die ich heute Morgen im Hörsaal hatte.
Ich lecke meine Finger ab, trinke den Wein aus. Erschöpft sinke ich in das weiche, kuschelige Bett.
7ヶ月前