4)Treffen mit der Herrschaft - zum 1. Mal
die Tür schwingt auf und die frische Luft bläst uns ins Gesicht. Wie gefordert, gehe ich am Ende des Trios, Janine vorne weg, Thomas in der Mitte.
"wir gehen mal ein Ründchen", sagte Janine zu Thomas und mir, sodass wir durch die Fußgängerzone schländerten. Anfangs sichtlich unwohl blickte ich nervös umher und stellte fest: niemanden interessieren meine Socken. Die üblichen, musternden, Blicke, wenn jemand gerade auf einen zuläuft und erst kurz vorher ausweicht, aber sonst nichts. Es brauchte einige Minuten, bis ich anfing mich ... sagen wir mal "okay" zu fühlen. Langsam kam ich runter und genoss es Janine hinterher zu laufen und den Blick nicht abwenden zu können. Thomas ging rechts neben ihr, ich kurz hinter den beiden. Nicht, dass es jemand verlang hätte, allerdings fühlte es sich so einfach richtig an und wir sind ja auch so aus dem Kaffee gekommen. Er blickte über seine linke Schulter in meine Richtung und merkte an, dass ich das gut mache - wenn wir zusammen unterwegs sind und nichts anderes gefordert ist, laufe ich 2 Schritte hinter den beiden und habe den Blick nicht von Janines Absätzen abzuwenden, das sei eine gute Übung um den richtigen Blickwinkel zu trainieren, sagte er.
Vor einem Schaufenster blieben die beiden stehen und Janine rief mich vorn - "schau mal was sie hier für tolle Schuhe haben ... und das alles auch in Übergröße. Da gehen wir doch direkt einmal hinein". Ich blickte in die Auslage und sah von flachen Slippern bis zum Ballet-Overknee alles, was das Schuhherz höher schlagen lässt.
Gesagt getan, die Tür schwang auf, wir traten ein. Wir wurden direkt von einer Dame, ich würde sie auf Anfang 50 schätzen, begrüßt. Mit einladender Geste ging sie auf Janine und Thomas zu, kannte beide direkt beim Namen und man tauschte Oberflächlichkeiten aus (wie gehts, was macht das Leben, gut seht ihr aus - das übliche blabla). Doch dann schwenkte sie zu mir über: "ahaaa, na jetzt wirds interessant" sagte sie, und war die Erste, die bisher meinen Choker und die Socken bemerkte. "wir schauen mal wie es passt", sagte Thomas. "Deswegen sind wir hier" ergänzte Janine und setzte fort "hast du etwas schlichtes mit Absatz, gern zwischen 5 und 10 cm, runde Spitze, Blockabsatz, für Anfänger und/oder Langstrecke, dezent, unauffällig?"
"da hab ich genau das richtige für euch, welche Größe?" sagte die Verkäuferin und blickte mir durch die Augen in meine Fetischseele "45/46" entgegnete ich, was sie mit einem Nicken quittierte und kurz darauf mit 4 Kartons zurück kam.
"2 Modelle hab ich mit gebracht. Einmal einen Stiefel, mit Schnürung, damit es gut ans Bein passt, und einmal eine Stiefelette, die ggfs nochmal etwas dezenter unter der Hose heraus schaut - probiere doch beide einmal. Die Latexsocken lässt du unbedingt an, bei mir im Laden wird Latex angezogen, seltenst aber wieder abgelegt" erklärte sie mit einem Zwinkern.
Ich zog den Stiefel links und die Stiefelette rechts an, beide passten in 45 besser als in 46 zumal ich sie ja noch einlaufen musste. Beide hatten ein kleines Plateau von ca. 2 cm und eine Absatzhöhe von 10 cm sodass ich bei netto 8 cm heraus kam, die Stiefelletten mit einem Blockabsatz, die Stiefel mit Stilettoabsatz, ca. 50cent Stück im Durchmesser - wirklich entspannt, flach und absolut machbar. Janine schaute sich beide Schuhe an und nickte zustimmend. Thomas rümpfte die Nase und sagte "naja, irgendwo müssen wir ja anfangen - perspektivisch müssen wir da aber andere Saiten aufziehen und nicht mit so Pantoffeln rumeiern". "das ist absolut selbstverständlich" warf Janine ein "sie wird schon sehen" und warf mir einen funkelnden Blick zu. Ich bemerkte "sie" in dem Satz und war kurz irritiert ... was das noch wird ...
"ok, du hast mal wieder die Wahl, wie der Nachmittag weiter geht - im wahrsten Sinne des Wortes" ergriff Janine das Wort.
"Option A: du bleibst bei deinen flachen Schuhen, wirst allerdings die Chino ausziehen und hier in die Tüte packen - der Preis für den Komfort ist dann das zur Schau stellen deines Gummihöschens, oder hast du gedacht, dass sei mir nicht aufgefallen, als ich von der Toilette zurück kam und mich der mattschwarze Hosenbund anlachte?
Option B: du nimmst die Stiefel mit Chino darüber
Option C: du nimmst die Stiefeletten, die Hose bleibt bis zum Knie hochgekrempelt
Option D: keins davon und wir sehen uns nie wieder"
Ich musste überlegen. A und D sind für mich keine Option, allerdings konnte ich mich nicht so recht entscheiden ... am Ende meldete sich Thomas. "Das dauert mir alles zu lang, ich werfe eine Münze. Kopf: Stiefel / Zahl: Stiefeletten. Fürs zögern überlege ich mir noch etwas." gesagt, getan. Er warf die Münze ohne eine Antwort von mir abzuwarten oder gar zu erwarten. Das Schicksal entschied, dass ich die Stiefel tragen werde.
Sodann stand der zweite Stiefel neben mir und ich schlüpfte hinein. Wirklich sehr bequem, dachte ich mir. Schnürung und Reissverschluss waren schnell mit den geübten Händen der Verkäuferin verschlossen und ich blickte Stolz zu Thomas und Janine hinauf. Beide grinsten zufrieden und nickten der Verkäuferin zu. Erst dachte ich, es wäre eine Anerkennung für die Arbeit und auch ich begann zu grinsen, dann allerdings hörte ich es 2x kurz hinter einander klicken. Ergebnis: durch ein kleines Schloss gesichert, fürten Riemen um meine Knöchel und unter dem Schuh, zwischen Sohle und Absatz entlang - ich konnte sie nicht mehr ausziehen! Die Situation verstanden schaute ich mit größter Nervosität in die 3 Gesichter, die nun alle schelmisch grinsten.
"weisst du, wir möchten ja heute noch ein wenig Zeit zusammen verbringen und da dachten wir uns: wie gehts besser als sich weiter langsam aber sicher an einander zu gewöhnen? Ich bin sicher, du wirst es ... naja, 'mögen' ist ein starkes Wort, sagen wir 'gefallen finden'. Wir bummeln jetzt weiter, deine Sneakers schicken wir per Post zu dir nach Hause, die Stiefeletten nehmen wir zusätzlich mit, die Stiefel behältst du, geht ja auch nicht anders, an. Achja, die lange Wartezeit bei der Schuhwahl und den Umstand, dass ich für dich entscheiden (lassen) musste hab ich nicht vergessen. Dafür haben wir etwas besonderes dabei." Er hielt 4 Gegenstände in die Luft. 2 erkannte ich sofort, es waren schulterlange, transparente, Latexhandschuhe. Die anderen beiden konnte ich nicht erkennen. "dann zieh mal den Pulli aus, damit wir dich in die Handschuhe stecken können - danach kommt noch eine kleine Überraschung" freute sich Janine. Ich tat wie mir geheissen und die Verkäuferin half mir in die Handschuhe. Was nun kam war überraschend und zugleich überrumpelnd. Die beiden mir unbekannten Teile waren wie Fäustlinge, nur aus hautfarbenem Latex und mit pinker Ziernaht einmal herum. Thomas hielt die Öffnung auf und machte eine in die Richtung des Handschuhs nickende Kopfbewegung und vermittelte mir klar "rein da, wer zögert bekommt ein 'Goodie'". Ich kämpfte meine frisch gummierten Hände bis zum Anschlag hinein und stellte dann fest: am Handgelenk legte sich ein schmales Band zum verschließen herum - auch hier mit einem kleinen Metallnippel + Vorhängeschloss.
"Super, dann sind wir hier fertig, weiter gehts" sagte Janine schon fast euphorisiert. Sie stecke mir noch ein kleines Gerät, kaum größer als ein Feuerzeug in die Hosentasche und erklärte, dass dies ein Schrittzähler sei. Wir würden nun bummeln und umher laufen, bis ich meine 5000 Schritte erreicht habe. Normal müssten es ja 10.000 sein, allerdings starten wir heute entspannt, sagte sie mit einem fiesen Grinsen im Gesicht.
Gesagt, getan, die Tür ging auf und ich trat heraus. Wieder anders. Mein Pullover mit fleischfarbenen Latexfäustlingen, die Radlershorts, die niemand sehen konnte, die Stiefel mit niedrigem, schlankem Absatz zum größten Teil von der Chino verdeckt und meine Füße in Latexsocken ... nicht zu vergessen: der Rubberslut-Choker. Für mich war es der erste Moment meines Lebens, in dem ich mir Absatzschuhen in die Öffentlichkeit trat. Es fühlte sich an, als würde es mich vor Aufregung zerreissen und ich hatte das Gefühl als würde ich mein Blut in den Ohren rauschen hören. "komm, wir gehen hier lang" sagte Thomas zu Janine, voraussetzend, dass ich einfach folge ... Recht hatte er ... So gingen wir umher, ich hatte wieder mein "Gafferradar" auf maximaler Sensibilität stehen und merkte nun, dass mich wirklich mehr Menschen ansahen. Mal interessiert, mal neugierig, mal gleichgültig ... Ich drehe mich immer sofort nach den Frauen um, wenn ich einen klackenden Absatz höre - nun drehte man sich offensichtlich nach mir um. Wir schlenderten die Strassen rauf und andere wieder runter. Schauten in Auslagen, gingen durch Elektrofachmärkte und Bekleidungsgeschäfte. Ich stellte fest, dass mir Erstere besser gefallen, wegen des Teppichs. Hatte ich noch nie drauf geachtet, aber die rutschigen Fliesen in den Klamottengeschäften rangen mir einiges ab, ebenso die ungleichmäßige Oberfläche der Gehwege und Fußgängerzonen. Ich merkte, wie es mich immer mehr anstrengte und meine Füße erst etwas schmerzten, dann begannen taub zu werden. Das veränderte Gangbild fiel natürlich auf und Janine griff mir grinsend in die Hosentasche ... "Na sieh mal einer an: 6000 Schritte haben wir schon voll, gut schlägst du dich."
Ich hatte ein wenig die Orientierung verloren, so lang wie wir schon umher irrten. "Sodann" machte Thomas auf sich aufmerksam. "Der Bahnhof ist in diese Richtung" deutete er mit einer Geste die Strasse hinunter. "die Fäustlinge nehme ich dir ab, die Handschuhe und Stiefel bleiben dran. Keine Sorge, in deinem Briefkasten findest du die Schlüssel für die Manschetten und Stiefel. Für welche Manschetten fragst du dich? Die bekommst du gleich, damit du die Handschuhe nicht aus Versehen verlierst."
Gesagt getan: die Fäustlinge kamen runter, dafür wurden mir dezente schwarze Latexmanschetten angelegt und stramm verschlossen - genau wie bei den Schuhen: ein kleiner Metallnippel an der Unterseite, durch den dann ein Schloss geschoben wurde. "So dann Süße, machs gut!" die beiden winkten zum Abschied und so stand ich da. In der City, in abgeschlossenen Stiefeln, Latexradlershorts, Zehensocken und Handschuhen inkl. passenden Manschetten + Rubberslut - Choker. Was war das eben? Wahnsinn - plötzlich kam zurück: das erste Mal Natursekt, das erste Mal Fremdsperma. Zwei Mal. Meine Gedanken rasten und ich ging in die angegebene Richtung. Immer weiter bis zum Bahnhof, auf den ich nach jeder Kreuzung hoffte. Irgendwann fragte ich jemanden - ein junges Mädel, welches eben ihr Fahrrad an einer Laterne fest machte. Sie schaute an mir herab. Sah das Halsband, sah die Schuhe, nahm eine unsichere Notiz von meinen Handschuhen. Sie sagte, dass ich da voll in die falsche Richtung gelaufen sei - die Sbahn Haltestelle ist die Strasse runter, nicht hoch. Das sind bestimmt 2km, also nochmal eine halbe Stunde... "das war doch Absicht", dachte ich mir und machte mich auf den Weg. Nach weiteren 40 Minuten, absolut ermüdeten Füßen und viel Saft in Handschuhen und Socken saß ich endlich in der Sbahn auf dem Weg nach Hause. Ich war aufgeregt, ausgelaugt, erschöpft, aufgekratzt, erregt und unsicher, wie ich den Tag so fand. In Gedanken versunken hörte ich die Durchsage für meine Station, stellte mich schonmal an die Tür. Über die Blicke der anderen im Zug machte ich mir keine Gedanken mehr - das bisschen, was es da zu gucken gäbe ... Ich weiss nicht wie die Reaktionen waren, ob viele guckten oder niemand ... Ich verließ den Zug und machte mich auf die letzten 10 Minuten zu Fuß am heutigen Tage - die Füße schmerzten nach dem Sitzen mehr als vorher, vermutlich musste ich mich erstmal wieder einlaufen - meine Haustür konnte ich schon sehen, im Briefkasten war ein Brief und ein Benachrichtigungskärtchen ... sah aus wie selbst gemacht? Im Muster meine ich Pimmel erkennen zu können "du spinnst" sagte ich zu mir selbst, das ist die Erschöpfung... ging ins Haus und holte das Päckchen bei meinem Nachbarn an, der das Paket vom Boden seines Wohnungsflures aufhob und dabei meine Stiefel bemerkte. "na da biste aber speziell unterwegs ... passt zum Aufdruck auf dem Karton :D Viel Spaß und bis die Tage!" ... Ich schaute den dunkelroten Karton genauer an. es waren schwarze Pictogramme darauf. High Heels, Plugs, Pimmel, Boobies, Halsbänder ...
Ich balancierte auf meinen Absätzen durch die Wohnungstür, stellte den Karton ab und öffnete hastig den Umschlag auf der Suche nach den Schlüsseln ... keine Schlüssel drin ... nur eine Karte: ...
Fortsetzung folgt!
"wir gehen mal ein Ründchen", sagte Janine zu Thomas und mir, sodass wir durch die Fußgängerzone schländerten. Anfangs sichtlich unwohl blickte ich nervös umher und stellte fest: niemanden interessieren meine Socken. Die üblichen, musternden, Blicke, wenn jemand gerade auf einen zuläuft und erst kurz vorher ausweicht, aber sonst nichts. Es brauchte einige Minuten, bis ich anfing mich ... sagen wir mal "okay" zu fühlen. Langsam kam ich runter und genoss es Janine hinterher zu laufen und den Blick nicht abwenden zu können. Thomas ging rechts neben ihr, ich kurz hinter den beiden. Nicht, dass es jemand verlang hätte, allerdings fühlte es sich so einfach richtig an und wir sind ja auch so aus dem Kaffee gekommen. Er blickte über seine linke Schulter in meine Richtung und merkte an, dass ich das gut mache - wenn wir zusammen unterwegs sind und nichts anderes gefordert ist, laufe ich 2 Schritte hinter den beiden und habe den Blick nicht von Janines Absätzen abzuwenden, das sei eine gute Übung um den richtigen Blickwinkel zu trainieren, sagte er.
Vor einem Schaufenster blieben die beiden stehen und Janine rief mich vorn - "schau mal was sie hier für tolle Schuhe haben ... und das alles auch in Übergröße. Da gehen wir doch direkt einmal hinein". Ich blickte in die Auslage und sah von flachen Slippern bis zum Ballet-Overknee alles, was das Schuhherz höher schlagen lässt.
Gesagt getan, die Tür schwang auf, wir traten ein. Wir wurden direkt von einer Dame, ich würde sie auf Anfang 50 schätzen, begrüßt. Mit einladender Geste ging sie auf Janine und Thomas zu, kannte beide direkt beim Namen und man tauschte Oberflächlichkeiten aus (wie gehts, was macht das Leben, gut seht ihr aus - das übliche blabla). Doch dann schwenkte sie zu mir über: "ahaaa, na jetzt wirds interessant" sagte sie, und war die Erste, die bisher meinen Choker und die Socken bemerkte. "wir schauen mal wie es passt", sagte Thomas. "Deswegen sind wir hier" ergänzte Janine und setzte fort "hast du etwas schlichtes mit Absatz, gern zwischen 5 und 10 cm, runde Spitze, Blockabsatz, für Anfänger und/oder Langstrecke, dezent, unauffällig?"
"da hab ich genau das richtige für euch, welche Größe?" sagte die Verkäuferin und blickte mir durch die Augen in meine Fetischseele "45/46" entgegnete ich, was sie mit einem Nicken quittierte und kurz darauf mit 4 Kartons zurück kam.
"2 Modelle hab ich mit gebracht. Einmal einen Stiefel, mit Schnürung, damit es gut ans Bein passt, und einmal eine Stiefelette, die ggfs nochmal etwas dezenter unter der Hose heraus schaut - probiere doch beide einmal. Die Latexsocken lässt du unbedingt an, bei mir im Laden wird Latex angezogen, seltenst aber wieder abgelegt" erklärte sie mit einem Zwinkern.
Ich zog den Stiefel links und die Stiefelette rechts an, beide passten in 45 besser als in 46 zumal ich sie ja noch einlaufen musste. Beide hatten ein kleines Plateau von ca. 2 cm und eine Absatzhöhe von 10 cm sodass ich bei netto 8 cm heraus kam, die Stiefelletten mit einem Blockabsatz, die Stiefel mit Stilettoabsatz, ca. 50cent Stück im Durchmesser - wirklich entspannt, flach und absolut machbar. Janine schaute sich beide Schuhe an und nickte zustimmend. Thomas rümpfte die Nase und sagte "naja, irgendwo müssen wir ja anfangen - perspektivisch müssen wir da aber andere Saiten aufziehen und nicht mit so Pantoffeln rumeiern". "das ist absolut selbstverständlich" warf Janine ein "sie wird schon sehen" und warf mir einen funkelnden Blick zu. Ich bemerkte "sie" in dem Satz und war kurz irritiert ... was das noch wird ...
"ok, du hast mal wieder die Wahl, wie der Nachmittag weiter geht - im wahrsten Sinne des Wortes" ergriff Janine das Wort.
"Option A: du bleibst bei deinen flachen Schuhen, wirst allerdings die Chino ausziehen und hier in die Tüte packen - der Preis für den Komfort ist dann das zur Schau stellen deines Gummihöschens, oder hast du gedacht, dass sei mir nicht aufgefallen, als ich von der Toilette zurück kam und mich der mattschwarze Hosenbund anlachte?
Option B: du nimmst die Stiefel mit Chino darüber
Option C: du nimmst die Stiefeletten, die Hose bleibt bis zum Knie hochgekrempelt
Option D: keins davon und wir sehen uns nie wieder"
Ich musste überlegen. A und D sind für mich keine Option, allerdings konnte ich mich nicht so recht entscheiden ... am Ende meldete sich Thomas. "Das dauert mir alles zu lang, ich werfe eine Münze. Kopf: Stiefel / Zahl: Stiefeletten. Fürs zögern überlege ich mir noch etwas." gesagt, getan. Er warf die Münze ohne eine Antwort von mir abzuwarten oder gar zu erwarten. Das Schicksal entschied, dass ich die Stiefel tragen werde.
Sodann stand der zweite Stiefel neben mir und ich schlüpfte hinein. Wirklich sehr bequem, dachte ich mir. Schnürung und Reissverschluss waren schnell mit den geübten Händen der Verkäuferin verschlossen und ich blickte Stolz zu Thomas und Janine hinauf. Beide grinsten zufrieden und nickten der Verkäuferin zu. Erst dachte ich, es wäre eine Anerkennung für die Arbeit und auch ich begann zu grinsen, dann allerdings hörte ich es 2x kurz hinter einander klicken. Ergebnis: durch ein kleines Schloss gesichert, fürten Riemen um meine Knöchel und unter dem Schuh, zwischen Sohle und Absatz entlang - ich konnte sie nicht mehr ausziehen! Die Situation verstanden schaute ich mit größter Nervosität in die 3 Gesichter, die nun alle schelmisch grinsten.
"weisst du, wir möchten ja heute noch ein wenig Zeit zusammen verbringen und da dachten wir uns: wie gehts besser als sich weiter langsam aber sicher an einander zu gewöhnen? Ich bin sicher, du wirst es ... naja, 'mögen' ist ein starkes Wort, sagen wir 'gefallen finden'. Wir bummeln jetzt weiter, deine Sneakers schicken wir per Post zu dir nach Hause, die Stiefeletten nehmen wir zusätzlich mit, die Stiefel behältst du, geht ja auch nicht anders, an. Achja, die lange Wartezeit bei der Schuhwahl und den Umstand, dass ich für dich entscheiden (lassen) musste hab ich nicht vergessen. Dafür haben wir etwas besonderes dabei." Er hielt 4 Gegenstände in die Luft. 2 erkannte ich sofort, es waren schulterlange, transparente, Latexhandschuhe. Die anderen beiden konnte ich nicht erkennen. "dann zieh mal den Pulli aus, damit wir dich in die Handschuhe stecken können - danach kommt noch eine kleine Überraschung" freute sich Janine. Ich tat wie mir geheissen und die Verkäuferin half mir in die Handschuhe. Was nun kam war überraschend und zugleich überrumpelnd. Die beiden mir unbekannten Teile waren wie Fäustlinge, nur aus hautfarbenem Latex und mit pinker Ziernaht einmal herum. Thomas hielt die Öffnung auf und machte eine in die Richtung des Handschuhs nickende Kopfbewegung und vermittelte mir klar "rein da, wer zögert bekommt ein 'Goodie'". Ich kämpfte meine frisch gummierten Hände bis zum Anschlag hinein und stellte dann fest: am Handgelenk legte sich ein schmales Band zum verschließen herum - auch hier mit einem kleinen Metallnippel + Vorhängeschloss.
"Super, dann sind wir hier fertig, weiter gehts" sagte Janine schon fast euphorisiert. Sie stecke mir noch ein kleines Gerät, kaum größer als ein Feuerzeug in die Hosentasche und erklärte, dass dies ein Schrittzähler sei. Wir würden nun bummeln und umher laufen, bis ich meine 5000 Schritte erreicht habe. Normal müssten es ja 10.000 sein, allerdings starten wir heute entspannt, sagte sie mit einem fiesen Grinsen im Gesicht.
Gesagt, getan, die Tür ging auf und ich trat heraus. Wieder anders. Mein Pullover mit fleischfarbenen Latexfäustlingen, die Radlershorts, die niemand sehen konnte, die Stiefel mit niedrigem, schlankem Absatz zum größten Teil von der Chino verdeckt und meine Füße in Latexsocken ... nicht zu vergessen: der Rubberslut-Choker. Für mich war es der erste Moment meines Lebens, in dem ich mir Absatzschuhen in die Öffentlichkeit trat. Es fühlte sich an, als würde es mich vor Aufregung zerreissen und ich hatte das Gefühl als würde ich mein Blut in den Ohren rauschen hören. "komm, wir gehen hier lang" sagte Thomas zu Janine, voraussetzend, dass ich einfach folge ... Recht hatte er ... So gingen wir umher, ich hatte wieder mein "Gafferradar" auf maximaler Sensibilität stehen und merkte nun, dass mich wirklich mehr Menschen ansahen. Mal interessiert, mal neugierig, mal gleichgültig ... Ich drehe mich immer sofort nach den Frauen um, wenn ich einen klackenden Absatz höre - nun drehte man sich offensichtlich nach mir um. Wir schlenderten die Strassen rauf und andere wieder runter. Schauten in Auslagen, gingen durch Elektrofachmärkte und Bekleidungsgeschäfte. Ich stellte fest, dass mir Erstere besser gefallen, wegen des Teppichs. Hatte ich noch nie drauf geachtet, aber die rutschigen Fliesen in den Klamottengeschäften rangen mir einiges ab, ebenso die ungleichmäßige Oberfläche der Gehwege und Fußgängerzonen. Ich merkte, wie es mich immer mehr anstrengte und meine Füße erst etwas schmerzten, dann begannen taub zu werden. Das veränderte Gangbild fiel natürlich auf und Janine griff mir grinsend in die Hosentasche ... "Na sieh mal einer an: 6000 Schritte haben wir schon voll, gut schlägst du dich."
Ich hatte ein wenig die Orientierung verloren, so lang wie wir schon umher irrten. "Sodann" machte Thomas auf sich aufmerksam. "Der Bahnhof ist in diese Richtung" deutete er mit einer Geste die Strasse hinunter. "die Fäustlinge nehme ich dir ab, die Handschuhe und Stiefel bleiben dran. Keine Sorge, in deinem Briefkasten findest du die Schlüssel für die Manschetten und Stiefel. Für welche Manschetten fragst du dich? Die bekommst du gleich, damit du die Handschuhe nicht aus Versehen verlierst."
Gesagt getan: die Fäustlinge kamen runter, dafür wurden mir dezente schwarze Latexmanschetten angelegt und stramm verschlossen - genau wie bei den Schuhen: ein kleiner Metallnippel an der Unterseite, durch den dann ein Schloss geschoben wurde. "So dann Süße, machs gut!" die beiden winkten zum Abschied und so stand ich da. In der City, in abgeschlossenen Stiefeln, Latexradlershorts, Zehensocken und Handschuhen inkl. passenden Manschetten + Rubberslut - Choker. Was war das eben? Wahnsinn - plötzlich kam zurück: das erste Mal Natursekt, das erste Mal Fremdsperma. Zwei Mal. Meine Gedanken rasten und ich ging in die angegebene Richtung. Immer weiter bis zum Bahnhof, auf den ich nach jeder Kreuzung hoffte. Irgendwann fragte ich jemanden - ein junges Mädel, welches eben ihr Fahrrad an einer Laterne fest machte. Sie schaute an mir herab. Sah das Halsband, sah die Schuhe, nahm eine unsichere Notiz von meinen Handschuhen. Sie sagte, dass ich da voll in die falsche Richtung gelaufen sei - die Sbahn Haltestelle ist die Strasse runter, nicht hoch. Das sind bestimmt 2km, also nochmal eine halbe Stunde... "das war doch Absicht", dachte ich mir und machte mich auf den Weg. Nach weiteren 40 Minuten, absolut ermüdeten Füßen und viel Saft in Handschuhen und Socken saß ich endlich in der Sbahn auf dem Weg nach Hause. Ich war aufgeregt, ausgelaugt, erschöpft, aufgekratzt, erregt und unsicher, wie ich den Tag so fand. In Gedanken versunken hörte ich die Durchsage für meine Station, stellte mich schonmal an die Tür. Über die Blicke der anderen im Zug machte ich mir keine Gedanken mehr - das bisschen, was es da zu gucken gäbe ... Ich weiss nicht wie die Reaktionen waren, ob viele guckten oder niemand ... Ich verließ den Zug und machte mich auf die letzten 10 Minuten zu Fuß am heutigen Tage - die Füße schmerzten nach dem Sitzen mehr als vorher, vermutlich musste ich mich erstmal wieder einlaufen - meine Haustür konnte ich schon sehen, im Briefkasten war ein Brief und ein Benachrichtigungskärtchen ... sah aus wie selbst gemacht? Im Muster meine ich Pimmel erkennen zu können "du spinnst" sagte ich zu mir selbst, das ist die Erschöpfung... ging ins Haus und holte das Päckchen bei meinem Nachbarn an, der das Paket vom Boden seines Wohnungsflures aufhob und dabei meine Stiefel bemerkte. "na da biste aber speziell unterwegs ... passt zum Aufdruck auf dem Karton :D Viel Spaß und bis die Tage!" ... Ich schaute den dunkelroten Karton genauer an. es waren schwarze Pictogramme darauf. High Heels, Plugs, Pimmel, Boobies, Halsbänder ...
Ich balancierte auf meinen Absätzen durch die Wohnungstür, stellte den Karton ab und öffnete hastig den Umschlag auf der Suche nach den Schlüsseln ... keine Schlüssel drin ... nur eine Karte: ...
Fortsetzung folgt!
3ヶ月前