Sophie's Tagebuch - 30. Dezember - morgens

30. Dezember - morgens
Man sollte meinen, mit achtunddreißig Jahren hätte das Unterbewusstsein seine Botschaften alle durchgebracht. Aber nein. Es schickt immer noch diese verschlüsselten, halb erotischen, halb absurd-alltäglichen Traumfetzen, die einen mit einem Gefühl zurücklassen, das schwerer wiegt als die Daunendecke. Ein Gefühl, als hätte man etwas Wichtiges besprochen, aber die Sprache vergessen.
Es war Wasser, glaube ich. Viel Wasser. Ein warmer Pool, vielleicht ein See bei Nacht. Das Gefühl von Schwerelosigkeit, aber gleichzeitig diese wohlige, umschließende Wärme. Und… Stufen? Marmorstufen, die ins Wasser führten. Ich saß darauf, meine Füße – natürlich meine Füße – pendelten im dunklen Wasser. Jemand anderes war da. Ein Schatten, ein Umriss gegen das fahle Licht einer Laterne irgendwo. Kein Gesicht, das ich erkennen konnte, nur eine Präsenz. Eine Aufmerksamkeit, die sich ganz auf meine Bewegungen konzentrierte. Auf das langsame Kreisen meiner Knöchel, das Spiel der Zehen, die das Wasser nur so eben berührten. Es war eine stumme Verehrung. So klar und doch so still. Dann der Übergang, dieser albtraumhafte Ruck – plötzlich war ich in einem Supermarkt, verzweifelt auf der Suche nach einer bestimmten Sorte Olivenöl, und alle Regale waren leer. Die Absurdität. Das Gehirn ist ein grausamer, wunderbarer Narr.
Jetzt liege ich hier. Die Heizung knistert. Berlin ist ein grauer, verschlafener Klotz draußen hinter den Vorhängen. Diese minutenlange Schwebe zwischen Traum und Pflicht. Der Körper meldet sich langsam zurück. Das Gewicht der Brüste gegen die Matratze, ein angenehmer, erdender Druck. Die Spannung in den Waden, vom gestrigen langen Spaziergang. Die Haut fühlt sich weich an, ein wenig porös, richtig gelebt. Ich recke mich, ein langes, gedehntes Stöhnen entweicht mir – unhörbar für die Welt, ein reines Körpergeräusch. Die Zehen krümmen sich, strecken sich, fordern ihre Aufmerksamkeit ein. Im Halbdunkel sehe ich ihre Kontur unter der Decke. Sie haben Macht, diese kleinen Dinger. Sie tragen mich, sie zieren mich, und in der richtigen Beleuchtung, mit dem richtigen Blick darauf… nun ja. Sie öffnen Türen zu ganz bestimmten Kammern in den Köpfen der Menschen. Das ist eine eigenartige, unermessliche Verantwortung. Und eine Freude.
Der erste Gedanke des Tages: Ich muss die Wäsche machen. Der zweite: Welcher Teil meines Traums war wichtiger? Die hingebungsvolle Stille am Wasser oder die panische Suche nach Olivenöl? Vielleicht ist es dasselbe. Die Sehnsucht nach etwas, das man nicht greifen kann. Nach Hingabe. Nach einer bestimmten, unverwechselbaren Note im Alltag, die ihn erträglich, ja sogar köstlich macht.
Ich bin gestern Abend durch meine DM’s gegangen. Nicht alle, das ist ein Sumpf, in dem man versinken kann. Aber einige. Ein Mann – Mitte fünfzig, verheiratet, sehr höflich – schrieb drei lange Absätze darüber, wie der Anblick meiner in Nylons gehüllten Füße, wie ich sie in einem Video auf dem Couchtisch ausruhte, ihn für einen ganzen Nachmittag in einen Zustand friedlicher, konzentrierter Demut versetzt hat. Er hat seine Steuererklärung fertiggebracht, sagte er. In einer Art von andächtigem Flow. Das hat mich berührt. Wirklich. Es ist so… real. So viel realer als das plump-geile Gestammel. Es ging nicht um seine Entladung
発行者 simplysophie
1ヶ月前
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