Briefe an Anaïs Nin

To paint a woman as she is would be to strip her of all her clothes – not just the fabric ones, but those woven from time, fear, longing.“ – Henry Miller (aus einem Brief an Anaïs Nin)

„Eine Frau wirklich zu malen hieße, sie von allem zu entkleiden – nicht nur von Stoff, sondern von Zeit, Angst, Sehnsucht.“

Dieser Text ist schon ein paar Jahre alt, ich habe mich gerade daran erinnert!


Die Einladung kam auf feinem, elfenbeinfarbenem Karton, mit leicht gerauter Oberfläche, die sich fast wie Stoff anfühlte. Goldgeprägte Initialen in der oberen Ecke, darunter eine elegante Handschrift, die Datum und Uhrzeit nannte, den Ort – eine Villa mit Namen, aber ohne Adresse. Wer eingeladen war, wusste ohnehin, wo sie lag. Ich hielt das Papier in der Hand, ließ es zwischen den Fingern gleiten, als wäre schon darin ein Versprechen eingelassen. Ein Gartenfest, stand da. Ab dem späten Nachmittag. Weißer Dresscode, leicht, luftig, sommerlich. Ich lächelte. Wer das geschrieben hatte, kannte sich aus mit Andeutungen.

Schon beim Aufwachen spürte ich, dass dieser Tag besonders war. Die Sonne hatte sich früh durch die Jalousien geschoben, Lichtflecken tanzten über die Laken. Ich stand auf, trat ans Fenster, nackt, der Boden kühl unter den Füßen, und sah auf den Himmel – wolkenlos, ein Versprechen von Hitze. Im Bad ließ ich mir Zeit, ein langes Bad, zarte Pflege, überall duftete es nach Lavendel und Vanille, nach der Ahnung von Haut und Sonne. Ich rasierte mein Dreieck sorgsam, ließ eine zarte, feine Linie stehen – geometrisch, weich, feminin. Kein kahles Nichts, sondern ein Zeichen. Ein Hinweis auf Kultur, auf Kontrolle, auf das Wissen um Wirkung. Darunter: meine Vulva, geschlossen, prall, ruhig. Kraftvoll gezeichnet von vollen Schamlippen, die wie ein Siegel lagen – nicht geöffnet, nicht fordernd, sondern bereit. Ein Hauch von Feuchtigkeit glänzte zwischen ihnen, kaum sichtbar, aber fühlbar, wenn ich still stand und die Luft über meine Haut strich.

Das Kleid war weiß, hauchdünn, mit feinem Fall. Die Träger schmal, der Ausschnitt weich gerundet, der Stoff so gewählt, dass das Licht ihn mit Leben füllte. Darunter ein BH aus schneeweißer Spitze, leicht stützend, mehr Zierde als Notwendigkeit, darunter die Haut in ebenmäßiger Spannung. Der passende Slip ebenso fein, ebenso weiß, auf dem Körper wie ein letzter Schleier. Mein Haar war kunstvoll frisiert, gelöst und doch geordnet, Make-up in erdigen, warmen Tönen, fast unsichtbar, aber wirkungsvoll. Ein Hauch Gold auf den Lidern, die Lippen weich glänzend. Der Schmuck: filigran, handgearbeitet, auf den ersten Blick schlicht, auf den zweiten von seltener Kostbarkeit. Der Duft: dunkel und kühl, mit einer Note von Pfeffer und Sandelholz, ein Parfüm, das nicht auffällt – nur bleibt.

Als wir mit dem Auto die Auffahrt hochfuhren, verschlug es mir kurz den Atem. Die Villa war wie aus einem Film – weite Fenster, Terrassen in mehreren Ebenen, breite Steintreppen, riesige Schiebetüren, die in den Garten führten. Der Garten selbst war eine eigene Welt. Ein großer Pool, in dem das Licht spiegelte wie auf Glas, Stehtische mit weißen Hussen, darauf silberne Kübel mit Champagner und Limonenwasser, weiße Schirme, die Schatten spendeten, breite Bänke mit weichen Kissen, dazwischen Beete mit Lavendel, Zitronenmelisse und blühendem Jasmin, dessen Duft sich langsam in die Kleidung schlich.

Im Hintergrund spielte eine Band – Smooth Jazz, sanft und dennoch wach –, Kellner mit Tabletts glitten lautlos durch die Reihen, reichten Aperol, Lillet, Bellinis. Ich nahm ein Glas und ließ mich treiben. Die Kin der lachten, tobten noch in einem abgegrenzten Bereich, ihre Stimmen wie Vogelrufe. Die Erwachsenen mischten sich, kannten sich oder taten so, lachten, tranken, standen barfuß im Gras. Der Nachmittag ging über in den frühen Abend. Die Sonne senkte sich, malte goldene Linien auf nackte Arme, ließ Haut schimmern und Gespräche langsamer werden. Einige Gäste hatten sich bereits gelöst vom Mittelpunkt des Geschehens, saßen in Schattenzonen, auf Holzbänken mit karierten Kissen, in kleinen Runden, in denen der Smalltalk tiefer wurde – oder persönlicher.

Mein Mann war schon mitten im Gespräch mit drei jungen Männern. Ihre Stimmen, ihr Lachen, ihr Temperament klangen vertraut und doch neu. Ich trat näher, hörte zu, blieb etwas im Schatten, aber so, dass man mich sehen konnte.

„David hat einen kleinen Penis“, sagte einer und lachte. „Ein großer wäre vulgär. Das war Absicht.“
„Genau“, ergänzte der Nächste. „Groß ist barbarisch. Klein ist zivilisiert. Geist schlägt Fleisch.“
Mein Mann hob das Glas, grinste. „Aber selbst ein kleiner Penis kann inspirieren – fragt meine Frau.“
Sie lachten. Ich schenkte ihnen ein stilles Lächeln, ruhig, leicht überlegen.

Dann ging es um Venus, um Olympia, um Danaë, Modigliani. Sie sprachen über Andeutung und Enthüllung, über Newton, über gez wungene Offenheit, über die Grenze zwischen Kunst und Übergriff. Mein Mann schüttelte nur den Kopf: „Wahre Schönheit ist, wenn eine Frau sich entscheidet, zu zeigen. Aus eigenem Stolz. Aus Freiheit. Und wenn der Mann das erkennt – und bewahrt.“

Und dann, ganz still, als hätte sich ein Kreis um uns geschlossen, legte er sein Glas beiseite. Stand auf, trat zu mir, hob langsam – feierlich – den Saum meines Kleides. Der feine Stoff glitt über meine Oberschenkel, enthüllte meine Hüften, den weißen Slip. Seine Finger griffen ihn, zogen ihn sanft herunter, über meine Beine, bis er wie ein Schleier um meine Schuhe lag.

Ich bekam den Saum des Kleides in die Hand gelegt – wie ein Zeichen von Vertrauen, wie ein Zepter. Jetzt lag es an mir. Ich stand da, mit einem Glas in der einen Hand, dem Kleid gerafft in der anderen, meine kleine Tasche an der Schulter, mein Blick ruhig. Und ich entschied: Ich zeige mich. Nicht als Objekt. Sondern als Frau. Für sechzig Sekunden – eine Ewigkeit im Dazwischen.

Ich hatte mein Dreieck sorgsam rasiert, ließ eine zarte, feine Linie stehen – geometrisch, weich, feminin. Kein kahles Nichts, sondern ein Zeichen. Darunter: meine Vulva, geschlossen, prall, ruhig. Kraftvoll gezeichnet von vollen Schamlippen, die wie ein Siegel lagen – nicht geöffnet, nicht fordernd, sondern bereit. Ein Hauch von Feuchtigkeit glänzte zwischen ihnen, kaum sichtbar, aber fühlbar, wenn man nahe genug war. Wenn man still war. Wenn man die Luft anhalten konnte.

Die vier Männer starrten nicht. Sie sahen. Und sie schwiegen.
Mein Mann trat einen halben Schritt zurück, ließ mich im Licht stehen und sagte mit ruhiger Stimme:
„Das ist Kunst. Ihre Scham ist kein Versteck. Es ist ein Bekenntnis. Ein Stolz, den man nicht fassen, nur bewundern kann.“

Ich sah sie an, nacheinander. Der Jüngste hielt meinem Blick stand, sein Gesicht wie gemalt aus einer anderen Zeit – weich, voller Staunen. Die anderen suchten nach Worten, fanden keine. In ihren Augen las ich alles, was sie nicht sagen konnten: Zärtlichkeit. Erstaunen. Und eine fast kin_dliche Ehrfurcht.

Nach einer Minute ließ ich mein Kleid langsam wieder hinab, zog es über meine Hüften, trat aus dem Höschen und ließ es einfach liegen. Eine kleine, weiße Spur auf dem Boden. Wie ein Beweis, dass es wirklich geschehen war.

Es dauerte eine Weile, bis das Gespräch wieder anlief. Stockend, leise, tastend. Die Studenten suchten Halt in ihren Begriffen, in Kunstgeschichte, in Theorien. Aber etwas hatte sich verschoben. Ihre Sprache war weicher, ihre Blicke tastender, ihr Lächeln unsicherer.

Von den anderen Gästen hatte niemand etwas mitbekommen. Die Musik spielte weiter, ein Kellner reichte frische Gläser. Die Kin der waren längst verschwunden. Aber zwischen uns – dieser kleinen Gruppe – war etwas geschehen. Keine Provokation. Kein Skandal. Sondern ein Moment reiner, stiller Wahrheit. Ein Bild, das nicht mehr verschwinden würde.

Der Abend ging weiter wie im Traum, aber leiser. Die Lampions flackerten nun leicht, als wäre auch die Luft ein wenig weicher geworden, erschöpft von all den Gesprächen, dem Lachen, der Hitze. Als wir uns verabschiedeten, standen mein Mann und ich in der Auffahrt, umgeben von höflichen Stimmen, Umarmungen, halblauten Versprechen, sich wiederzusehen. Ich spürte seine Hand an meinem Rücken, liebevoll, stolz, still dankbar. Und als ich mich noch einmal umsah, wie man das tut, wenn etwas Bleibendes hinter einem liegt, fiel mein Blick auf ihn – auf den Jüngsten der drei. Er stand leicht abseits, den Kopf gesenkt, und hob gerade mein Höschen vom Boden auf. Nicht hastig. Nicht verstohlen. Sondern mit einer fast feierlichen Geste, als wäre es ein Fundstück, kein Fund.

Ich sagte nichts. Auch er sagte nichts. Aber zwischen uns bestand ein Blick, der nicht fragte, sondern erinnerte.

Wochen vergingen. Die Geschichte lebte weiter in mir, nicht als Szene, sondern als Zustand. Ich dachte oft an ihn – an seinen Blick, sein Staunen, seine stille Stärke, gerade in seiner Unsicherheit. Dann, eines Tages, fand ich es heraus: Er studierte an der Kunsthochschule, meiner alten. Er arbeitete als Modell, sagte man mir, in den Zeichenkursen, Aktklasse, die ganz in der Nähe des alten Treppenhauses lag, mit den hohen Fenstern und dem Nordlicht. Ich kannte den Raum gut. Ich wusste, wie es klang, wenn dort jemand leise atmete.

Ich wartete einen Moment ab, in dem ich wusste, dass niemand mehr kommen würde. Der Unterricht war vorbei, der Flur leer. Die Tür war angelehnt. Ich legte die Hand an das kalte Metall, schob sie langsam auf – ohne Geräusch.

Er stand noch auf dem Podest. Ganz still. Nackt. Seine Haut hatte diesen weichen, fast matten Ton, den nur junge Körper haben, kaum durchzogen von Haar, nur ein feiner Flaum unter den Achseln, ein zarter Schatten auf den Oberschenkeln. Seine Haltung war ruhig, fast klassisch – eine leichte Verlagerung des Gewichts auf das rechte Bein, das linke leicht gebeugt, die Arme locker gesenkt, die Schultern offen, der Brustkorb still atmend. Seine Füße fest auf dem Boden, erdend.

Und da war er: sein Penis. Klein. Ruhend. Ein Blutpenis, zartrosa, fast knabenhaft, mit einer feinen, losen Vorhaut, die sich weich über die Eichel legte. Nichts forderndes, nichts Stolzes – und doch war da Würde. Die Hoden lagen darunter fest und rund in einem straffen, hellen Hodensack, leicht gefaltet, wie in ein warmes Tuch gelegt. Das Ganze war nicht lächerlich, nicht peinlich – es war schön. Auf eine Art, die man nur sieht, wenn man gelernt hat, nicht zu vergleichen.

Er hatte mich gehört. Oder gespürt. Denn er drehte sich nicht überrascht, sondern nur langsam, als hätte er gewusst, dass ich komme. Unsere Blicke trafen sich. Kein Schreck. Keine Scham. Nur ein leichtes Zittern in seinem Atem.

„Ich wusste nicht, ob Sie kommen würden“, sagte er leise.
„Ich wusste nicht, ob ich es mir erlauben darf“, antwortete ich.

Er lächelte, kaum sichtbar. Und in seinen Augen lag genau das, was ich schon im Garten gesehen hatte – keine Begierde, kein Anspruch. Sondern Sehnsucht. Ein Wunsch, gesehen zu werden, so wie er war. Und vielleicht – irgendwann – berührt. Nicht zuerst mit der Hand. Sondern mit dem Blick. Mit dem Schweigen. Mit dem Wissen.

Ich trat ganz in den Raum, schloss die Tür leise hinter mir. Es war noch alles offen. Und nichts musste sofort geschehen. Aber der Raum hatte sich gefüllt – mit der Möglichkeit.

Ich trat näher und öffnete meinen Mund, denn ich wusste:
Es gibt zwei Arten, wie sich der männliche Körper auf das Begehren vorbereitet: Der eine trägt seine Größe ständig vor sich her – schwer, satt, fleischlich. Der andere hingegen birgt sein Geheimnis tief in sich: der Blutpenis.

Im Ruhezustand wirkt er zurückhaltend, fast unscheinbar – wie ein Versprechen, das noch nicht eingelöst wurde. Doch das ist seine Stärke: Er zeigt sich nur im rechten Moment. Wenn Wärme ihn umgibt. Wenn er gepflegt, berührt, betrachtet wird. Wenn er gespürt, nicht gezwmungen wird. Dann wächst er. Nicht plötzlich, sondern in Wellen. Er entfaltet sich. Nicht nur durch Blut, sondern durch Nähe, Vertrauen, feuchte Haut, durch Worte, durch einen Blick. Ein Blutpenis ist kein Muskel zur Schau – er ist ein Wesen. Er reagiert nicht auf Druck, sondern auf Atmosphäre. Er gedeiht in feuchter Umgebung, zwischen Schenkeln, in Münder gelegt, in Hände genommen, in warme Gedanken gehüllt.

Ein Fleischpenis hingegen ist stets präsent, bereit, sichtbar. Er zeigt, was er hat – zu jeder Zeit. Seine Schönheit liegt im Offensichtlichen, im Gewicht, in der Fülle. Er braucht keine Einladung, nur eine Gelegenheit.

Aber der Blutpenis: Er ist wie ein Gedicht, das man nicht sofort versteht. Man muss warten, lesen, fühlen. Und wer das tut, wird sehen, wie aus etwas Kleinem etwas Großes wird. Nicht nur im Körper – sondern im Kopf derjenigen, die ihn empfangen dürfen.

Beide sind schön. Auf ihre Weise.
Aber der eine – wächst, weil Frau (oder Mann) ihn wachsen lässt.
発行者 MK2221980
1ヶ月前
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