1626

Vorwort
Ihr kennt Markus6919 vielleicht schon von den schönen Holzelementen, die er ganz speziell für Frauen fertigt – stabile, handgefertigte Spielzeuge aus massivem Holz, immer mit viel Liebe zum Detail und einem ganz bestimmten Sinn für Ästhetik und Zweckmäßigkeit. Ich habe darüber eine Geschichte geschrieben, die ihr hier findet.

Jetzt hat er mich gefragt, ob er mir etwas Größeres bauen dürfte – etwas, das wirklich standhalten kann, etwas, an dem er mich richtig fixiert kann. Er hat nicht gesagt, was er genau mit mir im Sinn hat, aber ich kenne seine Gedanken und seine Art zu schreiben.
Also habe ich diese Geschichte für ihn (und vielleicht auch ein bisschen für mich) aufgeschrieben. Sie ist explizit, hart und demütigend – genau so, wie es in seinen Gedanken kreisen könnte. Ich bin nicht verantwortlich für seine Fantasien, die darin stecken; ich habe sie nur in Worte gefasst. Wenn euch der Text zu intensiv, zu erniedrigend oder zu pornografisch ist – beschwert euch bei Markus6919. Oder lest einfach nicht weiter. Ich habe nur die Geschichte erzählt. Die Bilder, die ich damit in seinem Kopf male, gehören ganz allein ihm.

Und jetzt… fangt an zu lesen.

1626 - Auf dem Marktplatz von Blankenstein, unter dem Schatten der Burg…
Im Jahre 1626, mitten im tobenden Dreißigjährigen Krieg, liegt Blankenstein – ein kleiner Burgflecken an der Ruhr, hoch über dem Flusstal, gekrönt von der alten Höhenburg der Grafen von der Mark. Die Burg ragt schwarz und verwittert in den Himmel, ihre Türme werfen lange Schatten über den Marktplatz unten, wo Fachwerkhäuser eng aneinander gedrängt stehen, der Wind nach Ruhrwasser und Rauch riecht und die Menschen in Angst und Aberglauben leben.

Genau hier, auf diesem gepflasterten Platz unter dem wachsamen Blick der Burg, steht der Pranger – ein niedriger, grober Holzblock aus Eiche, mit drei runden Löchern für Hals und Handgelenke, so tief am Boden, dass die Verurteilte nur kauern, den Rücken krümmen und den Körper der Menge preisgeben kann. Der Schandpfahl ist alt, abgenutzt von unzähligen Strafen, die Kanten zwar abgerundet, doch nach Tagen reiben sie trotzdem wund. Hier wird öffentlich Buße getan, hier wird gescholten, bespuckt, beworfen – und nachts, wenn die Fackeln verlöschen, wird geschwiegen… oder geflüstert.

In diesem Dorf mit kaum mehr als sechshundert Seelen, wo der Vogt Recht spricht, der Pfarrer predigt und die Nachbarn alles wissen, beginnt die Geschichte einer Frau, die ihren Mann nicht als Herrn anerkennen wollte. Und genau hier, unter dem Schatten der Burg Blankenstein, wird sie für drei Tage und drei Nächte festgehalten – zur Warnung, zur Demütigung und, wie sich später zeigt, vielleicht auch zu etwas anderem.

Der Zimmermann aus der Nachbarstadt hat nur zweimal mit dem Zollstock gemessen und dann stumm genickt. Drei starke Eichenbohlen, sauber verleimt, die Löcher genau dort, wo sie sein müssen: eines für den Hals, zwei für die Handgelenke, alles in Bodenhöhe, so dass ich weder sitzen noch aufstehen kann, nur noch vornübergebeugt kauern, den Hintern den Blicken der ganzen Stadt preisgegeben. Er hat sogar die Kanten schön abgerundet, „damit es nicht gleich wund reibt“, hat er gemurmelt, aber wir beide wussten, dass das nach drei Tagen keine Rolle mehr spielen würde.

Am Pranger
Am Morgen des ersten Tages haben sie mich hinausgeführt. Der Marktplatz war schon voll. Die Sonne stand kaum über den Dächern, brannte aber bereits wie im Hochsommer. Man hat mir das Kleid bis zur Taille hochgebunden und dann den schweren Holzrahmen über meinen Nacken und meine Arme geschoben. Das Schließen der eisernen Spangen klang sehr endgültig. Danach hat der Büttel laut verkündet: „Drei Tage und drei Nächte wegen zänkischem, streitsüchtigem Verhalten als Ehefrau, weil sie ihren Mann nicht als Herr anerkannt hat – zur Besserung und zum warnenden Beispiel.“

Die ersten Stunden waren noch erträglich. Dann kam die Mittagshitze. Der Durst wurde ein bohrendes Tier in meiner Kehle. Ki_nder rannten vorbei, lachten, warfen erst kleine Steinchen, später faule Eier. Der Dotter trocknete schnell auf meiner Haut, zog die Fliegen an. Mein Mann stand jedes Mal in der ersten Reihe, wenn wieder jemand rief: „Na, hat sie jetzt endlich still sein gelernt?“ Er lächelte nur dünn und nickte. Seit sie mir den Knebel herausgenommen haben, habe ich tatsächlich kein Wort mehr gesagt.
Nachts ändert sich alles.

Wenn die Fackeln auf dem Platz verlöschen und nur noch der Mond bleibt, kommen die Schatten. Sie sprechen kaum, manchmal nur ein leises „Pssst…“ oder gar nichts. Ich höre Gürtel schnallen, Stoff rascheln, dann fühlen sich warme, harte Körper an meinen Schenkeln an. Sie füttern mich mit ihrem Lebenssaft – manchmal in den Mund, meistens aber tiefer. Ich schlürfe gierig, lecke, sauge, alles was kommt. Es ist das Einzige, was den Durst ein bisschen lindert. In der ersten Nacht habe ich meine Baumwollunterhose noch getragen; irgendwann hat sie jemand mit einem Ruck heruntergerissen und weggeworfen. Seitdem bin ich offen, klebrig, verkrustet.
Niemand wäscht mich. Der Schweiß, der Samen, das getrocknete Eigelb, alles backt zusammen, reibt wund, brennt bei jeder Bewegung. Die Haut an Hals und Handgelenken ist längst roh. Und doch kommen sie weiter. Man sagt, in unserem Dorf leben zweihundert Männer. Gestern Mittag hat jemand gerufen: „Die Hälfte hat sie schon gehabt!“ – und gelacht. Der Pfarrer war kurz vor der Frühmesse da, mit zwei Ministranten. Er hat nur geflüstert: „Zur Absolution“, bevor er sich hinter mich gestellt hat. Die Jungen durften danach.

Der Vogt hat jede Nacht auf dem Weg vom Dorfkrug noch eben bei mir vorbeigeschaut. Er kam immer als einer der Letzten, wenn die anderen schon weitergezogen waren. Dann stellte er sich hinter mich, schob sich langsam hinein und flüsterte mir ins Ohr: „Morgen Abend gibt’s Spannferkel am Mühlenteich, Maria. Und Bier, so viel sie wollen. Das ganze Dorf wird feiern, wenn du geläutert und endlich sauber bist. Ich hab’s selbst gespendet – das Ferkel und die Fässer. Nur für dich.“ Dabei stieß er tiefer, hielt inne, lachte leise. „Auch du wirst es schmecken, versprochen. Aber erst, wenn alles an dir rein ist.“

Die dritte Nacht
Jetzt ist die dritte Nacht fast vorbei. Der dritte Tag brach an wie ein Fiebertraum. Die Sonne stand schon höher, als der Büttel kam, um mich loszumachen. Meine Gelenke knackten, als er die Spangen öffnete; die Haut darunter war schwarzrot, aufgeplatzt, mit eitrigen Rändern. Ich konnte kaum stehen. Die Menge johlte trotzdem, als hätte ich einen besonders guten Witz gemacht.

Die Reinigung
Mein Mann wartete schon am Rand des Marktplatzes, in der Hand ein grobes Hanfseil und ein Grinsen, das ich früher einmal geliebt hatte. „Zeit zum baden, Weib“, sagte er laut genug, dass es alle hörten. „Der Mühlenteich wartet. Und ich hab versprochen, dich so lange unterzutauchen, bis kein Tropfen mehr von den anderen an dir klebt.“

Der Vogt hatte Wort gehalten. Am Ufer des Teichs, dort wo das Mühlrad träge seine Kreise dreht, stand ein langer Tisch aus rohen Brettern. Darauf brutzelte das Spannferkel, Fett tropfte in die Glut darunter. Fässer Bier waren aufgereiht, die ersten schon angezapft. Männer aus allen Gassen lungerten herum, Krüge in der Hand, die Augen glänzend vor Vorfreude. Der Vogt selbst saß in der Mitte, Weste offen, Stiefel auf einem Schemel. Als er mich sah, hob er seinen Becher. „Auf die reuige Sünderin!“, rief er. Gelächter brandete auf. „Und auf die gründliche Reinigung!“

Sie banden mir die Hände auf den Rücken, nicht zu fest, aber fest genug. Dann führten sie mich die Böschung hinunter. Das Wasser roch nach Schlamm und altem Laub. Mein Mann packte mich am Nacken, wie man eine Katze packt. „Runter mit dir“, murmelte er fast zärtlich, bevor er mich vornüber ins kalte Nass stieß. Der erste Tauchgang war kurz. Ich kam prustend hoch, Wasser in den Haaren, Schlamm in den Augen. Die Menge lachte. Beim zweiten Mal hielt er länger. Meine Lunge brannte, ich zappelte, aber er drückte mich unbarmherzig runter. Als ich endlich wieder Luft bekam, hustete ich braunes Wasser und Schleim. „Noch nicht sauber“, sagte er und tauchte mich erneut.

Irgendwann zählte ich nicht mehr mit. Zehnmal? Zwölf? Das Bier floss in Strömen, die Stimmen wurden lauter, gröber. Jemand rief: „Lass mich mal, ich wasch sie gründlicher!“ Aber mein Mann schüttelte nur den Kopf. „Das ist meine Pflicht“, antwortete er jedes Mal. Und tauchte mich wieder.

Als die Sonne unterging, war ich endlich still. Kein Zappeln mehr, nur noch ein schlaffes Hängen in seinen Händen. Er zog mich ans Ufer, legte mich ins Gras wie ein nasses Bündel Wäsche. Meine Haut war blaurot gefleckt, die Wunden von den drei Tagen brannten im kalten Wasser wie Feuer. Aber der gröbste Schmutz war weg. Der Samen, das Eigelb, der Schweiß – alles im Teich versunken.
Der Vogt kam herüber, klopfte meinem Mann auf die Schulter. „Sauber genug“, befand er. „Jetzt darf sie wieder nach Hause. Aber wehe, sie fängt nochmal an zu zappeln.“

Mein Mann löste das Seil. Ich lag da, zitternd, und sah zu ihm hoch. Er beugte sich herunter, ganz nah an mein Ohr.
„Nächstes Mal“, flüsterte er, „sollte der Pranger höher gebaut werden. Dann kannst du den ganzen Marktplatz sehen, während du Buße tust.“ Ich sagte nichts. Ich konnte nicht.

Zu Hause – Die Kräuterfrau
Als wir endlich zu Hause waren, wartete die alte Kräuterfrau schon in der Diele. Der Bottich stand mitten in der Küche, dampfend, gefüllt mit warmem Wasser, in das sie Kamille, Ringelblume und ein paar Tropfen ihres eigenen, scharfen Suds gegeben hatte. Der Geruch war schwer und tröstlich zugleich, wie eine Erinnerung an etwas, das längst verloren schien.
Mein Mann schob mich sanft, aber bestimmt hinein. „Setz dich“, sagte er, ohne mich anzusehen. Er zog sich einen Schemel heran, setzte sich breitbeinig darauf und verschränkte die Arme. Kein Wort mehr von ihm. Nur dieses stille Zusehen, als wäre ich ein Stück Vieh, das endlich wieder sauber gemacht werden musste.

Die Alte arbeitete schweigend, methodisch. Sie tauchte den groben Lappen ein, wrang ihn aus und begann bei meinem Nacken. Jede Stelle, die drei Tage und Nächte lang roh und verkrustet gewesen war, wurde berührt, geschrubbt, gereinigt. Sie fuhr mit den Fingern in jede Falte, jedes Löchlein, das die Schatten hinterlassen hatten. Die Krusten aus Samen, Schweiß und getrocknetem Eigelb lösten sich in braunen Flocken und trieben auf dem Wasser. Es tat weh – ein sauberes, scharfes Brennen –, aber es war ein Schmerz, der endlich etwas beendete. Sie sprach kein Wort der Schelte, kein Wort des Mitleids. Nur einmal, als sie zwischen meinen Schenkeln kniete und die wundgeriebenen Innenseiten säuberte, murmelte sie: „Das wird wieder heilen. Aber merk dir’s: Der Körper vergisst nicht.“

Als sie mich schließlich aus dem Bottich hob, zitterte ich vor Kälte und Erschöpfung. Sie trocknete mich ab, tupfte statt zu reiben, dann holte sie ihr kleines Zinntöpfchen mit der gelben Salbe. Fingerkuppenweise trug sie sie auf – auf die aufgescheuerten Handgelenke, den wunden Hals, die geröteten Stellen an Hüften und Schenkeln. Die Salbe kühlte sofort, ein lindes Brennen, das den Schmerz in etwas Weiches verwandelte. Sie kämmte meine verfilzten Haare, zog sie auseinander, ohne zu zerren, und flocht sie lose nach hinten. Zum Schluss schlüpfte sie mir ein weißes Baumwollnachthemd über – frisch gewaschen, noch warm von der Truhe. Es roch nach Lavendel und nach Zuhause.

Die erste Nacht danach
Sie führte mich die schmale Treppe hinauf ins Schlafzimmer, deckte mich zu. Ich drehte mich noch einmal um, wollte etwas sagen – ein Danke vielleicht –, da sah ich ihn. Mein Mann stand auf, zog sich langsam aus. Hemd, Hose, Unterzeug fielen zu Boden. Sein Körper war angespannt, die Haut glänzte noch vom Schweiß des Tages. Er stieg in den Bottich, setzte sich hinein, das Wasser schwappte hoch. Und was ich dort sah, zwischen seinen gespreizten Beinen, war hart, aufgerichtet, bereit. Die Alte schloss die Tür hinter sich, ohne ein weiteres Wort. Das letzte, was ich hörte, war das leise Plätschern, als er sich zurücklehnte.

Der Schlaf würde noch warten müssen.

Ich lag da, sauber, gesalbt, in frischem Leinen, und spürte, wie mein Puls wieder schneller wurde. Nicht vor Angst. Sondern vor dem, was als Nächstes kommen würde. Dann kam mein Mann zu mir, als der Mann, den ich liebte – stark, fordernd, mit diesem hungrigen Blick, der mich immer schwach gemacht hatte. Die Alte war gegangen, die Tür fiel leise ins Schloss, und da stand er schon im Rahmen des Schlafzimmers, das Nachthemd, das ich trug, schien plötzlich zu dünn. Er zog es mir mit einem Ruck über den Kopf, warf es achtlos beiseite. „Jetzt bist du wieder meine“, murmelte er, und seine Hände waren überall, grob und doch vertraut. Er wollte es so machen, wie ich es von ihm gewohnt war – wild, ohne Hemmungen, mit mir oben, wo ich die Kontrolle hatte, die ich immer liebte. Keiner in den letzten Nächten hatte es so gemacht; die Schatten waren schnell, anonym, fordernd, aber nie so.

Ich war still und folgsam, denn ich hatte meine Lektion gelernt. Kein Widerwort, keine Kratzer, nur Hingabe. Ich lag da, breitete die Beine, ließ ihn gewähren, ohne zu stöhnen oder zu fordern. Plötzlich unterbrach er, zog sich zurück und kniff mir fest in die Brust, so dass ich laut aufschrie, der Schmerz durchfuhr mich wie ein Blitz. Er griff meinen Kopf, drehte mein Gesicht zu sich und schrie mich an: „Was soll das? Warum machst du nicht mit? Zerkratzt mir nicht den Rücken, beschimpfst mich nicht als Schlappschwanz und sagst nicht, dass der Pfarrer es besser drauf hat als ich?“ Ich starrte ihn an, die Tränen in den Augen, und flüsterte: „Weil ich meine verstanden habe und zukünftig den Mund halten und die Beine breit machen werde, wie alle anderen Frauen im Dorf.“

Er gab mir eine Ohrfeige – nicht hart, aber scharf genug, dass meine Wange brannte. „Bist du bescheuert? Ich will dich so, wie du vorher warst. Wild, ungezähmt und immer bereit.“ „Warum musste ich dann an den Pranger?“, fragte ich, die Stimme zitternd vor Verwirrung und aufkeimendem Zorn. Er lachte bitter, ließ mich los und setzte sich auf. „Weil uns die Nachbarin, diese vertrocknete Pflaume, beim Bürgermeister angeschwärzt hat. Und…“ Er machte eine Pause, sah mich an. „Ich wollte mal sehen, ob dir das gefällt.“

„Gefällt?“, echote ich, aber bevor ich mehr sagen konnte, drehte er sich auf den Rücken, die Arme hinter dem Kopf verschränkt. „So – rauf mit dir. Du willst doch immer oben sein.“ Wutschnaubend stürzte ich mich auf ihn, wollte ihm die Augen auskratzen, ihn beißen, ihn für alles bestrafen – den Pranger, die Nächte, die Demütigung. Aber irgendwie wurde ich dabei gestört: Meine Nägel gruben sich in seine Schultern, doch statt zu kämpfen, zog er mich näher, und der Zorn mischte sich mit etwas Altem, Vertrautem. Wir trollten herum, lachten, stöhnten, bis der Kampf in Ekstase überging.

Mein Mann, der Teufel
Dann lag ich totmüde in seinen Armen, unser Schweiß vermischte sich, die Decke hing halb vom Bett.
Später, als die Kerze fast heruntergebrannt war und der Mond durch das Fenster schien, lag ich noch wach, mein Kopf auf seiner Brust, die Augen halb geschlossen. Die Erschöpfung zog mich schon in den Schlaf, aber eine letzte Sorge kroch noch hoch.
„Wenn ich jetzt einen Balg von denen bekomme…“, murmelte ich schlaft_runken, die Worte schwer und leise, fast als würde ich sie nur träumen. Mein Mann lachte leise, ein warmes, beruhigendes Geräusch tief in seiner Brust. Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Ich hab dem Schultheiß zwei Gulden bezahlt, damit du direkt nach deinen roten Tagen auf den Pranger kommst. Die Zeit war genau richtig. Außerdem hat die alte Kräuterfrau dich nachts dort gereinigt – mit einem Sud aus ihren Kräutern. Du weißt doch, wie gründlich die ist. Also mach dir da drüber keine Sorgen. Ich blinzelte müde, die Worte sickerten langsam ein. Zwei Gulden. Der Schultheiß. Die Kräuterfrau. Alles geplant, alles geregelt. Ein Teil von mir wollte aufbegehren, ein anderer Teil fühlte nur Erleichterung – und eine seltsame Dankbarkeit. „Du bist ein Teufel“, flüsterte ich, aber es klang mehr nach Zuneigung als nach Vorwurf. „Und du bist meine Hexe“, antwortete er, küsste meine Stirn und zog die Decke höher. „Schlaf jetzt.“

Am nächsten Tag wachte ich - immer noch wund - auf. Brot, Tee und Wein standen auf einem Tischchen und dazu ein Strauß Feldblumen. Als ich mich aufsetzte, kam mein Mann herein, und ich wollte ihn schon anschreien, weil ich immer noch sauer war, dann sah ich ihn mir genauer an: Gesicht und Arme zerkratzt. Der Hals übersät mit Knutschflecken von Zungenküssen, und wie ich später noch sah, Rücken und Po voller Striemen. Er lächelte. „Du bist immer noch die alte, so wie ich dich will.“ Er küsste mich zärtlich. Ich wollte was sagen, da sagte er: „Der Bauer Hofer ist unten, er sagt, wir hätten ihm zu wenig Mehl für seine Ernte gegeben. Das müsste mehr sein. Ich kann ihn nicht überzeugen. Könntest du bitte mal mit ihm sprechen.“

Bauer Hofer
„Was!!!“, brüllte ich, sprang wutentbrannt auf, zog mir notdürftig das nächste Kleid über – es war noch zerknittert und roch nach Lavendel und Schweiß –, und stürmte die Treppen hinunter. Die Stufen knarrten unter meinen bloßen Füßen, jeder Schritt sandte einen stechenden Schmerz durch meine wunden Stellen, aber das war mir egal. Unten in der Diele stand Bauer Hofer, breitbeinig, den Hut in den Händen knetend, das Gesicht rot vor unterdrückter Wut. Sein Rock war staubig vom Feld, die Stiefel schwer von Lehm, und in seinen Augen lag diese Mischung aus Gier und Verlegenheit, die ich von ihm kannte – und die ich hasste.

„Hofer“, fauchte ich, noch bevor ich ganz unten war, „du wagst es, hierherzukommen und zu behaupten, wir hätten dir zu wenig Mehl gegeben? Deine Ernte war dünn wie immer, weil du dein Land nicht düngst und die Saat zu spät ausbringst. Letztes Jahr hast du das Doppelte bekommen und hast trotzdem gemeckert. Und jetzt stehst du hier, während ich noch kaum laufen kann, und willst mehr?“
Hofer blinzelte, trat einen Schritt zurück, als hätte ich ihn geschlagen. „Ach jetzt auch noch die Frau… wir haben einen Vertrag“ er grinste schmierig und fügte hinzu „In der Nacht… da warst du gefügiger. Da hast du nicht so rumgezickt.“

Die Worte hingen einen Moment in der Luft wie fauler Gestank. Mein Blut kochte hoch, heißer als die Sonne auf dem Pranger. Ich trat einen Schritt näher, so nah, dass er meinen Atem spüren musste.
„Ach ja?“, zischte ich, die Stimme leise und gefährlich. „Du warst also einer der Schatten? Hofer – ja, ich hab dich gerochen. Aber gespürt hab ich dich nicht. Weil du so einen Kleinen hast, dass man ihn mit ’ner Kerze suchen muss. Und jetzt – und jetzt hau ab, bevor ich dich vor allen Leuten als den winzigen Schwanzträger bloßstelle, der du bist!“
Hofer wurde kreidebleich. Seine Hände zitterten, der Hut fiel ihm fast runter. Er öffnete den Mund, schloss ihn wieder, dann flüsterte er heiser: „Das… das sag ich dem Vogt…“
„Dann sag’s ihm!“, brüllte ich, meine Stimme jetzt laut und scharf wie ein Messer. „Dann komm ich zum Vogt und erzähl ihm, wie klein dein Schwänzchen ist und wie du dich nachts an gefesselte Frauen ranschleichst, weil du tagsüber bei keiner mehr Chancen hast! Und dann schau ich zu, wie er dich selbst an den Pranger stellt – vielleicht mit einem Schild drum: ‚Kleiner Schwanz – große Klappe‘. Also los, Hofer, lauf zu deinem Vogt und heul dich aus. Vielleicht spendiert er dir beim nächsten Mal ein größeres Fass Bier – als Trost für deinen winzigen Stolz.“

Hofer wich zurück, stolperte fast über die Schwelle. „Du bist verrückt!“, krächzte er, drehte sich um und stolperte hinaus, schimpfend und fluchend, die Tür knallte so laut hinter ihm zu, dass der Putz von der Wand rieselte.
Ich stand da, keuchend, die Fäuste geballt, das Herz hämmerte wie wild. Mein Mann kam langsam die Treppe herunter, immer noch dieses Lächeln im Gesicht, als hätte er das alles von oben beobachtet und genau so gewollt.

„Siehst du“, sagte er leise, „genau so wollte ich dich zurückhaben.“ Ich schlug ihm gegen die Brust – nicht fest, aber fest genug. „Du hast das absichtlich gemacht.“ „Vielleicht“, gab er zu und zog mich an sich. „Aber jetzt weiß der ganze Ort, dass die alte Maria wieder da ist. Und dass sie sich immer noch nicht alles gefallen lässt.“

Später, als wir wieder oben waren, nahm er mich auf den Schoß. Ich sank langsam in seine Arme, der Zorn verrauchte, die Aufregung ließ nach, mein Körper wurde schwer vor Erschöpfung. Er streichelte mein Haar und sagte leise: „Du bist deiner Zeit voraus. Wir haben das Jahr 1626 – in 400 Jahren ist kein Problem mehr, eine selbstbewusste Frau zu sein.“
Ich lächelte schwach, schloss die Augen. Vielleicht hatte er recht. Aber bis dahin….
発行者 MK2221980
1ヶ月前
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