Manuela (1)

Der Bus der Linie 4 war seine persönliche Hölle, an diesem Nachmittag aber auch ein Tor zum Paradies. Jens, 50, mit einem Körper, der schon längst die Schlacht gegen die Schwerkraft und seine eigene Schwäche verloren hatte, kauerte auf einem der freien Plätze am Ende des Gelenkwagens. Seine Hände, feucht und unbeholfen, klammerten sich an die Plastiktüte mit dem Inhalt seines mittäglichen Supermarkt-Einkaufs: zwei Tiefkühlpizzen und ein Sechserpack Hefeweizen. Sein Leben war eine Abfolge von solchen kleinen, grauen Ereignissen.

Dann stieg sie ein.

Es war kein normales Betreten eines öffentlichen Verkehrsmittels. Es war ein Ereignis. Sie füllte die Tür, den Gang, den Raum. Eine unfassbar dicke Frau, nicht einmal dreißig Jahre alt, mit einem Haar, das die Farbe von brennendem Feuer hatte und ihr wild um die fleischigen Schultern fiel. Ihr Gesicht war von einer sturen, fast wütenden Schönheit, die Wangen gerötet, ein kleiner, harter Mund. Aber es war ihr Körper, der den Atem von Jens stocken ließ. Ein gewaltiger Hintern, der die Jeans spannte und bis zum Zerreißen dehnte und jede Bewegung zu einem seismischen Ereignis machte. Darüber, unter einem viel zu engen, dünnen T-Shirt, das sich um ihre riesigen Brüste spannte und die Konturen der BH-Träger klar zeichnete, baute sich eine Brust auf, so monumental, dass sie absurd und doch göttlich wirkte.

Sie schaute nach einem Platz, ihre Miene verriet reine Ungeduld. Die anderen Fahrgäste weichten ihr aus, schufen einen kleinen, respektvollen Freiraum. Ihr Blick schweifte durch den Wagen und für den Bruchteil einer Sekunde traf er den von Jens. In diesem Moment wurde ihm schwindelig. Es war kein Blick der Verführung oder des Interesses. Es war ein Blick voller Verachtung, eine kalte, grimmige Abfuhr, die ihn wie ein Peitschenhieb traf. Und Jens war hin und weg. Er fühlte sich klein, erbärmlich, und das war genau das, was er brauchte.

Sie fand keinen Sitzplatz und blieb im Gang stehen, eine lebendige Statue aus Fleisch und Unmut. Sie strahlte eine Dominanz aus, die nichts mit Lautstärke zu tun hatte. Es war eine pure, ungeschminkte Arroganz, eine stille Gewissheit, besser zu sein als alle um sie herum. Sie war gemein, das spürte Jens, und gerade diese Gemeinheit zog ihn magisch an. Er starrte auf sie, konnte seinen Blick nicht abwenden. Er sah, wie der Stoff ihrer Jeans an den Innenseiten ihrer Oberschenkel über ihre fleischigen Schamlippen spannte, wie sich das T-Shirt bei jeder Atmung über ihrer mächtigen Brust wölbte. Er stellte sich vor, wie sie schmecken würde, wie es sich anfühlen würde, von ihr erdrückt zu werden.

Die Stimme des Lautsprechers durchschnitt blechern die aufgeheizte Stille: „Nächste Haltestelle: Schillerplatz.“

Die rothaarige Frau drängte sich zur Tür. Als sie sich bewegte, änderte sich die Atmosphäre im Bus. Ein warmer, schwerer Duft stieg auf und umhüllte Jens. Es war kein Parfüm. Es war etwas Intimeres, Ursprünglicheres. Ein intensiver, leicht moschusartiger Geruch nach Möse, der sich mit dem Schweiß eines heißen Tages vermischte. Er war betörend, demütigend und erregend zugleich. Jens fühlte, wie sein Herz hämmerte und sein Blut in die Lenden schoss.

Sie stieg aus und Jens, wie hypnotisiert, stand auf. Seine Tüte raschelte. Er wusste nicht, was er tat. Er wusste nur, dass er ihr folgen musste. Er verließ den Bus, seine Augen fixiert auf ihren gewaltigen Hintern, der sich vor ihm durch die heruntergekommene Nachkriegsarchitektur des Plattenbaubezirks bewegte. Betonwände, mit Graffiti besprüht, verwahrloste Spielplätze, die Schatten der riesigen Blöcke fielen lang und bedrohlich.

Sie ging langsam, fast watschelnd, und jede Bewegung ihres Körpers war ein Spektakel. Ihr gewaltiger Hintern wogte von einer Seite zur anderen. Jens hielt einen respektvollen Abstand, aber er konnte den Blick nicht von ihr lassen. Er war ein Schatten, ein unsichtbarer Verfolger.

Dann verlangsamte sie ihren Schritt und blickte über ihre Schulter, direkt zu ihm. Ihr Blick war immer noch grimmig, aber jetzt war etwas anderes darin. Ein amüsiertes, triumphierendes Funkeln. Sie hatte ihn bemerkt. Sie wusste, dass er ihr folgte. Und sie genoss es. Sie drehte den Kopf wieder nach vorne, ging aber noch langsamer, fast provozierend. Sie gab ihm Zeit, sie zu bewundern, zu begehren, sich ihr hinzugeben. Der Duft, der von ihr ausging, schien in der staubigen Luft zu hängen und leitete ihn wie ein Leuchtfeuer ein Schiff, dass bald und in die Irre geleitet auf Grund laufen würde, um geplündert zu werden. Jens folgte ihr, tiefer und tiefer in das Labyrinth aus Beton, bereit für alles, was sie für ihn bereithalten würde.
発行者 LOSER_1973
12日前
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