Pornotraum 26 – Stars und Sternchen
Nachdem Uwe Chris und Fabio zu einem klärenden Gespräch ins Haus beordert hatte und Tamara mit Andi im Schlepptau verschwunden war, blieb ich mit den anderen draußen zurück. Und immer noch in voller Porno-Hochstimmung konnten wir nicht anders als weiter miteinander herumzualbern.
Robbie schnappte sich praktisch sofort die aufjauchzende Eva, legte sie auf einem Handtuch am Pool ab und leckte sie, bis sie schrie... während die von Snake in seine starken Arme geschlossene Jaqueline, wild kichernd an sich (und ihm) herumspielend, dabei zusah. Die kleine ungarische Sex-Elfe, die da so zungenfertig beglückt wurde, war aber auch ein ganz entzückender Anblick, wie sie so ekstatisch den Kopf hin und her warf und ihre strahlend blauen Augen vor Lust weit aufriss. Ihre schlanken jungen Glieder zitterten, und mit bebenden Muskeln hob sie das Becken vom Boden, um sich meinem Kollegen noch weiter entgegen zu drücken.
Während Eva also sicht- und hörbar hingerissen war, gab es aber zumindest einen unter den Zuschauern, dem Robbies Bemühungen noch nicht gut genug zu sein schienen – Heiner war schon bald mit guten Ratschlägen zur Stelle und ließ sich neben den beiden auf dem Boden nieder: „Wart mal, junger Mann, ich zeig dir was!“
In den Augen des älteren Darstellers war wohl nur das Beste gut genug für seinen süßen Sonnenschein. Welches Geheimnis er aber nun Robbie genau zeigen wollte, blieb mir zunächst verschlossen, denn gerade in diesem Moment wurde mir von dem aus dem Haus zurückkehrenden Uwe zugetragen, dass Kitty nach mir verlangte.
Das ließ mich natürlich aufhorchen. So lustig es hier draußen auch war, natürlich dürstete ich danach, sofort jedes Verlangen stillen zu dürfen, dass Kitty überkam – auch wenn es diesmal wahrscheinlich nicht um Sex ging. Also stieg ich rasch in meine Hose und eilte, das glückliche Fiepsen Evas und Jaquelines helles Lachen in meinem Rücken zurücklassend, nach drinnen.
Kitty war im großen Wohnzimmer einmal mehr an ihrem Laptop beschäftigt. Daneben lagen zwei Handys und ihr allgegenwärtiger Terminplaner. Sie sah nicht auf, als ich hereinkam, doch als ich mich nun neben sie setzte, konnte ich einfach nicht anders, als ihr zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange zu geben.
Das kleine Lächeln, das ich zur Belohnung dafür erhielt, ließ mir sofort warm ums Herz werden. Es war schon irre, dieses Kitzeln in meinem Körper – eben hatte ich noch auf eine gemeinsame gute Freundin, die zweifellos sehr scharfe Tamara, abgespritzt und meinen Spaß dabei gehabt, aber nun, als ich diesem strubbeligen, heftig tätowierten Wildfang, dem ich meine Porno-Karriere größtenteils zu verdanken hatte, so nahe war, fühlte ich mich schon wieder schwer verliebt.
Ich war so versunken darin mit meinem Blick die mir mittlerweile so vertrauten und doch immer wieder faszinierenden Linien ihres Gesichts nachzuziehen, dass ich zunächst nicht bemerkte, dass auf dem Bildschirm gerade ein Video lief – und es war auch nicht bloß irgend ein Porno, sondern zeigte mich mit Tina.
Es war die Szene, die wir früher am Nachmittag gedreht hatten, und tatsächlich war es nun das erste mal, dass ich mich selbst bewusst so in Aktion sah, wenn in diesem Fall auch ohne Ton. Erstaunlicherweise hatte ich mich bislang noch nie eingehender mit dem Endprodukt meiner Arbeit auseinandergesetzt – für mich war mit dem Cumshot immer ein Kapitel beendet, und nur meine schönen Erinnerungen an tollen Sex mit tollen Frauen (und natürlich die Aussicht auf alle zukünftigen Szenen) begleiteten mich von da ab in die Zukunft.
Diesmal jedoch sah ich genauer hin. Und bei aller Bescheidenheit gesagt, ich fand nicht schlecht, was der ganz in seine Partnerin versunkene junge Bursche dort gerade veranstaltete. Die Kamera filmte zwischen den langen, bestrapsten Beinen der luxusblonden Weltklasse-Darstellerin nach oben, so dass man vorne ihre schwingenden Superbrüste sah, und hinten meinen stolzen Schaft, den ich im Maschinenrhythmus stehend doggy in ihr seidig-feuchtes Liebestor hinein knallte, so dass man die dadurch entstehende, lustvolle Energie als Zuschauer praktisch zu spüren glaubte.
Mir gefiel diese Perspektive, vor allem als die Kamera jetzt etwas schwenkte und noch näher an Tinas dauernasse Königinnen-Fotze heranzoomte. Das brachte meine prallen Eier gut zur Geltung, und die Präzision meiner Stöße. Und, meine Güte, wie sie mal wieder gequietscht hatte! Alles echte Begeisterung natürlich (zumindest erlaubte ich es mir, das zu glauben). Und um überhaupt mit einer solchen sexuellen Hochleistungssportlerin wie ihr zurecht zu kommen, da brauchte es schon einen ganz besonders guten Ficker, jemanden, der wusste, wie er sie zu packen, und wie er sie zu nehmen hatte – eben so einen Kerl wie mich!
Okay, ich muss sagen, ich bildete mir schon ganz schön was ein... Und Kittys Katzeninstinkt entging natürlich nicht, wie unglaublich stolz ich gerade mal wieder auf mich war. Sie aktivierte die Lautsprecher, so dass man nun leise Tinas schrille Jauchzer und mein schweres, sie bei ihrem Freudenkonzert begleitendes Stöhnen hören konnte.
Letzteres fand ich jetzt tatsächlich etwas irritierend. Um nicht zu sagen, der Genuss, mir selbst so zuzusehen, wurde dadurch ein klein wenig getrübt. Hörte ich mich beim Sex vor der Kamera tatsächlich so an? Für mich klang das in diesem Moment so unelegant, zwar lustvoll, aber doch auch angestrengt, wie ein alter Zuchtbulle mit Asthma, und überhaupt nicht so wie der schneidige junge Nachwuchs-Hengst, als der ich mich selbst sah...
Kitty schien gegen dieses schwerfällige Ächzen, welches ich da von mir gab, allerdings gar nichts einzuwenden haben. „Gefällt es dir?“, fragte sie mich stattdessen, und schien ebenfalls ziemlich hingerissen von den Vorgängen auf dem Schirm. „Ich denke, ich werde mir hiervon ein GIF machen. Wenn man euch gleich so von hinten sieht. Dein junger Knackarsch, wie er deinen großen Schwanz immer wieder in ihre unersättliche Nobelfotze reinrammt. Das törnt mich total an!“
Natürlich ging mir nun das bereits halb ausgeklappte Taschenmesser in der Hose völlig auf, und natürlich fand ich ihre Worte einladend genug, um ihr den Arm um die Schulter zu legen und ein bisschen näher an sie heran zu rücken. Sie trug Shorts und ein verratztes T-Shirt, womit sie ein eigenartiger Kontrast zu all den auf schlampenhaft heiß getrimmten oder splitternackten Frauen war, mit denen ich hier sonst so meine Zeit verbrachte. Aber das Funkeln ihrer Augen, die Wärme ihres Körpers und der Duft ihrer Haut stiegen mir direkt zu Kopf, und plötzlich war es Kitty, die ich da an Tinas Stelle vor mir sah.
„Wenn es dich so heiß macht, mir beim Sex zuzusehen, dann bin ich gerne bereit, dich ein wenig an meiner Großartigkeit teilhaben zu lassen. Ich hatte zwar heute einen harten Tag, aber ich denke, ein bisschen was dürfte noch gehen...“
„Ich werde dich gleich in den Arsch ficken, bis dir der Kopf explodiert, du geiles Drecksstück!“, verkündete genau in diesem Moment mein anderes Ich im Video, und ich zuckte zusammen. Hatte ich das wirklich gesagt? Mit dieser bebenden, gepresst klingenden Stimme? Oh mein Gott! Gerade wo ich zu der Ansicht gekommen war, dass das Stöhnen gar nicht so schlimm klang...
Kitty lachte, als sie den Ausdruck sah, der plötzlich auf meinem Gesicht erschien. „Gut zu wissen, dass dich Tina und die anderen da draußen noch nicht völlig entkräftet haben! Und auch wenn ich zur Zeit noch anderes zu tun habe, ich behalte den Gedanken im Kopf. Versprochen!“ Doch dann erschien wieder dieses kleine, schiefe Grinsen auf ihren Zügen, und ich wusste, dass mein gerade so gewaltig aufgepumpter Stolz jetzt unvermeidlicherweise ein wenig zurechtgestutzt werden würde.
„Wo wir gerade von geilen Filmchen reden - der hier ist auch nicht schlecht!“, kam es dann auch prompt von ihr. Ein paar Klicks, ein neues Video öffnete sich, und nun sah ich Tina dabei zu, wie sie mit verliebt empor gerichteten Augenaufschlag an Snakes schwarzem, alle gewohnten Dimensionen sprengenden Monsterschwanz hermlutschte.
Es war eine Aufnahme, die ebenfalls heute gemacht worden war, früher am Tag, als ich mit Jaqueline zugange gewesen war. Im Hintergrund sah man den roten Luxussportwagen, der als befickbare Kulisse gedient hatte, und im Vordergrund die beiden heftig ineinander versunkenen, auf Porno getrimmten Luxuskörper der Darsteller.
„Ich liebe deinen Schwanz! Er ist so viel größer als alle anderen!“, nuschelte Deutschlandes blondester Pornostar gerade an der speicheltriefenden, drohend über ihrem wunderschönen Gesicht aufragenden Schokoladenkeule vorbei, bevor sie sich die dicken Eier in den Mund schob und den dunkelhäutigen, muskulösen Amerikaner mit ihren großen blauen Traumaugen auf eine Art anbetete, die es mir heiß und kalt die Wirbelsäule hinablaufen ließ. Hatte sie vorhin auch mich so angesehen? Oder bei irgend einer anderen Gelegenheit? Ich hoffte es doch. Vielleicht sollte ich wirklich mal alle unsere bis dahin gefilmten Szenen daraufhin durchschauen...
Doch ich fasste mich schnell wieder. „Na ja, so viel größer als ich ist er jetzt auch wieder nicht.“, sagte ich betont gleichmütig. Wenn mich Kitty triezen wollte, dann sollte sie sich schon was besseres einfallen lassen als mir bloß Aufnahmen von sehr großen Penissen zu zeigen. „Ich sehe Tina auch sehr gerne zu, wie sie nett zu anderen Männern ist. Und ich hab echt keine Minderwertigkeitskomplexe, bloß weil sein Schwanz ein kleines bisschen länger ist, und dir auch schon mal bis zum Anschlag im Arsch gesteckt hat.“
„Ah ja. Ich erinnere mich.“ Kitty schnaubte ein halbes Lachen hervor. „Aber dann genieße den Anblick hier doch noch etwas länger, wenn er dir so gut gefällt - so oft wirst du ihn nämlich nicht mehr zu sehen kriegen!“
Ich zuckte die Schultern und tat gelangweilt. „Warum? Weil du demnächst auf Snake verzichten musst?“ Das wusste ich doch schon. Ich würde deswegen bestimmt keine Entzugserscheinungen haben, und den Frauen auch gerne dabei helfen, über ihre hinwegzukommen...
„Nein weil du demnächst auf Tina verzichten musst.“ Kitty schaute mir direkt ins Gesicht, um auch ja meine Reaktion auf diese Neuigkeit genießen zu dürfen. „Sie verlässt uns. Geht in die USA. Wegen „neuer Karriereoptionen“, wie ihr Göttergatte es so schön ausdrückt. Oder, anders gesagt, wir können sie uns nicht auf Dauer exklusiv leisten.“
„Schade.“ Das war die reine Wahrheit, und etwas anderes fiel mir dazu wirklich nicht ein.
„Ich hatte eigentlich gehofft, ich könnte sie und Roger hier noch etwas in unserem Sinne bearbeiten. In entspannter Atmosphäre, sozusagen. Bob ist in geschäftlicher Hinsicht immer sehr direkt, und wenn er nicht mehr mitbieten kann, dann lässt er es eben. Aber ich dachte, wenn man sie ein bisschen mit Hauptrollen ködert, eigenen Titeln, Filmen mit mehr Handlung, dann wären sie vielleicht interessiert.“ Bedauernd zuckte sie die Schultern. „War aber wohl nichts.“
Kitty führte das ganze dann noch weiter aus, doch ich hörte ihr nur mit halbem Ohr zu. Diese geschäftlichen Details interessierten mich eher weniger. Der Gedanke, dass ich in nächster Zeit vielleicht keinen Sex mehr mit Tina haben dürfte, meinem endlich greifbar gewordenen Idol langer Jahre als Nachwuchs-Pornokonsument, traf mich da schon eher. Sie war wirklich ein selten heißes Geschoss, eines der heißesten überhaupt... Und vor ein paar Monaten hatte ich noch nicht mal im Traum zu hoffen gewagt, ihr jemals auch nur nahe sein zu dürfen, geschweige denn, dass meine schmutzigsten Pornoträume mit ihr plötzlich wahr werden würden! Und jetzt war ich schon fast so etwas wie ein regelmäßiger Drehpartner!
Doch bevor ich mich noch tiefer in mein Bedauern versenken und Kitty ihr Seminar „Porno-BWL für Anfänger“ weiter ausdehnen, konnte, ertönte draußen plötzlich ein schriller weiblicher Jubelschrei, der mir direkt ins Mark fuhr – gefolgt von lautem männlichen Triumph-Gejohle.
Ich schoss natürlich sofort aus meinen Überlegungen auf. „Was war denn das?“, fragte ich, halb entsetzt von der plötzlichen Intensität, die in diesem Ausbruch gelegen hatte, und gleichzeitig darüber rätselnd, wer denn da gerade so explodiert war. Ich hatte hier schon viele Frauen kommen gehört, aber diesen Höhepunkt konnte ich nicht zuordnen...
Doch Kitty nickte bloß wissend. „Ach, die kleine Eva hat wahrscheinlich wieder mal gesquirted...“, sagte sie ganz beiläufig. Und ich starrte die junge Frau neben mir bloß mit offenem Mund an.
„Wie, das wusstest du noch gar nicht?“ Sie hatte angesichts meines offensichtlichen Erstaunens ein halbes Lächeln im Mundwinkel, klang jetzt aber, wenn möglich, noch unbeteiligter.
Ich schüttelte heftig den Kopf. „Nein, woher denn!“ Ja, wenn ich das gewusst hätte, wäre ich glatt draußen bei den anderen geblieben, da hätte Kitty so laut und lange nach mir rufen können wie sie wollte... „Meine Güte! Und wegen dir habe ich das verpasst!“
„Ja so ein Ärger! Du Ärmster...“ Bei ihrem falschen Mitleid stellten sich mir doch glatt die Nackenhaare auf. „Und dabei ist das doch so ein bewegendes Ereignis... Sie sprudelt wie ein lustiger kleiner Springbrunnen, wie ein kristallklarer Bergquell, wie ein milder Frühlingsregen...“
Ich ächzte nur wortlos, und ihre Hand tätschelte mir tröstend die Wange. „Ach komm schon, mein Großer! Kein Grund zum weinen. Du wirst sicher morgen auch noch Gelegenheit haben, ihr beim Squirten zuzusehen... oder sie selbst dazu zu bringen!“ Und für einen Moment herrschte nun Schweigen zwischen uns, während vor meinen Augen ein völlig neuer Film ablief.
Doch dann kehrte ich wieder ins hier und jetzt zurück. „Sag mal, warum hast du mich jetzt eigentlich hergerufen.“, fragte ich sie, leichte Gereiztheit in der Stimme. Irgend einen wichtigen Grund musste sie doch gehabt haben. Zumal es doch draußen zur gleichen Zeit so wunderbare Naturschauspiele zu bestaunen gab...
Sie aber zuckte bloß die Schultern, und plötzlich wirkte sie ertappt. „Ach, eigentlich aus gar keinem besonderen Anlass. Ich wollte dir einfach mal die Videos zeigen...“ Und mich in ihrer Nähe haben – das war eine plötzliche Gewissheit, die all meinen Ärger hinweg wehte, mein Herz ein klein wenig heftiger pumpen ließ, und mich zusätzlich auch von jedem Gedanken abbrachte, schnell aufzustehen und nach draußen zu stürmen, um vielleicht noch Zeuge einer kleinen Squirting-Zugabe werden zu dürfen.
Für eine Weile saßen wir nun einfach nur nebeneinander und schauten uns weiter meine Szene mit Tina an. Kitty, die einfach nicht auch ihrer Pornographinnen-Haut konnte, gab hin und wieder kleine Ratschläge – hier könntest du offener zur Kamera sein, hier ein bisschen mehr Spannung in den Händen, wenn du ihr so an die Brüste fasst, glotz nicht irgendwelche Leute am Set an, wenn du so eine scharfe Braut vor dir hast, etc. – doch im großen und ganzen schien sie sehr zufrieden mit ihrem Lieblingsschüler zu sein.
Darauf musste ich sie natürlich ansprechen: „Dir gefällt wohl, was du siehst?“, fragte ich, mit Kribbeln im Bauch. Und tatsächlich waren ihre Wangen nun leicht gerötet, und ihr Atem ging ein winziges bisschen schneller als zuvor. Und so wie sie sich mittlerweile an meine Schulter schmiegte...
„Ich sehe halt gerne Leuten beim Sex zu. Vor allem dir.“ Ihre Hand legte sich zärtlich auf meinen Oberschenkel, wie um ihre Antwort zu unterstreichen. Dann fuhr sie fort: „Pass auf, gleich kommt mein Lieblingsteil – der Analsex. Tolle Performance von euch beiden. Und wie du ihr da so den Schwanz reinbohrst, das gibt echt gute Bilder.“ Sie drückte mein Bein ein wenig fester. „Es ist aber auch ein richtig schöner Arschficker-Schwanz.“
Den ich ihr, befeuert durch dieses ungewöhnliche Kompliment, in diesem Moment nur zu gerne zu schmecken gegeben hätte. Warm war mir schon vorher gewesen, aber nun wurde mir regelrecht heiß...
Doch plötzlich war dieser intime Moment, den wir gerade geteilt hatten, vorbei. Kitty erinnerte sich wohl wieder mal daran, dass wir alle zum Arbeiten hier waren. Sie erwachte aus ihrer Träumerei und schloss das Fenster mit meiner Szene – was ich sehr bedauerte, denn es hätte nicht mehr lange bis zu Tittenfick und Cumshot gedauert. Bei Tina, meine ich jetzt... vielleicht aber auch bei Kitty.
„He, jetzt kriegst du das Ende ja gar nicht mit!“, beschwerte ich mich, doch mein halbherziger Protest war zwecklos.
„Glaub mir, Männer, die auf Frauen abspritzen, hab ich schon in allen Variationen gesehen.“, grinste sie, und ich gab ihr darauf die naheliegende Erwiderung.
„Aber du kriegst trotzdem nicht genug davon.“
„Kommt ganz auf meine Tagesform an.“ Sie rappelte sich ein wenig aus dem Sofa hoch und begann einige neu eingetroffene E-Mails durchzusehen. Dabei fuhr sie fort: „Manchmal hab ich's aber auch über, vor allem wenn ich nicht live dabei bin: immer das selbe Gewichse. Aber wo du mich gerade darauf bringst, von wegen Gewichse und über haben: Amir hat uns auch seine neuste Szene geschickt.“
Ich hatte schon eine Weile nicht mehr an unseren in der Heimat zurückgebliebenen Kollegen gedacht. Bevor ich aber fragen konnte, wie das mit der „neuen Szene“ gemeint war, rief Kitty eine neue Datei auf, und was ich nun zu sehen bekam, war ein ziemlich erbärmliches Handy-Video von einem Schwanz, der doggy in eine nicht näher zu identifizierende Muschi hineinpumpte.
„Was soll das bitte schön darstellen?“, fragte ich mit einem Stirnrunzeln. Die Muschi war total okay, und der Arsch, der dazugehörte, auch, aber der Film selbst war nun nicht gerade die Qualität, die ich vom Studio her gewohnt war.
„Seine neuste Eroberung.“ Kitty lachte. „Angeblich soll das die Fernsehtussi sein, mit der er neulich durchs Studio gezogen ist, und über die er so große Töne gespuckt hat. Als echten Beweis kann ich das aber nicht gelten lassen, so verwackelt wie das ist, könnte die Alte in der Szene auch meine Tante sein. Oder deine, was das angeht.“
Kein schöner Gedanke... Doch bevor ich noch weiter darauf eingehen konnte, machte Kitty dem Elend ein Ende und fuhr den Computer herunter.
„Wie geht’s denn jetzt mit Chis und Fabio weiter?“, fragte ich als nächstes. Ich hatte nur die allervageste Ahnung, worum es in dem Streit der beiden Darsteller eigentlich ging (Eifersucht – zumindest als gut verborgener Kern – war wohl die letztendliche Wurzel), aber gleichzeitig absolut keine Lust, dass durch solche kleinliche Auseinandersetzungen die gute Stimmung vergiftet würde, die uns bis hierher begleitet hatte.
Kitty schüttelte den Kopf. „Wir haben geredet. Und damit sollte die Sache hoffentlich erledigt sein. Allerdings befürchte ich anderes. Aber das werden wir spätestens morgen beim großen Jeder-mit jedem sehen – wenn es sein muss, auf die harte Tour.“
„Und worum ging es jetzt tatsächlich?“
„Keine Ahnung.“ Ein weiteres Kopfschütteln. „Plötzlich tun sie beide so, als wäre die ganze Sache fürchterlich kompliziert. Und aus ihren jeweiligen Freundinnen krieg man auch nichts raus.“
Ich versuchte so etwas wie Verständnis aufzubringen. „Vielleicht ist es das ja. Kompliziert meine ich.“ Ich hatte schließlich selbst auch genug unter den schwierigen Verhältnissen in dieser Welt des ständigen und manchmal nur scheinbar unverbindlichen Sex leiden müssen. „Auch Pornodarsteller haben Gefühle, weißt du?“
„Da bin ich mir nicht so sicher!“ Sie lachte. „Okay, manchmal ist es tatsächlich nicht so einfach, in diesem Job privat und beruflich voneinander zu trennen, dass weiß ich auch. Aber weder Chris noch Fabio sind achtzehnjährige Anfänger.“ Plötzlich wurde sie ernst. „Du ahnst ja gar nicht, wie viele Leute, mit denen man hier zu tun hat, emotional total unreife Pussies sind. Und ich rede hier keineswegs in erster Linie von den Frauen! Ein schön anzuschauender Dauerständer macht noch keinen verantwortungsbewussten Vollblut-Profi.“
Na Danke schön... Auch wenn ich nicht glaubte, dass die letzten paar Sätze bewusst auf mich gemünzt gewesen war, so traf mich das doch ein wenig. Wo ich mir doch einbildete, in letzter Zeit so viel gelernt zu haben!
Ich versuchte die Sache nun philosophisch zu sehen – so gut mir das mit meiner begrenzten Lebenserfahrung gelang: „Ich glaube, es gibt überall Menschen, die immer alles kompliziert machen müssen. In der Schule genauso wie beim Porno.“
Kitty nickte nachdenklich „Schule, ja, das trifft es genau. Manchmal ist es hier wirklich wie auf Klassenfahrt.“ Das Lächeln kehrte auf ihre Züge zurück, und ich musste an etwas denken, dass Robbie gestern zu mir gesagt hatte. „Da muss man als Autoritätsperson eben erst mal jemanden nach Hause schicken, um zu zeigen, dass man es ernst meint.“ Das sie im Notfall tatsächlich soweit gehen würde, glaubte ich ihr sofort. „Aber so weit ist es noch nicht“
Sie schien jetzt wieder etwas anschmiegsamer gestimmt, und mit einem Grinsen drückte ich sie an mich. „Hoffentlich schickst du mich nicht heim. Ich habe hier doch noch so viel vor!“
„Nur, wenn du dich schlecht benimmst!“ Sie zog die Augenbraue hoch. „Aber was sind denn so deine Pläne für die nächste Zeit?“
Und dann sagte ich ihr einfach das erste, was mir gerade in den Sinn kam: „ Natürlich dich auch noch mal in deinen kleinen Geilarsch zu knallen, Frau Lehrerin!“
Wo wir doch gerade erst von emotionaler Unreife geredet hatten... Doch bei Kitty kam diese Ankündigung durchaus gut an: „Hach, du Romatiker!“ Sie grinste, und gab mit einen kleinen Kuss. „Klingt aber dennoch nach 'ner guten Idee – doch alles zu seiner Zeit!“
Nun, ich hatte auch nicht wirklich (zumindest nicht wirklich ernsthaft) damit gerechnet, dass ich schon in den nächsten fünf Minuten an ihrem süßen Po zum Zug kommen würde. Und geduldig blieb ich einfach noch etwas länger neben ihr sitzen. Was mir für den Moment auch vollauf genug war.
Wir sprachen also noch eine Weile über Porno-Alltäglichkeiten, bis irgendwann Jaqueline ins Zimmer kam. Sie hatte sich tatsächlich angezogen, und wie sie so versonnen vor sich hin starrte und auf der Unterlippe kaute, wirkte sie regelrecht nachdenklich.
„Was ist mit dir los? Bist du krank?“ Kittys Frage war nicht ganz unberechtigt. So ernsthaft, wie sie jetzt im Moment aussah, hatte auch ich Jaqueline noch nie erlebt.
„Nein, nein, mir geht’s gut.“, sagte sie versonnen, doch es bedurfte einigen Bohrens, bevor wir aus ihr herausbekamen, was sie so beschäftigte: es war natürlich Eva, über die unsere kleine Freundin da so angestrengt nachgrübelte. Nachdem sie ihre Zimmergenossin so lange links liegen gelassen hatte, war sie jetzt zumindest in einer Hinsicht zutiefst von ihr beeindruckt: „Dazu nur ein Wort: Wow!“, kam es in fast ergriffen klingendem Ton von ihr, als ich sie bat, doch bitte zu beschreiben, was da vorhin so spritziges vorgefallen war. Und tatsächlich beließ sie es dabei – und zwar trotz meines Drängens, doch bitte etwas ausführlicher zu werden.
Allerdings war eine umfangreiche Zeugenaussage auch nicht der Grund, aus dem sie uns aufgesucht hatte, ebenso wenig wie ein Gespräch über ihre neue Einschätzung der zierlichen blonden Ungarin. Vielmehr plante sie für den Abend eine Exkursion ins Nachtleben der Insel, und wollte uns zum mitkommen bewegen. Robbie, Tina, Roger, Tamara, Andi und Snake würden dabei sein.
Doch auch wenn ich unter anderen Umständen gerne ja gesagt hätte, jetzt zierte ich mich. So interessant die Idee auch schien, ich hatte mich entschlossen den Rest des Tages mit Kitty zu verbringen - und die machte unmissverständlich klar, dass sie heute weder Zeit noch Lust zum feiern hatte. Und folglich beschloss auch ich, den Abend in der Finca zu verbringen.
„Ein andermal.“, versuchte ich die jetzt natürlich ein wenig schmollende Jaqueline zu besänftigen. „Morgen vielleicht. Oder Übermorgen.“
„Ja klar, dann wenn wir anderen vom Party machen schon richtig geschafft sind!“ Unsere blonde Reisegefährtin wollte immer nicht locker lassen, und unternahm noch einige weitere Überredungsversuche, bevor sie endlich entnervt aufgab: „Na gut, dann bleib eben hier... bei den alten Leuten!“, erklärte sie eingeschnappt, und machte sich davon.
Aber auch wenn es vielleicht nicht so wild und laut wurde wie das, was die anderen erlebten, so verlief auch unser Abend letztlich sehr interessant - allerdings auf eine andere Art. Und es stellte sich auch als falsch heraus, dass Kitty und ich mit den älteren Semestern allein bleiben würden – denn Eva war ja zum Beispiel auch noch da...
Aber alles der Reihe nach: später, nach dem Abendessen saßen wir Zurückgebliebenen draußen in der warmen Luft des zuneige gehenden Tages zusammen - Cassandra, Kitty, Nick, Heiner, Eva und ich. Kaum zu glauben, wie viel Pornoerfahrung hier an diesem Tisch versammelt war, und ich fühlte mich geehrt, die Gesellschaft dieser Stars und Sternchen teilen zu dürfen. Und bald schon entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch, an dem sich jeder beteiligte – natürlich mit Ausnahme der süßen Eva, die kein Deutsch verstand, aber zufrieden damit schien, sich in Heiners Arme kuscheln zu dürfen.
„Da scheint aber jemand seinen Platz zum Glücklichsein gefunden zu haben.“, bemerkte Cassandra wohlwollend über den Rand ihres Weinglases hinweg.
„Die Geschmäcker sind eben verschieden.“ Kitty lächelte. „Selbst ein alter Sack wie Heiner kriegt bei uns noch eine ab.“
„Ihr scheint der Altersunterschied auf jeden Fall keine Probleme zu machen.“, gab der graumelierte, aber nach wie vor sportlich schlanke und aktive Porno-Veteran wohlwollend zurück, und streichelte seiner kleinen Freundin bei diesen Worten zärtlich über den Kopf.
„Dir aber auch nicht!“
Heiner grinste nur zur Antwort. Er war ein attraktiver Mann in mittleren Jahren, mit seiner Brille sogar ein wenig intellektuell wirkend, und damit wie geschaffen für die Rolle des geilen Lehrers vor wie hinter der Kamera. Eva ihrerseits war eine von jenen Frauen, die überall, wo sie hingingen, ihren Ausweis vorzeigen mussten, um ihre Volljährigkeit zu beweisen, und das würde sicher auch in einigen Jahren noch so sein.
Zugegeben, im normalen Alltagsleben hätte man ein solches Pärchen schon ein wenig merkwürdig gefunden. Hier bei uns, in den lockeren, sexuell aufgeschlossenen Kreisen des Erotikgeschäfts, kam es aber auch mir ganz natürlich vor. Was passte, das passte eben. Zumal Kitty ja auch ein kleines bisschen älter war als ich...
„Manche von uns stehen eben auf junges Gemüse.“, sagte sie dann auch wie auf Stichwort, und gab mir einen kleinen Kuss auf die Wange. Okay, zwischen uns lagen nun wirklich weniger Jahre als zwischen Eva und Heiner... Aber der jungen Frau neben mir war wohl ebenfalls bewusst, dass sie dreiundzwanzig war, und ich erst achtzehn. Und umgerechnet auf sexuelle Erfahrung lag immer noch ein ganzes Leben zwischen uns – was, wie ich inzwischen offen zugeben konnte, zu den Dingen gehörte, die mich an ihr reizten.
Heiner erläuterte uns derweil weiter seine Vorlieben: „Das ist schon mehr, als einfach nur „drauf stehen“. Ich bin eben, das gebe ich offen zu, ein Mann von vierundvierzig Jahren, der süchtig ist nach jungen Muschis. Wie sie sich einem so anbieten, wie sie einem unbedingt gefallen wollen, wie dankbar sie sind, wenn man sie ihre eigene, neu erwachte Weiblichkeit spüren lässt, das ist das allergrößte. Zwar mag ich auch richtige Frauen...“
„Danke!“, warf Cassanda ein.
„...aber es ist das Frischfleisch, dass mich meinen Job so lieben lässt. Den mache ich nämlich nicht zuletzt, weil hier immer neue junge Dinger nachkommen, während ich immer älter werde. Und auch, weil ich mir mittlerweile schon ein wenig albern vorkäme, wenn ich noch versuchen würde in Clubs oder auf der Straße achtzehnjährige Küken aufzureißen. So realistisch bin ich schon.“ Er grinste in die Runde, bevor er halb scherzhaft hinzufügte: „Nicht, dass ich es nicht könnte, wenn ich wollte.“
Letzteres glaubte ich ihm sogar. Heiner hatte mit seiner ruhigen, selbstbewussten Art durchaus eine Wirkung auf Frauen jedes Alters – was man an Eva sah. Und ich wusste aus eigener Schul- und Lebenserfahrung, dass sich manches Schulmädchen lieber mit der Eroberung eines gestandenen Mannes brüstete, als sexuell unterversorgten Altersgenossen bei der dringend nötigen Triebabfuhr behilflich zu sein.
Doch unser stolzer und viel begehrter Deckhengst war noch nicht am Ende seines Vortrags: „Ob man' s glaubt oder nicht, ich wäre ja fast tatsächlich mal Lehrer geworden... Aber ich mit all den jungen Dingern, das wäre nie gut gegangen!“
„Das leuchtet mir sofort ein.“, kommentierte Kitty trocken, doch ich, immer noch etwas unsicher, wie es mit meinem Leben nach diesen ebenso umwälzenden wie umwerfenden Schulferien denn letztendlich weitergehen sollte, war nun tatsächlich ernsthaft am Werdegang meines Kollegen interessiert.
„Du hast studiert?“, fragte ich deshalb, bevor jemand das Thema wechseln konnte, und er nickte.
„Ja, aber nur anderthalb Semester oder so. Ich konnte mich einfach nicht auf ernste Dinge konzentrieren, wenn ständig so viele scharfe Uni-Hasen um mich herumhoppelten, die alle selbst nichts anderes als Sex im Kopf hatten. Da ließ mir mein Jagdtrieb keine ruhige Minute. Und nachdem ich es gelassen hatte mit der Universität, bin ich erst mal ein wenig durch die Welt gereist und habe die Frauen studiert.“
Sein Gesichtsausdruck verriet, wie sehr er dies genossen hatte, und ich hakte nach: „Was hast du denn so gemacht in dieser Zeit?“
„Ach, so verschiedenes. Zuletzt, bevor ich Sex zu meinem Beruf gemach habe, war ich Surf-Lehrer auf Fuerteventura – 'ne tolle Sache, um Mädels kennen zu lernen.“
Kitty sah von ihm zu mir. „Okay, jetzt musst du dem Kleinen hier aber mal die Geschichte erzählen, wie du an deinen jetzigen Job gekommen bist! Auch wenn wir anderen sie schon kennen, so ist sie doch immer wieder der Renner!“
„Ja, das war tatsächlich eine komische Sache...“ Während ich ihn neugierig ansah, schien er einen Moment lang seine Gedanken zu ordnen. Vielleicht wollte er aber auch bloß die Spannung steigern, bevor er ansetzte. „Ich lernte da diese Frau kennen. Auf die für mich gewohnte Weise: über Tag habe ich ihr gezeigt, wo man die besten Wellen findet, um nachts mit ihr dann gemeinsam auf einer ganz anderen Welle zu reiten. Aber diesmal hatte ich fast den Eindruck, dass ich mich mit ihr übernommen hatte...“
„Ein ungewöhnliches Eingeständnis von jemanden, der in unserem Geschäft seit fünfzehn Jahren den Schwanz hinhält!“ Kitty grinste, und Heiner bestätigte ihre Worte mit einem Nicken.
„Allerdings. Und ich muss sagen, ich bildete mir auch damals schon ganz schön was auf meine einschlägigen Fähigkeiten ein. Außerdem hatte ich einen Ruf zu verlieren, ich war als unermüdlicher Touristinnen-Beglücker bekannt, und an den Hotelbars auf der ganzen Insel raunten sich abenteuerlustige Damen und Dämchen hochachtungsvoll meinen Namen zu. Aber sie... sie war... ein Fall für sich. Ein echtes Energiebündel! Ein schlanker, aber perfekt geformter Körper, kleine spitze Brüste, kurze blonde Locken, süßer Mund, kleine Zahnlücke, gieriges Grinsen, wilde, nussbraune Augen. Und eine echte Akrobatin, im Bett, auf dem Fußboden und auf sämtlichen anderen Möbeln! Absolut unersättlich. Rund um die Uhr klatschfeucht. Und so anspruchsvoll! Sie hörte einfach nicht auf, mir ihre Forderung nach mehr und immer noch mehr in die Ohren zu schreien.“ Hingerissen von der eigenen Erinnerung schüttelte er den Kopf „So was hatte ich echt noch nie erlebt, und ich hatte schon einiges erlebt. Am nächsten Morgen, oder vielleicht auch am übernächsten, ich kam kaum mehr aus dem Bett heraus, da schrieb sie mir eine Telefonnummer auf einen Zettel, und sagte mir, ich solle da anrufen, wenn ich das nächste mal in Deutschland wäre... Dann hat sie mir noch mal einen geblasen – ich glaube, es war das erste mal in unserer Bekanntschaft, dass sie gab, und nicht nur nahm - und weg war sie.“
Ich hatte allmählich einen Verdacht, wie die Geschichte weitergehen würde, aber ich fragte dennoch: „Und was geschah dann?“
„Als ich dann das nächste mal einen Besuch in der alten Heimat plante, um Freunde und Familie zu besuchen, da rief ich tatsächlich die Nummer an, die sie mir gegeben hatte. Es meldete sich jemand den ich nicht kannte, mit einem Firmennamen den ich nicht kannte. Zuerst dachte ich, da wäre was schief gelaufen, doch als ich nach meiner Bekanntschaft fragte, da wurde ich schnell weiter gereicht. An sie. Und sie wollte dann wissen, ob ich die nächsten Tage nicht mal vorbeikommen könnte.“
Nick Victor, der vielerfahrene und weithin bewunderte Regisseur und Ex-Darsteller, der bislang nur schweigend dabeigesessen und zu allem still gelächelt hatte, musste sich nun doch noch mal vergewissern. Auch wenn er die Geschichte schon kannte, so konnte er sie anscheinend immer noch nicht ganz glauben. „Und du hattest wirklich nicht die geringste Ahnung, wohin du da unterwegs warst?“
Heiner grinste schief. „Null. Ich hatte ja keine Ahnung. Ich meine, ich habe nie viel Pornos geschaut, sondern hatte lieber echten Sex. Und davon hatte ich genug.“ Er rückte Eva, die fast schon am Eindösen schien, ein wenig an seiner Schulter zurecht und fuhr fort. „Nachdem ich dann allerdings durch die Tür war, ging mir aber so allmählich doch ein Licht auf, wo ich da rein geraten war.“
Cassandra prostete ihrem Kollegen ironisch zu. „Reisender, der du hier einkehrst, lass alle Hoffnung fahren.“
„Und das bedeutet: Heiner hatte nicht nur Sex mit einem Pornostar, ohne es zu merken, er ging auch zu seinem Pornocasting, ohne zu wissen, was er da eigentlich sollte!“, schloss Kitty triumphierend Heiners Geschichte ab.
„Aber zumindest wusste ich dann im nächsten Schritt, wo ich ihn reinstecken musste!“
„Herzlichen Glückwunsch dazu!“ Wir alle lachten, bevor ich die nächste Frage stellte: „Wer war die Frau? Kenne ich sie?“
„Vermutlich nicht. Sie arbeitete unter den Namen Mia. Sie war erst zweiundzwanzig, aber sie wollte demnächst aufhören – ein großes Talent mit einer kurzen Karriere. Mich aber noch persönlich in ihren Job einzuführen, das ließ sie sich dann nicht nehmen.“
„Ich glaube, sie ist mir vage bekannt...“ Die Beschreibung hatte zumindest ein paar Bilder in meinem Kopf erscheinen lassen, wenn ich mir auch nicht völlig sicher war. Mia musste dann ja irgendwann Mitte der Neunziger aktiv gewesen sein, oder? „War das Casting denn hart für dich?“
„Ach was, überhaupt nicht!“ Mein Gegenüber machte eine wegwerfende Handbewegung. „Das ging alles ganz locker. Ich hatte ja schon ausführlich mit ihr geübt. Und überhaupt habe ich vor der Kamera nie so was wie Druck gespürt. Wenn ich am Zug bin, dann denke ich an nasse Muschis, und an nichts sonst.“
„An nasse, junge Muschis, vor allem!“ Nick lächelte dünn. „Und von da an ging's dann richtig los mit ihm.“
„Da wurde er dann Teil des klassischen SFI-Frauenversauer-Trios: Bob, Nick und er.“ Cassandra tätschelte ihrem Kollegen mit fast schwesterlicher Zärtlichkeit den Arm. „Aber eins muss man doch sagen: auch wenn er schließlich kein Lehrer geworden ist, so setzt er sich heute doch sehr für die Jugendförderung ein...“
Heiner zuckte nonchalant die Schultern. „Irgend jemand muss die jungen Stütchen ja zureiten. Jemand mit Stil und Klasse und Fingerspitzengefühl. Und wer sollte das sonst sein, zumal Nick nicht mehr dabei ist, und Bob allmählich dieses bestimmte Alter erreicht...“
„Oder erreichen müsste, wenn er denn ein normaler Mensch wäre...“ Cassandra verdrehte die Augen. „Pass bloß gut auf deine kleine Eva auf, Heiner. Wenn du sie mit nach Deutschland bringst, hat sie spätestens zwei Stunden nach der Landung seine dicke Rübe im Po stecken.“
Er seufzte und warf einen bedauernden Blick auf seinen kleinen Schatz. „Danke für die Warnung, aber ich fürchte fast, da kann selbst ich nichts machen. Sie freut sich doch schon so auf ihn...“
Während des letzten Teils unserer Unterhaltung war Kitty ohne Erklärung im Haus verschwunden, und hatte damit wohl all das verpasst, das sich mit der legendären Unersättlichkeit ihres Vaters befasste. Jetzt kehrte sie jedoch zurück. „Wo wir gerade von der frühen Heiner Best-Ära sprechen: das hier wollte ich Eva nicht vorenthalten!“ Kitty zog ein altes Hochglanz-Pornoheft hervor, dass sie wohl extra für diesen Zweck überhaupt eingepackt hatte, schlug eine bestimmte Seite auf und schob es Eva zu. Diese nahm es zunächst leicht verwirrt entgegen, schaute dann eine Weile darauf und begann plötzlich hysterisch zu kichern.
Neugierig warf auch ich einen Blick auf das, was es da zu sehen gab – eine 90er Jahre Vierer-Szene an einem traumhaften, weißen Sandstrand, edel fotografiert, zwei Männer, zwei Frauen - und dann musste auch ich grinsen. „Okay, Nick erkenne ich natürlich sofort... Aber wer ist denn dieser kühne Fickinger mit der wild wallenden blonden Lockenmähne?“
Heiner hatte nach nur einem einzigen Blick auf das Heft gewusst, was ihm bevorstand. Nun fuhr er sich mit der Hand durch den weit hinauf gerutschten Ansatz seiner graumelierten, kurzgeschnittenen Haare und seufzte. „Hey, ich war jung. Und den Frauen hat es gefallen!“
„Du weißt natürlich, dass sie dafür bezahlt wurden...“ Cassandra verbarg ihr Lächeln hinter der Hand.
„Ja ja, lacht ihr nur.“ Der ältere Darsteller blätterte eine Seite weiter. „Aber hieran erinnere mich noch genau. Dieses Fotoshooting war das erste mal, dass ich mit Nick gearbeitet habe. Ich war erst ein paar Monate voll dabei, es war meine erste Tour in tropische Gefilde, und ich glaube, ich war aufgeregter als damals bei meinem Casting. Er hier,“ Er klopfte seinem dunkelhaarigen Kollegen freundschaftlich auf die Schulter, „war zu der Zeit die Nummer 1, zumindest in Deutschland, und die Frauen redeten untereinander über praktisch nichts anderes als über ihn.“
Cassandra grinste nun unverhohlen. „Aus gutem Grund!“
„Es schien so, als sei wirklich jede einzelne in ihn verknallt, und ich glaube, ich war tatsächlich ein wenig neidisch. Ich mochte meine Partnerin, - eine Russin, weißblonde Haare, klare blaue Augen, wahnsinnige Wangenknochen, tolle natürliche Brüste. Die andere, eine Brünette mit Locken bis zum Po, war auch gut, aber ich war total happy, dass ich zuerst mit der Blonden ran durfte. Wir legten also los, und es lief auch richtig gut – dachte ich zumindest – aber als ich dann rüber zu Nick und seiner Partnerin sah, da waren die bereits in der dritten oder vierten Stellung, während wir immer noch nur so rumschmusten. Und dann hieß es plötzlich Partnertausch, und er brachte auch noch meine Süße zum Schreien, bevor ich ihn auch nur einmal drin hatte.“
Nick neigte gnädig den Kopf in Richtung des anderen Mannes. „Aber du hast dazu gelernt, dass muss man dir lassen!“
„Musste ich wohl! Notgedrungen, sozusagen.“ Und zu uns gewandt fuhr er fort. „Ich bin zwar ein paar Jahre älter als er, aber Nick hat viel früher angefangen. Zumindest was den Sex vor der Kamera angeht... da war er fast so ein Frühstarter wie unser Alex hier. Ich dagegen, ich war schon Ende zwanzig, als ich Mia traf.“ Und dann drückte er Eva fester an sich. „Dafür habe ich bis heute meinen Spaß!“
„Und hoffentlich auch noch viel länger!“ Kitty lächelte. „Einen väterlichen Typen wie dich können wir immer brauche, vor allem zwischen all den jungen Hüpfern.“, wobei sie sich ganz reizend an mich heran schmiegte.
Über uns am Himmel waren mittlerweile die ersten Sterne erschienen. Es wurde Zeit für eine neue Runde Getränke, aber sicher noch nicht Zeit, zu Bett zu gehen, egal wie reizend die Gesellschaft, di einen dahin begleiten mochte, auch war.
„Wo steckt eigentlich Uwe?“, fragte Nick in die Runde. Der andere Regisseur war natürlich nicht mit zu Jaquelines Exkursion eingeladen worden, und während viele der Techniker mehr unter sich blieben (Respekt? Misstrauen? Eifersucht?), so war sein erwarteter Platz doch eigentlich bei Kitty und Nick, den anderen Köpfen unseres Unternehmens.
Kitty wies mit dem Kopf in Richtung des Lichts, das in einem Zimmer des oberen Stockwerks brannte. „Er ist wahrscheinlich immer noch oben in seinem Zimmer und brütet über den Schnitt. Die Tamara-Szene hat ihn vorhin wohl ganz schön Nerven gekostet. Er hasst es total, wenn jemand seine Pläne über den Haufen wirft.“
„Er wird drüber wegkommen.“ Heiner öffnete eine neue Flasche Wein. „Respekt übrigens für den jungen Andi. Wenn er nur will, dann denke ich, wird er noch öfter seine pralle Nudel zum Einsatz bringen dürfen. Und sei es nur bei Tamara.“
Cassandra beugte sich mit ihrem Glas vor, um Heiner einschenken lassen, und für den Augenblick hatte ich eine umwerfende Aussicht in den Ausschnitt ihres Kleides. „Oh, ich hätte nichts dagegen, ihn auch mal genießen zu dürfen.“, sagte sie und leckte sich mit einem lüsternen Raubkatzenlächeln die vollen, roten Lippen – auch sie hatte eine weithin bekannte Vorliebe für Frischfleisch. „Und was Uwe angeht: soll er nur da bleiben, wo er ist. Ohne ihn ist's sowieso viel lustiger!“
„Wenn du so über ihn redest, warum hast du ihn dann geheiratet?“, fragte Kitty. Jeder hier wusste, dass die spektakuläre Super-MILF und der nörgelige Pornofilmer mit dem Schnauzbart vor längerer Zeit einmal verheiratet gewesen waren.
„Ihr werdet erstaunt sein, aber rr hat tatsächlich auch seine guten Seiten.“ Auf den schönen Zügen der brünetten Klassefrau lag ein leichtes Lächeln. „Seine Geradlinigkeit ist tatsächlich nicht nur was negatives. Er hat sich noch nie mit seiner Meinung zurückgehalten, auch damals nicht, als er noch keine große Nummer im Geschäft war. Das hat mir schwer imponiert. Und ob man's glaubt oder nicht, er kann tatsächlich richtig lustig sein.“
„Davon merke ich allerdings weniger...“, kommentierte ich trocken. Nicht, dass ich mehr unter seinen Launen zu leiden hatte als andere... Und tatsächlich schien ich mir bei ihm mittlerweile sogar einigen professionellen Respekt erarbeitet zu haben.
Kitty knuffte mich. „Ach, du Ärmster!“
„Hey, es kann eben nicht alles immer nur das reine Vergnügen sein. Auch beim Porno.“ Heiner hatte allen nachgeschenkt und stellte die Flasche zur Seite. „Aber erzähl doch weiter!“
„So viel gibt`s da nicht zu erzählen.“ Cassandra lehnte sich zurück, und einmal mehr bewunderte ich, wie das schwächer werdende Licht ihre Figur umschmeichelte. „Ich hatte eben erst angefangen. Es war ein guter Anfang, und die Sache fing gerade an mir richtig Spaß zu machen, als ich plötzlich an diesen Regisseur geriet, der versuchte mich ins Bett zu kriegen. Nun, ich war vielleicht noch ziemlich naiv, aber ich wusste schon, was ich nicht wollte, und als er dann feststellte, dass ich nicht an ihm interessiert war, begann er mich bei den Drehs fertig zu machen. Plötzlich war alles schlecht, was ich machte – und für ein junges Ding in diesem Geschäft, das sowieso noch nicht so geschickt darin war, alle Emotionen auf die Reihe zu kriegen, war das ein ziemlicher Terror. Aber dann gab es da auch diesen jungen Kameramann, der gemerkt hat, wie der Kerl mich behandelt hat. Und der ihm ihm lautstark die Meinung gesagt hat, vor versammelter Mannschaft.“ Ihr Lächeln wurde nun breiter. „Und so fing es an – er wurde mein verlässlicher Anker in diesem geilen Irrenhaus. Ein paar Jahre Porno, dann haben wir geheiratet, dann kamen die ******, und ich beendete meine Karriere.“
Nick lachte. „Was haben wir damals getrauert!“
Doch als Cassandra nun fortfuhr, schien die gute Laune Schritt für Schritt aus ihrer Stimme zu entweichen: „Mein Leben als Hausfrau und Mutter lief eigentlich auch sehr gut. Aber irgendwann setzte dann einfach die Langeweile ein. Sexuell war es mit Uwe immer nur so ganz nett, aber so lange ich den Sex am Set mitnehmen durfte, hatte mich das nicht gestört.“ Sie zögerte kurz. „Schwierig wurde es dann, nachdem ich ihm erzählt hatte, dass ich gerne ein Comeback versuchen würde. Früher war er nie eifersüchtig gewesen, aber nachdem er sich erst mal an die Ehe und an seine alleinigen Ansprüche gewöhnt hatte, konnte er es sich mit uns nicht mehr anders vorstellen...“
Sie seufzte tief, und wir verzichteten darauf, an dieser Stelle weiter nachzuforschen. „Ich vermute, deine Karriere war von Anfang bis Ende ein voller Erfolg?“, fragte ich stattdessen Nick, teils, um das Thema zu wechseln, teils, weil er für mich immer noch das größte Vorbild in der Runde war. Vielleicht konnte ich nicht mit einem bloßen Lächeln Frauenherzen zum schmelzen und Mösen zum Tropfen bringen wie er es vermochte, aber seine zwanzigjährige Weltklasse-Karriere, seine ruhige Souveränität in allen Lebenslagen und seine Vertrautheit mit der Welt vor wie hinter der Kamera fand ich doch sehr bewunderungswürdig. Ganz zu schweigen von seiner Standhaftigkeit – weniger bei seinen tausend oder wer weiß wie vielen Partnerinnen in seiner aktiven Zeit (obwohl die auch über jeden Zweifel erhaben war), sondern eher bezüglich seiner monogamen Beziehung zu seiner jetzigen Ehefrau – mochte ich selbst auch ein dauergeiler Jungbock sein, der alles besteigen wollte, dass sich ihm bot, so hatte ich doch großen Respekt vor solcher Hingabe und Prinzipientreue.
Erstaunlicherweise war dem ebenso gut aussehenden wie gut gebauten Frauenschwarm, trotz all seiner Erfolge als Pornograph und Mann, überhaupt keine Arroganz anzumerken, als er mir nun antwortete: „Wie man's nimmt. Tatsächlich war es gleich zu Anfang sogar ziemlich knapp. Beim Casting wäre ich um ein Haar wieder nach Hause gegangen. Nicht weil ich mir nicht zugetraut hätte, vor der Kamera meinen Mann zu stehen, sondern wegen der schrägen Leute, die da am Set rumhingen.“
Erstaunt von diesem Eingeständnis, bat ich ihn, das weiter auszuführen, und er tat mir den Gefallen: „Ich bin da eigentlich mehr so aus Jux hingegangen. Ich meine, ich liebte natürlich den Sex, aber ich hatte nicht wirklich an eine Laufbahn in dieser Richtung gedacht. Ich suchte einfach die Herausforderung, und wollte wissen, ob ich das drauf habe.“
„Und er hatte es drauf!“ Cassandra, nun wieder gut gelaunt, hatte dies im scherzhaften Ton gesprochen, aber in ihren warmen, bewundernd auf Nick ruhenden braunen Augen stand doch echtes Begehren.
Der solcherart angeschmachtete fuhr fort; „Ja, so muss es wohl gewesen sein. Aber bei diesem Casting, da herrschte das totale Chaos. Alles schrie und lief durcheinander, und die Hübsche, die mich da gleich auf die Probe stellen sollte – durchaus sexy auf eine etwas ordinäre Weise - meckerte am lautesten von allen. Sie hatte an diesem Vormittag bereits ein halbes Dutzend Kerle abgecheckt, und unter all dem Druck hat keiner von denen wirklich glänzen können. Und nun beschwerte sie sich lautstark bei dem Produzenten darüber, warum zu ihren Castings nur solche Nieten kommen würden – und zwar so, dass ich alles mithören musste. Und das war dann der Moment, in dem ich mich fragte: „Brauche ich das wirklich? Ich habe doch auch so ein interessantes Sexleben, dafür muss ich doch nicht extra mit diesen Bekloppten rumhängen!“ Aber dann fiel mir auf, dass ich trotz allem einen Riesenständer hatte...“
„Und das fiel dir wirklich erst da auf?“ Kitty, dass Kinn in die Hand gestützt, zog bei ihrer scherzhaften Frage die Augenbraue nach oben, doch ich glaubte auch in ihrem Ton eine Spur von Bewunderung für den eben erwähnten „Riesenständer“ zu hören. Hatte sie eigentlich auch mal mit ihm gedreht? Vermutlich... Aber statt irgendwelche Eifersucht zu verspüren, bekam auch ich ein Rohr, als ich daran dachte, die beiden einmal zusammen erleben zu dürfen, und sei es nur auf Video.
Nick nahm Kittys Necken (Flirten?) unterdessen locker hin. „Ach, dass ich den habe, dass hatten mir schon so viele Frauen gesagt...“ Er lachte. „Aber ich meinte jetzt eher ein Riesenständer in dieser spezifischen Situation. Wie gesagt ich suchte die Herausforderung, und hier hatte ich eine gefunden. Zunächst klopfte mir zwar das Herz noch bis zum Hals, aber sobald sie meinen Schwanz erst mal im Mund hatte, ging alles wie von selbst!“
Heiner gluckste. „Die anderen waren wohl froh, dass endlich mal jemand der kleinen Krähhenne das Maul stopfte...“
„He, ihr kennt mich - ich hab's ihr natürlich auf 'ne nette Art gestopft.“ Nick gab nach wie den Gentleman. „Sie machte schließlich nur ihren Job. Und ich denke, am Ende hatte sich der Tag auch für sie gelohnt.“
„Hach.“ Cassandra seufzte übertrieben. „Ist es nicht wundervoll, wie bescheiden er ist?“
„Das Gefühl, dass plötzlich alles wie von selbst ging, hatte ich bei meinem Casting auch.“, sagte ich nun, und warf Cassandra, meiner wundervollen Partnerin von damals, einen dankbaren Blick zu, den sie mir mit einer Kusshand beantwortete.
„Das muss auch so sein. Daran erkennt man den geborenen Pornostecher!“ In Heiners Armen schien Eva nun tatsächlich friedlich eingeschlafen zu sein, aber das hinderte ihn nicht daran, weiter mit breitem Grinsen seine Meinung zu sagen.
Und auch Kitty nickte weise. „Ich sage immer: man hat es, oder man hat es nicht. Wer sich beim Casting und den ersten paar Szenen quält, egal ob Frau oder Mann, der kann auch später nie so richtig frei ran gehen. Solche Leute sind in der Regel schnell wieder weg vom Fenster. Irgendwann muss es einfach klick machen.“
Bei mir hatte es auf jeden Fall „Klick“ gemacht, und mit erregtem Kitzeln dachte ich einmal mehr an den für morgen anstehenden Dreh der großen Orgie. So viele wunderbare Möglichkeiten, und gleich zwei Frauen, Eva und Nicole, mit denen ich noch nicht gearbeitet hatte - den Ständer, den ich mir nun einmal angelacht hatte, würde ich so schnell wohl nicht wieder los werden... „Leute, dass es bei mir so gut läuft, dass habe ich in erster Linie euch zu verdanken. Ich finde es einfach wundervoll, hier mit so vielen tollen Leuten zusammen arbeiten zu dürfen!“ Sofern man das denn Arbeit nennen konnte... „Echt, ich will gar nicht mehr nach Hause.“
„Und wir würden dich am liebsten gar nicht mehr gehen lassen.“ Cassandra schmunzelte über meine emotional vorgebrachte Erklärung, aber ihr herzliches Lächeln verriet, dass sie es ernst meinte.
„Sie spricht natürlich nur für sich selbst. Bist du weg, dann heißt das: mehr Sex für alle anderen Kerle!“ Heiner versuchte möglichst ernst drein zu schauen, doch dann fuhr er fort. „Nein, wirklich, wir sind froh, dass du da bist. Wenn wir wissen, dass da junge Hengste ungeduldig an ihren Zügeln zerren, dann können alte Herren wie ich viel entspannter ans Werk gehen.“
„Dann wisst ihr nämlich, das jemand einspringt, wenn ihr euch zum Herzinfarkt gefickt habt.“ Cassandra bedachte Heiner mit einem freundschaftlichen Blick. „Das erstaunliche ist ja: der Nachwuchs kommt immer noch von selbst. Auch wenn es heute nicht mehr so viel Geld zu holen gibt wie noch vor zehn Jahren. Manchmal hat man den Eindruck, die Leute können nicht zu Hause vögeln...“ Sie schüttelte verwundert den Kopf.
„Porno ist heute eben Teil der Alltagskultur.“ Kitty schien mit dieser Entwicklung durchaus zufrieden. „Jeder hat ein Bild davon, und viele wollen mitmachen. Und bei der Masse sind eben immer ein paar dabei, die was drauf haben. Früher kamen weniger Leute zu den Castings, da musste man sich oft schon ein wenig anstrengen, um gutes Personal zu finden. Heute gibt es mehr Kandidaten als Stellen...“
„Den Eindruck, dass es damals schwer war, was aufzutun, hatte ich eigentlich nicht. Wir hatten immer 'ne ganze Horde von Mädels am Haken... Stimmt's nicht?“ Nicks Nicken auf Heiners Frage sagte mehr als tausend Worte.
„Ja ihr! Eure Technik war aber auch über jeden Zweifel erhaben! Als Aufreißer wie als Stecher.“ Cassandra, anscheinend nicht nur vom Wein erhitzt, zupfte jetzt ein wenig an ihrem Ausschnitt herum – was wiederum mich noch weiter erhitzte. Mein Gott, diese wundervollen Titten...
Doch Nick versuchte nun plötzlich abzuwiegeln. „Ich hab mich selbst eigentlich nie so als Aufreißer gesehen. Die Frauen kamen irgendwie immer von selbst...“ Warum wohl? „Aber ich habe früher bei Bob erlebt, wie merkwürdig es manchmal gehen kann: immer wenn er irgendwo eine schöne Frau sah, dann gab ihr eine Visitenkarte und hat gesagt: „Wenn du dich hier genug gelangweilt hast, dann ruf mich an“. Und es hat sogar funktioniert. Natürlich nicht immer, aber er hatte seine Erfolge.“
„Zum Beispiel?“ Bobs offensive Ausstrahlung war von ganz anderer Art als die Nicks. Wo letzterer mit seinem männlich-markanten und gleichzeitig distinguierten Look der Traum aller Frauen war, benutzte ersterer seine schiere, brutale Männlichkeit um jede Muschi willenlos zu machen. Jede Frau wusste sofort, dass sie Nick wollte. Dass sie auch Bobs Sexsklavin zu sein wünschte, wurde ihr erst klar, wenn es für sie schon zu spät war.
„Nun, mit einem dieser Erfolge hattest du heute Nachmittag Sex.“
Das erstaunte mich nun doch. „Tina?“ Für mich war Tina Tits ebenso eine Institution im deutschen Erotik-Geschäft wie Bob Focker. Dass auch sie irgendwann mal jemanden ins Pornonetzt gegangen war, erschien mir als völlig neuer Gedanke.
„Oh ja. Sie kellnerte in einem Restaurant, in dem wir irgend wann mal mittags essen waren. Nach einem harten Tag, wenn du verstehst, was ich meine.“ Auch Nick, der sonst immer sehr zurückhaltend war, was die schmutzigeren Geheimnisse seiner Laufbahn anging, schien durch den ******* allmählich offener zu werden. „Sie hatte damals natürlich noch ihre Original-Brüste – die, nebenher gesagt, auch nicht schlecht waren – und diese Wahnsinns-Beine waren damals schon der absolute Kopfverdreher, ganz zu schweigen von dem gewissen Funkeln in ihren Augen. Sie wusste natürlich bereits, dass sie gut aussah, und dass alle Männer scharf auf sie waren, das war nur zu deutlich. Ich denke aber dennoch, dass Bob ihr dann doch noch einiges beibringen konnte.“
„Es hat eine Woche oder so gedauert, und dann hat sie tatsächlich angerufen.“ Heiner setzte die Erzählung seines Kameraden weiter fort. „Und schon am nächsten Tag kam sie ins Studio, bereit der Männerwelt zu geben, worauf diese so lange gewartet hatte.“
„Wir hatten sie alle drei, an diesem Tag. Und wir haben gleich gemerkt, dass sie für diesen Job geboren ist.“ Der Ex-Darsteller sprach sonst nie mit so viel Emotion von seinen Zeiten vor Kamera. Der Gedanke an die junge Tina in ihrer ersten Blüte schien jedoch auch ihn in Fahrt zu bringen.
Und nicht nur ihn – auch mir pulste das Blut heißer und immer heißer durch die Adern. „Das muss doch toll sein, so viele Frauen durch ihre Karriere begleiten zu dürfen!“, sagte ich versonnen zu niemanden bestimmten. Sie als junge Dinger so richtig schön zu versauen, und dann später zu erfahren, was sie so alles dazugelernt hatten, das musste doch großartig sein... Da freute ich mich beinahe jetzt schon darauf, wie mein Leben vielleicht in zehn oder zwanzig (oder dreißig?) Jahren aussehen würde... Zumindest im Augenblick schien mir klar, dass ich so lange wie möglich dabei sein wollte, so lange wie ich eben konnte, oder so lange wie es noch Pornos gab.
Doch ausgerechnet Heiner verpasste mir nun einen kleinen Dämpfer: „Wie man's nimmt. Ich meine, ich liebe meinen Job, aber manchmal wird man schon ein bisschen nachdenklich.“
„Wie meinst du das?“
„Naja, da war zum Beispiel mal dieses supersüße, total schüchterne Mädel. Sie hatte ihr Casting mit mir. Total verschmust, sehr lustig, sehr anlehnungsbedürftig, aber man musste sehr behutsam mit ihr umgehen, um sie nicht zu verschrecken. Ein bisschen so wie Eva hier. Und ein Jahr später habe ich sie dann wieder getroffen – bei einem total wüsten Gangbang: solche Silikon-Hupen, aufgespritzte Lippen, und an mich konnte sie sich vor lauter Schwänzen kaum noch erinnern. Das war schon bitter.“ Heiner schüttelte bedauernd den Kopf. “Nicht, dass ich nicht dennoch meinen Spaß mit ihr gehabt hätte... Da habe ich Seiten an ihr kennengelernt, die ein Jahr zuvor noch nicht mal zu erahnen waren!“
Cassandra, ein wenig enttäuscht darüber, dass diese so nachdenklich begonnene Geschichte so schnell die zu erwartende Wendung genommen hatte, verdrehte die Augen zum Himmel. „Das war ja klar!“
„Aber du hast trotzdem nie daran gedacht, mal wieder was anderes zu machen?“ Konnte man sich einer so wackeligen Sache wie einer Pornolaufbahn überhaupt so sicher sein? „Ich meine, für Nick war auch irgendwann Schluss.“
„Das ist nicht das selbe. Nick war tief im Herzen immer ein Romantiker. Ich werde mich nie verlieben.“
„Sag das mal nicht!“, sagte Cassandra und wies auf die friedlich schlummernde, fest an ihn herangekuschelte Eva.
„Das siehst du von der falschen Seite. Es gibt schon Tage, da denke ich daran irgendwann aufzuhören. Aber jedes mal, wenn ich dann wieder so was kleines, süßes im Arm habe,“, bei diesen Worten küsste er zärtlich Evas Nacken, „dann überlege ich es mir wieder anders. Und das heißt, ich werde wohl ewig dabei bleiben.“
„Und außerdem hat er ja auch nichts anständiges gelernt.“, kam es als abschließender Kommentar von Kitty, die nun unter dem Tisch nach meiner Hand gegriffen hatte.
„Eben. Also muss ich wohl was unanständiges machen.“
Nun, was mich anging, so gönnte ich ihm dieses Vergnügen. Und dass auch ich ewig dabei bleiben und noch viele unanständige Sachen machen würde, dass hoffte ich natürlich auch. Der Grund dafür? Der war eigentlich ganz einfach: ich liebte diese Verrückten! Es war nicht nur der Sex (obwohl der natürlich einen großen Teil davon ausmachte), ich genoss auch den ganzen zwanglosen Lebensstil, das Beisammensein mit lockeren Leuten, das Reisen (wovon diese hier ja hoffentlich nur die erste sein sollte), und den Respekt, den man mir für das entgegenbrachte, was für mich am natürlichsten war: Lust und Geilheit.
Es war spät geworden, und Kitty erwähnte, dass sie vor hatte sich bald zurückzuziehen. „Ich brauche meinen Schönheitsschlaf. Nicht nur weil ihr mir alle den letzten Nerv raubt, sondern auch, weil ich ja noch nach was aussehen will, wenn ich demnächst wieder mit euch vor der Kamera rumferkele.“
„Da freu ich mich schon drauf!“, Heiners lüsterner Blick sprach Bände, und forderte ein gespielt genervtes Seufzen heraus:
„Das kann ich mir denken, du geiler Sack!“
„Stets zu Diensten!“
„Und du denkst also immer noch, dass du es drauf hast?“, neckte ich sie nun. Ich hielt immer noch ihre Hand, und durch diesen Kontakt glaubte ich fast spüren zu können, wie ungeduldig sie ihrer eigenen Zukunft entgegensah. Und ich war glücklich darüber, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen - und zwar in mehr als einer Hinsicht!
„Wenn du daran zweifelst, ob ich's noch drauf habe, dann beweise ich es dir gerne!“ Sie stand auf und zog mich dabei mit sich. „Komm mit nach oben!“
Und natürlich folgte ich ihr, begleitet von den anzüglichen Kommentaren der anderen, nur zu gerne hinauf zu meinem Zimmer.
Robbie schnappte sich praktisch sofort die aufjauchzende Eva, legte sie auf einem Handtuch am Pool ab und leckte sie, bis sie schrie... während die von Snake in seine starken Arme geschlossene Jaqueline, wild kichernd an sich (und ihm) herumspielend, dabei zusah. Die kleine ungarische Sex-Elfe, die da so zungenfertig beglückt wurde, war aber auch ein ganz entzückender Anblick, wie sie so ekstatisch den Kopf hin und her warf und ihre strahlend blauen Augen vor Lust weit aufriss. Ihre schlanken jungen Glieder zitterten, und mit bebenden Muskeln hob sie das Becken vom Boden, um sich meinem Kollegen noch weiter entgegen zu drücken.
Während Eva also sicht- und hörbar hingerissen war, gab es aber zumindest einen unter den Zuschauern, dem Robbies Bemühungen noch nicht gut genug zu sein schienen – Heiner war schon bald mit guten Ratschlägen zur Stelle und ließ sich neben den beiden auf dem Boden nieder: „Wart mal, junger Mann, ich zeig dir was!“
In den Augen des älteren Darstellers war wohl nur das Beste gut genug für seinen süßen Sonnenschein. Welches Geheimnis er aber nun Robbie genau zeigen wollte, blieb mir zunächst verschlossen, denn gerade in diesem Moment wurde mir von dem aus dem Haus zurückkehrenden Uwe zugetragen, dass Kitty nach mir verlangte.
Das ließ mich natürlich aufhorchen. So lustig es hier draußen auch war, natürlich dürstete ich danach, sofort jedes Verlangen stillen zu dürfen, dass Kitty überkam – auch wenn es diesmal wahrscheinlich nicht um Sex ging. Also stieg ich rasch in meine Hose und eilte, das glückliche Fiepsen Evas und Jaquelines helles Lachen in meinem Rücken zurücklassend, nach drinnen.
Kitty war im großen Wohnzimmer einmal mehr an ihrem Laptop beschäftigt. Daneben lagen zwei Handys und ihr allgegenwärtiger Terminplaner. Sie sah nicht auf, als ich hereinkam, doch als ich mich nun neben sie setzte, konnte ich einfach nicht anders, als ihr zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange zu geben.
Das kleine Lächeln, das ich zur Belohnung dafür erhielt, ließ mir sofort warm ums Herz werden. Es war schon irre, dieses Kitzeln in meinem Körper – eben hatte ich noch auf eine gemeinsame gute Freundin, die zweifellos sehr scharfe Tamara, abgespritzt und meinen Spaß dabei gehabt, aber nun, als ich diesem strubbeligen, heftig tätowierten Wildfang, dem ich meine Porno-Karriere größtenteils zu verdanken hatte, so nahe war, fühlte ich mich schon wieder schwer verliebt.
Ich war so versunken darin mit meinem Blick die mir mittlerweile so vertrauten und doch immer wieder faszinierenden Linien ihres Gesichts nachzuziehen, dass ich zunächst nicht bemerkte, dass auf dem Bildschirm gerade ein Video lief – und es war auch nicht bloß irgend ein Porno, sondern zeigte mich mit Tina.
Es war die Szene, die wir früher am Nachmittag gedreht hatten, und tatsächlich war es nun das erste mal, dass ich mich selbst bewusst so in Aktion sah, wenn in diesem Fall auch ohne Ton. Erstaunlicherweise hatte ich mich bislang noch nie eingehender mit dem Endprodukt meiner Arbeit auseinandergesetzt – für mich war mit dem Cumshot immer ein Kapitel beendet, und nur meine schönen Erinnerungen an tollen Sex mit tollen Frauen (und natürlich die Aussicht auf alle zukünftigen Szenen) begleiteten mich von da ab in die Zukunft.
Diesmal jedoch sah ich genauer hin. Und bei aller Bescheidenheit gesagt, ich fand nicht schlecht, was der ganz in seine Partnerin versunkene junge Bursche dort gerade veranstaltete. Die Kamera filmte zwischen den langen, bestrapsten Beinen der luxusblonden Weltklasse-Darstellerin nach oben, so dass man vorne ihre schwingenden Superbrüste sah, und hinten meinen stolzen Schaft, den ich im Maschinenrhythmus stehend doggy in ihr seidig-feuchtes Liebestor hinein knallte, so dass man die dadurch entstehende, lustvolle Energie als Zuschauer praktisch zu spüren glaubte.
Mir gefiel diese Perspektive, vor allem als die Kamera jetzt etwas schwenkte und noch näher an Tinas dauernasse Königinnen-Fotze heranzoomte. Das brachte meine prallen Eier gut zur Geltung, und die Präzision meiner Stöße. Und, meine Güte, wie sie mal wieder gequietscht hatte! Alles echte Begeisterung natürlich (zumindest erlaubte ich es mir, das zu glauben). Und um überhaupt mit einer solchen sexuellen Hochleistungssportlerin wie ihr zurecht zu kommen, da brauchte es schon einen ganz besonders guten Ficker, jemanden, der wusste, wie er sie zu packen, und wie er sie zu nehmen hatte – eben so einen Kerl wie mich!
Okay, ich muss sagen, ich bildete mir schon ganz schön was ein... Und Kittys Katzeninstinkt entging natürlich nicht, wie unglaublich stolz ich gerade mal wieder auf mich war. Sie aktivierte die Lautsprecher, so dass man nun leise Tinas schrille Jauchzer und mein schweres, sie bei ihrem Freudenkonzert begleitendes Stöhnen hören konnte.
Letzteres fand ich jetzt tatsächlich etwas irritierend. Um nicht zu sagen, der Genuss, mir selbst so zuzusehen, wurde dadurch ein klein wenig getrübt. Hörte ich mich beim Sex vor der Kamera tatsächlich so an? Für mich klang das in diesem Moment so unelegant, zwar lustvoll, aber doch auch angestrengt, wie ein alter Zuchtbulle mit Asthma, und überhaupt nicht so wie der schneidige junge Nachwuchs-Hengst, als der ich mich selbst sah...
Kitty schien gegen dieses schwerfällige Ächzen, welches ich da von mir gab, allerdings gar nichts einzuwenden haben. „Gefällt es dir?“, fragte sie mich stattdessen, und schien ebenfalls ziemlich hingerissen von den Vorgängen auf dem Schirm. „Ich denke, ich werde mir hiervon ein GIF machen. Wenn man euch gleich so von hinten sieht. Dein junger Knackarsch, wie er deinen großen Schwanz immer wieder in ihre unersättliche Nobelfotze reinrammt. Das törnt mich total an!“
Natürlich ging mir nun das bereits halb ausgeklappte Taschenmesser in der Hose völlig auf, und natürlich fand ich ihre Worte einladend genug, um ihr den Arm um die Schulter zu legen und ein bisschen näher an sie heran zu rücken. Sie trug Shorts und ein verratztes T-Shirt, womit sie ein eigenartiger Kontrast zu all den auf schlampenhaft heiß getrimmten oder splitternackten Frauen war, mit denen ich hier sonst so meine Zeit verbrachte. Aber das Funkeln ihrer Augen, die Wärme ihres Körpers und der Duft ihrer Haut stiegen mir direkt zu Kopf, und plötzlich war es Kitty, die ich da an Tinas Stelle vor mir sah.
„Wenn es dich so heiß macht, mir beim Sex zuzusehen, dann bin ich gerne bereit, dich ein wenig an meiner Großartigkeit teilhaben zu lassen. Ich hatte zwar heute einen harten Tag, aber ich denke, ein bisschen was dürfte noch gehen...“
„Ich werde dich gleich in den Arsch ficken, bis dir der Kopf explodiert, du geiles Drecksstück!“, verkündete genau in diesem Moment mein anderes Ich im Video, und ich zuckte zusammen. Hatte ich das wirklich gesagt? Mit dieser bebenden, gepresst klingenden Stimme? Oh mein Gott! Gerade wo ich zu der Ansicht gekommen war, dass das Stöhnen gar nicht so schlimm klang...
Kitty lachte, als sie den Ausdruck sah, der plötzlich auf meinem Gesicht erschien. „Gut zu wissen, dass dich Tina und die anderen da draußen noch nicht völlig entkräftet haben! Und auch wenn ich zur Zeit noch anderes zu tun habe, ich behalte den Gedanken im Kopf. Versprochen!“ Doch dann erschien wieder dieses kleine, schiefe Grinsen auf ihren Zügen, und ich wusste, dass mein gerade so gewaltig aufgepumpter Stolz jetzt unvermeidlicherweise ein wenig zurechtgestutzt werden würde.
„Wo wir gerade von geilen Filmchen reden - der hier ist auch nicht schlecht!“, kam es dann auch prompt von ihr. Ein paar Klicks, ein neues Video öffnete sich, und nun sah ich Tina dabei zu, wie sie mit verliebt empor gerichteten Augenaufschlag an Snakes schwarzem, alle gewohnten Dimensionen sprengenden Monsterschwanz hermlutschte.
Es war eine Aufnahme, die ebenfalls heute gemacht worden war, früher am Tag, als ich mit Jaqueline zugange gewesen war. Im Hintergrund sah man den roten Luxussportwagen, der als befickbare Kulisse gedient hatte, und im Vordergrund die beiden heftig ineinander versunkenen, auf Porno getrimmten Luxuskörper der Darsteller.
„Ich liebe deinen Schwanz! Er ist so viel größer als alle anderen!“, nuschelte Deutschlandes blondester Pornostar gerade an der speicheltriefenden, drohend über ihrem wunderschönen Gesicht aufragenden Schokoladenkeule vorbei, bevor sie sich die dicken Eier in den Mund schob und den dunkelhäutigen, muskulösen Amerikaner mit ihren großen blauen Traumaugen auf eine Art anbetete, die es mir heiß und kalt die Wirbelsäule hinablaufen ließ. Hatte sie vorhin auch mich so angesehen? Oder bei irgend einer anderen Gelegenheit? Ich hoffte es doch. Vielleicht sollte ich wirklich mal alle unsere bis dahin gefilmten Szenen daraufhin durchschauen...
Doch ich fasste mich schnell wieder. „Na ja, so viel größer als ich ist er jetzt auch wieder nicht.“, sagte ich betont gleichmütig. Wenn mich Kitty triezen wollte, dann sollte sie sich schon was besseres einfallen lassen als mir bloß Aufnahmen von sehr großen Penissen zu zeigen. „Ich sehe Tina auch sehr gerne zu, wie sie nett zu anderen Männern ist. Und ich hab echt keine Minderwertigkeitskomplexe, bloß weil sein Schwanz ein kleines bisschen länger ist, und dir auch schon mal bis zum Anschlag im Arsch gesteckt hat.“
„Ah ja. Ich erinnere mich.“ Kitty schnaubte ein halbes Lachen hervor. „Aber dann genieße den Anblick hier doch noch etwas länger, wenn er dir so gut gefällt - so oft wirst du ihn nämlich nicht mehr zu sehen kriegen!“
Ich zuckte die Schultern und tat gelangweilt. „Warum? Weil du demnächst auf Snake verzichten musst?“ Das wusste ich doch schon. Ich würde deswegen bestimmt keine Entzugserscheinungen haben, und den Frauen auch gerne dabei helfen, über ihre hinwegzukommen...
„Nein weil du demnächst auf Tina verzichten musst.“ Kitty schaute mir direkt ins Gesicht, um auch ja meine Reaktion auf diese Neuigkeit genießen zu dürfen. „Sie verlässt uns. Geht in die USA. Wegen „neuer Karriereoptionen“, wie ihr Göttergatte es so schön ausdrückt. Oder, anders gesagt, wir können sie uns nicht auf Dauer exklusiv leisten.“
„Schade.“ Das war die reine Wahrheit, und etwas anderes fiel mir dazu wirklich nicht ein.
„Ich hatte eigentlich gehofft, ich könnte sie und Roger hier noch etwas in unserem Sinne bearbeiten. In entspannter Atmosphäre, sozusagen. Bob ist in geschäftlicher Hinsicht immer sehr direkt, und wenn er nicht mehr mitbieten kann, dann lässt er es eben. Aber ich dachte, wenn man sie ein bisschen mit Hauptrollen ködert, eigenen Titeln, Filmen mit mehr Handlung, dann wären sie vielleicht interessiert.“ Bedauernd zuckte sie die Schultern. „War aber wohl nichts.“
Kitty führte das ganze dann noch weiter aus, doch ich hörte ihr nur mit halbem Ohr zu. Diese geschäftlichen Details interessierten mich eher weniger. Der Gedanke, dass ich in nächster Zeit vielleicht keinen Sex mehr mit Tina haben dürfte, meinem endlich greifbar gewordenen Idol langer Jahre als Nachwuchs-Pornokonsument, traf mich da schon eher. Sie war wirklich ein selten heißes Geschoss, eines der heißesten überhaupt... Und vor ein paar Monaten hatte ich noch nicht mal im Traum zu hoffen gewagt, ihr jemals auch nur nahe sein zu dürfen, geschweige denn, dass meine schmutzigsten Pornoträume mit ihr plötzlich wahr werden würden! Und jetzt war ich schon fast so etwas wie ein regelmäßiger Drehpartner!
Doch bevor ich mich noch tiefer in mein Bedauern versenken und Kitty ihr Seminar „Porno-BWL für Anfänger“ weiter ausdehnen, konnte, ertönte draußen plötzlich ein schriller weiblicher Jubelschrei, der mir direkt ins Mark fuhr – gefolgt von lautem männlichen Triumph-Gejohle.
Ich schoss natürlich sofort aus meinen Überlegungen auf. „Was war denn das?“, fragte ich, halb entsetzt von der plötzlichen Intensität, die in diesem Ausbruch gelegen hatte, und gleichzeitig darüber rätselnd, wer denn da gerade so explodiert war. Ich hatte hier schon viele Frauen kommen gehört, aber diesen Höhepunkt konnte ich nicht zuordnen...
Doch Kitty nickte bloß wissend. „Ach, die kleine Eva hat wahrscheinlich wieder mal gesquirted...“, sagte sie ganz beiläufig. Und ich starrte die junge Frau neben mir bloß mit offenem Mund an.
„Wie, das wusstest du noch gar nicht?“ Sie hatte angesichts meines offensichtlichen Erstaunens ein halbes Lächeln im Mundwinkel, klang jetzt aber, wenn möglich, noch unbeteiligter.
Ich schüttelte heftig den Kopf. „Nein, woher denn!“ Ja, wenn ich das gewusst hätte, wäre ich glatt draußen bei den anderen geblieben, da hätte Kitty so laut und lange nach mir rufen können wie sie wollte... „Meine Güte! Und wegen dir habe ich das verpasst!“
„Ja so ein Ärger! Du Ärmster...“ Bei ihrem falschen Mitleid stellten sich mir doch glatt die Nackenhaare auf. „Und dabei ist das doch so ein bewegendes Ereignis... Sie sprudelt wie ein lustiger kleiner Springbrunnen, wie ein kristallklarer Bergquell, wie ein milder Frühlingsregen...“
Ich ächzte nur wortlos, und ihre Hand tätschelte mir tröstend die Wange. „Ach komm schon, mein Großer! Kein Grund zum weinen. Du wirst sicher morgen auch noch Gelegenheit haben, ihr beim Squirten zuzusehen... oder sie selbst dazu zu bringen!“ Und für einen Moment herrschte nun Schweigen zwischen uns, während vor meinen Augen ein völlig neuer Film ablief.
Doch dann kehrte ich wieder ins hier und jetzt zurück. „Sag mal, warum hast du mich jetzt eigentlich hergerufen.“, fragte ich sie, leichte Gereiztheit in der Stimme. Irgend einen wichtigen Grund musste sie doch gehabt haben. Zumal es doch draußen zur gleichen Zeit so wunderbare Naturschauspiele zu bestaunen gab...
Sie aber zuckte bloß die Schultern, und plötzlich wirkte sie ertappt. „Ach, eigentlich aus gar keinem besonderen Anlass. Ich wollte dir einfach mal die Videos zeigen...“ Und mich in ihrer Nähe haben – das war eine plötzliche Gewissheit, die all meinen Ärger hinweg wehte, mein Herz ein klein wenig heftiger pumpen ließ, und mich zusätzlich auch von jedem Gedanken abbrachte, schnell aufzustehen und nach draußen zu stürmen, um vielleicht noch Zeuge einer kleinen Squirting-Zugabe werden zu dürfen.
Für eine Weile saßen wir nun einfach nur nebeneinander und schauten uns weiter meine Szene mit Tina an. Kitty, die einfach nicht auch ihrer Pornographinnen-Haut konnte, gab hin und wieder kleine Ratschläge – hier könntest du offener zur Kamera sein, hier ein bisschen mehr Spannung in den Händen, wenn du ihr so an die Brüste fasst, glotz nicht irgendwelche Leute am Set an, wenn du so eine scharfe Braut vor dir hast, etc. – doch im großen und ganzen schien sie sehr zufrieden mit ihrem Lieblingsschüler zu sein.
Darauf musste ich sie natürlich ansprechen: „Dir gefällt wohl, was du siehst?“, fragte ich, mit Kribbeln im Bauch. Und tatsächlich waren ihre Wangen nun leicht gerötet, und ihr Atem ging ein winziges bisschen schneller als zuvor. Und so wie sie sich mittlerweile an meine Schulter schmiegte...
„Ich sehe halt gerne Leuten beim Sex zu. Vor allem dir.“ Ihre Hand legte sich zärtlich auf meinen Oberschenkel, wie um ihre Antwort zu unterstreichen. Dann fuhr sie fort: „Pass auf, gleich kommt mein Lieblingsteil – der Analsex. Tolle Performance von euch beiden. Und wie du ihr da so den Schwanz reinbohrst, das gibt echt gute Bilder.“ Sie drückte mein Bein ein wenig fester. „Es ist aber auch ein richtig schöner Arschficker-Schwanz.“
Den ich ihr, befeuert durch dieses ungewöhnliche Kompliment, in diesem Moment nur zu gerne zu schmecken gegeben hätte. Warm war mir schon vorher gewesen, aber nun wurde mir regelrecht heiß...
Doch plötzlich war dieser intime Moment, den wir gerade geteilt hatten, vorbei. Kitty erinnerte sich wohl wieder mal daran, dass wir alle zum Arbeiten hier waren. Sie erwachte aus ihrer Träumerei und schloss das Fenster mit meiner Szene – was ich sehr bedauerte, denn es hätte nicht mehr lange bis zu Tittenfick und Cumshot gedauert. Bei Tina, meine ich jetzt... vielleicht aber auch bei Kitty.
„He, jetzt kriegst du das Ende ja gar nicht mit!“, beschwerte ich mich, doch mein halbherziger Protest war zwecklos.
„Glaub mir, Männer, die auf Frauen abspritzen, hab ich schon in allen Variationen gesehen.“, grinste sie, und ich gab ihr darauf die naheliegende Erwiderung.
„Aber du kriegst trotzdem nicht genug davon.“
„Kommt ganz auf meine Tagesform an.“ Sie rappelte sich ein wenig aus dem Sofa hoch und begann einige neu eingetroffene E-Mails durchzusehen. Dabei fuhr sie fort: „Manchmal hab ich's aber auch über, vor allem wenn ich nicht live dabei bin: immer das selbe Gewichse. Aber wo du mich gerade darauf bringst, von wegen Gewichse und über haben: Amir hat uns auch seine neuste Szene geschickt.“
Ich hatte schon eine Weile nicht mehr an unseren in der Heimat zurückgebliebenen Kollegen gedacht. Bevor ich aber fragen konnte, wie das mit der „neuen Szene“ gemeint war, rief Kitty eine neue Datei auf, und was ich nun zu sehen bekam, war ein ziemlich erbärmliches Handy-Video von einem Schwanz, der doggy in eine nicht näher zu identifizierende Muschi hineinpumpte.
„Was soll das bitte schön darstellen?“, fragte ich mit einem Stirnrunzeln. Die Muschi war total okay, und der Arsch, der dazugehörte, auch, aber der Film selbst war nun nicht gerade die Qualität, die ich vom Studio her gewohnt war.
„Seine neuste Eroberung.“ Kitty lachte. „Angeblich soll das die Fernsehtussi sein, mit der er neulich durchs Studio gezogen ist, und über die er so große Töne gespuckt hat. Als echten Beweis kann ich das aber nicht gelten lassen, so verwackelt wie das ist, könnte die Alte in der Szene auch meine Tante sein. Oder deine, was das angeht.“
Kein schöner Gedanke... Doch bevor ich noch weiter darauf eingehen konnte, machte Kitty dem Elend ein Ende und fuhr den Computer herunter.
„Wie geht’s denn jetzt mit Chis und Fabio weiter?“, fragte ich als nächstes. Ich hatte nur die allervageste Ahnung, worum es in dem Streit der beiden Darsteller eigentlich ging (Eifersucht – zumindest als gut verborgener Kern – war wohl die letztendliche Wurzel), aber gleichzeitig absolut keine Lust, dass durch solche kleinliche Auseinandersetzungen die gute Stimmung vergiftet würde, die uns bis hierher begleitet hatte.
Kitty schüttelte den Kopf. „Wir haben geredet. Und damit sollte die Sache hoffentlich erledigt sein. Allerdings befürchte ich anderes. Aber das werden wir spätestens morgen beim großen Jeder-mit jedem sehen – wenn es sein muss, auf die harte Tour.“
„Und worum ging es jetzt tatsächlich?“
„Keine Ahnung.“ Ein weiteres Kopfschütteln. „Plötzlich tun sie beide so, als wäre die ganze Sache fürchterlich kompliziert. Und aus ihren jeweiligen Freundinnen krieg man auch nichts raus.“
Ich versuchte so etwas wie Verständnis aufzubringen. „Vielleicht ist es das ja. Kompliziert meine ich.“ Ich hatte schließlich selbst auch genug unter den schwierigen Verhältnissen in dieser Welt des ständigen und manchmal nur scheinbar unverbindlichen Sex leiden müssen. „Auch Pornodarsteller haben Gefühle, weißt du?“
„Da bin ich mir nicht so sicher!“ Sie lachte. „Okay, manchmal ist es tatsächlich nicht so einfach, in diesem Job privat und beruflich voneinander zu trennen, dass weiß ich auch. Aber weder Chris noch Fabio sind achtzehnjährige Anfänger.“ Plötzlich wurde sie ernst. „Du ahnst ja gar nicht, wie viele Leute, mit denen man hier zu tun hat, emotional total unreife Pussies sind. Und ich rede hier keineswegs in erster Linie von den Frauen! Ein schön anzuschauender Dauerständer macht noch keinen verantwortungsbewussten Vollblut-Profi.“
Na Danke schön... Auch wenn ich nicht glaubte, dass die letzten paar Sätze bewusst auf mich gemünzt gewesen war, so traf mich das doch ein wenig. Wo ich mir doch einbildete, in letzter Zeit so viel gelernt zu haben!
Ich versuchte die Sache nun philosophisch zu sehen – so gut mir das mit meiner begrenzten Lebenserfahrung gelang: „Ich glaube, es gibt überall Menschen, die immer alles kompliziert machen müssen. In der Schule genauso wie beim Porno.“
Kitty nickte nachdenklich „Schule, ja, das trifft es genau. Manchmal ist es hier wirklich wie auf Klassenfahrt.“ Das Lächeln kehrte auf ihre Züge zurück, und ich musste an etwas denken, dass Robbie gestern zu mir gesagt hatte. „Da muss man als Autoritätsperson eben erst mal jemanden nach Hause schicken, um zu zeigen, dass man es ernst meint.“ Das sie im Notfall tatsächlich soweit gehen würde, glaubte ich ihr sofort. „Aber so weit ist es noch nicht“
Sie schien jetzt wieder etwas anschmiegsamer gestimmt, und mit einem Grinsen drückte ich sie an mich. „Hoffentlich schickst du mich nicht heim. Ich habe hier doch noch so viel vor!“
„Nur, wenn du dich schlecht benimmst!“ Sie zog die Augenbraue hoch. „Aber was sind denn so deine Pläne für die nächste Zeit?“
Und dann sagte ich ihr einfach das erste, was mir gerade in den Sinn kam: „ Natürlich dich auch noch mal in deinen kleinen Geilarsch zu knallen, Frau Lehrerin!“
Wo wir doch gerade erst von emotionaler Unreife geredet hatten... Doch bei Kitty kam diese Ankündigung durchaus gut an: „Hach, du Romatiker!“ Sie grinste, und gab mit einen kleinen Kuss. „Klingt aber dennoch nach 'ner guten Idee – doch alles zu seiner Zeit!“
Nun, ich hatte auch nicht wirklich (zumindest nicht wirklich ernsthaft) damit gerechnet, dass ich schon in den nächsten fünf Minuten an ihrem süßen Po zum Zug kommen würde. Und geduldig blieb ich einfach noch etwas länger neben ihr sitzen. Was mir für den Moment auch vollauf genug war.
Wir sprachen also noch eine Weile über Porno-Alltäglichkeiten, bis irgendwann Jaqueline ins Zimmer kam. Sie hatte sich tatsächlich angezogen, und wie sie so versonnen vor sich hin starrte und auf der Unterlippe kaute, wirkte sie regelrecht nachdenklich.
„Was ist mit dir los? Bist du krank?“ Kittys Frage war nicht ganz unberechtigt. So ernsthaft, wie sie jetzt im Moment aussah, hatte auch ich Jaqueline noch nie erlebt.
„Nein, nein, mir geht’s gut.“, sagte sie versonnen, doch es bedurfte einigen Bohrens, bevor wir aus ihr herausbekamen, was sie so beschäftigte: es war natürlich Eva, über die unsere kleine Freundin da so angestrengt nachgrübelte. Nachdem sie ihre Zimmergenossin so lange links liegen gelassen hatte, war sie jetzt zumindest in einer Hinsicht zutiefst von ihr beeindruckt: „Dazu nur ein Wort: Wow!“, kam es in fast ergriffen klingendem Ton von ihr, als ich sie bat, doch bitte zu beschreiben, was da vorhin so spritziges vorgefallen war. Und tatsächlich beließ sie es dabei – und zwar trotz meines Drängens, doch bitte etwas ausführlicher zu werden.
Allerdings war eine umfangreiche Zeugenaussage auch nicht der Grund, aus dem sie uns aufgesucht hatte, ebenso wenig wie ein Gespräch über ihre neue Einschätzung der zierlichen blonden Ungarin. Vielmehr plante sie für den Abend eine Exkursion ins Nachtleben der Insel, und wollte uns zum mitkommen bewegen. Robbie, Tina, Roger, Tamara, Andi und Snake würden dabei sein.
Doch auch wenn ich unter anderen Umständen gerne ja gesagt hätte, jetzt zierte ich mich. So interessant die Idee auch schien, ich hatte mich entschlossen den Rest des Tages mit Kitty zu verbringen - und die machte unmissverständlich klar, dass sie heute weder Zeit noch Lust zum feiern hatte. Und folglich beschloss auch ich, den Abend in der Finca zu verbringen.
„Ein andermal.“, versuchte ich die jetzt natürlich ein wenig schmollende Jaqueline zu besänftigen. „Morgen vielleicht. Oder Übermorgen.“
„Ja klar, dann wenn wir anderen vom Party machen schon richtig geschafft sind!“ Unsere blonde Reisegefährtin wollte immer nicht locker lassen, und unternahm noch einige weitere Überredungsversuche, bevor sie endlich entnervt aufgab: „Na gut, dann bleib eben hier... bei den alten Leuten!“, erklärte sie eingeschnappt, und machte sich davon.
Aber auch wenn es vielleicht nicht so wild und laut wurde wie das, was die anderen erlebten, so verlief auch unser Abend letztlich sehr interessant - allerdings auf eine andere Art. Und es stellte sich auch als falsch heraus, dass Kitty und ich mit den älteren Semestern allein bleiben würden – denn Eva war ja zum Beispiel auch noch da...
Aber alles der Reihe nach: später, nach dem Abendessen saßen wir Zurückgebliebenen draußen in der warmen Luft des zuneige gehenden Tages zusammen - Cassandra, Kitty, Nick, Heiner, Eva und ich. Kaum zu glauben, wie viel Pornoerfahrung hier an diesem Tisch versammelt war, und ich fühlte mich geehrt, die Gesellschaft dieser Stars und Sternchen teilen zu dürfen. Und bald schon entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch, an dem sich jeder beteiligte – natürlich mit Ausnahme der süßen Eva, die kein Deutsch verstand, aber zufrieden damit schien, sich in Heiners Arme kuscheln zu dürfen.
„Da scheint aber jemand seinen Platz zum Glücklichsein gefunden zu haben.“, bemerkte Cassandra wohlwollend über den Rand ihres Weinglases hinweg.
„Die Geschmäcker sind eben verschieden.“ Kitty lächelte. „Selbst ein alter Sack wie Heiner kriegt bei uns noch eine ab.“
„Ihr scheint der Altersunterschied auf jeden Fall keine Probleme zu machen.“, gab der graumelierte, aber nach wie vor sportlich schlanke und aktive Porno-Veteran wohlwollend zurück, und streichelte seiner kleinen Freundin bei diesen Worten zärtlich über den Kopf.
„Dir aber auch nicht!“
Heiner grinste nur zur Antwort. Er war ein attraktiver Mann in mittleren Jahren, mit seiner Brille sogar ein wenig intellektuell wirkend, und damit wie geschaffen für die Rolle des geilen Lehrers vor wie hinter der Kamera. Eva ihrerseits war eine von jenen Frauen, die überall, wo sie hingingen, ihren Ausweis vorzeigen mussten, um ihre Volljährigkeit zu beweisen, und das würde sicher auch in einigen Jahren noch so sein.
Zugegeben, im normalen Alltagsleben hätte man ein solches Pärchen schon ein wenig merkwürdig gefunden. Hier bei uns, in den lockeren, sexuell aufgeschlossenen Kreisen des Erotikgeschäfts, kam es aber auch mir ganz natürlich vor. Was passte, das passte eben. Zumal Kitty ja auch ein kleines bisschen älter war als ich...
„Manche von uns stehen eben auf junges Gemüse.“, sagte sie dann auch wie auf Stichwort, und gab mir einen kleinen Kuss auf die Wange. Okay, zwischen uns lagen nun wirklich weniger Jahre als zwischen Eva und Heiner... Aber der jungen Frau neben mir war wohl ebenfalls bewusst, dass sie dreiundzwanzig war, und ich erst achtzehn. Und umgerechnet auf sexuelle Erfahrung lag immer noch ein ganzes Leben zwischen uns – was, wie ich inzwischen offen zugeben konnte, zu den Dingen gehörte, die mich an ihr reizten.
Heiner erläuterte uns derweil weiter seine Vorlieben: „Das ist schon mehr, als einfach nur „drauf stehen“. Ich bin eben, das gebe ich offen zu, ein Mann von vierundvierzig Jahren, der süchtig ist nach jungen Muschis. Wie sie sich einem so anbieten, wie sie einem unbedingt gefallen wollen, wie dankbar sie sind, wenn man sie ihre eigene, neu erwachte Weiblichkeit spüren lässt, das ist das allergrößte. Zwar mag ich auch richtige Frauen...“
„Danke!“, warf Cassanda ein.
„...aber es ist das Frischfleisch, dass mich meinen Job so lieben lässt. Den mache ich nämlich nicht zuletzt, weil hier immer neue junge Dinger nachkommen, während ich immer älter werde. Und auch, weil ich mir mittlerweile schon ein wenig albern vorkäme, wenn ich noch versuchen würde in Clubs oder auf der Straße achtzehnjährige Küken aufzureißen. So realistisch bin ich schon.“ Er grinste in die Runde, bevor er halb scherzhaft hinzufügte: „Nicht, dass ich es nicht könnte, wenn ich wollte.“
Letzteres glaubte ich ihm sogar. Heiner hatte mit seiner ruhigen, selbstbewussten Art durchaus eine Wirkung auf Frauen jedes Alters – was man an Eva sah. Und ich wusste aus eigener Schul- und Lebenserfahrung, dass sich manches Schulmädchen lieber mit der Eroberung eines gestandenen Mannes brüstete, als sexuell unterversorgten Altersgenossen bei der dringend nötigen Triebabfuhr behilflich zu sein.
Doch unser stolzer und viel begehrter Deckhengst war noch nicht am Ende seines Vortrags: „Ob man' s glaubt oder nicht, ich wäre ja fast tatsächlich mal Lehrer geworden... Aber ich mit all den jungen Dingern, das wäre nie gut gegangen!“
„Das leuchtet mir sofort ein.“, kommentierte Kitty trocken, doch ich, immer noch etwas unsicher, wie es mit meinem Leben nach diesen ebenso umwälzenden wie umwerfenden Schulferien denn letztendlich weitergehen sollte, war nun tatsächlich ernsthaft am Werdegang meines Kollegen interessiert.
„Du hast studiert?“, fragte ich deshalb, bevor jemand das Thema wechseln konnte, und er nickte.
„Ja, aber nur anderthalb Semester oder so. Ich konnte mich einfach nicht auf ernste Dinge konzentrieren, wenn ständig so viele scharfe Uni-Hasen um mich herumhoppelten, die alle selbst nichts anderes als Sex im Kopf hatten. Da ließ mir mein Jagdtrieb keine ruhige Minute. Und nachdem ich es gelassen hatte mit der Universität, bin ich erst mal ein wenig durch die Welt gereist und habe die Frauen studiert.“
Sein Gesichtsausdruck verriet, wie sehr er dies genossen hatte, und ich hakte nach: „Was hast du denn so gemacht in dieser Zeit?“
„Ach, so verschiedenes. Zuletzt, bevor ich Sex zu meinem Beruf gemach habe, war ich Surf-Lehrer auf Fuerteventura – 'ne tolle Sache, um Mädels kennen zu lernen.“
Kitty sah von ihm zu mir. „Okay, jetzt musst du dem Kleinen hier aber mal die Geschichte erzählen, wie du an deinen jetzigen Job gekommen bist! Auch wenn wir anderen sie schon kennen, so ist sie doch immer wieder der Renner!“
„Ja, das war tatsächlich eine komische Sache...“ Während ich ihn neugierig ansah, schien er einen Moment lang seine Gedanken zu ordnen. Vielleicht wollte er aber auch bloß die Spannung steigern, bevor er ansetzte. „Ich lernte da diese Frau kennen. Auf die für mich gewohnte Weise: über Tag habe ich ihr gezeigt, wo man die besten Wellen findet, um nachts mit ihr dann gemeinsam auf einer ganz anderen Welle zu reiten. Aber diesmal hatte ich fast den Eindruck, dass ich mich mit ihr übernommen hatte...“
„Ein ungewöhnliches Eingeständnis von jemanden, der in unserem Geschäft seit fünfzehn Jahren den Schwanz hinhält!“ Kitty grinste, und Heiner bestätigte ihre Worte mit einem Nicken.
„Allerdings. Und ich muss sagen, ich bildete mir auch damals schon ganz schön was auf meine einschlägigen Fähigkeiten ein. Außerdem hatte ich einen Ruf zu verlieren, ich war als unermüdlicher Touristinnen-Beglücker bekannt, und an den Hotelbars auf der ganzen Insel raunten sich abenteuerlustige Damen und Dämchen hochachtungsvoll meinen Namen zu. Aber sie... sie war... ein Fall für sich. Ein echtes Energiebündel! Ein schlanker, aber perfekt geformter Körper, kleine spitze Brüste, kurze blonde Locken, süßer Mund, kleine Zahnlücke, gieriges Grinsen, wilde, nussbraune Augen. Und eine echte Akrobatin, im Bett, auf dem Fußboden und auf sämtlichen anderen Möbeln! Absolut unersättlich. Rund um die Uhr klatschfeucht. Und so anspruchsvoll! Sie hörte einfach nicht auf, mir ihre Forderung nach mehr und immer noch mehr in die Ohren zu schreien.“ Hingerissen von der eigenen Erinnerung schüttelte er den Kopf „So was hatte ich echt noch nie erlebt, und ich hatte schon einiges erlebt. Am nächsten Morgen, oder vielleicht auch am übernächsten, ich kam kaum mehr aus dem Bett heraus, da schrieb sie mir eine Telefonnummer auf einen Zettel, und sagte mir, ich solle da anrufen, wenn ich das nächste mal in Deutschland wäre... Dann hat sie mir noch mal einen geblasen – ich glaube, es war das erste mal in unserer Bekanntschaft, dass sie gab, und nicht nur nahm - und weg war sie.“
Ich hatte allmählich einen Verdacht, wie die Geschichte weitergehen würde, aber ich fragte dennoch: „Und was geschah dann?“
„Als ich dann das nächste mal einen Besuch in der alten Heimat plante, um Freunde und Familie zu besuchen, da rief ich tatsächlich die Nummer an, die sie mir gegeben hatte. Es meldete sich jemand den ich nicht kannte, mit einem Firmennamen den ich nicht kannte. Zuerst dachte ich, da wäre was schief gelaufen, doch als ich nach meiner Bekanntschaft fragte, da wurde ich schnell weiter gereicht. An sie. Und sie wollte dann wissen, ob ich die nächsten Tage nicht mal vorbeikommen könnte.“
Nick Victor, der vielerfahrene und weithin bewunderte Regisseur und Ex-Darsteller, der bislang nur schweigend dabeigesessen und zu allem still gelächelt hatte, musste sich nun doch noch mal vergewissern. Auch wenn er die Geschichte schon kannte, so konnte er sie anscheinend immer noch nicht ganz glauben. „Und du hattest wirklich nicht die geringste Ahnung, wohin du da unterwegs warst?“
Heiner grinste schief. „Null. Ich hatte ja keine Ahnung. Ich meine, ich habe nie viel Pornos geschaut, sondern hatte lieber echten Sex. Und davon hatte ich genug.“ Er rückte Eva, die fast schon am Eindösen schien, ein wenig an seiner Schulter zurecht und fuhr fort. „Nachdem ich dann allerdings durch die Tür war, ging mir aber so allmählich doch ein Licht auf, wo ich da rein geraten war.“
Cassandra prostete ihrem Kollegen ironisch zu. „Reisender, der du hier einkehrst, lass alle Hoffnung fahren.“
„Und das bedeutet: Heiner hatte nicht nur Sex mit einem Pornostar, ohne es zu merken, er ging auch zu seinem Pornocasting, ohne zu wissen, was er da eigentlich sollte!“, schloss Kitty triumphierend Heiners Geschichte ab.
„Aber zumindest wusste ich dann im nächsten Schritt, wo ich ihn reinstecken musste!“
„Herzlichen Glückwunsch dazu!“ Wir alle lachten, bevor ich die nächste Frage stellte: „Wer war die Frau? Kenne ich sie?“
„Vermutlich nicht. Sie arbeitete unter den Namen Mia. Sie war erst zweiundzwanzig, aber sie wollte demnächst aufhören – ein großes Talent mit einer kurzen Karriere. Mich aber noch persönlich in ihren Job einzuführen, das ließ sie sich dann nicht nehmen.“
„Ich glaube, sie ist mir vage bekannt...“ Die Beschreibung hatte zumindest ein paar Bilder in meinem Kopf erscheinen lassen, wenn ich mir auch nicht völlig sicher war. Mia musste dann ja irgendwann Mitte der Neunziger aktiv gewesen sein, oder? „War das Casting denn hart für dich?“
„Ach was, überhaupt nicht!“ Mein Gegenüber machte eine wegwerfende Handbewegung. „Das ging alles ganz locker. Ich hatte ja schon ausführlich mit ihr geübt. Und überhaupt habe ich vor der Kamera nie so was wie Druck gespürt. Wenn ich am Zug bin, dann denke ich an nasse Muschis, und an nichts sonst.“
„An nasse, junge Muschis, vor allem!“ Nick lächelte dünn. „Und von da an ging's dann richtig los mit ihm.“
„Da wurde er dann Teil des klassischen SFI-Frauenversauer-Trios: Bob, Nick und er.“ Cassandra tätschelte ihrem Kollegen mit fast schwesterlicher Zärtlichkeit den Arm. „Aber eins muss man doch sagen: auch wenn er schließlich kein Lehrer geworden ist, so setzt er sich heute doch sehr für die Jugendförderung ein...“
Heiner zuckte nonchalant die Schultern. „Irgend jemand muss die jungen Stütchen ja zureiten. Jemand mit Stil und Klasse und Fingerspitzengefühl. Und wer sollte das sonst sein, zumal Nick nicht mehr dabei ist, und Bob allmählich dieses bestimmte Alter erreicht...“
„Oder erreichen müsste, wenn er denn ein normaler Mensch wäre...“ Cassandra verdrehte die Augen. „Pass bloß gut auf deine kleine Eva auf, Heiner. Wenn du sie mit nach Deutschland bringst, hat sie spätestens zwei Stunden nach der Landung seine dicke Rübe im Po stecken.“
Er seufzte und warf einen bedauernden Blick auf seinen kleinen Schatz. „Danke für die Warnung, aber ich fürchte fast, da kann selbst ich nichts machen. Sie freut sich doch schon so auf ihn...“
Während des letzten Teils unserer Unterhaltung war Kitty ohne Erklärung im Haus verschwunden, und hatte damit wohl all das verpasst, das sich mit der legendären Unersättlichkeit ihres Vaters befasste. Jetzt kehrte sie jedoch zurück. „Wo wir gerade von der frühen Heiner Best-Ära sprechen: das hier wollte ich Eva nicht vorenthalten!“ Kitty zog ein altes Hochglanz-Pornoheft hervor, dass sie wohl extra für diesen Zweck überhaupt eingepackt hatte, schlug eine bestimmte Seite auf und schob es Eva zu. Diese nahm es zunächst leicht verwirrt entgegen, schaute dann eine Weile darauf und begann plötzlich hysterisch zu kichern.
Neugierig warf auch ich einen Blick auf das, was es da zu sehen gab – eine 90er Jahre Vierer-Szene an einem traumhaften, weißen Sandstrand, edel fotografiert, zwei Männer, zwei Frauen - und dann musste auch ich grinsen. „Okay, Nick erkenne ich natürlich sofort... Aber wer ist denn dieser kühne Fickinger mit der wild wallenden blonden Lockenmähne?“
Heiner hatte nach nur einem einzigen Blick auf das Heft gewusst, was ihm bevorstand. Nun fuhr er sich mit der Hand durch den weit hinauf gerutschten Ansatz seiner graumelierten, kurzgeschnittenen Haare und seufzte. „Hey, ich war jung. Und den Frauen hat es gefallen!“
„Du weißt natürlich, dass sie dafür bezahlt wurden...“ Cassandra verbarg ihr Lächeln hinter der Hand.
„Ja ja, lacht ihr nur.“ Der ältere Darsteller blätterte eine Seite weiter. „Aber hieran erinnere mich noch genau. Dieses Fotoshooting war das erste mal, dass ich mit Nick gearbeitet habe. Ich war erst ein paar Monate voll dabei, es war meine erste Tour in tropische Gefilde, und ich glaube, ich war aufgeregter als damals bei meinem Casting. Er hier,“ Er klopfte seinem dunkelhaarigen Kollegen freundschaftlich auf die Schulter, „war zu der Zeit die Nummer 1, zumindest in Deutschland, und die Frauen redeten untereinander über praktisch nichts anderes als über ihn.“
Cassandra grinste nun unverhohlen. „Aus gutem Grund!“
„Es schien so, als sei wirklich jede einzelne in ihn verknallt, und ich glaube, ich war tatsächlich ein wenig neidisch. Ich mochte meine Partnerin, - eine Russin, weißblonde Haare, klare blaue Augen, wahnsinnige Wangenknochen, tolle natürliche Brüste. Die andere, eine Brünette mit Locken bis zum Po, war auch gut, aber ich war total happy, dass ich zuerst mit der Blonden ran durfte. Wir legten also los, und es lief auch richtig gut – dachte ich zumindest – aber als ich dann rüber zu Nick und seiner Partnerin sah, da waren die bereits in der dritten oder vierten Stellung, während wir immer noch nur so rumschmusten. Und dann hieß es plötzlich Partnertausch, und er brachte auch noch meine Süße zum Schreien, bevor ich ihn auch nur einmal drin hatte.“
Nick neigte gnädig den Kopf in Richtung des anderen Mannes. „Aber du hast dazu gelernt, dass muss man dir lassen!“
„Musste ich wohl! Notgedrungen, sozusagen.“ Und zu uns gewandt fuhr er fort. „Ich bin zwar ein paar Jahre älter als er, aber Nick hat viel früher angefangen. Zumindest was den Sex vor der Kamera angeht... da war er fast so ein Frühstarter wie unser Alex hier. Ich dagegen, ich war schon Ende zwanzig, als ich Mia traf.“ Und dann drückte er Eva fester an sich. „Dafür habe ich bis heute meinen Spaß!“
„Und hoffentlich auch noch viel länger!“ Kitty lächelte. „Einen väterlichen Typen wie dich können wir immer brauche, vor allem zwischen all den jungen Hüpfern.“, wobei sie sich ganz reizend an mich heran schmiegte.
Über uns am Himmel waren mittlerweile die ersten Sterne erschienen. Es wurde Zeit für eine neue Runde Getränke, aber sicher noch nicht Zeit, zu Bett zu gehen, egal wie reizend die Gesellschaft, di einen dahin begleiten mochte, auch war.
„Wo steckt eigentlich Uwe?“, fragte Nick in die Runde. Der andere Regisseur war natürlich nicht mit zu Jaquelines Exkursion eingeladen worden, und während viele der Techniker mehr unter sich blieben (Respekt? Misstrauen? Eifersucht?), so war sein erwarteter Platz doch eigentlich bei Kitty und Nick, den anderen Köpfen unseres Unternehmens.
Kitty wies mit dem Kopf in Richtung des Lichts, das in einem Zimmer des oberen Stockwerks brannte. „Er ist wahrscheinlich immer noch oben in seinem Zimmer und brütet über den Schnitt. Die Tamara-Szene hat ihn vorhin wohl ganz schön Nerven gekostet. Er hasst es total, wenn jemand seine Pläne über den Haufen wirft.“
„Er wird drüber wegkommen.“ Heiner öffnete eine neue Flasche Wein. „Respekt übrigens für den jungen Andi. Wenn er nur will, dann denke ich, wird er noch öfter seine pralle Nudel zum Einsatz bringen dürfen. Und sei es nur bei Tamara.“
Cassandra beugte sich mit ihrem Glas vor, um Heiner einschenken lassen, und für den Augenblick hatte ich eine umwerfende Aussicht in den Ausschnitt ihres Kleides. „Oh, ich hätte nichts dagegen, ihn auch mal genießen zu dürfen.“, sagte sie und leckte sich mit einem lüsternen Raubkatzenlächeln die vollen, roten Lippen – auch sie hatte eine weithin bekannte Vorliebe für Frischfleisch. „Und was Uwe angeht: soll er nur da bleiben, wo er ist. Ohne ihn ist's sowieso viel lustiger!“
„Wenn du so über ihn redest, warum hast du ihn dann geheiratet?“, fragte Kitty. Jeder hier wusste, dass die spektakuläre Super-MILF und der nörgelige Pornofilmer mit dem Schnauzbart vor längerer Zeit einmal verheiratet gewesen waren.
„Ihr werdet erstaunt sein, aber rr hat tatsächlich auch seine guten Seiten.“ Auf den schönen Zügen der brünetten Klassefrau lag ein leichtes Lächeln. „Seine Geradlinigkeit ist tatsächlich nicht nur was negatives. Er hat sich noch nie mit seiner Meinung zurückgehalten, auch damals nicht, als er noch keine große Nummer im Geschäft war. Das hat mir schwer imponiert. Und ob man's glaubt oder nicht, er kann tatsächlich richtig lustig sein.“
„Davon merke ich allerdings weniger...“, kommentierte ich trocken. Nicht, dass ich mehr unter seinen Launen zu leiden hatte als andere... Und tatsächlich schien ich mir bei ihm mittlerweile sogar einigen professionellen Respekt erarbeitet zu haben.
Kitty knuffte mich. „Ach, du Ärmster!“
„Hey, es kann eben nicht alles immer nur das reine Vergnügen sein. Auch beim Porno.“ Heiner hatte allen nachgeschenkt und stellte die Flasche zur Seite. „Aber erzähl doch weiter!“
„So viel gibt`s da nicht zu erzählen.“ Cassandra lehnte sich zurück, und einmal mehr bewunderte ich, wie das schwächer werdende Licht ihre Figur umschmeichelte. „Ich hatte eben erst angefangen. Es war ein guter Anfang, und die Sache fing gerade an mir richtig Spaß zu machen, als ich plötzlich an diesen Regisseur geriet, der versuchte mich ins Bett zu kriegen. Nun, ich war vielleicht noch ziemlich naiv, aber ich wusste schon, was ich nicht wollte, und als er dann feststellte, dass ich nicht an ihm interessiert war, begann er mich bei den Drehs fertig zu machen. Plötzlich war alles schlecht, was ich machte – und für ein junges Ding in diesem Geschäft, das sowieso noch nicht so geschickt darin war, alle Emotionen auf die Reihe zu kriegen, war das ein ziemlicher Terror. Aber dann gab es da auch diesen jungen Kameramann, der gemerkt hat, wie der Kerl mich behandelt hat. Und der ihm ihm lautstark die Meinung gesagt hat, vor versammelter Mannschaft.“ Ihr Lächeln wurde nun breiter. „Und so fing es an – er wurde mein verlässlicher Anker in diesem geilen Irrenhaus. Ein paar Jahre Porno, dann haben wir geheiratet, dann kamen die ******, und ich beendete meine Karriere.“
Nick lachte. „Was haben wir damals getrauert!“
Doch als Cassandra nun fortfuhr, schien die gute Laune Schritt für Schritt aus ihrer Stimme zu entweichen: „Mein Leben als Hausfrau und Mutter lief eigentlich auch sehr gut. Aber irgendwann setzte dann einfach die Langeweile ein. Sexuell war es mit Uwe immer nur so ganz nett, aber so lange ich den Sex am Set mitnehmen durfte, hatte mich das nicht gestört.“ Sie zögerte kurz. „Schwierig wurde es dann, nachdem ich ihm erzählt hatte, dass ich gerne ein Comeback versuchen würde. Früher war er nie eifersüchtig gewesen, aber nachdem er sich erst mal an die Ehe und an seine alleinigen Ansprüche gewöhnt hatte, konnte er es sich mit uns nicht mehr anders vorstellen...“
Sie seufzte tief, und wir verzichteten darauf, an dieser Stelle weiter nachzuforschen. „Ich vermute, deine Karriere war von Anfang bis Ende ein voller Erfolg?“, fragte ich stattdessen Nick, teils, um das Thema zu wechseln, teils, weil er für mich immer noch das größte Vorbild in der Runde war. Vielleicht konnte ich nicht mit einem bloßen Lächeln Frauenherzen zum schmelzen und Mösen zum Tropfen bringen wie er es vermochte, aber seine zwanzigjährige Weltklasse-Karriere, seine ruhige Souveränität in allen Lebenslagen und seine Vertrautheit mit der Welt vor wie hinter der Kamera fand ich doch sehr bewunderungswürdig. Ganz zu schweigen von seiner Standhaftigkeit – weniger bei seinen tausend oder wer weiß wie vielen Partnerinnen in seiner aktiven Zeit (obwohl die auch über jeden Zweifel erhaben war), sondern eher bezüglich seiner monogamen Beziehung zu seiner jetzigen Ehefrau – mochte ich selbst auch ein dauergeiler Jungbock sein, der alles besteigen wollte, dass sich ihm bot, so hatte ich doch großen Respekt vor solcher Hingabe und Prinzipientreue.
Erstaunlicherweise war dem ebenso gut aussehenden wie gut gebauten Frauenschwarm, trotz all seiner Erfolge als Pornograph und Mann, überhaupt keine Arroganz anzumerken, als er mir nun antwortete: „Wie man's nimmt. Tatsächlich war es gleich zu Anfang sogar ziemlich knapp. Beim Casting wäre ich um ein Haar wieder nach Hause gegangen. Nicht weil ich mir nicht zugetraut hätte, vor der Kamera meinen Mann zu stehen, sondern wegen der schrägen Leute, die da am Set rumhingen.“
Erstaunt von diesem Eingeständnis, bat ich ihn, das weiter auszuführen, und er tat mir den Gefallen: „Ich bin da eigentlich mehr so aus Jux hingegangen. Ich meine, ich liebte natürlich den Sex, aber ich hatte nicht wirklich an eine Laufbahn in dieser Richtung gedacht. Ich suchte einfach die Herausforderung, und wollte wissen, ob ich das drauf habe.“
„Und er hatte es drauf!“ Cassandra, nun wieder gut gelaunt, hatte dies im scherzhaften Ton gesprochen, aber in ihren warmen, bewundernd auf Nick ruhenden braunen Augen stand doch echtes Begehren.
Der solcherart angeschmachtete fuhr fort; „Ja, so muss es wohl gewesen sein. Aber bei diesem Casting, da herrschte das totale Chaos. Alles schrie und lief durcheinander, und die Hübsche, die mich da gleich auf die Probe stellen sollte – durchaus sexy auf eine etwas ordinäre Weise - meckerte am lautesten von allen. Sie hatte an diesem Vormittag bereits ein halbes Dutzend Kerle abgecheckt, und unter all dem Druck hat keiner von denen wirklich glänzen können. Und nun beschwerte sie sich lautstark bei dem Produzenten darüber, warum zu ihren Castings nur solche Nieten kommen würden – und zwar so, dass ich alles mithören musste. Und das war dann der Moment, in dem ich mich fragte: „Brauche ich das wirklich? Ich habe doch auch so ein interessantes Sexleben, dafür muss ich doch nicht extra mit diesen Bekloppten rumhängen!“ Aber dann fiel mir auf, dass ich trotz allem einen Riesenständer hatte...“
„Und das fiel dir wirklich erst da auf?“ Kitty, dass Kinn in die Hand gestützt, zog bei ihrer scherzhaften Frage die Augenbraue nach oben, doch ich glaubte auch in ihrem Ton eine Spur von Bewunderung für den eben erwähnten „Riesenständer“ zu hören. Hatte sie eigentlich auch mal mit ihm gedreht? Vermutlich... Aber statt irgendwelche Eifersucht zu verspüren, bekam auch ich ein Rohr, als ich daran dachte, die beiden einmal zusammen erleben zu dürfen, und sei es nur auf Video.
Nick nahm Kittys Necken (Flirten?) unterdessen locker hin. „Ach, dass ich den habe, dass hatten mir schon so viele Frauen gesagt...“ Er lachte. „Aber ich meinte jetzt eher ein Riesenständer in dieser spezifischen Situation. Wie gesagt ich suchte die Herausforderung, und hier hatte ich eine gefunden. Zunächst klopfte mir zwar das Herz noch bis zum Hals, aber sobald sie meinen Schwanz erst mal im Mund hatte, ging alles wie von selbst!“
Heiner gluckste. „Die anderen waren wohl froh, dass endlich mal jemand der kleinen Krähhenne das Maul stopfte...“
„He, ihr kennt mich - ich hab's ihr natürlich auf 'ne nette Art gestopft.“ Nick gab nach wie den Gentleman. „Sie machte schließlich nur ihren Job. Und ich denke, am Ende hatte sich der Tag auch für sie gelohnt.“
„Hach.“ Cassandra seufzte übertrieben. „Ist es nicht wundervoll, wie bescheiden er ist?“
„Das Gefühl, dass plötzlich alles wie von selbst ging, hatte ich bei meinem Casting auch.“, sagte ich nun, und warf Cassandra, meiner wundervollen Partnerin von damals, einen dankbaren Blick zu, den sie mir mit einer Kusshand beantwortete.
„Das muss auch so sein. Daran erkennt man den geborenen Pornostecher!“ In Heiners Armen schien Eva nun tatsächlich friedlich eingeschlafen zu sein, aber das hinderte ihn nicht daran, weiter mit breitem Grinsen seine Meinung zu sagen.
Und auch Kitty nickte weise. „Ich sage immer: man hat es, oder man hat es nicht. Wer sich beim Casting und den ersten paar Szenen quält, egal ob Frau oder Mann, der kann auch später nie so richtig frei ran gehen. Solche Leute sind in der Regel schnell wieder weg vom Fenster. Irgendwann muss es einfach klick machen.“
Bei mir hatte es auf jeden Fall „Klick“ gemacht, und mit erregtem Kitzeln dachte ich einmal mehr an den für morgen anstehenden Dreh der großen Orgie. So viele wunderbare Möglichkeiten, und gleich zwei Frauen, Eva und Nicole, mit denen ich noch nicht gearbeitet hatte - den Ständer, den ich mir nun einmal angelacht hatte, würde ich so schnell wohl nicht wieder los werden... „Leute, dass es bei mir so gut läuft, dass habe ich in erster Linie euch zu verdanken. Ich finde es einfach wundervoll, hier mit so vielen tollen Leuten zusammen arbeiten zu dürfen!“ Sofern man das denn Arbeit nennen konnte... „Echt, ich will gar nicht mehr nach Hause.“
„Und wir würden dich am liebsten gar nicht mehr gehen lassen.“ Cassandra schmunzelte über meine emotional vorgebrachte Erklärung, aber ihr herzliches Lächeln verriet, dass sie es ernst meinte.
„Sie spricht natürlich nur für sich selbst. Bist du weg, dann heißt das: mehr Sex für alle anderen Kerle!“ Heiner versuchte möglichst ernst drein zu schauen, doch dann fuhr er fort. „Nein, wirklich, wir sind froh, dass du da bist. Wenn wir wissen, dass da junge Hengste ungeduldig an ihren Zügeln zerren, dann können alte Herren wie ich viel entspannter ans Werk gehen.“
„Dann wisst ihr nämlich, das jemand einspringt, wenn ihr euch zum Herzinfarkt gefickt habt.“ Cassandra bedachte Heiner mit einem freundschaftlichen Blick. „Das erstaunliche ist ja: der Nachwuchs kommt immer noch von selbst. Auch wenn es heute nicht mehr so viel Geld zu holen gibt wie noch vor zehn Jahren. Manchmal hat man den Eindruck, die Leute können nicht zu Hause vögeln...“ Sie schüttelte verwundert den Kopf.
„Porno ist heute eben Teil der Alltagskultur.“ Kitty schien mit dieser Entwicklung durchaus zufrieden. „Jeder hat ein Bild davon, und viele wollen mitmachen. Und bei der Masse sind eben immer ein paar dabei, die was drauf haben. Früher kamen weniger Leute zu den Castings, da musste man sich oft schon ein wenig anstrengen, um gutes Personal zu finden. Heute gibt es mehr Kandidaten als Stellen...“
„Den Eindruck, dass es damals schwer war, was aufzutun, hatte ich eigentlich nicht. Wir hatten immer 'ne ganze Horde von Mädels am Haken... Stimmt's nicht?“ Nicks Nicken auf Heiners Frage sagte mehr als tausend Worte.
„Ja ihr! Eure Technik war aber auch über jeden Zweifel erhaben! Als Aufreißer wie als Stecher.“ Cassandra, anscheinend nicht nur vom Wein erhitzt, zupfte jetzt ein wenig an ihrem Ausschnitt herum – was wiederum mich noch weiter erhitzte. Mein Gott, diese wundervollen Titten...
Doch Nick versuchte nun plötzlich abzuwiegeln. „Ich hab mich selbst eigentlich nie so als Aufreißer gesehen. Die Frauen kamen irgendwie immer von selbst...“ Warum wohl? „Aber ich habe früher bei Bob erlebt, wie merkwürdig es manchmal gehen kann: immer wenn er irgendwo eine schöne Frau sah, dann gab ihr eine Visitenkarte und hat gesagt: „Wenn du dich hier genug gelangweilt hast, dann ruf mich an“. Und es hat sogar funktioniert. Natürlich nicht immer, aber er hatte seine Erfolge.“
„Zum Beispiel?“ Bobs offensive Ausstrahlung war von ganz anderer Art als die Nicks. Wo letzterer mit seinem männlich-markanten und gleichzeitig distinguierten Look der Traum aller Frauen war, benutzte ersterer seine schiere, brutale Männlichkeit um jede Muschi willenlos zu machen. Jede Frau wusste sofort, dass sie Nick wollte. Dass sie auch Bobs Sexsklavin zu sein wünschte, wurde ihr erst klar, wenn es für sie schon zu spät war.
„Nun, mit einem dieser Erfolge hattest du heute Nachmittag Sex.“
Das erstaunte mich nun doch. „Tina?“ Für mich war Tina Tits ebenso eine Institution im deutschen Erotik-Geschäft wie Bob Focker. Dass auch sie irgendwann mal jemanden ins Pornonetzt gegangen war, erschien mir als völlig neuer Gedanke.
„Oh ja. Sie kellnerte in einem Restaurant, in dem wir irgend wann mal mittags essen waren. Nach einem harten Tag, wenn du verstehst, was ich meine.“ Auch Nick, der sonst immer sehr zurückhaltend war, was die schmutzigeren Geheimnisse seiner Laufbahn anging, schien durch den ******* allmählich offener zu werden. „Sie hatte damals natürlich noch ihre Original-Brüste – die, nebenher gesagt, auch nicht schlecht waren – und diese Wahnsinns-Beine waren damals schon der absolute Kopfverdreher, ganz zu schweigen von dem gewissen Funkeln in ihren Augen. Sie wusste natürlich bereits, dass sie gut aussah, und dass alle Männer scharf auf sie waren, das war nur zu deutlich. Ich denke aber dennoch, dass Bob ihr dann doch noch einiges beibringen konnte.“
„Es hat eine Woche oder so gedauert, und dann hat sie tatsächlich angerufen.“ Heiner setzte die Erzählung seines Kameraden weiter fort. „Und schon am nächsten Tag kam sie ins Studio, bereit der Männerwelt zu geben, worauf diese so lange gewartet hatte.“
„Wir hatten sie alle drei, an diesem Tag. Und wir haben gleich gemerkt, dass sie für diesen Job geboren ist.“ Der Ex-Darsteller sprach sonst nie mit so viel Emotion von seinen Zeiten vor Kamera. Der Gedanke an die junge Tina in ihrer ersten Blüte schien jedoch auch ihn in Fahrt zu bringen.
Und nicht nur ihn – auch mir pulste das Blut heißer und immer heißer durch die Adern. „Das muss doch toll sein, so viele Frauen durch ihre Karriere begleiten zu dürfen!“, sagte ich versonnen zu niemanden bestimmten. Sie als junge Dinger so richtig schön zu versauen, und dann später zu erfahren, was sie so alles dazugelernt hatten, das musste doch großartig sein... Da freute ich mich beinahe jetzt schon darauf, wie mein Leben vielleicht in zehn oder zwanzig (oder dreißig?) Jahren aussehen würde... Zumindest im Augenblick schien mir klar, dass ich so lange wie möglich dabei sein wollte, so lange wie ich eben konnte, oder so lange wie es noch Pornos gab.
Doch ausgerechnet Heiner verpasste mir nun einen kleinen Dämpfer: „Wie man's nimmt. Ich meine, ich liebe meinen Job, aber manchmal wird man schon ein bisschen nachdenklich.“
„Wie meinst du das?“
„Naja, da war zum Beispiel mal dieses supersüße, total schüchterne Mädel. Sie hatte ihr Casting mit mir. Total verschmust, sehr lustig, sehr anlehnungsbedürftig, aber man musste sehr behutsam mit ihr umgehen, um sie nicht zu verschrecken. Ein bisschen so wie Eva hier. Und ein Jahr später habe ich sie dann wieder getroffen – bei einem total wüsten Gangbang: solche Silikon-Hupen, aufgespritzte Lippen, und an mich konnte sie sich vor lauter Schwänzen kaum noch erinnern. Das war schon bitter.“ Heiner schüttelte bedauernd den Kopf. “Nicht, dass ich nicht dennoch meinen Spaß mit ihr gehabt hätte... Da habe ich Seiten an ihr kennengelernt, die ein Jahr zuvor noch nicht mal zu erahnen waren!“
Cassandra, ein wenig enttäuscht darüber, dass diese so nachdenklich begonnene Geschichte so schnell die zu erwartende Wendung genommen hatte, verdrehte die Augen zum Himmel. „Das war ja klar!“
„Aber du hast trotzdem nie daran gedacht, mal wieder was anderes zu machen?“ Konnte man sich einer so wackeligen Sache wie einer Pornolaufbahn überhaupt so sicher sein? „Ich meine, für Nick war auch irgendwann Schluss.“
„Das ist nicht das selbe. Nick war tief im Herzen immer ein Romantiker. Ich werde mich nie verlieben.“
„Sag das mal nicht!“, sagte Cassandra und wies auf die friedlich schlummernde, fest an ihn herangekuschelte Eva.
„Das siehst du von der falschen Seite. Es gibt schon Tage, da denke ich daran irgendwann aufzuhören. Aber jedes mal, wenn ich dann wieder so was kleines, süßes im Arm habe,“, bei diesen Worten küsste er zärtlich Evas Nacken, „dann überlege ich es mir wieder anders. Und das heißt, ich werde wohl ewig dabei bleiben.“
„Und außerdem hat er ja auch nichts anständiges gelernt.“, kam es als abschließender Kommentar von Kitty, die nun unter dem Tisch nach meiner Hand gegriffen hatte.
„Eben. Also muss ich wohl was unanständiges machen.“
Nun, was mich anging, so gönnte ich ihm dieses Vergnügen. Und dass auch ich ewig dabei bleiben und noch viele unanständige Sachen machen würde, dass hoffte ich natürlich auch. Der Grund dafür? Der war eigentlich ganz einfach: ich liebte diese Verrückten! Es war nicht nur der Sex (obwohl der natürlich einen großen Teil davon ausmachte), ich genoss auch den ganzen zwanglosen Lebensstil, das Beisammensein mit lockeren Leuten, das Reisen (wovon diese hier ja hoffentlich nur die erste sein sollte), und den Respekt, den man mir für das entgegenbrachte, was für mich am natürlichsten war: Lust und Geilheit.
Es war spät geworden, und Kitty erwähnte, dass sie vor hatte sich bald zurückzuziehen. „Ich brauche meinen Schönheitsschlaf. Nicht nur weil ihr mir alle den letzten Nerv raubt, sondern auch, weil ich ja noch nach was aussehen will, wenn ich demnächst wieder mit euch vor der Kamera rumferkele.“
„Da freu ich mich schon drauf!“, Heiners lüsterner Blick sprach Bände, und forderte ein gespielt genervtes Seufzen heraus:
„Das kann ich mir denken, du geiler Sack!“
„Stets zu Diensten!“
„Und du denkst also immer noch, dass du es drauf hast?“, neckte ich sie nun. Ich hielt immer noch ihre Hand, und durch diesen Kontakt glaubte ich fast spüren zu können, wie ungeduldig sie ihrer eigenen Zukunft entgegensah. Und ich war glücklich darüber, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen - und zwar in mehr als einer Hinsicht!
„Wenn du daran zweifelst, ob ich's noch drauf habe, dann beweise ich es dir gerne!“ Sie stand auf und zog mich dabei mit sich. „Komm mit nach oben!“
Und natürlich folgte ich ihr, begleitet von den anzüglichen Kommentaren der anderen, nur zu gerne hinauf zu meinem Zimmer.
11年前