Der Tänzer
Es war ein Freitag, als ich ihn zum ersten Mal sah.
*
Ich habe, wie immer an diesem Wochentag, gerade Training. Balletttraining, um genau zu sein, und ich schwitze wie ein Schwein. Der Saal ist recht klein und es herrscht eine Luft, die ich wahrscheinlich mit einem Messer hätte schneiden und mir auf ein Brot schmieren können. Kein besonders appetitlicher Gedanke.
Da wir nur zu fünft sind, haben wir trotz der Dimensionen des Saals immer ausreichend Platz.
Es ist ein Ballettsaal, wie ihn sich wohl jeder vorstellt: Eine Wand ist komplett mit großen, flächendeckenden Spiegeln bestückt, während an der gegenüberliegenden eine lange Reihe von Ballettstangen angebracht sind. Es gibt eine etwas höhere, sowie eine darunter liegende Stange, je nach Körpergröße oder Übung benutzt man die eine oder die andere.
Meine Lehrerin, Ramona, ist eine großgewachsene, schlanke Frau um die 50. Sie hat eine erfolgreiche Karriere als Tänzerin hinter sich und widmet sich nun mit leidenschaftlicher Hingabe der Ausbildung ihrer potenziellen Nachfolger.
Ihr Haar ist streng zu einem Dutt zurückgebunden und sie trägt schwarze Tanzkleidung.
Die laufende Musik ist eine klassische Version von „On my own" aus dem Musical
„Les Misérables".
Gerade drehen wir Tour-Piqué-En-dedans (eine Drehung im Ballett, bei der ein Bein zu Seite hin angewinkelt ist), als es an der Tür zum Tanzsaal klopft.
Ramona blickt in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen ist, und sagt zu uns gewandt: „Anna, Julia, Carine, Leo, schön weiter machen! 1! 2! 3! Hopp! " Währenddessen schwebt sie geradezu hinüber zur Tür um sie zu öffnen. Wir machen weiter.
Ich drehe und drehe eine Piqué nach der anderen und mache eine Abschlusspose. Dann blicke ich zu Ramona, die sich außerhalb des Raumes mit jemandem zu unterhalten scheint. Ich trinke einen Schluck Wasser, wische mir den Schweiß mit einem kleinen Handtuch von der Stirn und stelle mich auf für die nächste Runde.
Gerade als ich anfangen will mich zu drehen, betritt Ramona den Raum wieder, gefolgt von einem großen, blonden Kerl Mitte zwanzig. Er trägt, genau wie ich, ein schwarzes Muskelshirt, eine kurze Sporthose und baumwollene Ballettschühchen.
Ich wäre beinahe umgefallen.
Er lächelt mich und dann die Mädchen nacheinander an und stellt sich in einiger Entfernung von uns neben Ramona auf. Ramona lächelt ebenfalls und wirkt erwartungsvoll.
„Dreht noch schnell zu Ende, danach muss ich euch etwas sagen", verkündet sie und sieht kurz zu dem jungen Mann.
Ich *** wie geheißen, kann mich aber noch immer nicht ganz konzentrieren, da ich weiß, dass ich beobachtet werde.
Ich bin bisher immer der einzige Junge in der Gruppe gewesen, und damit auch sehr zufrieden. So musste ich mir nie Gedanken machen, was die anderen wohl von mir denken, denn bei Mädchen war mir das meistens herzlich egal.
Ich mache die Abschlusspose und gehe dann zu meiner Wasserflasche.
Ich nehme sie in die Hand und halte mich an ihr fest, krampfhaft darum bemüht, nicht verkrampft auszusehen. Wahnsinnig sinnvoll.
„Also meine Lieben", setzt Ramona an, nachdem alle bereit sind ihr zuzuhören.
„Wie ich euch schon vor einiger Zeit erzählt habe, ziehe ich nächste Woche nach Portugal. Ich habe lange darüber nachgedacht, wer mich hier vertreten könnte und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass Cameron dafür der Richtige ist. Darf ich also vorstellen", sie drehte sich zu Cameron um, der nun ein breites Grinsen im Gesicht hatte, „das ist Cameron Lancaster, begabter Choreograf und Tänzer!" Sie fängt euphorisch an zu klatschen und wir stimmen mit ein. Mir wird etwas schwindelig. Ich denke, dass ich mich nie wieder beim Tanzen würde konzentrieren können, wenn ich die ganze Zeit seinen wohlgeformten Arsch vor der Nase hätte.
Cameron deutet eine spielerische Verbeugung an und meldet sich nun auch zu Wort: „Danke für den netten Empfang. Ich weiß, dass ihr Ramona wahrscheinlich sehr vermissen werdet, aber ich verspreche, dass ich ein guter Ersatz für sie sein werde. Und wenn ihr Fragen habt: nur zu!"
Die Mädchen und ich sehen uns an. Nein, es ist alles klar. Unglaublich klar...
„Na wunderbar!", sagt Ramona. „Ich hoffe ihr seid mit meiner Wahl einverstanden. Nun möchte ich Cameron die Möglichkeit geben, seine Fähigkeiten als Lehrer unter Beweis zu stellen, also ziehe ich mich nun zurück. Kommt ihr euch nachher noch bei mir verabschieden, ja?" Wir stimmen zu und lächeln sie an, woraufhin sie verzückt den Saal verlässt.
Jetzt wird es spannend.
„Gut!", ruft Cameron. „Mann, bin ich aufgeregt! Okay. Als erstes machen wir Folgendes..."
Cameron ist gut. Nein, er ist sehr gut, in jeglicher Hinsicht. Seine Art zu tanzen ist ein Schauspiel, komponiert aus Kraft, Eleganz und wilder Schönheit. Seine blonden, kieferlangen Haare fallen ihm wirr ins Gesicht und geben ihm ein verwegenes Aussehen.
Mir ist jetzt noch sehr viel heißer als zuvor.
Nach einer halben Stunde schweißtreibender Sprünge und weiterer Drehungen beendet Cameron die Stunde. Er stellt sich zu uns gewandt hin und stemmt die muskulösen, feucht schimmernden Arme in die Hüften.
„Das hat Spaß gemacht!", sagt er und grinst. Ich kann nicht anders, als auch zu grinsen.
Während des Trainings hat er mehrmals nach unseren Namen gefragt, bis er sie draufhatte.
Das hat zwar eine Weile gedauert, ist aber auch äußert amüsant gewesen.
„Also, ich denke, wir kommen gut miteinander aus. Sehen wir uns morgen wieder?"
Er hebt fragend die Arme und zwinkert mir zu.
Anstatt einfach ja zu sagen, merke ich, wie ich rot werde und einfach nur schnell nicke, während die Mädchen applaudieren und begeistert zustimmen.
Cameron lacht und ruft ein „Tschüss, bis morgen dann!" in die Runde.
Ich verlasse fluchtartig den Saal und gehe direkt zur Umkleide.
Erst einmal tief durchatmen.
Ich schließe die Tür hinter mir und sehe mich in dem Spiegel an, der über dem Waschbecken angebracht ist.
Ich bin recht klein für einen Achtzehnjährigen, wirke dadurch jedoch nicht jünger, als ich bin.
Mein Haar ist dunkelbraun, nichts Besonderes, wie ich persönlich finde. Ich hatte schon des Öfteren Anfälle von „ich-färbe-jetzt-mein-haare-blond-egal-was-andere-sagen".
Doch Leider ist es bisher noch nicht zu einer Kolorierung gekommen.
Meine Augen sind grün, und darauf bin ich stolz. Ich liebe grüne Augen, besonders in Verbindung mit roten Haaren. Aber man kann nun mal nicht alles haben.
Ich sehe gut aus. Das weiß ich, und das wurde mir zu einigen Gelegenheiten bestätigt. Trotzdem fällt es mir nicht immer leicht, zu mir zu stehen und so zu leben, wie ich es mir wünsche. Aber ich habe noch Hoffnung, dass sich das eines Tages gänzlich verflüchtigt.
Einen Moment später stehe ich unter der Dusche der Tanzschule. Sie erinnert an die Duschen in Schwimmbädern, nur viel kleiner. Ich seife mich gerade von oben bis unten ein, als hinter mir ein freundliches „Hi!" ertönt. Ich zucke zusammen und drehe mich um.
Cameron.
Er ist nackt und lächelt mich an.
Mein Herz macht einen Sprung wie ein durchgeknallter Frosch und ich spüre, wie mir erneut ganz heiß wird.
„Hey", sage ich kleinlaut und lächle ihn an, während ich versuche, nicht schon wieder zu erröten. Doch noch viel schwieriger ist es, keinen Steifen zu bekommen.
Cameron hat sich neben mir unter eine Dusche gestellt. Er drückt auf den Knopf und das Wasser beginnt auf ihn nieder zu prasseln und seinen Körper hinunter zu fließen.
Verdammt, ich kann nicht mehr.
Er ist sehr durchtrainiert, sowohl seine Arme, seine Brust, der Bauch und die Schultern als auch seine langen Beine sind hervorragend definiert.
Und da ist noch etwas Hervorragendes.
Ich muss schlucken. Das nennt man dann wohl einen Fleischpenis.
„Und, wie hat dir das Training gefallen? Du bist gerade eben so schnell verschwunden", sagt er und dreht sich mit dem Rücken zur Wand, während ich verbissen versuche, an Gänseblümchen, schlimme Gewalttaten oder alte Omas zu denken, während ich starr auf die weißen Fliesen vor mir blicke.
„Ich fand's echt gut! Du machst das toll", war meine Antwort, und ich wage einen kurzen Blick in sein Gesicht, um nicht unhöflich zu wirken. Er lächelt mich an.
„Das ist schön zu hören, danke. Sag mal..." er guckt auf meine Shampooflasche, „kann ich vielleicht dein Shampoo mit benutzen?" Er lächelt schief und verlagert sein Gewicht von zweien auf ein Bein. Allein diese winzig kleine Bewegung wirkt auf mich wie purer Sex.
Ich spüre, wie das Blut in meinen Schwanz schießt.
Schnell greife ich nach dem Shampoo und reiche es ihm. „Sicher, nur zu!"
Dann drehe ich ihm unauffällig den Rücken zu, kneife die Augen zusammen und stelle mir vor, wie ein Löwe ein Zebra tötet und ihm alle Gedärme aus der Bauchhöhle reißt.
Ich lasse das Wasser noch einen Moment über mich strömen und bewege mich dann schnell Richtung Ausgang.
„Ich muss los, hab noch viele Hausaufgaben zu machen!" Ich klinge gehetzt.
„Öhm...okay, und dein Shampoo?" Cameron blickt mir verwundert hinterher, die Flasche in der Hand.
„Ach...gib sie mir einfach morgen wieder. Bis dann!"
Ich verlasse den Duschraum und presse beide Hände auf mein Gemächt.
„Bis Morgen!", tönt es noch hinter mir her.
Samstagmorgen.
Es ist kurz nach zehn und die sommerliche Morgensonne scheint auf meine Bettdecke. Ich gähne einmal laut und strecke mich genüsslich, um mich dann aufzusetzen und meine Beine über die Bettkante zu schwingen. Meine Füße schmerzen, doch ich habe das angenehme Gefühl, etwas für meinen Körper getan zu haben. Das Tanzen belebt mich immer wieder aufs Neue und beschert mir einen Körper, der sich sehen lassen kann.
Ich stehe auf und reibe mir die Augen. Dann wandere ich hinüber zum Fenster und stütze mich mit beiden Armen auf den Sims.
Draußen ist schon einiges los, die Straße ist belebt und die alte Frau von nebenan gräbt ihre Beete um und rupft Unkraut.
Ich lächle verschlafen.
Auf dem Weg die Treppe hinunter erinnere ich mich an gestern, an Cameron, an seinen Körper, seinen Schwanz und das heiße Wasser auf seiner Haut.
Ich habe mich noch nie zuvor so sehr zu einem Mann hingezogen gefühlt. Ich schwärme zwar für den ein oder anderen Jungen von meiner Schule, doch die sind mir alle *******.
Es gefällt mir, wenn ein Kerl weiß, was er will und was er kann.
Und genau so jemand soll mich möglichst bald entjungfern.
Viele sagen immer, es wäre vollkommen okay, mit 18 noch Jungfrau zu sein, man solle sich Zeit lassen und nur mit jemandem schlafen, den man wirklich liebt. Anfangs fand ich das noch einleuchtend, doch inzwischen bin ich anderer Meinung. Ich habe keine Lust mehr, zu warten, auf den Einen, den Richtigen. Das dauert zu lang und deprimiert mich nur. Wenn ich also nicht so schüchtern wäre, hätte ich mich längst aufgemacht, um in irgendeinem Gay-Club jemanden aufzureißen, der mir meinen Wunsch erfüllen kann.
Ich betrete die Küche und finde einen Zettel auf dem Küchentisch:
„Ich muss heute arbeiten, räum bitte ein bisschen auf. Kuss, Mama."
Sturmfrei. Find ich gut.
Ich mache mir ein Sandwich und nehme es auf einem Teller mit in mein Zimmer.
Bis zur nächsten Tanzstunde dauert es noch drei Stunden, ich habe also noch etwas Zeit um mein Frühstück in Ruhe zu genießen.
Bei dem Gedanken an das bevorstehende Treffen mit Cameron fängt mein Bauch an zu kribbeln und ich seufze leise.
Wie ich bereits sagte, ich werde mich beim Tanzen nicht mehr konzentrieren können.
Drei Stunden später stehe ich wieder im Tanzsaal.
Julia und Carine können nicht da sein, also sind Anna, Cameron und ich allein.
„So ihr zwei, da die beiden anderen nicht da sind", -ich muss schmunzeln, da ihm die Namen offensichtlich wieder entfallen sind- „machen wir heute Pas-de-deux-Training." Cameron klatscht in die Hände. Wenn zwei Tänzer allein tanzen, der Mann die Frau hochhebt, sie dreht und trägt, nennt man das Pas-de-deux.
Darauf habe ich so gar keine Lust.
Ich will mich lieber von Cameron tragen lassen. Er könnte sich hinter mich stellen und mit seinen großen, starken Händen meinen unteren Brustkorb umfassen, mich fest packen und in die Höhe heben. Ich hätte hinterher rote Abdrücke an dieser Stelle und ich wäre erfreut darüber.
„Leo!", Cameron schnipst und sieht mich fragend an. Ich habe ihm einige Sekunden lang auf die Oberarme gestarrt und fahre nun kurz zusammen.
„Sorry", sage ich und räuspere mich.
„Konzentriere dich bitte!" Cameron sieht etwas verärgert aus. Verdammt, ich hab's versaut.
„Okay. Stell dich jetzt genau so hinter sie und heb sie hoch. Du sie richtig festhalten, sonst fällt sie runter. Verstanden?"
Ich nicke und stelle mich schulterbreit hinter Anna. „Ja, ich hab's verstanden."
Das Training dauert fast zwei Stunden und läuft gar nicht gut. Ich bin nicht besonders stark, weshalb ich schon nach kurzer Zeit schlappmache und Anna nicht mehr vernünftig heben kann. Cameron gefällt das nicht und er wird immer strenger.
Das Schlimme ist, dass mich das nur umso mehr anmacht. Wenn er diese ausdrucksstarken Augenbrauen so zusammenzieht und seine Brustmuskeln sich beim Verschränken der Arme anspannen, verliere ich fast den Verstand. Er riecht nach einer Mischung aus Männerschweiß und Deo, die mein Gehirn zu stimulieren scheint und mich unfähig macht, an etwas anderes als an ihn zu denken.
Kurz vor Schluss schlägt Cameron die Hände über dem Kopf zusammen.
„Leo, so geht das nicht. Du musst härter an deiner Kondition und Kraft arbeiten. Deine Technik ist auch nicht das Wahre. Also bleib gleich bitte noch einen Moment hier. Anna, du warst super, schöne Körperspannung und eine wirklich gute Haltung. Pass nur auf, dass du dich an einigen Stellen nicht zu sehr nach hinten lehnst." Anna lächelt ihn an und nickt. „Gut, dann war's das für heute. Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende. Bis Montag!"
„Danke gleichfalls. Bis Montag!", entgegnet Anna und verlässt den Saal, jedoch nicht ohne mir noch einen mitleidigen Blick zuzuwerfen.
Ich lächle sie an, dann schließt sich die Tür hinter ihr.
Nun blicke ich zu Cameron, die Arme hinter dem Rücken verschränkt.
Er sieht noch immer ernst aus.
„Also. Ich will nicht, dass du dich in irgendeiner Weise schlecht fühlst, alles, was ich möchte, ist dir zu helfen, ein richtig guter Tänzer zu werden. Okay?"
Ich nicke.
„Also. Dann stell dich mal bitte vor mich."
Shit.
Ich gehe nach vorne zum Spiegel und stelle mich stocksteif hin.
Cameron kommt hinter mich und sieht mich über meine rechte Schulter im Spiegel an.
„Wenn du sie anfasst, achte darauf, dass deine Hände ungefähr hier liegen." Er legt die Hände so um meinen Oberkörper, dass seine Mittelfinger meine Brustwarzen berühren und leichten Druck auf sie ausüben. Fast hätte ich eine Gänsehaut bekommen.
„Und dann pack' ruhig richtig zu, das gibt ihr Festigkeit und hilft ihr, sich besser zu halten."
Und er zeigt es mir. Ich nicke nur und starre im Spiegel auf seine Hände.
„Geh jetzt ins Plié" -ich beuge die Beine nach außen- „und spring dann so hoch du kannst, aber bleib dabei sehr angespannt!"
Ich springe. Er unterstützt mich, indem er mich mit viel Kraft festhält und nach oben hebt.
Als ich wieder am Boden ankomme, nickt er einmal und lässt mich langsam los. Schon das leichte, streichende Gefühl, dass seine Hände auf meiner Haut hinterlassen, jagt mir einen Schauer durch die Brust.
„Gut. Ich mache das, damit du dich in die Rolle der Tänzerin hineinfühlen kannst, wenn du verstehst, was deine Partnerin tut, kannst du auf sie eingehen und wirklich mit ihr zusammen tanzen." Er sieht mich für einen ungewöhnlich langen, intensiven Moment an, immer noch ernst, aber mit einer Spur von...Zuneigung? Ich bin nicht besonders gut im Blicke deuten, deswegen denke ich mir nichts dabei.
„Eine Sache wollte ich dir noch zeigen. Stell dich mal bitte seitlich zum Spiegel, auf ein Bein, das andere geht nach oben und der Oberkörper muss parallel zum Boden sein, sodass du eine Linie bildest. Ponché, genau." Ich *** was er sagt.
Dann kommt er näher und legt seine flache Hand auf die Kuhle über meinem Steißbein.
Ich spüre, wie heißes Blut langsam meinen Schwellkörper füllt. Verdammt.
„Du musst an dieser Stelle die Anspannung spüren, wenn du hier fest bist, kannst du dich auch richtig halten." Er begutachtet kritisch meine gesamte Rückseite und ich bete, dass sie ihm gefällt.
Nach einigen weiteren Übungen, bei denen der Körperkontakt nicht nennenswert ist, nickt Cameron zufrieden. „Gut, das reicht dann erst mal. Vergiss das alles nicht wieder!"
Ich schüttle den Kopf. „Werde ich nicht, versprochen!" Er kommt zu mir und klopft mir kumpelhaft auf die Schulter. „Sehr gut. Dann lass uns duschen gehen."
Mir wird leicht schwindelig. Wie sollte ich das bloß überleben? Gerade jetzt, nach der körperlichen Anstrengung, wo seine Muskeln so richtig aufgepumpt sind, werde ich meinen Schwanz kaum von einer spontanen Erektion abhalten können.
Wir gehen zur Umkleide.
Schon während wir uns ausziehen, merke ich, wie mein kleiner Freund sich immer weiter aufrichtet. Ich versuche, es zu verbergen, indem ich mit dem Rücken zu Cameron stehe und mich die ganze Zeit leicht gebeugt halte.
„Und, was hast du dieses Wochenende noch vor?" Er ist bereits nackt und kramt in seiner Tasche nach einem Handtuch und dem Duschzeug, das mir gehört.
„Ach, nicht viel. Ich werde mich wohl entspannen und lernen." Ich sehe kurz verstohlen zu ihm hinüber. „Und du?"
Cameron seufzt und nestelt weiter in seiner Tasche herum. „Ich mache auch nichts. Man sollte meinen, dass ich ständig unterwegs bin, in meinem Alter. Aber irgendwie ist das Feiern nicht so meins. Ich bin ehrlich gesagt ein kleiner Stubenhocker." Er lacht auf und geht in Richtung Dusche. „Kommst du?", fragt er. Oh ja Mister, und wie ich komme.
„Ja, gleich!" rufe ich ihm hinterher und ziehe mir die Unterhose aus.
Ich bin nicht rasiert. Das liegt daran, dass ich nicht auf die Haarstoppeln stehe, die meistens zurückbleiben und unweigerlich nach einiger Zeit sprießen. Deshalb stutze ich sie nur. Sieht auch super aus.
Mein Schwanz hat sich ein wenig beruhigt, dank meiner hochentwickelten Methode des Lustkiller-Denkens.
Ich folge Cameron und merke wie mein Herz immer schneller zu schlagen beginnt.
Er steht bereits unter dem heißen Wasserstrahl und lächelt mir entgegen.
Ich lächle zurück und hoffe, dass ihm mein immer noch leicht erigierter Penis nicht auffällt.
Nun läuft auch mir das Wasser den Körper hinunter.
Ich merke, wie Cameron mich immer noch ansieht. Verdammt, ich werde schon wieder geil.
„Leo?" Durch seinen Mund hat mein Name auf mich die Wirkung eines Zauberspruchs.
„J-ja?" Wieso stottere ich!?
„Könntest du mir bitte den Rücken einseifen? Ich komm da gerade so schlecht an."
Ist das sein Ernst? Will er mich nur verarschen? Oder will er wirklich dass ich ihm den Rücken einseife, rein freundschaftlich?
Cameron dreht mir den Rücken zu und senkt leicht den Kopf.
Mein Schwanz zuckt und beginnt sich nun ungehindert zu füllen, mit Hitze, Blut und Lust.
Ich schnappe mir die Shampooflasche, die auf einer kleinen Ablage steht, gebe etwas von dem Gel auf meine Hand und beginne zittrig Camerons Rücken einzuseifen. Seine Rückseite ist genauso muskulös und voller Kraft wie der Rest seines Körpers. Ich blicke hinunter auf seinen Arsch, dem ich mit meiner Erektion nun schon gefährlich nahe bin. Er lacht leise. „Mach ruhig etwas fester, ich geh' schon nicht kaputt."
Mein kurzes Auflachen klingt hysterisch.
Das Wasser bahnt sich weiter seinen Weg.
„Alles okay da hinten?" Cameron hebt den Kopf und ist im Begriff sich umzudrehen. „Aaalles guut!" sage ich und drehe ihn sanft wieder weg.
Ich sehe wie er die Stirn runzelt. Dann dreht er sich um, ich kann nichts dagegen tun.
Und nun kommt es, wie es kommen muss.
Er sieht meinen Schwanz, der sich ihm vollkommen steif entgegenstreckt.
Ich gehe schnell einen Schritt zurück, die Arme noch halb erhoben und sehe ihn unsicher, nervös an.
Seine Augen hängen noch immer dort unten fest, dann schließt er sie kurz, um sie dann wieder zu öffnen und mir direkt in die Seele zu blicken. Ich glaube zu spüren, wie meine Lust, mein Verlangen, meine Nervosität und Unsicherheit in ihn hineinfließen, sich vor ihm offenbaren.
Zwei Atemzüge lang passiert nichts.
Dann setzt er sich in Bewegung. Er kommt auf mich zu, fesselt mich mit den Augen.
Er hebt den rechten Arm und lässt seine Hand an meiner Taille entlang zu meinem Rücken gleiten. Mit einem Ruck zieht er mich an sich. Unsere Gesichter sind nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Ich atme schwer und mein Herz schlägt wie verrückt, während sich seine Lenden gegen meine pressen.
Dann küsst er mich.
In diesem Moment fällt alles Anspannung von mir ab.
Er ist fordernd, seine Arme schlingen sich um meinen Körper und er stöhnt lustvoll auf, als ich mein Becken bewege.
„Oh verdammt. Genau daran musste ich während der Tanzstunde die ganze Zeit denken. Dein kleiner, fester Arsch in meinen Händen", er packt fest zu und streichelt meinen Hintern in langsamen, kreisenden Bewegungen. Dann beginnt er wieder meine Lippen mit seinen zu umspielen.
Genau das habe auch ich mir vorgestellt, wieder und wieder.
Alles ist nass und heiß, unsere Körper scheinen miteinander zu verschmelzen.
Ich spüre, wie hart Camerons Riemen bereits ist und löse mich kurz von ihm, um nach unten schauen zu können. Es ist der reinste Wahnsinn. Diesen Schwanz habe ich gewollt.
Er ist unbeschnitten und groß. Sehr groß.
Ich blicke wieder nach oben, in seine unergründlichen Augen. Er grinst.
„Na, gefällt er dir?" Er beginnt, sich selbst zu wichsen.
„Wenn du wüsstest", ist meine Antwort, doch ich will dem noch etwas hinzufügen.
Also gehe ich langsam auf die Knie, während ich ihn weiter ansehe. Sein Schwanz ist jetzt direkt vor meinem Gesicht und ich nehme mir einen Moment Zeit ihn zu betrachten und ihn langsam, aber fest zu reiben. Er stöhnt auf, schließt die Augen und hebt den Kopf.
Ich fange an, ihn schneller zu wichsen.
Camerons Atemzüge werden härter und lustvoller.
Als er mir wieder in die Augen sieht, nehme ich ihn in den Mund.
Er verzieht den Mund zu einem stummen O und fährt mir mit der Hand durchs Haar.
Ich versuche, sein Gemächt ganz aufzunehmen und muss fast würgen. Er ist einfach zu groß.
Ich lutsche ihn, immer weiter, immer schneller.
„Scheiße das halte ich nicht aus", brummt Cameron und zieht mich zu sich nach oben.
Er drückt mich mit dem Rücken an die weißen Fliesen, küsst mich und wichst meinen Schwanz. Er steckt mir einen Finger, dann zwei Finger in den Hintern und ich seufze laut auf.
Dann dreht er mich plötzlich um und presst sich gegen meinen Arsch, sodass ich seine ganze Größe an meiner Ritze spüren kann.
„Darf ich?", haucht er mir leise ins Ohr streicht mit beiden Händen über meine Brust und meinen Bauch.
„Ja", stöhne ich, „fick mich"
Er beißt mir spielerisch ins Ohr und ich spüre wie seine Eichel gegen mein Loch drängt.
Und dann dringt er ein. Ich schreie auf, vor Schmerz und berauschender Begierde.
Aus meinem Schwanz läuft ein Lusttropfen und kommt lautlos auf dem Boden auf.
Cameron fickt mich, und ich genieße es.
Wir treiben es bis zur Ekstase und sinken dann zusammen zu Boden, den Rücken an der nassen Wand des Duschraumes. Wir sehen uns lächelnd an.
Der Kuss, der dann folgt, ist das Schönste, was ich je erlebt habe.
10年前