Meine Vorsehung=2. Die Vorstellung der O in Roissy
DIE "O" im Alltag im Schloss
O beobachtete während dieses ersten Aufenthaltes im Schloß, der zwei Wochen dauerte, daß trotz der Strenge des Schweigegebotes nur selten jemand versuchte, dieses Gebot während der Gänge im Haus oder während der Mahlzeiten einzuhalten, besonders bei Tage in alleiniger Gegenwart der Diener, als verleihe die Kleidung eine Sicherheit, die das Nacktsein und die Ketten bei Nacht und die Anwesenheit der Gebieter zunichte machte.
Sie beobachtete ferner, daß die kleinste Geste, die man als Annäherungsversuch an einen der Gebieter auslegen konnte, selbstredend ganz unvorstellbar war, daß dies je- doch den Dienern gegenüber nicht galt.
Die Diener erteilten niemals einen Befehl, wenn auch die Höflichkeit ihrer Aufforderungen ebenso unerbittlich war wie ein Befehl. Sie hatten offenbar Anweisung, Verstöße gegen die Hausregel auf der Stelle zu bestrafen, wenn sie die einzigen Zeugen waren.
So erlebte O dreimal, einmal auf dem Korridor, der in den roten Flügel führte und zweimal im Refektorium, wohin man sie soeben geführt hatte, wie Mädchen, die beim Sprechen ertappt worden waren, zu Boden geworfen und gepeitscht wurden. Man konnte also auch, ungeachtet dessen, was ihr am ersten Abend gesagt worden war, am hellen Tage ausgepeitscht werden; was in Gegenwart der Diener geschah, fiel nicht unter dieses Gesetz und konnte nach Gutdünken geahndet werden.
Das Tageslicht verlieh ihren Kostümen etwas Ausgefallenes und Drohendes. Einige trugen schwarze Strümpfe und statt der roten Jacke und des weißen Jabots ein weiches Hemd aus roter Seide, das am Hals gerafft war, mit weiten Ärmeln, die am Hand- gelenk eng anlagen.
Am Mittag des achten Tages hatte einer dieser Diener, schon mit der Peitsche in der Hand, das Mädchen auf dem Hocker neben O aufgerufen, eine üppige, blonde Magdalena mit einem Busen wie Milch und Rosen, die ihr zugelächelt und ein paar Worte so hastig zugeflüstert hatte, daß O sie nicht verstand.
Noch eh der Diener sie berührt hatte, lag sie zu seinen Füßen, ihre schneeweißen Hände streichelten unter der schwarzen Seide das noch ruhende Geschlecht, sie legte es frei und führte es an ihren geöffneten Mund.
Sie wurde dieses Mal nicht gepeitscht.
Und da dieser Diener damals als einziger im Speisesaal die Aufsicht führte und die Augen schloß, während er sich die Buße gefallen ließ, tuschelten die übrigen Mädchen.
Man konnte also die Diener bestechen. Aber wozu? Wenn es eine Vorschrift gab, der O sich nicht mit Leichtigkeit beugen konnte, der sie sich niemals völlig beugte, so war es die Vorschrift, daß sie den Männern nicht ins Gesicht schauen dürfe - und da diese Vorschrift auch den Dienern gegenüber galt, fühlte O sich ständig in Gefahr, so sehr verzehrte sie die Neugier auf Gesichter.
Tatsächlich wurde sie von dem einen oder anderen gepeitscht, allerdings nicht jedesmal, wenn man sie ertappte (denn die Diener nahmen es mit den Regeln nicht so genau, sie legten wohl großen Wert auf die Faszination, die sie ausübten und wollten sich nicht durch zu unnachsichtige und zu grausame Strenge um die Blicke bringen, die von ihren Augen und ihrem Mund abglitten, um sich wieder auf ihr Geschlecht zu heften, auf die Peitsche, ihre Hände, um das Spiel von neuem zu beginnen), sondern zweifellos nur dann, wenn sie Lust hatten, O zu demütigen.
So grausam sie in solchem Fall auch behandelt wurde, sie hatte nie den Mut oder die Feigheit besessen, sich ihnen zu Füßen zu werfen, sie fügte sich ihnen, aber sie flehte sie niemals an.
Was das Gebot des Schweigens betraf, so fiel es ihr so leicht, es einzuhalten - nicht nur ihrem Geliebten gegen- über - daß sie es nicht ein einziges Mal übertrat, nur durch Zeichen antwortete, wenn ein anderes Mädchen einen unbewachten Augenblick nutzte, um sie anzusprechen.
Das geschah meist während der Mahlzeiten, die in dem Saal stattfanden, in den man sie soeben geführt hatte.
Die Wände waren schwarz, die Fliesen ebenfalls, der lange Tisch aus dickem, schwarzem Glas, und jedes Mädchen hatte als Sitzgelegenheit einen runden, mit schwarzem Leder bezogenen Hocker.
Wenn man sich darauf niederließ, mußte man die Röcke heben und als ihre Schenkel das glatte, kalte Leder berührten, wurde O an den Sitz des Autos erinnert, auf den sie sich so hatte setzen müssen, nachdem ihr Geliebter ihr befohlen hatte, Strümpfe und Slip auszuziehen.
Und umgekehrt wurde sie später jedesmal, wenn sie - gekleidet wie alle Welt, aber mit nackten Lenden unter ihrem unauffälligen Schneiderkostüm oder ihrem gewöhnlichen Kleid - Rock und Unterkleid hob, um sich neben ihrem Geliebten oder einem anderen Mann auf den blanken Autositz oder auf die Bank eines Caf‚s zu setzen, an das Schloß erinnert, an ihre nackten Brüste, die das seidene Mieder zur Schau stellte, an die Hände und Lippen, denen alles erlaubt war, und an das schreckliche Schweigen.
Dennoch war nichts ihr eine so große Hilfe gewesen, wie dieses Schweigen, höchstens noch die Ketten. Die Ketten und das Schweigen, die sie an sich selbst hätten fesseln sollen, sie ersticken, sie erwürgen, hatten sie im Gegenteil von sich selbst befreit.
Was wäre aus ihr geworden, wenn man ihr die Sprache gelassen hatte und die Bewegungsfreiheit ihrer Hände, wenn ihr eine Wahl geblieben wäre, während ihr Geliebter sie vor seinen Augen anderen preisgab?
Gewiß, sie sprach während der Folterungen, aber konnte man dieses Gemisch aus Klagen und Schreien noch Sprechen nennen? überdies brachte man sie oft zum Verstummen, indem man sie knebelte.
Die Blicke, die Hände, die Körper, die sie besudelten, die Peitschen, die sie zerfleischten, versetzten sie in einen rauschhaften Zustand der Selbstvergessenheit, der wieder in die Liebe mündete, sie vielleicht sogar in die Nähe des Todes führte.
Sie war niemand und zugleich jedes der anderen Mädchen, die wie sie geöffnet und brutal genommen wurden, vor ihren Augen, denn sie sah dabei zu, wenn sie nicht sogar dabei helfen mußte.
An ihrem zweiten Tag, noch nicht vierundzwanzig Stunden nach ihrer Ankunft, wurde sie also nach dem Essen in die Bibliothek geführt, um sich dort um den Kaffee und das Feuer zu kümmern.
Sie wurde begleitet von Jeanne, die der schwarz behaarte Diener wieder zurückgebracht hatte, und von einem Mädchen namens Monique.
Der gleiche Diener führte sie auch in die Bibliothek, wo er neben der Säule stehen blieb, an der O angebunden gewesen war.
Die Bibliothek war noch leer. Die Fenstertüren gingen nach Westen und die Herbstsonne, die langsam über einen friedlichen, hohen Himmel zog, an dem kaum eine Wolke stand, erhellte auf einer Kommode einen riesigen Strauß schwefelgelber Chrysanthemen, die nach Erde und welkem Laub rochen.
"Hat Pierre Sie gestern gezeichnet?", fragte der Diener.
O nickte. "Dann müssen Sie es zeigen, raffen Sie bitte Ihren Rock."
Er wartete, bis sie ihren Rock hinten hochgerollt hatte, wie es ihr am Vorabend von Jeanne gezeigt worden war, und bis Jeanne ihr geholfen hatte, ihn festzumachen.
Dann sagte er, sie solle das Feuer anzünden. Inmitten der Kaskade aus grüner Seide und weißem Batist waren O's Lenden bis zur Taille sichtbar, ihre Schenkel und die schlanken Beine.
Die fünf Striemen waren schwarz.
Das Holz lag schon auf dem Rost geschichtet, O brauchte nur ein Streichholz an das Stroh unter den Reisern zu halten, die sogleich Feuer fingen.
Die Zweige des Apfelbaums brannten zuerst, dann die Eichenscheite, aus denen hohe, prasselnde und helle Flammen schlugen, die im Sonnenlicht fast unsichtbar waren, aber stark dufteten.
Ein zweiter Diener trat ein und stellte auf die Konsole, von der die Lampe entfernt worden war, ein Tablett mit Tassen und Kaffee und ging wieder.
O ging zur Konsole, Monique blieb auf der einen, Jeanne auf der anderen Seite des Kamins stehen.
In diesem Augenblick traten zwei Männer ein, wahrend der erste Diener hinausging.
O glaubte an der Stimme einen der Männer zu erkennen, die am Vorabend mit Gewalt in sie eingedrungen waren, den Mann, der verlangt hatte, daß man O's Lenden leichter zugänglich machen solle.
Sie musterte ihn verstohlen, während sie den Kaffee in die schwarzgoldenen Tässchen goß, die Monique zusammen mit dem Zucker herumreichte. Es war also dieser schlanke, blonde Junge gewesen, der wie ein Engländer aussah.
Er sprach wieder, und nun war sie sicher.
Auch der andere war blond, jedoch untersetzt, mit plumpen Zügen.
Beide saßen in den großen Ledersesseln, die Beine am Feuer, rauchten ruhig und lasen ihre Zeitungen, sie nahmen von den Frauen so wenig Notiz, als wären sie nicht da.
Von Zeit zu Zeit hörte man Papier rascheln, Glut zerbröckeln.
Von Zeit zu Zeit legte O ein neues Scheit aufs Feuer.
Sie saß auf einem Kissen am Boden, neben dem Holzkorb. Monique und Jeanne ihr gegenüber, ebenfalls am Boden.
Ihre ausgebreiteten Röcke flossen ineinander. Moniques Kleid war dunkelrot.
Plötzlich, aber erst nach Ablauf einer Stunde, rief der blonde Junge Jeanne herbei, dann Monique.
Er befahl ihnen, den Hocker zu bringen (den gleichen, über den man am Vorabend O bäuchlings geworfen hatte).
Monique wartete nicht erst auf weitere Befehle, sie kniete nieder, beugte sich vornüber, daß ihre Brust sich gegen den Pelzbezug preßte, und hielt sich mit beiden Händen an den Ecken des Hockers fest.
Als Jeanne auf Befehl des jungen Mannes Moniques roten Rock hochschlug, bewegte sie sich nicht.
Nun mußte Jeanne ihm, nach seinen Anweisungen, die er ihr in denkbar brutalen Ausdrücken erteilte, die Kleider öffnen und mit beiden Händen diesen Degen aus Fleisch umfassen, der O mindestens einmal so grausam durchbohrt hatte.
Er schwoll an, wurde steif zwischen den geschlossenen Handflächen und O sah diese gleichen Hände, Jeannes winzige Hände, Moniques Schenkel teilen, in deren PO-Höhlung der junge Mann eindrang, langsam und in kleinen Stößen, die das Mädchen stöhnen ließen.
Der andere Mann, der wortlos zusah, winkte O zu sich, und ohne den Blick abzuwenden, stieß er sie über eine Armlehne seines Sessels, so daß ihr hochgeschürzter Rock ihm ihre Lenden in ganzer Länge darbot, und griff mit einer Hand in ihren prallen und von Sriemen gezeichnen PO..
So fand sie Ren‚, als er eine Minute später hereinkam. "Bleiben Sie nur so", sagte er und setzte sich auf das Kissen am Boden, wo O, eh sie weggerufen wurde, am Feuer gesessen war.
Er betrachtete sie aufmerksam und lächelte, sooft die Hand, die sie festhielt, in ihr wühlte, wieder zupackte, sich immer tiefer in ihren PO grub und in ihre nachgebenden Lenden und ihr ein Stöhnen entriß, das sie nicht unterdrücken konnte.
Monique war längst wieder aufgestanden, Jeanne schürte an O's Stelle das Feuer, sie brachte Ren‚, der ihr die Hand küßte, ein Glas Whisky, und er trank es aus, ohne die Augen von O abzuwenden.
Der Mann, der sie noch immer gepackt hielt, sagte: "Gehört sie Ihnen?" -
"Ja", antwortete Rene. - "Jacques hat recht", fuhr der andere fort, "sie ist zu eng, man muß sie ausweiten." -
"Aber nicht zu sehr, sagte Jacques.
" Wie Sie wünschen, sagte Ren‚ und stand auf, "Sie können das besser beurteilen als ich." -
Und er läutete.
Während der folgenden Tage trug O von Sonnenuntergang, dem Ende ihrer Dienstzeit in der Bibliothek, bis zu der Nacht- stunde - acht oder zehn Uhr - zu der man sie wieder dorthin führte, - sie in Ketten und nackt unter ihrem roten Umhang hinführte - einen Zapfen aus Hartgummi von der Form eines aufgerichteten Penis, der von drei Kettchen an einem Ledergürtel um ihre Hüften so festgehalten wurde, daß die innere Bewegung ihrer Muskeln ihn nicht herausstoßen konnte.
Eine der Kettchen folgte der Furche zwischen ihren Lenden, die beiden anderen dem Ansatz der Schenkel zu beiden Seiten ihres Schoßes, so daß man, wenn man wollte, un- gehindert dort eindringen konnte.
Als Rene‚ geklingelt hatte, hatte er den Behälter bringen lassen, der in einem Fach ein Sortiment von Kettchen und Gürteln enthielt und im anderen eine Auswahl von Zapfen, von den dünnsten bis zu ganz dicken.
Allen war gemeinsam, daß sie an der Basis sehr breit waren, damit sie keinesfalls ins Körperinnere rutschten und der fleischige Ring, den sie auf*****en und dehnen soll ten, sich nicht wieder zusammenziehen konnte.
So wurde sie aufgespreizt zunehmend von Tag zu Tag, denn Jacques, der sie täglich niederknien oder besser sich zu Boden werfen ließ, um darüber zu wachen, daß Jeanne oder Monique oder irgendeine andere, die gerade zur Hand war, den von ihm gewählten Zapfen befestigte, wählte jedesmal einen dickeren.
Noch beim Abendessen, das die Mädchen gemeinsam im gleichen Speisesaal einnahmen, gebadet, nackt und geschminkt, trug O ihn, und an den Kettchen und dem Gürtel konnten alle sehen, daß sie ihn trug.
Er wurde ihr erst abgenommen, und zwar von Pierre, wenn der Diener sie für die Nacht an der Wand ankettete, falls niemand nach ihr verlangte, oder wenn er ihr die Hände auf den Rücken fesselte, um sie zur Bibliothek zu führen.
Es verging kaum eine Nacht, ohne daß jemand sich dieses Zugangs bedient hatte, der auf diese Weise bald ebenso bequem zu nutzen war wie ihr Mund!.
Nach Ablauf einer Woche war keine Vorrichtung mehr nötig und ihr Geliebter sagte O, er sei glücklich, daß sie nun zweifach zugänglich sei und er werde dafür sorgen, daß sie es auch bleibe.
Zugleich kündigte er ihr an, daß er verreise und daß sie ihn während der letzten sieben Tage, die sie im Schloß verbringen sollte, eh er sie abholen und nach Paris zurückbringen werde, nicht mehr zu sehen bekäme. "Aber ich liebe dich", fügte er hinzu, "ich liebe dich, vergiß mich nicht.
" Ah! wie hätte sie ihn vergessen können? Er war die Hand, die ihr die Augen verband, die Peitsche verabreichte!
Täglich, manchmal auch mehrfach!!!
UND so soll es auch bei Miriam= O vollzogen werden!
O beobachtete während dieses ersten Aufenthaltes im Schloß, der zwei Wochen dauerte, daß trotz der Strenge des Schweigegebotes nur selten jemand versuchte, dieses Gebot während der Gänge im Haus oder während der Mahlzeiten einzuhalten, besonders bei Tage in alleiniger Gegenwart der Diener, als verleihe die Kleidung eine Sicherheit, die das Nacktsein und die Ketten bei Nacht und die Anwesenheit der Gebieter zunichte machte.
Sie beobachtete ferner, daß die kleinste Geste, die man als Annäherungsversuch an einen der Gebieter auslegen konnte, selbstredend ganz unvorstellbar war, daß dies je- doch den Dienern gegenüber nicht galt.
Die Diener erteilten niemals einen Befehl, wenn auch die Höflichkeit ihrer Aufforderungen ebenso unerbittlich war wie ein Befehl. Sie hatten offenbar Anweisung, Verstöße gegen die Hausregel auf der Stelle zu bestrafen, wenn sie die einzigen Zeugen waren.
So erlebte O dreimal, einmal auf dem Korridor, der in den roten Flügel führte und zweimal im Refektorium, wohin man sie soeben geführt hatte, wie Mädchen, die beim Sprechen ertappt worden waren, zu Boden geworfen und gepeitscht wurden. Man konnte also auch, ungeachtet dessen, was ihr am ersten Abend gesagt worden war, am hellen Tage ausgepeitscht werden; was in Gegenwart der Diener geschah, fiel nicht unter dieses Gesetz und konnte nach Gutdünken geahndet werden.
Das Tageslicht verlieh ihren Kostümen etwas Ausgefallenes und Drohendes. Einige trugen schwarze Strümpfe und statt der roten Jacke und des weißen Jabots ein weiches Hemd aus roter Seide, das am Hals gerafft war, mit weiten Ärmeln, die am Hand- gelenk eng anlagen.
Am Mittag des achten Tages hatte einer dieser Diener, schon mit der Peitsche in der Hand, das Mädchen auf dem Hocker neben O aufgerufen, eine üppige, blonde Magdalena mit einem Busen wie Milch und Rosen, die ihr zugelächelt und ein paar Worte so hastig zugeflüstert hatte, daß O sie nicht verstand.
Noch eh der Diener sie berührt hatte, lag sie zu seinen Füßen, ihre schneeweißen Hände streichelten unter der schwarzen Seide das noch ruhende Geschlecht, sie legte es frei und führte es an ihren geöffneten Mund.
Sie wurde dieses Mal nicht gepeitscht.
Und da dieser Diener damals als einziger im Speisesaal die Aufsicht führte und die Augen schloß, während er sich die Buße gefallen ließ, tuschelten die übrigen Mädchen.
Man konnte also die Diener bestechen. Aber wozu? Wenn es eine Vorschrift gab, der O sich nicht mit Leichtigkeit beugen konnte, der sie sich niemals völlig beugte, so war es die Vorschrift, daß sie den Männern nicht ins Gesicht schauen dürfe - und da diese Vorschrift auch den Dienern gegenüber galt, fühlte O sich ständig in Gefahr, so sehr verzehrte sie die Neugier auf Gesichter.
Tatsächlich wurde sie von dem einen oder anderen gepeitscht, allerdings nicht jedesmal, wenn man sie ertappte (denn die Diener nahmen es mit den Regeln nicht so genau, sie legten wohl großen Wert auf die Faszination, die sie ausübten und wollten sich nicht durch zu unnachsichtige und zu grausame Strenge um die Blicke bringen, die von ihren Augen und ihrem Mund abglitten, um sich wieder auf ihr Geschlecht zu heften, auf die Peitsche, ihre Hände, um das Spiel von neuem zu beginnen), sondern zweifellos nur dann, wenn sie Lust hatten, O zu demütigen.
So grausam sie in solchem Fall auch behandelt wurde, sie hatte nie den Mut oder die Feigheit besessen, sich ihnen zu Füßen zu werfen, sie fügte sich ihnen, aber sie flehte sie niemals an.
Was das Gebot des Schweigens betraf, so fiel es ihr so leicht, es einzuhalten - nicht nur ihrem Geliebten gegen- über - daß sie es nicht ein einziges Mal übertrat, nur durch Zeichen antwortete, wenn ein anderes Mädchen einen unbewachten Augenblick nutzte, um sie anzusprechen.
Das geschah meist während der Mahlzeiten, die in dem Saal stattfanden, in den man sie soeben geführt hatte.
Die Wände waren schwarz, die Fliesen ebenfalls, der lange Tisch aus dickem, schwarzem Glas, und jedes Mädchen hatte als Sitzgelegenheit einen runden, mit schwarzem Leder bezogenen Hocker.
Wenn man sich darauf niederließ, mußte man die Röcke heben und als ihre Schenkel das glatte, kalte Leder berührten, wurde O an den Sitz des Autos erinnert, auf den sie sich so hatte setzen müssen, nachdem ihr Geliebter ihr befohlen hatte, Strümpfe und Slip auszuziehen.
Und umgekehrt wurde sie später jedesmal, wenn sie - gekleidet wie alle Welt, aber mit nackten Lenden unter ihrem unauffälligen Schneiderkostüm oder ihrem gewöhnlichen Kleid - Rock und Unterkleid hob, um sich neben ihrem Geliebten oder einem anderen Mann auf den blanken Autositz oder auf die Bank eines Caf‚s zu setzen, an das Schloß erinnert, an ihre nackten Brüste, die das seidene Mieder zur Schau stellte, an die Hände und Lippen, denen alles erlaubt war, und an das schreckliche Schweigen.
Dennoch war nichts ihr eine so große Hilfe gewesen, wie dieses Schweigen, höchstens noch die Ketten. Die Ketten und das Schweigen, die sie an sich selbst hätten fesseln sollen, sie ersticken, sie erwürgen, hatten sie im Gegenteil von sich selbst befreit.
Was wäre aus ihr geworden, wenn man ihr die Sprache gelassen hatte und die Bewegungsfreiheit ihrer Hände, wenn ihr eine Wahl geblieben wäre, während ihr Geliebter sie vor seinen Augen anderen preisgab?
Gewiß, sie sprach während der Folterungen, aber konnte man dieses Gemisch aus Klagen und Schreien noch Sprechen nennen? überdies brachte man sie oft zum Verstummen, indem man sie knebelte.
Die Blicke, die Hände, die Körper, die sie besudelten, die Peitschen, die sie zerfleischten, versetzten sie in einen rauschhaften Zustand der Selbstvergessenheit, der wieder in die Liebe mündete, sie vielleicht sogar in die Nähe des Todes führte.
Sie war niemand und zugleich jedes der anderen Mädchen, die wie sie geöffnet und brutal genommen wurden, vor ihren Augen, denn sie sah dabei zu, wenn sie nicht sogar dabei helfen mußte.
An ihrem zweiten Tag, noch nicht vierundzwanzig Stunden nach ihrer Ankunft, wurde sie also nach dem Essen in die Bibliothek geführt, um sich dort um den Kaffee und das Feuer zu kümmern.
Sie wurde begleitet von Jeanne, die der schwarz behaarte Diener wieder zurückgebracht hatte, und von einem Mädchen namens Monique.
Der gleiche Diener führte sie auch in die Bibliothek, wo er neben der Säule stehen blieb, an der O angebunden gewesen war.
Die Bibliothek war noch leer. Die Fenstertüren gingen nach Westen und die Herbstsonne, die langsam über einen friedlichen, hohen Himmel zog, an dem kaum eine Wolke stand, erhellte auf einer Kommode einen riesigen Strauß schwefelgelber Chrysanthemen, die nach Erde und welkem Laub rochen.
"Hat Pierre Sie gestern gezeichnet?", fragte der Diener.
O nickte. "Dann müssen Sie es zeigen, raffen Sie bitte Ihren Rock."
Er wartete, bis sie ihren Rock hinten hochgerollt hatte, wie es ihr am Vorabend von Jeanne gezeigt worden war, und bis Jeanne ihr geholfen hatte, ihn festzumachen.
Dann sagte er, sie solle das Feuer anzünden. Inmitten der Kaskade aus grüner Seide und weißem Batist waren O's Lenden bis zur Taille sichtbar, ihre Schenkel und die schlanken Beine.
Die fünf Striemen waren schwarz.
Das Holz lag schon auf dem Rost geschichtet, O brauchte nur ein Streichholz an das Stroh unter den Reisern zu halten, die sogleich Feuer fingen.
Die Zweige des Apfelbaums brannten zuerst, dann die Eichenscheite, aus denen hohe, prasselnde und helle Flammen schlugen, die im Sonnenlicht fast unsichtbar waren, aber stark dufteten.
Ein zweiter Diener trat ein und stellte auf die Konsole, von der die Lampe entfernt worden war, ein Tablett mit Tassen und Kaffee und ging wieder.
O ging zur Konsole, Monique blieb auf der einen, Jeanne auf der anderen Seite des Kamins stehen.
In diesem Augenblick traten zwei Männer ein, wahrend der erste Diener hinausging.
O glaubte an der Stimme einen der Männer zu erkennen, die am Vorabend mit Gewalt in sie eingedrungen waren, den Mann, der verlangt hatte, daß man O's Lenden leichter zugänglich machen solle.
Sie musterte ihn verstohlen, während sie den Kaffee in die schwarzgoldenen Tässchen goß, die Monique zusammen mit dem Zucker herumreichte. Es war also dieser schlanke, blonde Junge gewesen, der wie ein Engländer aussah.
Er sprach wieder, und nun war sie sicher.
Auch der andere war blond, jedoch untersetzt, mit plumpen Zügen.
Beide saßen in den großen Ledersesseln, die Beine am Feuer, rauchten ruhig und lasen ihre Zeitungen, sie nahmen von den Frauen so wenig Notiz, als wären sie nicht da.
Von Zeit zu Zeit hörte man Papier rascheln, Glut zerbröckeln.
Von Zeit zu Zeit legte O ein neues Scheit aufs Feuer.
Sie saß auf einem Kissen am Boden, neben dem Holzkorb. Monique und Jeanne ihr gegenüber, ebenfalls am Boden.
Ihre ausgebreiteten Röcke flossen ineinander. Moniques Kleid war dunkelrot.
Plötzlich, aber erst nach Ablauf einer Stunde, rief der blonde Junge Jeanne herbei, dann Monique.
Er befahl ihnen, den Hocker zu bringen (den gleichen, über den man am Vorabend O bäuchlings geworfen hatte).
Monique wartete nicht erst auf weitere Befehle, sie kniete nieder, beugte sich vornüber, daß ihre Brust sich gegen den Pelzbezug preßte, und hielt sich mit beiden Händen an den Ecken des Hockers fest.
Als Jeanne auf Befehl des jungen Mannes Moniques roten Rock hochschlug, bewegte sie sich nicht.
Nun mußte Jeanne ihm, nach seinen Anweisungen, die er ihr in denkbar brutalen Ausdrücken erteilte, die Kleider öffnen und mit beiden Händen diesen Degen aus Fleisch umfassen, der O mindestens einmal so grausam durchbohrt hatte.
Er schwoll an, wurde steif zwischen den geschlossenen Handflächen und O sah diese gleichen Hände, Jeannes winzige Hände, Moniques Schenkel teilen, in deren PO-Höhlung der junge Mann eindrang, langsam und in kleinen Stößen, die das Mädchen stöhnen ließen.
Der andere Mann, der wortlos zusah, winkte O zu sich, und ohne den Blick abzuwenden, stieß er sie über eine Armlehne seines Sessels, so daß ihr hochgeschürzter Rock ihm ihre Lenden in ganzer Länge darbot, und griff mit einer Hand in ihren prallen und von Sriemen gezeichnen PO..
So fand sie Ren‚, als er eine Minute später hereinkam. "Bleiben Sie nur so", sagte er und setzte sich auf das Kissen am Boden, wo O, eh sie weggerufen wurde, am Feuer gesessen war.
Er betrachtete sie aufmerksam und lächelte, sooft die Hand, die sie festhielt, in ihr wühlte, wieder zupackte, sich immer tiefer in ihren PO grub und in ihre nachgebenden Lenden und ihr ein Stöhnen entriß, das sie nicht unterdrücken konnte.
Monique war längst wieder aufgestanden, Jeanne schürte an O's Stelle das Feuer, sie brachte Ren‚, der ihr die Hand küßte, ein Glas Whisky, und er trank es aus, ohne die Augen von O abzuwenden.
Der Mann, der sie noch immer gepackt hielt, sagte: "Gehört sie Ihnen?" -
"Ja", antwortete Rene. - "Jacques hat recht", fuhr der andere fort, "sie ist zu eng, man muß sie ausweiten." -
"Aber nicht zu sehr, sagte Jacques.
" Wie Sie wünschen, sagte Ren‚ und stand auf, "Sie können das besser beurteilen als ich." -
Und er läutete.
Während der folgenden Tage trug O von Sonnenuntergang, dem Ende ihrer Dienstzeit in der Bibliothek, bis zu der Nacht- stunde - acht oder zehn Uhr - zu der man sie wieder dorthin führte, - sie in Ketten und nackt unter ihrem roten Umhang hinführte - einen Zapfen aus Hartgummi von der Form eines aufgerichteten Penis, der von drei Kettchen an einem Ledergürtel um ihre Hüften so festgehalten wurde, daß die innere Bewegung ihrer Muskeln ihn nicht herausstoßen konnte.
Eine der Kettchen folgte der Furche zwischen ihren Lenden, die beiden anderen dem Ansatz der Schenkel zu beiden Seiten ihres Schoßes, so daß man, wenn man wollte, un- gehindert dort eindringen konnte.
Als Rene‚ geklingelt hatte, hatte er den Behälter bringen lassen, der in einem Fach ein Sortiment von Kettchen und Gürteln enthielt und im anderen eine Auswahl von Zapfen, von den dünnsten bis zu ganz dicken.
Allen war gemeinsam, daß sie an der Basis sehr breit waren, damit sie keinesfalls ins Körperinnere rutschten und der fleischige Ring, den sie auf*****en und dehnen soll ten, sich nicht wieder zusammenziehen konnte.
So wurde sie aufgespreizt zunehmend von Tag zu Tag, denn Jacques, der sie täglich niederknien oder besser sich zu Boden werfen ließ, um darüber zu wachen, daß Jeanne oder Monique oder irgendeine andere, die gerade zur Hand war, den von ihm gewählten Zapfen befestigte, wählte jedesmal einen dickeren.
Noch beim Abendessen, das die Mädchen gemeinsam im gleichen Speisesaal einnahmen, gebadet, nackt und geschminkt, trug O ihn, und an den Kettchen und dem Gürtel konnten alle sehen, daß sie ihn trug.
Er wurde ihr erst abgenommen, und zwar von Pierre, wenn der Diener sie für die Nacht an der Wand ankettete, falls niemand nach ihr verlangte, oder wenn er ihr die Hände auf den Rücken fesselte, um sie zur Bibliothek zu führen.
Es verging kaum eine Nacht, ohne daß jemand sich dieses Zugangs bedient hatte, der auf diese Weise bald ebenso bequem zu nutzen war wie ihr Mund!.
Nach Ablauf einer Woche war keine Vorrichtung mehr nötig und ihr Geliebter sagte O, er sei glücklich, daß sie nun zweifach zugänglich sei und er werde dafür sorgen, daß sie es auch bleibe.
Zugleich kündigte er ihr an, daß er verreise und daß sie ihn während der letzten sieben Tage, die sie im Schloß verbringen sollte, eh er sie abholen und nach Paris zurückbringen werde, nicht mehr zu sehen bekäme. "Aber ich liebe dich", fügte er hinzu, "ich liebe dich, vergiß mich nicht.
" Ah! wie hätte sie ihn vergessen können? Er war die Hand, die ihr die Augen verband, die Peitsche verabreichte!
Täglich, manchmal auch mehrfach!!!
UND so soll es auch bei Miriam= O vollzogen werden!
10年前