Tagträumer!
Ich war nie so richtig Stadtkind, ein wildes Labyrinth aus Beton, Laternen und parkenden Autos entsprechen nicht meiner Vorstellung von einer entspannten Existenz. Dörfer und Kleinstädte hingegen lassen eine gewisse Form von menschlicher Vielfalt und Nonkonformität vermissen, oder anders gesagt, die Menschen dort sind in der Regel stink langweilig.
Obwohl ich mich für ein Leben in der Stadt entschieden habe zieht es mich ab und zu einfach hinaus aufs Land, das Stadtleben kann mitunter sehr anstrengend sein und ich fühle mich entleert.
So auch dieses mal, einfach mal die Stadt Stadt sein lassen; mit diesem Gedanken hatte ich mich in den nächsten Zug gesetzt und war eine Weile nach Norden gefahren. Einige Zeit starrte ich gedankenverloren aus den Zugfenstern und betrachtete die Landschaft, meine Aufmerksamkeit lag irgendwo in der Ferne, noch hinter der Realität. Am Horizont verschwammen Dörfer, Städte und Wälder zu grauen Hügeln und türmten sich in noch größerer Ferne zu kaum mehr wahrnehmbaren Bergen auf. An solchen Tagen ist mir die Zeit egal, manchmal dringt dann irgendwas kurz in mein Unterbewußtsein und holt meinen Blick zurück in die Gegenwart. Meistens sind es Geräusche die im Konzert des allgemeinen Reisealltags herausragende Melodien spielen oder empfindlich die monotone Harmonie stören. Manchmal kann ich mich am Ende der Fahrt daran erinnern, in der Regel ist die Störung aber so unbedeutent, dass meine Aufmerksamkeit im selben Moment wieder schwindet und ich in meine Traumwelt zurück kehre.
In meinem Alltag ist es eigentlich recht schwierig mir aufzufallen, ich hege kein großes Interesse an Menschen. Die meisten Individuen auf diesem Planeten tendieren dazu in einem großen, grauen Ball aus zäher Lethargie zu verschmelzen.
Ich habe nie verstanden warum nur eine gewisse Minderheit wirklich Wert darauf legt etwas aus der Masse heraus zu ragen und ich spreche hier nicht von Fashionvictims, deren erkorenes Ziel es scheint möglichst jeden Tag ihre Umwelt darauf aufmerksam zu machen, wie sehr sie das Colourblocking nicht beherrschen. Ich spreche von denen unter uns die sich wirklich wohl fühlen in ihrer Haut und erhobenen Hauptes ihren Hedonismus zu Schau tragen.
Dieses mal hatte sich etwas deutlich geändert, natürlich ändert sich ständig etwas, Menschen steigen zu oder aus, jemand lässt etwas fallen oder kleine ****** erwachen aus ihrem Dämmerschlaf und entscheiden plötzlich, dass ihnen langweilig ist.
Das Abteil erschien mir plötzlich wärmer, angenehmer, definitiv weiblicher.
...
Obwohl ich mich für ein Leben in der Stadt entschieden habe zieht es mich ab und zu einfach hinaus aufs Land, das Stadtleben kann mitunter sehr anstrengend sein und ich fühle mich entleert.
So auch dieses mal, einfach mal die Stadt Stadt sein lassen; mit diesem Gedanken hatte ich mich in den nächsten Zug gesetzt und war eine Weile nach Norden gefahren. Einige Zeit starrte ich gedankenverloren aus den Zugfenstern und betrachtete die Landschaft, meine Aufmerksamkeit lag irgendwo in der Ferne, noch hinter der Realität. Am Horizont verschwammen Dörfer, Städte und Wälder zu grauen Hügeln und türmten sich in noch größerer Ferne zu kaum mehr wahrnehmbaren Bergen auf. An solchen Tagen ist mir die Zeit egal, manchmal dringt dann irgendwas kurz in mein Unterbewußtsein und holt meinen Blick zurück in die Gegenwart. Meistens sind es Geräusche die im Konzert des allgemeinen Reisealltags herausragende Melodien spielen oder empfindlich die monotone Harmonie stören. Manchmal kann ich mich am Ende der Fahrt daran erinnern, in der Regel ist die Störung aber so unbedeutent, dass meine Aufmerksamkeit im selben Moment wieder schwindet und ich in meine Traumwelt zurück kehre.
In meinem Alltag ist es eigentlich recht schwierig mir aufzufallen, ich hege kein großes Interesse an Menschen. Die meisten Individuen auf diesem Planeten tendieren dazu in einem großen, grauen Ball aus zäher Lethargie zu verschmelzen.
Ich habe nie verstanden warum nur eine gewisse Minderheit wirklich Wert darauf legt etwas aus der Masse heraus zu ragen und ich spreche hier nicht von Fashionvictims, deren erkorenes Ziel es scheint möglichst jeden Tag ihre Umwelt darauf aufmerksam zu machen, wie sehr sie das Colourblocking nicht beherrschen. Ich spreche von denen unter uns die sich wirklich wohl fühlen in ihrer Haut und erhobenen Hauptes ihren Hedonismus zu Schau tragen.
Dieses mal hatte sich etwas deutlich geändert, natürlich ändert sich ständig etwas, Menschen steigen zu oder aus, jemand lässt etwas fallen oder kleine ****** erwachen aus ihrem Dämmerschlaf und entscheiden plötzlich, dass ihnen langweilig ist.
Das Abteil erschien mir plötzlich wärmer, angenehmer, definitiv weiblicher.
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10年前