Spiegel

ich *** dies, weil es Spaß macht:
Michael glaubte, dass sein Elend in etwa mit den folgenden Worten begonnen hatte:

„Nein, unter diesen Umständen kann ich nicht mit dir zusammenbleiben!“

„Weißt du, wie weh du mir damit tust?“

„Das müsste dich doch eigentlich anturnen, hast du mir nicht gerade gesagt, dass es dich erregt, wenn Frauen dir weh tun?“

„Ich finde es traurig, dass du es so siehst, vor allem, weil ich bereit war, für dich darauf zu verzichten. Es zeigt mir, dass du nicht viel verstanden hast.“

Es half nichts. Natalie wollte seinen Standpunkt nicht verstehen, vermutlich konnte sie es einfach nicht, das wusste Michael, aber er war auch enttäuscht, dass sie seine Liebe nicht verstand.
In dieser Stimmung döste er auf seinem blauen, nicht besonders gemütlichen Klappsofa ein, als sie gegangen war. Es war kein guter Schlaf, es war die Art von Schlaf, von dem man wirklich harte Kopfschmerzen bekommt. Lange wurde ihm aber selbst dieser Schlaf nicht gegönnt. Gerade als er im Begriff war in eine Tiefschlafphase zu rutschen, wurde er unsanft von einem Klingeln geweckt. Den penetranten Ton kannte er irgendwoher, dachte er, als er noch gegen die permanente Desorientierung kämpfte. Dieser Ton ist wirklich nicht gut für meinen Kopf, dachte er weiter und rieb sich die Schläfen. Schließlich konnten seine Augen sein Telefon in einen gewissen Zusammenhang mit dem Klingeln bringen. Immer noch taub in den Beinen wankte er zum Klingeln und hob ab:

„Ja?“ sagte er und überlegte sich, warum er Telefonate immer mit derart geistreichen Bemerkungen beginnen musste.

„Hi, hier ist Julia, ich hoffe ich störe dich nicht?“

„Eigentlich tust du das doch.“

„Warum? Junge, du hörst es dich aber überhaupt nicht gut an.“

„Natalie hat heute Schluss gemacht.“

„Oh, das tut mir leid, soll ich vorbeikommen?“

„Nein, ich möchte eigentlich nur alleine sein. Sag mir lieber, weswegen du mich anrufst?“

„Ich muss, um noch etwas für mein Vordiplom zusammenzusuchen, für ein paar Tage nach Trier und ich wollte dich fragen, ob du Lust hast, ein paar Tage mitzukommen. Du interessiert dich doch für einen Wechsel an die dortige Universität.“

Das kam für Michael genau richtig, er wollte hier so wieso mal raus und ein paar Tage Abstand und Luftveränderung verbunden mit nützlicher Tüchtigkeit. Außerdem war Julia von wirklich ansehnlicher Figur und sie hasste Natalie. Ja, ein paar Tage mit ihr, das wäre jetzt genau das Richtige.
Vielleicht habe ich doch ein Fehler gemacht, dachte Michael und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Es war Juli und es war brütend heiß in Trier. Seine Besichtigung des Campus und Gespräche mit den Dozenten an der Universität hatte er an einem Tag erledigt und danach war er alleine. Julia hatte sich sofort in irgendwelche Magazine und Bibliotheken zurückgezogen und schaute sich den lieben langen Tag Zeitungsausschnitte aus längst vergessenen Zeiten an.

Michael beschloss daher die Stadt zu besichtigen. Die älteste Stadt Deutschlands müsste doch einiges zu bieten haben, war seine Idee. Und nun stand er auf dem großen Platz vor dem Dom und schwitzte und fragte sich, ob er seine Zeit nicht sinnvoller verwenden könnte. Die Türme des Doms waren nicht einmal gleich hoch. Er entschied sich dafür, sich den Dom nicht von innen anzusehen. Kennst du einen, kennst du sie alle, schoss ihm durch den Kopf und er drehte sich in die andere Richtung, dort hatte er doch irgendwo einen Mc Donalds gesehen. Dort könnte er einiges kaufen, was ihm helfen würde, die Hitze zu bekämpfen. Er schritt durch den kurzen Gang, weg vom Domplatz hin zum Stadtzentrum und blieb wie angewurzelt stehen. Dort sah er etwas, was ihn sofort in seinen Bann zog. Im ersten Moment war er sich gar nicht sicher, ob es ein Laden war, aber je näher er trat, desto sicherer wurde er sich, dass es irgendeine Art von Antiquariat sein musste. Die dunklen Fenster, die einen starken Kontrast zu der prallen Hitze und Helligkeit draußen bildeten, hatten ihn so irritiert. In den Fenstern standen irgendwelche lateinischen Worte in Altdeutscher Schrift geschrieben. Er las sie sorgsam: Semper fidelis, dum spiro spero. Dort standen noch einige andere, die er nicht übersetzen konnte. Die Bedeutung dieser Beiden kannte er nur zu gut: für immer treu und solange ich atme, hoffe ich. Das Geschäft begann ihn wirklich zu faszinieren. Er schritt vorsichtig hinein und war im ersten Moment im Inneren enttäuscht. Es war durch die extrem starke Sonne drinnen hell und überall lagen irgendwelche Bücher ungeordnet herum, ein alter Mann in einem blauen Hemd staubte einen wohl ebenso alten Globus ab und das Geschäft hatte jeden geheimnisvollen Glanz verloren. Als der Mann ihn bemerkte, schaute er kurz auf, seine Augen schienen für einen Moment zu blitzen, waren aber sofort wieder klar. Sicher die Sonne, dachte Michael.

„Kann ich ihnen helfen?“ wollte der Mann in einem durchaus freundlichen Ton wissen.

„Das ist eine gute Frage, die ich ehrlich gesagt nicht so einfach beantworten kann.“

Der Mann nickte wissend:

„Ich verstehe, viele Leute kommen in unser Geschäft, um sich nur umzusehen.“

„Nein, dass ist es auch nicht. Ihr Geschäft, sie finden es bestimmt lächerlich, wirkte draußen auf mich irgendwie mystisch. Es wirkte so kontrastreich zur Sonne, von der, wie ich gerade glaube, wohl zu viel abbekommen habe.“

Der Mann kam zu ihm und wirkte verständnisvoll:

„Ich finde das nicht lächerlich, wissen sie, zu uns kommen die Leute immer aus unterschiedlichen Motiven, wenn sie nicht nur gucken wollen und selbst dann haben sie einen Grund, warum sie das hier tun. Diese Stadt ist überfüllt mit Bibliotheken. Sie suchen etwas geheimnisvolles? Ich bin sicher, wir können auch ihnen helfen. Jennifer, kommst du mal bitte!“

Als er das letzte gesagt hatte, öffnete sich von irgendwoher eine Tür, die, so war sich Michael absolut sicher, vorher nicht vorhanden war. Heraus kam eine unscheinbare junge Frau, wohl sein Alter, die einen grauen Rock und eine dunkle Bluse trug.

„Du hast mich gerufen, Onkel?“ wollte sie wissen.

„Ja, der nette junge Mann hier interessiert sich, so glaube ich zumindest, für den schwarzen Spiegel und die Kerzen der Hydra.“

Kerzen der Hydra, dachte Michael noch und fragte sich, was das zu bedeuten hatte, doch da nahm die junge Frau namens Jennifer ihn schon an die Hand, lächelte ihn an und sagte:

„Dann komm mal mit. Du wirst sehen, der Spiegel gefällt dir wirklich.“

In diesem Moment sah Michael, dass ihre Lippen geschminkt waren, mit dunkelroter Farbe. Merkwürdig unpassend zu ihrem sonstigen Outfit. Sie zog aber so stark an seinem Arm, dass er den Gedanken sofort wieder fallen ließ. Sie gingen zusammen in den nächsten Raum und der überraschte Michael sehr. Der Raum war wie ein altes Gewölbe einer Burg. Jennifer schloss die Tür und Michael erkannte, dass der Raum nur von Fackeln an den Wänden erhellt wurden und die Wände aus nackten Steinen bestanden. Erst dachte Michael, der Raum sei leer, aber als er genau hinsah, erkannte er, dass überall an den Wänden Regale, verdeckt von schwarzen Vorhängen standen. Dies war so geschickt geschehen, dass sie im ersten Moment wie die Schattengrenze der Fackeln wirkten.

„Spannender Raum.“, bemerkte Michael.

Jennifer drehte sich lachend um:

„Ja, nicht wahr? Wir nennen ihn die Gruft. Er ist der Lieblingsraum der Besitzerin des Hauses. Sie legt auf die Details wert, so müssen die Fackeln immer frisch sein und diesen Geruch verbreiten, der an Mittelalter und Folter erinnert. Hast du den Pranger draußen gesehen, gerüchteweise ist dies der, na ja, sagen wir mal, dunkle Raum dazu. Hier haben sie das gemacht, wofür sie sich später geschämt haben. So stelle ich mir das vor.“

Michael trieb die Vorstellung Schauer, nicht nur vor Abscheu über den Rücken.

„So, sagte sie, hier ist er.“, und hob gleichzeitig einen schwarzen Vorhang hoch und hob etwas Tiefschwarzes und ein paar strahlend weiße Kerzen hervor. Das Schwarze war wohl aus Glas oder einem ähnlichen Material, aber nicht groß, ungefähr so groß, wie eine CD.

„Das ist der Spiegel, zumindest ein Teil davon.“, sagte sie vorsichtig und voll Bewunderung um dann fortzufahren:

„angeblich hat ihn die Ehefrau von Konstantin dem Großen mit hierher gebracht und ihn zerbrochen, als sie ihren Mann mit einer seiner Mätressen überraschte. Man sagt, er haben magische Kräfte.“

Michael sah den Spiegel und war sofort fasziniert. Es war, als würde er in einen Bann gezogen.

„Ich, ich muss ihn haben.“, stotterte er.

„Ja sicher.“, sagte Jennifer fast in einem arroganten Tonfall, um dann sofort wieder freundlich zu werden:

„Er kostet aber 350 Euro mit den Kerzen zusammen.“

Das war Michael egal, er wollte diesen Spiegel unbedingt für sich und wenn es ihn einen Monatslohn kosten würde, denn er in seinem Nebenjob machte. Sie gingen zurück in den Nebenraum und dort verpackte Jennifer den Spiegel, während er bei ihrem Onkel bezahlte. Es tat ihm immer noch nicht leid, dass er so viel Geld für den Spiegel bezahlt hatte. Vielleicht war er ja wirklich antik. Als er zu Jennifer ging, um das Paket zu nehmen, beugte sie sich kurz vor und flüsterte ihm etwas seltsames ins Ohr:

„Um den Spiegel seine Magie zu entlocken, lege das Bild einer Frau vor den Spiegel und zünde eine der Kerzen an und verdunkle das Zimmer. Nun geh schon, schnell.“

Mit diesen Worten wurde er fast von ihr zur Tür hinausgeschoben und stand sofort wieder in der Hitze und ging verwirrt weiter zu Mc Donalds. Er verstand ihre Worte nicht, aber er wollte es ausprobieren.

Im Mc Donalds sah er eine wunderschöne junge Frau, sie mochte um die 18/19 sein, trug hohe weiße Sandalen, einen kurzen Rock und ein enges weißes Topp. Sie hatte schwarze Haare, in denen eine Sonnenbrille steckte. Er überlegte sich, dass mit Bild wohl auch das Foto eines Fotohandys reichen müsste und wenn er schon das Bild einer Frau unter den Spiegel legen sollte, dann könnte er auch eine nehmen, die ihm gut gefiel. Er fotografierte sie kurz und als er sah, das das Bild etwas geworden war, verließ der den Laden mitten aus der Schlange so schnell er konnte, ohne etwas bestellt zu haben, um zu seinem Hotel zu eilen. Die Fußgängerzone war zwar voll, störte ihn aber nicht weiter, er eilte so schnell er konnte, blieb aber mit einem Mal stehen, als er einen jungen Mann sah, der seelenruhig, aber scheinbar wissend auf ihn starrte. Nein, er starrte auf die Hand, in der das Spiegelpaket ruhte. Auf einmal hatte er das Gefühl, als würde die Temperatur des Spiegels zunehmen, er wurde brennend heiß, Michael ließ den Spiegel verschreckt fallen und brüllte den Schmerz laut hinaus. Der Spiegel krachte laut auf den Boden. Michael hob ihn auf und eine erste schnelle Untersuchung per Hand ergab, dass er noch ganz war. Er sah hoch zu diesem anderen Mann und bekam noch mit, wie er ihn immer noch ansah, mitleidig den Kopf schüttelte, sich umdrehte und in der Menge verschwand. Er beschloss, sich lieber um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern und eilte weiter zum Hotel. In seinem Zimmer angekommen, schaute er auf die Uhr: Noch 3 Stunden, bis Julia gesagt hatte, sie würde frühestens wieder kommen, viel Zeit. Er verdunkelte hastig den Raum mit der Hilfe der Bettlacken und einiger Vorhänge, schaltete alle Lichter aus und machte es so Dunkel, dass er die Hand nicht vor Augen sehen konnte. Er behalf sich mit einem alten Trick. Er schaltete den Fernseher an und konnte sich mit Hilfe dessen Lichts orientieren, aber das Licht sofort wieder mit der Fernbedingung löschen. Irgendwie wusste er, dass keine von den Kerzen der Hydra verschwenden sollte. Er setzte sich auf sein Bett und suchte das Foto der Frau und legte es unter den schwarzen Spiegel. Nichts geschah. Noch gab er die Hoffnung nicht auf, er zündete einer der Kerzen an und freute sich, dass der Spiegel eine Stelle hatte, die wohl als Kerzenständer vorgesehen war. Er steckte sie an die vorgesehene Stelle und erst geschah wieder nichts. Auf einmal bekam er aber das unkontrollierte Bedürfnis zu gähnen und tat dies laut hals, wobei er die Augen schloss und als er sie wieder öffnete, sah er eine behandschuhte Hand auf sein Gesicht zu kommen, die ihm eine kräftige Ohrfeige gab und hörte, während er noch über den Schmerz nach dachte, eine weibliche, wunderschöne, aber strenge Stimme:

„Dir geht's wohl nicht gut, deine Herrin anzugähnen, Sklave. Spinnst du?“

Er wusste nicht, wo er war, sah aber hoch und sah die Frau von dem Bild. Sie trug lange schwarze Stiefel und einen Ganzkörpercatsuit aus Latex und ebenso lange Latexhandschuhe. Ihre Augen und Lippen waren schwarz geschminkt und ihr prächtiges schwarzes Haar flatterte frei um her. Der Spiegel hatte wohl wirklich magische Kräfte, dachte er erregt.

„Worauf wartest du Sklave? Nun leck schon, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit!“

Er konnte nur ahnen, was sie meinte, aber beschloss, mitzuspielen und es zu genießen. Er beugte sich vor und erkannte, dass er völlig nackt war und sein Ding schon sichtbar erregt war. In der vorgebeugten Stellung erreichte er ihre wunderbaren Stiefel und küsste sie erst zart, um dann so stark, aber auch gefühlvoll zu lecken, wie er nur konnte. Fast wie ein Verdurstender, der Wasser bekam, leckte er die Stiefel dieser wunderbaren jungen Frau und genoss es. Wie oft hatte er davon geträumt, so etwas einmal tun zu dürfen, einer Herrin zu Füssen zu liegen, aber er wollte dann sogar darauf verzichten. Für Natalie ...

Bevor in seine depressiven Gedanken den Augenblick zerstören konnten, unterbrach ihn seine Herrin:

„So, das reicht Sklave. Das hast du sehr gut gemacht, aber du versteht natürlich, dass ich meinem Sklaven ein Gähnen nicht ohne Strafe durchgehen lassen kann. Steh auf und hebe deine Hände.“

Er tat wie geheißen und fühlte, wie sie seine Hände blitzschnell oben an einem Flaschenzug fesselte und ihn so anzog, dass er auf die Zehenspitzen gehen musste. Dann spürte er, wie sie sich von hinten sanft an ihn heran schmiegte und spürte, wie ihre Brüste seinen Rücken streichelten, als sie ihren ganzen Körper gegen ihn drückte.

„Ich will dir erst noch eine Belohnung geben, denn gleich wird es wirklich hart.“, erklärte sie halblachend und er spürte danach, wie ihre Hände, immer noch in den Handschuhe seinen Körper erforschten und langsam an immer anderen Stellen von ihm rieben. An seinen Brustwarzen angekommen, begann sie sie ein wenig zu penetrieren, aber immer noch so weit, dass es nach wie vor extrem lustvoll für ihn war, dann wanderten ihre Hände wieder weiter runter und sie verstärkte noch einmal den Druck ihrer Brüste auf seinen Rücken, wobei sie immer wieder in die Knie ging und so ihre Brüste, umhüllt vom Latex ihn wirklich zart streichelten. Ihre Hände erreichten seinen Schwanz, erst knetete sie vorsichtig seine Hoden und begann dann ihn zu wichsen. Es war unglaublich, er glaubte die Violinen singen zu hören. Er begann zu schnurren und sich rhythmisch mit zu bewegen, soweit er das auf Zehenspitzen konnte. Sie hörte sofort auf.

„Oh, gut, wenn du soweit bist, dann können wir ja jetzt mit meinem Spaß beginnen. Mit der Strafe für das Gähnen und natürlich für das unerlaubte Foto.“ Als sie das gesagt hatte, ging sie lachend und verschwand kurz im Dunkeln, so dass er schon ängstlich wurde. Kurz danach kam sie wieder, dass hörte er zumindest an dem Klicken ihrer Absätze. Sie kam von hinten an ihn heran, nahm seinen Hals zwischen ihre Hände und flüsterte ihm ins Ohr:

„Die ersten Zwanzig musst du ohne Knebel aushalten, dann gibst einen, keine Sorge. Weißt du, was das hier ist?“ Ihre rechte Hand ging kurz nach unten und zeigte ihm dann etwas, was ihm von zahlreichen Internetbildern nur allzu bekannt war.

„Eine Hundepeitsche.“, keuchte er.

„Genau, und du bist ja mein kleines Hundchen.“, kicherte sie und ging zurück.

Der erste Schlag war noch nicht so stark und traf ihn auf seine rechte Arschbacke, aber er wurde bitterlich enttäuscht:

„Der war nur zum warm werden, ab jetzt zähl mit, mein kleiner Sklave und bedank dich 4 Mal, wann kannst du dir aussuchen, nur natürlich am Ende mit den Worten, weil meine Herrin so gut zu mir ist. Wenn du dich bei einem Schlag verzählst, wird der natürlich wiederholt.“

Die Schläge kamen schnell und hart. Der Schmerz schoss schneller, als Michael sich das gedacht hatte durch seinen Körper, schon ab dem Fünften bekam er Mühe mitzuzählen und begann die Zahlen herauszuschreien. Sie traf immer dieselbe Stelle und veränderte den Rhythmus immer genau so viel, dass er nicht wusste, wann der nächste Schlag kommen würde. Aber es erregte ihn auch zu hören, wie die junge Göttin bei jedem Schlag auf die Bewegungen seines Körpers und seine Geräusche zu warten schien und bei jedem Schlag zustimmend lachte und ihm zu immer lauteren Schreien anfeuerte. Er vergaß allerdings nicht, sich zu bedanken und streute die Danke sogar noch relative kreativ und hatte es schließlich durchgestanden. Sie kam zu ihm und flüsterte ihm ins Ohr, während sie seinen Arsch sanft streichelte:

„Brav, komm runter, denn jetzt wird es wirklich lustig. Du hast sehr schön Danke gesagt, dafür halbiere ich die Zahl der Schläge mit der nächsten Peitsche. Und danach kriegst du deine Belohnung, so aber jetzt erstmal deinen Knebel, den wirst du brauchen.“

Sie steckte ihm in seinen Mund, den er bereitwillig öffnete, einen großen Knebel, ließ ihn zu beißen, machte den Knebel fest und zeigte ihm die nächste Peitsche. Michael sah sie und bekam es sofort mit der Angst zu tun und versuchte wegzulaufen, was aufgrund seiner Fesselung natürlich unmöglich war, danach versuchte er ebenso erfolglos durch den Knebel zu protestieren. Sie lachte ihn aus und meinte:

„Ich sehe, du kennst auch diese, nach der Halbierung sind es also noch 5 Schläge mit der Bullenpeitsche, also los.“

Der Schmerz war unbeschreiblich, sie schlug hart zu und er schrie so laut er konnte, was durch den Knebel leises und unverständliches Gebabbel wurde. Nach dem zweiten Schlag begann er zu weinen und zu schluchzen und nach dem Dritten, war er sicher, er würde das Bewusstsein verlieren, was er nicht tat, weil sie die letzten beiden Schläge sehr schnell ausführte.

„So und jetzt will ich es hören.“, sagte sie und nahm ihm seinen Knebel ab und hörte sie kurz das Schluchzen und die Schreie an, aber Michael wusste, was sie hören wollte, er wollte sich auch nur noch bedanken, dass sie nicht weiter geschlagen hatte:

„Danke Herrin, vielen vielen Dank, dass sie so gut zu mir sind.“

„Ah, ich sehe, es gibt noch Hoffnung und nun die versprochene Belohnung nach der harten Strafe.“

Sie nahm seinen Kopf zwischen ihre Latex Hände und küsste ihn zärtlich und lang, bis seine Tränen nachließen und sank dann auf ihre Knie und nahm seinen Schwanz in die Hand und begann ihn zu wichsen, so gefühlvoll, dass er bald wieder stand und dann nahm sie ihn ihren Mund und blies. Sein Schwanz rutschte in ihrem Mund schnell hin und her und es kam ihm bald. Als er spürte, dass es ihm kam, legte er sich, soweit er konnte, in seinen Fesseln zurück, schloss die Augen und spritzte in vielen Stößen in ihren Mund. Schließlich öffnete er seine Augen wieder, merkte, dass er seine Arme hängen lassen konnte und sah auf den Fernseher in seinem Hotelzimmer.
Zuerst dachte er, er hätte es nur geträumt, bis er auf sein Sperma sah, was glücklicherweise zum größten Teil auf den Spiegel gegangen war. Außerdem war er nackt und er bemerkte schnell, dass sein Allerwertester brannte, wie Feuer. Er rannte ins Badezimmer, um zu sehen, wieso er so brannte. Dort erkannte er im Spiegel, dass er rot wie die Haut eines Krebses war. Er sah kurz zur Badewanne, diese war feucht. Schlampige Putzfrau, dachte er, um sich aber gleich wieder seinem Hintern zu zu wenden. Aus einigen Urlauben mit seiner Familie von früher wusste er, dass bei Sonnenbrand sehr gut Joghurt half. Am besten eisgekühlt. Irgendwer im Hotel würde ihm sicherlich so ein Zeug geben können, denn was auch immer er da am Arsch hatte, es ähnelte von Gefühl und Aussehen durchaus einem handfesten Sonnenbrand.

Darum beeilte er sich, die sichtbaren Spuren seines Spiegelerlebnisses im Zimmer zu beseitigen, den Spiegel abzuwischen, sich selbst zu dem gelungenen Kauf zu gratulieren und sich eisgekühlten Joghurt zu besorgen. Er hatte Glück, im Restaurant, dass um diese Zeit, es war etwa 5, sehr leer war, glaubte man ihm mit einem Lächeln die Geschichte vom Sonnenbrand und gab ihm Naturjoghurt. Mit einer kleinen gefüllten Schüssel schlich er zurück auf sein Zimmer, und fragte sich ernsthaft, ob er noch einmal den Spiegel benutzen sollte. Allein der Gedanke daran ließ seine Erregung wieder steigen. Der Spiegel schien wirklich magische Kräfte zu haben. Er stellte sich vor, wie einfach und doch geil es sein würde, Bilder von irgendwelchen Frauen zu machen und durch den Spiegel diese Erlebnisse zu haben. Aber was waren diese Erlebnisse? Waren es seine geheimen Wünsche, die der Spiegel wiedergab? Zufällige Fantasien? Oder waren es gar am Ende die geheimen sexuellen Wünsche der Frauen? Der letzte Gedanke gefiel ihm am Besten und erregte ihn weiter. Ein Blick auf die Uhr in seinem Zimmer enttäuschte ihn tief, er hatte keine Zeit mehr, sich einen runter zu holen und so das erlebte noch einmal zu genießen, Julia würde gleich wieder kommen. Er entblößte stattdessen seinen Hintern und warf sich mit dem Bauch aufs Bett, um seinen Hintern mit dem Joghurt einzureiben, was ihm eigentlich nur unzureichend gelang. Wirklich nicht einfach, dachte er verärgert und überlegte, dass er wohl recht komisch aussehen müsste, wie er da auf dem Bett lag und versuchte seinen Hintern einzureiben. Aber der Joghurt half gut und kühlte seinen Hintern wunderbar ab, während er unmotiviert eine Folge Full House über sich ergehen ließ.
Als die Folge zu Ende war, fühlte er sich soweit reif, aufzustehen und sich auf den Balkon zu setzen, um die Abendsonne zu genießen. Ärgerlich war er darüber, dass Julia immer noch nicht wieder da war. Er hätte wohl ohne Probleme den Spiegel noch einmal benutzen können, aber nun könnte sie jeden Moment wieder kommen. Nachdem er den Joghurt wieder in die Schüssel gefüllt hatte und diese achtlos neben den Fernseher platziert hatte, nahm er sich aus der Minibar einige Mixgetränke und machte sich einen Tequila Sunrise, mit dem er sich bequem draußen auf den Balkon in seinen Liegestuhl setzte und begeistert zu sah, wie die langsam wandernde Sonne und der leicht aufkommende Abendwind die Mosel in ein herrliches Orange wandelten. Natalie hatte damals, als sie beide an ihrem ersten gemeinsamen Abend nackt in einem Strandkorb an der Nordsee lagen und sich zärtlich überall küssten und süße Liebesschwüre ins Ohr gehaucht hatten, gesagt, sie wusste, dass sie ihn liebte, weil er so ein großer Romantiker sei. Ach Natalie. Nun war sie weg und nur seine romantische Ader war geblieben. Er nahm noch einen Schluck von seinem Cocktail und stellte belustigt fest, dass er inzwischen den zweiten Tequila leer gemacht hatte. Gerade als er im Begriff war, aufzustehen und sich seinen dritten zu machen, hörte er den Schlüssel im Schloss und sehr zarte Füße erschöpft in die Wohnung stolpern. Julia war gekommen. Das erste , was er von ihr hörte, war:

„Oh Mann, was für ein Tag, ich sage dir, er war die Hölle. Hallo, bist du überhaupt da? Oh, Joghurt und noch dazu recht kalt, dass ist jetzt genau das richtige.“

Erschreckt hörte er die letzten Worte. Verdammt, der Joghurt.

„Nein Julia, nein, iss ihn nicht!“ schrie er und fiel vor Schreck aus dem Liegestuhl.

„Bäh, irgendwie schmeckt der komisch, was hast du denn damit gemacht?“

Er sah hoch und entdeckte ein wunderschönes Gesicht, welches das zu ihm gesagt hatte, Julia war rausgekommen und blickte auf ihn, der immer noch am Boden lag und lächelte. Sie trug ein luftiges weißes Sommerkleid, ihre strahlend blonden Haare waren lockig und wurden von einer Kappe, die merkwürdigerweise doch dazu zu passen schien gehalten, ihre großen Brüste wackelten durch ihre vorsichtigen Bewegungen und ihre vollen Lippen und klaren blauen Augen schienen ihn nicht loslassen zu wollen. Ihre zarten, sehr femininen Händen stützten ihre Hüften. Sie sah aus wie aus einem Sommermärchen.

„So, fällst du mir schon zu Füßen, um mich zu begrüßen?“ fragte sie ihn lachend, als sie ihm aufhalf. Jederzeit dachte er, sagte aber stattdessen:

„Iss nichts von dem Joghurt, bitte.“

„Hatte ich nicht mehr vor. Was hast du denn bloß damit gemacht, eine Gesichtsmaske?“

„Ich, nun ja, bitte lach jetzt nicht, ich war heute schon recht früh wieder im Hotel und habe mich gesonnt und dabei mir hinten einen Sonnenbrand geholt.“

„Wo hinten?“

„Unten hinten, um ganz ehrlich zu sein.“

„Soll dass heißen, ich habe mir gerade den Joghurt zu Gemüte geführt, mit dem du deinen verschwitzten, wenn auch süßen, aber verbrannten Arsch gekühlt hast?“

„Sieht wohl so aus.“, antwortete er verlegen. Dann tat sie etwas, was ihn überraschte. Sie steckte ihren Finger noch einmal in den Joghurt und schleckte ihn voll ab und schnurrte zufrieden.

„So, nun habe ich schon 2 Finger gegessen und ich denke, du gibst mir einfach als Ausgleich eine Massage, die ich heute nach meinem harten Tag auch gut brauchen kann. Und, wer weiß, vielleicht lass ich dich danach auch von meinem Hintern Joghurt lecken.“ Als sie das sagte, machte sie ein merkwürdiges Gesicht. Michael war ein wenig überrascht von dem Angebot, aber nicht völlig. Er wusste, dass sie ihn schon immer mochte und anziehend fand. Auch er war an ihr interessiert und damals, vor 4 Jahren, während einer Schulzeit bei der Fahrschule am Sommerfest, wäre es auch fast passiert. So leidenschaftlich hatte er selten jemand geküsst, aber trotz allem war es nicht zum Sex gekommen und einige Tage später traf er Natalie an der Nordsee. Aber Julia wusste, dass es vorbei war und hatte ihn gebeten mit nach Trier zu kommen. Eigentlich wäre er sogar enttäuscht gewesen, wenn sie ihm keine Avancen gemacht hätte.

„Eine Massage sagst du? Klingt fair.“

Sie lächelte ihn an und verschwand. Er war verwirrt, aber nicht lange. Als sie nämlich wieder kam, trug sie einen Bikini, der die Bezeichnung eigentlich nicht mehr verdiente. Er verliebte sich auf Anhieb in diesen Bikini. Sie legte sich bäuchlings auf den Liegestuhl und sagte:

„Dann fang mal an. Ich kann es brauchen.“

Er betrachtete ihren Körper, der auch von hinten herrlich aussah. Ihren apfelgeformten Hintern, knackig und fest, ihre gut sichtbare Rückenmuskulatur und der Schmetterling, den sie sich mit 18 auf ihren Nacken hatte tätowieren lassen. Sanft fuhr er jede ihrer Körperkurven ab, nur mit den Fingerkuppen und durch die leicht Berührung wurde er schon hart. Dann griff er zu. Er hatte eine spezielle Technik und vermochte es, von Muskel zu Muskel zu streichen und gut zu kneten, aber doch sanft zu bleiben. Als er ihre Füße erreicht hatte, lachte sie kurz auf, sie war also an den Füßen empfindlich. Dann ging es weiter. Ihren Schenkeln schenkte er besonders viel Aufmerksamkeit.

Auf einmal drehte sie sich um, aber nicht ohne Erklärung:

„Du machst das gut, aber meiner Rückseite hast du genug Zeit gewidmet, jetzt ist meine Vorderseite dran und außerdem möchte ich dir dabei in die Augen sehen, wie du meinen Körper berührst.“

Er lächelte sie kurz an, nickte dann und machte sich genau so gewissenhaft an ihre Vorderseite. Die Beule in seiner Hose konnte für sie nicht übersehbar sein. Nachdem er ihre Beine und sogar ihrem Kopf eine Massage gegeben hatte, sagte sie:

„Da fehlt noch was.“

Er war irritiert.

„Was? Doch höchstens deine Brüste, aber da komm ich ja nicht ran.“

„Denkst du.“, sagte sie überlegen und führte ihre Hände zu ihrem Rücken und entfernte kurzerhand den Bikini der sanft zu Boden fiel. Vor ihm breiteten sich ihre wunderbaren großen Brüste aus, die fest und starr dastanden und ihn aufzufordern schienen, sie endlich zu berühren. Ihre Nippel zeigten im 90 Grad Winkel zu Boden und sie sah ihn schon fast verzweifelt an:

„Nun mach schon, damals an der Fahrschule wolltest du sie doch unbedingt kneten.“

Er führte seine Hände zärtlich zu ihren Brüsten und im Moment der Berührung war es, als würde ein Reizstromschlag seine Hände durchfahren. Sie fühlten sich warm und gut an, er konnte seine ganze Hand drauf legen und langsam streichen und kneten, einmal kniff er sogar leicht zu. Während er das tat, sah sie ihm tief in die Augen und sog seine Geilheit in sich auf, um dann schon halb zu stöhnen:

„Da fehlt aber immer noch etwas. Beug dich runter, damit ich es dir sagen kann.“

Er senkte seinen Kopf zu ihrem Gesicht, hörte dabei aber nicht auf, ihren Busen zu kneten und ihr in ihre nicht minder erregten Augen zu starren. Als er seinen Kopf gesenkt hatte, nahm sie seinen Kopf zärtlich in ihre Hände und küsste ihn und schob ihre Zunge langsam in seinen Mund und er seine in ihren Mund und sie ließen so ihre Zungen ein Weilchen balgen. Dann wanderten ihre Hände zu seiner Hose und sie riss sie mit einem Ruck herunter. Er hob seine Arme und sie half ihm sein T-Shirt über seinen Kopf zu ziehen. Danach sah sie bewundert und lustvoll auf seinen Bauch, der gut durchtrainiert ein Sixpack offenbarte. Ihre Hände berührten es kurz und es fühlte sich wie ein warmer Regen an einem schönen Tag an, dann rutschten sie weiter herunter zu seinem Schwanz, der sich ihr schon seit langer Zeit lustvoll entgegengestreckt hatte. Ihre linke Hand wendete sich schnell seinen Bällen zu und begann sie zu kraulen, während sie ihm dabei gespannt und lusterfüllt in die Augen sah, wie er bei jeder ihrer Bewegungen erregter und heißer wurde. Ihre rechte Hand gesellte sich für kurze Zeit ihrer Linken hinzu, dann begann sie über seinen Schwanz zu streichen und ihn dann in Hand zu nehmen und zu wichsen, bis er das erste Mal laut aufstöhnte und ihren Hinterkopf kraulte.

„So, jetzt will ich fühlen und schmecken, was ich damals an der Fahrschule nicht bekommen habe.“ hauchte sie dicht an seinem Schwanz und der warme Hauch ihres Atems strich über die Kuppe seiner Eichel. Danach führte sie wieder ihre Rechte an seinen Schaft und ihr Mund mit ihren herrlichen vollen Lippen nahm seinen Schwanz auf und ihre Zunge spielte mit seiner Eichel, während sie vor und zurück rutschte. Er stöhnte lauthals, so laut, wie selten zuvor in seinem Leben und schob ihren Kopf nach einer Weile zurück, gebot ihr, sich in ihrer Liege zurückzulegen und riss ihr Höschen herunter, spreizte ihre Schamlippen mit zwei Fingern und begann sie seinerseits zu lecken, während seine Hände zu ihren Brüsten wanderten und es ihm sichtbar egal war, ob irgendjemand die Liebenden sehen konnten. Julia bewies ihm schon kurze Zeit später, dass es ihr egal war, ob sie jemand hören würde, denn schon bald begann sie zu vor Lust zu schreien und Michael weiter anzutreiben. Dann küssten die Beiden sich wieder und gingen ins Zimmer und ließen sich aufs Bett fallen und genossen es, sich eine zeitlang nur zu küssen und über das Bett zu rollen. Dann drückte sie ihn fest auf seinen Rücken und er blieb stumm liegen und sie leckte seine Brustwarzen und seine Eier und holte mit unglaublicher Geschicklichkeit und Geschwindigkeit aus ihrem Nachtisch ein Kondom, zog es ihm über seinen Schwanz, lachte ihm kurz ins Gesicht und ließ ihn in sie gleiten. Für Beide war es ein unbeschreibliches Gefühl, so lange kannten sie sich und nun spürten sie sich zum ersten Mal ineinander und waren einander nah wie nie. Sie begann schnell auf und abzuspringen, während er sich aufrichtete und immer wider versuchte mit seiner Zunge zärtlich gewisse Teile ihres Körpers zu erreichen und seine Hände in Kreiseln ihre Brüste verwöhnten. Dann wechselten sie die Stellung und er nahm die leidenschaftlich von hinten und genoss ihr Stöhnen und das Geräusch, dass sie auf der Bettwäsche mit ihren Armen machte, als er sie immer weiter vor und zurück schob. Als sie spürten, dass sie gegenseitig kurz vor dem Orgasmus waren, wand sie sich an ihn und stöhnte ihm ins Ohr:

„Bitte, lass mich dich reiten, während wir Beide kommen.“

Er nickte und drehte sich wieder auf seinen Rücken, während sie sich wieder auf ihn saß, er sogar spürte, dass sie ihre Beine anwinkelte und ihm in die „Flanken“ drückte und ihn wie wild ritt. Dann flehte sie:

„Bitte, bitte, schrei es mit mir raus!“

Das taten sie, beide schrieen in einer gewaltigen Lustexplosion ihre Geilheit und ihre Erfüllung hinaus.
Sie schliefen in dieser Nacht noch dreimal mit einander und es verlor nichts an Schönheit oder Intensität, aber einige Stunden später, als er dachte, dass Julia sicher eingeschlafen sei, bekam Michael ein schlechtes Gewissen. Nicht wegen des Sex an sich. Der war schön und er bereute ihn nicht. Er bereute die Hoffnungen, die er wahrscheinlich bei Julia ausgelöst haben dürfte. Vermutlich war es unklug gewesen, sich ihr so hinzugeben, sie hatten eine Vorgeschichte und sie war eigentlich nach so einem Erlebnis auch berechtigt, Hoffnungen zu haben, Hoffnungen auf mehr. Aber er konnte nicht wirklich erfüllen. Er hatte gerade eine 4 jährige Beziehung hinter sich, sie war keine Woche zu Ende und der Dolch des Endes steckte immer noch in seinem Rücken. Und selbst wenn er bereit gewesen wäre, sich auf das Neue mit Julia einzulassen, es würde dasselbe Problem geben, was zum Ende mit Natalie geführt hatte. Noch einmal würde er keine 4 Jahre schweigen können, um dann die Nächste gehen zu sehen. Und wenn er es ihr gleich sagen würde, wäre er Julia als Geliebte und als Freundin vermutlich los. Die Situation war festgefahren. Unwillkürlich fragte er sich, warum er sich nicht fragte, wie seine Gefühle für Julia eigentlich aussehen würden. Bevor er diese Gedanken zu Ende denken konnte, spürte er eine Hand auf seinem Bauch, die zweifelsfrei nicht ihm gehörte. Julia sah ihn traurig an:

„Ich sehe deinen Zweifel und ich verstehe ihn, was mich schrecklich traurig macht. Lass mich dir etwas vorschlagen: Ich bin morgen mit meiner Arbeit fertig, dann würde uns sowieso noch ein Tag hier bleiben, lass uns unseren Aufenthalt noch um 2 Tage verlängern, erst dann müssen wir ja wieder zur Uni und lass uns diese Zeit gemeinsam genießen und dann die ganze Sache einfach vergessen, die hier passiert ist. Trier soll unser Liebesnest sein und unser Zuhause unser Ort der Freundschaft.“

Er fühlte sich von diesem Vorschlag erschreckt, er bot ihm einen gerechten Ausweg, so dachte er zumindest. Er sah ihr tief in die Augen:

„Meinst du das wirklich ernst?“

„Todernst.“, kam überzeugend zurück.

„Und danach wird es genauso wie vorher sein?“

„Ganz genauso, na ja, vielleicht werde ich etwas kritischer gegenüber den sexuellen Fähigkeiten deiner nächsten Liebschaften sein.“, sagte sich lachend. Er tat so, als würde er das Verkrampfte darin gar nicht hören.

„Na dann lass es uns tun, du meine große Liebe für die nächsten vier Tage.“ Auch er bemühte sich zu lachen, es klang sogar noch krampfhafter. Faszinierend, dachte er. Beide wissen, dass ein Vorschlag eigentlich schlecht ist und Beide können es tot schweigen. Dann küssten sie sich und schliefen ein fünftes Mal an diesem Tag miteinander. Leidenschaftlicher als zuvor, wissend das ihnen nun eine zeitliche Begrenzung gegeben war.
Nach dem Sex glitt Michael weg in tiefe Träume. Er träumte seltsame Dinge, er konnte sich selbst sehen, wie er von einer fremden Frau in dem Raum ausgepeitscht wurde, wo er den Spiegel erworben hatte. Er kniete vor einem riesigen schwarzem Spiegel, an dessen Seite stand Jennifer, die immer wieder rief:

„Ja genau so ist es richtig. Mit jedem Schlag, den du erträgst, bist du ein Stückchen weiter auf dem richtigen Weg.“

Durch den Spiegel konnte er Julia völlig nackt sehen, die bitterlich weinte und auf eine große Steintafel immer wieder „solange ich atme, hoffe ich“ auf lateinisch schrieb. Nach einigen heftigen Schlägen mit der Peitsche auf seinen Rücken begann er vor Schmerz laut zu schreien und fuhr wach in seinem Bett hoch und blickte in das Gesicht einer besorgten Julia, die völlig angezogen gerade im Begriff war, zu gehen.

„Geht es dir gut?“ wollte sie wissen.

Er nickte verwirrt, um dann zu antworten:

„Ja, ich habe wohl einen Alptraum gehabt. Habe ich laut geschrieen? Und gehst du schon?“

„Zu Beidem ja. Ich wollte dich schlafen lassen. Was hast du denn geträumt?“

Er versuchte sich daran zu erinnern, scheiterte aber:

„Ich kann mich nicht wirklich erinnern, ich weiß nur noch, dass ich vor Schmerz geschrieen habe. Aber viel wichtiger: weißt du noch, Trier ist unser Liebesnest? Man geht in einem Liebesnest nicht einfach, ohne sich mit einem tiefen langen Kuss zu verabschieden!“ Das Letzte sagte er überaus bestimmt.

„Du stehst also noch zu unserem Vorschlag?“ wollte sie unsicher wissen.

„Um nichts auf der Welt würde ich die Tage mit dir missen wollen. Natürlich stehe ich zu unserem Vorschlag.“

Sie drückte ihm freudig einen tiefen, innigen Kuss auf und verabschiedete sich und verschwand.

Er war wieder allein und er hatte nichts wirklich zu tun, ihren Aufenthalt um 2 Tage zu verlängern hatte sich als kein Problem herausgestellt und war schnell erledigt. Er entschied sich spazieren zu gehen, um so ein paar Dinge in seinem Kopf aufzuräumen und zu entscheiden, was mit diesem Tag anzufangen sei. Erst dachte er kurz daran, den Spiegel wieder zu benutzen, entschied sich aber vorerst dagegen, weil er es irgendwie als Betrug an Julia empfand. Er wanderte ziellos an der Mosel entlang, an der Julia und er gestern noch die Fische mit ihrem Geschrei von ihrem Balkon aus, erschreckt hatten. Julia ist schon eine verdammt tolle Frau, dachte er sich. Sie verdient etwas besonderes, nein, jemand besonderen. Man verdammt, wenn die dumme Natalie nicht wäre, dann könnte er mit ihr verdammt glücklich werden. Er würde ihr aber auf jeden Fall unvergessliche Tage bereiten, so gut er konnte.

Irgendwann setzte er sich auf eine Parkbank und hämmerte sich vor Wut mit den Händen gegen den Kopf. Verdammt, der Sex mit Julia war doch voll befriedigend gewesen, wieso konnte er nicht diese Fantasien von Frauen, die ihn in aufregender enger Kleidung quälten, einfach nicht loswerden? Was turnt dich bloß daran an? Dachte er immer wieder und ähnliche andere Sätze. Und immer wieder musste er sich die ehrliche Antwort geben: Alles, jede einzelne Sekunde. Er stand zwar auch auf Sex, er liebte Sex sogar, aber seine Wunschvorstellung von einer erregenden Situation hatte nun mal immer mit Dominas zu tun. So war es nun mal und es war nicht zu ändern. In diesem Augenblick musste er wieder an den Spiegel denken. Der Spiegel hatte ihm wirklich ein geiles Erlebnis verschafft, aber könnte er es wieder? Er versuchte den Gedanken, den Spiegel wieder zu benutzen, zu bekämpfen, aber er konnte es nicht. Wie eine Tatsache hatte sich der Spiegel in sein Hirn gebohrt und wollte ihn nicht mehr loslassen. Er musste ihn benutzen. Es sei ja eigentlich kein echter Betrug an Julia, redete er sich ein, denn eigentlich seien sie ja nur Freunde. Er bemerkte zwar, wie sehr sich seine Gedanken von seinen letzten Worten zu Julia unterschieden, aber er versuchte es zu ignorieren. Der Spiegel, die Leidenschaft des Spiegels, dass war einfach viel zu erregend für ihn. Für einen Moment überdachte er sogar die Möglichkeit, ein Bild von Julia zu nehmen, aber das war ihm doch zu unpassend, außerdem stellte er amüsiert fest, dass er überhaupt kein Bild von Julia hatte.

In diesem Moment stand er auf und ging weiter an der Mosel entlang. Nachdem er an Bootsanlegestegen und mehreren Wirtshäusern vorbeigekommen war, drehte er seinen Kopf nach rechts, vom Fluss weg und sah die Erfüllung seiner Träume. Eine Jugendherberge. Hier würde er garantiert ein passendes Bild bekommen. Eigentlich dachte er ja an Schülerinnen im volljährigen Alter, aber als er die eine Frau sah, wusste er, dass er sein „Bild“ gefunden hatte. Sie war wohl eine Lehrerin, Ende 20 oder Anfang 30. Sie war wunderschön, ihr Haar war rot gefärbt und sie strahlte eine natürliche Autorität aus, die Jugendlichen gehorchten ihr aufs Wort. Gerade als sie ihren Finger drohend in Richtung eines Schülers hob, machte er sein Bild mit seinem Handy. Als er sein Bild betrachtete, fiel es ihm nicht schwer, sich auszudenken, was der Spiegel ihm wohl für ein Erlebnis bereiten würde.

Als er den Weg ins Hotel zurück in Rekordtempo bewältigt hatte, war er schon sehr erregt, alleine durch die Vorstellung, was gleich passieren würde. Er versuchte, so schnell wie möglich, sein Zimmer zu verdunkeln, was ihm nur mittelmäßig gut gelang, wie immer, wenn man versuchte, etwas zu schnell zu machen. Es fiel ihm sehr schwer, die Finger von seinem Ding zu lassen, weil er alleine durch die Fantasie so erregt war, dass er wichsen wollte. Schließlich legte der den Spiegel hin, steckte die Kerze hinein, zündete sie an und wartete. Als er meinte, zu tief in die Flamme der Kerze gesehen zu haben, musste er blinzeln und als er schließlich wieder klar sehen konnte, stellte er fest, dass ihn der Spiegel auch diesmal wieder nicht enttäuscht hatte.

Er war wieder an einem nicht erkennbaren Ort, nackt, um seinen Hals hing ein Halsband mit einer schweren Kette, die an einen großen Stein reichte, an den er auch gelehnt war und vor ihm stand mit einem überlegenen Gesichtsausdruck sie. Sie trug schwarze Stiefel, wie sie Mädchen in der Disco zum Tanzen verwenden und einen schwarzen Leder BH wie Slip. Ihr rotes Haar reichte bis zum Verschluss des Leder BH s. Sie sah ihn immer noch an, ihre rechte Hand mit ihren schwarz lackierten Fingernägeln griff an seinen Hals:

„So, du bist also der kleine Wichser, der meint, er könnte ungestraft Fotos von mir machen, um seine perversen Fantasien zu erleben, ohne, dass ich wirklich sauer werde. Aber das werde ich.“

Sie setzte ihren Stiefelabsatz auf seinen Bauch und seine Brust und drückte ihn mit einer schnellen Bewegung auf den kalten Steinfußboden.

„Da bleibst du liegen, Tier!“ war ihr schneller Befehl. Sie griff hinter den Stein, auf die Seite, die er nicht sehen konnte und holte ein dunkles Tuch hervor.

„Du willst dich an meinem Anblick aufgeilen, dass kannst du dir abschminken!“ Mit diesen Worten hob sie seinen Kopf an und band ihm das Tuch um die Augen. Er war völlig blind. Er hörte wieder ihre Worte:

„Weißt du, ich finde es ist noch nicht heiß genug hier, ich werde das mal ändern.“

Kaum hatte sie den Satz beendet, spürte er einen kurzen Schmerz auf seinem Bauch, dann an seinen Beinen und dann auf seiner Brust. Es war sehr schmerzhaft, er kannte den Schmerz genau von früher aus den ********en Spielen. Kerzenwachs. Sie beträufelte ihn mit Kerzenwachs. Er wand sich nach einigen Wachseinlagen wild hin und her und spürte auf einmal einen anderen Schmerz in seiner rechten Seite. Ein Tritt.

„Bleib gefälligst ruhig liegen, während ich dich deiner gerechten Strafe zu führe!“ herrschte sie ihn an. Und sie fuhr fort:

„Und nun sage mir, dass du den Schmerz liebst und ihn verdient hast und das du dir wünscht, dass du viel öfter von deiner Herrin so behandelt wirst!“

Er überlegte kurz, was er tun sollte und antwortete in der Folge nicht sofort. Die Quittung kam schneller, als er dachte. Er schrie laut auf, krümmte sich und seine Hände fuhren instinktiv zu seinem Schwanz, der gerade von sehr viel heißem Wachs getroffen worden war. Er sagte schnell, was sie gewünscht hatte und fügte noch hinzu:

„Oh, meine Herrin ist so gut zu mir.“ Bei den Worten schwoll der geschundene Schwanz schnell an. Allerdings hatten seine Worte nicht wirklich die gewünschte Wirkung:

„Pech für dich, Sklave, ich will keinen Schleimer, ich will einen Sklaven, der meine Befehle befolgen kann und ich hatte dir befohlen, ruhig liegen zu bleiben, dass hast du nicht geschafft. Das hat Konsequenzen: Mund auf und Zunge raus!“

Er geriet in Panik:

„Nein Herrin, bitte kein Kerzenwachs auf meine Zunge! Bitte erbarmen!“

Sie begann zu lachen:

„Ich sagte Mund auf und Zunge raus, Sklave. Mach schon oder peitsche dich bis zur **********igkeit!“

Er zweifelte nicht an ihren Worten, öffnete den Mund, streckte die Zunge raus und rechnete mit dem Schlimmsten.

„So ist es brav, Sklave!“ sagte sie.

Auf einmal spürte er etwas längliches in seinem Mund. Er erkannte es als ihren Absatz und begann ihn zu blasen.

„Na, ist das Kerzenwachs, Sklave?“ wollte sie wissen.

Er war klug genug nicht zu antworten und nur ein Kopfschütteln anzudeuten, während er weiterhin ihren Absatz blies.

„Immerhin weißt du ja, was das Höchste für einen Sklaven ist. Nämlich den Stiefelabsatz seiner Herrin zu blasen. Dafür sollst du nicht zu kurz kommen.“

Damit zog sie ihren Absatz aus seinem Mund, entfernte ihm die Augenbinde und setzte sich auf den Stein. Sie wand sich wieder an ihn:

„Komm, setzt sich vor mich und wichs deinen Schwanz und spritz deine Sklavensoße auf den Stiefel, dessen Absatz du gerade noch geblasen hast.“

Er tat wie geheißen und kniete sich vor sie und begann schnell zu wichsen, währenddessen kümmerte sie sich mit ihren Händen um seine Brustwarzen und quälte diese ein wenig.

Als er soweit war, bat er sie kurz um Erlaubnis abzuspritzen und als er sie bekam, spritze er lustvoll sein Sperma auf ihren Stiefel um schließlich wieder in seinem Hotelzimmer zu landen.
Er sah nach dieser wiederum heißen Erfahrung an sich runter und erblickte rote Brustwarzen und rote Eier. Dieser Spiegel ist wirklich erstaunlich, dachte er. Dann bemühte er sich, wieder die Spuren zu beseitigen und den Spiegel gut zu verstecken und ließ sich auf dem Bett nieder, um zu schlafen. Er hatte denselben Alptraum wie in der Nacht zuvor. Er endete allerdings damit, dass ein Hund irgendwo herkam und ihm einen Zungenkuss verpasste. Als er angeekelt die Augen öffnete, sah er das ihm Julia gerade einen Kuss gegeben hatte. Sie war bereits ebenso nackt wie er immer noch war. Er erwiderte den gar nicht mehr ekligen Kuss und sah zu wie sein Schwanz wieder anschwoll. Nach dem Kuss sah sie ihn liebevoll an, beide wussten, dass sie gleich miteinander schlafen würden und sagte:

„So finde ich meinen Liebsten hier also. Nackt, in einem zerwühlten Bett, sein Schwanz ist schon hart, wenn ich mich nackt zu ihm liege und ihn küsse. Und außerdem liege ich in seinem Liebessaft, welcher definitiv schon fest getrocknet ist. Sag mir, warum hast du es dir besorgt?“

Verdammt, an das Sperma hatte er nicht gedacht, realisierte er. Nun war guter Rat teuer. Die Wahrheit? Die Wahrheit war zu unwirklich und zu verfänglich. Er dachte sich etwas anderes aus und sah in ihr erregtes Gesicht. Sie fand es wohl geil, in seiner Wichse zu liegen. Gut, dann sollte sie bekommen, wonach sie verlangte, sie verdiente es.

„Weiß du, ich habe an dich und an uns gedacht.“

„Wirklich, was hast du denn so gedacht? Etwas geiles und erregendes?“ Sie begann sich unten rum zu streicheln und zu liebkosen. Der Anblick stachelte seine Fantasie an:

„Ich habe dran gedacht, wie du einsam in deinem Magazin sitzt, irgend einen Zeitungsausschnitt ansiehst und auf einmal das Licht ausgeht und ich dich im Dunkeln abtaste und dir zärtlich ins Ohr flüstere, dass du es geschehen lassen sollst, dass es sehr schön sein wird.“

Er sah, wie ihre Erregung sichtbar stieg, während sie immer tiefer mit ihren Fingern in sich eindrang und stöhnte:

„Weiter.“

„Als das Licht wieder anspringt, bin ich schon zärtlich dabei, dich mit meiner Zunge zu verwöhnen und mit heißen Sprüchen an zu heißen. Du wichst meinen Schwanz, während ich dir erkläre, wie geil alleine deine Anwesenheit mich macht. Danach suchen wir ein paar Bücher und werfen sie achtlos auf den Boden und treiben es wild und hart auf den Büchern. Wir lassen uns auch nicht stören, als andere Besucher hinzukommen und unserem Sex erregt zu sehen. Sie scheinen wie magnetisiert von uns Beiden, während wir uns gegenseitig Freude bereiten.“

Als er das gesagt hatte, kam sie näher zu ihm und nahm seinen Schwanz in seine Linke, während sie es sich mit ihrer rechten weiterhin selbst machte und sagte zu ihm:

„Ach, es macht dich also geil, wenn andere Leute, Fremde zu sehen. Darum warst du gestern auf dem Balkon so geil. Komm, erzähl schon weiter!“

Er erzählte immer weiter und sah zu, wie sie sichtbar damit kämpfte, es ihm und sich zu gleich zu besorgen. Das inspirierte ihn, als er geendet hatte zu erzählen und sie scheinbar bereit zu allem war, zu einer Idee:

„Wie wäre es mit der 69?“

Anstatt zu antworten, presste sie seinen Körper auf das Bett, drehte sich und begann seinen Schwanz zu blasen, während er sie nach Leibeskräften leckte. Ein Kunststück, dachte er. Wieder kamen Beide zusammen. Kein Wunder, dachte er weiter, bei dieser Frau. Er ohrfeigte sich innerlich. Das darfst du nicht denken, in einigen Tagen ist alles vorbei und das ist richtig so, du brauchst Zeit, wegen Natalie. Er wurde das Gefühl nicht los, dass Natalie ihm wiederum etwas nahm, schon wieder etwas, dass mit seinem Herzen zu tun hatte. Aber er wollte es sich nicht gestehen.
Als sie sich befriedigt hatten, schlug Julia sich mit der Hand vor den Kopf:

„Man, dass hätte ich ja fast vergessen, so wie ich dich vorgefunden hatte. Erstens, ich bin wirklich heute mit meiner Arbeit fertig geworden und zweitens, unten war eine Nachricht für dich, ich habe sie dir mitgebracht.“

„Hast du sie gelesen?“ wollte er wissen.

„Wer bin ich denn?“ antwortete sie und tat sehr süß beleidigt. Sie reichte ihm einen gefalteten Zettel, er entfaltete ihn und versuchte, die hastige Handschrift zu entziffern. Als es ihm gelang, traf ihn fast der Schlag. Auf dem Zettel stand:
Ich weiß von dem Spiegel! Er ist nicht das, was er zu sein scheint! Lass die Finger von dem Spiegel! Er ist extrem gefährlich! Ich war auch schon in dem Bann des Spiegels, er ist wirklich gefährlich! Rette dich! Sie sind nicht die, die sie zu sein schienen! Hüte dich! Du hörst wieder von mir!
„Für uns Beide! Unsere Zeit ist einfach himmlisch. Bis zum Mond und zurück!“
Irrungen, Wirrungen, das alte Lied
Nachdem Michael den Schock ansatzweise verdaut hatte, blickte er auf Julia. Sollte er sie anlügen?

Nein, das wollte er wirklich nicht. Nicht wieder. Das hatte sie einfach nicht verdient.

Da sitzt sie, blickt mich an und wartet, dachte er. Nur, die Wahrheit konnte er ihr auch nicht sagen. Er entschied sich, sie um einen großen Gefallen zu bitten. Ein Gefallen, den er ihr wohl andersherum nicht getan hätte. Er fühlte sich schrecklich, sie um den Gefallen zu bitten. Die Bitte würde ihr zeigen, dass sie aus einem wichtigen Teil seines Lebens ausgeschlossen war. Es tat ihm leid, aber er konnte nicht anders.

Seine Hand glitt zu ihrer, streichelte sie zärtlich und sein Gesicht wurde traurig. Sie schluckte. Ob sie ahnt, das ich ihr etwas verheimliche, überlegte er um dann zu sprechen:

„Es war nicht zu übersehen, dass der Zettel mich sehr geschockt hat. Ich verspreche dir, dass er nichts mit dir zu tun hat oder mit uns, nur bitte frage mich nicht, was auf dem Zettel steht. Die Tage mit dir hier sind für mich so etwas wie der Himmel auf Erden und bedeuten mir sehr viel und ich möchte sie mit dir zu Ende bringen. Bitte, kannst du den Zettel vergessen?“

Julias Gesicht wurde unheimlich traurig, ihre Augen schienen ihn zu fragen, warum er ihre Hilfe nicht wolle. Warum er sie nicht teilhaben lassen wolle. Ihm wurde ganz elend. Er wollte keine Geheimnisse vor ihr haben, aber er wollte den Spiegel niemandem verraten. Er fühlte sich dazu nicht in der Lage.

Julia brauchte eine Weile, bis sie mit einer Frage antwortete, ihre Stimme klang brüchig:

„Beeinflusst der Inhalt irgendwie unsere restliche Zeit hier?“

„Nur gleich, ich muss für ein paar Minuten weg, dann wirst du nie wieder davon hören.“

„Ehrenwort?“, wollte sie wissen.

„Ehrenwort!“ antwortete Michael entschlossen und hoffte, dass er nicht log.

„Dann bitte geh und mache, was du tun musst. Und dann lass uns hier weitermachen. Vielleicht kannst du es mir ja Zuhause anvertrauen, wenn wir wieder Freunde sind.“

Michael stand schweren Herzens auf und als er ausreichend angekleidet war um den Raum zu verlassen, drehte er sich um zu Julia und verfluchte sich selbst. Sie saß fast nackt auf dem Balkon und ihr Gesicht war auf eine Art zusammengezogen, die Michael nicht behagte. Ihr Blick war stur gen Himmel gerichtet.

Er verließ den Raum mit dem Ziel der Rezeption und tausend verschiedenen Gedanken in seinem Kopf.
Auf dem Gang wurde er unheimlich wütend. Auf sich, auf Trier, auf den Spiegel, auf Natalie und ganz besonders auf den Briefschreiber. Er hatte ihm das eingebrockt! Er versuchte sich selbst zu beruhigen, dass er Julia nicht die ganze Wahrheit hätte sagen können. Dann hätte er von seinen SM Fantasien erzählen müssen und dann wäre sie weggelaufen! Genau wie Natalie. Und das Einzige, was Michael ganz sicher nicht wollte, war es, Julia jetzt zu verlieren. Den Gedanken, dass er sie in wenigen Tagen wieder ganz verlieren würde, schob er beiseite. Genau wie die Angst davor, dass sie einen neuen Mann bekommen würde. Michael schüttelte resignierend den Kopf. Was passiert hier nur? Anfangs war es wie ein schöner Traum und ein Blatt Papier mit gehetzter Handschrift sollte ihn zum Alptraum machen? Verdammt!
An der Rezeption holte er sich ein Blatt Papier und wunderte sich über den Portier, der Dienst hatte. Er kam ihm sehr bekannt vor. Verrückte Zeit, ging ihm durch den Kopf.

Mit dem Papier ließ er sich in der Lobby in eines der Ledersofas fallen und überlegte, was er schreiben wollte. Wer auch immer mir den Brief geschrieben hat, er hat erwähnt, er kommt zurück, dann soll er auch einen von mir bekommen, war sein Gedanke. Er überlegte fieberhaft, wer ihm das Papier hatte zukommen lassen. Der Schreiber wusste von dem Spiegel und eigentlich konnten nur Jennifer und ihr Onkel wissen, dass der Spiegel in seinem Besitz war. Und die würden ihm kaum schreiben, dass er gefährlich wäre. Und selbst wenn sie es jemandem erzählt hätten, derjenige müsste ihn erst einmal finden. Nach einiger Zeit gab er auf. Er konnte logisch nicht erschließen, wer ihm den Zettel hatte zukommen lassen. Eigentlich spielt es auch keine große Rolle, dachte er und begann zu schreiben.
Hallo, du hast mir einen höchst merkwürdigen Zettel zu kommen lassen. Ich möchte, dass du weißt, dass ich mich davon bedroht fühle, wenn ich solche Botschaften anonym bekomme. Außerdem bin ich durchaus in der Lage, mit dem Spiegel verantwortungsvoll umzugehen. Wenn du mir etwas zu dem Spiegel zu sagen hast, dann *** es persönlich. Noch besser: lasse es! In kurzer Zeit bin ich weg und dann bin ich bestimmt auch außer Gefahr. Und den Spiegel werde ich auch mitnehmen.
Michael blickte zufrieden auf die kurzen Sätze, die er geschrieben hatte, als er zur Rezeption ging. Er stockte kurz bei seinem letzten Satz. Warum hatte er geschrieben, er würde auch den Spiegel mitnehmen? Irgendwie passt der Satz nicht und auch wieder doch, dachte er. Er gab seinen Brief dem Portier und wies ihn darauf hin, dass er diesen Zettel demjenigen geben solle, der eine Nachricht für ihn hätte. Außerdem sei seine Zimmernummer tabu. Der Portier nickte professionell und verstaute den Zettel bei den Zimmerunterlagen.

Michael ging und vor dem Fahrstuhl drehte er sich noch einmal um. Verdammt, woher kannte er diesen alten Mann? Er wusste es einfach nicht. Er wollte die Gedanken auch nicht mehr vertiefen, denn vor ihm öffneten sich weit die Fahrstuhltüren und wollten ihn zu Julia bringen.
Als Michael das Zimmer betrat, wurde er wieder traurig. Julia saß quasi unverändert auf dem Balkon. Was habe ich getan, was habe ich bloß getan, schoss ihm durch den Kopf. Er ging vorsichtig auf sie zu und als er sie fast erreicht hatte, drehte sie ihren Kopf zu ihm. Mit ängstlicher Stimme fragte sie:

„Und, ist jetzt alles in Ordnung?“

„Ja, ist es!“ sagte er mit fester Stimme und hoffte, dass es stimmte.

„Schön! Würde es dir etwas ausmachen, dich zu mir zu setzen und mich festzuhalten?“

Er tat es. Er schnappte sich die Decke vom Bett und ging raus zu ihr und hielt sie fest.

Nach einiger Zeit gingen sie ins Bett. Sie schliefen nicht mehr miteinander und sie küssten sich auch nicht. Er hielt sie einfach in seinen Armen und fühlte sich schlecht. Der Zettel und die Folgen hatten etwas verändert. Es war nicht mehr wie vorher. Julia schob ihren Kopf kurz vor dem Einschlafen dicht an seinen:

„Danke, dass du trotz allem die Tage mit mir fortsetzen willst. Es bedeutet mir viel, hier mit dir zusammen zu sein.“

Es bedeutet mir auch viel, dachte er. Sehr viel, vermutlich viel zu viel. Mit dem Gedanken glitt er dem Schlaf und einer neuen Nacht voller Alpträume entgegen.
Diesmal fand er sich an der Hotelrezeption wieder. Auf allen Vieren. Nackt bis auf ein Halsband, an dem der Spiegel hing. An dem Halsband hing eine Leine, die von einer weiblichen Hand gehalten wurde. Als er in die Richtung der Leine sah, entdeckte er, dass eine Frau in einem vollen Dominaoutfit neben ihm stand. Er sah die Stiefel und den Anfang des Catsuits. Das Letzte, was er erkennen konnte, waren die wohlgeformten Brüste, die klar zum Vorschein kamen. Ihr Gesicht war nicht zu erkennen. Trotzdem sagte die eine, ihm schon wohl bekannte Stimme aus den vorherigen Träumen, die wohl zu der Herrin gehörte, etwas zu ihm:

„Sieh hin mein braver Sklave. Das hast du gut gemacht. Endlich bist du auf dem Weg ganz mir zu gehören, denn das ist deine Bestimmung.“

Als er hinsah, hatte er das Gefühl, zusammen sinken zu müssen.

Julia!

Sie stieg alleine und weinend in ein Taxi und fuhr davon.

Er wollte ihr nach, sie sollte nicht alleine fort. Er wollte aufstehen und ihr hinterher. Aber mit einem Mal spürte er einen Ruck an seinem Hals und landete schmerzhaft bäuchlings auf dem Boden. Die Herrin kam zu ihm. Ihre Stiefel klackten leise auf dem Boden. Den einen Stiefel stellte sie auf ihn und drückte dessen Absatz in seinen Rücken. Er begann vor Schmerzen zu schreien. Er schrie nach Julia.

„Anscheinend hast du es doch noch nicht verstanden. Du gehörst mir, nicht ihr! Nur mir! Ich dachte du seist weiter! Gut, dann wirst du diese Lektion durch meine Peitsche in den Gemächern lernen müssen. Denk dran, du bist nichts mehr als ein Sklave. Und das weißt du!“
Aufgeweckt wurde er dadurch, dass er realisierte, dass er abgeleckt wurde.

Irgendwo an seinem Bauch. Er öffnete ungläubig die Augen und blickte in das Gesicht einer fröhlich lachenden Julia, die trotzdem weiter seinen Bauch leckte. Ich muss träumen, dachte er. Sie schien seine Gedanken zu lesen und sagte lachend:

„Nein, du träumst nicht Langschläfer! Aber warte, ich werde es dir beweisen und dich kneifen.“

Ihre Hände glitten blitzschnell zu seinem Penis und zwickten ihn leicht in die Vorhaut. Er zuckte zusammen und sah immer noch ungläubig um sich. War das die depressive Julia von gestern? Irgendwas stimmte hier nicht.

„Oh, das tut mir leid, habe ich dir etwa weh getan?“ wollte sie wissen.

„Aber warte, das hier macht das bestimmt wieder gut und es tut auch noch gut.“, fuhr sie fort und holte ihren Lippenstift und malte sich ihre Lippen dunkelrot an. So langsam fand Michael seine Sprache wieder:

„Julia? Geht es dir gut?“

„Nicht jetzt Liebling, genieße es. Und was jetzt kommt, ist nur ein Vorgeschmack. Für heute, unseren ersten wirklichen Tag hier, habe ich mir etwas besonderes ausgedacht.“

Als sie den Satz beendet hatte, fuhr sie sich mit ihrer Zunge über ihre geröteten Lippen und beugte sich dann zu seinem besten Stück.

Sie küsste ihn zärtlich und erweckte ihn damit sofort zum Leben.

„Ooh!“ machte sie erfreut und dann fuhr ihre rechte Hand an seinen Schwanz und legte die Eichel frei. Ihre Zunge kam heraus und umspielte sanft die Eichel, während sie auch immer wieder leichte warme Lufthauche in deren Richtung schickte. Schließlich zog sie ihre Hand weg und nahm sein bestes Stück tief in ihren Mund, um ihren Kopf dann schnell und rhythmisch auf und ab zu bewegen. Er begann laut zu stöhnen und spürte wie sein Saft in ihm zusammenlief. Ihre Hände begannen ihn an seinem Oberkörper zu streicheln. Dieser „Behandlung“ konnte er nicht lange stand halten und kam in ihrem Mund. Sie schluckte alles und strich sich danach wieder mit der Zunge über die Lippen.

„Eine schöne Vorspeise zum Frühstück. Oh, dein Schwanz hat aber eine schöne Farbe bekommen. Ließ den Zettel, den ich für dich geschrieben habe. Er liegt neben dem Fernseher, ich gehe schon vor zum Frühstück.“

Erst jetzt merkte Michael, dass sie komplett angezogen war. Er rieb sich ungläubig die Augen und sah herunter und bemerkte, wie Julias Lippenstift einen großen Teil seines guten Freundes verfärbt hatte.

Dann blickte er zum Fernseher. Dort lag der Zettel. Nicht noch ein Zettel, stöhnte er innerlich. Er stand auf und ging zum Fernseher, um den Zettel zu studieren. Aus dem Augenwinkel nahm er war, dass Julia Richtung Speisesaal aufgebrochen war. Langsam hob er den gefalteten Zettel und las:
Ich muss mich bei dir für gestern Abend entschuldigen! Ich hatte mir wohl Dinge für uns Beide von dir erhofft, die ich nicht (jetzt) von dir verlangen kann. Das war mein Fehler. Anyway, wir sind hier um Spaß zu haben. Darum lass uns großen! Spaß haben. Und als Überraschung wird das heute ein Tag, der speziell auf dich abgestimmt ist.
Michael legte ihre Botschaft zu Seite und bemühte sich, so schnell wie möglich Speisesaal fertig zu werden. Was für eine Frau, ging ihm immer wieder durch den Kopf. Sie war schon einzigartig. So sehr er auch nachdachte, er konnte sich nicht erinnern, wann er mal von Natalie einen Tag speziell auf ihn abgestimmt, bekommen hatte. Nun ja, Natalie hatte sich ja prinzipiell schwer getan, auf seine Bedürfnisse einzugehen.

Der vorherige Abend wurde in seinen Erinnerungen auf einmal ganz klein. Er bekam eine riesige Vorfreude auf den Tag und im Allgemeinen auf die restliche Zeit mit Julia.

Diese positive Gedanken habend, strich er, als er seine Hose anzog, mit einem Mal am Spiegel entlang. Er blieb wie *******iert stehen. Trotz allem hätte ich schon Lust, dich zu benutzen, dachte er. Ein Tag speziell auf mich abgestimmt, bedeutet doch eigentlich auch, dass ich dich benutzen kann, denn nur du kannst mir anscheinend diese einzigartige Befriedigung geben. Du kannst nicht gefährlich sein, du bist meine Erlösung. Mit diesen Gedanken hielt er den Spiegel zärtlich in seiner rechten Hand und schaute liebevoll auf ihn herab. Er entschloss sich, den Spiegel heute noch zu gebrauchen. Irgendwann würde sich schon Zeit finden, denn Julia würde sicherlich nicht den ganzen Tag für sie Beide komplett durchgeplant haben können.

Julia! Oh Mist! Er brauchte schon viel zu lange. Er hastete los und versuchte seine Hose im schnellen Gehen zu schließen, was ihm nur bedingt gelang und die Putzfrau zu Tode erschreckte. Er nahm die Treppen, die ihm schneller als der Fahrstuhl erschienen und gelangte zu Julia, die ihr Müsli aß und ihn mit einem fröhlichen:

„Du brauchst ja anscheinend länger als ich im Bad.“, begrüßte.

„Deine Botschaft hat mich so gerührt, da wollte ich extra schön für dich und den großen Spaß, den wir heute haben werden, sein.“ Und die nächste Lüge, ging ihm durch den Kopf. Irgendwie bekam er die Sache nicht unter Kontrolle.

„Schleimer. Aber wenigstens hast du diese süße, verstörte Art, wenn du schleimst.“, sagte sie und tat so, als würde sie einen Löffel mit Müsli auf ihn schießen wollen.

Michael, der bemerkte, dass er keine Möglichkeit zur Verteidigung hatte, dafür aber großen Hunger, entgegnete:

„Jetzt spann mich mal nicht so auf die Folter. Was machen wir denn gleich, was speziell auf mich abgestimmt ist?“

Sie lächelte ihn gemein an:

„Wir gehen shoppen.“

„Shoppen? Julia, bist du so sicher, dass es das Richtige ist? Eigentlich gehe ich nicht mal gerne für mich einkaufen und Frauen sind immer recht, nun ja, langatmig während des Einkaufens.“

Sie legte ihm ihren Zeigefinger auf den Mund und erwiderte:

„Vertrau mir. Diese Art von shoppen wird dir wirklich gefallen. Du hast mir früher immer erzählt, dass du das einmal gerne tun würdest.“

Er blickte sie nicht mehr zweifelnd an:

„Okay, nach all den Jahren: ich vertraue dir. Du kennst mich schließlich wirklich gut genug. Ich bin ganz schön gespannt.“

„Gut. Und nun gehe ans Buffet und hole dir was zu Essen. Es gefällt mir überhaupt nicht, wie gierig du auf mein Müsli starrst.“
Während des Frühstückes bemerkte Michael, dass es Julia scheinbar einen großen Spaß bereitete, ihn zu quälen. Denn er war wirklich neugierig und schlang deshalb sein Frühstück so schnell er konnte, herunter. Dies veranlasste Julia zu der Bemerkung:

„Wie ein Kleinkind.“, und dazu, gezielt immer langsamer zu essen.

Schließlich war es vorbei und für Michael nach einer endlos langen Zeit konnten sie aufbrechen.
Sie gingen quer in die Stadt und unterhielten sich über belanglose Dinge, als Julia mit einem Mal in eine schäbige Nebenstraße abbog, die sie aus der Innenstadt weg bringen würde. Er sah sie verdutzt an:

„Du weißt schon, dass wir für die Geschäfte darunter müssen?“

„Nicht für das Geschäft, in das ich will.“, bekam er zu hören.

„Keine Angst, es ist nicht weit, es ist gleich hier.“, fuhr sie fort und blieb mit einem Ruck stehen. Michael sah sich den Laden an. Ein großer Erotikshop von Beate Uhse. Der Atem stockte ihm und er wurde leicht erregt. Er hatte in der Tat schon lange davon geträumt mal mit einer schönen Frau in einen Erotikladen zu gehen und die Dinge mit ihr zu kaufen, die ihn so erregten. Früher hatte er es ihr oft erzählt, als sie gemeinsam bei ihm oder ihr saßen. Natürlich ohne die ganze Wahrheit zu offenbaren. Und immer wieder hatte sie ihn bemitleidet, dass Natalie sich so gar nicht für diese Idee erwärmen konnten. Im Nachhinein war es schon damals immer eine merkwürdige Atmosphäre, wenn wir bei ihr im Dunkeln saßen, die Kerzen das einzige Licht waren und uns gegenseitig unsere geheimen erotischen Fantasien erzählt haben, dachte er. Dann kamen seine Sinne zurück in die Gegenwart und zu ihr.

Sie sah ihn überlegen an:

„Wir wollen Spaß haben. Und ich finde, es ist nichts verwerfliches daran, wenn wir uns hier Dinge kaufen, die uns helfen werden, diesen Spaß zu haben.“

Er küsste sie tief und hauchte ihr ein Danke entgegen. Obwohl er wusste, dass sie vermutlich nicht die Dinge kaufen würden, die ihm den größten Spaß bereiten würden. Aber das machte ihm nichts, als er an den Spiegel dachte.
Als sie den Laden betraten, amüsierte sich Michael über die anderen Männer, die sich im Laden befanden und sich fast komplett um die Filme versammelt hatten. Denn diese, als sie Julia erblickten, bekamen einen hochroten Kopf und blickten verschämt auf den Porno, den sie gerade in der Hand hielten. Sie wand sie leise zu ihm:

„Täusche ich mich oder habe ich gerade nur dadurch, dass ich eine Frau bin, 5 Männer in ihrem Schamgefühl gestört? Betrachten Männer solche Läden als frauenfreies Refugium?“

Er antwortete laut:

„So heiß, wie du bist, schätzte ich eher, dass du gerade ein Teil der sexuellen Fantasie von 5 Männern geworden bist.“

Sie sah ihn ungläubig, aber auch grinsend an, während die Köpfe der Männer noch ein bisschen tiefer Richtung Rückseite der Filme gingen.

Sie kniff ihn in die Seite und sagte leise:

„Benimm dich gefälligst, wenn du mit mir zusammen bist und verstöre die armen Leute nicht. Aber wenn du mich so schon heiß findest, dann warte erst mal ab, wie ich aussehe, wenn ich mich hier eingekleidet habe. Und wie du erst aussehen wirst.“

Beim letzten Teil stieg Michaels Erregung, während Julia auf die Mitte des Raumes zu steuerte. Hier standen einige Kleiderstände, an denen Lack und Lederkleidung hing. Nur für Frauen geeignet und hauteng zugeschnitten. Sie stand fasziniert davor und hielt den Stoff in ihrer Hand, während ihre Augen neugierig die Form der Kleidung abgingen. Er trat neben sie und war verwirrt. Er hatte nicht zu hoffen gewagt, dass sie sich für diese Kleidung interessieren würde. Er wollte sicher sein:

„Meinst du, dass es das Richtige für dich ist? Die Spitzenwäsche hängt, glaube ich, an der Wand da drüben.“

Sie blickte kurz auf:

„Spitzenwäsche habe ich wirklich mehr als genug. Lass mich hier mal ein paar Stücke aussuchen, außerdem sehe ich doch an deinem roten Kopf, dass dich der Gedanke, mich in diesem Zeug zu sehen, unheimlich anmacht. Ich will mal was anderes. Die Tage hier stehen doch unter diesem Motto.“

„Ganz wie du willst.“

Sie sah ihn wieder an und sagte dann:

„Wieso siehst du dich hier nicht um, während ich mir einige Dinge für dich und mich aussuche? Die probieren wir dann zusammen in der Umkleide an. Dann ist die Überraschung größer.“

„Meinst du, dass das geht?“

„Bestimmt. Sonst wäre das doch ein schlechter Erotikladen.“

„Okay.“, sagte Michael und ging an die Regale an den Wänden, während er erregt um sich sah, wie Julia diese heiße Kleidung an ihren Körper hielt und überprüfte, ob sie passte.

Er sah sich die ersten Regale mehr gelangweilt an. Die Videos und DVDs interessierten ihn nicht. Auch die Dildos und die künstlichen, aus Plastik gegossenen, Geschlechtsteile der Frau übten keinen übermäßig großen Reiz auf ihn aus. Und da war der Teil, auf den er sich am Meisten gefreut und vor dem er am Meisten Angst hatte. Der dunkle Teil. Dort hingen sie. Peitschen, Fesseln, Gerten, Handschellen, Knebel, Penisringe, Klammern und die restlichen Spielzeuge seiner Leidenschaft. Kurze Zeit stand er bewegungslos vor dem Regal und seine Fantasie schlug Purzelbäume, als er wieder zu Julia sah, die sich immer noch Kleidung zum Anprobieren aussuchte. Keine Chance dachte er dann. Höchstens hiermit. Er nahm langsam ein paar Hand und Fußfesseln aus dem Regal. Er sah sie an und stellte sich vor, wie es wäre, wenn Julia ihn in einem heißen Outfit damit ans Bett fesseln würde und er dann ihrem Willen gehorchen müsste. Ob sie ihn für die gestrigen Abend bestrafen würde? Sein Blick hing kurz an den Peitschen. Er verdiente Strafe für den gestrigen Abend. Sie würde ihn langsam aufs Bett legen, ihn vielleicht knebeln, ihn anweisen, seine Hände und seine Füße auszustrecken, diese sorgsam fesseln und ihm dann sein Strafmaß verkünden. Dann würde sie ihn fragen, ob er vor der Vollstreckung noch etwas zu sagen habe und ihn für seine unverständlichen Worte durch den Knebel auslachen. Dann würde sie das Strafmaß vollstrecken. Fast so, wie die Herrin im Spiegel es mit ihm gemacht hatte.

Er schüttelte wild den Kopf. Nein! Er durfte diese Fantasien einfach nicht auf Julia übertragen. Das würde erneut in einer Katastrophe enden. Er hatte doch den Spiegel. Und die Erlebnisse waren ja echt, hoffte er. Und das war er mit Julia erlebte, war auch so schön genug. Vermutlich wäre es für die Mehrzahl der Männer die Krönung der sexuellen Fantasie und Glückseligkeit, was er derzeit durchlebte. Trotzdem konnte er nicht genug bekommen. Wie egoistisch, dachte er voller Selbstzweifel. Trotzdem kann ich nicht anders und dafür schämte er sich. Er betrachtete aber noch immer die Wand und auf einmal bekam er wieder Lust auf ein Spiegelerlebnis. Er war durch Julia und diese Wand so erregt worden, dass er nur noch Zeit mit einer Herrin zu verbringen wünschte. Nur nicht mit der aus meinem Traum, dachte er grinsend weiter. Er würde durch die Stadt laufen und eine heiße Frau fotografieren und ein wunderbares Spiegelerlebnis haben. Hoffentlich bald. Der Spiegel gab ihm so große Freiheit.
In diese Gedanken platzte Julia, die ihren Kopf von hinten über seine Schulter streckte und fragte:

„Kommst du? Ich bin soweit.“

„Wie? Oh ja, sicher.“ Mit einem Mal war er froh, die Fesseln schon zurück gelegt zu haben und in den Gedanken versunken, weitergewandert zu sein.

„Die süße, verstörte Art hast du immer noch.“, bemerkte Julia grinsend und ging mit einem großen Packen Kleidung über ihrem rechten Arm Richtung Umkleide.

Michael ging ihr sofort hinterher und versuchte von hinten zu erspähen, was sie wohl für ihn ausgesucht hatte. Es gelang ihm nicht. Er sah nur Kleidungsstücke, die sie wohl für sich ausgesucht hatte. Allein der Gedanke, dass Julia gleich diese Kleidung tragen würde, ließ ihm kalte Schauer über den Rücken laufen und steigerte seine Erregung. Aber wo war das, was er tragen sollte?

Kurz vor der Umkleide, Julia hatte den samtenen Vorhang schon in der Hand, störte sie eine Stimme lauthals von hinten:

„Sie wollen da ja doch wohl nicht zusammen rein, oder?“

Julia und Michael drehten synchron ihre Köpfe und sahen in das fragende Gesicht des Verkäufers, der sich bisher dezent im Hintergrund des Ladens aufgehalten hatte. Es war Julia, die ihm antwortete:

„Doch, das wollten wir eigentlich schon. Hier darf doch kein Minderjähriger rein, insofern dachten wir, dass es kein Problem geben würde.“

Der Verkäufer machte ein freundliches, jedoch resignierendes Gesicht:

„So leid es mir tut. Es geht nicht. Das hat prinzipiell nichts mit Minderjährigen zu tun. Das ist die Sittengesetzgebung und die verbietet es, dass sie gemeinsam in eine Umkleide gehen.“

Julia wurde zornig, während Michael still daneben stand und nachdachte.

„Das ist doch totaler Blödsinn. Sittengesetzgebung. Wo sind wir denn hier? Da drüben stehen an die 300 Filme, auf deren Cover wesentlich explizitere Bilder sind, als das, was es gemeinsam in einer Umkleide zu sehen gebe.“

Der Verkäufer zuckte mit den Achseln:

„So leid es mir tut. Und es tut mir wirklich leid. Aber ich kann da nichts machen.“

Michael legte seine Stirn in Falten und glaubte eine Lösung zu haben, daher mischte er sich dazwischen:

„Ich weiß, dass sie keine Ausnahme für uns machen können. Ich kann die Kameras auch sehen. Aber da runter geht es doch zu den Videokabinen, oder?“ Er zeigte auf das Gatter, durch das man in den Keller gelangte und zu den Kabinen, in denen man sich, falls der Wunsch bestünde, Pornos aller Art ansehen könnte.

„Ja, geht es.“, sagte ein verschmitzt lächelnder Verkäufer, der wohl schon ahnte, was Michael ihn gleich fragen würde.

„Und was sagen die Sittengesetze wenn dir dort gemeinsam herunter gingen?“

Der Verkäufer trat zum Gatter, öffnete es mit einer Hand, machte mit der Anderen eine Geste, wie ein Butler, der edle Gäste willkommen heißt und sagte:

„Viel Spaß.“

Auch Julia machte, ob der Lösung, ein zufriedenes Gesicht und die Beiden gingen mit der Kleidung die Treppe zu den Kabinen hinunter. Von hinten rief ihnen der Verkäufer hinterher:

„Sie sind zusammen so ein schönes Paar! Viel Glück!“

Beide zuckten zusammen und blieben für einen Moment stehen, um sich dann verkrampft an zu lächeln. Michael versuchte dem Verkäufer humorvoll zu antworten:

„Ja, wir lieben uns auch sehr!“

Er konnte förmlich spüren, wie Julia neben ihm gefror. Er hätte sich am liebsten geohrfeigt. Schon wieder hatte er etwas gesagt, ohne vorher zu denken. Er drehte sich zu ihr:

„Tut mir leid. Das sollte nur ein Witz sein.“

Sie formte nur etwas mit den Lippen, was Michael sehr leicht als

„Überhaupt nicht lustig!“ identifizierte. Dann schüttelte sie kurz den Kopf, als könne sie damit die unangenehmen Gedanken verjagen und nahm ihn an der Hand in Richtung der Kabinen.
Sie hatten sich schnell eine Kabine im hinteren Bereich ausgesucht. Möglichst weit entfernt von der Letzten, aus der sie natürliche menschliche Laute vernehmen konnten. Julia drängte Michael als ersten hineinzugehen, ging dann nach ihm herein und verschloss die Tür.

„Es ist ganz schön dunkel hier.“, bemerkte sie, als sie sich umsah. Michael war froh, anscheinend hatte sie ihm auch den letzten Verbalfehltritt wieder verziehen. Er antwortete ihr:

„Das Licht geht an, wenn du Geld hier reinwirfst und die Show da oben beginnt.“

„Du kennst dich ja gut hier aus. Warst du schon mal in solchen Kabinen?“ wollte Julia wissen, die langsam begann sich ihres Kleides zu entledigen und sanft ihre Körperformen mit den Fingerspitzen abfuhr.

Michael, der sich auf die Lippen biss, um nicht über sie herzufallen, während sie sich für die Anprobe auszog, sagte:

„Ja, schon oft.“

Julia lächelte und drückte ihn auf den Sitz, während sie sich weiter auszog. Das Kleid landete auf dem Boden. Sie stand auf ihren hochhackigen Sandalen in ihrer roten Unterwäsche vor ihm, während ihre Hände die eigenen Brüste pressten.

„Ja? Das ist ja interessant. Und an welche Frauen hast du da so gedacht, während du es dir hier drin selbst gemacht hast?“

Michael, der nicht mehr an sich halten konnte, stand auf, zog Julia den BH aus und leckte ihre Brüste:

„Es ist doch egal, an wen ich gedacht habe. Jetzt kann ich nur an dich denken.“

„Das ist süß. Aber du bist mir zu voreilig. Wir sind hier um Kleidung anzuprobieren. Erst einmal darfst du die Show genießen. Es ist mir aber wirklich zu dunkel hier drin. Mach mal ein bisschen Licht.“

Michael, der sichtlich erregt war und sich eigentlich auch ausziehen wollte, setzte sich wieder und warf etwas Geld in den Automaten. Sofort ging ein Porno los, in dem es sich mehrere Frauen zu gleich machten. Michael lehnte sich entspannt zurück, als die nackte Julia vor ihm stand und im Hintergrund ein Lesben Porno lief. Sein Schwanz, das merkte er deutlich, stand komplett in seiner Hose und sein Atem ging schwer. Julia beugte sich vor, nahm sich die ersten Sachen und gab ihm einen leidenschaftlichen Zungenkuss. Danach flüsterte sie ihm zu:

„Ich weiß, dass es schwer für dich ist. Aber bleib einfach so sitzen und lass die Finger von dir oder mir.“

Es war schwer für Michael. Aber er wollte es zumindest versuchen. Julia hatte sich einen roten Latexganzkörperanzug ausgesucht und zog ihn nun langsam an. Das Latex schmiegte sich an ihren Körper, was sie mit einem zufriedenen Schnurren quittierte. Ab Höhe des Beckens gingen nur noch 2 breite Träger überkreuz und wanderten über ihre Brüste zu ihrem Rücken. Sie bewegte sich vorsichtig und genoss es sichtlich. Dann drehte sie sich um und setzte sich auf Michaels Schoß und rutschte vor und zurück. Dieser fasste sie doch an und wollte sie einfach nur noch jetzt und hier. Dann drehte sie sich wieder um, nahm lächelnd seine Hände von ihrem Körper und zog ihm sein T-Shirt über den Kopf.

„Für jedes Stück, was ich anprobiere, werde ich dir eines ausziehen.“, hauchte sie ihm ins Ohr.

Dann zog sie sich den Anzug wieder aus und griff sich ein Catsuit aus weißem Leder. Auch jetzt fuhr sie ihren Körper ab und Michael bewunderte ihre Schönheit. Sie beugte sich vor und setzte sich auf seinen Schoss und sah ihm direkt in die Augen. Dann griff sie seine Hände, ihre Beine umklammerten ihn und sie presste ihre Brust so dicht es ging an seine.

„Willst du mich jetzt?“

Schon seine Augen schienen sie zu verschlingen.

„Und wie! Bitte, lass es uns jetzt tun.“

Sie legte ihm ihren Zeigefinger auf den Mund und stieg von ihm herab:

„Pech, noch bin ich nicht ganz so weit. Ein Outfit für mich ist noch da. Es gefiel mir oben am Besten. Trotzdem verlierst du nun ja wieder ein Stück deiner Kleidung.“

Dann zog sie ihm die Hose aus, während Michael sich dazu beglückwünschte, dass er seine Schuhe schon vorher von alleine ausgezogen hatte. Jetzt blieb nur noch seine Unterhose, während Julia zärtlich mit ihren Händen über seinen Schritt fuhr.

„Hoffentlich platzt er nicht. Ich brauche ihn gleich noch.“

Nach diesem Spruch hatte Michael in der Tat Angst, dass er platzen würde. Er sah zu, wie Julia sich erneut auszog und zu ihrem nächsten Oberteil griff, während der Porno im Hintergrund wechselte. Nun waren nur noch einige angezogene Leute an einem Tisch zu sehen und die ganze Atmosphäre war viel ruhiger.

„Oh, die machen ja gar keine Action mehr.“, bemerkte eine enttäuschte Julia.

„Aber das macht nichts. Es wird gleich schon wieder Action in dieser Kabine geben.“

Dann zog sie sich das letzte Oberteil an. Es war aus schwarzem Latex. Ihre Brüste blieben frei.

„Sieht heiß aus und fühlt sich auch heiß an.“, sagte sie zufrieden, als sie an sich herunter sah.

Michael konnte nur zustimmend mit dem Kopf nicken.

„Die hier gehören auch noch dazu.“, fuhr sie fort und halte ein Paar armlange Handschuhe aus Latex hervor. Als sie diese anhatte, nickte sie zufrieden und gebot Michael aufzustehen. Dann zog sie ihm mit den Handschuhen seine Unterhose herunter und betrachtete zufrieden den voll aufgestellten Schwanz, der ihr entgegen kam. Sie wichste ihn 2 Mal und brachte Michael damit schon zum stöhnen.

„Können wir jetzt endlich?“ war seine verzweifelte Frage.

„Erst musst du das hier anprobieren.“, kam von ihr zurück, die immer noch seinen Schwanz streichelte und auch immer wieder sanft über seinen Hoden ging. Dann gab sie ihm einen dunklen Männertanga. Eigentlich waren es nur 4 dünn verbundene schwarze Lederbändchen, die vorne so zusammen gesetzt waren, dass sein bestes Stück auch weiterhin im Freien hing. Es erregte ihn, dass zu tragen und mit Julia zu schlafen. Er kannte diese Tangas von vielen Bildern und Filmen. Es waren Sklaventangas. Er hatte allerdings leichte Mühe den Tanga über seinen voll erregten Schwanz zu bekommen. Als Julia das Problem erkannte, beugte sie zu seinem Schwanz und drückte ihn nach oben gegen seinen Körper. Dann funktionierte es und Michael stöhnte laut, ob ihrer Hilfe. Sie selbst war aber scheinbar mit ihrem Outfit nicht ganz zufrieden:

„Ich glaube, dass sieht geiler aus, wenn ich meine Sandalen dazu wieder anziehe. Farblich passen sie ja.“

Als sie das getan hatte, erschrak Michael vor Lust. Sie sah wie eine wunderschöne Domina aus. Sie hatte ihr Haar schon vor ihrem Aufbruch zu einem strengen Zopf geflochten und sie war dunkel im Gesicht geschminkt. Passend zu ihrem jetzigen Outfit. Er begehrte sie.

„Und weißt du, was das Beste ist?“ wollte sie wissen.

Michael, scheinbar sämtlicher nicht sexuellen Sinne beraubt, schüttelte den Kopf.

„Ich muss das nicht mal ausziehen, um es jetzt mir dir zu treiben. Schau, hier unten ist ein Verschluss, um es zu öffnen. Und jetzt komm her und besorge es mir richtig.“

Michael ging auf sie zu, küsste sie und streichelte ihre Brüste. Dann setzte er sie auf den Sitz und ließ seine Hände auf ihren Brüsten kreiseln und ihren Bauch verwöhnen, während sie ihn zufrieden anlächelte und sich weiter zurücklehnte und so fast auf dem Stuhl lag. Er legte sich auf sie und genoss es, sie, ihre Brüste und das Latex auf seiner Haut zu spüren. Ihre Hände berührten zärtlich seinen Rücken. Dann sagte sie zu ihm:

„Da hinten ist das Gummi. Streif es dir über und dann dring bitte endlich in mich ein!“

Er tat es und hob dann ihre Beine und drang in sie ein. Sie stöhnte sofort laut auf. Er stieß immer wieder hart in sie hinein, als könne er so seine aufgestaute Erregung immer schneller abbauen. Sie stöhnte laut und feuerte ihn an, er solle es und sie richtig genießen. Dann wechselten sie und er setzte sich auf den Stuhl und sie setzte sich auf seinen Schoß und ließ seinen Schwanz in sich gleiten. Sie sprang immer wieder auf und ab und schrie. Auch er konnte das Stöhnen nicht zurückhalten. Sie küsste ihn dazwischen immer wieder intensiv auf den Mund, ihre Hände verkrallten sich in den Handschuhen in seinem Rücken und sie versuchte ihren Körper dem seinigen entgegen zu pressen. Beide spürten, dass sie bald zum Höhepunkt kamen. Diesmal war es Michael, der sie ansah und bat:

„Wenn wir gleich soweit sind, dann schau mich bitte an.“

Sie nickte glücklich. Er griff ihr unter ihren Armen hindurch, fasste ihr so auf die Schultern und versuchte ihre Sprünge dadurch ein wenig zu dirigieren und stöhnte kurze Zeit später wohlig auf, als er merkte, dass sie verkrampfte und ihren Orgasmus erlebte und er ebenso 3 Stöße später kam.

„Schön.“, keuchte er, als er langsam wieder herunter kam.

„Nein, einfach nur geil.“, widersprach sie ihm lächelnd. Sie hatte sich scheinbar schneller erholt.

„Gleich noch einmal?“ fragte sie ihn provozierend.

Er sah sie fassungslos an:

„Das ist nicht wirklich dein Ernst?“

„Nein, ich wollte nur dein Gesicht sehen. Du wirst heute noch mehr Sex haben, da kann ich es mir nicht leisten, dich jetzt schon auszupressen.“

Er sah sie glücklich an. Der Sex mir ihr war etwas besonderes. Er war schön, abwechslungsreich und vor allem überraschend. Er musste an früher denken. Wie oft er sie gesehen hatte und wie oft er es sich vorgestellt hatte, mir ihr zu schlafen und nie hatte sich die Gelegenheit oder der Wille ergeben. Und wie bereichert sein Leben jetzt mit ihr war. Unglaublich!
Als sie wieder in den eigentlich Laden kamen, begrüßte sie der Verkäufer mit den Worten:

„Ich sehe, sie haben fleißig anprobiert. Nicht einmal ihre Haare sitzen noch richtig.“

Michael und Julia grinsten ihn an. Michael antwortete ihm:

„Tja, wenn wir es schon machen, dann machen wir es richtig.“

Julia sah ihn an und bemerkte:

„Wie Doppeldeutig!“

Der Verkäufer tat unwissend:

„Wieso Doppeldeutig?“

Sie redeten noch kurze Zeit mit dem Verkäufer, bezahlten die Kleidung und verließen dann den Laden und standen im prallen Sonnenschein. Die Sonne brannte erbarmungslos auf die Stadt herunter.

„Trier kocht.“, sagte Michael und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Julia nahm seinen Arm und erwiderte:

„Lass uns irgendwo hingehen, wo es kühler ist. Vielleicht etwas trinken. Ich habe gesehen, dass es am Domplatz viele kleine Kaffees gibt, die einen entscheidenden Vorteil haben. Sie sind schattig!“

Michael nickte ohne nachzudenken. Die Vorstellung der Hitze zu entkommen und im Schatten sitzend, etwas zu trinken, übte einen zu großen Reiz auf ihn aus. Außerdem war die Innenstadt auch so etwas, wie die Stadt der kurzen Wege. Es würde nicht lange dauern, bis sie ihr Ziel erreichen würden.
Auf dem Weg zum Dom durchquerten sie die kleine Gasse, die Michaels Leben so verändert hatte und da geschah es. Julia wurde erst langsamer und blieb dann ganz stehen.

„Warte mal bitte.“, sagte sie und fuhr dann fort:

„Dieser kleine Laden sieht ganz interessant aus.“

Michael, der nichts schlimmes ahnte, blieb stehen und drehte sich zum Geschäft, um sofort zu Tode zu erschrecken. Die Worte an der Scheibe sprangen ihm als Erstes entgegen.

Semper fidelis, dum spiro spero.

Das Spiegelgeschäft! Und Julia hielt sich nicht mehr damit auf, nur die Außenfassade des Ladens zu betrachten, sie ging energisch in den Laden hinein. Michael vermochte nicht mehr, sie aufzuhalten, so hastete er nur in den Laden hinter ihr her.
Julia sah sich schon drinnen um und wühlte in einem Stapel alter Bücher, bisher im Laden von niemandem beachtet. Michael konnte Jennifers Onkel nirgendwo entdecken. Dafür aber Jennifer. Sie sah fast genauso wie das letzte Mal aus. Diesmal trug sie eine helle Bluse, einen grauen Rock und schien gelangweilt die Buchführung zu machen. Und wieder stimmte etwas an ihrem Äußeren einfach nicht. Ihr Gesicht war genau wie bei seinem letzte Mal geschminkt und diesmal steckte in ihren Haaren eine Sonnenbrille. Diese schien einfach ein wenig zu exotisch und zu teuer für die biedere Jennifer, die jetzt aufsah, um die Neuankömmlinge im Laden zu betrachten. Als sie Michael sah, wurde ihr Gesicht freudig und sie rief ihm zu:

„Oh, hallo, da bist du ja wieder!“

Ja, da bin ich wieder, dachte Michael verzweifelt und wenn nicht gleich Wunder geschähen, würde Julia von dem Spiegel wissen. Diese sah Michael verblüfft an:

„Du kennst sie?“

Jennifer schaute ebenso überrascht Michael an. Bisher hatte sie wohl noch nicht erkannt, dass Michael und Julia zusammen im Laden waren.

„Und du bist mit einer Frau hier?“ wollte sie daher wissen und wirkte seltsam zornig dabei. Michael verdrehte die Augen und versuchte durchzupusten, während sich Julia durch Jennifers scharfen Ton anscheinend gereizt fühlte:

„Und wer sind sie?“ wollte sie wissen. Jennifer gab allerdings nicht so einfach auf:

„Sagen sie mir doch erst, wer sie sind?“

Michael bemerkte überrascht, dass sie Beiden, trotz der offensichtlichen Abneigung zueinander, die freundliche Sie-Form behielten. Es passte zu der verwirrenden Szene. Julia nahm inzwischen seinen Arm und sagte:

„Nur zu ihrer Information und nicht, dass sie auch nur irgendetwas anginge, aber ich bin die Frau, die mit ihm schläft.“

Michael war erschrocken von Julias Offenheit und sah zu Jennifer. Ihr Gesicht behielt völlig die Fassung, nur in ihren Augen war deutlich der Schock über diese Offenbarung zu sehen. Er war allerdings ihrer Stimme, als sie den Mund öffnete, nicht mehr anzuhören:

„So, sind sie das? Das ist ja bemerkenswert schön für sie.“ Jennifers Stimme hatte eine kühle Distanz bekommen, von der allerdings, wenn sie sich an Michael wandte, ebenso nichts mehr zurück blieb.

„Du hast dir ja das letzte Mal nichts mitgenommen, hast du dir jetzt etwas ausgesucht, was du gerne hättest?“ fragte Jennifer und sah ihn erwartungsvoll an. Michael dachte, dass sie viel besser löge als er und versuchte ihr dafür, mit seinen Augen zu danken, was sie wohl auch verstand.

Er stotterte etwas bei der Antwort:

„Nun ja, ich, ich denke schon. Dieses Buch vom letzten Mal.“ Er bemerkte, dass er wahrlich nicht zum Schauspieler geboren sei. Jennifer, die merkwürdig intensiv an seinen Lippen gehangen hatte, sah ihn an und war dabei bei weitem besser als er:

„Oh ja! Klar. Du willst das Buch über die Hydra haben.“ Sie holte unter dem Tisch ein Buch hervor und sagte:

„Ich habe es extra hier für dich zurückgelegt. Ich habe mir schon gedacht, dass du irgendwann zurück kommst.“

Julia mischte sich mit entsetztem Tonfall ein:

„Die Hydra? Was willst du denn mit einem Buch über die Hydra? So eine widerwärtige Kreatur!“

Michael wusste nicht, was er sagen sollte, so sehr brachten die beiden Frauen ihn aus dem Konzept.

Dafür funkelte Jennifer Julia zornig an:

„Und sie kennen sich also damit aus?“

„In der Tat.“, gab Julia angriffslustig zurück.

Michael sah die Beiden an und sagte das Einzige, was ihm in dieser Situation vernünftig erschien:

„Julia, es ist vielleicht besser, wenn wir jetzt gehen!“

„Da hast du recht!“ kam von ihr und sie drehte sich um und verließ energischen Schritts den Laden. Michael wollte ihr folgen, wurde aber von Jennifers Stimme zurückgehalten:

„Warte kurz, ich habe hier ein Geschenk für dich und deine kürzliche Erwerbung. Sonst gehen sie dir irgendwann noch aus.“ Ihre Stimme war mit einem Mal wieder sehr freundlich und sie reichte ihm 4 Kerzen, die Michael als die Kerzen der Hydra identifizierte. Er war unschlüssig, ob er sie nehmen sollte. Jennifer sah ihn auffordernd und gutmütig an:

„Nimm schon. Oder bereitet dir der Spiegel etwa keine Freude?“

Er sagte immer noch zögernd:

„Doch, vermutlich die Größte meines Lebens. Nur es ist wahr, was sie vorhin gesagt hat. Wir schlafen miteinander und ich mag sie.“

Jennifer schüttelte abschätzig den Kopf:

„Du hast sie nicht mal Schatz genannt, also kann es so ernst nicht sein. Und sie dich auch nicht. Das hält nicht und spätestens dann brauchst du denn Spiegel wieder. Glaube mir, der Spiegel kann dir Dinge geben, die sie dir nie geben kann und er wird auch viel länger währen, als alles, was du mit ihr haben kannst.“

Michael sah sie an, verabschiedete sich, drehte sich um, ging zur Tür, machte auf halbem Weg kehrt, nahm die Kerzen aus den Händen Jennifers, die zufrieden lächelte und ging wieder fort. Dann hörte er aber doch noch Jennifer fragen:

„Nur nebenbei, wie siehst du eigentlich aus?“

Er deutete nach draußen:

„Wir schlafen miteinander, und nicht nur in unserem Zimmer.“

Jennifers Lächeln war, als er den Laden verließ, verschwunden.
Als er draußen ankam, sah er, dass Julia schon ungeduldig war und nervös von einem Fuß auf den Anderen hüpfte.

„Endlich, da bist du ja. Man, war die Frau in dem Laden unfreundlich.“

„Zumindest auf dich hat sie wirklich komisch reagiert, ich finde sie aber ganz nett. Komm, wir setzen uns irgendwo hin.“, antwortete Michael, der das Thema so schnell er konnte, vergessen machen wollte und froh war, dass er ohne aufzufliegen, diese Hürde überwunden hatte. Daran, Jennifer etwas über den Spiegel zu fragen, hatte er nicht gedacht.
Ob der Hitze waren sie sich schnell einig, wo sie sitzen wollten und bestellten sich etwas zu trinken. Julia, die sich nun scheinbar wieder etwas beruhigt hatte, wandte sich an Michael:

„Du, es tut mir leid, dass ich verhindert habe, dass du das Buch kaufst. Ich wollte der nur einfach nicht gönnen, dass du dort etwas kaufst.“

Michael lächelte sie an. Er konnte es gerade noch verschmerzen, dass Buch nicht gekauft zu haben.

„Ist schon gut. Aber ist die Hydra wirklich so bösartig?“sagte er. Julia lächelte ihn fies an:

„Das ist sie wirklich. Da hätte ich als Mann schon lieber eine schwarze Witwe. Die schläft wenigstens noch mit einem, dann ist es vorbei. Bei der Hydra hattest du ausgespielt, wenn du sie nur angesehen hast.“

Michael deutete mit seinem Zeigefinger an seinem Hals entlang und blickte sie fragend an. Sie wiederholte die Geste und sagte:

„Aus und vorbei!“

Wieso heißen dann diese Kerzen so, wunderte sich Michael. Wieso? Hier stimmte wirklich etwas nicht. Aber er wollte sich nicht in diese Gedanken vertiefen, darum fragte er Julia:

„Und was tun wir gleich?“

„Gleich gehen wir uns ein wenig die Stadt ansehen, dann essen wir hier irgendwo etwas und dann lässt du mich bis 5 alleine.“

Er nickte eifrig und stockte dann:

„Dann lasse ich dich bis 5 alleine? Ich dachte, der Tag sei auf mich abgestimmt.“

„Ist er auch, ich brauche nur etwas Zeit, um den Abend vorzubereiten. Die Überraschung ist es wert, von mir getrennt zu sein. Wirklich.“

Michael war einverstanden und so machten sie es.

Sie sahen sich nur kurze Zeit die Stadt an. Zum einem, weil es viel zu heiß war und zum anderen, weil sie Beide schon alles kannten. Dann aßen sie und verabschiedeten sich mit einem langen Kuss und vereinbarten, sich um 5 an der Porta Nigra wieder zu treffen. Michael ging jubelnd durch die Straßen. Sie hatte es ihm einfach gemacht, den Spiegel zu benutzen. Er hatte sie nicht einmal anlügen müssen, um seine Zeit für den Spiegel zu bekommen.
Er ließ sich Zeit auf seinem Weg durch die Stadt und zurück zum Hotel. Er wollte die richtige Frau. Die moralischen Bedenken, die ihn noch gepeinigt hatten, die Kerzen von Jennifer anzunehmen, waren bei dem Gedanken an den Spiegel verschwunden und nur der Spiegel und die Freuden desselbigen waren als Bild in sein Hirn eingebrannt. Wahrscheinlich höre ich doch nur auf mein kleineres Gehirn, dachte Michael fröhlich und sah nach unten, als bekäme er von dort eine Bestätigung. Ich bin eben auch nur ein Mann. Das wirkte so auf ihn, als könne er damit alles rechtfertigen.

Die Auswahl der Frau fiel ihm sichtlich schwer. Es erinnerte ihn an seine Kindheit. Er hatte einmal zu seinem Geburtstag von seiner Mutter einen Gutschein über 50 DM für ein großes Spielwarenhaus bekommen. Das war das letzte Mal, dass er sich so schwer entscheiden konnte, wie jetzt. Viele wirklich gut aussehende Frauen kamen ihm entgegen, überholten ihn oder ließen ihn vorbeiziehen. Aber das eine, das besondere, was die Frau brauchte, um Michaels Herrin zu sein, das fehlte bis dato immer. Bis er sie sah. Sie war vermutlich höchstens so alt wie er und streckte ihm zur Begrüßung ihren Hintern entgegen. Er war klein und apfelförmig und wurde von ihr höchst elegant bewegt. Er steckte in einem sehr kuren Minirock aus Leder und darüber war ein rotes Top mit Spaghettiträgern zu sehen. Ihre Füße, deren Nägel rot lackiert waren, steckten in schwarzen Sandalen, die gleich zu denen waren, die Julia an dem Tag trug. Ihr Haar war rot und hing offen über ihre Schultern. Sie war an einem Gürtelständer vorgebeugt und betrachtete offenbar mehrere verschiedene Modelle. Schließlich hatte sie eines ausgewählt und drehte sich ihm entgegen. Sie war nicht groß, vielleicht 1,65 m und hatte große Brüste. Ihr Gesicht war von markanter Form. Nur ihre Augen konnte Michael zu seinem Bedauern nicht sehen. Diese wurden von einer gespiegelten Sonnenbrille verdeckt. Ihre Hände waren feminin und hatten Finger, deren Nägel lang und spitz waren. Außerdem fanden sich an ihren Fingern mehrere Ringe mit großen Steinen von roter und grüner Farbe. Was Michael auffiel, war, dass sie scheinbar nicht schwitzte. Dann tat sie etwas, mit dem Michael nicht rechnete. Sie hielt den Gürtel halbiert in ihrer rechten Hand und schlug ihn mit voller Wucht in ihre Linke, wobei sich ihre Mundwinkel süffisant verzogen und sie scheinbar den Gürtel als gut erachtete. Das war der Moment, wo sich Michael entschieden hatte. Sie würde seine Herrin sein. Er zog sein Handy und schoss ein schnelles Foto, als sie den Gürtel in die Höhe hielt.

Danach konnte ihn nichts mehr aufhalten und er beeilte sich so schnell er konnte, ins Hotel zu gelangen. Inzwischen hatte er eine gewisse Routine, den schnellsten Weg zu finden und kam gut voran. Der Gedanke an das kommenden Erlebnis trieb ihn und seine Erregung gleichermaßen voran, so dass er im Hotel an jedem vorbei stürzte und nur in sein Zimmer wollte. Im Zimmer hatte er die Vorbereitung für die Benutzung des Spiegels rasch erledigt und setzte sich erregt zu dem Spiegel aufs Bett. Mit zittriger Hand zündete er eine der Hydrakerzen an und wartete. Als er dieses Mal kurz die Augen schloss und wieder öffnete, fühlte er sich seinen Träumen nah wie nie.
Er realisierte, dass er nackt in einem dunklen Gewölbe kniete, deren Gänge durch Fackeln erhellt wurden. Es war wohl wieder das Gewölbe, in dem er dem Spiegel das erste mal begegnet war. Er blickte hoch und sah sie. Dort stand sie und blickte ihn erwartungsvoll an. Sie trug weiße, hohe Stiefel, eine weiße Stoffhose, deren Enden in die Stiefel gesteckt waren und das rote Top, welches sie auch am Gürtelständer getragen hatte. Ihre Haare war streng zu einem langen Zopf nach hinten gebunden, ihr Gesicht war stark geschminkt und ihren Händen hielt sie mehrere Seile. Sie lachte ihn überlegen an:

„Da bist du ja mein Sklave. Ich habe mich schon auf dich gefreut. Glaube mir, du wirst es erleben, wie viel Spaß ich mit dir haben kann. Freust du dich schon?“

Er nickte schüchtern. Noch bevor er erkannte, dass es vermutlich ein Fehler war, hatte er eine Ohrfeige bekommen und danach noch eine.

„Wenn ich wollte, dass nur gehorcht und nichts sagt, dann hätte ich mir ein Tier gekauft. Die sind auch viel Süßer. Das Einzige, was einen Sklaven von einem Tier unterscheidet, ist seine Fähigkeit zu denken, Lust zu bereiten und zu sprechen. Also sprich gefälligst!“

Er verstand und sagte:

„Es tut mir leid Herrin. Ich freue mich sehr darauf, ihnen Freude zu machen.“

„Ah, sehr gut, der Sklave kann sprechen. Und er kann sogar ganze Sätze formulieren. Ein Punkt für ihn. Nun denn Sklave und warum freust du dich darüber?“

Michael wusste nicht, was sie von ihm wollte und bekam erneut eine Ohrfeige von ihr.

„Träumst du, Sklave? Warum freust du dich darauf, mir Freude zu machen?“

Michael antwortete das Beste, was ihm einfiel:

„Weil sie die Herrin sind und jede mögliche Freude verdienen, die ich ihnen machen kann.“

„Siehst du, du bist doch gar nicht auf den Kopf gefallen. Und warum ist das so?“ Sie streichelte ihm das Gesicht.

„Weil ich der Sklave bin und die einzige wichtige Aufgabe des Sklaven ist es, der Herrin zu dienen.“

„Gute Antwort Sklave. Und was macht mich zur Herrin und dich zum Sklaven?“

Michael musste nicht lange zögern. Er hatte über diese Frage schon so oft nachgedacht, was ihn zum Sklaven machte.

„Die Natur!“ kam entschlossen von ihm.

„Gut Sklave. Da nun verstanden hast, dass es in deiner Natur zu liegt, deiner Herrin zu dienen, können wir gleich beginnen, unsere Naturen auszuleben. Nur eine Frage noch, warum also hat der Sklave von Natur aus kein Widerspruchsrecht?“

Michael hatte so langsam verstanden, worauf es seiner Herrin ankam:

„Weil alles, was die Herrin tut, um sich Freude zu bereiten oder vom Sklaven verlangt, um sich Freude zu machen, von Natur aus gut für den Sklaven ist. Denn es kommt von der Herrin!“

„Ich sehe, du kennst deine Sklavenrolle. Nun lass uns sehen, ob du sie auch leben kannst. Komm und begrüße mich.“

Michael sank herab und leckte zärtlich die Stiefel seiner Herrin. Diese nickte zufrieden. Endlich spürte er wieder diese eine Freiheit, die ihn nicht an seinem Verhalten zweifeln ließ.

„Komm, intensiver, ich will deine Zunge auf meinen Füßen spüren. Und dann blas die Absätze, wie du es liebst, deinen Sklavenschwanz geblasen zu bekommen.“

Michael gab sich alle Mühe und genoss die lustvollen Blicke der Herrin, die er auf sich spürte, als er ihre Absätze blies.

„Das reicht.“, wies sie ihn an.

„Leg dich auf den Rücken. Hände an den Körper und dann rühr dich nicht.“

„Ja Herrin.“, gab Michael von sich und befolgte ihren Befehl. Als er auf dem Boden lag, stellte sie sich über ihn und hob seine Beine, dass er wiederum ihren Arsch bewundern konnte. Sie verschnürte sie sorgsam an seinen Fußgelenken und fragte:

„Gefällt es dir, von deiner Herrin gefesselt zu werden?“

„Ja, sehr Herrin.“

„Schön und was glaubst du, was ich danach mit dir machen werde?“

„Sie werden mich strafen, Herrin.“

„Wieso sollte ich das tun, Sklave? Hast du gefehlt und verdienst eine Strafe?“ Ihre Stimme klang aufgesetzt überrascht.

„Ich brauche sie Herrin. Ich lechze nach ihr.“

„So ist das also. Du willst es also, weil du weißt, dass du dir und deiner Herrin damit die größte Freude machst. Hast du keine Angst vor den Schmerzen?“

„Ich liebe die Schmerzen, wenn sie von ihnen kommen, da es mir zeigt, dass ich ihnen gehöre und ich es fühlen kann.“

Sie nickte zufrieden und nachdem sie seinen ganzen Körper mit den Seilen so fixiert hatte, dass er sich nicht mehr bewegen konnte, penetrierte sie schmerzhaft mit ihren Stiefelabsätzen seine Brustwarzen. Es war so ein großer Druck, dass er zu Schreien begann.

„Ja genau, komm schon, brüll es heraus.“, forderte sie und drückte immer fester.

Dann nahm sie die Stiefel von ihm und setzte sich in die Hocke neben ihm:

„Deine Brustwarzen sind schon schön rot und nun öffne deine Sklavenmaul.“

Er tat wie geheißen und sah ihr zu, wie sie tief Luft zu holen schien und ihm in seinen Mund spuckte.

„Genieße es, näher wirst du einem Kuss von mir nicht kommen.“

Er schloss den Mund und schmeckte erfreut das Geschenk seiner Herrin. Er sah, das seine Herrin wegging, er versuchte ihr nachzusehen, was ihm aber nicht gelang, da er am ganzen Körper zu gut verschnürt war. Als die Herrin seine Anstrengungen bemerkte, drehte sie sich amüsiert um:

„Ich habe dir ganz am Anfang gesagt, dass du ruhig liegen bleiben sollst. So ziehen sich die Schnüren nur immer fester. Es wäre einfacher für dich, wenn du auf deine Herrin hörst und gehorsam bist.“

Sie sagte die Wahrheit. Mit jeder Bewegung zogen sich die Fesseln enger um Michael. Er hatte schon von dieser speziellen Fesseltechnik gehört, aber nie zu hoffen gewagt, sie wirklich einmal erleben zu dürfen.

Die Herrin kam zurück und sagte:

„Und nun zu der echten körperlichen Züchtigung. Ich habe da etwas mitgebracht, von dem ich weiß, dass es dich erfreut. Den ersten Schlag hast du ja live miterlebt.“ Sie zeigte ihm den Gürtel.

„Und was sagst du Sklave?“

Er schluckte, um ihr dann zu antworten:

„Ja, bitte Herrin. Bitte benutzen sie ihn so, wie sie es dort angedeutet haben.“

Die Herrin spitzte die Lippen und sagte:

„Gern Sklave. Die Freude mache ich dir gerne.“ Sie holte aus und er sah, wie der Gürtel auf ihn zu flog und dann explodierte der Schmerz in ihm. Und dann schlug sie in schneller Folge immer wieder zu, bis er schrie.

„Oh, du willst doch nicht etwa Gnade, Sklave? Ich dachte, dass macht dir Freude?“ Dann schlug sie wieder zu. Er versuchte um seinen Stolz zu kämpfen und nicht um Gnade zu schreien. Und für einen kurzen Augenblick dachte er, dass es geschafft hätte. Aber sie hatte nur kurz aufgehört, um ihn zu drehen.

„Jetzt ist dein Arsch dran. Und glaube mir, du wirst um Gnade schreien.“

Sie hatte recht. Erst schlug sie mit blanken Händen im schnellen Tempo auf seinen Hintern ein, bis Michael die Verfärbung schon spüren konnte, dann nahm sie erneut den Gürtel und schlug zu. Er hielt nicht lange durch und schrie dann, als ihm die ersten Tränen die Wangen herunter liefen:

„Gnade! Bitte Gnade Herrin!“

Sie schlug noch 2 Mal fest zu und hörte dann auf. Er konnte den großen Weinkrampf nicht länger unterdrücken. Sie machte ihn los und nahm ihn in die Arme. Sie streichelte ihn und versuchte, ihm die Tränen zu trocknen.

„Du warst ein ganz toller Sklave und es ist keine Schande, seine Herrin um Gnade anzuflehen. Du hast tapfer akzeptiert, dass ich sie dir nicht sofort gewährt habe und erlebt, dass du es trotzdem ertragen konntest. Ich bin so stolz auf dich. Zur Belohnung darfst du es dir machen. Ich werde dir auch dabei helfen.“

Sie stellte sich hinter ihn und er begann seinen Schwanz zu wichsen und bald schon vergaß er seine Tränen und wurde immer erregter. Sie spielte von hinten an ihm und strich seinen Körper ab und flüsterte ihm immer wieder zu:

„Du warst und bist ein großartiger Sklave! Deine Herrin ist stolz und liebt dich als ihren Sklaven. Du hast die Bestimmung, deiner Herrin Untertan zu sein, so toll erfüllt. Und nun komm schon für deine Herrin und für deinen Sklaventraum!“

Bei den letzten Sätzen kam Michael und sah zu, wie sein Sperma sein Ding verließ, durch die Luft flog und auf seinem Bett landete.
Er atmete ein paar Mal durch und betrachtete das stille und dunkle Hotelzimmer. Er beließ es für einige Minuten bei der Dunkelheit und der Stille, indem er sich nicht bewegte. Er atmete schwer und versuchte das Erlebte zu verarbeiten. Fast instinktiv wollte er sich zu Julia drehen und sie zum Dank küssen. Erst dann merkte er, dass dieses Erlebnis, welches ihm so große Freude bereitet hatte, nichts mit Julia zu tun hatte. Nur mit dem Spiegel, der still da lag, als wollte er Michael beobachten und sehen, was er als Nächstes tun würde.

„Dann danke ich eben dir.“, sprach Michael leise aus und beugte sich zum Spiegel, um ihn zu streicheln. Nein, der Spiegel kann nicht böse sein! Er darf nicht böse sein!

Michael sah den Spiegel unschlüssig an. Was sollte er bloß tun? Er fühlte sich zerrissen. Zwischen Julia und ihm. Hätte er nur eines von Beidem, sein Leben wäre wohl glücklicher als so. Er fühlte sich schlecht, wenn er den Spiegel benutzte und hatte Angst, Julia danach ins Gesicht zu sehen. Wenn er mit Julia schlief, waren seine Gedanken viel zu oft bei seinen geheimen sexuellen Wünsche und wieder beim Spiegel. Was soll ich bloß tun, dachte er wieder. Es ist eine merkwürdige Welt, in der ich, statt einem Geschenk zu wenig, eines zu viel bekomme und es immer noch schlecht ist. Und außerdem läuft da draußen ein Typ rum, der meint, mir mitteilen zu müssen, das ich in Gefahr bin. Es ist eine merkwürdige Welt.

Auf einmal klingelte das Telefon und riss ihn fast so, wie einst, aus seinen Gedanken.

Was kommt wohl jetzt, überlegte er mit viel Galgenhumor und nahm den Hörer.

„Ja?“ Und derselbe geistreiche Beginn des Telefonats, man o man, ich muss mich zusammenreißen, war sein Gedanke.

„Guten Tag, hier ist die Rezeption, spreche ich mit Zimmer 317?“

„Tun sie, was ist denn?“

„Möchten sie ein Gespräch annehmen?“

Michael sah überrascht auf die Uhr. Es war noch viel zu früh, als das es Julia sein könnte. Wer ihn wohl erreichen wollte.

„Wer ist denn am anderen Ende?“ war daher seine nächste Frage.

„Eine ältere Dame, die meint, sie hieße Renate und müsse unbedingt mit ihnen sprechen. Sie habe eine Natalie getroffen.“

Michael stand für einen Moment neben sich. Renate? Oh Gott, seine Mutter! Und wenn sie Natalie getroffen hatte, nein, darüber wollte er nicht nachdenken.

„Sagen sie bitte der Dame, ich sei indisponiert und werde sie zur gegebenen Zeit zurückrufen.“

„Sehr wohl.“

Seine Mutter. Das war in diesem Moment zu viel. Bloß raus hier, überlegte er. In die Stadt und ein Bier trinken. Vielleicht auch 2. Dieser Tag rechtfertige *******.
Es stellte sich als sehr leicht heraus, in der Stadt einen Laden zu finden, in dem er draußen, im Schatten, sitzen und sein Bier genießen konnte. Er saß unter einem breiten Sonnenschirm auf einem der vielen Märkte der Stadt und sah genussvoll in sein kaltes großes Bier, dass vor ihm stand und ihn zu beruhigen schien. Zum ersten Mal hatte er das Gefühl, durch schnaufen und sich über seine Situation Gedanken machen zu können. Es ist merkwürdig, dachte er, nun bin ich hergekommen, um über Natalie hinwegzukommen und das ist mir vortrefflich gelungen. Natalie ist bloß noch ein Schatten. Dann trat dieser Spiegel in mein Leben und dann Julia. Er fasste sich an den Kopf und stellte fest, dass es für ihn wirklich so war, dass Julia hier neu in sein Leben getreten war. Wenn sie in meiner Nähe ist, dann ist es immer etwas ganz besonderes. Ein gutes Gefühl. Er beschloss, sich nicht länger vor der entscheidenden Frage zu drücken. Was war das mit Julia, was er gerade erlebte? Nur Trost? Unterhaltung? Oder vielleicht wirklich Liebe? So schnell nach seiner großen Liebe zu Natalie?

Er hielt sein Bierglas in die Höhe und betrachtete, wie die Sonnenstrahlen es durchfluteten. Er wusste es nicht. Er hatte keine Antwort darauf, was Julia ihm bedeutete. Aber ihm war klar, dass er niemals wirklich mit ihr zusammen sein konnte. Nicht, nachdem was er ihr schon im Zusammenhang des Spiegels verschwiegen und falsch ins Gesicht gesagt hatte. Dabei war sie eine tolle Frau. Sie hatte in der ganzen Zeit nicht einmal gefragt, warum er eigentlich wieder alleine war. Nicht einmal! Ob sie wusste, dass ihr die Antwort nicht gefallen würde? Dann dachte er an das Erlebnis des Morgens und war sich unsicher. Vielleicht würde ihr die Antwort ja doch gefallen. Das wäre die Erlösung.

„Unrealistisch, einfach unmöglich.“, sagte er laut und störte damit kurz das Gespräch des Nachbartisches. Er sah erneut auf sein Bierglas. Noch ein Zug und es würde leer sein. Dann bin ich wieder alleine und habe nicht einmal mehr ein Bier, dachte er seufzend. Aber wenigstens dagegen kann ich etwas tun. Er signalisierte der Bedingung, dass er dasselbe noch einmal haben wollte und sah auf die Uhr. Halb 4. Noch viel Zeit für depressive Gedanken und kühles Bier, überlegte er und versuchte an etwas schönes zu denken. Es fiel ihm nicht leicht. Ihm fehlte Julia. Die interessierte sich wenigstens auch noch für ihn, nachdem er gekommen war, im Gegensatz zu diesem dämlichen Spiegel. Er wurde zornig, weil er keine Antworten hatte, was er wollte. Den Spiegel oder Julia. Wo war er bloß falsch abgebogen? Vermutlich in dem Moment, als er Natalie die Wahrheit gesagt hatte. Wenn man auch Frauen wirklich sagt, was man denkt, da kann dann ja nichts Gutes geschehen. Die Vorstellung amüsierte ihn.
Als die Uhr ihn endlich erlöst hatte, schritt er vorsichtig Richtung Treffpunkt. Die 5 Biere und die Hitze waren nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Er versuchte den ******* in seinem Blut zu bekämpfen und scheiterte. Der ******* hatte zumindest sein schlechtes Gewissen Julia gegenüber aufgelöst. Es war ihm im Moment nur noch egal, was mit seinem Leben geschah. Sich nicht mehr entscheiden müssen, was richtig und was falsch sei, es einfach hinnehmen, wie es käme. Er liebte das Gefühl. Als er merkte, dass er drohte, zu sehr die Zeit zu verlieren, legte er an Geschwindigkeit zu und sah bald die Schemen der Porta Nigra. Vor ihr tummelten sich wie immer, Heerscharen von Touristen, eine große Anzahl Busse und die Einheimischen, die abschätzig in Richtung der Touristen sahen. Jeder in der Stadt schien für die Touristen zu sein, bis zu dem Tag, an dem man mal einem begegnete. So ging es zumindest ihm. Es war laut, zu laut für Michael, der schmerzvoll das Gesicht verzog. Er mochte solchen Trubel nicht. Er verabscheute ihn. Er suchte Julia in dem Wirrwarr, was gar nicht einfach war. Seine Augen musste er wegen der Sonne immer wieder fest zusammenkneifen und der *******pegel war seiner Konzentration auch nicht zuträglich. Mit einem Mal blieb ihm der Atem im Halse stecken und seine Augen wanderten einen Schritt zurück. Dort stand sie. Völlig verändert. Sie trug ein edles Abendkleid, teure Schuhe, ihre Hände zierten Ringe, ihr Haar war stark frisiert und zeigten wieder die Locken, die Michael so mochte und um ihren Hals hing eine edle Goldkette. Ihr Gesicht war dezent geschminkt, sie lächelte ihn fröhlich an. Er fand, sie sah wundervoll aus. Langsam trat er auf sie zu:

„Was hast du gemacht? Warum siehst du so wunderschön und vornehm aus?“

Sie lachte:

„Zu erst bin ich mal froh, dass es dir gefällt. Ich habe mich rausgeputzt für den Abend, der uns bevor steht. Da wo wir hingehen, trägt man so etwas.“

„Wo gehen wir denn hin? Theater oder Oper?“ fragte ein verunsicherter Michael, dem solche Besuche nur in den seltensten Fällen Freude bereiteten.

„Nein, keine Sorge. Wir gehen spielen.“

„Spielen?“ Er überlegte, ob der ******* sein Gehör beeinträchtigt haben könnte.

„Ja, wir gehen ins Kasino.“

Michael liebte das Kasino, hatte aber immer noch Zweifel:

„Und ich? So, wie ich aussehe, werden die mich da niemals rein lassen.“

Julia lächelte und trat zur Seite, wo sich eine vollgepackte Einkaufstüte offenbarte:

„Auch daran habe ich gedacht. Bitte, dort drüben kannst du dich umziehen.“

Michael sah sie entgeistert an:

„Das kann ich nicht annehmen, dass muss doch ein Vermögen gekostet haben.“

Sie beugte sich vor zu ihm und flüsterte ihm zu:

„Erstens weißt du genau, dass meine Familie reich ist. Und außerdem kannst du es mir ja wiedergeben, wenn du die Bank gesprengt hast.“

Michael fiel kein Widerspruch ein, den sie akzeptieren würde, fühlte sich aber aufgrund des großen Geschenkes nicht wohl in seiner Haut und ging in das Geschäft, was Julia ihm gezeigt hatte. In seiner rechten Hand ruhte die volle Einkaufstüte.

In dem Geschäft schien man ihn zu erwarten und begrüßte ihn herzlich, um ihm dann den Weg zu einer Kabine zu deuten. Dort öffnete Michael die Tüte und traute seinen Augen nicht. Julia hatte wirklich an alles gedacht. Anzug, Hose, Krawatte, Hemd, Schuhe und Socken. Nur Shorts konnte Michael nicht entdecken, dafür befand sich etwas anderes in der Tüte. Er musste schlucken. Der Tanga aus dem Beate Uhse. Er hielt ihn erst zweifelnd in die Höhe, um ihn näher zu betrachten. Er konnte das Ding doch nicht wirklich tragen. Das konnte Julia doch nicht ernst meinen. Doch, sie meinte es bestimmt ernst. Und nachdem er kurz gezögert hatte, dachte er nur, warum eigentlich nicht? Er zog sich seine Shorts aus, den Tanga an und stockte erneut. Sollte er seine alten Shorts drüber ziehen? Nein, die Freude will ich ihr schon machen, war seine Antwort und er zog die Anzug Hose an. Nachdem er sich ganz angekleidet und auch sein Haar einigermaßen wieder in Form gebracht hatte, war er froh, dass sein *******spiegel ihn wohl doch nicht so schlimm behinderte, wie er befürchtet hatte. In seinem Schritt war es ein merkwürdiges, aber nicht unangenehmes Gefühl. Vor der Kabine wartete Julia schon und sah ihn bewundernd an:

„Du siehst toll aus.“, sagte sie, um ihm dann ins Ohr zu flüstern:

„Und? Trägst du ihn?“

Michael nickte, fast schüchtern.

„Sehr schön.“, lächelte sie zufrieden und fuhr über seinen Schritt und übte leichten Druck auf sein bestes Stück aus, der es mit einer leichten Anschwellung quittierte.

Er tat so, als hätte er es nicht bemerkt, in der Hoffnung, sie würde es erneut tun. Sie tat ihm den Gefallen nicht. Also fragte er etwas:

„Wie weit ist es eigentlich zum Kasino und wie kommen wir dort hin?“

Sie sagte fröhlich:

„Das ist das Schöne. Es ist direkt hinter der Porta. Wir gehen also zu Fuß.“
Als sie das Geschäft verließen, indem Michael, wie Julia vor ihm, seine Sachen gelassen hatte, bot er ihr seinen Arm an, den sie dankbar annahm. Von dem Trubel wurde das feine Paar misstrauisch beäugt, nur die Älteren sahen sie zustimmend an. Julia hatte nicht gelogen. Direkt hinter der Porta befand sich ein Hotel mit Kasino. Als der Page sie sah, machte er ihnen sofort die Tür auf und verbeugte sich demonstrativ. Michael lächelte ihm zu und gab ihm etwas Trinkgeld. Er fühlte sich wie ein König mit seiner Königin am Arm. Drinnen betraten sie ein großes Foyer, welches sie zum eigentlich Spielbereich führen würde. Als Michael im Begriff war, eine der großen Flügeltüren vor dem Spielbereich zu öffnen, hielt Julia ihn am Arm zurück und sagte in einem verschwörerischen Ton:

„Warte kurz. Wir müssen noch etwas abklären.“

Michael sah sie erwartungsvoll an:

„Und was müssen wir abklären?“

„Wir werden gleich für den Rest des Abends spielen, da möchte ich dir ein Privatspiel vorschlagen.“

Sie hatte Michaels Neugier erweckt:

„Und was für ein Spiel schwebt dir vor?“

Ihr Gesicht machte auf einmal einen merkwürdig zufriedenen Ausdruck:

„Ein Spiel um heute nacht!“

Michaels Erregung wuchs, aber er war noch unsicher:

„Was schwebt dir konkret vor?“

„Wir nehmen einen genau gleich großen Geldbetrag und spielen. Wer am Ende mehr hat, der gewinnt und darf sich wünschen, wie wir es heute Abend machen. Er darf sich alles wünschen.“

Michael sah sie genau an.

„Wirklich alles?“ fragte er.

Ihre Augen blitzten.

„Wirklich alles.“, kam entschlossen von ihr.

Michael entschloss sich, falls er gewinnen sollte, die Chance zu nutzen und das Angebot anzunehmen.

Sie einigten sich darauf, um 100 Euro zu spielen und betraten den Spielbereich.
Der Abend verlief nicht gut für Michael, der meinte, sein Geld am ehesten beim Roulette vermehren zu können. Wenn er einmal ein Spiel gewann, konnte er sicher sein, die nächsten Beiden zu verlieren. Im Gegensatz zu Julia. Diese hatte sich an den Black Jack Tisch zurückgezogen und flitterte eifrig mit dem Geber. Natürlich gewann sie eine Runde nach der Anderen. Nach einiger Zeit kam sie zu grinsend zu ihm und sagte:

„Ich habe jetzt 337 Euro. Wie viel hast du?“

Michael sah auf seine letzten 3 Spielmarken, deren Gesamtwert 15 Euro betrug und war verzweifelt.

„Nicht mehr viel und quasi keine Hoffnung mehr.“

Sie sah ihn nachdenklich an, um dann zu erwidern:

„Ich mache dir einen Vorschlag, der sehr großzügig ist, weil ich eigentlich schon gewonnen habe.“

„Lass hören.“, kam von ihm.

„Ich setze meinen ganzen Batzen auf rot und du deinen auf schwarz. Der Gewinner ist der endgültige Gewinner.“

„Wenn es dir recht ist, warum nicht!“

Sie sah entschlossen aus:

„Gut, dann lass uns setzen!“

Beide machten ihr Spiel, Michael dachte kurz an die Möglichkeit, was wohl passieren würde, wenn die Null käme, verwarf den Gedanken wieder und schaute der springenden, weißen Kugel zu, die über seine Nacht entscheiden würde. Sie sprang immer langsamer. Rot, schwarz, rot, schwarz, rot, null, schwarz, schwarz und stoppte dann auf rot. Michael sah die Kugel ärgerlich an. Natürlich bist auch du gegen mich, dachte er voller Zorn. Julia kam, hakte sich bei ihm unter und sagte:

„Pech für dich und Glück für mich, aber sie es so, ich habe gerade wirklich viel Geld gewonnen. Und davon gehen wir jetzt was Vernünftiges Essen und Trinken, bevor mein Spiel im Hotel beginnt.“

Er sah sie an:

„Und was ist dein Spiel?“

„Abwarten, mein Süßer, abwarten.“

„Du bist genau so gemein wie heute morgen.“, sagte Michael und tat erbost.

Sie lächelte ihn hinterlistig an:

„Stimmt, ganz genau wie heute morgen.“
Das Essen, was Julia von ihrem Gewinn bezahlte, war aber wirklich nicht zu verachten und Michael mochte selbst den Wein. Nur Julia versuchte immer wieder ihn zu reizen. Immer wieder starrte sie auf seinen Schritt, deutete mit ihrer Zunge Oral Sexbewegungen an und ihre Hand machte Masturbationsgesten. Was wohl auf ihn zu kommen würde? Innerlich freute er sich schon sehr darauf, nur wollte er ihr den Triumph nicht gönnen. Mit seiner Niederlage hatte er sich schnell abgefunden. Es war vermutlich besser so.
Als sie ins Hotel zurück gingen, schwieg sich Julia immer noch über ihre Pläne aus, was sie machen würde. Sie sprach erst, als er sich seine Anzugsjacke ausziehen und aufs Bett schmeißen wollte.

„Nein, behalt sie noch an. Du brauchst sie für unser Spiel.“

„Sagst du mir jetzt, was du willst?“

„Ja, wir spielen ein Rollenspiel.“

Er wurde hellhörig:

„Ein Rollenspiel? Was schwebt dir vor?“ Seine Neugier war gepackt.

„Wir tun so, als hätten wir uns gerade erst kennen gelernt und ich wäre eine edle Frau. Du begehrst mich mehr als alles andere, aber leider bist du ein Hotelmanager und so habe ich dich in der Hand.“ Ihre Augen baten ihn mit zu spielen.

Seine Erregung stieg mit einem Schlag und er sagte leise zu ihr:

„Das ich dich begehre, brauche ich aber nicht zu spielen.“

Anstatt einer vernünftigen Antwort, begann Julia mit dem Rollenspiel:

„Sie begehren mich also? Das ist ja interessant. Schämen sie sich nicht?“

Michael, der glaubte, dass ihm das Spiel großen Spaß machen würde, antwortete:

„Nein, ich werde mich niemals schämen, eine schöne Frau wie sie zu begehren. Ich vergöttere sie.“

„Wirklich? Das ist aber lieb.“, kam von ihr und ihre Hände strichen ihm über den Körper. Dann gab sie ihm einen sanften Kuss und fuhr fort:

„Ich glaube, ich werde viel Spaß mit ihnen haben können. Sie wollen doch bestimmt nicht, dass ich ihre Annäherungsversuche hier ihren Vorgesetzten melde?“ Sie wirkte fordernd.

„Nein, bitte nicht. Ich wollte sie ja auch nicht belästigen, ich wollte ihnen nur sagen, dass ich sie begehre.“

Sie hielt seine Hand fest:

„Dann beweisen sie es mir.“ Ihre andere Hand fuhr in seinen Schritt und griff nach seinem Schwanz.

„Gefällt ihnen das?“ wollte sie wissen.

Michael stöhnte:

„Ja sehr.“

„Schön.“, sagte sie,

„Jetzt will ich allerdings mal einige Dinge sehen, die mir gefallen. Ziehen sie sich aus und zeigen sie sich mir. Eine edle Dame wie ich wird bedient und dient nicht.“

Michael bemerkte, dass sich sein Freund schon komplett aufgestellt hatte und begann sich langsam auszuziehen, während sie ihm das Gesicht streichelte. Als er seine Hose herunterzog und der Tanga zum Vorschein kam, machte sie erfreut:

„Ah! Sie sind mir aber einer. Aber sehr kleidsam.“

„Soll ich ihn auch ausziehen?“ wollte er wissen. Sie überlegte keine Sekunde:

„Nein, er steht ihn zu gut, es wäre doch ein Jammer.“

Dann stand er, bis auf den Tanga, nackt vor ihr, sein Schwanz stand gerade und er atmete vor Erregung schwer.

„Wenn sie mich wirklich so begehren, dann machen sie es sich selbst.“

Michael führte seine Hand vorsichtig an seinen Schwanz und begann leicht zu wichsen.

Sie wirkte unzufrieden:

„Kommen sie, machen sie schon. Ich wollte schon immer sehen, wie ein Mann, der mich begehrt, es sich wegen mir selbst macht.“

Michael brauchte nicht mehr zum Anheizen und begann seine Hand um den Schwanz sich immer schneller bewegen zu lassen. Julia hielt dabei sanft seine Hand und schaute immer wieder voller Erregung auf seinen Schwanz und in seine Augen. Er konnte seine Blicke nicht von ihr nehmen. Schließlich sagte sie:

„Vielleicht hilft ihnen das hier noch mehr und sie empfinden es als anregend.“ Dabei begann sie sich langsam auszuziehen. Ein Kleidungsstück fiel nach dem Anderen vor seine Füße und offenbarte ihm immer mehr von Julias Körper. Dabei drehte sie sich langsam und er bekam auch wieder den Schmetterling auf ihrer Rückseite zu sehen, dann wieder die Vorderseite, wo ihre Brüste jetzt frei lagen. Sie kam nahe an ihn heran, schlang ihren rechten Arm um seinen Hals, drückte ihre Brüste gegen seinen Körper und sah zufrieden auf seinen Schwanz.

„Sie machen das sehr schön.“, bemerkte Michael, der ihre Nähe sichtlich genoss.

„Nur weil sie mir so schön gezeigt haben, dass sie mich begehren.“, kam von Julia zurück, die nun bis auf ihre Schuhe auch ganz nackt war.

„Möchten sie mich richtig?“ wollte sie wissen und nahm seine Hand von seinem Schwanz, um sie durch ihre Eigene zu ersetzen.

„Ja, bitte.“, stimmte Michael extrem erregt zu.

„Na schön, unter 2 Bedingungen.“, kam von ihr.

„Sprechen sie.“, stöhnte Michael.

„Erst einmal lecken sie mich ein wenig.“ Damit drückte sie ihn auf seine Knie und er begann sie zu lecken. Ihre Hände verkrallten sich in seinen Haaren und bald begann sie laut zu stöhnen. Als Michael spürte, dass sie kurz vor ihrem Orgasmus was, stieß sie ihn, spürbar schweren Herzens, weg.

„Und jetzt zur 2. Bedingung.“, keuchte sie.

„Legen sie sich aufs Bett.“, war das Nächste. Er folgte der Anweisung und legte sich auf das Bett. Sie kam zu ihm, streichelte ihn erst und packte auf einmal sein rechtes Handgelenk, das Nächste, was Michael hörte, war das Klicken eines Verschlusses. Er sah schnell zu seinem Handgelenk und bemerkte, dass sie die Hand und Fußfesseln benutzte, die ihn heute morgen so fasziniert hatten. Sie hatte sie tatsächlich gekauft.

„Danke.“, hauchte er.

„Schon gut.“, flüsterte sie leise zurück, um dann im Spiel fort zu führen:

„Ich habe es gerne, wenn meine Partner gefesselt mir zu Diensten sind. Sie können dann nicht so albern zappeln und mir den ganzen Spaß verderben. Eine edle Frau wie ich, verdient es, dass ein Mann sich ihr so hingibt.“ Damit führte sie die Handfesseln hinter dem Bettgestell entlang und zu seiner Rechten. Auch dort fesselte sie seine Hand und wand sich seinen Füßen zu. Je mehr Bewegungsfreiheit Michael verlor, desto mehr stieg seine Erregung. Sie fesselte auch seine Füße talentiert und betrachtete befriedigt ihr Werk:

„Und nun versuchen sie sich zu bewegen.“

Er versuchte es und zog an seinen Fesseln. Aber außer einigen Zentimetern hin und her rutschen, gelang ihm nichts. Sie setzte sich in Reitstellung auf ihn, senkte ihren Kopf und sagte:

„Du siehst, jetzt gehörst du mir und meiner Geilheit. Genieße das Gefühl.“ Damit stülpte sie ihm ein Kondom über und ließ ihn in sie rutschen. Sie ritt ihm am Anfang hart und schnell, ihre Hände umspielten seinen Oberkörper und sein Gesicht, dann wechselte sie das Tempo und bewegte sich sehr langsam. Michael versuchte sich aufzubäumen und das Tempo mit zu beeinflussen, er wand sich in seinen Fesseln und wollte sie berühren. Sie sah ihn amüsiert an und schüttelte den Kopf:

„Hier bestimme nur ich das Tempo und die Erregung.“

Als er das aufgab, konnte er es richtig genießen, von ihr, gefesselt, geritten zu werden. Sie variierte immer wieder das Tempo und schrie gemeinsam mit ihm. Schließlich verkrampften und stöhnten Beide heftiger zur selben Zeit und Julias Hände gingen wieder zu seinem Kopf und vergruben sich in seinen Haaren, als sie kamen. Er kam in vielen heftigen Stößen und sah sie froh und befriedigt an. Ihre Augen glitzerten glücklich. Sie küsste ihn und ihr süßer Atem schien dabei bis in die Tiefen seiner Seele herab zureichen.
Nach einer Weile des Schweigens und des Abspannen, machte sie ihn los und fragte ihn:

„Und? War das ein Tag nach deinem Geschmack?“

Er küsste sie lang und fuhr noch einmal mit seinen Händen ihren nackten Körper ab, um dann zu antworten:

„Oh ja. Das war einfach großartig. Das hat noch niemand bisher für mich gemacht. Du bist einzigartig.“

„Das bin ich.“, sagte sie und gähnte, um sich dann unter seinen Arm zu legen und einzuschlafen. Er löschte das Licht, küsste sie und sagte leise:

„Nochmals Danke. Ich weiß nicht, was ich ohne dich gemacht hätte.“
Vielen Stunden danach konnte Michael immer noch nicht schlafen und sah neidisch auf Julia, die damit scheinbar kein Problem hatte. Es ging einfach nicht. Teils wegen der großen Hitze, weswegen es auch nachts nicht richtig kühl war und aus Angst vor neuen Alpträumen weigerte sich Michaels Körper einzuschlafen. Als der Hotelradiowecker 5:00 in roten Ziffern zeigte, gab er auf und entschied sich, an die frische Luft zu gehen. Vielleicht würde ihn ein bisschen Bewegung ermüden. Er schrieb Julia ein paar kurze Zeilen, falls sie zufällig aufwachen sollte und verließ das Zimmer. Der Nachtportier grüßte ihn nur kurz, um ihn dann nicht mehr zu beachten, dann war er draußen und ging ein paar Minuten an der Mosel entlang. Plötzlich wurde er angesprochen:

„Ich sehe, du kannst inzwischen auch nicht mehr schlafen.“ Michael drehte sich verblüfft um und sah einen Fremden.

„Wer sind sie?“ wollte er daher wissen.

„Jemand, der dir einiges sagen kann, was dich interessiert.“

„Zum Beispiel?“

„Zum Beispiel warum dir der Spiegel diese BDSM Erlebnisse schenkt!“
„Burning down the house – zurück zu den Wurzeln“
Wenn Schönheit verblasst und Liebe stirbt
Michael erschrak zu Tode, als er die letzten Worte des Fremden hörte. Er wusste zwar, dass es irgendwo einen Mitwisser außer ihm, Jennifer und ihrem Onkel gab, doch war er trotz allem davon ausgegangen, ihn nie zu treffen. Er hatte viel zu viel Angst, der Fremde könne versuchen, ihm den Spiegel zu entreißen. Daher hatte er diesen Gedanken weit weg geschoben.
Der Fremde blickte ihnen einen Moment schweigend an, kramte in seiner Hosentasche und förderte eine Zigarettenpackung hervor. Demonstrativ hielt er sie Michael entgegen:
„Rauchst du? Dann bitte bedien' dich!“
„Eigentlich nicht“, sagte Michael und nahm sich eine. Er hatte das Gefühl, die beruhigende Wirkung, die ihm von so vielen Leuten beschrieben worden war, testen zu müssen.
„Woher wissen sie von dem Spiegel?“, fragte er dann, nachdem er an seiner Zigarette gezogen und sich tatsächlich ein wenig besser gefühlt hatte.
Der Fremde tat es ihm gleich und sah Michael dann direkt in übermüdete und vom Schock gezeichneten Augen:
„Genau so wie du, habe ich den Spiegel einstmals gekauft. Und wir Beide waren nun wirklich nicht die Einzigen, es gab einige Dutzend.“
Michael bekam das Gefühl, sich übergeben zu müssen.

‚Einige Dutzend Menschen sollten den Spiegel gehabt haben? Davon würden ihn sicherlich gerne einige wieder besitzen. Anscheinend war er doch in Gefahr.’

„Und du bist also auch der Brief Schreiber?“ wollte Michael wissen, als er gleichzeitig den Übelkeitsreiz bekämpfte.
Er entschied sich, den Fremden zu duzen. Sie kannten wohl das größte Geheimnis von einander. Kurz schoss Michael die Frage durch den Kopf, warum er sich überhaupt darüber Gedanken machte, dass es falsch sein könnte, jemanden zu duzen.
„Ich bin der Autor des kurzen Briefes, das ist richtig. Und deine Antwort hat mich sehr besorgt. Du läufst Gefahr, ihr in die Falle zu gehen.“
Michael wurde hellhörig, endlich hatte er etwas konkretes gehört

.

„Ihr? Du sprichst über eine Frau? Wen meinst du?“
Der Fremde schluckte und seine Augen ließen auf einen innerlichen Kampf schließen. Als ob er sich an ein zurückliegendes Ereignis nur noch mühsam erinnern könnte. Dann zog er an seiner Zigarette und die aufglimmende Asche schien symbolisch für den aufzubringenden Mut zu stehen, den er benötigte, Michael zu antworten.
„Sie ist die Herrin des Spiegels! Die Urheberin des Ganzen. Und diejenige, die dafür gesorgt hat, dass du den Spiegel und deinen Spaß am Dienen bekommen hast.“
Zu seiner eigenen großen Überraschung behielt Michael diesmal die Fassung. Zu groß war das Gefühl der Erleichterung, endlich etwas Handfestes über diesen mystischen Spiegel erfahren zu haben.
„Es steckt also wirklich ein menschliches Wesen hinter dem Spiegel? Du sagst, eine Frau? Und was soll das Ganze? Warum habe ich den Spiegel bekommen?“
Der Fremde rieb sich sein Kinn.
„Er soll dich verändern. Er soll dich darauf vorbereiten, ihr zu gehören. Dich süchtig nach ihr machen. Wenn es wie bei mir war, bist du in dem wenigen Schlaf, den du bekommen hast, des öfteren einer ziemlich rabiaten Dame begegnet, die dich für sich wollte.“
Das saß! Er hatte Michael gerade viele seiner letzten Träume recht passend zusammen gefasst, ohne, dass er jemals ein Wort mit ihm gesprochen hatte. Michael wusste nicht, ob der Fremde die Wahrheit sprach und ihm tatsächlich versuchte zu helfen oder aber, ob er durch Lügen schaden wollte. Vielleicht war er ja auch für all das, was ihm passierte, verantwortlich. Egal was zu traf, der Fremde wusste mehr über den Spiegel und war daher interessant für Michael.


Er hatte inzwischen seine Zigarette aufgeraucht und zerdrückte den letzten Stummel mit seinem Schuh auf dem Fußgängerweg. Das Angebot einer erneuten Zigarette nahm er mit dankbarem Blick wahr.
„Also, nur damit ich das jetzt auch wirklich verstehe. Der Spiegel, den ich gekauft habe und der mir diese Erlebnisse mit den herrlichen Dominas geschenkt hat, welche mich an nichts anderes mehr denken lassen, ist mir in Wirklichkeit von irgendeiner Herrin des Spiegels zugespielt worden, um mich so zu verändern, dass ich ihr dienen will. Und diese Herrin des Spiegels ist die nicht sympathische, aber dennoch erregende Dame in meinen Träumen. Sehe ich das richtig?“
Der Fremde machte eine Faust, zerdrückte dabei seine Zigarettenpackung und nickte.
Michael musste darüber nachdenken und spielte einen kurzen Moment mit dem Gedanken, dass er vielleicht doch schlafen könnte. Zu unglaublich klang das eben Gehörte. Er wusste nicht, was er davon halten sollte. Er dachte einen Moment nach, war dann sehr froh, dass ihm noch einige offene Fragen einfielen, die etwas Licht in das große Dunkel seiner Unwissenheit bringen könnten:
„Was ist mit den Erlebnissen selbst? Ist hier irgendeine Art von Magie im Spiel, oder wie lässt sich das alles erklären?“
Der Fremde schien für einen kurzen Moment fast zu lächeln:
„Nein, Magie ist wirklich nicht im Spiel. Das lässt sich alles wissenschaftlich erklären.“
Michael wollte den Mund aufmachen und nach der Erklärung fragen, als er auf einmal wahrnahm, wie alles in seinem Körper zu schreien schien, er solle das nicht tun, das würde ihn ins Unglück stürzen. Der Gedanke allein, die Frage auszusprechen, schien ihm so große Schmerzen zu bereiten, dass er nur sein Gesicht verziehen konnte, um die Schmerzen zu ertragen und schwieg, um den Schreien Folge zu leisten und die Schmerzen so loszuwerden.
Der Fremde sah ihn entsetzt an, fasste ihn dann an den Schultern und drehte seinen Kopf, der immer noch mit dem Schock kämpfte, zu sich:
„Gerade ist etwas mit dir passiert nicht, nicht wahr?“
„Was?“ Michael schüttelte sich und versuchte verzweifelt das drückende Gefühl wieder los zu werden. Er war schockiert und bekam lähmende Angst. So bewusst hatte er nie erlebt, dass er die Kontrolle über seinen Geist und seinen Körper verloren hatte. Er wurde wirklich verändert und verlor die Kontrolle, ohne sich wehren zu können. Er bekam Furcht davor, wie weit das alles schon gegangen wäre und was es ihn noch *****en könnte, zu tun! Er war in Gefahr!
„Gerade wolltest du mich nach der wissenschaftlichen Erklärung für das Spiegelphänomen fragen und dann hat irgendwas in dir das verhindert! Richtig?“, wollte der Fremde wissen.
„Eine Veränderung des Spiegels?“ wollte er mit immer noch brüchiger Stimme wissen.
„Ja, eine der Veränderungen, die man durchmachen muss. Das man nicht mehr schläft, ist auch eine indirekte Folge davon. Erstens schwächt das deine Konzentration, zweitens wirkt dein Körper so der Angst vor neuen Träumen entgegen. Was aber nicht hilft, da durch den Schlafentzug deine Abwehr so geschwächt wird, dass ein neuer Traum nur um so heftiger wirkt. Und irgendwann musst du schlafen.“
Michael nickte, das klang logisch für ihn.
„Wer ist die Herrin des Spiegels? Ich habe sie in meinen Träumen nie ganz gesehen.“
Das schien den Fremden sehr zu überraschen. Er runzelte die Stirn und blickte einen Moment irritiert auf den Fluss, der so ruhig neben den Beiden strömte, als versuche er zu lauschen.
„Nein? Das verstehe ich nicht. Ich habe sie vom ersten Tag an komplett gesehen. Irgendwas muss bei dir anders sein.“
„Kannst du mir sie beschreiben?“, ging Michael dazwischen, wobei er nervös von einer Stelle auf die andere trat.
„Ja, das heißt nein. Also, ich könnte schon, nur das würde dir nichts nützen. Der Spiegel soll vor ein paar Jahren an eine neue, junge Herrin weitergegeben worden sein. Ich habe sie nur flüchtig gesehen. Sie ist ungefähr dein Alter. Aber ich würde sie wieder erkennen, wenn ich sie sehe.“
„Dann lass uns gemeinsam alle Frauen in meinem Umfeld kontrollieren und wenn wir die richtige gefunden haben, gehen wir zu ihr.“
Der Fremde blickte betroffen zu Boden. Sein Blick füllte sich von einem Augenblick zum anderen mit Angst.

„Das geht nicht.“
„Wieso nicht?“
„Weil ich nicht unbedingt das war, was man einen folgsamen Sklaven nennen würde. Daher wurde ich schließlich aus dem Dienst entlassen, mit der ausdrücklichen Warnung, nie jemandem über den Spiegel und die Herrin zu berichten. Sonst würde es mir schlecht ergehen.“
„Warum hat man dich entlassen, so bist du doch immer eine Gefahr für sie?“, wollte Michael wissen, dessen mulmiges Gefühl in der Magengegend nicht verschwinden wollte.
„Freiwilligkeit. Es geht um Freiwilligkeit. Der Spiegel kann dich verändern, dich beeinflussen, aber nicht brechen und dich zu nichts *****en. Du musst alles freiwillig machen. Das fängt schon damit an, dass du den Spiegel freiwillig benutzt. Und so sollst du auch dienen. Freiwillig.“
Michaels Gesicht machte deutlich, dass er nicht verstand, was der Fremde damit ausdrücken wollte.
„Jeder von uns war ohne Zwang dort. Wir hatten jederzeit das Recht zu gehen. In diesem Fall durften wir aber nie wiederkommen. Ich war der Allererste, der tatsächlich gegangen ist. Davor und danach hat die Herrin nie wieder jemand verlassen. Und mir hat man noch glaubhaft versichert, dass es der schlimmste Fehler meines Lebens werden würde. Und oft genug habe ich das auch wirklich gedacht.“ Der Fremde sah mit einem sehr unglücklichen Ausdruck auf den Boden.
„Warum bist du denn dann überhaupt dort weg?“
Der Fremde blickte Michael nach dieser Bemerkung verständnislos an. Scheinbar hatte er diese Frage nicht erwartet.
„Warum ich gegangen bin? Was meinst du?“
„Ja, aber wenn es dir gefallen hat? Ganz ehrlich, ich finde die Vorstellung schon erregend, dauerhaft einer jungen Frau zu dienen.“
Der Fremde schaute ihn entsetzt an:
„Offenbar ist die Wirkung des Spiegels bei dir wirklich schon weiter, als ich dachte. Wie erregend findest du es denn, alles aufzugeben? All deine Freunde, deine Familie, deine Freundinnen, dein Geld, dein Leben?“
Natürlich, daran hatte Michael nicht gedacht. Es war nicht wie ein Studiobesuch, vor dem er immer wegen Natalie zurückgeschreckt hatte. Nicht rein, raus, fertig, hallo zurück in Freiheit.
„Alles aufgeben?“, flüsterte er leise und dachte an Julia. Sie aufgeben, vielleicht niemals wieder sehen. Nein! Niemals! Er schüttelte sich:
„Entschuldigung, du hast recht, ich habe nicht nachgedacht. Was ist denn nun die wissenschaftliche Begründung für das Spiegelphänomen?“
In dem Moment geschah es. Der Fremde stockte, hielt sich eine Hand an sein linkes Ohr, um besser hören zu können, dann wurde sein Gesicht eine bleiche Fratze.
Rufe und das Geräusch von laufenden Männern! Sie kamen näher. Schnell!
„Die wollen, wollen mich.“, stotterte er.
Michael überlegte kurz. Jogger? So früh am Morgen? Nein! Höchst unwahrscheinlich! Der Fremde war in Gefahr!

Dieser schaute Michael noch einen Moment verängstigt an und wandte sich dann um, um wegzulaufen.
„Einen Moment noch, bitte.“, hielt Michael den Fremden zurück, obwohl er Verständnis für dessen Fluchtbestrebungen hatte.
„Was denn noch?“ Die Stimme des Anderen klang sichtlich gehetzt.
„Wie bleiben wir in Kontakt?“ Michael ließ sich von der Stimmung anstecken und sprach seinerseits immer schneller.
„Gilt deine Emailadresse, die du dem Hotel gegeben hast?“
„Ja, die stimmt.“, bestätigte Michael.
Der Fremde lief los, scheinbar so schnell er konnte und drehte im laufen noch einmal den Kopf:

„Ich schreibe dir. Keine Sorge!“
Michael stand still und wartete einige Minuten. Die Geräusche der laufenden Männer kamen näher und näher. Schließlich traten sie aus dem Halbdunkel des Mondlichtes und er konnte sehen, was auf ihn zu kam. Seine Herz schlug immer heftiger, beruhigte sich dann wieder.
Tatsächlich nur eine Gruppe Jogger, die wohl die frühen Stunden nutzten wollten, um ungestört ihr Training zu absolvieren. Sie liefen fröhlich an Michael vorbei und einer wünschte ihm noch einen schönen guten Morgen. Gerade als Michael sich in Richtung seines Hotels drehte, fuhr er zusammen, als er hörte was einer der Männer zu einem Anderen sagte:
„Doch! Hier irgendwo muss er sein! Du hast doch den Anderen gerade gesehen.“
Der Schock hatte gesessen. Scheinbar war die Gruppe Jogger tatsächlich hinter dem Fremden und Michael her. Wohl nur hinter dem Fremden, überlegte Michael, denn ihn hatten sie ja als „den Anderen“ in Ruhe gelassen! Michael ging durch Mark und Bein erschüttert und von Angst erfüllt los. Ziellos.
Michael schlenderte den Fluss entlang, bewunderte die Brücke, die Julius Caesar einstmals hatte errichten lassen und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Das fiel ihm überaus schwer, da er nicht verstand, wie er reagieren sollte. Nie war er in ein solchen Lage gewesen. Das war eine Situation fürs Fernsehen oder für 2. klassige Geschichten irgendwelcher 3. klassigen Autoren, aber nicht für sein Leben.
Als die Sonne langsam aufzusteigen begann und er seine Hände vor seine Augen legen musste, um nicht von der Spiegelung der Sonne im Fluss geblendet zu werden, entschied er sich, ins Hotel zurückzukehren.
Das Beste, dachte er, würde wohl sein, einfach wegzufahren. Zurück nach Hause. Das lag ja weit genug entfernt. Aber was sollte er Julia sagen? Würde sie es verstehen oder würde sie nicht als erneute Verletzung betrachten, dabei war sie doch so wunderbar zu ihm.
Das Problem, wie er es Julia sagen sollte, stellte sich ihm schneller, als er gedacht hatte. Als er die Tür zu seinem Zimmer aufschließen wollte, öffnete sich diese ganz wie von selbst. Dahinter stand Julia, die ihn mit zornigem Gesichtsausdruck ansah.
„Wo warst du? Ich habe mir Sorgen gemacht! Du warst verdammt lange weg!“ kam ihm entgegen, als er das Zimmer betrat.
Michael war nun wirklich nicht in der Stimmung, sich zu erklären.
„Ich war spazieren. Konnte nicht schlafen.“ Das letzte hatte er nur gebrummelt.
„Du hättest etwas sagen können!“ Michael drehte sich sofort um und schämte sich, als er ihre besorgte Stimme hörte. Sie hatte ihm Gestern einen wunderbaren Tag geschenkt und er war ihr für so vieles dankbar, trotzdem fühlte er sich schon dadurch gestört, dass sie sich Sorgen machte. Egal welche Probleme er hatte, er dachte, dass er sich nicht so benehmen dürfe. Sonst wäre er nichts als ein Schwein.
„Es tut mir leid. Ich war einfach genervt, weil ich unter dieser Schlaflosigkeit leide.“
„Ist schon in Ordnung, Hauptsache dir geht es gut.“, erwiderte Julia liebevoll, presste sich an seinen Körper und drückte ihm einen tiefen Kuss auf.
Michael merkte erst jetzt, dass sie ihm schon die ganze Zeit barbusig gegenüber gestanden hatte. Diese Brüste rieben nun an seinem Körper, als sie während ihres Kusses leicht ihren Stand veränderte. Das erregte ihn sofort wieder und ließ ihn zum ersten Mal an etwas Anderes, als das kürzlich erlebte, denken.
„Die Fesseln hängen noch da.“, flüsterte sie und deutete in Richtung des Bettes. Allein die Erinnerung an deren Gebrauch ließ Michaels Erregung ins Unermessliche steigen.
„Wollen wir sie noch mal benutzen?“ wollte er in einem fast verschwörerischen Ton wissen.
„Wann immer du willst.“
„Dann jetzt.“ Danach versuchten Beide, während sie sich küssten, zum Bett zu gelangen.
„Eine Frage noch“, begann Julia, während sie ihn küsste und sanft einen seiner Arme herunterdrückte.
„Alles“, antwortete Michael, dessen Erregung aufgrund der Reizüberflutung und der Vorfreude Julia fröhlich entgegen pulsierte.
„Ich stand vorhin auf dem Balkon. Und da habe ich dich mit einem Fremden reden sehen. Du sahst sehr besorgt aus. Wer war das und was hat er dir erzählt?“
Michael gefror augenblicklich. Eine fremde, ungeheuerliche Idee breitete sich in ihm aus. Er war wie *******iert, so stark war diese Idee! Nein, das konnte nicht sein, das durfte nicht sein. Er dachte weiter nach und hörte auf Julia zu berühren. Seine Gedanken kreisten immer nur um den neuen Verdacht. Es würde alles einen Sinn ergeben, alles würde zusammenpassen.
„Warum willst du wissen, wer es war und was er gesagt hat?“, fragte er und hoffte, dass die Antwort Erklärung bringen würde. Und dass sein schrecklicher Verdacht sich in Schall und Rauch auflösen würde.
Julia stockte, so als würde sie die Frage irritieren. Als sei es eine gänzlich unangemessene Frage.
„Weil es mich interessiert, weil ich mir Sorgen gemacht habe.“
Aufgrund ihrer zögernden Reaktion zerbrach etwas in Michael. Sein Vertrauen in sie, vielleicht sogar in ihn oder sein Leben. Er hatte Angst. Das war zum ersten Mal in seinem Leben wirklich das Gefühl von Angst! Gerade nach den Erfahrungen mit dem Fremden! So etwas und so eine Furcht hatte er noch nicht erlebt. Und sie war daran Schuld!
‚Natürlich hast du dir Sorgen gemacht, das glaube ich sofort’, schoss ihm dann durch den Kopf, als er Julia wegstieß. Und immer wieder kamen die Schlussfolgerungen, die ihm zu seinem schrecklichen Verdacht gebracht hatten:


‚Wer hat dich nach Trier eingeladen, als gerade mit Natalie Schluss war? Wer ist scheinbar schon ziemlich lange hinter dir her? Wer hat dich lange genug alleine durch die Stadt laufen lassen, dass du auf den Laden mit dem Spiegel stoßen musstest? Wer hat dir immer wieder genug Zeit gegeben, um den Spiegel zu benutzen, ohne dass du gestört worden wärest? Wer hat dir gestern völlig überraschend seine dominante Seite gezeigt? Wer wollte dich denn jetzt gerade schon wieder ans Bett fesseln? Immer nur sie! Julia, Julia und wieder Julia! Sie musste es sein!’ Es gab für Michael keine andere logische Erklärung. Und das sie jetzt wissen wollte, was der Fremde gesagt hatte, passte in das schreckliche Bild! Genau wie der wohl nur vorgetäuschte Streit mit Jennifer in dem Spiegelladen. Oh, er war so blind gewesen!
Er gab Julia erneut einen kräftigen Stoß, die ihn immer noch berühren wollte. Diese beschwerte sich lauthals, schien es aber noch für ein Spiel zu halten. Michael dagegen kannte nur noch einen Gedanken. Raus! Weg von ihr! Dann würde er vielleicht wieder klar denken können. Er musste sich in Sicherheit bringen, er wollte nicht wie der Fremde enden. Ein ganzes Leben in Angst, weil er versuchte, andere Menschen vor Schaden zu bewahren. Er wollte nie wieder eine Veränderung mit solchen Schmerzen, wie vorhin mit dem Fremden, durchleben. Und er musste verstehen, wie er derartig auf Julia reinfallen konnte. Es war doch alles so offensichtlich. Gestern ließ sie ihn sogar einen Sklaventanga tragen. Warum hatte er das alles nur nicht verstanden? In Verbindung gebracht?’
Er begann sich wieder anzuziehen und bemerkte nicht, wie Julia starr neben ihm lag, so als würde sie nicht verstehen, was vor sich ging.
Ab und zu sprach sie ihn an. Nur noch ignorieren, dachte er und hielt sich die Ohren zu. Er wollte nichts mehr davon hören, was die Schlange sagte. Er hatte schon genug von ihrem süßen Gesäusel gehört und sich täuschen lassen. Mit schnellen Handgriffen fand er seine Reisetasche und begann seine Klamotten ungeordnet und so eilig wie möglich in die Tasche zu werfen. Ab und zu blickte er vorwurfsvoll zu Julia:
„Ich war ja so ein Vollidiot, so unendlich bescheuert, dass ich dir geglaubt habe, dass ich etwas für dich gefühlt habe, du Gott verdammte Schlampe.“, sagte er, noch immer unter Schock, wieder und wieder und bemerkte dabei nur am Rande, dass sie nichts mehr sagte, seinen Blick mied und ihre Augen sich mit Tränen gefühlt hatten. Er wertete es als das Schuldeingeständnis einer überführten Frau.
Als seine Sachen vollständig waren und Julia noch immer regungslos weinend auf dem Bett lag, wandte er sich entschlossen zur Tür. Er öffnete, sah noch einmal kurz zurück und schrie sie an:
„Warum machst du das mit den Männern? Warum machst du das mit mir?“
Sie zuckte kurz, sah Tränen überströmt auf und gab wimmernd Antwort:
„Ich weiß nicht wovon du sprichst, bitte bleib. Ich verstehe das alles nicht.“
„Gott verdammte Lügnerin!“
Dann wandte er sich um und ging. In die Freiheit und mit dem Selbstverständnis richtig gehandelt zu haben.
Eiligen Schrittes nahm er die Treppen, um in die Lobby und von dort ins Freie zu gelangen. Er brauchte Bewegung. Er drehte mit gequältem Gesicht seine Schultern, um seine stark angespannten Muskeln entspannen. Und, um das Bild der weinenden, zusammenkauernden Julia, dass ihn doch mehr beeindruckt hatte, als er bereit war, zuzugeben, zu verdrängen. Nein, nur sie konnte die Herrin des Spiegels sein. Das war die einzige logische Erklärung!
Mit einem Mal fühlte er in seiner Reisetasche, die aufgrund seines hohen Tempos wackelte, etwas Hartes immer zu gegen seinen Körper prallen. Er konnte sich das nicht erklären. Eigentlich hatte er so etwas nicht bei sich.
Nachdem er in der Tasche eilig gesucht hatte, musste er unwillkürlich lächeln, als er ihn sah. Vermutlich hatte er ihn wie in Trance mit eingesteckt!
In seiner Tasche lag seelenruhig der Spiegel, so als würden ihn die Ereignisse der letzten Minuten gar nichts angehen. Michael überlegte, was er jetzt tun sollte und je länger er nachdachte, desto schneller verschwand sein Lächeln. Dort lag kein Spiegel und kein Liebesobjekt und ganz sicher nicht die Erlösung all seiner Träume, dort lag die Ursache all seiner Probleme! Er wollte den verdammten Spiegel nicht mehr haben, er kam von Julia! Und sowohl sie als auch der verdammte Spiegel hatten ihn betrogen und ihn große Gefahr gebracht! Er wollte nicht alles aufgeben, nur um irgendeiner abstrusen sexuellen Fantasie von sich nachzujagen und er wollte schon gar nicht in so großer Angst, wie der Fremde leben! Und all das würde das schwarze Ungeheuer bedeuten. Und die Schlange auf dem Zimmer, dachte er grimmig!
Er war es sich und dem Fremden, der sich wohl tatsächlich für ihn in Gefahr gebracht hatte, schuldig, den Spiegel loszuwerden. Er blickte sich kurz um und sah im Treppenhaus einen großen grünen Mülleimer stehen, auf dem sorgsam
„BITTE ENTSORGEN SIE IHREN ABFALL HIER! PLEASE GIVE US YOUR TRASH!“
geklebt war. Michael sah die ungenaue englische Übersetzung und grinste zufrieden.
‚Ihr wollt meinen Abfall, dachte er, den könnt ihr haben.’ Dann warf er, so kräftig er konnte den Spiegel in den Mülleimer. Es gab einen lauten Knall, dann folgte Stille. Michael wusste nicht, ob er das Zerspringen von Glas gehört hatte, aber es war ihm auch egal. Er war nun auch den zweiten Verräter los.
‚Moment, noch nicht ganz’, dachte er eilig und fasste sich an den Kopf.
‚Die Kerzen! Die Kerzen gehörten auch dazu.’ Irgendwo in seiner Tasche mussten sie sein.
Er kramte eilig und dort kam der Stapel, den er nach seiner letzten Spiegelbenutzung mit einem Gummiband fixiert hatte, zum Vorschein. Er brach voller Überzeugung jede Kerze einzeln durch und zum aller ersten Mal konnte er die gewaltigen Stimme in sich, die im Einhalt gebieten wollen, s erklären, weil er wusste, woher sie kamen und was sie bezweckten. Das genügte ihm, um diese erfolgreich zu bekämpfen.
Nachdem die Arbeit getan war, blickte er zufrieden auf die Überreste der Kerzen, die er schemenhaft auf dem Boden des Mülleimers sehen konnte. Jetzt war er frei!
In der Lobby eilte er zur Rezeption und schlug energisch auf die Klingel. Ein freundlich aussehender Mann kam auf ihn zu. Ein anderer als der, dem Michael die Antwort auf den ersten Zettel gegeben hatte. Das war ihm egal. Er hatte sich frei von der Herrin des Spiegels und ihrer Teufelsschöpfung gemacht, jetzt wollte er nur noch weg. Der Mann sah ihn erwartungsvoll an:
„Ja, bitte? Was kann ich für sie tun?“
Michaels Stimme wurde überhastet:
„Hier ist meine Schlüsselkarte, rufen sie mir bitte ein Taxi, ich reise ab!“
„Unser hauseigener Fahrdienst arbeitet seit 20 Minuten. Wäre das etwas für sie?“
Michael war zufrieden:
„Ausgezeichnet, den nehme ich! Um die Rechnung kümmert sich die Zurückgebliebene!“
Der Portier nickte, nahm den Telefonhörer und rief einen der Fahrer des Hotels an.
Fünf Minuten später saß Michael in einem der luxuriösen Autos des Hotels und wurde zum Bahnhof gefahren. Er war zufrieden. Endlich kam er weg. Weg von dem, was er jetzt nur noch vergessen wollte.
Michael lehnte sich mit seinem Kopf gegen das Fenster des Zuges. Er wünschte sich nichts sehnlicher, als endlich mal wieder zu schlafen. Auf einmal berührte ihn eine fremde Hand. Sie stand in einer gewissen Verbindung zu seinem Sitznachbarn.
„Sie möchten schlafen, was?“ wollte dieser wissen.
„Sieht man mir das an?“ entgegnete Michael kurz angebunden. Er legte keinen Wert auf Konversation. Der Andere ließ sich davon nicht abschütteln:
„Ich fahre auch schon so lange Bahn. Früher konnte man noch im Zug schlafen. Das Rattern und das Wackeln haben einen sehr schön müde gemacht. Heute, bei all diesem neumodischen Quatsch geht das nicht mehr. Wissen sie das Gleise heutzutage lückenlos verschweißt sind? Da rattert nichts mehr. Ausgenommen, man überfährt Weichen.“
„Hoch interessant.“, gähnte Michael und drehte dem Fremden seinen Rücken zu.
Dieser verstand den Hinweis und verstummte. Michaels Körper begann ihm zu signalisieren, dass er kein Rattern brauchen würde. Der Schlaf kam auch so näher und näher. Michael hatte Angst, als er an die mahnenden Worte des Fremden vor dem Hotel dachte. Aber der Wunsch zu schlafen wurde übermächtig. Nach kurzem Kampf gab er nach und schloss die Augen.
Als er die Augen aufmachte, bemerkte er, dass er gefesselt auf einem Bett lag. Er schaute sich kurz um, es war das Bett des Hotelzimmers. Dann spürte er einen plötzlichen Schmerz an seiner Brustwarze. Sein Blick schnellte sofort in die entsprechende Richtung. Dort sah er eine Hand, geschützt von einem edlen Lederhandschuh, die seine Brustwarze mit voller Kraft zu zwirbeln schien. Er versuchte, dem Arm zu folgen und wieder konnte er den Körper einer wunderschönen Frau, verpackt in einem Ledercatsuit und hohen Lederstiefeln sehen. Als er versuchte, ihr ins Gesicht zu sehen, misslang es aus einem unerfindlichen Grund. Auf irgendeine Art und Weise wusste Michael schon, dass er träumte. Er war aber nicht in der Lage, diesem Bewusstsein etwas logisches folgen zu lassen.
Mit einem Mal gesellte sich die zweite Hand zur ersten und der Schmerz ließ ihn erschreckt aufschreien.
„Habe ich jetzt vielleicht deine Aufmerksamkeit, mein kleiner Sklave?“
Da war sie wieder, diese geheimnisvolle und erotische Stimme. Die Stimme der Herrin des Spiegels. Michael versuchte, selbstbewusst zu antworten:
„Die Aufmerksamkeit schon. Aber auch mein Unverständnis. Ich weiß jetzt, wer du bist und habe mich von dem Spiegel getrennt! Ich bin jetzt frei von dir!“
Er bekam augenblicklich rechts und links eine Ohrfeige:
„Wie sprichst du denn mit deiner Herrin?“
Michael wollte sich die heißen Wange reiben, musste aber feststellen, dass er gefesselt war und zappelte nur ein wenig hilflos herum. Die Herrin lachte ihn aus:
„Sieh nur, wie erbärmlich du aussiehst, wenn du versuchst, dich zu befreien. Wie lächerlich du herumzappelst. Und du denkst, du bist frei von mir.“ Dazu hielt sie vor einem Spiegel vor die Augen, der ebenso schwarz und böse wie das Original wirkte und Michael seine erfolglosen Versuche, sich zu befreien, zeigte.
„Ich bin frei von dir“, stöhnte Michael, als die Herrin ihm 2 schnelle Schläge auf seinen Schwanz gab und sich darüber zu amüsieren schien. Darauf ließ sie von seinem Schwanz ab und eine Hand drückte seinen Mund zusammen:
„Du Narr! Glaubst du wirklich, weil du ein Stück Glas weggeschmissen hast, bist du jetzt frei?“
„Weil ich dich enttarnt habe!“
„Hast du das?“
Michael schreckte hoch und stieß sich seinen Kopf am Sitz des Vordermanns. Was sollte dieser Traum bloß bedeuten? Er verstand ihn nicht und er machte ihm große Angst.
Dann kamen die Zweifel. Wieder und wieder war da der letzte Satz der Herrin:
„Hast du das?“
Hatte er Julia etwas Falsches unterstellt? War sie doch nicht die Herrin? Doch, sie musste es sein, es passte alles so gut.

Auch wenn es scheinbar sein schlimmster Alptraum war, den er erlebt hatte, so hatte ihm diese Erkenntnis doch geholfen, frei von den ganzen Fragen der letzten Tage zu werden. Von den Fragen und den Sorgen.
Er schlug sich mit der flachen Hand zwei Mal schnell gegen den Kopf:
„Doch, sie ist es! Es ist alles logisch! Sie ist eine gute Schauspielerin! Nur so kann es sein!“
Die Mitreisenden im Zug drehten sich fragend zu ihm um und ein kleines Kind erwachte und begann zu weinen. Die Mutter des ****** sah erbost zu Michael. Sie hatte es wohl genossen, das Kind schlafen zu sehen. Denn der Kleine entwickelte sofort eine erstaunliche Aktivität.
Michael erhob sich von seinem Sitz.
Kaffee! Genau das würde er jetzt brauchen. Einen Kaffee und ein neues Leben ...
Endlich stand Michael vor seiner Tür und wankte. Die Anstrengungen der Nacht und die sechsstündige Zugfahrt, die er hinter sich gebracht hatte, waren nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Als er auf die Uhr schaute, erschrak er.
Mittag. Der ganze Tag lag vor ihm. Vermutlich wäre es eine gute Idee, etwas zu essen, merkte sein Bauch durch ein tiefes Knurren an. Es erschien vernünftig. Leute, die normale Tage hinter sich brachten, essen doch gegen Mittag, dachte er.
In seinem Kühlschrank entdeckte er ein Sixpack Bier und Senf. Er runzelte kurz die Stirn und nahm sich das Bier.

‚Egal, dann war es halt erst Mittag.’ Er war schon zu lange auf, um sich darüber Gedanken zu machen oder sich zu schämen. Er hatte es verdient. Als das Wanken sich partout nicht abstellen lassen wollte, spielte er kurz mit dem Gedanken, sich hinzulegen und zu schlafen. Alleine der Gedanke an seinen Traum im Zug, ließ ihn diese Alternative schnell vergessen.
Nachdem er das Fernsehprogramm durchgezappt hatte und feststellte, dass wirklich nichts im Fernsehen kam, setzte er sich vor seinen PC und wartete darauf, dass dieser seinen Internetzugang bereitstellen würde. Vielleicht war ja in der weiten Welt etwas passiert, was ihn ablenken würde. Er fühlte sich, seit er wieder in seiner Wohnung war, als würde er in den Seilen hängen. Die ganze Situation war unwirklich. Hier zu Hause war es wie immer, während er vor noch sehr kurzer Zeit die unglaublichsten Erfahrungen seines Lebens gemacht hatte. Und nun war mit einem Schlag das alles vorbei und es war ihm gelungen zu erreichen, was er wollte. Mit einer Zugfahrt hatte er sein Leben wieder in die normalen Bahnen geführt. Als er diese Gedanken wälzte, öffnete er sein Emailprogramm und beobachtete, wie sich eine Zahl aufbaute, die ihm sagen würde, wie viele Mails er in seiner Abwesenheit bekommen hatte. Er schluckte. 42 Nachrichten. Als er sie einzeln betrachtete, kam die Enttäuschung, zumindest 2 Drittel war nichts als Abfall des www Nachrichtensystems. Bei der vorletzten neuen Mail blieb er dann hängen und musste mehrere Male wieder hinschauen, um zu sehen und zu verstehen, was ihm dort entgegen blinkte. Der Absendername lautete DeepThroat.
DeepThroat überlegte er. Eigentlich musste eine Mail mit einem solchen Absender Spam sein, aber der Betreff lautete: „gespiegeltes Trier.“ Mit einem Mal fiel ihm dann auch ein, wer DeepThroat war: Die Watergate Quelle, die Nixon gestürzt hatte. Dann verstand er, die Nachricht musste vom Fremden sein, der sich so auch im Internet schützen wollte. Michael musste lächeln. Er begann zumindest den Humor des Fremden zu mögen. DeepThroat war schon ein besonders dreister Deckname, wenn man nicht ertappt werden wollte, aber bereit war, Informationen zu verraten. Er öffnete die Mail und las den Inhalt:
„Hallo, ich bin meinen Verfolgern entkommen. Wenn du das liest, schreibe mir bitte zurück und schreibe mir auch, was wir außer dem Spiegel geteilt haben, damit ich weiß, dass wirklich du es bist. Grüße.“
Michael überlegte kurz, schrieb ihm zurück, dass sie Zigaretten geteilt hätten und das er den Spiegel weggeschmissen habe, aber nun glaube zu wissen, wer die Herrin des Spiegels sei und wie er in diese ganze Geschichte rein gerutscht wäre. Mit einem Mal fiel ihm etwas ein. Der Fremde hatte gesagt, er habe die neue Herrin des Spiegels kurz gesehen und würde sie wieder erkennen. Irgendwo musste er doch noch ein Foto von Julia haben, was er ihm schicken könnte. Dann würde er all seine Zweifel zerstreuen und Michael würde vielleicht aufhören, das Gefühl zu haben, in einer surrealen Welt zu leben, welches vielleicht nichts anderes war, als die Verdrängung seines schlechten Gewissens. Dann fiel ihm ein, dass er ja schon in Trier feststellen musste, dass er überhaupt kein Foto von Julia besaß. Er überlegte fieberhaft, wo er trotzdem ein Foto finden könnte, stellte dabei die Wohnung auf den Kopf, öffnete alle Schubladen, durchwühlte alte Bücher, klemmte sich unter sein Bett und sah sich schließlich dem Jahrbuch seines Abiturjahrganges gegenüber. Er öffnete es eilig und blätterte. Sein Abitur war zwar schon einige Jahre her, aber mit ein wenig Glück würde das Foto von Julia schon reichen, um sie wieder zuerkennen. Vermutlich war es ja auch schon einige Zeit her, dass der Fremde sie gesehen hatte.
Er hatte Glück. Als er die entsprechende Stelle fand, atmete er erleichtert auf. Sie sah damals schon fast genauso aus, wie heute. Nur heute war sie noch schöner.
‚Verdammt, was war das?’ Michael boxte sich in die Seite. So etwas durfte er nicht denken. Auf keinen Fall. Dazu war sein Verdacht viel zu schlimm und zu begründet. Wenn er jetzt anfangen würde, wieder ihre positiven Seiten zu bemerken, war er in großer Gefahr.
Vermutlich ist es alles nur eine Veränderung des Spiegels gewesen, die du jetzt versuchen musst, rückgängig zu machen, versuchte er sich einzureden, während er ihr Bild einscannte und in der Mail fragte, ob sie die Herrin des Spiegels sei.
Nachdem er in den ersten 15 Minuten nachdem er seine Mail abgeschickt hatte, bestimmt vier Mal nach einer Antwort gesehen hatte, beschloss er, sich etwas hinzulegen. Mit einem Satz landete er auf der Couch, auf der nicht mehr gewesen war, seit Natalie mit ihm Schluss gemacht und Julia ihn zur Reise eingeladen hatte. Es war logisch, sie musste es sein. Er begann auch schon wieder genau dieselben Kopfschmerzen wie damals zu bekommen.


Schließlich fielen ihm die Augen zu und er versicherte immer wieder, dass es alles logisch sei, dass es keine andere Erklärung gebe.
Eine Stunde später raste er aus seinem dösenden Zustand hoch und fluchte laut, wobei er mit seinen Fäusten auf die Couch einschlug. Sein Kopf wurde knallrot und er brüllte noch einmal einen lauten Fluch. Es war nicht alles logisch! Eine Sache hatte er übersehen, etwas war ganz und gar nicht logisch! Eine Tatsache widersprach all seinen Annahmen und ließ ihn ein wirklich schlechtes Gewissen bekommen:
Der 1.Zettel! Der 1. Zettel war nicht logisch zu erklären! Warum zur Hölle hätte Julia ihm einen Zettel des Fremden geben sollen, durch den er gewarnt wurde, wenn sie die Herrin des Spiegels war?


„Ich bin so ein Riesenarschloch und der größte Vollidiot!“, brüllte er aus Leibeskräften in Richtung des Fernsehers, so als würde dieser die Schuld tragen.
„Warum Zur Hölle kann ich nicht einmal nachdenken, ich Arsch, bevor ich etwas ***? Jetzt habe ich aber einen verdammten Haufen Scheiße gebaut!“
Er sah zu seinem PC, der immer noch online war. Seine Wut über sich selbst pulsierte in all seinen Adern. Er war zu voreilig gewesen, hatte nicht nachgedacht und einfach gehandelt. Und war damit auf die Schnauze gefallen.
Der PC Schirm zeigte ihm, dass eine neue Nachricht auf ihn warten würde. Er stand mühsam auf, fühlte sich noch immer unsicher auf seinen Beinen und hatte Schwierigkeiten, klar zu sehen, zu sehr füllten sich seine Augen schon mit Tränen der Wut und der Verzweiflung, wie leichtfertig er alles weggeschmissen hatte. Ein Mauseklick später konnte er den Absender sehen: DeepThroat.
‚Natürlich’, dachte Michael und ahnte auch schon genau, was er schreiben würde. Er wusste nicht recht, welchen Inhalt er sich wünschen würde, aber die Gewissheit einen großen Fehler gemacht zu haben, nahm mehr und mehr zu. Langsam öffnete er mit unruhiger Hand die Mail und las sie. Sie war ziemlich kurz gehalten:
„Nein, sie ist es unter keinerlei Umständen! Die Herrin des Spiegels sieht völlig anders aus! Vermutlich hast du dich durch die neuen Erkenntnisse und die Veränderungen des Spiegels irre führen lassen.

Hast du dich überzeugt, dass der Spiegel wirklich zerstört ist? Das wäre wunderbar!“
Michael sank auf die Knie und begann hemmungslos zu schluchzen. Seine schlimmste Angst: Bestätigt! Er hatte den liebsten Menschen, den er kannte, nur wegen seiner eigenen Angst und einer unglücklichen Reaktion des Anderen verlassen, gedemütigt, verletzt und beleidigt. Und alles nur weil er sich nicht getraut hatte, ihr die Wahrheit zu sagen. Und nun war sie aus seinem Leben verschwunden. Er war ganz allein.
Die Tränen liefen Michael in den Mund und er fühlte sich hilflos, als er auf dem Boden kauerte und sich selbst bemitleidete und verfluchte. Nach einiger Zeit, als er seine Emotionen so weit kontrollieren konnte, um wieder einigermaßen klare Gedanken zu fassen, wollte er nur noch eins. Sich entschuldigen. Ihr sagen, wie Leid ihm das alles tun würde. Und wenn sie ihm die Chance gäbe, zu sprechen und zu erklären, dann würde er die ganze Wahrheit sagen. Gestehen und so vielleicht etwas von der Verletzung wieder gut machen und Vergebung, die er nicht verdient hatte, erhalten.
Hastig wählte er ihre Nummer und als er nur noch auf die grüne Taste drücken musste, um sie zu erreichen, stoppte er.
Ihm war etwas eingefallen.
‚Wie sollte er beweisen, was er sagte?’ Seine Geschichte würde so unglaublich klingen, dass er schon größtes Glück hätte, wenn sie ihm soweit glauben würde, um Beweise zu verlangen. Und er hatte keine mehr. Er hatte den Spiegel und die Kerzen weggeworfen.
„Nicht mal einen blöden Kassenbon habe ich bekommen“, sagte er laut mit verächtlicher und verzweifelter Stimme. Er hatte sie weggestoßen und sich auch noch gleich alle Möglichkeit zur Entschuldigung genommen. Er hatte wirklich ganze Arbeit geleistet.
Fünf Minuten hockte er tatenlos auf dem Boden seiner Wohnung, das Handy ruhte nach wie vor in seiner Hand und er überlegte, was er tun könnte. Schließlich ließ er trotzdem wählen. Gebannt wartete er, während sich die Verbindung aufbaute und konnte die Spannung fast nicht ertragen.
„Ja?“ Das war ihre Stimme. Sie klang sichtlich gezeichnet und hatte einen Unterton tiefer Trauer. Jetzt musste er etwas sagen, die richtigen Worte finden, damit sie nicht gleich auflegen würde.
„Julia. Bitte, hör mir zu, hier ist Michael ...“
Die Leitung war tot. Sie hatte sie gekappt, als er seinen Namen gesagt hatte. Fassungslos starrte er auf sein Handy und auf den Schriftzug „Verbindung beendet.“ Da ihm nichts besseres einfiel, wählte er erneut und wartete. Schließlich hörte er ihre Stimme, aber wurde bitterlich enttäuscht:
„Hi, das ist die Mailbox von Julia. Ich bin wohl gerade nicht erreichbar, bitte hinterlasst mir eine Nachricht.“
Sie klang so fröhlich, fast wie in den ersten Tagen in Trier.
‚Und was jetzt’, dachte er dann. Er war ratlos, aber der Schmerz brannte höllisch in seiner Brust ...
„Frauen und Schmerz sind eine gefährliche, wenn auch nicht seltene Kombination. Wollen sie noch Einen?“, fragte der Barkeeper seiner Stammkneipe, in der er sich zurückgezogen hatte, um etwas zu trinken und sich zu beschäftigen. Da es noch recht früh am Tag war, hatte die Kneipe fast keine Kundschaft. Nur zwei Handwerker, die wohl Mittag machten, saßen in der hinteren Ecke und unterhielten sich. Michael beobachtete, wie sein Glas sich zum 7. Mal mit Whiskey füllte. Er hatte vorher zwei Bier versucht, aber die Wirkung reichte ihm nicht. Der herbe Geschmack des Whiskeys auf seiner Zunge und die Wirkung, die direkt in Blutkreislauf durchzuschießen schien, waren da hilfreicher. Jedes Glas linderte den Schmerz und half zu vergessen.
Der Barkeeper sah ihn mitleidig an und spülte seine Gläser. Michael hasste es von Fremden bemitleidet zu werden, aber in diesem Fall spielte er mit. Er wusste, dass der Barkeeper ihm ansonsten den *******hahn würde zudrehen können.
„Waren sie mit der Frau lange zusammen?“
Michael zuckte mit den Achseln, mehr und mehr die Fähigkeit verlierend, sinnvolle Antworten zu geben:
„Lange genug, um zu wissen, dass ich mächtig große Scheiße gebaut habe.“
„Bitten sie sie um Verzeihung.“
„Habe ich versucht, seit Stunden geht nur die Mailbox ran.“
Der Barkeeper schüttelte den Kopf:
„Nicht am Telefon. Gehen sie direkt zu ihr.“
„Sie wird mich abweisen, sie hat allen Grund dazu.“
Der Barkeeper lächelte:
„Vielleicht tut sie das. Aber vielleicht auch nicht. Denn vielleicht ist sie ein besserer Mensch als sie.“
„Das ist sie sicher. Nicht nur vielleicht. Noch Einen.“
3 Stunden später hing Michael über seiner Toilette und verabschiedete sich von dem, was kürzlich noch seinen Schmerz gelindert hatte. Sein Kopf war immer noch eingenebelt und er konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. In einer hinteren und letzten Ecke seines Kopfes wusste er, dass er eigentlich trauern sollte, vielleicht weinen, aber dazu war er unfähig.
Nach einiger Zeit richtete er sich auf wackeligen Beinen auf, wusch seine Hände, sein Gesicht und spülte den Mund aus. Dann blickte er mit glasigen Augen in seinen Badezimmerspiegel, indem er mit aller Mühe noch Umrisse erkennen konnte.
„Du bist an allem Schuld!“ schrie er aus voller Kehle und deutete auf den Spiegel und sein Spiegelbild. Selbst nicht wissend, wenn er jetzt wirklich meinte. Er wusste nur, dass dort der Schuldige hing und alleine diese Anwesenheit schien ihn zu verspotten und seinen Schmerz unerträglich zu gestalten.
„Ich werde dir schon zeigen, wer hier nicht frei ist“, stammelte er weiter, immer noch nicht wissend, ob er den Spiegel als Ersatz für den echten oder sich selbst meinte. Dann nahm er seinen Badezimmerhocker und warf ihn mit der letzten ihm verbliebenen Kraft in den Spiegel und sah zufrieden zu, wie sein Spiegelbild in viele Einzelteile zerbrach und zu Boden flog.
„So ist besser“, gab er von sich, gähnte und wankte in sein Wohnzimmer, wo er auf der Couch einschlief.
Michael erwachte und hielt sich seinen Kopf, indem er eine 747 vermutete. Er fuhr sich mit seiner Zunge durch den Mund und bekam angewidert vom Geschmack eine Gänsehaut. Nur langsam kamen die Erinnerungen wieder und er begann sich schämen, obwohl niemand außer dem Barkeeper seine Exzesse erlebt haben dürfte. Michael war sich auch sicher, wieder etwas schlimmes geträumt zu haben, aber konnte sich nicht erinnern. Entweder arbeitete ******* effektiv gegen die Wirkung des Spiegels, oder diese ließ langsam nach. Egal was stimmte, auf eine gewisse Weise war es positiv. Michaels Magen knurrte und meldete sich bedenklich zu Wort. Die Vibrationen ließen ihn wieder den großen Schmerz in seinem Kopf verspüren und aufjaulen. Schließlich überlegte er sich, dass es vermutlich das Beste wäre, erst einmal herauszufinden, wie lange er überhaupt geschlafen hatte. Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass es 20 Uhr sein würde. Das wären ungefähr vier Stunden gewesen, aber als er sein Handy nahm, um zu sehen, ob Julia vielleicht doch ein Einsehen gehabt haben könnte, fuhr ihm der Schreck gehörig in die Glieder. Es war ein Tag später! Er hatte 28 Stunden seinen Rausch ausgeschlafen und 10 Anrufe seiner Mutter, irgendwelcher Freunde und einen von der Deutschen Bank verpasst. Das interessierte ihn alles nicht! Julia war nicht darunter, das tat weh, außerdem hatte er wirklich Kopfschmerzen.
Eine Stunde später saß er auf seiner Couch, der Schmerz im Kopf begann gegenüber der chemischen Keule, die er auf ihn losgelassen hatte, zu kapitulieren und der zweite Döner, den er im Begriff war zu verspeisen, bekämpfte effektiv das flaue Gefühl in der Magengegend. Er fühlte sich wieder etwas besser und überlegte, wie sein weiteres Vorgehen ausfallen würde. Was könnte er tun, um mit Julia zu sprechen, ging ihm immerzu im Kopf herum. Es schmerzte ihn sehr, es sich einzugestehen, aber die Antwort war eindeutig. In der nächsten Zeit gab es keine Chance. Sie würde ihn nicht an sich heran lassen. Er musste einige Zeit warten und hoffen, dass sie dann wieder bereit sein würde, mit ihm zu reden. Frustriert gestand er sich ein, dass sie diese Zeit auch verdienen würde. Blieb die Frage, was er jetzt aus seinem Leben machen sollte. Er war ungefähr eine Woche weg gewesen und trotzdem war nichts mehr wie vorher. Keine Natalie, keine Freundschaft, geschweige denn mehr mit Julia, kein Geld, weil er es für den Spiegel verprasst hatte und nicht einmal mehr einen Badezimmerspiegel, stellte er zum Schluss mühsam lächelnd fest. Außerdem war er relativ nahe dran, von einer Irren, die sich selbst als Herrin des Spiegels bezeichnete, gefangen und zum Sklavendienst überredet zu werden. Über die anhaltende Schlaflosigkeit, wie sie sich nur die letzten 28 Stunden nicht gezeigt hatte, wollte er gar nicht nachdenken. Wenn er richtig überlegte, konnte er nur feststellen:
Er war ganz unten!
Das löste einen positiven Effekt bei ihm aus. Er war der festen Überzeugung, dass es von nun an nur noch aufwärts gehen könnte. Einen Anfang wollte er machen, indem er beschloss, seinen Körper und die Wohnung auf ein akzeptables, lebenswürdiges Maß zu bringen.
Nachdem einer Dusche fegte er die Überreste seines Spiegels zusammen und erinnerte sich mit einem Mal daran, welch befriedigtes Gefühl es gewesen war, sein Spiegelbild zerbrechen und fallen zu sehen. Das machte ihm Angst. Er schaute mit traurigen Augen zu Boden und wurde sich bewusst, dass er einen Halt brauchte. Irgendjemand, den er mochte und der ihn mochte, mit dem man mal wieder unbeschwerte Zeit verbringen könnte. Irgendwer, der für ihn da sein würde. Eigentlich musste er nicht lange überlegen, wer in Frage kam, aber er zweifelte, ob er ihm die ganze Wahrheit erzählen sollte.
Er schlug mit beiden Händen entschlossen gegen seine Wand. Selbst wenn er nicht mit ihm über alles sprechen könnte, wäre es schön wieder Zeit mit ihm zu verbringen.
Er suchte sich sein Handy und gelangte zu der Nummer seines kleinen Bruders Sebastian. Er hatte seinen ihn gern, er war wie er in dem Alter. Nur, das Michael hoffte, dass er nicht auch Dominas bevorzugte. Er hatte mit seinem Bruder das erste Bier ge******n, ihn vor 3 Jahren mit 14 das erste Mal sein Auto auf einer abgelegenen Landstraße fahren lassen, ihm die ersten Tipps in Bezug auf Frauen gegeben und dafür eine ehrliche Freundschaft, die je älter Sebastian wurde, immer intensiver wurde, erhalten. Sein Bruder war auch zugleich einer seiner besten Freunde. Darum tippte er im einen kurzen Text ein, bemühte sich durch seine Anrede, „Moin Seb“ ,möglichst nicht durchklingen zu lassen, das er Sorgen hatte und lud seinen Bruder zum Laufen und zu Bier ein. Im Moment beinhaltete die Vorstellung von erneutem *******genuss zwar nur Abscheu, aber das konnte sich ja ändern.
Es dauerte einige Zeit, aber dann kam eine bestätigende SMS, in der sein Bruder schrieb, er würde sich auf das Treffen freuen...
Michael keuchte und musste schwer um Atem zu kämpfen, als er sich bemühte, mit seinem Bruder Schritt zu halten. Normalerweise war er in besserer Form als sein Bruder, nur hatte er wieder die ganze Nacht kein Auge zu getan und fühlte sich eigentlich zu schwach zum Laufen. Aber, gepackt vom sportlichen Ehrgeiz, dem trotz allem seinem Bruder gegenüber empfand, bemühte er sich, mitzuhalten.
Dafür genoss er das Gespräch, was er mit seinem Bruder führte. Es ließ ihn sein eigenes Leben vergessen und sich als großer Bruder und Freund fühlen. Denn sein Bruder hatte sich verliebt und seine neue Freundin hatte ihn an diesem Abend für sein erstes Mal zu sich bestellt. Und nun machte er sich verständlicherweise Sorgen um den Ablauf und um ein mögliches Versagen. Michael versuchte, ihn zu beruhigen und versicherte er ihm, wie sehr er sich für ihn freuen würde. Was zwar wirklich zutraf, aber wohl nicht besonders überzeugend klang, da er zeitgleich mit dem Sprechen versuchte, nicht an Sauerstoffmangel einzugehen. Als er diese Gedanken hatte, schnitt sein Bruder mit einem Mal ein weiteres Thema an:
„Mike, da ist noch was. Es ist mir unangenehm, es zu sagen.“
„Keine Hemmungen. Ich kann einiges ab.“
Sein Bruder schluckte:
„Ich habe gestern auch Natalie getroffen.“
Das überraschte Michael zwar ein bisschen, aber schockierte ihn nicht. Schließlich lebten sie alle zusammen in einer Kleinstadt. Da lief man sich von Zeit zu Zeit über den Weg.
„Und, was hat sie gesagt?“
„Sie hat sich nach dir erkundigt. Sie will dich wohl auch bald kontaktieren.“
„Wirklich? Hat sie bisher nicht gemacht. Du siehst aus, als wäre da noch mehr.“
„Nun ja, sie hat mir geholfen, Maries Interesse auf mich zu ziehen.“ Marie war das Mädel, in das sich sein Bruder verliebt hatte. Er empfand sie aus den Erzählungen sehr sympathisch.
„Wie hat sie dir denn geholfen?“, wollte Michael wissen.
„Sie hat mit mir getanzt. Ehrlich gesagt, eher um mich herum.“ Der Kopf seines Bruders wurde knallrot.
Michael blieb stehen und begann aus voller Kehle zu lachen. Natalie hatte einstmals auch mit ihm getanzt. Er wusste wovon sein Bruder sprach und warum er sich so schämte. Das einzige Wort, was ihm wirklich dazu einfiel, um zu beschreiben, wie Natalie tanzte, war Trockensex. Er hatte vorher noch nie etwas so erregendes ohne eigentlichen sexuellen Akt erlebt.
„Ey Mike, lachst du mich etwa aus?“, wollte sein Bruder wissen, der über die Reaktion sichtbar froh war.
„Nein, keine Sorge. Ich lache mit dir. Ich weiß, wie sie tanzt. Ich nehme mal an, dir hat es gefallen?“, gab Michael zurück und lief langsam wieder los.
Sein Bruder nickte beschämt.
„Mach dir keine Sorgen, Seb. Das ist schon okay, du wärest kein menschliches und vor allem kein männliches Wesen, wenn es spurlos an dir vorbeigegangen wäre. Passt schon.“
„Wirklich? Immerhin ist eure Trennung ja erst kurz her.“
Michael dachte kurz darüber nach. Sollte er sich wirklich betroffener fühlen, nur weil Natalie mit anderen Männern tanzte? Er musste sich eingestehen, dass es ihm egal war. Seine Gedanken kreisten einzig und allein um Julia. Er entschied sich, wieder über das Mädel seines Bruders zu sprechen und ihm Mut zuzureden. Aber dann kehrten seine Erinnerungen an Julia doch wieder zurück. Denn als er wissen wollte, ob das Mädchen, Marie, irgendetwas besonders gerne mögen würde, antwortete ihm dieser:
„Sie hat es gern, wenn ich ihr beim Küssen und wahrscheinlich auch beim Sex in die Augen schaue.“
Er erschrak kurz und musste dann lachen. Genau wie Julia. Sein Bruder begann sich sogar Frauen mit ähnlichen Vorlieben, wie seine eigenen Freundinnen, auszusuchen.


„Die Männer in unserer Familie suchen anscheinend gezielt Frauen mit dieser Leidenschaft aus!“ sagte er etwas unbedacht. Dann kam das Unvermeidliche. Das Gespräch ging über zu Julia und zu dem was passiert sei. Michael hatte seinem Bruder nichts wirklich erklärt und wusste auch jetzt nicht, was er ihm sagen sollte. Er versuchte sich rauszureden:
„Komm, wir reden in meiner Wohnung bei einem Bier weiter. Sind genug gelaufen, ich bin ziemlich kaputt.“
Sein Bruder stimmte sofort zu.
Leider hatte dieser seine Fragen über Julia auch nicht auf dem Weg zu Michaels Wohnung vergessen. Michael versuchte das Kunststück fertig zu bringen, mit möglichst wenig Sätzen möglichst wenig zu sagen und es so klingen zu lassen, als hätte er möglichst viel gesagt. Es gelang ihm nicht wirklich und sein Bruder musste auch sein trauriges Gesicht bemerken, was er bekam, als er an Julia dachte und an die Perspektive, mit ihr zusammen zu sein, dachte. Sein Bruder hatte im Laufe der Jahre ein gutes Gespür entwickelt, wenn Michael in Problemen steckte, so fragte er:
„Willst du darüber reden, Mike?“
Michael wollte es. Michael wollte ihm alles erzählen, ihm mitteilen, wie schrecklich sein Leben verlaufen war, wie dumm er sich angestellt und alles verloren hatte, aber er konnte es nicht. Er hatte Angst, sein Bruder würde ihm nicht glauben und er würde so ihre Freundschaft gefährden. Außerdem war das heute der große Tag seines Bruders. Dieser würde heute sein erstes Mal haben und das mit einem Mädchen, in das er sich auch noch verliebt hatte. Wenn er aufhören wollte, sich wie ein egozentrisches Arschloch aufzuführen, musste er zurückstecken. So verneinte er. Sein Bruder wollte nicht so leicht aufstecken, ließ sich aber schließlich doch vom Thema abbringen, indem Michael ihn unter die Dusche schickte, damit er einen vernünftigen Eindruck bei seinem abendlichen Treffen hinterlassen würde.
Ungefähr 20 Minuten später kam sein Bruder frisch geduscht zurück und stellte ihm eine Frage, die ihn sofort hochfahren ließ:
„Mike, was ist denn mit deinem Spiegel? Jetzt weiß ich gar nicht, ob ich auch gut aussehe.“
Natürlich! Sein Spiegel. Der musste ja Fragen aufwerfen. Glücklicherweise hatte sein Bruder ihm ja mit dem 2.Teil der Bemerkung einen Ausgang zugewiesen. Er versicherte ihm, dass er gut aussehen würde und schickte ihn dann los, nicht dass er zu spät zu seinem großen Abend käme.
Gerade als er dachte, er hätte den Schreck über den zerbrochenen Spiegel gut genug kaschiert und könnte seinen Bruder jetzt mit positiven Gefühlen entlassen, verabschiedete sich dieser mit Worten, die ihn zu tiefst erschütterten:
„Danke. Die Zeit mit dir hat mich echt gut abgelenkt. Schön, dass du wieder da bist. Und eine Bitte habe ich an dich. Leg dich mal schlafen. Du siehst aus, als könntest du es brauchen.“
Michael blieb bewegungslos stehen und starrte still seinem Bruder nach. In seinem Kopf begann Panik. Konnte man es ihm wirklich schon so schlimm ansehen oder war es nur brüderliche Sorge? Wenn man es ihm ansehen konnte, dann könnte man ihm vielleicht noch viel mehr ansehen? Beispielsweise die Angst, die er ganze letzte Zeit gehabt hatte. Und auf Dauer würde er nicht erklären können, warum er nicht schlief. Was sollte er dann tun? Musste er dann alles beichten? Schließlich drehte er sich um und ging zurück in seine Wohnung.
Gerade als er seine Tür zugezogen hatte, klopfte es von der anderen Seite. Michael grinste. Seb musste etwas vergessen haben. Er vergaß immer etwas. Als er die Tür öffnete, blieb ihm vor Überraschung der Mund offen stehen. Dort stand nicht Seb. Dort stand Natalie! Die ihn fröhlich anlächelte, fast herausfordernd.
„Hallo.“, sagte sie schließlich.
Michael versuchte zu antworten. Dazu wurde ihm klar, dass er erst seinen Mund würde schließen müssen, bevor er ihn wieder öffnen könnte, um zu sprechen:
„Ähm, ja. Hallo. Entschuldige meine Reaktion, aber mit dir habe ich überhaupt nicht gerechnet.“
Sie lachte:
„Das macht nichts. Das bin ich ja noch aus unserer gemeinsamen Zeit gewohnt. Hey, nur ein kleiner Scherz. Darf ich rein?“
Michael nickte:
„Sicher, komm rein.“
Dann betrachtete er sie und stellte fest, dass sie merkwürdig gekleidet war. Sie trug Stiefel und alles darüber wurde von einem langen, schweren Wintermantel bedeckt. Und das bei Hochsommer. Selbst jetzt, halb sieben am Abend, war es nur knapp unter 30 Grad warm.
„Willst du nicht ablegen? Warum trägst du im Sommer einen langen Wintermantel?“ wollte er dann wissen.
„Wegen dir“, kam zurück.
„Jetzt bin ich verwirrt.“
Natalie drehte unruhig ihre Schultern, so als versuchte sie, diese zu lockern.
„Hast du über uns nachgedacht?“, wollte sie wissen.

„Ich meine, seit wir uns getrennt haben?“
Michael nickte:
„Sicher, ziemlich oft sogar.“
„Und, hast du es dabei bereut, dass wir nicht mehr zusammen sind?“
„Ja, natürlich. Aber ich habe mich ja nicht getrennt. Du hast es ja beendet.“Michael dachte, dass es klüger sei, zu verschweigen, dass er mit Julias Hilfe doch recht gut über sie weg gekommen war.


„Das war vielleicht etwas zu voreilig“, sagte Natalie mit schuldbewusster Stimme. Michael seufzte, um dann zu sagen:
„Eine schöne Erkenntnis. Nur, an meiner sexuellen Neigung hat sich nichts geändert.“
Natalie pustete durch:
„Ich weiß. Aber ich habe darüber nachgedacht. Und eigentlich wolltest du ja nichts anderes, als mich für immer glücklich zu machen.“
„Freut mich, dass es du es so siehst. Bringt uns aber nicht weiter.“
„Unterbrich mich nicht. Daher habe ich mich entschieden, etwas zu tun.“ Als sie das gesagt hatte, öffnete sie ihren Mantel, dieser segelte zu Boden und Michael stockte der Atem und seine Augen wurden riesig. Zum ersten Mal seit Trier stieg seine Erregung wieder soweit an, dass er seinen kleinen Freund spüren konnte. Vor ihm stand Natalie. Aber was aus ihr geworden war, konnte Michael nicht fassen. Sie trug ein enges schwarzes Ledercatsuit, welches zwischen ihren Beinen zusammenlief. Darunter keine Hose oder Rock. Irgendwann, knapp über dem Knie begannen ihre Stiefel, welche so blank poliert waren, dass sie blitzten. Außerdem trug sie einen Gürtel, in dessen linker Seite eine Peitsche klemmte und auf der anderen Seite waren Handschellen. Zusammen mit ihrem wilden Haar und er ihrem stark geschminkten Gesicht sah sie unglaublich erregend aus. Als Michael sie sah, erinnerte er sich schmerzlich daran, wie er sie früher begehrt hatte.


Sie lächelte süffisant, als sie auf seinen Schritt schaute:
„Anscheinend gefalle ich dir. Los, Hose runter! Will doch mal sehen, ob das, was dir Spaß macht, nicht auch mir Freude bereiten kann.“
Michael musste nur kurz nachdenken, um sich dann auf das Spiel einzulassen. Natalie wollte ein großes Opfer für ihn bringen und in gewisser Hinsicht war er ungebunden. Warum sollte er nicht mitspielen? Vielleicht war das ja die Lösung all seiner Probleme, vielleicht tat er es auch nur, um sich jetzt von Natalie über Julia hinweg helfen zu lassen.
Langsam zog er seine Hose runter und genoss ihren Blick, der voller Geilheit auf den sich offenbarenden, voll aufgestellten Schwanz gerichtet war.
„Da ist ja mein kleines Spielzeug“, sagte sie voller Erregung und ging mit ihrer Hand an seinen Schwanz, um ihn einige Male zu wichsen.
„Gefällt dir das?“, wollte sie wissen. Michael beschloss sie zu reizen, wollte er doch wissen, wie weit her es mit ihrer neugefundenen dominanten Neigung sei.
„Hört man das nicht an meinem Stöhnen?“ Bei einer echten Herrin hätte er sich auf eine satte Strafe für so eine Bemerkung gefasst machen dürfen. Natalie schwieg und wichste noch ein paar mal weiter. Schließlich sah sie ihm in das leicht enttäuschte Gesicht:
„Los, zieh dich weiter aus. Ich will dich nackt vor mir sehen.“ Michael folgte, die große Euphorie aber war verflogen. Auch dies sagte sie mehr als wäre sie seine Freundin oder sein One – Night Stand, nicht aber seine Herrin. Während er sich auszog, begann sie langsam mit ihren Händen seinen Körper entlang zu streifen und genüsslich zu stöhnen.
Als er nackt vor ihr stand und sein Schwanz alleine wegen ihres Anblickes pulsierte, sah sie ihn zufrieden an:
„Ja, das sieht doch geil aus. Ich glaube, ich werde meinen Spaß mit dir haben. Auf die Knie, bitte.“
Bitte? Aber sie versucht es ja, dachte Michael. Und ging langsam auf die Knie, um erwartungsvoll zu ihr hoch zu blicken:
„Und nun küss mir die Stiefel.“
Michael machte sie eilig daran, so oft hatte er davon geträumt, sie genau das sagen zu hören und endlich, nach all der Zeit, sagte sie es. Er küsste ihren linken Stiefel und den rechten, wollte dann beginnen, sie genüsslich zu lecken, wurde aber von ihr unterbrochen:
„Das reicht. Steh auf und geh zum Stuhl.“ Michael war frustriert, erkannte sie denn nicht, wie sehr er sich gewünscht hatte, diesen Moment noch ein bisschen zu genießen. Ein entfernter Teil seines Hirns, den er erfolgreich verdrängen konnte, gestand sich ein, dass sie immer weniger die Frau wurde, mit der er es genießen wollte. Aber er hatte sie lange geliebt, versuchte er sich selbst zu verdeutlichen, diese Gefühle könnten in der Kürze der Zeit nicht wirklich auf Julia übergegangen sein, sie mussten nur verschüttet sein.
Er stellte sich vor den Stuhl und spreizte die Beine, als sie von unten durch dieselben an seinen Schwanz ging und ihn sanft massierte. Mit der anderen Hand reizte sie seine Brustwarzen. Schließlich flüsterte sie ihm ins Ohr:
„Hände auf den Stuhl.“ Er tat wie geheißen und sah zu, wie sich mit einem leisen Klick das kalte Metall der Handschellen um seinen Hände und den Stuhl legte. Er war gefangen. Sie sah ihn lächelnd an und zeigte ihm die Peitsche:
„Du hast gesagt, du stehst auf Schmerzen. Du sollst sie haben.“ Dann hörte er das Geräusch ihrer Absätze, was ihm sagte, dass sie sich 2 Schritte entfernt hatte. Sie begann die Peitsche durch die Luft zu wirbeln. Er spürte den kalten Lufthauch an seinem Rücken und wünschte sich, Julia zu sehen. Er konnte die Erinnerung an sie einfach nicht aus seinen Gedanken verbannen. Irgendwann schüttelte er den Kopf und so gelang es ihm, sich zumindest kurzzeitig auf die Situation zu konzentrieren. Er bemerkte, dass er den Lufthauch der wirbelnden Peitsche zwar schon ziemlich lange spürte, aber bisher keinen Schlag bekommen hatte. Er wartete noch ein bisschen, dann schlug sie. Es war mehr ein Streicheln. Schmerz verursachte der Treffer in keiner Weise. Michael verstand nicht, was passierte und wartete. Er wagte nicht, den Kopf zu drehen. Vielleicht war das alles nur eine Falle, ihn zu reizen. Er wünschte sich, es wäre so. Der Gedanke erregte ihn.
Er wartete noch einige Sekunden, in denen nichts geschah. Er begann die Luft anzuhalten, schließlich hörte wieder das Geräusch ihrer Absätze, das näher kam und von hinten machten ihn ihre Hände los. Er drehte sich um und erschrak.
Ihre Haare waren ihr ins Gesicht gefallen und die Tränen rannen ihr in Sturzbächen die Wangen herunter. Sie schüttelte wieder und wieder den Kopf, verzog dabei den Mund zu einer Fratze und versuchte zu schluchzen, brachte aber keinen Laut hervor.
„Ich kann es nicht. Ich kann es einfach nicht. Es tut mir so leid, ich wollte das so gerne für dich tun. Aber ich kann es einfach nicht. Ich habe dich so unendlich lieb, da kann ich dich doch nicht schlagen.“
Michael verstand. Er bewunderte sie dafür, dass sie es versucht hatte, dass sie es für ihn tun wollte, aber es lag nun mal nicht in ihrer Natur. Der Teil von ihm, der sie geliebt hatte, der sie wohl immer lieben würde, wollte jetzt für sie da sein. Er musste wieder der starke Mann sein, wie immer in ihrer Beziehung. Aber er ahnte auch, dass es vermutlich das letzte Mal wäre, dass er auf dieser Ebene für sie da sein könnte.
Daher nahm er ihre traurig herunterhängenden Hände und begann sie zu streicheln:
„Es ist schon gut. Es wirklich in Ordnung. Ich bin so dankbar, dafür, dass du es für mich tun wolltest. Du hast mir damit gezeigt, dass ich dir wirklich wichtig bin, dass dir unsere Zeit etwas bedeutet hat. Du bist ein großartiger Mensch und ich kann wirklich glücklich sein, dass ich eine zeitlang dein Partner sein durfte.“ Er nahm sie in den Arm und sie begann aus ganzer Seele zu weinen und sich zu entschuldigen. Seine rechte Hand drückte ihren Kopf an seine Brust und Michael wurde auch traurig, als er völlig verstand, was gerade passiert war. Das Kapitel Natalie in seinem Leben wurde durch die Ereignisse endgültig beendet. Insgeheim hatte er auch schon lange ein neues Kapitel aufgeschlagen.
Die Beiden standen einige Minuten still und gaben sich ihrer Trauer hin. Sie berührten sich, streichelten sich, aber es war nicht mehr, um sexuelle Lust zu erzeugen, sondern, um einander zu trösten. Schließlich blickte Natalie mit verheulten Augen in seine:
„Ich schätze, das heißt wohl, wir sind nicht kompatibel, was?“ Michael gab ihr mit seiner Faust einen sanften Klaps auf die linke Wange:
„Wir sind es nicht mehr. Die erste Zeit in unserer Beziehung war ich der glücklichste Mensch und du warst der, sagen wir, passendste Mensch dazu. Das ist ein schöneres Wort als kompatibel.“
„Warst du lange in unserer Beziehung unglücklich, wegen deiner unerfüllten sexuellen Wünsche?“, wollte sie mit schuldbewusster Stimme wissen. Er nahm sie wieder zwischen seine Hände und drückte sie fest an sich:
„Das darfst du dir nie einreden! Niemals! Ich war nicht unglücklich. Schön, mir hat was gefehlt und ich hatte gehofft, das auch noch zu bekommen. Aber du hast mich immer sehr glücklich gemacht!“
Sie lachte:
„Danke, das ist wirklich lieb. Von ganzem Herzen wünschte ich, dass ich dieser Mensch sein könnte, der die totale Erfüllung bringen kann. Aber ich kann es nicht. Hoffentlich findest du eines Tages diesen einen Menschen.“
Michael sah betreten zu Boden und musste an seine letzte normale Nacht mit Julia und an ihre sehr überzeugende dominante Seite denken. Er musste es Natalie erzählen. Er musste jetzt reinen Tisch machen, bevor er wieder irgendwem weh tun würde:
„Vielleicht habe ich das schon.“
Natalies Antwort klang ehrlich entsetzt:
„Wie meinst du das?“
„Du weißt ja, dass ich weg war. Ich war mit Julia weg. Ein paar Tage in Trier. Und dort sind wir uns näher gekommen und sie hat aus freien Stücken diverse Spielchen mit mir gemacht.“
Natalie drehte sich weg:
„Julia, ausgerechnet diese dumme Schlampe. Du warst so lange mit ihr befreundet, da ist nie was gelaufen. Warum jetzt?“
Gute Frage, dachte Michael.
„Anfangs, weil sie mich wirklich über dich hinweg getröstet hat. Aber dann sind wir uns näher und näher, auch emotional, gekommen und es wurde wirklich schön.“
Natalie mied immer noch seinen Anblick:
„Liebst du sie?“
Michael begann einen wirklich dicken Kloß im Hals zu bekommen. Er hatte diese Frage oft weggeschoben und nun musste er sie doch beantworten. Offenkundig hatte alles weglaufen nichts genutzt. Er holte tief Luft:
„Ja, das *** ich!“ Es war ausgesprochen, seit so langer Zeit schwebte es und nun war es endlich ausgesprochen. Und er konnte es nicht Julia sagen, sondern musste es als erster Natalie sagen. Das war einfach nicht richtig.
Natalie drehte sich um, ihre Augen waren wieder voller Tränen:
„Und wo ist sie dann? Warum bist du nicht bei ihr?“
Michael sagte nichts, aber sein Gesichtsausdruck beantwortete die Frage. Natalie lachte ihn darauf hin verkrampft an:
„Hast du wieder Scheiße gebaut, was?“ Dabei schlug sie ihn sanft an die Schulter.
„Das habe ich. Wirklich verdammt große.“
„Willst du drüber reden?“
Michael schüttelte den Kopf:
„Nicht heute. Ich bin schon dankbar, dass du mir zugehört hast.“
Natalie schwieg einen Moment:
„Ich freue mich, dass du scheinbar jemanden gefunden hast, den du liebst und der dir das geben kann, was du brauchst. Ich kann es nicht. Und ich liebe dich so sehr, aber ich weiß, dass dir mit mir immer etwas vermissen würdest, darum sieh bloß zu, dass du sie wieder bekommst, du süßer Holzkopf.“ Das Letzte hatte sie versucht humorvoll zu sagen. Ihre Augen funkelten.
„Danke“, sagte Michael, nahm sie in die Arme und küsste sie ein letztes Mal. Als sich ihre Lippen und ihre Zungen trafen, war es, als würde für einen Moment die Welt stehen bleiben und sich die Zeit drehen, um ihnen ihren ersten Kuss, alle Küsse ihrer Beziehung und wieder diesen letzten Kuss zu zeigen. Schließlich wich Natalie als erste zurück:
„Ich gehe jetzt.“
„Warum denn?“
„Weil ich es muss, weil es besser ist und weil wir beide allein sein sollten.“
Dann drehte sie sich um, holte ihren Mantel, lächelte, warf ihn über den Arm, öffnete die Tür und ging hinaus. Michael lief ihr hinterher und sah sie im Treppenhaus.
„Versprich mir, dass wir in Kontakt bleiben werden“, rief er, als er tiefe Verzweiflung spürte.
Sie drehte sich um, ihr Gesicht war eine seltsame Mischung aus tiefer Traurigkeit und neuer Fröhlichkeit:
„Werden wir.“
„Aber meine es auch so! Ich will dich nicht ganz verlieren!“ Michael wusste nicht, was er tun sollte. Er war sich im Klaren darüber, dass sie nie wieder ein Paar sein könnten. Aber empfand Natalie als wertvollen Menschen. Als einen Menschen, der lange Jahre der wichtigste Bezugspunkt in seinem Leben gewesen war. Sie zu verlieren und nicht mehr zu sehen, würde sein Herz zerreißen, das spürte er. Auch wenn sie kein Pärchen mehr sein konnten.
„Ich meine es so. Ich muss dir doch helfen, deine Freundin zurückzugewinnen.“ Beim Letzten schluckte sie so laut, dass Michael es durch das Treppenhaus hören konnte. Dann wand sie sich um und ging.
Michael ging in seine Wohnung und sank in seine Couch. Das war zu viel für ihn. Er musste nachdenken und seine Gefühle ordnen. Er hatte nicht nur Natalie verabschiedet, sondern auch zugegeben, dass er Julia liebte. Nun war er in Problemen.
Er lag etwa eine halbe Stunde auf seiner Couch und wälzte seine Gedanken wie ein schweres Buch. Die Suche nach Ideen, was er tun könnte, blieb erfolglos. Er wusste nicht, was er jetzt tun sollte. In seine Gedanken hinein, klopfte es an der Tür. Michael stand auf und fluchte.
„Hier geht es ja zu wie im Taubenschlag“, grummelte er. Er wollte lieber noch länger allein sein.
Er ging zur Tür, öffnete sie, sah, wer draußen wartete und wurde bleich. Er wankte zwei Schritte zurück und fiel auf den Fußboden.
Draußen vor der Tür hatte er direkt auf den Spiegel und seine scheinbare pechschwarze Seele geblickt.
Michael lag auf sein Fußboden und blickte immerzu auf den Spiegel, der sich begann, auf ihn zu zu bewegen. Michael sah ihn angsterfüllt an und schüttelte wieder und wieder den Kopf:
„Das kann nicht sein. Du bist doch weg, zerstört, kaputt! Wie kommst du hierher?“
Der Spiegel blieb stehen und fiel zu Boden. Es gab einen lauten Knall, der Michael aufschreien ließ. Dann prasselten langsam die Überreste der Kerzen der Hydra auf den Spiegel. Michael konnte seinen Blick nicht vom Spiegel abwenden, aber mitten in seine Angst hörte er eine weibliche Stimme:
„Kannst du mir erklären, was das hier ist?“ Seine Mund wurde augenblicklich trocken, seine Hände dafür feucht und er sah auf. Da war sie! Julia! Sie stand vor ihm und sah ihn mit fragendem und vorwurfsvollem Gesicht an. Michaels Blick wechselte schnell zwischen dem Spiegel und ihr. Er war verwirrt, verstand nicht was vor sich ging. Wie konnte sie den Spiegel haben und herbringen?
„Wie ist das möglich?“, stammelte er.
„Wie ist was möglich?“ Sie ging mit einem energischen Schritt auf ihn zu. Anscheinend war sie nicht in der Stimmung für langwierige Ausreden. Michael versuchte seine Gedanken zu ordnen und eine halbwegs sinnvolle Antwort zu geben:
„Wie kannst du den Spiegel haben?“ Dabei stand er wieder auf.
„Weil ich dir in diesem Hotel an dem Abend, als du, ich weiß auch nicht, was da war und wie ich es bezeichnen soll, als du mir meine Seele rausgerissen hast, nachgelaufen bin! Um dich zurückzuhalten. Und da habe ich gesehen, wie du den Spiegel und die Kerzen voller Wut, aber scheinbar auch befreit, weggeworfen hast. Das sah nicht normal aus, da habe ich sie mitgenommen. Ohne genau zu wissen, was ich damit tun soll. Was hat es mit diesen Dingern auf sich?“
„Das hättest du nicht tun sollen.“, flüsterte Michael.
Julia begann zu schreien:
„Was ist das?“
Michael seufzte und sah sie voller Trauer an, wollte er ihr doch so viel lieber sagen, dass er sie liebte:
„Warum willst du das noch wissen? Du hast zwar eine Antwort verdient, aber was willst du denn noch von mir? Ich habe mich wie ein Arschloch benommen und verdiene nicht einmal deine Anwesenheit. Vielleicht solltest du gehen, denn das mit dem Spiegel führt länger und weiter und vermutlich würdest du mir nicht glauben.“ Michael konnte nicht glauben, was er sich da sagen hörte. Er war einerseits dankbar, dass sie da war und nun hörte er seine Stimme sie auffordern zu gehen.
Julia war aber offensichtlich nicht mehr in der Stimmung für Ausflüchte:
„Eigentlich hast du Recht. Eigentlich verdienst du nicht, dass ich hier bin und am liebsten würde ich dir wegen deines Verhaltens den Kopf abreißen und die ganze Nacht vor Trauer weinen. Aber dann war dieser Spiegel. Und du hast mich angerufen, daraus habe ich geschlossen, dass du doch wieder mit mir reden willst. Dann musste ich Stunden mit mir ringen, ob ich mit dir sprechen soll. Schließlich bin ich heute Nachmittag ziellos gewandert und hier gelandet, den Spiegel unter meinem Arm. Erst habe ich deinen Bruder rauskommen sehen, dann kam Natalie und ich habe gedacht, du bist wieder mit ihr zusammen. Aber schon kurze Zeit später kommt sie mit verheulten Augen und diesem wirklich scharfen Lederoutfit aus deiner Wohnung und beteuert sich selbst, dass es richtig sei, dich gehen zu lassen, weil du mich lieben würdest. Dann war ich verwirrt und wusste nicht, was ich tun soll. Und jetzt hätte ich gerne ein paar Antworten! Stimmt das? Liebst du mich?“
Michael gab auf. Lügen und leugnen nutzten nichts. Er hatte sie verlassen. Sie konnte auch nicht mehr machen, als weg zu bleiben, wenn er ihr die Wahrheit sagte:
„Ja. Das ist richtig. Ich liebe dich.“
Julia gab ihm eine Ohrfeige und brüllte ihn an:
„Und warum hast du zur Hölle dann das getan, was du getan hast? Warum? Dir muss doch auch klar gewesen sein, dass ich viel für dich fühle!“
Er griff sie am Arm:
„Ich werde dir alles erzählen. Von vorne bis hinten und versuchen zu erklären, wofür es keine akzeptable Erklärung gibt. Dir wird vieles gelogen und erfunden vorkommen, hör bitte bis zum Ende zu. Aber es wird dauern.“
Er sah sie gespannt an. Jetzt würde sich entscheiden, ob er eine Chance bekommen würde. Aber er war schon froh, als er gehört hatte, dass er ihr auch viel bedeuten würde.
Sie ging zur Couch und setzte sich.
„Dann holst du uns vielleicht was zu trinken und beginnst...“
Nach einer Stunde beendete er seinen Vortrag, nahm einen Schluck von dem Tee, den er gekocht hatte und wartete. Es war alles gebeichtet, erzählt und versucht zu erklären. Seine Leidenschaft für Dominas, wie er den Spiegel gekauft und benutzt hatte, jede kleine Lüge ihr gegenüber, was der Zettel damals bedeutete, seine Unterhaltung mit dem Fremden, seinen schrecklichen Verdacht, wie er zwischenzeitlich merkte, dass er mehr und mehr für sie fühlte, bis er am Schluss dazu kam, wie sie geklopft hatte. Er blickte sie an. Sein Herz war erleichtert, dass alles gestanden war.

Sie schüttelte ungläubig den Kopf:
„Es fällt mir schwer das alles zu glauben. Es klingt zu verrückt.“
Er hatte eine Idee, sprang auf und überrumpelte sie damit:
„Was machst du denn jetzt?“
Die Emails! Er hatte doch die Emails des Fremden.
„Komm bitte her. Ich möchte dir etwas zeigen.“, bat er sie. Sie stand mit zweifelndem Ausdruck auf.
„Hier.“, sagte er und zeigte ihr die ein- und ausgegangen Mails. Sie las die Nachrichten in aller Ruhe und räusperte sich:
„Na schön. Das macht deine Geschichte etwas glaubwürdiger. Unter einer Bedingung wäre ich bereit, dir zu glauben.“
Michael konnte sein Glück kaum fassen, diese eine Bedingung würde er gerne erfüllen, egal was es war:
„Was? Was willst du? Ich mache es.“
Sie faltete ihre Hände.
„Ich will den Spiegel benutzen. Ich will es erleben.“
Michael schüttelte energisch den Kopf:
„Nein! Das geht nicht! Ich habe dir doch gesagt, dass es gefährlich ist. Das der Spiegel einen verändert und süchtig macht!“
Sie nahm seine Hände und sah verzweifelt aus:
„Ich habe zwar zum ersten Mal das Gefühl, dass du mir wirklich die ganze Wahrheit sagst. Aber wie soll ich dir das nach alldem glauben? Wie soll ich nicht glauben, dass deine Verweigerung heißt, dass du schon wieder lügst?“
Als sie dies sagte, reifte in Michael ein Entschluss. Er bekam mit einem Mal große Angst, sie wieder zu verlieren. Diese war um einiges größer als die Furcht vor den Auswirkungen des Spiegels.
„Na schön, dann benutzen wir den Spiegel.“, sagte er entschlossen.
„Wir? Du hast mir doch gerade gesagt, dass du Angst vor dem Benutzen hast. Du musst nicht.“
„Ich habe viel größere Angst, dass du gehst und nicht mehr zurück kommst. Und ich weiß, dass der Spiegel bei mir funktioniert.“
Julia nickte:
„Also gut. Was müssen wir tun?“
Michael überlegte kurz, es war nun doch schon eine Weile her, dass er den Spiegel das letzte Mal benutzt hatte.
„Es muss dunkel werden und wir brauchen ein Foto vom Spielpartner. Ein Handybild geht.“
„Machen wir eins von uns.“, schlug Julia vor, deren Stimme wieder mehr Zutrauen gefasst hatte. Vermutlich, weil er bereit war, den Spiegel zu benutzen.
Kurze Zeit später war die Wohnung verdunkelt, Michael hatte ein Foto von sich und ihr gemacht, es unter den Spiegel gelegt und sie sahen sich erwartungsvoll an.
„Warum passiert nichts?“ wollte Julia wissen.
„Ich muss eine der Kerzen anzünden.“, antwortete Michael

.

„Dann bitte mach es.“ Darauf nahm Michael den größten Überrest einer Kerze und zündete ihn an. Es dauerte nicht lange, dann musste er blinzeln und Julia gähnen.
Als er wieder klar sehen konnte, war er in einer dunklen Höhle. Die Wände wurden ab und zu von wenigen Fackeln erhellt. Es fiel Pfahles Licht auf ihn und die Höhle. Er sah an sich herunter. Er war nackt, trug diesmal nicht einmal einen Sklavenlendenshorts. Als er sich in der Hölle umsah, entdeckte er einen großen Bock, an dem sich einige Peitschen, ein Rohrstock, einige brennende Kerzen und viele Fesseln befanden. Als sein Blick weiter schweifte, verschlug es ihm den Atem. Dort stand Julia. Sie trug einen rot – schwarzen Latexanzug, die eine Hälfte war schwarz und traf sich mit der roten anderen Hälfte in Form eines Dreiecks zwischen ihren Brüsten. Sie trug sogar einen schwarzen und einen roten Stiefel und sah sich fasziniert um und lächelte dabei.
„Es ist also wirklich war“, flüsterte sie dann.
„Julia, bist du es wirklich?“ fragte ein beeindruckter Michael, der bis eben noch große Zweifel gehabt hatte, ob es überhaupt möglich sei, ein Spiegelerlebnis zu zweit zu haben.
Sie lachte:
„Und ob ich es bin. Denkst du, ich bin ein Resultat deiner Fantasie? Da muss ich dich enttäuschen. Ich bin echt und das hier ist wirklich faszinierend. Nein, heiß.“
Michael sah Julia an und merkte, wie seine Erregung sichtbar anstieg. Sie sah so erregend aus. Als sie auf seinen Schwanz sah, lachte sie noch immer:
„Du stehst also wirklich auf das alles hier. Habe ich mir schon länger gedacht. Übrigens, wie kommen wir hier wieder weg?“
Michael zuckte mit den Schultern, bemerkte aber, wie Julia auch immer erregter wurde. Langsam hatte er ein Auge dafür entwickelt. Sie fand das alles wirklich geil.
„Ich habe das Spiegelerlebnis immer verlassen, nachdem ich durch die Domina gekommen bin.“
Julia lachte:
„Ist das auch wirklich war? Hoffst du nicht nur, dass ich hier mit dir spiele?“
Michael bemerkte, wie sehr er diese Frau liebte. Seit er ihr seine Leidenschaften gestanden hatte und sie so gut damit umgehen konnte, war er endlich in der Lage angstfrei darüber zu reden. Und das mit einem Menschen, der zumindest nicht ganz abgeneigt war. Er lächelte verkniffen:
„Ich würde sofort mit dir hier spielen. Aber ich kann nicht von dir erwarten, dass du schon bereit dazu bist, nach all dem, was ich dir angetan habe.“
Julia lachte hinterhältig:
„Ich glaube, ich habe da eine Lösung für Beides. Und jetzt komm her. Wenn wir schon hier sind, dann nutzen wir die Zeit. Nein, du sollst nicht so kommen. Auf allen Vieren!“ Das letzte kam im Befehlston. Michael kroch auf allen Vieren zu ihr, sein Schwanz stand in aller Blüte.


„Dann wirst du jetzt die Rechnung bezahlen für dein mieses Verhalten. Das habe ich mir seitdem so oft gewünscht und jetzt kann ich es wahrmachen. Los, lecke meine Stiefel, zeig mir, wie erbärmlich dein Verhalten war!“
Michael begann zu lecken und es zu genießen. Es fühlte sich gut, als Entschuldigung richtig an. Und diesmal konnte er es genießen. Sie war die Richtige. Nachdem er beide Stiefel geleckt hatte, stoppte er. Das war ein Fehler, schon explodierte ein Schmerz auf seinem Hintern. Erschrocken blickte er auf. Julia hatte sich eine Peitsche genommen und ließ sie sanft durch ihre Finger gleiten. Sie sah ihn herausfordernd an:
„Habe ich etwas von aufhören gesagt? Ich meine nicht.“
Sofort senkte er den Blick und machte weiter.
„Ich hoffe, dass macht dir Spaß. Bis zu unserer Aussprache warst du auch nicht mehr als Dreck an meinem Stiefel“, kam von ihr und heizte Michael an.
Nach einiger Zeit schlug sie noch einmal mit ihrer Peitsche auf seinen Hintern.
„Das reicht jetzt! Zum Bock!“ Michael sah im Aufstehen, wie ihre Hände kurz ihren Intimbereich streiften.
Dann schnallte sie Michael nach allen Regeln der Kunst auf dem Bock fest, er war überrascht, dass sie das konnte, und zeigte ihm fröhlich eine neue Peitsche.
„Das, mein Süßer, ist mein neues Spielzeug, was mir helfen wird, meine angestauten Aggressionen an dir abzubauen. Und wenn es wahr gewesen ist, was du mir über deine Schuldgefühle erzählt hast, dann glaube mir, wird diese Peitsche dich von deinem Leiden durch ein anderes Leiden befreien. Bist du bereit? Ach, das ist eigentlich egal.“
Sie lachte laut auf und erregte Michael so noch mehr. Davon hatte er immer in Trier, als er den Spiegel benutzt hatte, geträumt. Er hatte erwartet, wie bei Natalie, wieder lange nichts zu spüren. Nicht bei Julia! Der erste Schlag traf mit voller Wucht. Danach schmetterte Julia einen Schlag nach dem Anderen und der Schmerz auf Michaels Hinterteil explodierte.
„Der ist dafür, dass du mich so behandelt hast,
der ist dafür, dass ich zu Hause saß und gedacht habe, mich in dem Mann, den ich über alles liebe, getäuscht zu haben
und der ist dafür, weil der Mann, den ich liebe, es gerne hat
und dieser ist dafür, weil ich es auch gerne hab.“
Sie sprach am Ende sehr liebevoll und beendete einige Zeit später ihren Schlägehagel. Michael, der durch den Schmerz begonnen hatte, zu schreien, hörte auf und schluchzte:
„Danke.“
Julias Hand knallte gegen sein Arsch:
„Danke? Wofür danke? Das ich aufgehört habe, zu schlagen?“
Michael schüttelte den Kopf:
„Nein, danke dafür, dass du mich auch liebst. Dafür das du mir vergeben hast und dafür, dass du meine Leidenschaft teilst.“
Sie stellte sich vor ihn, beugte sich zu ihm herunter und sagte:
„Tja, so wie es aussieht, lieben wir uns. Das ist doch was schönes, auch wenn wir es einfacher hätten haben können. Du Dummkopf, ich liebe dich schon so lange.“ Dann küsste sie ihn zärtlich.
„Hast du mir wirklich verziehen?“, wollte er wissen.
„Hast du dir wirklich verziehen?“, entgegnete sie grinsend.
„Denn ich habe meine Wut abgebaut. Du warst bereit mir die Wahrheit zu sagen und hast dich für mich und gegen die Spiegelangst entschieden. Das wiegt deine Feigheit in Trier wieder auf.“
Michael schluckte:
„Aber ich habe mir wirklich noch nicht ganz verziehen.“ Julia grinste ihn darauf hin an:
„Glaube ich nicht. Ich glaube, du willst nur noch mal geschlagen werden und spüren, dass ich jetzt auch so für dich da bin.“
Sie hatte recht. Michael musste sich das eingestehen. Er wollte wirklich spüren, dass sie der perfekte Partner für ihn war, dass sie seine gesamten Leidenschaften teilte und er scheinbar auch ihre.
„Und? Stimmt es?“, wollte sie wissen.
Er nickte und bekam eine Ohrfeige.
„Ich will Antworten, wenn ich etwas frage. Den Teil, dass wir nicht miteinander sprechen, haben wir doch jetzt hinter uns.“ Dann gab sie ihm noch eine Ohrfeige.
„Ja, es stimmt“, sagte er eilig.
„Na also“, sagte sie zufrieden, trat wieder hinter ihn und begann ihn erneut zu schlagen.
„Von jetzt an, mein süßer kleiner Sklavenschatz, merke dir, dass du, wenn du Sehnsucht nach deiner Herrin und ihrer Behandlung hast, du es mir einfach sagen musst. Ich werde mir dann überlegen, ob du es dir verdient hast und ob du es bekommst.“
Die Schläge und die Worte gaben Michael Vertrauen. Zum wirklich ersten Mal in seinem ganzen Leben fühlte er sich wirklich komplett frei und glücklich. Dann hörte sie auf zu schlagen und befreite ihn.
„So, jetzt komm her und zieh mir diesen Anzug aus, damit wir endlich mal zum Abschluss kommen!“
Michael ging zu ihr, küsste sie zärtlich und half ihr aus dem Anzug, dabei umspielten seine Hände ihren Körper und ihre Brüste. Als sie vom Anzug befreit war, revanchierten sich ihre Hände und kneteten seinen geschundenen Arsch. Ihre Lippen bedeckten seinen Hals mit Küssen, während sein Mund an ihren Schultern entlang glitt. Sie drückte ihn sanft zu Boden. Er setzte sich vorsichtig hin und genoss es, wie sie auf seinen Schoss kletterte.
Mit einem Mal zwirbelte sie ihm die Brustwarzen, er schrie schmerzvoll auf. Sie lachte:
„Nur als Erinnerung, dass jetzt einiges anders ist, zwischen uns Beiden. Oh, ich sehe schon an der Reaktion deines Schwanzes, du findest das immer noch gut.“
Dann glitt sie auf seinen Schwanz, ihre Oberkörper pressten sie dicht aneinander und sie begann ihn zu reiten.
Sie fing bald drauf an, laut zu stöhnen und er gab ebenfalls laute Töne der Lust von sich.
Kurze Zeit später keuchte sie:
„Ja, das Peitschen hat mich schon ganz heiß gemacht, gleich komme ich.“ Ihm ging es nicht viel anders und zwei Stöße später kamen Beide zum Orgasmus. Diesmal brauchte sie nichts zu sagen, er blickte ihr dabei auch so in die Augen. Dann schrieen es Beide heraus.
Und als die Schreie verstummten, waren sie wieder in Michaels Wohnung und lagen nackt aufeinander. Sie blickten sich kurz an und begannen zu lachen.
Julia sah ihn fröhlich an:
„Es tut so gut, dass jetzt endlich alles geklärt ist, das wir nun zu einander gefunden haben.“
Michael nickte:
„Endlich. Ich liebe dich so sehr. Und nun ist es geschafft.“ Sie begannen sich zu küssen und es für einige Minuten zu genießen, einfach wie Teenager den Spaß daran zu empfinden.
„Eines würde mich ja nun doch interessieren“, begann sie.
„Was?“ fragte er.
„Ob das in echt auch so viel Spaß wie im Spiegel macht?“ Sie setzte sich auf und sah ihn an:
„Leg dich bitte mal über meine Knie.“ Er tat es ohne weiter zu fragen. Er genoss es, wie sie die Initiative übernahm. Als er über ihren Knien lag, musste er sofort stöhnen, als er den Schmerz auf seinem Hintern erneut verspürte und sie ihm den Allerwertesten mit der flachen Hand versohlte. Sie quiekte zufrieden auf:
„Ja, es macht fast sogar noch mehr Spaß, als im Spiegel. Und dein geiles Zucken. Hach, ich werde es genießen, das von nun an oft zu machen. Aber jetzt reicht es. Jetzt will ich Sex.“
Sie hörte auf und sie taten es erneut miteinander. In der ganzen Nacht waren es sieben Mal.
Michael konnte zwar wieder nicht schlafen, aber sie blieb die ganze Nacht mit ihm auf und die Beiden hatten Sex, unterhielten sich über alles mögliche und genossen ihr gefundenes Glück.
Am nächsten Morgen piepste Michaels Handy. Da es neben der Kaffeemaschine lag und Julia sowieso gerade damit beschäftigt war, Kaffee zu kochen, brachte sie es ihm.
„Hier, Süßer. Da hat dir jemand geschrieben.“
Michael las die SMS und begann breit zu grinsen.
„Die ist von meinem Bruder. Hör dir das an:
Hi Mike. Hier ist alles wunderbar. Hatte eine heiße Nacht und ein gutes erstes Mal mit Marie. Bin jetzt mit ihr zusammen und irre happy. Seb.“
Julia lachte:
„Da hatten die Brüder wohl beide eine heiße Nacht, in gewisser Hinsicht ein erstes Mal und eine neue Freundin.“
„Genau das schreibe ich ihm jetzt zurück“, grinste Michael.
Später am Tag, als Beide aufräumten, stieß Julia an PC Tisch und der Bildschirmschoner verschwand, um das Emailprogramm, was nicht ausgeschaltet worden war, freizugeben.
Michael war in der Küche und hörte sie rufen:
„Komm mal her, das Internet war die ganze Zeit an, da ist eine neue Email. Von DeepThroat.“
Michael eilte ins Wohnzimmer und sah sie vor dem PC stehen. Langsam ging er an den Computer und öffnete die Email, wurde bleich, drehte sich um und sagte:
„Lies und sag mir, was du davon hältst.“
Er selbst las die Mail auch noch einmal:
„Hallo mein kleiner Sklave.
Diese Quelle hier ist kalt gestellt. War gar nicht so schwer.


Warum glaubst du eigentlich so bereitwillig, dass es eine wissenschaftliche Erklärung für das schöne Geschenk gibt, dass du von mir erhalten hast und nicht, dass es doch die Magie der Herrin ist? War es nicht reine Magie, die du durch den Spiegel erfahren hast? Ich denke, du solltest nach Trier kommen, damit wir uns in Ruhe unterhalten können.
Lady Jennifer.“


Michael rannte, so schnell er konnte. Er konnte spüren, dass sie dicht hinter ihm war. Er nahm ihren Duft wahr, konnte schon fast ihren Atem spüren. Er musste unbedingt noch schneller laufen! Wo war denn nur Julia mit dem Spiegel? Sein nackter Körper brannte vor Schmerzen. Nirgendwo eine Spur von Deep Throat! Was hatte sie bloß mit ihm gemacht? Und das einzige Licht kam von den Schicksalskerzen, die alle paar Meter in dem dunklen Kellergewölbe aufgestellt waren.

„Bleib einfach stehen! Es nützt dir sowieso nichts, wegzulaufen!“

Jennifers dröhnende Stimme schien sich nur wenige Zentimeter hinter ihm zu befinden, dennoch konnte er niemanden erkennen, als er panisch über seine rechte Schulter zurück sah.

„Lass mich in Ruhe!“ brüllte er voller Verzweiflung. Sein Blick suchte hektisch nach einer Tür oder einem anderen Ausgang. Vielleicht wenigstens einem Versteck.

„Du wirst mein Sklave sein! Du willst mein Sklave sein! Du musst mein Sklave sein! Komm endlich zu mir!“

Die Stimme der Herrin des Spiegels dröhnte höhnisch durch das lange, finstere Gewölbe und schien von den Lichtscheinen der Schicksalskerzen reflektiert zu werden.

„Ich bin frei!“ Michael sah sich wieder um und dabei geschah es: Sein rechter Fuß verhakte sich zwischen zwei Steinen des gepflasterten Gewölbebodens, er verlor das Gleichgewicht und stürzte der Länge nach auf die kalten Steine. Schmerz durchflutete augenblicklich seinen Körper und er spürte, wie an seinen Knien und Händen, die instinktiv versuchten, den Sturz abzufedern, Haut aufriss und Blut ins Freie sprudelte. Dann fühlte er, noch während er versuchte, den Schmerz zu bekämpfen und die Tränen zu unterdrücken, wie eine warme, weiche Hand liebevoll seinen Rücken streichelte. Die Stimme, die zur Hand gehörte, klang ganz zart:

„Mein armer Sklave. Komm mit mir. Wir werden dich versorgen, dann bekommst du etwas zu essen und legst dich erst einmal hin, um endlich wieder zu Kräften zu kommen.“

Michael drehte sich um, die Tränen konnte er nicht länger zurück halten und schüttelte immer wieder den Kopf:

„Nein, ich will nicht!“
„Michael!“ schrie Julia und schoss aus dem Alptraum hoch. Ihre rechte Hand fuhr auf die andere Seite des Bettes, fand seinen linken Arm und packte zu.

„Wach auf, Schatz!“ Erschrocken sah sie dem Mann, den sie liebte, ins Gesicht. Seine Lippe war aufgeschlagen und ein kleiner Blutfluss strömte seine Wangen hinab. Seine Augen, ob doch verschlossen, waren mit Tränen gefüllt und er schwitzte. Das Kopfkissen war fast vollständig durchnässt. Aber Michael wachte noch immer nicht auf. Julia packte ihn mit beiden Händen und begann zu schütteln.

„Wach endlich auf! Wach auf! Es ist nur ein Traum!“
Nur langsam konnte Michael die Augenlider in die Höhe schieben. Sie schienen Tonnenschwer. Er erwartete Jennifers Gesicht zu sehen und lächelte erleichtert, als er Julia und das vertraute Bett erkannte. Er schrak in die Höhe, als er sah, dass ihr Gesicht von Sorgenfalten gezeichnet war. Sie schwitzte und ihr Atem ging schnell.

„Schatz, geht es dir gut?“ Seine Stimme und seine Sinne waren sofort wieder angespannt.

Julia, die ihn eben noch gepackt, geschüttelt und angebrüllt hatte, war zu keinem klaren Wort mehr fähig. An ihren Wangen liefen Tränen hinunter.

„Ich ...ich, du ...du, Traum, nackt, du bist gelaufen, Jennifer hinter dir. Ich war da, konnte dir nicht helfen. Und du hast doch nach mir gerufen ...“ Ihre Stimme versagte und sie schluchzte hemmungslos. Michael nahm sie in den Arm und drückte sie so fest er konnte. Nur langsam wurde ihm die Bedeutung ihrer Worte bewusst. Vorsichtig schob er sie ein bisschen von sich, strich ihr ein paar Tränen aus dem Gesicht und sah sie mit weit aufgerissenen Augen an. Seine Stimme zitterte:

„Hast du es auch gesehen? Mich? In dem Gang?“

Sie nickte nur stumm und kämpfte sichtbar darum, nicht wieder zu weinen.

Michael schüttelte den Kopf und biss sich auf die untere Lippe.

„So kann es nicht weitergehen!“
Zwei Stunden später saßen Julia und Michael auf der Couch in Michaels kleiner Wohnung. Julia goss beiden Kaffee nach und sah Michael dann fragend an:

„Ist es wirklich richtig, das zu machen?“

Michael nahm einen Schluck und hob hilflos die Hände:

„Ich weiß, wir haben gesagt, wir würden die Email ignorieren. Aber irgendwas passiert hier doch mit uns. Ich habe Angst, dass es nicht mehr aufhört. Wir müssen zurück, sonst werden wir nie frei sein.“

Michael sah, dass Tränen in Julias Augen gestiegen waren. Sie fürchtete sich.

„Ich weiß, du hast recht. Aber können wir nicht irgendwen um Hilfe bitten?“

Michael schüttelte den Kopf:

„Wen? Die Polizei? Was willst du denen erzählen? Oder irgendwelche Wissenschaftler von der Uni? Selbst, wenn wir jemanden finden, der uns nicht für verrückt hält, braucht eine eingehende Untersuchung des Spiegels zu lange. Bis dahin werden wir hier noch verrückt. Ich weiß, dass wir nicht sicher sein können, ob sie Deep Throat wirklich hat. Getan hat sie ihm bestimmt nichts. Aber ich bin es auch ihm schuldig, sicher zu gehen, und notfalls zu helfen! Wir müssen zurück nach Trier und die Sache klären.“

Julia schlug mit ihren flachen Händen auf die Tischplatte:

„Aber das ist doch, verdammt noch mal, genau das, was sie will! Du sollst zu ihr kommen, um ihr Sklave zu werden! Und ich werde dich wieder verlie...“

Beim letzten wurde sie immer leiser, bis sie ihre Stimme schließlich ganz versagte und sie zu schluchzen begann. Michael erhob sich, setzte sich nahe an sie, nahm ihre Hand und küsste sie dann zärtlich auf ihre Lippen:

„Mach dir keine Sorgen. Ich liebe dich und du bist die Erfüllung all meiner Wünsche! Du hast mir schon einmal geholfen, den Spiegel zu besiegen. Diese Kraft will ich nicht verlieren. Wegen nichts auf der Welt werde ich dich verlassen!“

Julia erwiderte den Kuss, dabei streichelte sie seine Wangen und schlang ihre Beine um seinen Körper, so dass sie auf ihm saß.

„Ich weiß. Ich liebe dich auch so sehr. Ich habe eben Angst um diese Liebe.“

Ihre Brüste drückten immer weiter an seinen Körper und ihre Hände fuhren unter sein T-Shirt, aber Michael packte sie und schüttelte den Kopf.

„Das geht leider nicht.“

Julia, die ihre Tränen unter Kontrolle bekommen hatte, sah ihn fragend an. Trotz der Tränen huschte ein kurzes Lächeln über ihr Gesicht:

„Wieso nicht? Willst du wieder gefesselt und zu deinem Glück *******en werden?“

Michael lächelte:

„Du kannst unglaublich schnell deine Stimmung wechseln, weißt du das? So sehr ich es genießen würde, mich dir hinzugeben, so muss ich doch trotzdem gleich mit Seb zum Fußball. Und du hast versprochen, mit seiner Freundin Marie shoppen zu gehen. Hast du das vergessen?“

Julia sah ihn nachdenklich an, dabei kniffen und drehten ihre Hände wie selbstverständlich seine Brustwarzen. Michael war sicher, dass sie seine aufsteigende Erektion schon deutlich zwischen ihren Beinen spüren musste. Dann sagte sie:

„Du meinst, wir sollen das trotz unseres Traums machen?“

„Was sollen wir sonst machen? Wir können erst Übermorgen nach Trier zurück. Vorher gab es kein Zimmer.“

Julias Hände kniffen noch immer in Michaels Brustwarzen. Mit ihrer Zunge fuhr sie über ihre Lippen. Von Tränen war überhaupt nichts mehr zu sehen.

„Ich glaube, du hast recht“, sagte sie dann,

„und ich mag Marie, dass wird bestimmt lustig.“

Michael küsste sie.

„Außerdem kannst du mir was mitbringen.“

Julia erwiderte den Kuss und grinste dann schelmisch.

„Peitsche, Gerte, Rohrstock oder Sklavenhalsband?“

Michael lachte zum ersten Mal an diesem Tag laut auf. Sie war seine Erfüllung.
...
Sebastian und Marie hatten Julia und Michael zum Bahnhof begleitet. Die beiden Jüngeren hatten Sommerferien und Michael konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als er seinen Bruder betrachtete. Mit einem Kaffeebecher bewaffnet, stand ihm dieser gegenüber, sein Blick wanderte immer wieder gen Bahnhofsuhr, die noch nicht einmal 8 Uhr Morgens zeigte und kaum wahrnehmbar war ein resignierendes Kopfschütteln zu entdecken. Er erinnerte ihn sehr an sich selbst. Gerne hätte er ihn ins Vertrauen gezogen, aber er war sein großer Bruder. Er musste ihn doch vor solchen Dingen beschützen. Also spielte er eine Rolle. Seine Rolle. Und alberte mit den anderen herum, obwohl er wusste, dass weder Julia noch ihm danach war. Schließlich kam die erlösende Stimme, welche den IC nach Trier verkündete. Michael atmete einmal kurz durch, spannte die Schultern, drehte den Kopf und sah dann entschlossen in die Runde:

„Okay, dann wirklich vielen Dank, dass ihr uns hergebracht habt. Ich

hoffe, wir können bald wiederkommen.“

Sein Bruder drückte ihm zum Abschied. Michael musste all seine Kraft aufbringen, ihn seine Angst nicht spüren zu lassen.
...
Michael beförderte mit einem Wurf ihre Reisetasche auf das Bett des Hotelzimmers. Dann drehte er sich fragend zu Julia um. Diese verharrte noch immer hinter der Zimmertür. Ihr Gesicht war starr. Die Hände waren zu Fäusten verkrampft. Sorgenvoll ging er auf sie zu:

„Was ist los?“

Überrascht sah sie ihn an und schüttelte dabei ungläubig den Kopf.

„Weißt du das wirklich nicht?“

„Ich ..., nein, ich verstehe nicht.“

Julia umfasste mit ihren Händen seine Schultern.

„Kennst du das Zimmer vielleicht?“

Michael sah sich in dem Raum um und erst jetzt verstand er.

„Es ist dasselbe Zimmer.“

Julia nickte und trat vor.

„Das ist noch nicht alles. Du weißt, auf welche Weise wir abgereist sind. Keiner von dem Personal hat sich etwas anmerken lassen, dass wir hier wieder zusammen auftauchen. Entweder verfügt dieses Haus über das professionellste Personal der Welt oder ...“

„... sie haben uns erwartet!“ vollendete Michael den Satz, der sich inzwischen auf das Bett gesetzt hatte. Mit den Händen rieb er seine Schläfen und sah dann zu Julia:

„Warum haben wir eigentlich wieder im selben Hotel gebucht? Warum sind wir nicht irgendwo anders hingegangen?“

Julia setzte sich neben ihn und schüttelte den Kopf. Dann ließ sie sich nach hinten fallen.

„Keiner von uns hat drüber nachgedacht. Es war irgendwie klar,dass wir wieder her mussten.“

Auch Michael ließ sich nach hinten fallen, dabei hätte sein Kopf beinahe an die Reisetasche angeschlagen.

„Wenn sie uns das alte Zimmer geben wollten, erklärt das wenigstens, warum wir zwei Tage warten mussten. Es war vorher nicht frei.“

Seine Hand umfasste Julias und begann sie zu streicheln. Sie sah ihm tief in die Augen und wirkte nachdenklich.

„Meinst du, wir haben uns wegen des Einflusses des Spiegels für dieses Hotel entschieden?“

„Vermutlich. Ich habe das Gefühl, hier läuft alles nach Plan. Nur nicht nach unserem!“

Julia setzte sich mit einem Ruck auf und zog Michael dabei mit.

„Dann sollten wir sehen, dass wir die Kontrolle bekommen. Es ist 14:48, das heißt, der Laden von Jennifer ist noch etwa 3 Stunden auf. Der Spiegel und die Kerzen sind in der Tasche?“

Michael nickte nur.

„Gut, dann lass uns da jetzt hin und ihr das Ding vor die Füße schleudern.“

„Und hoffen, dass sie uns von dem Bann befreien kann“, sprach Michael zum ersten Mal das aus, wovor sich beide bisher gescheut hatten.
Michael hatte seinen Rucksack geleert, Spiegel und Schicksalskerzen darin verstaut, ihn Julia gereicht und wollte zur Tür gehen, da hielt ihn ihre Stimme zurück.

„Warte, du musst erst noch etwas für mich tun.“

Michael drehte sich um und sah seine Freundin erwartungsvoll an.

„Alles, was du willst.“

Sie lächelte.

„Gut, denn das wird jetzt komisch klingen: Zieh dich aus, küss mir die Füße und hol dir einen runter.“

Michael blieb einen Moment regungslos stehen, überlegte ob sie be******n sein könnte und fragte dann, das einzige, wozu er fähig war:

„Bitte, was?“

Julia kam auf ihn zu, schob sein T-Shirt in die Höhe, küsste sanft seinen Hals und begann zu flüstern, dabei ließ ihr heißer Atem seinen Körper erschauern:

„Wir wissen beide, dass dich die Konfrontation mit der „Herrin des Spiegels“ auch erregen wird. Und ich will, dass du klar denken kannst und dich nicht von deinem Schwanz leiten lässt. Sie wird damit spielen. Sie wird an diese Seite von dir appellieren. Darum musst du dich vorher erleichtern. So einfach ist das.“

Michael hatte die Augen geschlossen und genoss ihre Lippen auf seiner Haut. Fast automatisch schoben seine Hände die Hose und die Boxershorts nach unten. Wie im Rausch sah er sie dann an, seine Hände begannen sanft über ihre Brüste zu streichen:

„Aber warum soll ich dir die Füße küssen? Warum schlafen wir nicht einfach miteinander?“

Der Rausch endete schlagartig, als er ihre rechte Hand an seiner Wange explodieren spürte. Sie hatte ihn geohrfeigt. Erschrocken sah er sie an, aber sie lächelte noch immer, als sei es das normalste der Welt, dass sie ihn ohrfeigte. Dann begann sie zu sprechen:

„Ich habe zwar einen Grund, aber vorläufig sollte dir reichen, dass ich deine Herrin bin und es wünsche!“

Michael zuckte zusammen. Sie hatte sich noch nie so bewusst als seine Herrin bezeichnet und ihm einen Befehl gegeben. Er verkniff sich jeden weiteren Kommentar und sank auf die Knie. Auf dem Weg betrachtete er sie. Ihr langes blondes Haar glänzte durch die Sonne, die hereinstrahlte, ihre wohlgeformten Brüste und ihr strammer Bauch wurden von einem hautengen, braunen Spaghettiträgertop hervorgehoben, um ihre Beine schwebte ein dünner schwarzer Rock, der ihm hin und wieder einen Blick auf ihren roten Tanga gestattete. Schließlich lag er flach vor ihr und sah ihre Füße. Diese steckten in schwarzen, hochhackigen Ledersandalen, aus denen die rot lackierten Zehen vorne herausguckten.

„Viel Vergnügen!“ hörte er von oben als letzte Aufforderung. Dann begann er zu lecken, küsste das Leder der Sandalen, lutschte vorsichtig an den Zehen und stöhnte kurz auf, als sie ihm die andere Sandale auf die Schulter stellte, als würde sie über ihn triumphieren.

„Ich spüre, dass du küsst, aber ich sehe nicht, dass du wichst!“

Michael gab das Denken auf und sich mit dem Moment hin. Während seine Lippen und seine Zunge weiter die Sandalen und Füße bearbeiteten, fuhr seine rechte Hand in den Schritt und begann seinen schon sehr erregten besten Freund durch intensive Bewegungen weiter zu bearbeiten. Er brauchte etwa zwei Minuten, bis er spürte, dass er den Orgasmus nicht mehr aufhalten konnte. Er sah kurz hoch. Sie nickte aufmunternd.

„Raus damit!“

Michael stöhnte laut auf, dann spritze er in mehreren Stößen seine aufgestaute Erregung auf den Teppich des Hotelzimmers. Erwartungsvoll sah er zu Julia, die lächelte.

„Ausgezeichnet. Jetzt können wir zu Jennifer!“
...
Michael und Julia erreichten einige Minuten später das Geschäft, wo Michael - es erschien ihm, als sei es Jahre her - den Spiegel erworben hatte. Er stand davor und wurde blass. Sein Körper begann zu zucken, ein Teil schrie, er solle laufen, ein anderer Teil wollte nur in den Laden und endlich zu Jennifer. Hilfesuchend drehte er sich zu Julia um:

„Ich ..., ich ..., ich habe Probleme.“

Sie streichelte ihn, obwohl er ihr ansehen konnte, das auch sie Angst hatte.

„Du kannst das. Ich werde gleich nach dir reinkommen. Vertrau mir.“

Er nickte, holte tief Luft und stieß mit einem Satz die Tür auf, was eine kleine Glocke mit einem wütenden Läuten quittierte. Dann machte er zwei kurze Schritte und trat aus dem Sommer Triers zurück in die Dunkelheit von Jennifers Welt.
Drinnen war er beinahe überrascht, dass er sich nicht in einem Kerker befand, sondern der Laden immer noch wie ein unverfängliches Geschäft aussah. Kurz blickte er sich um und entdeckte dann Jennifers Onkel hinter der Theke. Dieser sah auf, musterte ihn kurz, schien sich auf die Lippen zu beißen und rief dann:

„Er ist da!“

Michael sah sich erneut in dem Laden um. Außer ihm war kein Kunde anwesend, aber dann wurde sein Blick auf den braunen Vorhang hinter der Theke gelenkt, aus dem Jennifer trat. Er gefror. Sie trug schwarze Schnürstiefel und ein elegantes Buisnessoutfit. Ihre Lippen waren genau wie ihre Fingernägel dunkelrot geschminkt. Ihre Augen waren durch Wimperntusche hervorgehoben. Zum ersten Mal hatte Michael das Gefühl, die wahre Jennifer zu sehen.
Er konnte nur noch sie beobachten. Sein Körper schien sich ihr willig entgegen zu strecken. Sie lächelte. Dann kam sie langsam auf ihn zu, bis sie dicht vor ihm stand. Ihre linke Hand streichelte seine Wange und ihre Lippen näherten sich seinen, bis nur noch 10 cm Platz waren. Mit ihren Händen berührte sie vorsichtig sein Gesicht und schien ihn schon unter ihrer Kontrolle zu haben. Michael wollte sich rühren, aber ein mächtiger Teil seines selbst wollte den Moment einfach genießen. Dann öffnete sie ihre Lippen. Ihre Worte wirkten hypnotisch auf ihn.

„Endlich bist du da, Sklave!“
Ein plötzliches lautes Klirren befreite Michael aus der Starre. Er schüttelte sich und schob Jennifers Hände beiseite. Beide schauten überrascht auf den Boden vor Jennifers Füße, wo sich ein kleiner schwarzer Gegenstand noch immer drehte. Der Spiegel!

Jennifer öffnete kurz ihren Mund:

„Aber wie ...?“ Doch dann wurde sie schon von einer zweiten Frauenstimme unterbrochen:

„Du jagst in meinem Revier, Schlampe!“

Michael drehte sich instinktiv um und sah Julia, die kurz vorher den Spiegel in den Raum geworfen haben musste, und nun die Überreste der Schicksalskerzen auf den Boden rieseln ließ. Dabei blickte sie Jennifer herausfordernd an. Diese erwiderte den Blick mit funkelnden Augen:

„Du!“

Julia starrte genauso wild zurück. Michael trat unwillkürlich einen Schritt beiseite.

„Ich! Hier hast du deinen Besitz zurück, jetzt befreie uns von ihm, lass uns mit Deep Throat sprechen und dann sind wir weg!“

Jennifer schien die Worte zu ignorieren, drehte sich stattdessen um, winkte ihren Onkel heran und forderte:

„Sperr zu!“

Dieser zog augenblicklich einen Schlüssel hinter der Theke hervor, eilte an Julia und Michael vorbei und verschloss die Tür. Michael fand zum ersten Mal wieder Worte:

„Er ist doch niemals dein Onkel!“

Jennifer sah wieder zu ihm. Ihre Augen funkelten noch immer.

„Natürlich nicht. Er ist einer meiner Sklaven. Genau wie euer Hotelportier und einige andere Männer hier in der Stadt! Geh auf die Knie Walter und zeig es ihnen!“

Der Mann, der wohl den Namen Walter tragen musste, sank augenblicklich auf seine Knie, öffnete seine Beine, verschränkte die Hände hinter dem Rücken und senkte den Blick. Michael blickte zu Jennifer, die zufrieden lächelte. Aber es war wiederum Julia, die das Wort ergriff:

„Was soll das Ganze?“

Jennifer drehte sich zornig zu Michael:

„Warum hast du sie mitgebracht?“

Bevor dieser antworten konnte, ging Julia auf die andere Frau zu, packte sie an den Schultern und holte tief Luft, bevor sie Jennifer anbrüllte:

„Weil er mir gehört!“

Zum ersten Mal ging Jennifer auf etwas ein, was Julia gesagt hatte. Dabei befreite sie sich aus ihrem Griff.

„Dir gehört? Lächerlich! Er kann dir niemals so gehören, wie ich ihn besitzen werde! Du kannst ihm nicht das geben, was er von mir erhalten wird!“

Julia blieb unbeeindruckt stehen. Michael bewunderte sie zutiefst für ihre Ruhe. Er kannte diese Seite an ihr gar nicht. Dann zeigte Julia auf ihn:

„Er ist mein Sklave!“

Jennifer hob die Hand und machte eine abwertende Bewegung:

„Lächerlich!“

Julia hob kurz die Brauen, dann lächelte sie.

„Komisch, so lächerlich fand ich das gar nicht, dass er mir vorhin noch im Hotel die Füße geküsst hat und dabei masturbieren musste.“

Zum ersten Mal schien Julia Jennifer mit einem Satz überrascht zu haben. Sie zuckte kurz zurück und wandte sich dann an Michael:

„Stimmt das?“

Dieser nickte nur, aber Julia fauchte ihn an:

„Rede gefälligst, wenn man dich etwas fragt!“

Michael schluckte kurz und musste unwillkürlich zu dem Spiegel auf den Boden sehen. Er lag da und schien die Szene still zu beobachten. Er machte ihm noch immer Angst. Michael schüttelte sich, um dann mit fester Stimme zu antworten:

„Es stimmt!“

Jennifer trat dicht an ihn heran:

„Diese Geschichte habt ihr doch abgesprochen!“

Michael gelang es zum ersten Mal, dem Blick standzuhalten:

„Nein, es stimmt wirklich.“

Michael sah, wie sich Jennifers Hände zu Fäusten ballten.

„Und warum küsst du dieser Frau die Füße?“

Michael sah zu Julia und begann zu lächeln. Jetzt verstand er, warum sie das von ihm gefordert hatte. Dann sagte er :

„Weil sie meine Herrin ist!“

Jennifer wich von ihm zurück und blieb für etwa eine Minute still. Ihre Gedanken schienen zu rasen. Dann eilte sie zur Theke, zückte ein Blatt Papier, notierte kurz etwas und reichte es dann Julia.

„Wenn das so ist, möchte ich euch beide dort heute Abend um 21 Uhr sehen. Besorgt euch einen Mietwagen mit Navi, der bringt euch da schon hin. Es ist etwa 35 Km von hier. Dort trefft ihr auch den wieder, den ihr Deep Throat nennt. Und dann reden wir! Keine Sorge, es ist sicher! Walter, sperr auf!“
...
Michael saß am Steuer des gemieteten Golfs, der sich langsam, so sagte zumindest das Navi, dem Zielort näherte. Bisher hatten beide während der Fahrt geschwiegen, aber schließlich ergriff Michael das Wort:

„Meinst du, es ist wirklich sicher?“

Julia hatte ihre Füße auf das Armaturenbrett gelegt und sah nachdenklich aus dem Fenster, an dem grün bewachsene Berge und vereinzelte Häuser vorbeizogen.

„Ich denke schon. Oder hat Jennifer schon einmal gelogen?“

Michael schüttelte den Kopf.

„Nein. Allerdings habe ich sie auch nie sensible Dinge gefragt.“

Julia wandte sich vom Fenster ab und sah ihn an.

„Ich habe unseren Zielort nach Hause durchgegeben. Ich denke, wir sind in Sicherheit. Außerdem soll Deep Throat dort sein. Wir müssen also hin.“

Michael konzentrierte sich wieder auf die Straße, aber immer wieder musste er an die Szene im Hotelzimmer und an die Konfrontation mit Jennifer denken. So, wie da, hatte er Julia noch nie erlebt. Er überlegte kurz, dann ergriff er erneut das Wort:

„Woher hast du eigentlich gewusst, dass sie sich davon, dass ich dir die Füße geküsst habe, beeindrucken lassen würde?“

„Ich habe es nicht gewusst, nur gehofft.“

„Und warum hast du mich nicht eingeweiht?“ hakte er nach.

„Es gibt nichts, was echter aussieht, als die Wahrheit.“

„Darf ich dich noch etwas fragen?“

Überrascht sah sie ihn an.

„Sicher.“

Michael schluckte.

„Was denkst du eigentlich über mich, seit du die SM Sache weißt?“

Julia streichelte seinen Oberschenkel und lächelte.

„Das ich dich liebe. Und ich froh bin, dass wir endlich ehrlich zueinander sind.“

Michael schluckte noch einmal und stellte dann die Frage, die ihm schon seit ihrem gemeinsamen Spiegelerlebnis auf der Seele brannte:

„Und wenn wir ehrlich miteinander sind: Was denkst du über SM? Du hast dich als meine Herrin bezeichnet und mich deinen Sklaven genannt.“

Julia wich seinem Blick aus.

„Es macht mir Spaß und ich fühle es. Aber ich könnte niemals wie Jennifer den ganzen Tag Herrin sein. Ich brauche auch einen Partner auf Augenhöhe, den ich einfach nur lieben kann. Manchmal habe ich Angst, du willst lieber eine Frau wie Jennifer, welche den ganzen Tag deine Herrin wäre.“

Michael sah sie an und erkannte die Furcht, welche in ihren letzten Worten gelegen hatte.

„Mach dir keine Sorgen“, flüsterte er,

„ich will nur dich.“

„Wir sind da!“ erhielt er als Antwort.
Michael und Julia verließen den Wagen und Michael konnte sich ein beeindrucktes Stauen nicht verkneifen. Mitten im Wald, geschützt durch einige Hügel an allen Seiten lag eine Anlage, die entfernt wie ein Bauernhof wirkte. Ein hoher Zaun umgab das gewaltige Grundstück, auf dem sich mehrere Häuser, aber auch große Freiflächen, auf denen Wiesen und ein paar Teiche waren, befanden. Da die Sonne bereits untergegangen war, hatte irgendwer auf der ganzen Anlage Fackeln aufgestellt, welche die ganze Szenerie in einige Dutzend Feuerstellen und dichte Rauchschwaden hüllten. Über dem zentralen Zugangstor, auf das Michael und Julia zugefahren waren, hing ein großes Sc***d. Michael trat näher und entzifferte die grünen Buchstaben, die auf das Sc***d aufgemalt worden waren.

„M I R R O R M I R R O R, da hat jemand Humor.“

„Das haben wir!“ sagte eine vertraute weibliche Stimme. Michael und Julia drehten sich um und erblickten Jennifer, die ihnen durch das Zugangstor entgegen kam. Sie lächelte und streckte Julia ihre Hand entgegen. Diese schüttelte sie überrascht.

„Ich freue mich, dass ihr gekommen seid“, sagte sie an Julia gewandt und sah dann unvermittelt zu Michael,

„du wirst dich ausziehen müssen!“

Julia mischte sich ein:

„Muss er nicht. Wir sind nur hier, um zu reden und um Deep Throat zu sehen.“

Jennifer sah sie an. Ihr Blick wirkte geduldig.

„Und genau das wird passieren, aber auf dieser Anlage ist es Männern im Sommer nicht gestattet, Kleidung zu tragen. Und ganz besonders nicht an Tagen wie heute. Wenn ihr reden wollt, müsst ihr unsere Regeln respektieren. Mein Ehrenwort, dass hier nichts mit euch geschehen wird, mit dem ihr nicht einverstanden seid.“

Julia warf Michael einen kurzen Blick zu, zuckte mit den Schultern und signalisierte ihm dann, er solle sich ausziehen. Michael betrachtete die Anlage von außen und zog sich die Hose herunter.

„Sieht aus wie das OWK“, sagte er beiläufig und brachte damit Jennifer zum Lächeln.

„Sehr gut! Das hat uns inspiriert.“
Zwei Minuten später stand Michael vollständig entblößt vor den beiden Frauen und versuchte Jennifers Blick, die ihn zufrieden musterte, auszuweichen. Diese drehte sich zu Julia und holte von irgendwoher ein schwarzes, mit Nieten besetztes Lederhalsband hervor.

„Bleibt nur noch das“, sagte sie dann und reichte es Julia.

Diese nahm es und sah Jennifer fragend an.

„Männer tragen hier Sklavenhalsbänder. An der Leine kann man die Herrin identifizieren. Die bekommst du auch noch von mir.“

Michael durchfuhren wohlige Schauer, als er diese Sätze hörte. Er versuchte die Erregung abzuschütteln, was ihm nicht so recht gelang. Julia hatte recht gehabt. Sie appellierte an diese Seite in ihm. Und das, so musste er sich eingestehen, nicht unbedingt erfolglos.

Julia nahm das Halsband und nickte.

„Ein vernünftige Regelung!“

Dann ging sie zu Michael, sah ihm kurz in die Augen und befahl:

„Auf die Knie.“

Michael sank sofort nach unten. Es erstaunte ihn nicht einmal mehr. Vor zwei Wochen hatte er nur von dominanten Frauen geträumt, aber nie ein Erlebnis gehabt, nun gehorchte er wie selbstverständlich allen Anweisungen.

An seinem Hals konnte er Julias warme Hände spüren, die ihm das Halsband umlegte, es zuzog, ihm so kurz den Atem nahm, um dann zufrieden seinen Kopf zu streicheln.

„Gut siehst du aus.“

Jennifer trat daneben.

„Gefällt mir auch. Es passt. Hier ist seine Leine. Und nun kommt mit herein. Er darf auf seinen Beinen laufen.“
Julia, die Michael an der Leine hielt, folgte Jennifer durch die Anlage. Vereinzelt konnte man einige nackte Männer und ein paar Frauen sehen, aber die Anlage wirkte ruhig und unbelebt.

„Was ist das hier?“ wollte Julia wissen.

„Unser Zuhause“, erklärte Jennifer im Gehen,

„hier lebe ich als aktuelle Herrin des Spiegels mit den anderen Damen und den Sklaven zusammen. An diesem Ort können wir unser Selbst ausleben.“

Julia sah sich noch einmal um, dann schüttelte sie den Kopf. Michael überließ ihr das Sprechen, vermutete er doch, dass sein Wort als Wort eines Mannes nicht viel zählen würde.

„Sieht nicht so aus, als würden hier besonders viele Menschen leben“ fuhr Julia fort und sah sich noch einmal um. Jennifer lachte.

„Doch, wir sind sehr viele. Die meisten Damen sind nur mit ihren Sklaven auf den Zimmern, um sich auf nachher vorzubereiten!“

Jetzt mischte sich Michael doch ein:

„Was ist denn nachher?“

„Eine Einführungszeremonie eines neuen Sklaven. Keine Angst, nicht von dir. Das ist hier immer eine große Sache. Ich möchte, dass ihr dabei seid.“ Nachdem Jennifer den Satz beendet hatte, steuerte sie auf das größte Haus auf dem Grundstück zu, dann wandte sie sich wieder an die beiden:

„Darum muss ich euch auch eine halbe Stunde alleine lassen. Ich muss mich ebenfalls fertig machen. Ich verspreche euch, dass wir im Anschluss reden und ich alle eure Fragen beantworten werde. Julia, du solltest dich auch umziehen. Für Damen herrscht hier an solchen Anlässen ein dominanter Dresscode. Man wird euch ein paar Gemächer zeigen und dich mit einem Outfit versorgen. Wenn ihr soweit seid, kommt heraus. Auf dem zentralen Platz wird die Zeremonie stattfinden. Ihr könnt ihn nicht verfehlen. Er ist dort, wo alle Menschen sind.“
Ein nackter Mann hatte Michael und Julia zu einem Raum geführt, indem ein luxuriöses Bett, ein großer Kleiderschrank und ein eichenhölzerner Schreibtisch stand. Michael ließ sich aufs Bett fallen und sah zu Julia, die neugierig den Kleiderschrank öffnete.

„Ganz schön unheimlich, was?“ fragte er.

„Stimmt, hier ist alles irgendwie wie aus einem SM Tr ..., aber hallo, dass nenne ich Outfits!“

Sie trat einen Schritt zur Seite und gab den Blick auf einen mit allen möglichen Lack, Leder und Latex Kleidungsstücken gefüllten Kleiderschrank frei. Auf der Fußleiste standen eine Vielzahl von Stiefeln, High Heels und Sandalen. In den Einschubfächern lagen Peitschen, Handschellen und Handschuhe. Ein Bereich war für weibliche Kosmetika reserviert.

Michael sah den Schrank überrascht an und blickte dann zu Julia.

„Sie sind gut ausgestattet.“

Julia nickte nur und zog dann ein Ganzkörpercatsuit aus dem Schrank.

„Dieses hier sieht aus, als würde er mir gut stehen!“

Er war schwarz, beinhaltete aber weiße Streifen, die horizontal über und unterhalb des Bereiches, wo sich die Brüste einfinden würden und vertikal an den Beinen entlang liefen.

„Und dazu diese schwarzen Plateauschuhe. Willst du mir nicht helfen, mich anzuziehen?“
Es dauerte 20 Minuten, bis Julia voll angekleidet war und sich nachgeschminkt hatte. Ihre Haare waren außerdem zu einem strengen Zopf nach hinten geknotet. Michael stand vor ihr und schüttelte den Kopf. Er wunderte sich über sich selbst. Er wusste, in was für einer unübersichtlichen, vielleicht gefährlichen Lage sie waren, dennoch konnte er nur bewundernd zu Julia sehen und seine Erregung nicht leugnen. Sie stand im 90 Grad Winkel von seinem Körper ab.

„Soll ich mich wieder erleichtern?“ fragte er fast hoffnungsvoll. Aber Julia schüttelte den Kopf und legte ihm erneut die Leine an.

„Diesmal nicht. Sie soll sehen, wie ich auf dich wirke. Lass uns rausgehen!“
Jennifer hatte nicht gelogen. Der zentrale Platz war leicht zu finden. Eine riesige Menschentraube hatte sich gebildet. Michael erschauerte. Er fühlte sich wie in einem Fetischfilm. Überall waren Frauen in aufregenden Lederkostümen, vor ihnen knieten nackte Männer und alle starrten auf die Mitte des Platzes. Die Situation wirkte surreal.

In der Mitte war ein großer Kreis durch Fackeln abgesteckt worden. In dem Kreis stand ein nackter Mann, er trug kein Sklavenhalsband, hatte aber seinen Blick gesenkt und die Arme hinter seinem Rücken verschränkt. Michael erschrak, als er ihn näher betrachtete. Es war Deep Throat!

„Das ist er, das ist Deep Throat!“ flüsterte er zu Julia und versuchte sich seine Aufregung nicht anmerken zu lassen. Diese nickte.

„Das habe ich mir schon gedacht. Langsam habe ich eine Vorstellung davon, was das hier für eine Demonstration werden soll!“

„Wir müssen etwas tun“, beharrte Michael, aber Julia schüttelte den Kopf.

„Und was? Dein Handy liegt in deiner Kleidung draußen im Auto und meins ist auf dem Zimmer. Ansprechen wird aufgrund der vielen Leute keinen großen Sinn machen.“

„Was sollen wir dann machen?“ wollte Michael wissen.

„Ich denke, wir suchen uns einen guten Platz, du kniest dich vor mich, dann warten und beobachten wir. Momentan können wir nichts tun, als zu verschwinden oder uns Jennifer zu fügen.“

Michael nickte, sagte dann aber noch:

„Ist es nicht merkwürdig, dass wir hier so gar nicht beachtet werden?“

„Ich denke, die Menschen hier sind vermutlich über uns und die Situation informiert.“
Damit schien Julia Recht zu haben. Denn die übrigen Personen ließen sie bereitwillig in die erste Zuschauerreihe direkt vor den Fackeln. Michael beobachtete die anderen Männer und kniete sich dann nach deren Vorbild direkt vor Julia und betrachtete den Kreis. Er war größtenteils leer. Deep Throat stand in der Mitte. Sein Geist schien nicht in dieser Welt zu sein. Rechts neben ihm stand ein großes schwarzes Kreuz, aus dem in Höhe von etwa einem halben Meter noch zwei Bretter noch vorne wegwuchsen. Sie ähnelten der Hebebühne eines Gabelstaplers. Überall waren Fesselmöglichkeiten zu sehen. Links neben ihm stand etwas, was Michael einem Bock zuordnete. Dieser ähnelte einem gleichschenklingen Dreieck. Seine Basis bestand aus drei breiten Brettern. Zwei bildeten die Füße. In der Mitte zwischen den Füßen bildete in etwa zwei Meter Höhe das Dritte die Spitze. Auf ein Meter Höhe verbannten vier schmalere Bretter alle Seiten der Schenkel. An der Seite zu Julia und Michael waren zwei breite, dicke Schaumstoffkissen angebracht, die sich scheinbar über den Bock ******* ließen.

Michael hatte mit einem Mal Schwierigkeiten zu atmen. Verblüfft sah er noch oben, wo Julia, deren Augen ganz auf den Bock fasziniert waren, scheinbar unbewusst an seiner Leine zu ziehen begann und ihm so die Luft abschnürte.

„Hey!“ beschwerte er sich.

Julia sah überrascht nach unten.

„Entschuldigung. Die Szenerie hat mich ...“

„... erregt?“ beendete Michael den Satz grinsend. Aber Julia ging nicht darauf ein, sondern zeigte auf die andere Seite des Kreises, wo sich eine Gasse zwischen den Menschen bildete.

„Ich glaube, Jennifer kommt!“
Diese trat durch die Gasse. Michael schluckte und bemühte sich, seinen Blick abzuwenden. Aber es wollte ihm nicht recht gelingen. Sie trug kniehohe schwarze Lederstiefel. Der Rest der Beine war unbedeckt. Ihr Körper umhüllte ein ärmelfreier, ebenfalls schwarzer Lederbody. An den Händen trug sie Handschuhe. Ihre Lippen waren wie immer dunkelrot geschminkt. Die Augen waren durch dunklen Eyeliner betont. Ihre Haare waren zu einem langen Zopf nach hinten gebunden. In ihrer rechten Hand drehte sich eine Reitgerte. Sie lächelte und ihr funkelnder Blick zeugte von Selbstüberzeugung. Sie trat in den Kreis neben Deep Throat, der augenblicklich niederkniete. Die Gespräche der Umstehenden verstummten augenblicklich, dann erhob Jennifer die Stimme:

„Liebe Freundinnen, meine Sklaven. Heute ist ein freudiger Tag. Wir nehmen heute einen neuen Sklaven in unsere Runde auf. Einen verlorenen Sohn!“

Die Umstehenden begannen zu applaudieren. Jennifer wartete geduldig, hob dann kurz die Hand, was den Applaus zum Erliegen brachte.

„Lisa und Sarah, kommt ihr bitte und helft mir!“

Zwei Frauen, Michael schätzte sie auf Anfang 20, traten an ihren Sklaven vorbei und traten neben Jennifer. Michael schaute überrascht, die eine trug über ihren roten Lederbody ein Stethoskop um den Hals. Aber Jennifer wandte sich an die andere Frau:

„Sarah, unter welchem Namen haben wir den Sklaven aufgenommen?“

„Deep Throat!“ antwortete diese mit fester Stimme. Jennifers Blick heftete sich bei der Nennung des Namens kurz auf Julia und Michael. Dieser meinte fast, sie würde lächeln. Aber dann drehte sie sich wieder zu der Dame namens Sarah.

„Und ist er offiziell und vollständig von den Einflüssen des Spiegels befreit worden?“

Michaels Puls schoss in die Höhe. Es war also möglich, vom Spiegel loszukommen! Kurz sah er hoch zu Julia, aber deren Blick war auf die Szene im Kreis konzentriert.

„Ja, ist er. Obwohl seine Spiegelzeit Jahre zurückliegt, haben wir ihn erneut entwöhnt. Er ist völlig Herr seiner Sinne und vollkommen frei in seinen Entscheidungen!“

Jennifer nickte zufrieden.

„Sehr gut!“ Dann wandte sie sich an Deep Throat:

„Sklave, bist du freiwillig hier?“

Deep Throat nickte.

„Du weißt, das du die Chance hast, zu gehen! Es sind Auswärtige hier, welche dich mitnehmen würden! Was möchtest du?“

Dabei zeigte sie auf Julia und Michael und sah Deep Throat erwartungsvoll an.

„Ich möchte ihr Sklave werden, Herrin!“ Zum ersten Mal seit ihrem Gespräch an der Mosel hörte Michael wieder seine Stimme. Sie klang fest. Er versuchte Blickkontakt mit ihm aufzunehmen, aber Deep Throat wich ihm aus.

„Dann geh auf das Kreuz!“ hörte Michael Jennifers Anweisung. Deep Throat stand sofort auf, kniete sich auf die vorstehenden Bretter. Lisa und Sarah traten neben ihm und fesselten seinen Körper, wobei die Arme am oberen Brett fixiert wurden. Deep Throats Schwanz hing frei in der Luft. Jennifer trat neben ihm, wandte sich aber wieder an die Umstehenden. Es wirkte für Michael, als spreche sie nur für Julia und ihn.

„Wir ihr alle wisst, werden Männer leider von Zeit zu Zeit zu sehr von ihren Trieben beherrscht. Darum werden ihn davon ebenfalls befreien und ihn darauf erneut fragen.“

Dann führte sie eine Hand an den Schwanz von Deep Throat, der sich fast sofort steil aufstellte, und begann ihn zu wichsen. Ihr Lederhandschuh fuhr immer wieder und immer schneller auf und ab. Deep Throat schmiss sich in die Fesseln und begann laut zu stöhnen. Michael sah, wie sein rechtes Bein zu zucken begann. Sein Fuß wackelte in dem Rhythmus, in dem Jennifers Hand zwischen seinen Beinen auf und ab fuhr. Er fragte sich, wie es wohl sein musste, wenn einem seine Herrin vor so vielen Menschen einen runterholte.

Schließlich hatte Deep Throat keine Chance mehr und feuerte in mehreren Stößen seine Erregung in den Kreis ab. Jennifer nickte zufrieden, wischte ihren Handschuh, der etwas abbekommen hatte, an seinem Körper ab und sah in die Runde.

„Guter Junge! Macht ihn los! Und du, wenn du wirklich in meine Dienste aufgenommen werden willst, weißt du, was du zu tun hast!“

Deep Throat nickte und nachdem er befreit war, stieg er sofort von dem Kreuz, schmiss sich auf den Boden und küsste Jennifers Stiefel.

Jennifer beugte sich herunter, streichelte ihm sanft den Kopf und entzog ihm dann ihre Stiefel.

„Hast du uns noch etwas zu sagen, Sklave?“

Dieser schien zu schlucken, dann räusperte er sich deutlich vernehmbar.

„Herrin, ich bin davon gelaufen und habe Außenstehende über ihr Reich berichtet. Ich verdiene eine Strafe!“

„Leg dich über den Bock!“
Michael spürte, wie sich Julias Hände in seinen Schultern verkrallten, als Deep Throat den Befehl befolgte. Seine Füße standen auf dem rechten Bett, welches auf dem Boden lag. Seine Arme ruhten auf den seitlichen Verbindungen. Der Blick war auf starr auf den Fußboden gerichtet. Lisa und Sarah kamen und fixierten seinen Körper mit einigen Tauen am Bock.

Kurz danach war er komplett verschnürt und absolut unfähig, irgendeinen Teil seines Körpers, mit Ausnahme seines Kopfes zu bewegen. Nur die beiden großen Kissen hingen nach wie vor seitlich am Bock herunter. Jennifer nickte zufrieden und wandte sich an Lisa.

„Check ihn durch.“

Diese trat an Deep Throat heran, zückte das Stethoskop, hörte seinen Brustraum ab und fühlte seinen Puls. Michael konnte in der ersten Reihe ihre leisen Anweisungen hören:

„Einatmen. Husten. Noch einmal.“

Dann drehte sie sich zu Jennifer um.

„Es geht ihm gut! Er kann bestraft werden!“

Der Applaus brandete wieder auf. Jennifer schien den Beifall zu genießen, währenddessen spannten Lisa und Sarah die großen Kissen über Deep Throats Körper, so dass sie dessen Rücken und Beine schützten, aber sein Hinterteil präsentierten.

Jennifer hob die Hand und augenblicklich wurde es wieder still. Ihre Stimme schien jeden Anwesenden durchdringen zu können:

„Bringt mir den Rohrstock und die Peitsche! Sarah, du wirst mir heute assistieren. Ich denke, wir strafen 20 Minuten!“

Michael war von der Szene vollständig in den Bann geschlagen. Er wollte sich abwenden, aber er konnte nur immer wieder zu dem Bock schauen, wo man Jennifer die Schlaginstrumente reichte. Ein Teil von ihm wünschte sich, Deep Throat zu sein. Der andere Teil hatte Angst vor dem, was er gleich sehen würde.

„Wärest du gerne er?“ hörte er auf einmal von oben. Überrascht sah er auf. Julias Gesicht wirkte sehr angespannt.

„Ich weiß es nicht, aber ein Teil von mir beneidet ihn“, antwortete er wahrheitsgemäß.

Bevor Julia antworten konnte, begann es. Jennifer hatte die Peitsche, sie war neunschwänzig, an Sarah weitergereicht und beide schlugen zu.

Ein unglaublicher Schlaghagel ging auf Deep Throat nieder, aber dieser gab anfangs keinen Ton von sich. Michael bewunderte ihn für seine Standfestigkeit. Aber dann konnte man es hören. Erst war es leise. Nur ein Stöhnen. Dann wurde es immer lauter, bis Deep Throat bei jedem Schlag vor Schmerzen schrie.

Irgendwann hob Jennifer die Hand. Michael dachte, es sei vorbei, dann aber sah er, dass sie Lisa nur ein Zeichen gab, ihn erneut zu untersuchen. Diese kontrollierte kurz seine Zeichen und signalisierte dann mit ihrem Daumen nach oben, dass er weiterhin geschlagen werden könnte. Jennifer wandte sich an Deep Throat:

„Freu dich! Die Halbzeit hast du! Das waren 10 Minuten! Also nur nochmal 10!“

Dann holte sie aus und ein gewaltiger Schmerzensschrei von Deep Throat zerriss die Nacht. Aber Jennifer und Sarah schlugen unbarmherzig weiter zu.

„Du kannst um Gnade bitten!“ hörte Michael Jennifer, aber Deep Throat gab kein Wort von sich. Obwohl sein Hintern längst zerschunden war und die rot gefärbte Haut mancherorts aufgeplatzt war und erste Bluttropfen auf den Boden sickerten, hielt der Mann auf dem Bock die Strafe durch. Bis Jennifer ihn irgendwann erlöste. Sie hörte auf zu schlagen, entfernte selbst die Kissen und küsste ihn sanft auf den Rücken. Michael hörte ein bewunderndes „Tapfer“ von ihren Lippen. Dann wandte sie sich wieder an die Menge:

„Er ist wieder zu Hause und erneut ein vollwertiges Mitglied unserer Gemeinschaft!“

Um Michael herum begann die Menschen erneut zu klatschen und zu jubeln. Michael selbst war versucht, zu applaudieren. Dann sah er, wie Deep Throat sich taumelnd vom Bock erhob, auf seine Knie fiel und den drei Frauen, die ihn gepeinigt hatten, ihre Stiefel küsste und ein „Danke“ flüsterte. Jennifer streichelte seinen Kopf und kam dann zu Julia und Michael.

„Ich denke, jetzt können wir reden. Kommt mit!“
Kurze Zeit später saßen Jennifer, Julia und Michael an einem großen Tisch in einem der Häuser. Einer der Männer hatte etwas zu trinken gebracht. Dann hatte man sie allein gelassen. Michael hatte man gesagt, er dürfe ausnahmsweise mit am Tisch sitzen.

Julia ergriff als erste das Wort:

„Was ist das hier? Was haben wir gerade gesehen?“

Jennifer nahm einen Schluck aus ihrem Glas und sah dann die beiden anderen an:

„Die lange oder die kurze Version?“

„Ich denke, es ist endlich Zeit für die lange Version“, entgegnete Michael.

Jennifer nickte.

„Du hast vermutlich recht.“

Dann griff sie kurz unter den Tisch, holte eine Aktentasche hervor, drehte sie und einem lauten Klirren fiel der Spiegel auf den Tisch. Michael zuckte zusammen, er hatte ihn ganz vergessen.

„Dann fangen wir besser damit an“, sagte Jennifer und schaute fragend in die Runde. Aber Michael und Julia nickten nur zustimmend.

Jennifer räusperte sich, dann begann sie zu erzählen:

„Also dann. Das hier ist natürlich nicht aus der Zeit Konstantins. Eigentlich ist es nur ein Stück schwer zerstörbares Glas, welches mit verschiedenen Chemikalien und Stoffen versehen wurden. In Kombination mit anderen Wirkstoffen wirkt die Kombination wie ein Halluzinogen ...“

„Es war nur Einbildung?“ ging Michael dazwischen.

Jennifer nickte.

„Sehr realistische Einbildungen. Die eigene Geistesvorstellung ist eine gewaltige Kraft. Oftmals haben wir gehört, dass während der Halluzinationen die Menschen sich selbst Spuren zugefügt haben, welche den Spuren der Spiele, welche in ihrem Kopf stattfanden, ähnelten. Auswirkungen von Schlägen lassen sich beispielsweise durch den Kontakt mit sehr heißem Wasser simulieren.“

Michael drehte den Kopf zur Decke und schüttelte ihn. Natürlich. Darum war die Badewanne nach seinem ersten Spiegelerlebnis feucht gewesen.

„Bitte weiter“, forderte er und hatte das erste Mal, seit er den Spiegel erworben hatte, das befreiende Gefühl, der ****en in seinem Kopf würde sich lockern.

„Durch diese Halluzinationen ...“, fuhr Jennifer fort,

„erhalten die Menschen ihre größten Wünsche erfüllt. Der Spiegel offenbart ihnen das, was sie selbst unbedingt wollen. Sie werden süchtig nach den Erlebnissen.“

„Aber nicht nur danach!“ mischte sich Julia ein.

„Das trifft zu. Ein Teil der süchtig machenden Stoffe wird aus den körpereigenen Pheromonen der Herrin des Spiegels gewonnen. Aktuell also von mir. Der Besitzer des Spiegels wird nach mir süchtig und sich der Tatsache bewusst, dass er mir dienen möchte. Ich erscheine in Träumen und fange an, die Gedanken der Menschen am Tag zu beherrschen. Bis die Besitzer schließlich in der Realität zu mir kommen ...“

„... und unter Zwang deine Sklaven werden“, beendete Michael den Satz, aber Jennifer schüttelte den Kopf.

„Nein, nicht unter Zwang. Zum einen funktioniert der Spiegel nicht, wenn man nicht die entsprechende Neigung hat. Zum anderen können wir die Auswirkungen rückgängig machen. Und erst dann fragen wir die Männer, ob sie meine Sklaven werden wollen.“

Michael sah Jennifer verwirrt an und blickte dann zu Julia:

„Funktioniert nur, wenn man die Neigung hat? Aber ich habe auch mit ihr ein Spiegelerlebnis gehabt!“

Julia lächelte und streichelte sein rechtes Bein.

„Ich habe dir doch gesagt, dass ich es in mir fühle.“

Jennifer nickte:

„So etwas wie mit euch, ist bisher nie passiert. Als du damals in den Laden kamst, wurde der Spiegel automatisch heller und hat deine Neigung angezeigt ...“

„Das verstehe ich nicht“, ging Michael dazwischen.

„Ich denke, wir sollten den dazu bitten, der den Spiegel und die Schicksalskerzen entwickelt hat. Er kann es vermutlich besser erklären“, erwiderte Jennifer und rief dann:

„Bringt ihn rein!“

Sofort öffnete sich die Tür und zwei Männer stützten einen Dritten, der sich nur mühsam auf den Beinen halten konnte. Michael und Julia fuhren in die Höhe. Es war Deep Throat.

„Ihr kennt ihn ja bereits. Er ist derjenige, welcher das Spiegelsystem entworfen hat“, sagte Jennifer und bat mit der Hand, Julia und Michael sollten sich wieder setzen. Dann wandte sie sich an Deep Throat:

„Wir reden gerade über den Spiegel. Erklär es ihnen.“

„Darf ich mich vorher entschuldigen, Herrin?“ wollte dieser wissen. Jennifer nickte:

„Das ist eine ausgezeichnete Idee.“

Deep Throat sah zu Michael und setzte an:

„Es tut mir Leid, dass ich dich da mit reingezogen habe. Aber ich wollte dir nur helfen. Ich lag damals falsch.“

Michael schüttelte ratlos den Kopf:

„Wie? Was?“

„Am besten du erzählst von Anfang an“, ging Jennifer dazwischen. Deep Throat nickte.

„Ja, das ist wohl das Beste. Vor 20 Jahren arbeitete ich als Chemiker in einem Team mit Biologen an der Fachhochschule in Trier. Diese Neigung hatte ich schon damals. Wir experimentierten mit den körpereigenen Stoffen der Menschen und wollten der Sexualität näher kommen. Während des sexuellen Aktes und insbesondere während des Orgasmuses ist die Chemie des Körpers in einem beständigen Wechsel begriffen. Er stößt Stoffe aus, welche sonst nie an die Oberfläche kommen, dafür hält er andere zurück. Irgendwann kamen wir darauf, dass aber der Ausgangspunkt für diese chemischen Vorgänge immer da sein muss. Denn jeder Mensch kann nach der Geschlechtsreife vom körperlichen her sich fast immer auf sexuelle Spiele einlassen.“

Julia mischte sich ein:

„Ihr wolltet die chemischen Stoffe im Menschen finden, welche die Auslöser für Sexualität sind. Und ich rate mal: Dabei seid ihr darauf gestoßen, dass sich diese Stoffe nach Neigung unterscheiden?“

Deep Throats Kopf schwankte nachdenklich.

„Nicht ganz. Wir haben das Experiment an mir durchgeführt und so ist es uns gelungen, meine Neigung sichtbar zu machen. Später entwickelten wir einen weiteren Stoff, den ihr in den Schicksalskerzen kennengelernt habt. Dieser aktiviert in Kombination mit den anderen die Neigungen. Die Mischung aus den Stoffen in dem Spiegel und den Kerzen ergibt das eigentliche Halluzinogen. Es war damals reiner Zufall. Ich arbeitete gemeinsam mit einer Kollegin an dem Projekt und wir setzten uns zufällig gemeinsam der Stoffkombination aus und erlebten sozusagen das erste Spiegelerlebnis. Später haben wir dann weiter experimentiert und herausgefunden, dass nicht Mann und Frau erforderlich sind, da die Stoffe, da sie auf die BDSM Neigung eingestellt sind, sowieso nur mit Neigungsgenossen funktionieren. Es reichen auch die Stoffe, sowie ein Bild des Traumpartners. Den Rest erledigt das Gehirn.“

Michael wollte sichergehen, dass er auch alles verstand:

„Einfach ausgedrückt: Die Kombi aus Bild und den Stoffen des Spiegels, welche durch die Kerzen aktiviert wurden, hat mein Gehirn dazu überredet, SM Fantasien mit der Person auf dem Bild zu erleben?“

Deep Throat nickte.

„Ganz genau.“

„Wie ging es weiter?“ wollte Julia wissen.

Deep Throat lächelte. Es wirkte, als müsse er an einen Witz denken.

„Nun ja, ihr könnt euch vorstellen, dass meine Kollegin und ich damals nach dem Erlebnis, sagen wir, verwirrt waren. Aber schließlich redeten wir und unsere Neigungen kamen zur Sprache. Darauf beschlossen wir es real auszuleben. Meine Kollegin wurde die erste Herrin des Spiegels. Und ich ihr Sklave. Bei unseren Gesprächen fanden wir heraus, wie sehr wir es bedauert haben, unsere Neigungen so lange verschwiegen zu haben und nicht ausleben zu können. So kam die Idee, den Menschen durch den Spiegel zu helfen, sich ihrer selbst bewusst zu werden. Dann entwarfen wir die Idee, ihnen auch die Chance zu geben, die Neigungen auszuleben. So kam der Suchtfaktor mit ins Spiel. Es war nicht böse gemeint. Es sollte den Menschen nur die Chance geben, zu sich zu finden und das dann auch auszuleben.“

Michael, der sich sehr konzentrieren musste, um zu folgen, hakte nach:

„Aber du hast mir doch geschrieben, du hättest auch von der Herrin des Spiegels geträumt und sie vom ersten Tag an klar gesehen. Wieso, wenn du doch schon ihr Sklave warst?“

„Ich habe das Suchtprogramm natürlich an mir getestet. Ich war der erste, der die neue Spiegelwirkung erprobt hat. Erst als dieses Programm erfolgreich war und ich einen Weg gefunden hatte, diesen Prozess auch rückgängig zu machen, eröffneten wir den Laden in Trier und warteten.“
„Und dann?“ wollte Julia nach einer kurzen Phase des Schweigens wissen. Es war Jennifer, die ihr antwortete:

„Die Sache wurde größer. Sehr groß. Viele Sklaven siedelten sich bei der ersten Herrin des Spiegels an, aber auch immer mehr Frauen, die unter ihrer Kontrolle ihre dominanten Neigungen ausleben konnten. Schließlich wurde diese Anlage geschaffen, wo wir gemeinsam leben. Tagsüber kann jeder seiner Arbeit nachgehen und Abends können wir zusammen sein. Wir finanzieren hier Ausbildungen, Studien und einige Geschäfte.“

„Kann man gehen?“ wollte Michael wissen. Jennifer nickte.

„Jederzeit.“

„Aber als Deep Throat an der Mosel getroffen habe, waren Männer von hier hinter ihm her!“

Jennifer lächelte und sah zu Deep Throat.

„Möchtest du das beantworten?“ Dieser schüttelte den Kopf und sah betreten zu Boden. Es war dann wieder Jennifer, die sprach:

„Wie ihr euch denken könnt, bin nicht ich die erste Herrin des Spiegels. Mit der Zeit wurde diese älter und wir überlegten, was zu tun sei. Sie schlug vor, die Herrschaft wandern zu lassen. Sie wollte sich mit ein paar ausgewählten Sklaven zurückziehen und etwas abgeschiedener leben. Die Herrschaft ging auf mich über. Deep Throat hat sie geliebt, aber er war nicht in ihrer Auswahl. Damit ist er nicht fertig geworden und lief davon.“

Michael sah zu seinem Gegenüber, der noch immer auf den Boden starrte. Dann drehte er sich zu Jennifer.

„Aber woher wusste er, dass ich den Spiegel habe?“

Jennifer lächelte.

„Weißt du noch, wo du ihn zum ersten Mal gesehen hast?“

Michael wollte „an der Mosel“ sagen, schlug sich dann aber mit der Hand vor dem Kopf.

„Vor dem Laden in Trier, nachdem ich den Spiegel gekauft hatte. Der Spiegel wurde auf einmal sehr heiß und fiel mir auf den Boden. Da hat er mich angestarrt.“

Jennifer nickte.

„Das war die Aufladung. Wenn der Spiegel zum ersten Mal mit einem neuen Besitzer in Kontakt kommt, reagieren die Stoffe und der ganze Spiegel wird sehr heiß.“

„Und warum hast du ihn verfolgen lassen?“ wollte Michael wissen.

„Wir entdeckten, dass, als er davon gelaufen ist, er die Formel mitgenommen hatte, auf welcher beschrieben war, wie die Stoffe hergestellt werden, durch welche die Spiegelwirkungen rückgängig gemacht werden. Die mussten wir zurückhaben.“

Michael wandte sich direkt an Deep Throat:

„Warum hast du die Formel mitgenommen?“

Dieser sah nur kurz auf:

„Liebeskummer. Ich wollte alles zerstören, was ich mit ihr aufgebaut hatte!“

Julia mischte sich ein:

„Er war also niemals in Gefahr?“

Jennifer schüttelte den Kopf.

„Nein, niemals. Wir verursachen keine bleibenden Schäden. Ihr habt vorhin gesehen, dass wir bei schweren Bestrafungen immer medizinisch überwachen. Die schlimmste Strafe, die wir verhängen können, ist die Verbannung.“

Michael sah zu Jennifer:

„Warum hast du mir das nicht einfach per Mail geschrieben? Anstatt diese andere bedrohliche Email?“

„Hättest du mir denn das geglaubt? Nach alldem, was dir Deep Throat erzählt hat? Wärest du gekommen? Ich wusste ja auch nichts von Julia. Ich wollte, dass du kommst und siehst, wie ich Deep Throat wieder aufnehme, für den ich Mitleid empfinde. Und dann wollte ich dir die Möglichkeit geben, mein Sklave zu werden.“

„Was ist eigentlich mit mir?“ fragte Julia. Jennifer nahm ihre Hand und sah sie an:

„Erstmal muss ich mich bei dir entschuldigen. Ich wusste nicht, dass du eine von uns bist. Ich dachte, du bist eine von den Frauen, die ihn davon abhält, sein Selbst auszuleben. Er schien der perfekte Sklave zu sein. Er ist jung, attraktiv und genau die Art von Mann, die mir gefällt. Der Spiegel sprach sofort auf ihn an. Lange verstanden wir nicht, warum der Erkenntnisprozess bei ihm so lange dauerte. Erst, als du mir gesagt hast, dass du seine Herrin bist, habe ich begriffen, dass er schon gebunden ist. Und da du mit ihm ein Spiegelerlebnis haben konntest, musst du echt sein. Darum habe ich einen anderen Vorschlag an euch beide.“

Julia und Michael sahen Jennifer erwartungsvoll an, aber die signalisierte Deep Throat erst durch ein Kopfnicken, er solle gehen. Dieser verschwand sofort.
Als die Drei wieder allein waren, unterbreitete Jennifer ihren Vorschlag.

„Kommt beide zu mir! Julia als eine der Herrinnen und Michael als Sklave.“

„Wessen Sklave?“ wollte Julia wissen.

„Im Alltag natürlich deiner, aber alle Sklaven hier sind meine Sklaven. Also muss er auch mir zur Verfügung stehen. Da ich aber um eure besondere Situation weiß, würde ich darauf Rücksicht nehmen.“

Michael schluckte. Mit Julia auf der Anlage zu leben, war mehr als reizvoll. Er sah zu ihr, diese biss sich auf die Lippen.

„Ich weiß nicht, ob ich das kann. 24 Stunden Domina am Tag sind mir viel zu viel.“ Dann sah sie zu Michael:

„Aber ich liebe dich und würde es versuchen. Willst du hier auf diese Anlage? Ist das dein Lebenstraum?“

Bäng! Die Frage war in der Welt und zerriss mit einem gewaltigen Schnitt Michaels Herz. Hilflos sah er zu Julia:

„Wenn ich nein sage, wäre das gelogen. Aber ohne dich könnte ich nicht leben.“

Julia streichelte liebevoll sein Bein:

„Dann sollten wir es vielleicht versuchen. Seit der Spiegel in deinem Leben ist, hast du endlich zu dir und schließlich auch zu mir gefunden. Das hier ist die logische Konsequenz. Das hier ist besser, als alles, was einem der Spiegel bieten könnte.“

Dann wandte sich Julia an Jennifer:

„Was würde uns hier erwarten?“

Jennifer nahm einen kurzen Schluck aus ihrem Glas, welches noch immer vor ihr stand und sah die beiden anderen nachdenklich an:

„Wir kümmern uns um eure Ausbildung. Vermutlich könntet ihr beide in Trier weiter studieren. Hier würde sich eure Rolle finden. Aber gerade Michael sollte sich dessen bewusst sein, dass er nicht mehr viele Rechte hätte. Beispielsweise schlagen wir unsere Sklaven in der Anfangszeit viel. Nicht nur als Strafe, sondern auch, wenn die Herrin einfach Lust hat, zu foltern. Sie sollen diese Lektion von Beginn an verinnerlichen.“

Michael schluckte.

„Wer dürfte mich denn schlagen?“

„Julia und ich jederzeit. Die anderen Damen, welche daran Interesse haben, können uns um Erlaubnis bitten. Wenn sie diese erhalten, auch sie. Generell werden alle Frauen hier mit einem Kuss auf den Schuh oder den Fuß begrüßt. Wenn du Erholung brauchst, kannst du mit Erlaubnis jederzeit die Anlage verlassen. Außerhalb dieser Anlage kannst du dann, wenn du es wünscht, auf Augenhöhe sein.“

Michael sah zu Julia. Er kannte sie lange genug, um die Zweifel in ihrem Gesicht lesen zu können.

„Wie denkst du wirklich darüber?“

Diese biss sich erneut auf die Lippen.

„Es klingt reizvoll. Aber ich weiß nicht, ob ich immer und überall Herrin und nie mal auch einfach Frau sein will. Und ob ich dich auf Dauer teilen kann, weiß ich auch nicht. Wir können es versuchen, weil es mir für dich richtig erscheint. Aber ob ich bleiben kann, weiß ich nicht. Es ist deine Entscheidung. Es muss deine Entscheidung sein.“

Michael blickte von Julia zu Jennifer. Auch diese sah ihn erwartungsvoll an. Er wusste nicht, was er tun sollte. Das Leben auf der Anlage klang wie ein Traum. Ein Leben ohne Julia klang wie der schrecklichste Alptraum. Aber vielleicht würde sie auch bleiben! Wenn sie nur genügend Zeit außerhalb der Anlage hätten. Seine Gedanken rasten, aber er war ratlos. Sein Blick begann hilflos umher zu kreisen, blieb dann mit einem Mal auf dem Tisch hängen. Dort lag noch immer der Spiegel! Der Geistesblitz kam urplötzlich. Der Spiegel würde ihm helfen, das Problem zu lösen!

Er sah zu Jennifer:

„Ich brauch eine Schicksalskerze, ein Bild von dir und Julia und etwas Zeit.“

Beide Frauen sahen ihn überrascht an. Julia erhob das Wort:

„Meinst du wirklich, das ist eine gute Idee?“

Aber Michael beharrte auf seinem Einfall. Er sah noch immer zu Jennifer.

„Du hast gesagt, der Spiegel zeigt mir, was ich wirklich sein will? Dann wird er mir zeigen, was mein Leben sein soll!“

Jennifer schüttelte den Kopf.

„Ich weiß nicht recht.“

Michaels Stimme blieb eisern.

„Bitte! Das ist vielleicht die wichtigste Entscheidung meines Lebens. Ich muss meiner Idee folgen! Nur so kann ich Sicherheit bekommen! Der Spiegel wird mir meine Seele zeigen. Das hat er immer gemacht!“

Jennifer faltete die Hände.

„Also schön.“
Fünf Minuten später war Michael allein im Raum. Unter dem Spiegel lag ein Handyfoto von Julia und Jennifer. In seiner rechten Hand hielt er ein Feuerzeug, welches er langsam zur Schicksalskerze, die man ihm übergeben hatte, führte. Die Hand zitterte leicht. Er hatte noch immer Angst vor dem Spiegel.

„Dieses letzte Mal!“ sagte er laut und entzündete die Kerze.

Es war wie immer. Er gähnte laut, öffnete die Augen und war in einer anderen Welt. Er wollte sich umsehen, konnte aber anfangs nichts erkennen. Ein grelles, gelbes Licht blendete ihn. Verwirrt lief er umher und wartete.

Aber nur langsam wurden die Umrisse schärfer. Erst verstand er nicht, was er sah. Dann wurde ihm das Bild deutlicher, bis er schließlich laut zu lachen begann.

„Natürlich!“ rief er in die Weiten seiner selbst und lachte wieder. Er hätte es wissen können. Die beiden Szenen, die ihm der Spiegel zeigte, hatten seine Gedanken lange beherrscht. Und nun dachte er nur noch selten an sie:
- Michael hastete die Treppe des kleinen, kaum benutzten Nebeneingangs seiner Stammdiscothek herunter. Der Tanz- und Barbereich des As befand sich im zweiten Stock. Er hatte es eilig. Gewisse menschliche Bedürfnisse ließen ihn sein Tempo noch beschleunigen, um ins Erdgeschoss und zu den Toiletten zu gelangen.

Plötzlich tauchte ein Schatten vor ihm auf. Er erkannte nur lange Haare, einen Vollbart und diverse Tätowierungen. Timo! Er saß in Politik neben ihm. Ansonsten hatten sie nicht viel miteinander zu tun. Man traf sich im As, trank öfter mal einen zusammen, um dann wieder zu den eigenen Freunden zu gehen.

Timo baute sich vor ihm auf und grinste freundlich. Mit seinen riesigen prankenartigen Händen wollte er ihn wohl umarmen.

„Hey, alles Gute, Mann! Auch wenn es zwei Stunden zu spät kommt. Herzlichen Glückwunsch. 18 ist ein geiles Alter! Jeder Alk ohne Stress, Autofahren und endlich auf niemanden mehr hören müssen!“

Michael versuchte, trotz des stetig steigenden Drucks, freundlich zu bleiben.

„Danke, ich finde es auch toll. Leider habe ich vielleicht einmal zu oft angestoßen und muss jetzt dringend...“

So leicht war es nicht. Timo griff an seine Schultern und hielt ihn zurück.

„Hey Mann, Steffi hat gerade einen gebaut. Wenn du willst, ich meine, sieh es einfach als mein Geburtstagsgeschenk.“

Michael entwand sich dem Griff und lief eilig die Treppe herunter. Währenddessen drehte er seinen Kopf leicht:

„Danke. Muss nicht sein. Aber ich weiß die Geste zu schätzen!“

Das stimmte. Michael, der sich nichts aus Gras oder sonstigen ******, mit Ausnahme von ******* machte, wusste, dass Timo für sein Hasch an schlimmen Tagen auch seine Mutter ins Gefängnis bringen würde.
Zehn Minuten später trat Michael mit deutlich entspannterem Gesicht durch die Glastür gegenüber der Toiletten und zog die kühle Nachtluft in sich hinein. Vorsichtig drehte er die Schultern, versuchte seine Muskulatur zu entspannen und vielleicht nur ein bisschen des Schummerns aus seinem Blick zu bekommen. Eigentlich wollte er seitlich am As vorbeigehen, um dann auf einen großen Platz, der von As und städtischer Kirche begrenzt wurde, zu gelangen. Dort vermutete er den Hauptteil seiner Freunde, die lieber außerhalb der eigentlichen Disco waren und dort die eine oder andere Flasche Tequila vernichteten.

Er wollte sich gerade auf den Weg machen, dann verharrte sein Blick auf dem roten Gebäude, welches sich direkt gegenüber von der Glastür befand. Wie gewöhnlich hatte sich schon eine lange Schlange von As – Besuchern vor ihm aufgereiht, um an dem Pizzafenster eine Minipizza oder einen Döner zu kaufen. Eigentlich war das Gebäude ein richtiges Restaurant, aber an den Wochenenden konnte der Betreiber drei Bretter aus der Wand neben der Küche ziehen und die Hungrigen, zumeist Schüler, mit überteuerten Köstlichkeiten versorgen. Michaels Zunge fuhr über seine Lippen.

Pizza! Mit Salami! Er begann in seiner Tasche zu kramen und sein Gesicht wurde von einem breiten Lächeln aufgehellt, als er einen Zwanzig Mark Schein ans Tageslicht beförderte. Genug Geld für eine Pizza und das eine oder andere Geburtstagsbier.
Michael hatte sich gerade in der Schlange angestellt, da zuckte er auch schon zusammen.

„Wie kann dir schlecht sein? Eben hattest du doch noch Hunger!“

„Das war eben!“

Vor ihm standen zwei Mädchen. Die eine Stimme erkannte sofort wieder. Er hörte sie fast jeden Tag in der Schule und nie traute er sich, mit der Besitzerin zu reden oder gar Annäherungsversuche zu starten.

Michael rieb sich die Augen. Dabei hätten sich seine Arme schon fast in den langen, blonden Haaren der Besitzerin der Stimme verfangen. Erschrocken zog er sie wieder zurück. Unauffällig versuchte er einen Schritt zurück zu machen, um so möglichst unverdächtig zuhören zu können.

Erst redete die Freundin, deren Haare dunkel und nicht so lang waren.

„Was hast du gemacht? Zu viel gesoffen?“

Blondie, Michael wusste nicht, warum er sie unwillkürlich derart taufte, rechtfertigte sich:

„Nein. Aber ich habe diese Tüte Gummibärchen gegessen. Und da wir eben so lange warten mussten, bis die anderen kamen und ich Hunger hatte, ist die Tüte jetzt leer!“

Michael lächelte, auch wenn ihn der Gedanke an Gummibärchen erschaudern ließ. Dann holte er tief Luft! Jetzt oder nie!

„Du kannst dir ruhig eine Pizza bestellen. Bei der Zeit, die die gewöhnlich brauchen, hast du längst wieder Hunger, wenn dein Essen kommt.“ Michael versuchte den schlechten Witz mit einem breiten, *******enen Grinsen abzusichern und betete innerlich, die Reaktion würde nicht zu verheerend ausfallen.
Verblüfft stellte er fest, dass er nicht in wütende oder ablehnende Augen blickte, sondern in zwei ehrlich gemeinte Lächeln. Die Blondine antwortete:

„Ja, nech? Das dauert hier wirklich viel zu lang!“

Ihr Freundin pflichtete ihr und Michael bei:

„Man müsste eigentlich irgendwo anders hingehen. Aber es gibt ja nichts!“

Michael, der nicht damit gerechnet hatte, tatsächlich in ein Gespräch zu geraten, blickte fast erleichtert zu Edi, dem stets wütenden indischen Koch, der sein Kopf aus den Brettern steckte.

„Ich glaube, ihr seid dran.“
25 Minuten später hielt auch Michael die ersehnte Salamipizza in den Händen. Zu seinem Glück war sie etwa zeitgleich mit den Pizzen der beiden Mädels fertig geworden. Gerade als er sich abwenden wollte, da ihm nichts mehr einfiel, was er sagen sollte, schlug das Schicksal zu. Er trat einen Schritt vom Bretterverschlag und dem kurzen, beigefarbenen Dach, welches den Verschlag schützte, weg und mit einem lauten Platschen zerschlug der erste Regentropfen auf seinem Kopf. Es dauerte keine 30 Sekunden und ein gewaltiger Platzregen rasselte überall um sie herum auf den Boden und ließ in kürzester Zeit kleine Seen entstehen. Michael blickte dankbar gen Himmel und versuchte nicht allzu offensichtlich zu grinsen. Dann drehte er sich zu den beiden anderen um und zuckte mit seinen Schultern:

„Habt ihr Lust, hier mit mir eine Pizza zu essen?“

Die Blondine lächelte:

„Aber gerne.“

Michael streckte seine Hand aus.

„Ich denke, dann stelle ich mich mal vor. Ich bin Michael.“

Zuerst schüttelte die Dunkelhaarige seine Hand:

„Hi, ich habe dich, glaube ich, schon ein paar Mal in der Schule gesehen. Ich bin Maike.“

Dann nahm die Blonde die Hand. Michael versuchte sich seine Nervosität nicht anmerken zu lassen:

„Und ich bin Julia.“
In den nächsten drei Stunden hielt sich Michael fast ausschließlich in der Nähe von Julia und Maike auf. Seine Freunde versuchten anfangs immer wieder, ihn zu mehr Tequila und Geburtstagsbier zu sich holen. Aber irgendwann begriffen sie, dass er mehr Interesse an der weiblichen Gesellschaft als einem Vollrausch hatte. Außerdem trank er mit den beiden Frauen genug.
Sie saßen zu dritt in einer der dunklen Ecken des As und unterhielten sich angeregt. Aber irgendwann erhob sich Maike.

„Es war sehr nett, dich kennen zu lernen, Michael. Aber wir gehen inzwischen auf vier Uhr zu und ich bin müde.“

Julia nickte.

„Willst du bei mir pennen?“

Maike schüttelte den Kopf:

„Sei mir nicht böse, aber mich zieht es in mein eigenes Bett.“

Julia nickte, schaute aber etwas unglücklich auf den Boden:

„Toll, dann muss ich mir wohl echt ein Taxi nehmen. Alleine will ich auch nicht nach Hause laufen.“

Michael sprang wie von einer Tarantel gestochen auf:

„Ich kann dich nach Hause bringen, wenn du willst!“

Julia zog ihre rechte Augenbraue in die Höhe und grinste.

„Du bist auch kein irrer Massenmörder, der es auf mich abgesehen hat?“

„Für irre kann ich nicht garantieren, aber Massenmörder? Nein!“
Der Weg dauerte zu Fuß etwa 45 Minuten. Aber das war Michael nur recht. Gab es so doch mehr Zeit, sich unterhalten. Langsam näherten sie sich jedoch, das spürte Michael, bevor er es sah, dem Haus von Julias Eltern. Er schaute ihr ins Gesicht und überlegte fieberhaft, wie er sie wieder sehen könnte.

„Und?“ begann er schließlich,

„was machst du Morgen so?“

Die Antwort kam und Michael konnte sich des Gefühls nicht erwehren, als würde jemand mit einem Presslufthammer seinen Bauch bearbeiten:

„Mein Freund kommt wohl vorbei. Wir müssen zusammen für Bio lernen. Das wird so langweilig!“

Michael versuchte möglichst unauffällig die plötzliche Sauerstoffnot zu bekämpfen, bevor er sich wieder räuspern konnte.

„Ich mag das blöde Lernen auch nicht. Gib mir doch deine Handynummer, dann schreibe ich dir eine Aufmunterungssms und du hast ein wenig Abwechslung.“

Michael bewunderte sich selbst, als er sich zuhörte, wie viel Mist seinen Mund verlassen konnte, ohne das er rot wurde.

Aber Julia schnappte sich bereits seine Hand und zückte, inzwischen waren sie in dem Garten vor ihrem Haus angekommen, ihren Lippenstift:

„Sorry, habe leider keinen richtigen Schreiber. Aber lass dir einen witzigen Text einfallen. Ich will wirklich abgelenkt werden.“

Michael nickte und genoss ihre zärtlichen Berührungen auf seiner Hand:

„Keine Sorge. Und ich werde dich auch von jetzt an nicht mit Kurzmitteilungen und Anrufen terrorisieren.“

Sie lächelte und sah ihm dann noch mal in die Augen:

„Darf ich dir noch eine Frage stellen?“

„Sicher!“

„Deine Freunde waren irgendwie komisch, fast beleidigt.“

Michael grinste:

„Ich habe heute Geburtstag. Und sie hätten sich wohl gefreut, wenn ich die eine oder andere Runde mehr ausgegeben hätte.“

Julias Augen leuchteten:

„Oh! Und da hast du den ganzen Abend mit uns verbracht?“

„Klar, warum nicht?“

Julia antwortete nicht sofort. Stattdessen suchten ihre Augen den Garten ab, bis sie gefunden zu haben schienen, wonach sie suchten. Julia ging einen Schritt auf den Rasen, beugte sich herunter, riss etwas ab und kam zu Michael zurück. Sie lächelte und gab Michael eine Sonnenblume.

„Hier. Das ist die Erste, die dieses Jahr geblüht ist.“

Dann steckte sie Michael die Blume hinter das rechte Ohr, küsste ihn sanft auf die Wange und flüsterte:

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.“
...
Michael rannte durch sein Haus und fluchte:

„Zu spät! Zu spät! Verdammter Dreck!“

„Ey Maik, was ist denn hier los? Was soll der Radau?“

Das war sein kleiner Bruder Sebastian. Michael schüttelte energisch den Kopf:

„Seb, sorry, du bist noch *******, dass zu verstehen! Ich muss zum Sommerfest in die Fahrschule! Es ist wichtig! Sie wird da sein!“

„Wer?“ Sebastian stand vor ihm und lutschte an einem rötlichen Wassereis. Sein Gesicht verriet, dass er wirklich nicht wusste, was sein Bruder meinte. Michael zuckte seufzend mit den Schultern:

„Vergiss es. Geh lieber schon mal packen. Du weißt, Übermorgen geht es in aller Frühe an die Nordsee!“

„Ich hab schon gepackt. Es ist echt spitze, dass du noch mal mit uns in Urlaub fährst!“

„Weißt du Seb, ich hab so ein Gefühl bei der Reise, so, als ob da etwas Wichtiges passieren ...“

Sein Bruder unterbrach ihn:

„Willst du hier mit mir reden oder in die Fahrschule?“

„Verdammte Scheiße!“
Seine Freunde begrüßten ihn herzlich und gönnten ihm kaum die Zeit, seinen roten pumpenden Kopf und die schmerzenden Lungen wieder zu beruhigen. Michael nahm zwar zur Kenntnis, dass er fast zeitgleich ein großes Stück gegrilltes Fleisch und ein schaurig schmeckendes Bier in einem Pappbecher in die Hand bekam, interessierte sich aber mehr für die anderen Gäste. Sie hatte gesagt, dass sie kommen würde. Irgendwo hier musste sie doch sein! Nur wo? Seine Augen blickten sich konzentriert um, fanden aber schließlich nur seinen alten Fahrlehrer. Hastig eilte er zu ihm und zog ihm aus einem Gespräch.

„Marc, hi!“

„Oh, hi Michael, wir haben uns ja auch nicht mehr gesehen, seit du bestanden hast! Schmeckt dir das Bier?“

„Ja, ist ganz köstlich! Ist Julia hier?“

„Wer?“

„Sie ist eine Freundin von Maike. Die müsste doch jetzt bei dir fahren?“

„Klar. Maike habe ich vorhin auf der anderen Seite des Gebäudes gesehen.“

„Danke!“

Ohne ein weiteres Wort abzuwarten, drehte sich Michael um und ging.
In Rekordzeit hatte er das Gebäude umrundet und suchte Maike. Aber noch bevor er sie fand, entdeckten seine Augen die langen blonden Haare, die er nicht vergessen konnte. Dort stand sie. Etwa sechs Monate waren vergangen, seit sie sich kennen gelernt hatten. Und jeden Tag war ihr Kontakt intensiver geworden. Immer mehr SMS, dann die persönlichen Treffen in der Schule, dann bei ihr und bei ihm zu Hause. Und gestern war passiert, worauf er so lange wartete. Ihr Freund hatte Schluss gemacht.
Vorsichtig berührte er sie an der Schulter, um dann Maike und sie zur Begrüßung in den Arm zu nehmen.

„Hi, ihr beiden. Schön, dass ihr auch hier seid.“

Julia nahm ihm statt einer Antwort den Becher ab und trank einen tiefen Schluck.

„Uh! Furchtbar!“

Michael nickte und war innerlich dankbar, dass sein Kopf nicht mehr rot und überhitzt war.

„Ich weiß. Lass uns ins Gebäude gehen, da gibt es Flaschen.“

Maike mischte sich ein:

„Auch Whiskey oder so etwas?“

Michael zuckte mit den Schultern:

„Bestimmt. Nicht jeder mag Bier.“

„Ich schon“, mischte sich Julia ein.
Das stimmte. Sie mochte Bier. Genau wie Michael. Und beide tranken viel zu viel. Irgendwann hatten sie sich eine leere Bierkiste gesichert und im Laufe der Zeit wurde diese immer voller mit den Flaschen, die sie geleert hatten. Dabei sprachen sie über alles mögliche. Der Abstand zwischen ihnen sank stetig. Und schon lange ruhte Michaels Hand auf ihrem Bein. Das war etwa zu dem Zeitpunkt geschehen, als er seinen Fahrlehrer demütigte, indem er ihm den Namen der Fahrschülerin entlockte, in die er sich verliebt hatte. Ihr schien es zu gefallen, ihn immer näher bei sich zu spüren. Irgendwann streichelte er sie sanft an der Hand und meinte:

„Wollen wir mal wieder rausgehen? Ein bisschen an die Luft? Vielleicht sehen wir auch Maike wieder. Die ist schon so lange weg!“

Julia lächelte und streichelte ebenfalls seine Hand:

„An die Luft gerne. Aber Maike sehen wir wohl kaum wieder. Ich glaube, sie hat Marius entdeckt. Das heißt, sie ist erst einmal beschäftigt!“

Michael wollte das Nächste nur denken, aber es rutschte ihm zwischen den Zähnen hindurch:

„Um so besser!“

Für einen kurzen Moment zuckte er zusammen, aber Julia grinste nur.

„Sehr interessant!“
Sie gingen aus der Tür und verließen mit ein paar Schritten das Gelände der Fahrschule. Michael atmete tief ein und aus und versuchte allen ******* in seinem Körper zu einem Moment des Mutes zusammenzufassen.

„Julia?“

„Ja?“

Innerlich seufzte er. Ob es wohl eine Frau gab, die es einem in so einer Situation einfach machte?

„Weißt du, was ich schon sehr lange mal gerne tun würden?“

Michael sah in ihren Augen, dass sie es wusste, aber dennoch den Kopf schüttelte.

„Was denn?“

Er berührte sie sanft an den Wangen und wollte sie gerade küssen, als eine Stimme wie aus dem Nichts dazwischen fuhr:

„Michael! Da bist du ja!“

Erschrocken drehte er sich um, aus den Augenwinkeln erkannte er, dass Julia enttäuscht den Kopf schüttelte. Auf die beiden kam eine junge Frau in Michaels Alter zu geeilt. Er fand sie durchaus attraktiv, trotzdem hatte er eigentlich nur für Julia Augen.

„Ah, du!“ begann er und versuchte sich an ihren Namen zu erinnern.

Die andere lächelte fröhlich und nahm Michael in den Arm. Wenn sie wusste, wobei sie gerade gestört hatte, schien es sie nicht zu kümmern.

Nachdem sie Michael losgelassen hatte, gab sie Julia die Hand:

„Hi, ich bin Natalie.“

Julia schüttelte sie.

„Und ich bin Julia.“

Natalie lächelte.

„Ich wollte nur kurz Michael suchen und ihm sagen, dass ich mich sehr darauf freue, mit ihm in Urlaub zu fahren.“

Michael, der Natalie nur äußerst flüchtig kannte, da ihre Familie mit seiner befreundet war, sah sie überrascht an:

„Mit mir was zu tun?“

„Oh, hat dir das keiner erzählt? Unsere Familien wohnen ab Übermorgen im selben Hotel an der Nordsee.“

Michael, der immer noch nur Augen für Julia hatte, ließ den ******* in sich sprechen:

„Dann sehen wir uns wohl Übermorgen! Bis dann!“
Natalie hatte den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden und verschwand. Michael beugte sich wieder zu Julia, doch sie hielt ihn zurück:

„Bevor wir hier weitermachen, muss ich dir sagen, dass wir das heute Abend gerne machen können. Aber ich bin nicht bereit für eine Beziehung. Und du fährst bald in Urlaub. Heute Abend und aus! Ist das okay für dich?“

Michael verzichtete auf eine Antwort und begann sie zärtlich zu küssen. Ganz dicht zogen seine Hände ihren Körper an ihn heran, ihre Zungen begegneten sich in der Mitte und Michael spürte, wie Julias Hände seine Wangen zu streicheln begannen. Nachdem sie seine Lippen geküsst hatte, sah sie ihn fröhlich an:

„Du glaubst nicht, wie froh ich bin, dass das deine Antwort ist!“
Fast die ganze Nacht waren sie sich nahe gewesen, hatten sich endlich geküsst, aber komischerweise war keiner weiter gegangen. Stumm schien es zwischen ihnen zu klingen, dass man ja noch Zeit habe. Dieser Abend und die ganzen Küsse, das war für sie die gesamte Freude auf Erden. Michael erinnerte sich an die Worte, die er einst gehört hatte:

„Ein Kuss vermag so viel mehr als jedes Wort zu sagen!“

Und er genoss es, Julia endlich auf diese Weise alles sagen zu können. Aber schließlich standen sie wieder vor ihrem Haus und sanft spielten ihre Zungen zum Abschied miteinander.

„Ich wünsche dir einen schönen Urlaub“, flüsterte Julia in Michaels Ohr.

„Danach sehen wir weiter?“ Michaels Worte klangen fast hilflos.

„Keine Sorge. Danach sehen wir weiter.“

Michael wollte sie zum Abschied noch einmal küssen, sah dann aber etwas auf dem Rasen, wo sie beide standen. Ganz in der Nähe von der Sonnenblume, die sie ihm geschenkt hatte, wuchsen inzwischen zwei Weitere. Schnell ging er in die Knie und riss vorsichtig eine aus dem Boden. Dann steckte er sie ihr ins Haar, um sie dann zu küssen:

„Hier, damit du mich nicht vergisst.“

„Komm heile zurück!“

„Das werde ich!“ -

„Das werde ich!“ flüsterte noch einmal, als er kurze Zeit später wieder in seiner Welt angekommen war.

„Diesmal werde ich es nicht verbocken!“ sagte er dann mit fester Stimme und eilte zur Tür, riss sie auf und lächelte die beiden Frauen, die ungeduldig zu warten schienen, fröhlich an.

„Ich weiß, was ich will!“

Beide sahen ihn erwartungsvoll an. Aber Michael hielt wie ein Portier die Tür auf.

„Kommt bitte wieder rein.“
Die beiden Frauen nahmen nebeneinander am Tisch Platz und blickten ihn an. Michael spürte, wie angsterfüllt Julias Augen auf all seinen Bewegungen hingen. Er atmete noch einmal tief durch, war sich seiner Entscheidung aber sich, ging dann auf Jennifer zu, streckte seine Hand aus, hielt sie ihr entgegen und lächelte freundlich. Jennifer schüttelte sie verwirrt. Auch Julia schien dieses Verhalten zu überraschen. Aber Michael hob selbstbewusst die Stimme:

„Jennifer, ich wäre wirklich gerne, und ich glaube, da spreche ich auch für Julia, dein Freund. Wir würden dich sehr gerne von Zeit zu Zeit auf dieser Anlage besuchen dürfen. Wir werden das Geheimnis hüten, aber wir können hier nicht leben. Ich kann nicht ohne Julia leben!“

Jennifer lächelte. Ihre Augen verrieten ihre Enttäuschung, aber sie nickte verständnisvoll.

„Ihr seid immer willkommen. Und auch wenn du nie wirklich mein Sklave warst, bin ich doch sehr stolz auf dich, dass du alleine zu dir gefunden haben scheinst.“

Michael drehte sich zu Julia, aber diese sprang bereits auf und küsste ihn. Der hautenge Latexanzug drückte sich gegen seinen Körper und rieb verführerisch auf und ab.

„Ich wäre für dich hier geblieben“, flüsterte sie zwischen den Küssen.

Michael erwiderte die Küsse.

„Und mir ist egal, wo wir sind. Hauptsache, ich bin mit dir zusammen!“
...
Jennifer und Deep Throat standen am Zugangstor der Anlage und winkten. Vor ihnen gingen Michael und Julia zu dem Mietwagen. Beide trugen inzwischen wieder ihre normalen Sachen, aber Michael hatte noch immer das Halsband um. Es war ein Geschenk. Julia hielt die Leine in ihrer Hand und schien sich sichtlich wohl in der Rolle zu fühlen. Aus Spaß zog sie Michael immer wieder in ihre Richtung. Dieser schreckte plötzlich auf.

„Verdammt! Wir müssen noch einmal zurück!“

Julia sah ihn überrascht an.

„Wieso?“

„Wir wissen noch immer nicht, wie wir vom Spiegel loskommen!“

Julia begann laut zu lachen und zog Michael mit der Leine dicht an sich.

„Das ist geklärt. Sie hat mir diese beiden Pillen gegeben, während du das Spiegelerlebnis hattest. Die müssen wir einnehmen.“ Während sie sprach, zeigte sie Michael zwei dunkle Tabletten. Dann fuhr sie fort:

„Und du wirst im Anschluss mit mir schlafen müssen, Sklave. Dann sind wir beide entwöhnt.“ Ihr Ton klang liebevoll.

Michael streichelte sie sanft.

„Das wird sich machen lassen, Herrin.“
Deep Throat wandte sich an Jennifer. Beide sahen noch immer Michael und Julia hinterher.

„Sind Sie traurig, dass die beiden gehen, Herrin?“

Diese lächelte ihn an.

„Natürlich, aber was hätte ich tun sollen? Du hast selbst erklärt, was der Spiegel tun soll: Herrin und Sklaven zusammenbringen. Schau sie dir ein. Der Spiegel hat seine Aufgabe erfüllt: Sklave und Herrin sind zusammen!“
Michael hielt Julia die Tür des Golfs auf. Aber diese verharrte kurz, bevor sie einstieg. Sie sah Michael tief in die Augen.

„Warum hast du dich so entschieden?“

Michael erwiderte den Blick.

„Weil mir der Spiegel gezeigt hat, dass Liebe im Leben wertvoller als Lust ist. Und wenn meine Liebe zu dir sogar den Spiegel überzeugt hat, muss sie wahr sein.“

Julia küsste ihn ganz sanft auf den Mund. Ihre Hände streichelten sanft seine Wangen.

„Verrätst du mir, was dir der Spiegel gezeigt hat?“

Michael nahm sie in den Arm, drückte sie fest an sich, schloss kurz die Augen, kam dann ganz dicht an ihr Gesicht und flüsterte mit leiser Stimme nur zwei Worte:

„Eine Sonnenblume.“
ENDE

発行者 devotus
8年前
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