Wunsch oder Wirklichkeit
1.
Erschrocken werde ich wach, es klingelt. Durch die Sprechanlage meldet sich der Postbote, daß er ein Paket für mich hat. Ich öffne die Tür und bevor der Postbote die vielen Stufen zu mir genommen hat ziehe ich mir schnell Hose und Shirt über.
Heute ist es wieder die nette Dame vom Paketdienst. Ganz verschlafen nehme ich das Paket an. Während ich mit '3 Kreuze' den Empfang quittiere schaut sie mich lächelnd an. Irgendetwas ist heute anders. Ich lächel zurück und wünsche Ihr noch einen schönen Tag. Danach schließe ich die Wohnungstür und stelle das Paket vor dem großen Spiegel im Flur ab.
Sollte ich Ihr gefallen haben? Da sehe ich mich im Spiegel. In der Eile habe ich garnicht auf die Kleidung geachtet. Im Spiegel steht mir mein Zweites-Ich gegenüber, enge Jeans, dünnes Shirt und zerzauste Haare. Aber durch das helle Shirt schimmert der schwarze BH, die Lippen sind noch rot geschminkt und in der engen Jeans zeigt sich die Beule in der Hose.
Kurz vorm hell werden kam ich nach Hause, nur einige Sachen ausgezogen und total müde bin ich ins Bett gefallen. Und nun ist es schon wieder am Nachmittag. Also erst einmal einen Kaffee und dann ausgiebig duschen. Das Paket werde ich danach öffnen. Aber neugierig bin ich doch. Ist es endlich mein bordeauxfarbenes Lederkostüm oder der dünne Latexcatsuit? Beide Teile erwarte ich sehnsüchtig. Aber nach dem Absender kann es nur das Lederkostüm sein.
Nach der Dusche habe ich in Ruhe meinem Körper eine Lotion gegönnt. Rasieren brauche ich mich heute nicht. Die Körperhaare wachsen nun schon seit einiger Zeit sehr langsam dank der Enthaarungscreme, die ich nach der Rasur nochmals verwende. So ist mein Körper danach immer glatt wie ein Babypopo. Aber spätestens nach 3 Tagen spüre ich schon wieder die ersten Haarspitzen.
Wären die Lotion in meinen Körper einzieht werde ich mein Gesicht wieder aufstylen. Die langen Haare versteckke ich unter einer Latexhaube, so stören sie nicht. Die Frau in mir benötigt schon ihre Zeit für Wimpern, Augenlider, Augenbrauen und die sonstigen Teile im Gesicht.
Jetzt wird es nur etwas dezent sein. Heute Nachmittag zum Kaffeeklatsch möchte man ja nicht so auffallen.
Nur was ziehe ich an? Eigentlich wäre da neue Lederkostüm genau richtig um den Neid einiger Damen beim Kaffeeklatsch zu erwecken. Und darunter? Jetzt würde mir eine Zofe oder sogar Sklavin gut tun. Nur woher nehmen? Also kann ich eine vernünftig geschnürte Korage vergessen. Aber auf alle Fälle muß es ein PushUp-BH sein. Ein bischen mehr darf es unter dem Lederkostüm schon sein. Schnell noch die hautfarbenen Nylons dazu und Frau ist fast fertig.
Nun aber das größte Problem, was für Schuhe? Heels sollten es schon sein, aber welche? Pumps, Stiefel, Overknees, schwarz, bordeaux, schlicht, gemustert?
Der halbe Schuhschrank ist auf dem Boden verteilt. Letztendlich habe ich bordeauxfarbene Sommerstiefel angezogen, weil die Farbe und das dezente Aussehen am besten zum Lederkostüm paßt.
Mit meinem Cabrio mache ich mich auf den Weg. Da das Wetter so schon ist, wollen wir uns in einem Ausflugscafe treffen. Wir, das sind Valerie, Helga, Brigitte, Adele und ich. Mein Name ist Didiane, aber alle sagen nur Didi zu mir, weil die Wenigsten ihn richtig, also Didjenn, aussprechen können. Der Name kommt aus dem Französischem, aber so genau habe ich es noch nicht erforscht.
Ach mein süßes Cabrio. Seit gut 20 Jahren sind wir zusammen. Ich habe es mir neu gekauft als ich hierher zog. Wo es nun ist? Vielleicht verrate ich es mal.
Ja, vor gut 20 Jahren ... ich hatte es endlich nach fast 10 Jahren geschafft als Frau anerkannt zu werden. Endlich die entsprechenden Papiere und der Kampf mit den Behörden war vorbei. Dabei hatte ich schon eine Brust. Nein, nicht mit OP nachgeholfen. In der Pubertät bekam ich kleine Knospen, die Haut wurde weicher und der übliche Stimmbruch der Jungen blieb aus. Meine Eltern schleppten mich dann zu vielen Ärzten, aber Hilfe wäre nur durch OP oder Medikamente möglich. Nur die Entscheidung ob Junge oder Mädchen ... ich wußte es selbst nicht.
Letztendlich hatte ich mit Hilfe meiner Eltern dann ein Leben ohne Medikamente und OP.
Nur nach einigen Jahren störte es mich. Ich war anders als Andere, zumindest vom Körper her. Trost fand ich immer bei meiner Mutter. Ihre liebevolle Art mich wieder ins Gleichgewicht zu bringen und immer die lieben Worte, daß es sich für mich in der Zukunft zur richtigen Zeit ergeben wird.
2.
Die große Veränderung fand einige Monate vor meinem 18. Geburtstag statt. Meine Eltern sind auf der Rückreise von einem Geschäftstermin mit dem Auto tödlich verunglückt. Trost bekam ich durch meine 3 Jahre ältere Schwester, die dann in unserem Zuhause wieder eingezogen ist.
Nach einigen Wochen, ich war fast nur noch am essen und hatte mindestens 10kg zugelegt, fing meine Schwester an mir Vorhaltungen zu machen. Ich solle mich nicht so gehen lassen und etwas aus mir machen. Leichter gesagt als getan, ich war keine richtige Frau und auch kein richtiger Mann. Meinen Körper versteckte ich nur unter weiten Schlabberpullis mit Jeans, dazu dann nur Turnschuhe. Wie soll ich da etwas aus mir machen? Natürlich zog ich dann den Schlabberpulli aus und meinte, daß ich mit diesem Körper doch den Rest des Lebens entstellt bin.
Nur die Frage, die dann von meiner Schwester kam, verblüffte mich. Als was ich leben möchte, Mann oder Frau. Gedanken hatte ich mir bisher darüber noch nicht gemacht. Irgendwie war ich nur das Mensch, was 2 Geschlechter hat. Bisher war es mir deswegen auch egal, weil ich immer nur ein Aussenseiter war. Natürlich würde ich gern einmal ein schönes Kleid anprobieren mit all den Dingen, die Frau dazu und darunter trägt. So habe ich es meiner Schwester dann auch gesagt. Doch was war ich für das damalige Verständnis der Leute ... schwul natürlich.
Was dann passierte? Es wurde bis dahin der schönste Tag in meinem Leben. Meine Schwester hat mich tatsächlich als Frau mit allem Drum und Dran zurecht gemacht. Das erste Mal als Frau ... und dann sind wir noch in eine Bar gegangen.
Seit diesem Tag veränderte sich mein Leben. Bei unseren Hausangestellten, nach dem *** unserer Eltern haben wir sie behalten, prüfte ich es zuerst wie ich ankomme. Die Hausdame, die auch unser Kindermädchen war, lächelte nur und sagte, daß sie schon lange gewußt habe was in mir steckt.
Das Dienstmädchen, es war auch unsere Köchin, erkannte mich als Frau zuerst nicht. Doch sehr schnell hatte sie mich dann auch als Frau sehr liebgewonnen.
Über Geld wurde in der Familie nie gesprochen, es war einfach da. Durch unsere Erziehung wurden wir aber auch angehalten auf das Geld zu achten und nicht sinnlos auszugeben. Und nun ... unsere Hausangestellten haben wir genauso nett, höflich und zuvorkommend behandelt wie es unsere Eltern und Großeltern schon gemacht haben.
Meine Schwester hat die Pflichten, die unsere Eltern als Miteigentümer der Firma hatten, nun als Erbin wahrgenommen. Ich war froh, daß ich es noch nicht machen mußte. Aber irgendwann muß ich mich auch entscheiden.
Entscheidungen standen an. Die schönen Stunden als Frau gefielen mir sehr. Doch es war bisher nur feiern und tanzen. Nur langsam muß ich mich auch entscheiden für die Zukunft. Wie werden die Leute es aufnehmen? Werde ich anerkannt. Ängste traten bei mir auf, das Erbe der Eltern und dann als Frau auftreten mit männlichen Papieren? Unmöglich!
Doch, es gab einen Weg. Ich brauche Hilfe.
Fortsetzung folgt ...
Erschrocken werde ich wach, es klingelt. Durch die Sprechanlage meldet sich der Postbote, daß er ein Paket für mich hat. Ich öffne die Tür und bevor der Postbote die vielen Stufen zu mir genommen hat ziehe ich mir schnell Hose und Shirt über.
Heute ist es wieder die nette Dame vom Paketdienst. Ganz verschlafen nehme ich das Paket an. Während ich mit '3 Kreuze' den Empfang quittiere schaut sie mich lächelnd an. Irgendetwas ist heute anders. Ich lächel zurück und wünsche Ihr noch einen schönen Tag. Danach schließe ich die Wohnungstür und stelle das Paket vor dem großen Spiegel im Flur ab.
Sollte ich Ihr gefallen haben? Da sehe ich mich im Spiegel. In der Eile habe ich garnicht auf die Kleidung geachtet. Im Spiegel steht mir mein Zweites-Ich gegenüber, enge Jeans, dünnes Shirt und zerzauste Haare. Aber durch das helle Shirt schimmert der schwarze BH, die Lippen sind noch rot geschminkt und in der engen Jeans zeigt sich die Beule in der Hose.
Kurz vorm hell werden kam ich nach Hause, nur einige Sachen ausgezogen und total müde bin ich ins Bett gefallen. Und nun ist es schon wieder am Nachmittag. Also erst einmal einen Kaffee und dann ausgiebig duschen. Das Paket werde ich danach öffnen. Aber neugierig bin ich doch. Ist es endlich mein bordeauxfarbenes Lederkostüm oder der dünne Latexcatsuit? Beide Teile erwarte ich sehnsüchtig. Aber nach dem Absender kann es nur das Lederkostüm sein.
Nach der Dusche habe ich in Ruhe meinem Körper eine Lotion gegönnt. Rasieren brauche ich mich heute nicht. Die Körperhaare wachsen nun schon seit einiger Zeit sehr langsam dank der Enthaarungscreme, die ich nach der Rasur nochmals verwende. So ist mein Körper danach immer glatt wie ein Babypopo. Aber spätestens nach 3 Tagen spüre ich schon wieder die ersten Haarspitzen.
Wären die Lotion in meinen Körper einzieht werde ich mein Gesicht wieder aufstylen. Die langen Haare versteckke ich unter einer Latexhaube, so stören sie nicht. Die Frau in mir benötigt schon ihre Zeit für Wimpern, Augenlider, Augenbrauen und die sonstigen Teile im Gesicht.
Jetzt wird es nur etwas dezent sein. Heute Nachmittag zum Kaffeeklatsch möchte man ja nicht so auffallen.
Nur was ziehe ich an? Eigentlich wäre da neue Lederkostüm genau richtig um den Neid einiger Damen beim Kaffeeklatsch zu erwecken. Und darunter? Jetzt würde mir eine Zofe oder sogar Sklavin gut tun. Nur woher nehmen? Also kann ich eine vernünftig geschnürte Korage vergessen. Aber auf alle Fälle muß es ein PushUp-BH sein. Ein bischen mehr darf es unter dem Lederkostüm schon sein. Schnell noch die hautfarbenen Nylons dazu und Frau ist fast fertig.
Nun aber das größte Problem, was für Schuhe? Heels sollten es schon sein, aber welche? Pumps, Stiefel, Overknees, schwarz, bordeaux, schlicht, gemustert?
Der halbe Schuhschrank ist auf dem Boden verteilt. Letztendlich habe ich bordeauxfarbene Sommerstiefel angezogen, weil die Farbe und das dezente Aussehen am besten zum Lederkostüm paßt.
Mit meinem Cabrio mache ich mich auf den Weg. Da das Wetter so schon ist, wollen wir uns in einem Ausflugscafe treffen. Wir, das sind Valerie, Helga, Brigitte, Adele und ich. Mein Name ist Didiane, aber alle sagen nur Didi zu mir, weil die Wenigsten ihn richtig, also Didjenn, aussprechen können. Der Name kommt aus dem Französischem, aber so genau habe ich es noch nicht erforscht.
Ach mein süßes Cabrio. Seit gut 20 Jahren sind wir zusammen. Ich habe es mir neu gekauft als ich hierher zog. Wo es nun ist? Vielleicht verrate ich es mal.
Ja, vor gut 20 Jahren ... ich hatte es endlich nach fast 10 Jahren geschafft als Frau anerkannt zu werden. Endlich die entsprechenden Papiere und der Kampf mit den Behörden war vorbei. Dabei hatte ich schon eine Brust. Nein, nicht mit OP nachgeholfen. In der Pubertät bekam ich kleine Knospen, die Haut wurde weicher und der übliche Stimmbruch der Jungen blieb aus. Meine Eltern schleppten mich dann zu vielen Ärzten, aber Hilfe wäre nur durch OP oder Medikamente möglich. Nur die Entscheidung ob Junge oder Mädchen ... ich wußte es selbst nicht.
Letztendlich hatte ich mit Hilfe meiner Eltern dann ein Leben ohne Medikamente und OP.
Nur nach einigen Jahren störte es mich. Ich war anders als Andere, zumindest vom Körper her. Trost fand ich immer bei meiner Mutter. Ihre liebevolle Art mich wieder ins Gleichgewicht zu bringen und immer die lieben Worte, daß es sich für mich in der Zukunft zur richtigen Zeit ergeben wird.
2.
Die große Veränderung fand einige Monate vor meinem 18. Geburtstag statt. Meine Eltern sind auf der Rückreise von einem Geschäftstermin mit dem Auto tödlich verunglückt. Trost bekam ich durch meine 3 Jahre ältere Schwester, die dann in unserem Zuhause wieder eingezogen ist.
Nach einigen Wochen, ich war fast nur noch am essen und hatte mindestens 10kg zugelegt, fing meine Schwester an mir Vorhaltungen zu machen. Ich solle mich nicht so gehen lassen und etwas aus mir machen. Leichter gesagt als getan, ich war keine richtige Frau und auch kein richtiger Mann. Meinen Körper versteckte ich nur unter weiten Schlabberpullis mit Jeans, dazu dann nur Turnschuhe. Wie soll ich da etwas aus mir machen? Natürlich zog ich dann den Schlabberpulli aus und meinte, daß ich mit diesem Körper doch den Rest des Lebens entstellt bin.
Nur die Frage, die dann von meiner Schwester kam, verblüffte mich. Als was ich leben möchte, Mann oder Frau. Gedanken hatte ich mir bisher darüber noch nicht gemacht. Irgendwie war ich nur das Mensch, was 2 Geschlechter hat. Bisher war es mir deswegen auch egal, weil ich immer nur ein Aussenseiter war. Natürlich würde ich gern einmal ein schönes Kleid anprobieren mit all den Dingen, die Frau dazu und darunter trägt. So habe ich es meiner Schwester dann auch gesagt. Doch was war ich für das damalige Verständnis der Leute ... schwul natürlich.
Was dann passierte? Es wurde bis dahin der schönste Tag in meinem Leben. Meine Schwester hat mich tatsächlich als Frau mit allem Drum und Dran zurecht gemacht. Das erste Mal als Frau ... und dann sind wir noch in eine Bar gegangen.
Seit diesem Tag veränderte sich mein Leben. Bei unseren Hausangestellten, nach dem *** unserer Eltern haben wir sie behalten, prüfte ich es zuerst wie ich ankomme. Die Hausdame, die auch unser Kindermädchen war, lächelte nur und sagte, daß sie schon lange gewußt habe was in mir steckt.
Das Dienstmädchen, es war auch unsere Köchin, erkannte mich als Frau zuerst nicht. Doch sehr schnell hatte sie mich dann auch als Frau sehr liebgewonnen.
Über Geld wurde in der Familie nie gesprochen, es war einfach da. Durch unsere Erziehung wurden wir aber auch angehalten auf das Geld zu achten und nicht sinnlos auszugeben. Und nun ... unsere Hausangestellten haben wir genauso nett, höflich und zuvorkommend behandelt wie es unsere Eltern und Großeltern schon gemacht haben.
Meine Schwester hat die Pflichten, die unsere Eltern als Miteigentümer der Firma hatten, nun als Erbin wahrgenommen. Ich war froh, daß ich es noch nicht machen mußte. Aber irgendwann muß ich mich auch entscheiden.
Entscheidungen standen an. Die schönen Stunden als Frau gefielen mir sehr. Doch es war bisher nur feiern und tanzen. Nur langsam muß ich mich auch entscheiden für die Zukunft. Wie werden die Leute es aufnehmen? Werde ich anerkannt. Ängste traten bei mir auf, das Erbe der Eltern und dann als Frau auftreten mit männlichen Papieren? Unmöglich!
Doch, es gab einen Weg. Ich brauche Hilfe.
Fortsetzung folgt ...
8年前