Ein veränderndes Ereignis
Einleitung
Diese "Geschichte" ist aus meinem Leben und entspricht zu 100% dem, was ich (leider) erleben musste. Ich habe versucht, dies in Worte zu fassen, da es mich immer mal wieder beschäftigt, wenn auch nicht mehr so, wie es anfangs der Fall war. Ich habe bewusst versucht einiges etwas umschreiben, damit es leserlicher wird, und ich hoffe, dass mir das ein wenig gelungen ist.
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Da war ich nun ganz allein in der Nacht. Nach dem Erlebten ahnte ich noch nicht, was dies mit mir machen würde. Ich wurde ruhiger und zog mich meist zurück. Meist saß ich vor meinem PC und hatte nur ein wenig Spaß, wenn ich mit Freunden online spielen konnte. Wenn ich alleine unterwegs war, hatte ich nun immer nur einen Hörer im Ohr, statt wie sonst üblich zwei und die Musik war auch nicht allzu laut, sodass ich noch die Umgebung mitbekam.
Jedes mal überkam mich das Gefühl, dass ich verfolgt werde, sodass ich mich regelmäßig umdrehte, um mich zu vergewissern, dass niemand hinter mir ist. War dann doch jemand hinter mir und lief nur zufällig den gleichen Weg, schaute ich, blieb einfach stehen, und beobachtete die Person im vorbeigehen. Zu groß war die Angst, dass soetwas noch einmal passieren könnte. Diesen Ort vermied ich so gut es ging...
...Doch was war eigentlich passiert? Was hat mich so heftig aus der Bahn geworfen?...
...Es war ein kalter, ziemlich kalter Abend im November. Vor nicht allzu langer Zeit musste ich erfahren, dass ich meine Ausbildung aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht fortsetzen kann. Zudem war ich zu dieser Zeit ziemlich verknallt in meinen besten Freund. An diesem Tag kam jemand aus der Verwandschaft, zu allem Überfluss, auch noch ins Krankenhaus. Wusste zu dieser Zeit niemand, was die genaue Diagnose ist, machten wir uns arge Sorgen. Dies sorgte dafür, dass ich mich wie fast immer, bewaffnet mit meinem MP3-Player und meinen Gedanken, auf den Weg machte und tat, was ich immer ***, wenn ich meine Gedanken ordnen muss: Ich gehe stundenlang spazieren, mit Musik in den Ohren und laufe einfach drauf los, ohne ein bestimmtes Ziel.
Also war ich an jenem Abend wieder unterwegs, auch wenn es dunkel und ziemlich kalt war mochte ich die frische Luft, und mit der Musik schaffte ich es irgendwie auch meist, meine Gedanken ein wenig zu sammeln und ordnen. Liefen in der dunklen und kalten Jahreszeit eh kaum Menschen auf den Straßen oder Wegen abseits der Straßen, konnte ich selbst meinen Tränen immer freien Lauf lassen. Ja, ich bin ziemlich sensibel und stehe dazu! Ich war schon eine Weile unterwegs, als ich mich entschloss, in Richtung eines Parks zu laufen - konnte ich nicht ahnen was in der nächsten Zeit passieren würde. Ca. 300 Meter waren es noch, und ich hielt an der Bude, um mir ein Getränk zu kaufen, welches schnell an der Bude ausge******n war.
Also die Ohrstöpsel wieder rein und die Musik wieder an. Weiter schritt ich in Richtung Park und schon war ich angekommen. Zu Beginn stand eine Bank, auf der ich mich setzte und mir eine Zigarette anzündete. Der Blick wandert gen Himmel und ich lies mich ein wenig sinken, sodass ich meinen Kopf praktisch auf die Lehne legen konnte. In den Sternenhimmel schauend, konnte ich meine Gedanken ein wenig ordnen, sodass ich nach ca. 15 Minuten wieder von der Bank aufstand und meinen Weg fortsetzte, wohl wissend, dass ich noch einige Zeit draußen verbringen wollen würde.
Weiter ging es durch den Park. Wohlwissend, dass ich an einem ziemlich großen und doch blickdichten Platz vorbei müsse, um den Park zu durchqueren. Dieser Platz ist, wie ich auch zu der Zeit schon wusste, ein Treffpunkt für schwule oder bisexuelle hier in der Stadt. Es machte mir nichts aus, hatte ich doch, bevor ich in meinen besten Freund verknallt war, immer die Hoffnung ich würde dort mal jemanden antreffen und ein wenig Spaß haben. Und wer weiß, vielleicht würde man dort auch jemanden treffen, der auch noch mehr als nur Sex will. Also ging ich weiter und an dem Platz vorbei, hatte ich dieses mal nicht den Kopf für etwaige Gedanken und war eh unglücklich verliebt.
Weiter ging es durch den Park, wo ich an einer Art Baustelle vorbei ging, die nicht beleuchtet war, sodass man nichts erkennen konnte. Hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht das Gefühl, dass ich mir Sorgen machen müsste. Doch es kam anders... Nicht ganz an der Stelle vorbei kam ich mir beobachtet vor und schon passierte es...
Jemand packte mich von hinten, schlung seinen Arm um meinen Hals und nahm mich so, dass ich kaum Luft bekam. Natürlich versuchte ich mich zu befreien, jedoch drückte er nun noch stärker zu. Aufgrund des vergeblichen Kampfes hatte ich meine Ohrstöpsel nun nicht mehr im Ohr, drum hörte ich ihn in mein Ohr flüstern: "Wenn du machst was wir wollen und still hälst passiert dir nichts!" In diesem Moment war ich nicht in der Lage an wirklich vielem meine Gedanken zu verschwenden. Zwei Gedanken hatte ich nur im Kopf 'Was ist mit still halten gemeint?' 'Sollte ich wirklich unbeschadet aus dieser Situation kommen?'. Hatte ich in dem ersten Moment eher an einen Überfall gedacht, was es in gewisser Art und Weise auch war...
Plötzlich standen drei weitere Kerle neben mir und ich ahnte nun langsam, was nun mit still halten gemeint war, als sie sich untenrum entkleideten und ich sah, dass alle mit einem Ständer da standen. Ich versuchte nun noch einmal mit aller Kraft zu entfliehen, doch aus der Situation gab es kein entkommen mehr.
'Hätten mich die Typen gefragt, ob ich Lust hätte, hätte ich vielleicht nicht einmal nein gesagt. Vielleicht nicht in diesem Moment, allerdings hätte es danach sicherlich auch Gelegenheiten gegeben um sich zu treffen und Spaß zu haben. Doch nun das!', schoss es mir unter Tränen durch meinen Kopf.
Schon wurde mir meine Hose geöffnet und heruntergerissen. Im nächsten Augenblick fand ich mich auch schon auf dem Bauch liegend auf dem Boden, auf mir sitzend einer der vier, sodass ich nicht weg konnte. Da stürzte sich bereits der erste auf mich und versuchte zwanghaft in mich einzudringen. Ich brachte nicht viel außer viele Tränen und ein paar leise Hilferufe raus, die im Wind verstummten.
Lange konnte ich mich allerdings nicht wehren, zu groß war die Angst, dass ich den morgigen Tag ansonsten wahrscheinlich nicht erleben würde - erst Recht nach dem Satz von einem der Typen: "Wirst schon sehen, was passiert wenn du nicht spurst!". Zudem hat mir der Versuch immer und immer wieder zu entkommen, viel zu viel Kraft gekostet. Also lies ich es über mich ergehen. Einer nach dem anderen drang in mich ein, stieß immer und immer wieder zu und entlud sich in mir. Dann spürte ich, wie sich ein Fuß eines Typen auf meinen Rücken stellte. Der Typ, der die ganze Zeit auf mir saß, während sich die anderen drei nacheinander an mir austobten, stand auf und nun machte er das, was die anderen drei vor ihm taten: Er drang in mich ein und stieß seinen Schwanz immer wieder in meinen Arsch, bis er sich entlud.
Als alle vier Typen endlich fertig waren und sich anzogen, war ich innerlich leer - als wäre ich gerade gestorben. So schnell wie die Typen da waren, waren sie auch wieder weg und ich lag da immer noch, unfähig zu denken, geschweige denn irgendwas zu tun. Wirklich realisieren konnte ich die Situation erst nach einer Weile, als ich mich wieder anzog und spürte, dass mir einiges an Sperma aus dem Hintern floss. Sofort schossen mir wieder die Tränen ins Gesicht und Gedanken fluteten meinen Kopf: 'Was hätte ich tun sollen?' 'Was, wenn ich mich weiter gewehrt hätte?' 'Was nun, kann und soll ich es jemandem erzählen?' 'Würde man mir das was passiert ist glauben?'
Nach Hause konnte und wollte ich nicht, auch wenn ich weiterhin in der Dunkelheit verweilen müsste. Dennoch lief ich schnell und mit weinenden Augen in Richtung Ausgang, um endlich in Regionen zu gelangen, wo vielleicht jemand ab und an herläuft, wenn auch selten. Plötzlich mied ich die dunklen Wege und Straßen, lief trotzdem weiter allein durch die Nacht. Immer noch nicht ganz bei Sinnen setzte ich mich auf eine Bank, nahm die Füße auf die Bank und kauerte vor mich her. So eine Leere hatte ich bis dato noch nie gefühlt und ich wusste nicht wohin mit mir selbst. Wäre gerne einfach nach Hause gegangen, dort waren jedoch mein Vater und mein Bruder, und ihnen wollte ich nicht so begegnen, geschweige denn Rede und Antwort stehen, was mit mir los sei.
Hätte meinen besten Freund anrufen können, doch ich wollte ihn nicht damit belasten, zumal er um diese Zeit nicht von zuhause mal eben weg kommt, wohnt er in einer anderen Stadt die ein paar Kilometer weit weg liegt. Somit war die Bank für mehr als eine Stunde meine einzige Wahl. Die Gedanken, die sich nach einiger Zeit einstellten, trieben mich nun doch dazu, mich auf den Heimweg zu machen, wollte ich diese Gedanken nicht zulassen. Zum Glück hat es niemand mitbekommen, wie ich aussah, als ich in die Wohnung eintrat. Sofort ging ich in Richtung meines Zimmers, suchte mir meine Sachen für die Nacht zusammen um zu duschen und mich danach einfach ins Bett fallen zu lassen.
Die Nacht und auch die nächsten Tage und Nächte waren alles andere als super. So sehr quälte mich das was passiert war innerlich. So begann ich mich in die Welten des Internets und der PC-Spiele zu flüchten. Ich tat so, als wäre nicht's geschehen und jedes mal wenn mich jemand fragte, musste ich Ausreden finden. Mal waren es Gefühle, die ich für jemanden entwickelt hätte, mal meine Rückenschmerzen, die ich zu der Zeit auch hatte. Diese allerdings waren noch erträglich im Gegensatz zu dem Erlebten. Wenn ich mich dann doch vor die Tür bewegte, kam nur noch ein Stöpsel ins Ohr und die Musik war nicht zu laut, damit ich alles hören konnte, was um mich herum geschah.
Besonders die Situationen die sich ergaben wenn ich unterwegs war und hinter mir eine männliche Person lief, machten mich innerlich fertig. Zu groß war die Angst, dass so etwas noch einmal passieren würde. Also blieb ich immer urplötzlich stehen, nahm mein Handy in die Hand und schaute immer was die Person macht. Erst wenn die Person an mir vorbei gelaufen und weit genug weg war, lief ich weiter. Doch es konnte nicht immer so weiter gehen, oder doch? Nein! Auch wenn mir meine Identität in gewisser Weise geraubt wurde, wollte ich nicht, dass es anderen genauso geht und wenn es vielleicht auch nur eine kleine Chance gibt, die Typen zu erwischen, sollte sie genutzt werden.
Also entschloss ich mich, obwohl es schon einige Zeit her war, zur Polizei zu gehen und eine Anzeige zu erstatten. Zu meinem Erstaunen stellte ich dort fest, dass mir, entegegengesetzt meiner Erwartung, geglaubt wurde. Sichtlich unangenehm war mir die Situation nun und voller Scham erzählte ich dem Polizisten, was mir passiert ist und er ging ganz behutsam an die Sache ran. Leider verliefen jegliche Ermittlungen bisher in's Leere und keiner der Täter wurde je gefunden.
Zudem vertraute ich mich, wenn auch erst nach einiger Zeit, meinem besten Freund an, der sichtlich geschockt war. Nach diesem Erlebnis, hatte ich sogar fast vollkommen verdrängt, dass ich mehr als nur freundschaftliche Gefühle für ihn hatte. Jedoch brauchte ich ihn gerade in dieser Zeit als Freund - als jemanden der mich einfach mal packt und in den Arm nimmt, wenn es mir dreckig geht und versucht mich wieder aufzubauen.
[E N D E]
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Ein paar persönliche Worte nach der eigentlichen Story:
Wie bereits oben in der Einleitung geschrieben, ist mir dies genau so wieder fahren, sodass ich alles andere als offen war in den letzten Jahren. Nun ja, manchmal ist das Leben nicht fair und es kommt oft alles auf einmal. So ein Erlebnis wünsche ich niemanden. Ich hoffe, dass ihr niemals in solch eine Situation kommen werdet. Ich bin zwei Menschen, die ich hier kennen lernen durfte, sehr dankbar. Dankbar dafür, dass ich mich wieder ein wenig traue, mich zu öffnen! Drum mein Motto:
Genießt jeden Tag und lebt euer Leben!
Diese "Geschichte" ist aus meinem Leben und entspricht zu 100% dem, was ich (leider) erleben musste. Ich habe versucht, dies in Worte zu fassen, da es mich immer mal wieder beschäftigt, wenn auch nicht mehr so, wie es anfangs der Fall war. Ich habe bewusst versucht einiges etwas umschreiben, damit es leserlicher wird, und ich hoffe, dass mir das ein wenig gelungen ist.
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Da war ich nun ganz allein in der Nacht. Nach dem Erlebten ahnte ich noch nicht, was dies mit mir machen würde. Ich wurde ruhiger und zog mich meist zurück. Meist saß ich vor meinem PC und hatte nur ein wenig Spaß, wenn ich mit Freunden online spielen konnte. Wenn ich alleine unterwegs war, hatte ich nun immer nur einen Hörer im Ohr, statt wie sonst üblich zwei und die Musik war auch nicht allzu laut, sodass ich noch die Umgebung mitbekam.
Jedes mal überkam mich das Gefühl, dass ich verfolgt werde, sodass ich mich regelmäßig umdrehte, um mich zu vergewissern, dass niemand hinter mir ist. War dann doch jemand hinter mir und lief nur zufällig den gleichen Weg, schaute ich, blieb einfach stehen, und beobachtete die Person im vorbeigehen. Zu groß war die Angst, dass soetwas noch einmal passieren könnte. Diesen Ort vermied ich so gut es ging...
...Doch was war eigentlich passiert? Was hat mich so heftig aus der Bahn geworfen?...
...Es war ein kalter, ziemlich kalter Abend im November. Vor nicht allzu langer Zeit musste ich erfahren, dass ich meine Ausbildung aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht fortsetzen kann. Zudem war ich zu dieser Zeit ziemlich verknallt in meinen besten Freund. An diesem Tag kam jemand aus der Verwandschaft, zu allem Überfluss, auch noch ins Krankenhaus. Wusste zu dieser Zeit niemand, was die genaue Diagnose ist, machten wir uns arge Sorgen. Dies sorgte dafür, dass ich mich wie fast immer, bewaffnet mit meinem MP3-Player und meinen Gedanken, auf den Weg machte und tat, was ich immer ***, wenn ich meine Gedanken ordnen muss: Ich gehe stundenlang spazieren, mit Musik in den Ohren und laufe einfach drauf los, ohne ein bestimmtes Ziel.
Also war ich an jenem Abend wieder unterwegs, auch wenn es dunkel und ziemlich kalt war mochte ich die frische Luft, und mit der Musik schaffte ich es irgendwie auch meist, meine Gedanken ein wenig zu sammeln und ordnen. Liefen in der dunklen und kalten Jahreszeit eh kaum Menschen auf den Straßen oder Wegen abseits der Straßen, konnte ich selbst meinen Tränen immer freien Lauf lassen. Ja, ich bin ziemlich sensibel und stehe dazu! Ich war schon eine Weile unterwegs, als ich mich entschloss, in Richtung eines Parks zu laufen - konnte ich nicht ahnen was in der nächsten Zeit passieren würde. Ca. 300 Meter waren es noch, und ich hielt an der Bude, um mir ein Getränk zu kaufen, welches schnell an der Bude ausge******n war.
Also die Ohrstöpsel wieder rein und die Musik wieder an. Weiter schritt ich in Richtung Park und schon war ich angekommen. Zu Beginn stand eine Bank, auf der ich mich setzte und mir eine Zigarette anzündete. Der Blick wandert gen Himmel und ich lies mich ein wenig sinken, sodass ich meinen Kopf praktisch auf die Lehne legen konnte. In den Sternenhimmel schauend, konnte ich meine Gedanken ein wenig ordnen, sodass ich nach ca. 15 Minuten wieder von der Bank aufstand und meinen Weg fortsetzte, wohl wissend, dass ich noch einige Zeit draußen verbringen wollen würde.
Weiter ging es durch den Park. Wohlwissend, dass ich an einem ziemlich großen und doch blickdichten Platz vorbei müsse, um den Park zu durchqueren. Dieser Platz ist, wie ich auch zu der Zeit schon wusste, ein Treffpunkt für schwule oder bisexuelle hier in der Stadt. Es machte mir nichts aus, hatte ich doch, bevor ich in meinen besten Freund verknallt war, immer die Hoffnung ich würde dort mal jemanden antreffen und ein wenig Spaß haben. Und wer weiß, vielleicht würde man dort auch jemanden treffen, der auch noch mehr als nur Sex will. Also ging ich weiter und an dem Platz vorbei, hatte ich dieses mal nicht den Kopf für etwaige Gedanken und war eh unglücklich verliebt.
Weiter ging es durch den Park, wo ich an einer Art Baustelle vorbei ging, die nicht beleuchtet war, sodass man nichts erkennen konnte. Hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht das Gefühl, dass ich mir Sorgen machen müsste. Doch es kam anders... Nicht ganz an der Stelle vorbei kam ich mir beobachtet vor und schon passierte es...
Jemand packte mich von hinten, schlung seinen Arm um meinen Hals und nahm mich so, dass ich kaum Luft bekam. Natürlich versuchte ich mich zu befreien, jedoch drückte er nun noch stärker zu. Aufgrund des vergeblichen Kampfes hatte ich meine Ohrstöpsel nun nicht mehr im Ohr, drum hörte ich ihn in mein Ohr flüstern: "Wenn du machst was wir wollen und still hälst passiert dir nichts!" In diesem Moment war ich nicht in der Lage an wirklich vielem meine Gedanken zu verschwenden. Zwei Gedanken hatte ich nur im Kopf 'Was ist mit still halten gemeint?' 'Sollte ich wirklich unbeschadet aus dieser Situation kommen?'. Hatte ich in dem ersten Moment eher an einen Überfall gedacht, was es in gewisser Art und Weise auch war...
Plötzlich standen drei weitere Kerle neben mir und ich ahnte nun langsam, was nun mit still halten gemeint war, als sie sich untenrum entkleideten und ich sah, dass alle mit einem Ständer da standen. Ich versuchte nun noch einmal mit aller Kraft zu entfliehen, doch aus der Situation gab es kein entkommen mehr.
'Hätten mich die Typen gefragt, ob ich Lust hätte, hätte ich vielleicht nicht einmal nein gesagt. Vielleicht nicht in diesem Moment, allerdings hätte es danach sicherlich auch Gelegenheiten gegeben um sich zu treffen und Spaß zu haben. Doch nun das!', schoss es mir unter Tränen durch meinen Kopf.
Schon wurde mir meine Hose geöffnet und heruntergerissen. Im nächsten Augenblick fand ich mich auch schon auf dem Bauch liegend auf dem Boden, auf mir sitzend einer der vier, sodass ich nicht weg konnte. Da stürzte sich bereits der erste auf mich und versuchte zwanghaft in mich einzudringen. Ich brachte nicht viel außer viele Tränen und ein paar leise Hilferufe raus, die im Wind verstummten.
Lange konnte ich mich allerdings nicht wehren, zu groß war die Angst, dass ich den morgigen Tag ansonsten wahrscheinlich nicht erleben würde - erst Recht nach dem Satz von einem der Typen: "Wirst schon sehen, was passiert wenn du nicht spurst!". Zudem hat mir der Versuch immer und immer wieder zu entkommen, viel zu viel Kraft gekostet. Also lies ich es über mich ergehen. Einer nach dem anderen drang in mich ein, stieß immer und immer wieder zu und entlud sich in mir. Dann spürte ich, wie sich ein Fuß eines Typen auf meinen Rücken stellte. Der Typ, der die ganze Zeit auf mir saß, während sich die anderen drei nacheinander an mir austobten, stand auf und nun machte er das, was die anderen drei vor ihm taten: Er drang in mich ein und stieß seinen Schwanz immer wieder in meinen Arsch, bis er sich entlud.
Als alle vier Typen endlich fertig waren und sich anzogen, war ich innerlich leer - als wäre ich gerade gestorben. So schnell wie die Typen da waren, waren sie auch wieder weg und ich lag da immer noch, unfähig zu denken, geschweige denn irgendwas zu tun. Wirklich realisieren konnte ich die Situation erst nach einer Weile, als ich mich wieder anzog und spürte, dass mir einiges an Sperma aus dem Hintern floss. Sofort schossen mir wieder die Tränen ins Gesicht und Gedanken fluteten meinen Kopf: 'Was hätte ich tun sollen?' 'Was, wenn ich mich weiter gewehrt hätte?' 'Was nun, kann und soll ich es jemandem erzählen?' 'Würde man mir das was passiert ist glauben?'
Nach Hause konnte und wollte ich nicht, auch wenn ich weiterhin in der Dunkelheit verweilen müsste. Dennoch lief ich schnell und mit weinenden Augen in Richtung Ausgang, um endlich in Regionen zu gelangen, wo vielleicht jemand ab und an herläuft, wenn auch selten. Plötzlich mied ich die dunklen Wege und Straßen, lief trotzdem weiter allein durch die Nacht. Immer noch nicht ganz bei Sinnen setzte ich mich auf eine Bank, nahm die Füße auf die Bank und kauerte vor mich her. So eine Leere hatte ich bis dato noch nie gefühlt und ich wusste nicht wohin mit mir selbst. Wäre gerne einfach nach Hause gegangen, dort waren jedoch mein Vater und mein Bruder, und ihnen wollte ich nicht so begegnen, geschweige denn Rede und Antwort stehen, was mit mir los sei.
Hätte meinen besten Freund anrufen können, doch ich wollte ihn nicht damit belasten, zumal er um diese Zeit nicht von zuhause mal eben weg kommt, wohnt er in einer anderen Stadt die ein paar Kilometer weit weg liegt. Somit war die Bank für mehr als eine Stunde meine einzige Wahl. Die Gedanken, die sich nach einiger Zeit einstellten, trieben mich nun doch dazu, mich auf den Heimweg zu machen, wollte ich diese Gedanken nicht zulassen. Zum Glück hat es niemand mitbekommen, wie ich aussah, als ich in die Wohnung eintrat. Sofort ging ich in Richtung meines Zimmers, suchte mir meine Sachen für die Nacht zusammen um zu duschen und mich danach einfach ins Bett fallen zu lassen.
Die Nacht und auch die nächsten Tage und Nächte waren alles andere als super. So sehr quälte mich das was passiert war innerlich. So begann ich mich in die Welten des Internets und der PC-Spiele zu flüchten. Ich tat so, als wäre nicht's geschehen und jedes mal wenn mich jemand fragte, musste ich Ausreden finden. Mal waren es Gefühle, die ich für jemanden entwickelt hätte, mal meine Rückenschmerzen, die ich zu der Zeit auch hatte. Diese allerdings waren noch erträglich im Gegensatz zu dem Erlebten. Wenn ich mich dann doch vor die Tür bewegte, kam nur noch ein Stöpsel ins Ohr und die Musik war nicht zu laut, damit ich alles hören konnte, was um mich herum geschah.
Besonders die Situationen die sich ergaben wenn ich unterwegs war und hinter mir eine männliche Person lief, machten mich innerlich fertig. Zu groß war die Angst, dass so etwas noch einmal passieren würde. Also blieb ich immer urplötzlich stehen, nahm mein Handy in die Hand und schaute immer was die Person macht. Erst wenn die Person an mir vorbei gelaufen und weit genug weg war, lief ich weiter. Doch es konnte nicht immer so weiter gehen, oder doch? Nein! Auch wenn mir meine Identität in gewisser Weise geraubt wurde, wollte ich nicht, dass es anderen genauso geht und wenn es vielleicht auch nur eine kleine Chance gibt, die Typen zu erwischen, sollte sie genutzt werden.
Also entschloss ich mich, obwohl es schon einige Zeit her war, zur Polizei zu gehen und eine Anzeige zu erstatten. Zu meinem Erstaunen stellte ich dort fest, dass mir, entegegengesetzt meiner Erwartung, geglaubt wurde. Sichtlich unangenehm war mir die Situation nun und voller Scham erzählte ich dem Polizisten, was mir passiert ist und er ging ganz behutsam an die Sache ran. Leider verliefen jegliche Ermittlungen bisher in's Leere und keiner der Täter wurde je gefunden.
Zudem vertraute ich mich, wenn auch erst nach einiger Zeit, meinem besten Freund an, der sichtlich geschockt war. Nach diesem Erlebnis, hatte ich sogar fast vollkommen verdrängt, dass ich mehr als nur freundschaftliche Gefühle für ihn hatte. Jedoch brauchte ich ihn gerade in dieser Zeit als Freund - als jemanden der mich einfach mal packt und in den Arm nimmt, wenn es mir dreckig geht und versucht mich wieder aufzubauen.
[E N D E]
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Ein paar persönliche Worte nach der eigentlichen Story:
Wie bereits oben in der Einleitung geschrieben, ist mir dies genau so wieder fahren, sodass ich alles andere als offen war in den letzten Jahren. Nun ja, manchmal ist das Leben nicht fair und es kommt oft alles auf einmal. So ein Erlebnis wünsche ich niemanden. Ich hoffe, dass ihr niemals in solch eine Situation kommen werdet. Ich bin zwei Menschen, die ich hier kennen lernen durfte, sehr dankbar. Dankbar dafür, dass ich mich wieder ein wenig traue, mich zu öffnen! Drum mein Motto:
Genießt jeden Tag und lebt euer Leben!
8年前