Fisting... was ist das für mich?
Mehr als Faustfick!
Mit 17 Jahren habe ich diese Praktik als passiver für mich entdeckt. Ja, vor meiner Volljährigkeit hatte ich eine Hand im Hintern. Das heist also auch, ich fiste bereits die Hälfte meines Lebens. Im Prinzip ist das ja auch egal, aber es gehört zu mir, ich möchte es intensiv ausleben und ich schäme mich dafür nicht. Fisting macht MICH glücklich und das auf mehreren Ebenen:
Sexuell.
Es ist einfach eine extreme Stimulation aller Nerven, die im Ar... verlaufen. Ich möchte hier jetzt nichts über "Anal beim Mann" erzählen. Dazu gibt es zahlreiche andere Abhandlungen. Es ist einfach viel größer, viel intensiver und geiler. Mit Arschficken nicht vergleichbar.
Zwischenmenschlich
Eingespielte Fister verstehen sich wortlos bei völliger Dunkelheit oder geschlossenen Augen. Dieses Spiel erfordert so viel Fingerspitzengefühl, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Fürsorge, wie es mir in keiner anderen Situation in der Menschen miteinander zu tun haben, bekannt ist. Gleichzeitig öFFnet man sich, sein Inneres und lässt einen anderen Menschen in seinen Eingeweiden wühlen. Das klingt brutal und sieht vielleicht auch so aus, aber es geht bei diesen Empfindungen teilweise um Millimeter, die darüber entscheiden, ob man Unbehagen oder Schmerz empfindet oder einen sofortigen Orgasmus erlebt.
Spirituell
Beim Fisten setzt man sich sehr intensiv mit seinem Körper auseinander. Zumindest sollte man dies tun. Sind die Partner gut eingespielt und findet einen "guten Rhythmus" empfinde ich das Fisten als eine Art meditative Hypnose. Es lässt mich den Alltag und alle gesellschaftlichen Probleme vergessen und erlaubt mir, einfach mal hier im Moment zu sein. Der ganze Körper schwingt kraftvoll auf dem Arm eines anderen Menschen und wird gefühlt zur Erleuchtung getragen. Es ist eine Ausschüttung von Endorphinen.
GEBEN
"Sesam öFFne dich!" - mit Worten allein wird das wohl eher nichts, aber sie können helfen. Ich treibe meine Hand nicht mit einem Kraftakt in einen Hintern. Meine Philosophie dabei ist es vielmehr, der/die Fistee [Anmerkung: ich spreche ab jetzt nur noch vom Arsch. Gemeint sind prinzipiell alle Geschlechter] sich mir und meinen Händen bereitwillig hingibt und nichts mehr will, als LOCH zu sein... oFFen. Ein Arsch springt nicht auf Befehl auf wie eine Tür und die eigentliche Barriere ist weniger das Gewebe als der Kopf. Schlechte Erfahrungen, weil ein Vorgänger grobmotorisch war und es eine Erinnerung an einen sehr unangenehmen Schmerz gibt, sind nur ein Faktor und eine "Mauer", die es zu überwinden gilt. Dabei gleichförmige sehr organische Bewegungen, auch mal gehaltene Spannung können manchmal wahre Wunder bewirken. Dazu die ganze Szenerie in einer Umgebung, wo man entspannen kann. Warm. Bequem. Frei von gesellschaftlichen Zwängen und Erwartungen. Wenn es außen wie innen ist, braucht die Tür auch nicht geschlossen zu sein. Am Wichtigsten jedoch: Fühlen, beobachten, lauschen und nie mit dem Gleitmittel sparen.
NEHMEN
Wie du mir, so ich dir - sagt man ja so, oder? Ich weiß, wie mein Körper tickt und was ich wie erreiche. Ganz besonders beim Fisten. Gern lerne ich Neues kennen und lasse mich beraten.
Aber BITTE hier keine Kompromisse:
- gut heizen
- Crisco und viel jlube als Gleitmittel
- immer wieder nachschmieren
- Handschuhe auf links drehen
- fließende Bewegungen
- einfache Musik ohne Gesang und komplizierte Melodien und Rhythmen
ENTSPANNUNG und EXTASE
Bei absoluter Entspannung, Vertrauen und Hingabe kann das Tor auch aufbleiben. Punching oder Punch fisting (engl. Schlag) ist ein gleichmäßiges regelrechtes rhythmisches Hineinboxen. Vorsicht!!! Das ist keine Anfängerpraktik und auch nichts für den Anfang der Session. Dabei geht es wirklich um Kraft und um Präzision. Nur nicht daneben schlagen und den "Rand" treffen
--
Update 2026
Verschiedene Erlebnisse, Wünsche und Erfahrungen haben dazu beigetragen, meine Gedanken vielleicht noch etwas zu verfeinern und waren dabei hilfreich, zu verstehen, was ich eigentlich suche und wobei das FISTING auch in extremen Formen dabei sehr hilfreich ist und das Mittel meiner Wahl.
Ich bin ein Mensch, der Intensität liebt, aber nicht das Laute.
Mich interessieren keine schnellen Effekte, keine Rollen, die man anzieht und wieder auszieht, keine Härte, die nur deshalb existiert, weil sie provoziert. Was mich berührt, sind Begegnungen, in denen zwei Menschen sich wirklich sehen – und bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Für mich beginnt Nähe lange vor dem Moment, den andere als „extrem“ bezeichnen würden. Sie beginnt mit Aufmerksamkeit. Mit Zuhören. Mit dem ehrlichen Interesse daran, wie es dem anderen gerade geht – nicht nur körperlich, sondern innerlich. Nähe ist für mich kein Zustand, den man herstellt, sondern ein Prozess, der wächst, wenn Sicherheit da ist.
Ich habe im Laufe der Zeit gemerkt, dass mein Zugang zu intensiven Begegnungen ein anderer ist als der vieler Menschen im klassischen BDSM-Kontext. Nicht besser, nicht richtiger – aber anders. Während für manche Härte, Strenge oder Bestrafung eine wichtige Sprache sind, fühlt sich das für mich fremd an. Nicht falsch im moralischen Sinn, sondern einfach nicht stimmig für mich.
Was ich suche, ist kein Spiel mit Macht um der Macht willen.
Mich interessiert Führung nur dort, wo sie sich selbst begrenzt. Wo sie nicht aus Dominanz entsteht, sondern aus Achtsamkeit. Wo jemand führt, weil er aufmerksam ist – nicht weil er „darf“. Für mich liegt darin eine große Ruhe: zu wissen, dass man jederzeit innehalten kann, ohne etwas zu verlieren.
Was von außen extrem wirken mag, ist für mich innerlich sehr klar.
Sehr ruhig.
Sehr konzentriert.
Intensität entsteht für mich nicht durch Grobheit, sondern durch Feinheit. Durch das genaue Wahrnehmen von Stimmungen, Atem, Spannungen, kleinen Veränderungen. Durch das Wissen: Ich bin hier nicht allein mit mir – da ist jemand, der auf mich achtet. Und umgekehrt: Ich bin mir der Verantwortung bewusst, die entsteht, wenn mir jemand sein Vertrauen schenkt.
Ich glaube, dass man mit Vertrauen sehr vorsichtig umgehen muss.
Nicht, weil es zerbrechlich ist, sondern weil es kostbar ist.
In dem Moment, in dem sich ein Mensch öffnet, entsteht für mich kein Anspruch, sondern eine Verpflichtung: nichts zu beschleunigen, nichts zu forcieren, nichts auszunutzen. Nähe verliert für mich ihren Wert, wenn sie auf Kosten der Würde geht.
Deshalb fühle ich mich in Kontexten unwohl, in denen Intensität mit Härte verwechselt wird. In denen es darum geht, Grenzen zu testen, zu brechen oder „durchzuziehen“. Nicht, weil ich Grenzen nicht respektiere – im Gegenteil. Sondern weil für mich gerade das freiwillige Öffnen, das jederzeitige Umkehren-Können, der Kern von Tiefe ist.
Ich suche Menschen, die verstanden haben, dass man sich auch in sehr intensiven Momenten sicher fühlen kann.
Dass Nähe nicht kleiner wird, wenn man achtsam ist – sondern größer.
Dass Zurückhaltung kein Mangel ist, sondern eine Form von Respekt.
Was mir wichtig ist, ist Menschlichkeit.
Das Wissen, dass hinter jeder Rolle ein echter Mensch steht.
Dass nach einem intensiven Moment nicht Leere bleibt, sondern ein Gefühl von Gesehen-Worden-Sein.
Dass man sich danach nicht benutzt fühlt, sondern getragen.
Ich brauche keine Bühne und kein Publikum.
Ich brauche Ehrlichkeit, Präsenz und ein gemeinsames Verständnis davon, dass Nähe ein Geschenk ist – nichts, was man sich nimmt.
Wenn du etwas suchst, das laut, grob oder bestrafend ist, werden wir vermutlich nicht zusammenpassen.
Wenn du jedoch auf der Suche nach Tiefe bist, nach Ruhe in der Intensität, nach einer Begegnung, in der Vertrauen wichtiger ist als Inszenierung – dann könnte es sein, dass wir dieselbe Sprache sprechen.
Mit 17 Jahren habe ich diese Praktik als passiver für mich entdeckt. Ja, vor meiner Volljährigkeit hatte ich eine Hand im Hintern. Das heist also auch, ich fiste bereits die Hälfte meines Lebens. Im Prinzip ist das ja auch egal, aber es gehört zu mir, ich möchte es intensiv ausleben und ich schäme mich dafür nicht. Fisting macht MICH glücklich und das auf mehreren Ebenen:
Sexuell.
Es ist einfach eine extreme Stimulation aller Nerven, die im Ar... verlaufen. Ich möchte hier jetzt nichts über "Anal beim Mann" erzählen. Dazu gibt es zahlreiche andere Abhandlungen. Es ist einfach viel größer, viel intensiver und geiler. Mit Arschficken nicht vergleichbar.
Zwischenmenschlich
Eingespielte Fister verstehen sich wortlos bei völliger Dunkelheit oder geschlossenen Augen. Dieses Spiel erfordert so viel Fingerspitzengefühl, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Fürsorge, wie es mir in keiner anderen Situation in der Menschen miteinander zu tun haben, bekannt ist. Gleichzeitig öFFnet man sich, sein Inneres und lässt einen anderen Menschen in seinen Eingeweiden wühlen. Das klingt brutal und sieht vielleicht auch so aus, aber es geht bei diesen Empfindungen teilweise um Millimeter, die darüber entscheiden, ob man Unbehagen oder Schmerz empfindet oder einen sofortigen Orgasmus erlebt.
Spirituell
Beim Fisten setzt man sich sehr intensiv mit seinem Körper auseinander. Zumindest sollte man dies tun. Sind die Partner gut eingespielt und findet einen "guten Rhythmus" empfinde ich das Fisten als eine Art meditative Hypnose. Es lässt mich den Alltag und alle gesellschaftlichen Probleme vergessen und erlaubt mir, einfach mal hier im Moment zu sein. Der ganze Körper schwingt kraftvoll auf dem Arm eines anderen Menschen und wird gefühlt zur Erleuchtung getragen. Es ist eine Ausschüttung von Endorphinen.
GEBEN
"Sesam öFFne dich!" - mit Worten allein wird das wohl eher nichts, aber sie können helfen. Ich treibe meine Hand nicht mit einem Kraftakt in einen Hintern. Meine Philosophie dabei ist es vielmehr, der/die Fistee [Anmerkung: ich spreche ab jetzt nur noch vom Arsch. Gemeint sind prinzipiell alle Geschlechter] sich mir und meinen Händen bereitwillig hingibt und nichts mehr will, als LOCH zu sein... oFFen. Ein Arsch springt nicht auf Befehl auf wie eine Tür und die eigentliche Barriere ist weniger das Gewebe als der Kopf. Schlechte Erfahrungen, weil ein Vorgänger grobmotorisch war und es eine Erinnerung an einen sehr unangenehmen Schmerz gibt, sind nur ein Faktor und eine "Mauer", die es zu überwinden gilt. Dabei gleichförmige sehr organische Bewegungen, auch mal gehaltene Spannung können manchmal wahre Wunder bewirken. Dazu die ganze Szenerie in einer Umgebung, wo man entspannen kann. Warm. Bequem. Frei von gesellschaftlichen Zwängen und Erwartungen. Wenn es außen wie innen ist, braucht die Tür auch nicht geschlossen zu sein. Am Wichtigsten jedoch: Fühlen, beobachten, lauschen und nie mit dem Gleitmittel sparen.
NEHMEN
Wie du mir, so ich dir - sagt man ja so, oder? Ich weiß, wie mein Körper tickt und was ich wie erreiche. Ganz besonders beim Fisten. Gern lerne ich Neues kennen und lasse mich beraten.
Aber BITTE hier keine Kompromisse:
- gut heizen
- Crisco und viel jlube als Gleitmittel
- immer wieder nachschmieren
- Handschuhe auf links drehen
- fließende Bewegungen
- einfache Musik ohne Gesang und komplizierte Melodien und Rhythmen
ENTSPANNUNG und EXTASE
Bei absoluter Entspannung, Vertrauen und Hingabe kann das Tor auch aufbleiben. Punching oder Punch fisting (engl. Schlag) ist ein gleichmäßiges regelrechtes rhythmisches Hineinboxen. Vorsicht!!! Das ist keine Anfängerpraktik und auch nichts für den Anfang der Session. Dabei geht es wirklich um Kraft und um Präzision. Nur nicht daneben schlagen und den "Rand" treffen
--
Update 2026
Verschiedene Erlebnisse, Wünsche und Erfahrungen haben dazu beigetragen, meine Gedanken vielleicht noch etwas zu verfeinern und waren dabei hilfreich, zu verstehen, was ich eigentlich suche und wobei das FISTING auch in extremen Formen dabei sehr hilfreich ist und das Mittel meiner Wahl.
Ich bin ein Mensch, der Intensität liebt, aber nicht das Laute.
Mich interessieren keine schnellen Effekte, keine Rollen, die man anzieht und wieder auszieht, keine Härte, die nur deshalb existiert, weil sie provoziert. Was mich berührt, sind Begegnungen, in denen zwei Menschen sich wirklich sehen – und bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Für mich beginnt Nähe lange vor dem Moment, den andere als „extrem“ bezeichnen würden. Sie beginnt mit Aufmerksamkeit. Mit Zuhören. Mit dem ehrlichen Interesse daran, wie es dem anderen gerade geht – nicht nur körperlich, sondern innerlich. Nähe ist für mich kein Zustand, den man herstellt, sondern ein Prozess, der wächst, wenn Sicherheit da ist.
Ich habe im Laufe der Zeit gemerkt, dass mein Zugang zu intensiven Begegnungen ein anderer ist als der vieler Menschen im klassischen BDSM-Kontext. Nicht besser, nicht richtiger – aber anders. Während für manche Härte, Strenge oder Bestrafung eine wichtige Sprache sind, fühlt sich das für mich fremd an. Nicht falsch im moralischen Sinn, sondern einfach nicht stimmig für mich.
Was ich suche, ist kein Spiel mit Macht um der Macht willen.
Mich interessiert Führung nur dort, wo sie sich selbst begrenzt. Wo sie nicht aus Dominanz entsteht, sondern aus Achtsamkeit. Wo jemand führt, weil er aufmerksam ist – nicht weil er „darf“. Für mich liegt darin eine große Ruhe: zu wissen, dass man jederzeit innehalten kann, ohne etwas zu verlieren.
Was von außen extrem wirken mag, ist für mich innerlich sehr klar.
Sehr ruhig.
Sehr konzentriert.
Intensität entsteht für mich nicht durch Grobheit, sondern durch Feinheit. Durch das genaue Wahrnehmen von Stimmungen, Atem, Spannungen, kleinen Veränderungen. Durch das Wissen: Ich bin hier nicht allein mit mir – da ist jemand, der auf mich achtet. Und umgekehrt: Ich bin mir der Verantwortung bewusst, die entsteht, wenn mir jemand sein Vertrauen schenkt.
Ich glaube, dass man mit Vertrauen sehr vorsichtig umgehen muss.
Nicht, weil es zerbrechlich ist, sondern weil es kostbar ist.
In dem Moment, in dem sich ein Mensch öffnet, entsteht für mich kein Anspruch, sondern eine Verpflichtung: nichts zu beschleunigen, nichts zu forcieren, nichts auszunutzen. Nähe verliert für mich ihren Wert, wenn sie auf Kosten der Würde geht.
Deshalb fühle ich mich in Kontexten unwohl, in denen Intensität mit Härte verwechselt wird. In denen es darum geht, Grenzen zu testen, zu brechen oder „durchzuziehen“. Nicht, weil ich Grenzen nicht respektiere – im Gegenteil. Sondern weil für mich gerade das freiwillige Öffnen, das jederzeitige Umkehren-Können, der Kern von Tiefe ist.
Ich suche Menschen, die verstanden haben, dass man sich auch in sehr intensiven Momenten sicher fühlen kann.
Dass Nähe nicht kleiner wird, wenn man achtsam ist – sondern größer.
Dass Zurückhaltung kein Mangel ist, sondern eine Form von Respekt.
Was mir wichtig ist, ist Menschlichkeit.
Das Wissen, dass hinter jeder Rolle ein echter Mensch steht.
Dass nach einem intensiven Moment nicht Leere bleibt, sondern ein Gefühl von Gesehen-Worden-Sein.
Dass man sich danach nicht benutzt fühlt, sondern getragen.
Ich brauche keine Bühne und kein Publikum.
Ich brauche Ehrlichkeit, Präsenz und ein gemeinsames Verständnis davon, dass Nähe ein Geschenk ist – nichts, was man sich nimmt.
Wenn du etwas suchst, das laut, grob oder bestrafend ist, werden wir vermutlich nicht zusammenpassen.
Wenn du jedoch auf der Suche nach Tiefe bist, nach Ruhe in der Intensität, nach einer Begegnung, in der Vertrauen wichtiger ist als Inszenierung – dann könnte es sein, dass wir dieselbe Sprache sprechen.
6年前