5 Tipps für ein perfektes Ergebnis

Es gibt verschiedene Arten, einen schlechten Privatporno zu drehen: Den handwerklich schlecht gemachten. Den Langweiligen, da nur monotone und mechanische Aktionen. Aber auch den Übermotivierten: Alles soll gezeigt werden, man hat es schließlich drauf

Wie dreht man eigentlich einen guten, privaten Porno?
Du glaubst nicht, was man bei einem Privatporno-Dreh alles falsch machen kann …

Du willst ihm mit einem selbstgefilmten Masturbations-Filmchen eine besondere Freude machen? Du spielst mit allen möglichen Sextoys an dir herum, schaust lasziv in die Kamera, hauchst der Linse mit zitterndem Stimmchen deine Lust entgegen. Verrenkst dich akrobatisch, gewährst tiefe Einblicke. Du bist die geborene Sexgöttin vor der Kamera! Stop-Taste. Völlig fertig stöpselst du deine Digicam oder dein Smartphone an den PC und schaust dir deinen Film an. Dir fällt die Kinnlade herunter: „Oh. Mein. Gott.“, denkst du, bevor du auf „löschen“ drückst.

Die Frau wird kaum penetriert, da schreit sie schon wie am Spieß.

Ja: Manchmal ist der eigene Porno schon ein bisschen schockierend. Ist das wirklich meine Stimme? Sieht mein Gesicht so albern beim Sex oder bei der Selbstbefriedigung aus? Pierce nennt häufige „Filmfehler“ beim Privatporno-Dreh:

Die Kamera wackelt unentwegt oder fällt sogar beim Dreh ganz um.
Der Standpunkt ist schlecht gewählt, keine gute Fokussierung.
Die Kamera hat eine schlechte Auflösung.
Das Licht genügt nicht, das Geschehen ist kaum erkennbar.
Die Lichtquelle (auch die Sonne) ist unpassend gewählt, du wirfst einen Schatten auf das Geschehen.
Die Kulisse ist unansehnlich.

Natürlich ist ein Privatporno fast immer irgendwie gestellt. Überlegt euch, was man dem Betrachter besser ersparen sollte. Vermeidet unvorteilhafte Körperstellen oder -positionen. „Meine Lieblingsrequisiten, sicherlich unbeabsichtigt, sind Socken beim Sex (auch wenn Frauen oft kalte Füße haben)“, meint Pierce.

Bedenkt, dass auch Unbeteiligte, die von eurem Filmprojekt keine Kenntnis haben, plötzlich in der Aufnahme auftauchen können. „Immer wieder witzig, aber auch unpassend, sind die lieben ********e. Mir fällt da gerade noch die spielende Katze auf dem Bett oder der traurige Hund ein, der für die leidenschaftlichen Bewegungen vom Herrchen (oder Frauchen) kein Verständnis hat und unerträglich winselt.“
Das Geheimnis eines guten Privatpornos: Authentizität

„Viele Privatpornos zeigen oft nur eine Handlung (Masturbation, Blowjob oder eine Penetration) und sind dabei nur auf den Genitalbereich gerichtet“, sagt Pierce. „Das macht sie halt unpersönlich, austauschbar und somit langweilig. Authentizität ist der Schlüssel. Zeigt doch einfach, wie gern ihr Sex habt, wie gern ihr fickt. Übertriebenes Posen vor der Kamera ist nicht gut, zeigt euren Spaß und die Leidenschaft, wenn ihr diese denn spürt.“

Zeigt doch einfach, wie gern ihr Sex habt.

Frage dich vor dem Dreh: Was würdest du selbst gern sehen? Machen dich gestellte Pornos an – oder siehst du lieber echte Lust und Leidenschaft? Das Geheimnis eines guten und nicht langweiligen oder lächerlich wirkenden Privatpornos ist: sich fallen zu lassen, die Kamera zu vergessen. Einfach guten, authentischen Sex zu haben. Die Lust und die Leidenschaft zu sehen – an den Körperreaktionen, in einem ehrlichen Gesichtsausdruck, in den Augen –, das ist entscheidend!

Zeigt etwas von euch, nicht nur den Dödel oder eure Lustspalte. Wer sein Gesicht zeigen kann und möchte, hat einen großen Vorteil. Das Mienenspiel verrät viel über eure Gefühle und eure Lust. Zumindest überzeugt das mehr und macht einen Porno sehenswert. Zeigt, wie ihr euch fallen lassen könnt, wie ihr den Sex genießt. Auch die Körpersprache ist nicht zu unterschätzen. Es ist unwahrscheinlich, dass der Orgasmus schon kommt, wenn der Partner kaum eingedrungen ist. Das hat man vielleicht aus Profipornos in Erinnerung, aber es ist halt schlecht kopiert.
5 Tipps für deinen Privatporno-Dreh

Gut, jetzt wissen wir also, was wir alles falsch machen können bei unserem Privatporno. Dann kommen wir jetzt mal zu den Insider-Tipps. Vorweg: Du braucht natürlich kein Profi-Equipment für dein Heim-Filmchen – das hängt aber letztendlich ganz von deinem Qualitätsanspruch ab. Pierce bestätigt, dass es unglaublich gute Auflösungen auch bei Smartphones und Digicams gibt. Für den Heimgebrauch völlig ausreichend. Hier sind weitere Tipps von ihm:
Tipp 1: Die Kamera darf nicht wackeln

Besorg dir ein Mini-Stativ, damit die Kamera ruhig steht und sich während des Drehs auch mal problemlos schwenken lässt. Ein Buchstapel, auf der du die Kamera abstellst, tut es auch. Die Kamera beim Sex zu halten sorgt für albernes Gewackel und man sieht am Ende nichts. Eine unruhige Kameraführung macht das spätere Videoerlebnis kaputt – und beim Filmen auch den Spaß am Sex, da man sich permanent darauf konzentrieren muss, die Kamera richtig zu halten.

Das „richtige Halten“ klappt ohnehin meist nicht. Am Ende verwackelt es sogar so, dass der Fokus nicht getroffen wird – und dann sieht man nichts weiter als den Bauchnabel. Am besten ist es, wenn ihr die Kamera ganz vergessen könnt.

Alternative: Wenn ihr kein Problem damit habt, dann sucht euch einen Filmer bzw. eine dritte Person eures Vertrauens, der bzw. die euch filmt. Bei der Selbstbefriedigung kannst du dich auch von deinem Partner filmen lassen, da hat er doppelt Freude dran.
Tipp 2: Macht euch ein kleines Drehbuch

Mach dir aus Spaß mal Gedanken, wie der Film in einem kleinen Drehbuch aussehen würde. Frage dich: Was würdest du selbst gern sehen? Bei der Selbstbefriedigung, beim Sex. Was ist dir in deinem ganz persönlichen Video wichtig, was möchtest du dokumentieren und anderen Leuten zeigen? Achte auch auf das Setting deines Films. Pierce weiß:

Eine nostalgische Eichen-Schrankwand, die Wäschehaufen auf dem Fußboden, Bierflaschen oder ein voller Aschenbecher auf dem Tisch sind ein echter Abturner und verraten letztlich auch etwas über dich.

Achte zudem auf eine überschaubare Filmlänge. Das Sexfilmchen sollte nicht zu kurz sein, aber auch nicht zu lang. Bei mehr als zwanzig Minuten lässt häufig die Aufmerksamkeitsspanne nach.
Tipps 3: Setze den richtigen Fokus auf die Szenerie

Setze deinen Zeigefinger und Daumen beider Hände im 90-Grad-Winkel zusammen, so dass ein Rechteck entsteht. Dieses „Gucklock“ zeigt dir, was ungefähr die Kamera einfangen wird, also wo genau der Fokus liegen wird – und wie ihr euch beim Dreh positionieren könnt und ob euer „Schauplatz“ zu nah oder zu weit weg ist. Du siehst auch, was du vielleicht im Hintergrund nicht zeigen möchtest.
Tipp 4: Das richtige Licht

Da reicht Tageslicht. Einige filmen sich zum Beispiel auf der Terrasse bzw. im Freien (vorsicht, dass ihr bei euren „Outdoor-Aktivitäten“ niemanden belästigt, das bringt euch sonst eine Anzeige oder Geldbuße ein.) Bei Nutzung des Tageslichtes auf den Sonnenstand achten – damit der Schatten der Kamera nicht das Wesentliche verdunkelt.
Tipp 5: Für Fortgeschrittene – Die Video-Nachbearbeitung

Den ganzen Akt zu sehen, könnte relativ langweilig werden. Du wirst auch immer wieder Passagen finden, die einfach nicht gelungen sind. Wenn du eine entsprechende Software hast (viele Betriebsprogramme enthalten bereits ein Videobearbeitungsprogramm), kannst du dein Sexfilmchen anschließend noch ein wenig kürzen, schneiden, Ausschnitte zoomen oder Musik unterlegen
Falls du Musik schon während des Drehs im Hintergrund laufen lässt, macht sich das mit dem Schnitt dann nicht mehr ganz so gut. Wenn ihr Musik drauflegt und euren Privatporno eventuell auch anderen Personen zeigen und deren Feedback einholenwolltdann achtet auf die Persönlichkeits- und Musikrechte.
5年前
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